…dann haltet wenigstens das Maul!

Es ist alles so gekommen, wie ihr es gewollt habt – ihr Dummköpfe!
Einen sehr treffenden Kommentar findet man im folgenden Beitrag:

…Wenn nun die Regierung dieser Leute ankündigt, die Hartz IV-Sätze nur um popelige fünf Euro zu erhöhen, nachdem davor ausschließlich höhere Beträge im Gespräch waren, demonstrieren sie mit um Mitleid heischenden Parolen wie etwa „Wir kämpfen um unsre Zukunft“, die auf Papierrollen stehen, die – wie putzig! – von Grundschülern getragen werden, und fragen sich, was falsch gelaufen ist.

Nichts ist falsch gelaufen, so gar nichts. Wer unbedingt Ausbeutung will, soll seine Fresse halten, wenn er sie auch kriegt. Wer sich ohnehin nicht von der Diktatur des Kapitals befreien will, der soll nicht dumm jammern, wenn er sie auch zu spüren kriegt. Sollen sie doch obdachlos werden und im Park erfrieren, sollen sie sich doch bis dahin mit drei Jobs und schweren Gesundheitsschäden plagen, sollen sie doch am Ende im nächsten Weltkrieg an der Front im Kugelhagel fallen. Das ist dann genau das, was sie sich ausgesucht haben. Es wurde ihnen oft genug gesagt: Sozialismus oder Barbarei. Sie entschieden sich für die Barbarei, sie bekamen die Barbarei.
Fabrikhalle
Jetzt gibt es keine Ausreden der Art mehr, man habe von nichts gewußt, man habe das ja nicht absehen können. Diese Ausflüchte waren immer schon gelogen. Ratten verlassen sinkende Schiffe, Deutsche bleiben treu auch im Untergang. Wenn sie wenigstens das Maul halten könnten während sie absaufen, wäre denen, die nicht auf der Seite des barbarischen Kapitalismus stehen, immerhin ein wenig geholfen.

aus: Sowas kommt von sowas

5 Gedanken zu “…dann haltet wenigstens das Maul!

  1. Ein guter Text, knapp und bündig!
    Sind die Massen, die noch immer bei diesen bürgerlichen Wahlen diese den Imperialismus, Hunger, Armut, Verbrechen, Kriege bejahenden, untertützenden bürgerlichen Parteien wählen, tatsächlich so unschuldig, so naiv, wie mitunter behauptet?
    Haben nicht sowohl Hitler als auch die heutigen Imperialisten viele ihrer geplanten Verbrechen nicht vorher für jedermann deutlich angekündigt?
    Die bisherigen Verbrechen gegen die Menschen in Syrien, weitere geplante Verbrechen gegen dieses Land, permanent angekündigte „Militärschläge“, ein „Eingreifen“, als bereits zuvor lauthals angekündigte Aggressionen gegen einen souveränen friedlichen Staat, ziemlich deutlich angekündigte Unterstützungen auch der herrschenden deutschen Parteien so kurz vor den Wahlen für diese fortgesetzten und neuen geplanten Aggressionen, Verbrechen, sind all jene, die sich sehr wohl informieren könnten, und dennoch diese Politik durch ihre Stimmabgabe weiter unterstützen, wirklich so unschuldig, so naiv?
    Sind sie in Wahrheit nicht eher vorsätzlich ignorant, leben nach dem Vorsatz des Heiligen Sankt Florians: „Lieber Herr, verschone meine Hütte, verbrenne die des Nachbarn!“?
    Ja, die Leute bekommen doch wirklich, wonach sie schreien, einschließlich par exemple dieser ekeligen „Wiedervereinigung“ 1990, OBWOHL Millionen Bürger der DDR trotz „Mauer & Stacheldraht“, „Minenfeldern“ den „Westen“, diese BRD ganz legal zuvor besuchen konnten, und nicht nur Omas und Opas, Rentner!
    Traurig, aber nach wie vor wahr, ob nun Nationalsozialismus oder westliche Demokratie, zu wenige WOLLEN überhaupt die Wahrheit wissen, WOLLEN sich bloß nicht das eigene Fell verbrennen, sich nur klein und leise durch´s Leben mogeln.
    Oder mal so, ganz konkret gefragt: Wie würden wohl die Bewohner dieses Landes, Ob Inländer oder Ausländer, reagieren, wenn wichtige Zentren der Infastruktur, Versorgungseinrichtungen Deutschlands, auch Wohnviertel, permanent durch „Militärschläge“, „Luftschläge“ ausländischer Mächte bedroht würden, teilweise sogar angegriffen, wenn deutsche Universiäten und Schulen, wie etwa in Syriens Aleppo, mit Granatwerfern und Raketen angegriffen, viele Studenten und Schüler getötet, verletzt, In Berlin Hunderte Menschen durch ausländisches Giftgas ermorder würden?
    Doch viele dieser Menschen, eigentlich schon moralischen kleinen Ungeheuer, werden auch weiter gerade jene Parteien wählen, welche alle diese Verbrechen billigen, untstützen, natürlich…., natürlich „nur“ anderswo, weit weg, auch gern weit weg insbesonder den eigenen beliebten Urlaubzielen…
    Die Frage der „Unschuld“, keinesfall so einfach, nur als Schwarz oder Weiß anzusehen!

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  2. „Lieber Herr, verschone meine Hütte, verbrenne die des Nachbarn!“ Treffender Spruch. Der Deutsche (angepasste Ausländer inklusive) meint, solange es anderen schlechter geht, gehts mir gut. Ich persönlich kann die Bekannten gar nicht mehr zählen, die sagen : woanders ist es noch viel schlimmer und vergleiche Deutschland mir Äthiopien. Dies ist von einem französisch detutschem Team ca. 1990 herausgearbeitet worden. Der Franzose sagte : ich bin arm und nahm an Streiks, Randale und Demos teil. Die Ergebnisse hatten meist Erfolg (das was ich immer als Perspektive meine). Der Deutsche lügt sich in die Tasche und sagt/lügt er hätte genug Nebeneinkünfte oder hätte Geldgeber im Bekannten-, Verwandtenkreis, obwohl er sich seit Jahren nichtmal einen Kino-, Schwimmbad-, Restaurantbesuch oder Lederschuhe leisten kann. NIE würde er sich als arm oder gedemütigt wahrnehmen. SONST müsste er ja kämpfen. Der Deutsche möchte evtl. kämpfen, aber wenn dann in einer gutorganisierten Gewerkschaft. (Glaube, dass Lenin dies mal ansprach : Bei einer Revolution löst der Deutsche erstmal ne Bahnsteigkarte, bevor er diesen besetzt). In den 80ger waren die Friedensbewegungen gut organisert (DKP?) und man ging gerne und pflichtbewusst hin. Eine Apathie der Arbeiterklasse ausserhalb Deutschlands gibt es erst seit kurzem. Nicht nur Franzosen, Italiener, Briten usw. waren ZIGMAL streikfreudiger, sondern auch die USA. Statistik atnd mal im fischerweltalmanach. Nur Schweizer, Österreicher(angeblich) oder Japaner streikten weniger. Bei den hohen Löhnen in der Schweiz und dem niedrigen Einkommensabstand (odere 20% zu unteren 20%) in Japan würde ich auch nicht streiken. Mit der Kriegsbegeisterung gegen Syrien ist schrecklich. Michael Opperskalski (Zeitschrift Geheim) hatte dies schon iVm dem Libyenkrieg bei youtube (KDI) angesprochen und Syrieninfoblogspot berichtet fast mehrmals täglich. Aber, wenn die Medien Bilder von toten Kindern zeigen/fälschen und Irakfotos von 2003 als aktuell verkaufen, kochen die Emotionen schnell hoch. Vielleicht sollten so Menschen wie wir auch mehr mit solchen Bildern arbeiten. Westliche Brutalität (Kriegs,- Polizeiopfer) gibt es genug. Aber die Medien zeigen dann nur zB. Abu Graib) als Einzelbeispiele, die dann milionenfach als Ausrutscher kranker Einzeltäter wegpsychologisiert werden. Ansonsten ist der Westen prima. Typische NGO Politik nach Amnesty International, Human Right Watch, Ärzte/Reporter ohne Grenzen, Femen, Soros.

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  3. Diese St.Florians-Mentalität ist nur eine von vielen, vielen Egoismen, die spätestens der Kapitalismus hervorgebracht hat. Sie wird erst dann allmählich wieder verschwinden, wenn deren Ursachen beseitigt sind.

    Ja, auch Streiks und Demonstrationen erzeugen Unruhe unter den Ausbeutern und erschüttern die Grundfesten dieser Gesellschaft. Daher wird bereits jede Form der Übereinkunft unter den Ausgebeuteten (ja selbst die Erkenntnis und Verbreitung von Hintergrundinformationen und Zusammenhängen) als Bedrohung empfunden und bekämpft.

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  4. Streiks…..
    Abgesehen von einigen kleinen Gewerkschaften, in denen sich sehr hoch qualifizierte und daher auch sehr selbstbewusste, sehr kluge Proletarier organisiert haben und immer wieder, so gut und effizient organisiert, zum Mittel durchaus wirksamer Streiks greifen, und zwar trotz ihrer eigentlich nur kleinen Masse an Leuten, sind alle übrigen Gewerkschaften, insbesondere natürlich IG Metall, Ver.di, IG Bergbau-Chemie etc totale „embedded“ Agenturen des Kapitals zur Verhinderung von wirklichen, ernsthaften Streiks, ernshaften Klassenauseinandersetzungen, und zwar schon seit Jahrzehnten.
    Das ungeheuerliche Verhalten von IG Metal und Ver.di. Bonzen gegnüber den streikenden Lokführern und ihrer kleinen GDL im Jahre 2007 – in vielen anderen Ländern nur schwer vorstellbar! – war kein Ausrutscher sondern Programm dieser kapitalhörigen Vereine mit der Tarnbezeichnung „Gewerkschaften“.
    (Schon 1969/70/71 fielen IG Metall Bonzen voller Wut geifernd über „Wilde Streiks“ her, fielen Streikenden Arm in Arm mit Kapital,Staat und Medien in den Rücken)
    Es sind also gerade die kleinen Gewerkschaften, von denen die Masse der total verwalteten IG Metall & Co.-Gewerschaftler-Dackel lernen könnte, wie eine wirkliche Gewerkschaft aussehen könnte und kämpfen müsste.
    Bezeichnend, dass sich DKP(1968) und MLPD(70er) von Anfang an als „linke Zuhälter“ dieser „maßgeblichen“ kapitalhörigen Gewerkschaften in Szene setzten, auch als Betriebsräte fleißig bei der „Verdackelung“ des gewerkschaftlich organisierten und sonstigen proletarischen Nutzviehes emsig „mitbestimmend“ für das Kapital Schmiere standen, Handlangerdienste leisteten.
    Wer mag da wohl im Hintergrund bei der Kreation dieser kommischen „marxistisch-leninistischen Parteien“ die Fäden gezogen haben? (Woran harmlose und ehrliche idealistische Mitläufer leider gar nichts ändern)
    Der Zustand des heutigen in – und ausländischen BRD-Proletariates ist daher keinesfalls ein Zufall, gar ein Wunder, unerklärliches Phänomen, er ist logisches und leider bis ein äußerst wirkmächtiges Resultat jahrzehntelanger(!) „Schulung“ und „Entmannung“ – durch die eigenen von Staat und Kapital total instrumentalisierten „Arbeitnehmerorganisationen“!
    Gäbe es wirklich Leiharbeit, inzwischen jeden 4. Lohnknecht im Niedriglohnsektor, Hartz 4, „Sanktionen“, das immer wieder in vielen Unternehmen zu beobachtende absolut hündisch-kriecherische Verhalten, Gehabe, Getue so vieler kleiner noch „normal-tariflich“ entlohnter Proletarier bei Gewerkschaften, kämpferischen Organisationen, welche diesen Namen wirklich verdienten?
    „Der Sozialismus wird siegen!“(anderer Beitrag), allem „Historischen Optimismus“ in Ehren…, ja sehr gerne, meinetwegen schon morgen, doch er wird den Besitzlosen, den Lohnabhängigen, den kleinen Leuten nicht vom Himmel in der Schoß fallen wie vor wohl 3000 Jahren die Wachteln in den der ausgezogenen Israeliten.
    Im Grunde hätten die heutigen Proletarier aufgrund ihrer ungeheueren Masse, ihre inzwischen recht hohen Bildung und beruflichen Ausbildung eine in praktisch allen Sparten der Wirtschaft eine ungeheure Macht, in keinster Weise vergleichbar mit der im 19. Jahrhundert noch relativen gesellschaftlichen Machtlosigkeit, doch aufwachen müssen sie schon selber, sich dieser Macht bewusst werden!

    Noch ein Nachtrag:

    Verfassung der DDR, April 1968, Unterschrift: W.Ulbricht

    Artikel 24, Absatz 1

    „Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik
    hat das Recht auf Arbeit. Er hat das Recht auf einen Arbeitsplatz und dessen freie Wahl entsprechend den gesellschaftlichen Erfordernissen und der persönlichen Qualifikation. Er hat das Recht auf Lohn nach Qualität und Quantität der Arbeit. Mann und Frau, Erwachsene und Jugendliche haben das Recht auf gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung“

    Also: Die DDR-Verfassung von 1968, Walter Ulbricht sagen: Gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung!

    Was haben denn nun DGB-Sommer, IG Metall-Huber, Ver.di-Bsirske…, so viele andere „Gewerkschaftler“ und Betriebsräte eigentlich dagegen?
    Warum dulden sie alle so brav massenhaften ungleichen Lohn bei zumeist gleichen Arbeitsleistungen in so vielen Unternehmen?

    Was schon 1968(wenn auch woanders) möglich war, soll heute angeblich unmöglich sein?

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