Warnung vor dem Atomkrieg!

Brecht Karthago
Vom 12. bis zum 15. Oktober 2010
führte Professor Michel Chossudovsky in Havanna umfangreiche und ausführliche Gespräche mit Fidel Castro bezüglich der Gefahr eines Atomkriegs, der weltweiten Wirtschaftskrise und des Charakters der Neuen Weltordnung. Diese Gespräche führten zu einem ergiebigen Interview über verschiedene Themen. Im Mittelpunkt des ersten Teils dieses durch Global Research und CubaDebate veröffentlichten Interviews stand die Gefahr eines Atomkriegs.
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Die Welt steht an einem gefährlichen Scheideweg. Wir haben einen entscheidenden kritischen Punkt in unserer Geschichte erreicht. Das Interview mit Fidel Castro bietet eine Interpretation der Natur des modernen Krieges: Wenn eine militärische Operation gegen die Islamische Republik Iran begonnen würde, könnten die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten einen konventionellen Krieg nicht gewinnen und es wäre möglich, daß jener Krieg zu einem Atomkrieg ausarten würde. Die Details der jetzigen Kriegsvorbereitungen bezüglich des Irans sind der Öffentlichkeit gegenüber verheimlicht worden.

„Wie kann man den teuflischen und absurden Vorschlag der Regierung der Vereinigten Staaten, daß die Verwendung der Atomwaffen gegen den Iran ‚die Welt in einen sichereren Ort verwandeln würde’, bekämpfen?“ Einer der von Fidel Castro während des Interviews formulierten Grundbegriffe ist die „Ideenschlacht“. Im weiteren lesen Sie einige Auszüge aus diesem Interview:

Michel Chossudovsky: (…) Die Frage, die mir vor allem Sorgen bereitet, ist die, daß sich nach dem Kalten Krieg ein Bild von der Atomwaffe in humanitärer Gestalt entwickelt hat, indem man sagt, sie sei eigentlich keine gefährliche Waffe, sie schade den Zivilpersonen nicht, aber irgendwie hat man das Etikett der Atomwaffe geändert. Deshalb unterscheidet sich die Atomwaffe nach ihren Kriterien nicht von der konventionellen Waffe, und in den militärischen Richtlinien sagt man sogar, daß die taktische Atomwaffe eine Waffe sei, die für Zivilisten keine Schäden bewirkt.

Also könnte es sogar so eine Situation geben, in der diejenigen, die die Entscheidung treffen, Iran mit der Atomwaffe anzugreifen, nicht zu begreifen in der Lage sind, was für Konsequenzen das nicht nur für den Mittleren Osten, für Zentralasien, sondern auch für die gesamte Menschheit haben wird, denn sie werden sagen: „Na gut, nach unseren Kriterien unterscheidet sich diese Atomwaffe von jener des Kalten Krieges, also können wir sie gegen Iran als eine Waffe einsetzen, die die weltweite Sicherheit gewährleistet.“

Wie sehen Sie das? Das ist äußerst gefährlich, weil sie an ihre eigene Propaganda glauben. Das ist eine interne Propaganda innerhalb der Streitkräfte, innerhalb des politischen Apparats.

Atomwaffen im „Werkzeugkasten“ der USA

Als die Geheimdokumente über die taktische Atomwaffe in den Jahren 2002 und 2003 freigegeben wurden, sagte sogar Senator Edward Kennedy damals, daß auf diese Weise die Grenzen zwischen den konventionellen Waffen und der Atomwaffe verwischt würden. Genau dort sind wir gelandet, wir leben in einer Zeit, wo die Atomwaffe nicht von der Kalaschnikow unterschieden wird, ich übertreibe, aber das ist gewissermaßen ein Teil ihres „Werkzeugkastens“ – das ist das Wort, das sie dafür benutzen „Werkzeugkasten“ – und dort wird die Art der Bewaffnung ausgewählt, die benutzt werden soll, so daß die Atomwaffe durchaus auf einem konventionellen Kriegsschauplatz verwendet werden könnte, was uns zum Undenkbaren führen würde, und zwar zu einem regionalen nuklearen Szenarium, aber auch zu jenen Auswirkungen, die das auf dem gesamten Planeten haben könnte. (…)

Comandante Fidel Castro Ruz: (…) Ihnen selbst ist bekannt und Sie wissen, was im letzten Weltkrieg geschah, bevor die Atomwaffen auftauchten: es wurden 50 Millionen Menschen durch die zerstörerische Wirkung der konventionellen Waffen getötet.
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Ein Krieg heutzutage gleicht nicht einem Krieg des 19. Jahrhunderts, wo es noch keine Atomwaffen gab, und trotzdem hatte der Krieg schon eine hohe Zerstörungskraft. Die Atomwaffen sind in der letzten Minute erschienen, weil Truman sie verwenden wollte und sie mit der Bombe auf Hiroshima testen wollte, wo die kritische Masse aus dem Uran erzeugt wurde, und die andere in Nagasaki aus Plutonium. Beide töteten sofort um die 100.000 Personen. Es ist nicht bekannt, wie viele Leute verletzt oder den Strahlen ausgesetzt wurden, die später starben oder lange Jahre unter den Nachwirkungen leiden mußten. Außerdem würde ein Atomkrieg heute einen nuklearen Winter verursachen.

Der Untergang der Menschheit

Ich spreche über die Gefahren, die von einem Atomkrieg wegen der Sofortschäden ausgehen würden. Schon eine begrenzte Anzahl dieser Waffen von ein oder zwei der weniger bedeutenden Mächte, Indien und Pakistan, würde genügen; die Explosion würde reichen, um einen Nuklearen Winter zu verursachen, der zwischen acht und zehn Jahre andauern würde, und es wäre unmöglich, daß ein Mensch ihn überlebt. Innerhalb weniger Wochen wäre kein Sonnenlicht mehr zu sehen.

Die Menschheit ist knapp 200.000 Jahre alt. Bis jetzt lief alles normal, die Naturgesetze wurden eingehalten. Die Gesetze des Lebens entwickelten sich auf dem Planeten Erde seit mehr als 3 Milliarden Jahren. Der Mensch, der homo sapiens, das intelligente Wesen hat noch nicht existiert, so sagen es Studien aus, als bereits acht Zehntel von einer Million Jahren vergangen war. Bis vor 200 Jahren hat man das alles scheinbar nicht gewußt. Heute kennt man die Gesetze, die die Evolution der Spezies steuern. Wissenschaftler, Theologen, auch aufrichtige Gottesmänner, die anfangs hinter der Kampagne der großen kirchlichen Institutionen gegen Darwins Theorie standen, akzeptieren heute die Evolutionsgesetze als eine Realität, ohne daß dadurch die Ausübung aufrichtigen religiösen Glaubens beeinträchtigt worden wäre, in dem die Menschen oft eine Milderung ihrer tief empfundenen Sorgen finden.

Ich denke, daß niemand auf der Welt das Aussterben der Menschheit will. Deswegen bin ich der Meinung, daß nicht nur die Atomwaffen, sondern auch die konventionellen Waffen verschwinden müssen. Man muß allen Völkern ohne Unterschied Friedensgarantien anbieten, sowohl den iranischen als auch den israelischen, und alle Naturressourcen müssen verteilt werden, das müssen sie! Damit sage ich nicht, daß das wirklich geschehen wird, auch nicht, daß das einfach zu erreichen ist; aber es wird keine andere Alternative für die Menschheit geben, denn die Welt ist in ihrer räumlichen Ausdehnung als auch hinsichtlich bestimmter Ressourcen begrenzt, auch wenn man alle wissenschaftlichen Anstrengungen unternimmt, um erneuerbare Energiequellen zu schaffen. Auf der Welt leben etwa sieben Milliarden Menschen, deshalb wird eine Bevölkerungspolitik erforderlich sein, auch viele andere Dinge sind erforderlich, und wenn Sie alles zusammen nehmen und sich die Frage stellen, ob der Mensch fähig sein wird, das zu verstehen und alle diese Schwierigkeiten zu überwinden? Eigentlich kann nur Enthusiasmus einen Menschen dazu führen zu sagen, daß man dem begegnen und dieses Problem einfach lösen kann.

Michel Chossudovsky: Was Sie sagten, als Sie über Truman sprachen, ist äußerst wichtig. Truman hat gesagt, daß Hiroshima ein Militärstützpunkt wäre und daß es keine Zivilopfer gäbe.
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Dieses Bild der Nebenwirkungen scheint eine Kontinuität in der Atomdoktrin von 1945 bis heute zu sein, d.h., also nicht auf realer Ebene, sondern auf der Ebene der Doktrin und Propaganda. 1945 sagte man: Wir werden die Menschheit retten, indem wir 100.000 töten, und die Tatsache verneinen, daß Hiroshima eine bevölkere Stadt war, indem wir behaupten, daß es ein Militärstützpunkt war. Aber heutzutage ist diese Verfälschung noch diffiziler, mehr verallgemeinert, und die Atomwaffe ist weiter entwickelt. So geschieht es, daß wir in dem Maβe, in dem wir über die Zukunft der Menschheit und die Gefahr eines Atomkrieges weltweit diskutieren, uns die Frage der Lüge, der Fiktion innerhalb des politischen und militärischen Diskurses zu einer Weltkatastrophe führen wird, ohne daß die Politiker ihre eigenen Lügen verstehen.
Dann haben Sie gesagt, daß die intelligenten Menschen seit 200.000 Jahre existieren, aber genau diese Intelligenz in den Einrichtungen, in der Presse, in den Nachrichtendiensten und in den Vereinten Nationen wird das Element sein, das uns zerstören wird; weil man an ihre Lügen glaubt, die zum Atomkrieg führen, ohne daran zu denken, daß das der letzte aller Kriege sein wird. Und wie Einstein so treffend sagte: „Ein Atomkrieg wird nicht zum Fortbestand der Menschheit führen, er ist eine Weltgefahr.” Das wollte er ausdrücken.

Comandante Fidel Castro Ruz: Diese Worte sind sehr gut, Herr Professor. Der Nebenschaden kann in diesem Fall die gesamte Menschheit sein. Der Krieg ist eine kriminelle Tat, und es wird absolut kein neues Gesetz benötigt, denn schon seit Nürnberg wurde der Krieg als ein Verbrechen angesehen, als das größte Verbrechen gegen die Menschheit und den Frieden, als das schrecklichste aller Verbrechen.

Michel Chossudovsky: Gut, sagen wir mal so, daß die Texte von Nürnberg es klar zum Ausdruck bringen: „Der Krieg ist eine verbrecherische Handlung; ist die äußerste kriegerische Handlung gegen den Frieden.“ Dieser Text von Nürnberg wurde viel zitiert. Die Alliierten wollten es nach dem zweiten Weltkrieg gegen die Besiegten nutzen und ich sage nicht, daß es nicht gültig ist; aber über die Verbrechen, die von ihnen begangen wurden, und sogar die Verbrechen, die sie gegen Deutschland und Japan begangen haben, davon wird nicht gesprochen.

Comandante Fidel Castro Ruz: Mit der Atomwaffe im Fall des Zweitgenannten.

Michel Chossudovsky: Kurz und gut, das ist ein für mich äußerst wichtiges Thema und wenn wir über eine Gegenallianz für den Frieden reden, ist die Kriminalisierung des Krieges meines Erachtens wesentlich. Das bedeutet die Abschaffung des Krieges; es ist eine verbrecherische Handlung, die zu beseitigen ist.

Comandante Fidel Castro Ruz: Gut, die wichtigsten Verbrecher, wer stellt sie vor Gericht?

Michel Chossudovsky: Das Problem ist, daß sie auch die Gerichtshöfe kontrollieren, so sind schließlich die Richter auch Verbrecher. Was können wir tun?

Sie sind dazu erzogen, um Befehle auszuführen…

Comandante Fidel Castro Ruz: Ich sage, daß dies Teil der Ideenschlacht ist. Nun, es geht darum zu verlangen, daß die Welt nicht zu einer Atomkatastrophe geführt wird, es geht darum, das Leben zu bewahren. Wir wissen es nicht, aber wir vermuten, daß, wenn der Mensch Bewußtsein erlangt, daß seine Existenz, die seines Volkes, seiner liebsten Freunde und Verwandten davon abhängt, würden selbst die militärischen Chefs der Vereinigten Staaten des Ergebnisses bewußt, auch wenn sie im Leben so erzogen wurden, um Befehle auszuführen, nicht in wenigen Fällen Genozidbefehle, wie taktische und strategische Atomwaffen anzuwenden, weil es das ist, was ihnen an den Akademien gelehrt wurde.
Da das alles ein Wahnsinn ist, ist kein Politiker davon frei, der Bevölkerung diese Wahrheiten zu übermitteln. Man muß an sie glauben, sonst gäbe es nichts mehr, worum es zu kämpfen lohnen würde.

Michel Chossudovsky: Ich denke, daß es so ist, wie Sie sagen, daß im gegenwärtigen Moment die große historische Debatte der Menschheit sich auf die Gefahr des Atomkrieges, der die Zukunft der Menschheit bedroht, konzentrieren muß, und daß jede andere Debatte, die wir über grundlegende Bedürfnisse oder über die Wirtschaft führen werden, fordert, daß wir den Krieg vermeiden und einen Weltfrieden errichten können, damit der Lebensstandard auf der Basis der grundlegenden Bedürfnisse weltweit mit Recht geplant werden kann. Aber wenn wir das Problem des Krieges nicht lösen, überlebt der Kapitalismus auch nicht, nicht wahr?

Comandante Fidel Castro Ruz: Nein, er kann nicht überleben, gemäß all den Analysen, die wir gemacht haben, kann er nicht überleben. Das kapitalistische System und die Marktwirtschaft, die ihm Leben einflößt, werden nicht von heute auf morgen verschwinden, aber der Imperialismus auf der Grundlage der Gewalt, der Atomwaffen und der konventionellen Waffen der modernen Technologie muß verschwinden, wenn wir wollen, daß die Menschheit überlebt.

Eine riesige Desinformation durch die Massenmedien

Nun, in diesem Moment geschieht eine wirkliche Tatsache, die die riesige Desinformation belegt, unter welcher die Welt leidet: In Chile blieben 33 Bergmänner in 700 Meter Tiefe gefangen und die Welt freut sich wegen der Nachricht, daß 33 Bergmänner gerettet wurden. Nun gut, einfach dies, was wird die Welt machen, wenn ihr bewußt wird, daß 6. 877.596.300 Einwohner gerettet werden müssen? Wenn 33 einen solchen Jubel ausgelöst haben und all die Massenmedien in diesen Tagen nur darüber berichten, warum werden die fast 7 Milliarden Einwohner nicht gerettet, die in der furchtbaren Gefahr gefangen sind, einen schrecklichen Tod wie jenen von Hiroshima oder Nagasaki zu sterben?

Michel Chossudovsky: Schauen Sie, dies ist auch eindeutig die Frage der Berichte, die die Massenmedien über verschiedene Ereignisse machen und die Propaganda, die sich daraus ergibt.
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Ich denke, daß das, was die Chilenen gemacht haben, eine riesige humanitäre Operation war. Aber es ist doch wahr, wenn es eine Bedrohung für die Menschheit gibt, wie jene, die sie erklären, dann müßte das auf der ersten Seite jeder Zeitung der Welt stehen, weil das Opfer die ganze menschliche Gesellschaft ist und sie könnte sogar das Opfer der Entscheidung eines Drei-Sterne-Generals sein, der die Folge nicht kennt. Aber hier sprechen wir über die Art und Weise, in welcher die Massenmedien, besonders im Westen, die ernsthafteste Frage, die potentiell die aktuelle Welt schädigt, und zwar die Gefahr eines Atomkrieges, verstecken. Und wir müssen es ernst nehmen, weil sowohl Hillary Clinton, als auch Obama gesagt haben, sie hätten die Idee, die Atomwaffe in einem so genannten vorbeugenden Krieg gegen den Iran anzuwenden.

Nun gut, wie antworten wir? Was sagen Sie zu Hillary Clinton und Barack Obama bezüglich der Erklärungen, die sie bezüglich der unilateralen Verwendung der Atomwaffe gegen den Iran gemacht haben, ein Land, das für niemanden eine Gefahr darstellt?

Comandante Fidel Castro Ruz: Ja, mir sind zwei Sachen bekannt: was diskutiert wurde, und in diesen Tagen enthüllt wurde, die heftigen Diskussionen innerhalb des Sicherheitsrates der Vereinigten Staaten. Deshalb gab ich dem von Woodward geschriebenen Buch solchen Wert, weil es enthüllte, wie alle diese Diskussionen verliefen. Es ist bekannt, welche die jeweilige Position von Biden, von Hillary, von Obama war, und eigentlich, in jenen Diskussionen, wer sich am unerschütterlichsten gegen die Ausweitung des Krieges zeigte, wer dazu fähig war, mit den Militärs zu diskutieren, war Obama, das ist eine reale Tatsache. Eigentlich schreibe ich gerade meine neueste Reflexion genau darüber. Der einzige, der dorthin kam und ihm einen Rat gab, war aufgrund seiner Angehörigkeit zur Republikanischen Partei sein Gegner gewesen, es war Colin Powell. Er erinnerte ihn daran, daß er der Präsident der Vereinigten Staaten ist. Es war ein ermutigender Rat.

Ich denke, daß diese Botschaft allen übermittelt werden muß, ich meine, worüber wir gesprochen haben. Ich denke, daß viele in Global Research die Artikel lesen, die sie veröffentlicht haben. Ich denke, es muß bekannt gegeben werden und in dem Maße wie wir diese Gespräche geführt haben und sie veröffentlichen wollen, freue ich mich jedes Mal sehr, wenn sie zu diesen Problemen argumentieren, Überlegungen anstellen und sie darlegen, denn meiner Meinung nach gibt es einfach einen Mangel an Information aus den Gründen, die Sie erklären.

Nun, wir müssen erfinden, welche die Art und Weise sein könnte, dies bekannt zu geben? Zur Zeit der zwölf Apostel, sie waren nur zwölf, haben sie sich der Aufgabe gewidmet, die Lehren, die ihnen ein Prediger übermittelt hat, zu verbreiten. Na ja, sie haben Hunderte von Jahren vor sich gehabt. Wir haben sie, im Gegensatz zu ihnen, nicht, aber ich sah gerade die Liste der Persönlichkeiten, es sind mehr als 20 Persönlichkeiten, die bei Global Research mitgearbeitet haben. Sie sind angesehene Menschen, die dieselben Sachen erklären; aber sie verfügen über keine Hunderte von Jahren, sondern, na ja, über sehr wenig Zeit.

Michel Chossudovsky: Die Bewegung gegen den Krieg in den Vereinigten Staaten, Kanada und Europa ist sehr geteilt. Manche denken, daß die Drohung aus dem Iran kommt, andere sagen, daß es die Terroristen sind, und es gibt viel zu viel Desinformation innerhalb derselben Bewegung gegen den Krieg.

Obama lenkt von der Bedrohung durch die USA ab…

Außerdem, im Weltsozialforum ist der Atomkrieg kein Teil der Debatte zwischen den Leuten der Linken oder Progressivsten. Während des Kalten Krieges wurde doch über die Gefahr eines Atomkonflikts gesprochen und die Leute hatten dieses Bewußtsein. Auf der letzten, in New York in den Vereinten Nationen stattgefundenen Zusammenkunft über die Nicht-Verbreitung der Massenvernichtungswaffen wurde der Nachdruck auf die nukleare Drohung seitens nicht staatlicher Einrichtungen und von Terroristen gelegt. Der Präsident Obama sagte, daß die Drohung von Al Qaeda ausginge, daß sie die Atomwaffe hat, außerdem wenn Sie Obamas Reden lesen, wird dort angedeutet, daß der Terrorismus dazu fähig ist, kleine Atombomben, was sie die schmutzige Bombe nennen, herzustellen. Nun gut, es ist eine Art und Weise, den Nachdruck auf völlig andere Dinge zu legen.

Comandante Fidel Castro Ruz: Es ist das, was ihm gesagt wird, was sie ihren eigenen Leuten sagen und glauben machen wollen. (…)
Es muß gesagt werden, daß die Menschheit 800 Meter tief gefangen ist und sie muß herausgeholt werden, es muß eine Rettungsoperation durchgeführt werden. Dies ist die Botschaft, die wir einer Anzahl von Leuten übermitteln müssen. Wenn viele Leute so denken, werden viele Leute das machen, was Sie gerade machen und sie das unterstützen, was Sie gerade unterstützen. Es ist nicht mehr davon abhängig, wer es sagt, jemand muß es sagen. Man muß herausfinden, wie die Massen mit dem größten Bewußtsein erreicht werden können. Die Lösung liegt nicht in den Zeitungen. Es gibt das Internet. Internet ist billiger. Internet ist zugänglicher. (…)

Michel Chossudovsky: Was eigentlich passierte, sogar in den letzten Monaten, ist, daß man sagte: „Ja, der Atomkrieg ist sehr gefährlich, es ist eine Drohung, aber die Drohung kommt aus dem Iran“, und es gab Plakate in New York, worauf stand: „Sagt nein zu dem nuklearen Iran“ und die Botschaft dieser Plakate war, den Iran als eine Drohung gegenüber der weltweiten Sicherheit darzustellen, auch wenn es eine solche Drohung überhaupt nicht gab, denn sie hatten keine Atomwaffe. Kurz und gut, wir sind bei dieser Sache, und anfangs dieser Woche hat The New York Times einen Text veröffentlicht, der sagte, daß die politischen Morde doch rechtmäßig seien.

So daß es so ist, wenn wir eine Presse mit jener Auflage haben, die sie haben, die uns solche Sachen präsentiert, ist die Arbeit enorm. Wir haben keine Möglichkeit, diesen Prozeß mit der Auflage der alternativen Medien umzukehren. Außerdem werden heutzutage viele von den alternativen Medien von der wirtschaftlichen Macht finanziert.

Comandante Fidel Castro Ruz: Und trotzdem müssen wir kämpfen.

Michel Chossudovsky: Ihre Botschaft, die ich gestern gegeben habe, ist Folgende: im Falle eines Atomkrieges wäre der zivile Nebenschaden die ganze Menschheit.

Comandante Fidel Castro Ruz: Es wäre die Menschheit, das Leben der Menschheit.

Quelle: http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=21955

Siehe auch:
Achse des Friedens (Fulda)

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