Es gibt eine Alternative!

Auch wenn es in der BRD heute vielen Menschen so scheint, als gäbe es keine bessere Gesellschaft als die derzeitige hier und heute – das ist nicht so! Auch wenn immer wieder versucht wird, mit Lügen und Fälschungen ein Horrorbild der DDR zu entwerfen. Die DDR war das gerechte Deutschland. Sie war (bei allen Mängeln und Fehlern, die es ja gab!)
eine historische Alternative!

In seiner berühmten Rede anläßlich der Verleihung des Stalinpreises im Jahre 1955 beschreibt der Dichter Bertolt Brecht die kapitalistischen Verhältnisse:
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Doch wie soll es anders gehen? Auch darauf hat Brecht eine Antwort:
brecht2
Nun halten das für viele Menschen heute für eine Utopie. Vor allem junge Menschen, die den Sozialismus nicht mehr erlebt haben. Sie können sich nicht vorstellen, daß es möglich ist:

– keine ( ! ) Arbeitslosigkeit,
– jeder hatte das Recht auf eine Arbeit
– gleicher Lohn für gleiche Arbeit – gleich ob Mann oder Frau,
– ein kostenloses System der Gesundheitsfürsorge,
– kostenlose Kindergärten und Kinderkrippen,
– gleiche Bildungschancen für alle – ebenfalls kostenlos!
– keine Obdachlosigkeit, kein Mietwucher,
– niedrige und stabile Preise für den Grundbedarf,
– keine Existenzängste und Sorgen um die Zukunft,
– eine Armee, die keinen Krieg führt,
– gegenseitige Hilfe und Unterstützung, anstatt „jeder gegen jeden!“
– die Nazis hatten keine Chance,
– eine niedrige Kriminalitätsrate,
– keine Armut in der DDR, schon gar keine „Kinderarmut“,
– niemand konnte auf Kosten anderer leben,
– denn die Betriebe, die Maschinen und das Land waren Volkseigentum,
– und es gab keine Schmarotzer, Milliardäre und Fabrikbesitzer,
– es gab zwar nicht immer alles zu kaufen, aber dafür hatten wir
– nicht jeden Tag den Briefkasten voller überflüssiger Werbung, usw.

Ist ein solcher Staat möglich?

Ja, er ist möglich – das hat die DDR bewiesen! Und das haben die sozialistischen Länder bewiesen. (Ich bin in der DDR aufgewachsen, zur Schule gegangen, habe studiert und gearbeitet!) Die DDR war beileibe kein „Paradies“ – aber sie war der Beweis für eine mögliche Alternative zum Kapitalismus: Die DDR war der real existierende Sozialismus!

Siehe auch: Kurt Gossweiler über die DDR

Feindbild – DDR

Auf der Website „Kommunistische Standpunkte“ wurde ein Interview eines MfS-Insiders, des ehemaligen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, Genossen Oberst a.D., Dr.jur. Reinhard Grimmer, veröffentlicht. Wir geben hier Auszüge aus diesem Interview wieder, weil sie sehr genau deutlich machen, wie die längst verblichene DDR doch immer wieder als Feindbild herhalten muß, wenn es um die inquisitorische Verfolgung von Kommunisten geht:
BildFrage: Worin siehst Du, Genosse Grimmer, das Hauptanliegen der Aktivitäten der Verleumder der DDR und der ‚Aufarbeiter‘ der DDR-Geschichte?

Genosse Dr. Grimmer: (…) Das Hauptanliegen dieser (…) Delegitimierungsschlacht gegen die DDR sehe ich vor allem in der sogenannten Aufarbeitung der DDR als ‚SED-Unrechtsregime und zweite deutsche Diktatur‘. Offensichtlich sind die bisherigen ‚Aufarbeitungsergebnisse‘ nicht zufriedenstellend, wie zahlreiche Umfragen ergeben. Also lautet die Orientierung, eine neue in die gesellschaftliche Breite und Tiefe gehende Welle der Verleumdung der DDR zu erreichen, die ‚Erinnerung an die DDR-Diktatur neu zu gestalten‘. (…) gegen die DDR geht es im Kern darum, (…) den Weg der Kriminalisierung der DDR noch energischer zu betreiben. Und das soll besonders auf die junge Generation stärker zugeschnitten erfolgen, um bei ihr jeden Gedanken in Richtung einer Alternative zur kapitalistischen Gesellschaft gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Und deshalb wird – trotz zum Teil scharfer Proteste an der Wahrheit Interessierter – die DDR als zweite deutsche Diktatur ins herrschende Geschichtsbild hineingetrichtert, die dem Hitler-Regime nicht nur gleichzusetzen sei, sondern eine noch schlimmere gewesen sei, weil sie, wie es bereits im 7. Tätigkeitsbericht der Birthler-Behörde heißt, „geheimdienstlich durchsetzt war“.

Im 7. Tätigkeitsbericht der Birthler-Behörde ist dazu folgendes zu lesen: „Im Nationalsozialismus hat es eine so elaborierte institutionell derart verfeinerte und verfestigte Durchherrschung der Gesellschaft, einen solchen sozial-technischen Arkan-Bereich, wie wir ihn nach dem Untergang des Staatssozialismus vorfanden, nicht gegeben, (wenn wir von der höchstarbeitsteiligen Vorbereitung und Durchführung des Judenmordes einmal absehen). In diesem Sinne war das Dritte Reich gar keine avancierte, sondern lediglich eine atavistische Diktatur.“ Dem Ministerium für Staatssicherheit ist bei all den Vorhaben der verstärkten Kriminalisierung der DDR mehr denn je die Hauptbelastungsrolle zugedacht.

Frage: Das widerspiegelt sich in einer Fülle von Heran- und Vorgehensweisen, die jeder selbst tagtäglich verfolgen kann. Möchtest Du auf damit im Zusammenhang stehende Aspekte eingehen, die das MfS betreffen?

Genosse Dr. Grimmer: Mit den anhaltenden und immer unverfrorenen Geschichtsfälschung und übelsten Lügenkampagnen wird das Ziel verfolgt, der DDR ihr antifaschistisches Credo zu nehmen, ihr einen angeblichen ‚Mythos Antifaschismus‘ einschließlich eines permanenten Antisemitismus zu unterstellen. Gegenstand dieser Lügenszenarien ist das krampfhafte Bemühen, der DDR, besonders auch dem MfS, die Übernahme schwer belasteter Nazis anzudichten. Und wenn man nicht fündig wird, dann wenigstens die Übernahme aus den Reihen der Hitlerjugend ‚nachzuweisen‘.

Zum Leidwesen der eingefleischten Antikommunisten und DDR-Hasser aber hatte das MfS keine belasteten Nazis in ihren Reihen. Es gab keine Prinz-Albrecht-Straße (SS), kein Buchenwald oder Auschwitz, also muß derartig Ungeheuerliches erfunden werden.

Da wird aus der einstigen Untersuchungshaftanstalt des MfS in Berlin­-Hohenschönhausen das ‚Dachau des Kommunismus‘ und aus den Akten des MfS das ‚Auschwitz der Seelen‘. Dazu wird dem MfS ‚schmutziger Antifaschismus‘ unterstellt – was heißen soll, daß das MfS je nach Bedarf die Verfolgung von Nazi- und Kriegsverbrechern betrieben habe.

Dazu wird das verordnete Feindbild ‚Stasi‘ mit immer neuen ‚Enthüllungen‘ bedient, die für die Delegitimierung der DDR als Ganzes stehen sollen. Je nachdem, welche Lüge oder Verleumdung gerade als wirksam angesehen wird, um zu manipulieren. Getreu dem Motto: Irgendwas wird schon hängen bleiben.

Damit ist verbunden:
– Die Entlastung des deutschen Imperialismus von seinen Menschheitsverbrechen, von seiner Verantwortung für ca. 70 Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg, von den ungeheuren materiellen Schäden in Europa.
– Die Reinwaschung der Alt-BRD von ihrer personellen Kontinuität mit faschistischen Verbrechern und Nazigrößen bei gleichzeitiger Anprangerung der DDR.
– Die ‚Entfeindung‘ der BRD vom Faschismus zu erreichen, in dem die faschistische Diktatur lediglich als „bedauerns- bzw. beklagenswerte Entgleisung“, als „verunglückte Vergangenheit“ angesehen und die DDR dagegen nicht nur mit dem Faschismus gleichgesetzt, sondern – wie bereits gesagt – sogar als die Schlimmere dargestellt wird, weil sie durch angebliche geheimdienstliche Überwachung bzw. durch Unterdrückung und Verfolgung eines ganzen Volkes gekennzeichnet sei.

Deshalb auch die Methode, vom Faschismus die irreführende Bezeichnung nationalsozialistisch bzw. Nationalsozialismus zu übernehmen, um die DDR und ihren sozialistischen Aufbau in diese faschistische Diktion zu stellen. Die DDR soll als Steigerungsform zum so genannten Dritten Reich, die SED als NSDAP, das MfS als Gestapo angesehen und verstanden werden. (Letzteres allein mit dem Begriff ‚Stasi‘ statt MfS) Das ist keine ‚freie Meinungsäußerung‘, keine bloße Dummheit, das ist eindeutig antikommunistisches politisches Programm.

Frage: Erreicht der Klassengegner mit diesen Methoden das von ihm erhoffte Ziel bei der Bevölkerung? Funktioniert auf diese Weise die beabsichtigte Gehirnwäsche?

Genosse Dr. Grimmer: Die Klassenjustiz der vermeintlichen Sieger und die weiteren Methoden der so genannten Aufarbeitung des „DDR-Unrechtstaates“ haben offenkundig nicht das erhoffte Ergebnis erbracht, dem sozialistischen deutschen Staat und seinen positiven Nachwirkungen den Todesstoß zu versetzen. Im Gegenteil: Ein nach 20 Jahren Beitritt und erstrecht im Gefolge der akuten Systemkrise immer größer werdender Teil der Bürger schätzen die DDR-Erfahrungen, sehen im Sozialismus eine gesellschaftliche Alternative. Dem soll durch die Erarbeitung und Umsetzung zentraler Vorgaben und Konzepte, mit denen Geschichtsklitterung und -fälschung in großem Stil betrieben sowie eine beispiellose Manipulierung der Bevölkerung in Gang gesetzt wird, energischer begegnet werden.

Frage: Kannst Du dazu ein aktuelles Beispiel nennen?

Genosse Dr. Grimmer: Ja, zum Beispiel die Gedenkstättenkonzeption der Bundesregierung. In ihr nimmt die Totalitarismusdoktrin einen zentralen Platz ein. Mehr als 600 Gedenkorte und -stätten, darunter besonders die mit ‚doppelter Vergangenheit‘, sollen an so genanntes Unrecht in der SBZ und der DDR erinnern. Dazu werden alle Register der Lüge, Fälschung, die Verbreitung von Halbwahrheiten und die Ignorierung historischer Tatsachen ins Feld geführt. DDR-Hasser und -Delegitimierer aller Coloeur erheben Anspruch auf das Deutungsmonopol über das MfS. Wer daran rüttelt, wird als „rotlackierter Faschist mit Täterfrechheit“ verleumdet, soll „endlich das Maul halten“ bis hin zu persönlichen Drohungen der schlimmsten Art. Wenn es gegen das MfS geht, ist von Sachlichkeit, Sachkunde, Toleranz und demokratischer Kultur, von grundgesetzlicher Meinungsfreiheit, von der ‚Freiheit der Andersdenkenden‘ und von Pluralismus keine Spur mehr zu finden. (..) Gleichzeitig werden Feinde der DDR, die selbst vor keinem terroristischen und anderen schwersten kriminellen Verbrechen zurückschreckten, rehabilitiert und zu ‚Helden‘ erklärt. Ihre rechtsbrecherische Tätigkeit in der und gegen die DDR wird als ‚antikommunistischer Widerstand‘ glorifiziert und honoriert. (…)

Seit einiger Zeit werden z. B. Projekte gefördert, in denen besonders Schüler und Jugendliche ‚Helden der Wende‘ suchen und beschreiben sollen. Dazu stehen beträchtliche Finanzen zur Verfügung. Offensichtlich ist das die Umsetzung des von Bundespräsident Köhler gestarteten Geschichtswettbewerbs 2008/2009, mit dem Heldengeschichten gesucht werden, der sich unter dem Motto „Helden: verehrt, verkannt, vergessen“ auch an Lehrer und Eltern wendet. Die Birthler-Behörde bietet „Handreichungen“ für den Geschichtsunterricht, Lehrerfortbildung, Schülerprojekte und Schülerseminare u. a. zu Methoden, Struktur und Wirkungsweise des MfS an. Allen Teilnehmern stünden darüber hinaus die Archive der BStU zur Verfügung. Solche ‚Handreichungen‘ werden vor allem auch an Eltern adressiert, um sie „besser zu befähigen“, den Kampf gegen die „DDR-Nostalgie“, gegen die „Ostalgie“ und die „Verdrängung des Unrechtscharakters der DDR“ in der Familie zu führen. (…)

Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, daß man weder Geld noch Mühe scheut, um den Kampf gegen die Deutsche Demokratische Republik weiterzuführen, wie einst in Zeiten des „Kalten Krieges“.

Genosse Grimmer, glaubst Du an ein baldiges Ende dieser Hetze?

Genosse Dr. Grimmer: Gegenwärtig ist das nicht absehbar. Im Gegenteil: Ehemalige hauptamtliche und Inoffizielle Mitarbeiter des MfS und andere ehemalige Angehörige von Schutz- und Sicherheitsorganen der DDR, wie jüngst ein ehemaliger Grenzkommandeur, die auf der Grundlage der Verfassung und der Gesetze der DDR rechtmäßig handelten, werden dafür unvermindert diffamiert und verleumdet. Da interessiert auch nicht, wenn solche Menschen durch Wahlen und andere demokratisch Entscheidungen rechtens mit Funktionen beauftragt wurden. Wie jüngste Beispiele des weiteren zeigen, müssen wir darauf eingestellt sein, daß auch die Methode der gezielten offenen personenbezogenen Anprangerung von hauptamtlichen und Inoffiziellen Mitarbeitern (Veröffentlichung ihrer Personalien, ihrer Entwicklung und Funktionen im MfS; ihrer Qualifikation, bis hin zu Bildveröffentlichungen) in territorialen Gedenkstätten oder in anderen öffentlichen Einrichtungen oder im Internet weiter ausgebaut wird.
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Daß es mit diesen Methoden um Rufmord, um Inquisition wie im finstersten Mittelalter geht, zeigte besonders anschaulich die öffentliche Anprangerung eines ehemaligen IM in der RBB Fernsehreihe ‚Kontraste‘ am 2. Oktober 2008. Zuschauer wurden aufgefordert, dem Sender der Sendereihe ‚Kontraste‘ in einer Internetdiskussionsrunde ihre Meinung zum Thema „Sollen Stasi-Spitzel nicht mehr beim Namen genannt werden?“ mitzuteilen. Zum gleichen Thema erschien die ‚SUPER Illu‘ unter der Titelzeile „Stasi Spitzel. Darf man sie jetzt nicht mehr beim Namen nennen? Grundsatz-Urteil. Warum ein Gericht meint, daß die Täter von jetzt an anonym bleiben sollen. Und was Ostdeutsche dazu sagen.“ (…)

Frage: Alle Bemühungen, die ‚Geschichte mit juristischen Mitteln aufzuarbeiten‘, sind gescheitert. Nun versucht man, mit Hilfe des Antikommunismus und eines verordneten DDR-Feindbildes im Stile des Kalten Krieges insbesondere der Jugend ein solches ‚Geschichtsbild‘ in die Köpfe zu pflanzen. Wie ordnest Du diese Aktionen politisch ein?

Genosse Dr. Grimmer: Die Anti-DDR/MfS-Hysterie ist m.E. Beleg dafür, daß die kapitalistische Gesellschaft weiter fault und deshalb bereits jeglicher sozialistischer Gedankenansatz (selbst wenn er unter Berufung auf das Grundgesetz erfolgt) von den Herrschenden als große Gefahr betrachtet wird. Der fortschreitende Sozialabbau in der BRD drängt Vergleiche mit der DDR regelrecht auf. Der Humanitätsüberschuß der DDR gegenüber der BRD wird immer deutlicher. Die mit einschneidenden sozialen Grausamkeiten Regierenden brauchen folglich ein wirksameres Feindbild. Dazu wird auf eine breiter angelegte Verteufelung der DDR und auf eine noch stärkere Grusel- und Schreckensdarstellung der Tätigkeit des MfS gesetzt. Zudem: Die verordnete Anti-DDR-Ideologie vor allem auch mittels der ‚Stasi-Hetze‘ ist ein untrügliches Indiz, daß offenbar die Rechnung nicht aufgeht, die Delegitimierung der DDR ließe sich in ‚historisch kurzer Frist‘ bewältigen. Was die ‚Sieger‘ dabei vor allem nervös macht, ist der Umstand, daß sich diese Tendenz nicht bloß bei den ‚nostalgischen Alten‘ zeigt, die man als Störfaktor ja über kurz oder lang biologisch los wird, sondern vor allem auch unter jungen Leuten.

Was uns Akteure und Zeitzeugen der Geschichte aber auch verpflichtet, so lange wir dazu in der Lage sind, dem übermächtigen Zeitgeist und der diffamierenden offiziellen Geschichtsschreibung unsere eigene, selbst erlebte unverfälschte Sicht entgegenzusetzen, unser Wissen an die Jüngeren weiter zu geben und mit der Wahrheit den Geschichtslügnern die Suppe zu versalzen. In diesem Sinne: Kopf hoch und nicht die Hände!

Anmerkung:
Oberst a.D., Dr.jur. Reinhard Grimmer war Mitarbeiter im Ministerium für Staatssischerheit der DDR und ist jetzt Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung e.V. (GRH) und Mitherausgeber bzw. -autor des Sachbuches ‚Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS‘, edition ost, Berlin 2002.
ganzes Interview lesen…

Die Meinung der Bevölkerung in Rußland

Some results of a popular vote in the television show „Court of Time“ 01.12.2010

In einer Sendung des Russischen Fernsehens endete die Telefonumfrage
(der Anruf war kostenlos!) zum Thema „Sowjetunion“ für die Urheber der geplanten Diffamierungskampagne mit einem deutlichen Fiasko. Man sieht es an den Antworten der Anrufer und an den betretenen Gesichtern der „geladenen Gäste“ im Fernsehstudio.
Das bedarf eigentlich keines Kommentars!

sud_vremeni_1asud_vremeni_2asud_vremeni_3asud_vremeni_4asud_vremeni_5asud_vremeni_6aQuelle:
kommunisten-online
http://vkpb.ru/index.php?option=com_content&view=article&id=357:-l-r&catid=11:2010-03-26-15-43-01&Itemid=32

Krieg?!

Viele Grüße von „unseren Jungs“ aus Afghanistan!
Man kann durchaus sagen, es handelt sich um so etwas Ähnliches wie einen Zustand, wie er in einem Krieg immer wieder mal vorkommen könnte:
Krieg„Die Sozialisten haben die Kriege unter den Völkern immer als eine barbarische Sache verurteilt.“doch: „Es hat in der Geschichte manche Kriege gegeben, die trotz aller Greuel, Bestialitäten … fortschrittlich waren, d.h. der Entwicklung der Menschheit Nutzen brachten, da sie halfen, besonders schädliche und reaktionäre Einrichtungen (z.B. den Absolutismus oder die Leibeigenschaft)und die barbarischsten Despotien Europas (…) zu untergraben.“

(Beispiel: Der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion war ein fortschrittlicher Krieg. Er brachte den Völkern Europas die Befreiung vom Hitlerfaschismus und ermöglichte es, im Osten Deutschlands (d.h. in der sowjetischen Besatzungszone) einen sozialistischen Staat aufzubauen: die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Und die DDR war der erste Friedensstaat auf deutschem Boden. Sie existierte bis zur „friedlichen“ Konterrevolution 1989 über 42 Jahre, ohne daß sich die Nationale Volksarmee der DDR jemals in irgendeiner Form an kriegerischen Handlungen beteiligt hat… )
Lenin

Bourgeoisie und Kleinbürgertum

Geschäftsleute mit Berechnung

„Die Bourgeoisie unterscheidet sich vom Kleinbürgertum dadurch, daß sie aus ihrer ökonomischen und politischen Erfahrung gelernt hat, die Bedingungen zu begreifen, die im kapitalistischen System für das Aufrechterhalten der ‚Ordnung‘ (d. h. der Versklavung der Massen) erforderlich sind. Die Bourgeois sind Geschäftsleute, Menschen, die mit großer kaufmännischer Berechnung vorgehen, die gewöhnt sind, auch an die Fragen der Politik streng geschäftlich heranzutreten, die mißtrauisch gegen Worte sind und den Stier bei den Hörnern zu packen wissen.“
connectionsWohin gehört eigentlich der Kleinbürger?

„Der Kleinbürger befindet sich in einer solchen ökonomischen Lage, seine Lebensbedingungen sind derart, daß er nicht umhin kann, sich selbst zu täuschen, es zieht ihn unwillkürlich und unvermeidlich bald zur Bourgeoisie und bald zum Proletariat. Eine selbständige ‚Linie‘ kann er ökonomisch gesehen nicht haben. Seine Vergangenheit zieht ihn zur Bourgeoisie, seine Zukunft zum Proletariat. Sein Urteil zieht ihn zum Proletariat, sein Vorurteil (nach dem bekannten Ausspruch von Marx) zur Bourgeoisie.“

Welche Rolle spielt das Proletariat?

Damit die Mehrheit des Volkes die wirkliche Mehrheit bei der Lenkung des Staates werden, wirklich die Interessen der Mehrheit wahrnehmen, ihre Rechte wirklich schützen kann usw., dazu ist eine bestimmte klassenmäßige Voraussetzung erforderlich. Diese Voraussetzung ist: Anschluß der Mehrheit des Kleinbürgertums, wenigstens im entscheidenden Augenblick und an der entscheidenden Stelle, an das revolutionäre Proletariat. Andernfalls ist die Mehrheit eine Fiktion, die sich eine gewisse Zeit lang halten, glänzen, funkeln, lärmen und Lorbeeren ernten kann, die aber dennoch mit absoluter Unvermeidlichkeit zum Bankrott verurteilt ist.“
proletariatWie wird die Machfrage zugunsten der Mehrheit entschieden?

„Weiter. Die Revolution unterscheidet sich eben dadurch von der ‚üblichen‘ Lage der Dinge im Staat, daß die Streitfragen des Staatslebens unmittelbar durch den Kampf der Klassen und den Kampf der Massen bis zur bewaffneten Auseinandersetzung entschieden werden. Anders kann es nicht sein, sobald die Massen frei und bewaffnet sind. Aus dieser grundlegenden Tatsache ergibt sich, daß es in einer revolutionären Zeit nicht genügt, den ‚Willen der Mehrheit‘ kundzutun – nein, man muß sich auch im entscheidenden Moment an der entscheidenden Stelle als der Stärkere erweisen, man muß siegen.“

Welche historischen Erfahrungen gibt es?

„Seit dem deutschen ‚Bauernkrieg‘ im Mittelalter sehen wir in allen großen revolutionären Bewegungen und Epochen bis 1848 und 1871, bis 1905 zahllose Beispiele dafür, wie eine besser organisierte, zielbewußtere und besser bewaffnete Minderheit der Mehrheit ihren Willen aufzwang und diese besiegte. Friedrich Engels hat die Lehre aus den Erfahrungen, die bis zu einem gewissen Grade den Bauernaufstand des 16. Jahrhunderts mit der Revolution von 1848 in Deutschland verbindet, besonders unterstrichen, nämlich: Zersplitterung der Aktionen, fehlende Zentralisation bei den unterdrückten Massen, hervorgerufen durch ihre kleinbürgerliche Lebenslage.“
bauernkriegWelche Schlußfolgerungen kann man daraus ziehen?

„Wenn wir nun von dieser Seite aus an die Sache herangehen, gelangen wir zu demselben Schluß: Die einfache Mehrheit der kleinbürgerlichen Massen entscheidet noch gar nichts und kann gar nichts entscheiden, denn Organisiertheit, politische Bewußtheit der Aktionen und deren (für den Sieg notwendige) Zentralisierung – all das vermag den Millionen zersplitterter ländlicher Kleinbesitzer nur die Führung entweder durch die Bourgeoisie oder durch das Proletariat zu geben. In letzter Instanz werden bekanntlich die Fragen des gesellschaftlichen Lebens durch Klassenkampf in seiner heftigsten, schärfsten Form, nämlich in der Form des Bürgerkriegs entschieden. In diesem Kriege aber, wie in jedem anderen Krieg, entscheidet aber – auch das ist eine bekannte und von niemandem bestrittene Tatsache – die Ökonomik.“

Quelle:
Lenin, Über Verfassungsillusionen, LW(6), Bd.III, S. 341-348
(Zwischenüberschriften von mir – N.G.)

Anmerkung:
Man sollte nicht vergessen, daß das Kleinbürgertum aus den genannten Gründen käuflich ist. Dann mischen sich auch kleinbürgerliche Intellektuelle in die Kämpfe ein. Mitunter sogar unter falschem Namen. Sie geben sich als „Kommunisten“ aus, die sie nicht sind – eben weil es „profitabel“ ist. Sie gründen eine „kommunistische“ Splittergruppe, sie nutzen das Vokabular der Kommunisten und – sind am Ende doch nur Handlanger der Bourgeoisie. Daher darf man sich nicht täuschen lassen. Es wird ihnen nicht gelingen!

Hier ist das Abbild einer solchen Fälschung:
FälschungKI-FälschungDa ist alles gefälscht – sogar der Name!
(N.B. Man könnte auch sagen: Es ist der verzweifelte Versuch von Konterrevolutionären, indem sie sich in die Reihen der Kommunisten einschleichen, diese dennoch zu spalten.)

P.S. A.Kossakowski schrieb in seinem Aufsatz „Ziele, Mittel und Methoden der antikommunistischen Manipulierung der Jugend“ im Jahre 1972:

„Der Hauptweg (der geistigen Manipulierung und der ideologischen Diversion – N.G.)
ist dabei – psychologisch gesehen – zunächst die systematische Behinderung einer wissenschaftlich fundierten Standpunktbildung beziehungsweise die Verunsicherung eines bereits erarbeiteten Standpunkts durch bewußte Desorientierung…“

Quelle:
Die marxistische-leninistische Pädagogik – eine streitbare Waffe im Kampf gegen den Antikommunismus, Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR / Akademie der Wissenschaften der UdSSR (Hrsg.), Verlag Volk und Wissen Berlin, 1972, S.331.

siehe auch: „…unterschwellige Beeinflussung“

Quo vadis – wohin geht die Gesellschaft?

Um die heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse, die Hintergründe und die Ursachen für die ihr innewohnenden Widersprüche und die derzeit herrschenden Klassenverhältnisse in der BRD zu verstehen, ist es sehr aufschlußreich, bei Karl Marx nachzulesen. In seinem Vorwort zur Kritik der politischen Ökonomie schreibt er:

Was versteht man unter den „Produktionsverhältnissen“?

In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen. Die Produktionsweise des materiellen Lebens bedingt den sozialen, politischen und geistigen Lebensprozeß überhaupt. Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt.

Die Widersprüche in der Gesellschaft verschärfen sich

Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen oder, was nur ein juristischer Ausdruck dafür ist, mit den Eigentumsverhältnissen, innerhalb deren sie sich bisher bewegt hatten. Aus Entwicklungsformen der Produktivkräfte schlagen diese Verhältnisse in Fesseln derselben um.
Gewerkschaften 1945„So kann es nicht weitergehen – es muß sich etwas ändern!“

Es tritt dann eine Epoche sozialer Revolution ein. Mit der Veränderung der ökonomischen Grundlage wälzt sich der ganze ungeheure Überbau langsamer oder rascher um. In der Betrachtung solcher Umwälzungen muß man stets unterscheiden zwischen der materiellen, naturwissenschaftlich treu zu konstatierenden Umwälzung in den ökonomischen Produktionsbedingungen und den juristischen, politischen, religiösen, künstlerischen oder philosophischen, kurz, ideologischen Formen, worin sich die Menschen dieses Konflikts bewußt werden und ihn ausfechten. Sowenig man das, was ein Individuum ist, nach dem beurteilt, was es sich selbst dünkt, ebensowenig kann man eine solche Umwälzungsepoche aus ihrem Bewußtsein beurteilen, sondern muß vielmehr dies Bewußtsein aus den Widersprüchen des materiellen Lebens, aus dem vorhandenen Konflikt zwischen gesellschaftlichen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen erklären.

„Die Zeit ist reif!“

Eine Gesellschaftsformation geht nie unter, bevor alle Produktivkräfte entwickelt sind, für die sie weit genug ist, und neue höhere Produktionsverhältnisse treten nie an die Stelle, bevor die materiellen Existenzbedingungen derselben im Schoß der alten Gesellschaft selbst ausgebrütet worden sind. Daher stellt sich die Menschheit immer nur Aufgaben, die sie lösen kann, denn genauer betrachtet wird sich stets finden, daß die Aufgabe selbst nur entspringt, wo die materiellen Bedingungen ihrer Lösung schon vorhanden oder wenigstens im Prozeß ihres Werdens begriffen sind.

Quelle:
Karl Marx/Friedrich Engels: Ausg.Werke (6), Bd.II, S.503f.
(Zwischenüberschriften von mir – N.G.)

Bemerkungen:
Die gegenwärtigen Produktionsverhältnisse in der BRD sind gekennzeichnet durch gesellschaftliche Produktion und private Aneignung der Ergebisse der Arbeit. Damit fließt fast der gesamte gesellschaftliche Reichtum in die Taschen der – oder besser gesagt: einiger weniger Eigentümer der Produktionsmittel (d.h. der Betriebe, Banken, Immobilien, Grundstücke, Maschinen usw.) Sie haben die Macht. Von einer gleichberechtigten „Teilhabe“ kann also keine Rede sein. Im Gegenteil: Die Reichen werden immer reicher und die Armen werden immer ärmer! Es zeichnet sich also ab, wohin die Veränderungen gehen werden…

Historische Parallelen?

Nach dem Sieg der bürgerlich-demokratischen Februarrevolution war in Rußland eine revolutionäre Situation entstanden. Der Zar hatte abgedankt und die Arbeiterbewegung war bedeutend gewachsen. (Allein im Jahre 1916 waren 1.500 Streiks im Lande zu verzeichnen gewesen.) Der Krieg, der ein Ausdruck der allgemeinen Krise des Kapitalismus war, verschärfte diese Krise und schwächte den Weltkapitalismus. Gibt es historische Parallelen zur Situation 1917 in Rußland? Prinzipiell gibt es da keine Parallelen, doch man kann aus der Geschichte lernen. Karl Marx hatte bereits im Sommer 1850 erklärt: „Eine neue Revolution ist nur möglich im Gefolge einer neuen Krisis. Sie ist aber auch ebenso sicher wie diese.“ [1] Am 4.(17.) Juni 1917 – also noch vor dem Sieg der Oktoberrevolution – hielt W.I.Lenin vor den Arbeiter- und Soldatendeputierten eine Rede, in der er Stellung nahm zur Frage der Demokratie und zu den schmutzigen Machenschaften der Provisorischen Regierung. Das war ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, die der Arbeiterklasse Rußlands und der Bauernschaft die Befreiung vom kapitalistischen Joch brachte. Dazu sprach Lenin auf dem I. Gesamtrussischen Kongreß der Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten im Juni 1917.
Mai1917Am 1.Mai 1917 – Es lebe der Sozialismus!

Leere Versprechungen der Bourgeoisie

Marx und Engels haben von ihrer Lehre immer gesagt: „Unsere Lehre ist kein Dogma, sondern eine Anleitung zum Handeln.“ [2] Einen reinen Kapitalismus, der in einen reinen Sozialismus übergeht, gibt es nirgends in der Welt und kann es auch während des Krieges nicht geben, aber es gibt etwas Mittleres, Neues, noch nie Dagewesenes, weil Hunderte Millionen Menschen zugrunde gehen, die in den verbrecherischen Krieg zwischen den Kapitalisten hineingerissen worden sind. Es kommt nicht auf Reformversprechungen an, das sind leere Worte, es kommt darauf an, den Schritt zu tun, der jetzt notwendig ist.

Die falsche „westliche Demokratie“

Wenn Sie sich auf die „revolutionäre“ Demokratie berufen wollen, so machen Sie bitte einen Unterschied zwischen diesem Begriff und dem der reformistischen Demokratie unter einer kapitalistischen Regierung, denn es ist endlich an der Zeit, von bloßen Redensarten über „revolutionäre Demokratie“, von gegenseitigen Beglückwünschungen zur „revolutionären Demokratie“, zu der Charakterisierung ihres Klasseninhalts überzugehen, wie es uns der Marxismus, ja überhaupt der wissenschaftliche Sozialismus gelehrt hat. Was man uns vorschlägt, ist der Übergang zur reformistischen Demokratie unter einer kapitalistischen Regierung. Das ist vielleicht großartig vom Standpunkt der üblichen westeuropäischen Vorbilder. Doch jetzt steht eine ganze Reihe von Ländern vor dem Untergang, und die praktischen Maßnahmen, die so kompliziert sein sollen, daß es schwer sei, sie durchzuführen, diese Maßnahmen (…) sind durchaus klar (…)

Unglaubliche Profite – und wer sie einsteckt

Ich werde mich bemühen, (…) eine gemeinverständliche Erläuterung unserer Resolution, unseres Programms zu geben. Unser Programm besteht in bezug auf die Wirtschaftskrise darin, daß wir unverzüglich – dazu ist keinerlei Aufschub nötig – die Veröffentlichung all der unglaublichen Profite fordern, die 500-800 Prozent erreichen und die die Kapitalisten nicht als Kapitalisten auf dem freien Markt, im „reinen“ Kapitalismus, sondern durch Kriegslieferungen einstreichen. Das ist in der Tat ein Gebiet, wo die Arbeiterkontrolle notwendig und möglich ist. Das ist eine Maßnahme, die Sie, wenn Sie sich als „revolutionäre“ Demokratie bezeichnen, im Namen des Sowjets durchführen müssen und die von heute auf morgen verwirklicht werden kann.

Geben Sie die Profite bekannt und verhaften Sie die Millionäre!

Das ist nicht Sozialismus. Das bedeutet nur, dem Volke die Augen zu öffnen über die tatsächliche Anarchie und das tatsächliche Spiel mit dem Imperialismus, über das Spiel mit dem Eigentum des Volkes, mit Hunderttausenden von Menschenleben, die morgen zugrunde gehen werden, weil wir fortfahren, Griechenland die Kehle zuzuschnüren. Geben Sie die Profite der Herren Kapitalisten bekannt, verhaften Sie 50 oder 100 der reichsten Millionäre. Es genügt, sie einige Wochen in Haft zu halten – und sei es auch mit ebensolchen Vergünstigungen, wie sie Nikolaus Romanow [3] genießt –, einfach um sie so zu zwingen, ihre Verbindungen, ihre betrügerischen Machenschaften, ihre schmutzigen Geschäfte und ihre Profite aufzudecken, was auch unter der neuen Regierung unserem Lande täglich Tausende, ja Millionen kostet. Hier liegt die Hauptursache der Anarchie und Zerrüttung, und deshalb sagen wir: Bei uns ist alles beim alten geblieben, die Koalitionsregierung hat nichts geändert, sie hat nur einen Haufen Deklarationen, hochtrabende Erklärungen hinzugefügt. Wie aufrichtig man auch sein, wie aufrichtig man auch das Wohl der Werktätigen wünschen möge, an der Sache hat sich nichts geändert – dieselbe Klasse ist an der Macht geblieben. Die Politik, die man betreibt, ist keine demokratische Politik.

Quelle:
W.I.Lenin, AW (6), Bd.III, S.289-91.(Zwischenüberschriften von mir – N.G.)

Anmerkungen:
[1] Karl Marx, „Die Klassenkämpfe in Frankreich 1848 bis 1850“, K.Marx/F.Engels Ausgew.Werke in sechs Bänden, Dietz Verlag Berlin, 1987, Bd.II, S.113.
[2] Siehe: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Bd.36, S.578. oder: W.I.Lenin, „Der linke Radikalismus“, VIII. Keinerlei Kompromisse, in: W.I.Lenin, Ausgewählte Werke in sechs Bänden, Dietz Verlag Berlin, 1971, Bd.V, S.523.
[3] der ehemalige Zar Nikolai II.(1869-1918)wurde im Ural gefangengehalten.

Der Lügenpatriot

von Ljubow Pribytkowa

Союз рабочих Москвы, (Bündnis der Arbeiter Moskaus) vom 05.08.2010 – In der Fachzeitschrift „Der Blick“ wurde am 2. November 2009 der Artikel des nicht unbekannten Leonid Radzichowski veröffentlicht: „Der Riß im Fundament”. Darin trat der Autor schon in einer neuen Qualität auf. Er erhielt dafür den ersten Preis des Gesamtrussischen Wettbewerbs der Massenmedien „Patriot Rußlands – 2009”. Er wurde als Erster nominiert „Für die Erarbeitung eines Themas über unsere Zeitgenossen”.
RadzichowskiDer Lügenpatriot Radzichowski

Ich hatte bereits 1989 das zweifelhafte „Glück”, den Kenner „unserer Zeitgenossen“ kennenzulernen. In der „Moskowskije Nowosti” las ich unter dem Titel „Die Wirtschaft der heiligen Kühe” die „Bemerkungen eines Psychologen”. So bezeichnete dieser die sowjetische Wirtschaft, die als „marktfeindliches System” angeblich widernatürlich sei, und gegenüber dem progressiven westlichen Markt hoffnungslos zurückgeblieben. Zurückgeblieben deshalb, weil sie geprägt gewesen sei von marxistischen „Märchen“, wie das „intellektuelle Lumpen und halbgebildete Priester” im „Kurzen Katechismus” (gemeint ist der „Kurze Lehrgang” zur Geschichte der KPdSU von 1938 – d.Übers.) dargelegt hätten.
„Ach, Möpschen, was kläffst du den Elefanten an…”, so charakterisierte jene „Tapferen” der große Stalin, unter dessen Führung durch das sowjetische Volk die sozialistische Großmacht Sowjetunion geschaffen wurde, und über den bekannte Politiker und Schriftsteller verschiedener Länder so viele wertschätzende Worte sagten.

Ein umtriebiger Schreiberling

Radzichowski schreibt viel. Er ist fruchtbar wie ein Straßenköter. Nicht ein Zehntel seiner Artikel handeln von den aktuellen Problemen des Landes, wo er das Unglück hat zu leben. Häufig macht er sich Gedanken über die ihm unverständliche Psychologie des russischen Volkes. Dessen großer Teil – so meint er – habe „löcherige Seelen ”, trage mit Vergnügen das „sklavische Halsband” und sähe „die ganze Welt mit den Füßen nach oben” („Russische Zeitung”, 30. Oktober 2009). Sehr beunruhigt zeigte er sich darüber, daß „unsere Gesellschaft schwerkrank” sei und an einer tiefen „historischen Neurose” leide – nämlich an „Nekrophilie”.

Es nimmt doch tatsächlich kein Ende, und immer wütender und erbitterter werden die ideellen Schlachten um den Generalissimus Stalin, um die Große Sozialistische Oktoberrevolution und um den Großen Vaterländischen Krieg. Und für Radzichowski sind wir, die wir – von ihm aus gesehen – auf der anderen Seite der Barrikade stehen, Reaktionäre. Er nennt uns „die toten Seelen”. Und er orakelt, wir schützten nicht Stalin, nicht den Großen Oktober, sondern unsere eigene „angeborene Häßlichkeit”.

Dieser Herr – besser gesagt: dieser „Diener seiner Herren” – wird auf keine Weise verstehen, warum es im Volk keine Einigkeit gibt über „Schlüsselereignisse der Vergangenheit”, und warum es kein Einverständnis gibt zwischen den Menschen, warum es wieder eine Spaltung und wieder Gespräche über einen Bürgerkrieg gibt… Mit falschem Pathos in der Stimme fragt er: „In welchem moralischen Loch befindet sich unsere Gesellschaft…?”

Ein Heuchler und Zyniker

Doch woher rührt seine Entrüstung? Sie ergibt sich zum einen aus seinen verzweifelten Überlegungen, zum anderen aus der verbitterten Bosheit, die grausam unser Land durchzieht. Und so bleibt die Frage, warum er über unser Volk in allen seinen Artikeln und Beiträgen ein so verächtliches Urteil abgibt? Was hat seine Seele so randvoll mit Haß auf das Land erfüllt, in dem er geboren wurde, wo er in den besten Bildungseinrichtungen lernte, und in dem er lebte?

Sicher liegen die Gründe hierfür im kränklichen Zustand seiner Gallenblase und seines Geistes. Man kann unseren „Wahrheitssucher” verstehen. Er lebte nicht in seinem Land, die Sowjetunion war nicht seine HEIMAT, und Rußland ist heute nur das Land seines zeitweiligen Aufenthaltes.

Und die Menschen in Rußland entfernen sich immer mehr von der subjektivistischen Einschätzung Chrustschows über die Rolle Stalins. An ihre Stelle tritt unvermeidlich das OBJEKTIVE Verständnis des Lebens und der Tätigkeit dieser hervorragenden Persönlichkeit. Und nicht zufällig wurde STALIN als erster in der durchgeführten Umfrage nach den „Namen Rußlands” genannt. Und das ist erfreulich.

Lügen und Verdrehungen

Es ist wirklich nicht nachzuvollziehen, mit welchem Ziel die bürgerliche Presse immer wieder das Thema der sogenannten „Stalinistischen Repressalien“ an die große Glocke hängt. Die Wiederherstellung des Kapitalismus in unserem Land hat vielen geholfen zu verstehen, daß gerade Stalin und Berija mit den Feinden des Volkes zu kämpfen hatten. Daß die Tscheka, die OGPU, der NKWD, das Komitee für Staatssicherheit auf Wacht für den Sowjetischen Staates standen, daß sie die Interessen der Werktätigen schützten, die Arbeiter und Bauern vertraten, die im Lande das neue Leben aufbauten. Langsam, aber sicher kommt die menschliche Einsicht, daß nur jene Revolution etwas wert ist, die imstande ist, sich zu verteidigen.

Die offiziellen Massenmedien unternehmen viel, um zu verhindern, daß das Volk aus seinem Dämmerzustand erwacht und die Menschen die Wahrheit erkennen. Die Bourgeoisie hat nicht wenig getan, um die speichelleckende Intelligenz zu füttern. In den Büchern und Artikeln Solzhenizyns und Wolkogonows, Sobtschaks und Radzinskys, Antonow-Owsejenkos, Gefters und anderer gibt es soviel Lüge und Schmutz, so viele Verleumdungen und Unterstellungen, so viele Verdrehungen der Begriffe und Entstellungen der Tatsachen, daß viel Zeit erforderlich sein wird, um den Namen Stalins von all dem Müll und Schutt zu reinigen.

Unvermindert setzt die Bourgeoisie im Fernsehen und in der Presse ihre antistalinistische Hysterie fort, mit „Erinnerungen der Nachkommen“, „Opfern von Repressalien”, über „bolschewistischen Terror”, über die angeblich „für zwei auf dem Kolchosfeld abgerissene Ähren” oder wegen einiger „unvorsichtiger, harmlos-kritischer Bemerkungen an die Adresse der Partei oder der sowjetischen Ordnung gerichteter Worte” „Ermordete” und über andere derartige Halluzinationen. Es ist traurig für die jungen Leute, die unsere Geschichte nicht kennen, daß man denen dieses giftige Gebräu mit einer kleinen Zutat an Glaubwürdigkeit als eßbares Gericht serviert.

Die Wahrheit über die Sowjetunion erkennen

Für einen denkenden Menschen wäre schon das lateinische Wort „cui prodest” (dem es nützt) ein guter Helfer bei der Erkenntnis der Zusammenhänge. Gerade dieser goldene Schlüssel ist ein wertvolles Hilfsmittel, um zum Wesen der Dinge vorzudringen. Es hilft, Fortschrittliches von Reaktionärem zu unterscheiden, Gutes von Üblem und Moralisches von Unmoralischem zu trennen, um letzten Endes bis zur Wahrheit vorzudringen. Auch wir sollten versuchen, das auszunutzen.

Nach dem 23. Februar 2009 verleiteten Radzichowski seine „Gegner” (für die dieses Datum stets der Tag der legendären Sowjetarmee bleiben wird) offenbar dazu, daß er nahezu demonstrativ auf alle Regeln der russischen Sprache spuckte, und seinem Artikel die Überschrift „Krieg der Lügen” verpaßte. So sehr er sich unter dem Deckmantel der Objektivität auch bemühte, es gelang ihm nicht, seinen grimmigen Haß auf alles SOWJETISCHE – auf die Armee, auf das Volk, auf den Sieg – zu verbergen.

Ich weiß nicht, ob er die Unannehmbarkeit der Sowjetmacht von seinen Eltern eingeflößt bekam, wie etwa der Physiker Andrej Sacharow, oder ob er sich aus konjunkturellen Erwägungen während der „Perestroika” von den kommunistischen Prinzipien seines Vaters lossagte, wie der Redakteur der „Moskowskije Nowosti”, Jegor Jakowlew. Im seinem „Krieg der Lügen” jedenfalls nahm Radzichowski entschlossen und ohne Abstriche einen sowjetfeindlichen Standpunkt ein. Urteilen Sie selbst:

„Der Zweite Weltkrieg”, so schreibt er, „war unübertroffen an schrecklichen Lügen. Und der GVK (bekannte Abkürzung für „Großer Vaterländischer Krieg” – d.Übers.) als Kernstück dieses Krieges, wurde von Lügen förmlich überschwemmt. (…) Wobei sich in den letzten 20 Jahren, als man den Historikern der Maulkorb abnahm, zwischen den Film-, Fernseh- und Lehrbuchgeschichten und der historischen Wissenschaft ein ganzer Abgrund auftat. Und die Historiker des GVK werden heute möglicherweise vieles von dem, wenn auch nicht alles, vor Gericht zurücknehmen müssen.”

Er hätte wahrscheinlich von denen, die über den Großen Vaterländischen Krieg die WAHRHEIT gesagt und geschrieben haben, alles zurückgenommen. Denn nicht der Wahrheit gebührt heute die Ehre. Heute schreiben die Nachkommen der Kollaborateure des Hitlerfaschismus und ihre Anhänger die Geschichte dieses Krieges. Auf seinen acht Textseiten hat er sich schier den Hals verrenkt, um diesen Krieg nicht den „Großen Vaterländischen Krieg” zu nennen. Für ihn ist das immer nur der „GVK”. Und das nicht nur wegen der Einsparung an Druckzeilen. Seine Empörung an die Adresse derjenigen, die für den Holocaust verantwortlich waren, ist ihm dagegen nicht eine Zeile wert.

Der die Nazis für ihre Verbrechen lobt…

Und Radzichowski geizt nicht mit Anerkennung für die Deutschen: „Trotzdem kennen die Deutschen ihre Schuld – die Schuld des Aggressors und des Besatzers. Und sie halten sich nicht für berechtigt, die Aufmerksamkeit auf diese – gelinde gesagt – ‚Ungerechtigkeiten’ noch zu verschärfen, die ihnen als Vergeltung dafür angetan wurden. Das ist vernünftig und edel”. Und er schreibt weiter: „Die Deutschen reden nur beiläufig davon oder verschweigen es – soweit ich das nach den Worten derer beurteilen kann, die in Deutschland leben – was die Rote Armee 1945 angerichtet hat.”

Er glaubt den Frontkämpfern und den sowjetischen Historikern nicht. Und gegenüber den Nachkommen der Faschisten wiederholt er mit Vergnügen: die Rote Armee hat nicht den Feind vernichtet, sondern sie habe viel Schlimmes „angerichtet”. Nach alledem wird niemand mich davon überzeugen, daß dies die Redensarten eines Patrioten, und nicht die eines Feindes meiner Heimat sind.

Warum findet sich bei Radzichowski nicht eine Spur des Stolzes auf den großen Sieg der Sowjetunion über den Faschismus, ja nicht einmal Dankbarkeit gegenüber den überlebenden und für die Heimat gefallenen Frontkämpfern? Von seinem Standpunkt aus gesehen, befreiten diese den Planeten nicht von der braunen Pest, sondern sie „herrschten und plünderten, sobald sie den deutschen Boden betraten, wo die reichen europäischen Häuser stehen.” Und er ist überzeugt: „Nicht mit Budanow hat es angefangen, und mit ihm wird es nicht enden.” (der ehemalige russische Oberst Budanow wurde im Jahr 2000 für den Mord an einem tschetschenischen Mädchen verurteilt – Anm.d.Übers.)

Bei mir an der Wand hängt das Bild meines Vaters, eines Frontkämpfers und sowjetischen Offiziers, der sein Leben für die Heimat opferte. Auch der Vater meiner Freundin kehrte von der Front nicht zurück. Wir und Radzichowski stehen auf verschiedenen Seiten der Barrikaden. Und wir werden uns niemals mit ihm einigen, niemals werden wir die gleiche Sprache sprechen. Und das propagandistische Geschwätz über die Notwendigkeit von Toleranz ruft bei uns nur Gelächter hervor.

Dieser Pseudopatriot stellt die fragwürdige Behauptung auf, das Fiasko der Hitlerschen Spekulationen über eine Eroberung der UdSSR sei nicht dem Patriotismus des sowjetischen Volkes zu verdanken, sondern zurückzuführen auf ein „Regime der Henker”, welche im Land geherrscht hätten, und sei verbunden mit der „absolut unmenschlichen Grausamkeit des Sowjetischen Vernichtungssystems”. Die Sowjetunion habe im Krieg gesiegt, weil „sowjetische System der nazistischen Gulags das System von Auschwitz besiegt hat.”

Und Radzichowski verzeiht den Faschisten fast den sogenannten Holocaust, für dessen Nichteingeständnis er sogar bereit wäre, jemandem die Kehle durchzuschneiden… Mit manischer Hartnäckigkeit beweist er, daß „die Deutschen keine viehischen Vernichtungen der Bevölkerung durchführten”. Und die Millionen der dabei umgekommenen friedlichen Bewohner seien ein Ergebnis der Bombenangriffe und der Artilleriebeschüsse der Roten Armee vor dem Angriff gewesen.

Zionistische Kumpanei

Es ist verständlich, daß die Worte „Sowjetmacht”, „Rote Armee” und „Stalin“ bei ihm ein allergisches Jucken hervorrufen. Man braucht sich nur daran zu erinnern, wie am 17. Januar 1996 in New York in der Zeitung „Das Neue Russische Wort” den Artikel „Das Jüdische Glück” veröffentlichte, in dem er voller Stolz mitgeteilte, wie einflußreich jetzt in Rußland seine Gesinnungsfreunde sind: „Nahezu alle der größten Banken Moskaus werden jetzt von Juden geleitet.” Und auch die Politiker befinden sich hier nicht an letzter Stelle – Tschubais, Primakow, Jawlinski, Gaidar, Shirinowski und andere. Der internationale Zionismus steht für untertänige Gefühle, und er geizt bestimmt nicht am Honorar…

Ein hochdekorierter Volksfeind

So ist es auch nicht verwunderlich, daß die Föderale Agentur für Presse und Massenmedien den profaschistischen Kommentator der „Russischen Zeitung” zum Patrioten Rußlands № 1 auserkoren hat. Die pathetische Rede des Präsidenten – „wir werden niemandem erlauben, unsere Geschichte umzugestalten” – ist nicht mehr als ein Element der Dekoration. Doch auch der Ministerpräsident mußte irgendwie eingestehen, daß der sowjetische Soldat unter feindlichem Feuer zum Angriff überging, und niemand ihm ins Ohr geflüstert hat, daß er dabei unter strenger Bewachung steht…

Alles ist gesetzmäßig, auch wenn Putin den in Rußland lebenden Berl Lazar, der die israelisch-italienisch-amerikanische Staatsangehörigkeit besitzt, bis zur Grenze des Lächerlichen begünstigt, selbst wenn dieser sich innerhalb von 10 Jahren noch nicht einmal die russische Sprache angeeignet hat. Tatsächlich hat dieser Mensch ohne Charakter und Zugehörigkeit, der in Rußland die prozionistische Föderation jüdischer Gemeinden leitet, schon die Medaille „60 Jahre des Sieges”, die Orden „Peters des Großen”, „Minin und Posharski”, „Für den großen persönlichen Beitrag an der Festigung des Russischen Staates und die Wiedergeburt der geistigen Kraft des Vaterlandes” erhalten. Zudem sitzt er im Senat… Es ist nicht schwer zu verstehen, wem er dient und wer ihm dient.

So daß die Konterrevolution, wenn man über bürgerliche Kanaille Radzichowski spricht, für ihn schon viel bewirkt hat. Er ist ein militanter ANTIKOMMUNIST. Ein ZIONIST. Eifersüchtig dient er seinem Herrn. Seinen Verstand und seine Seele hat er verkauft. Und er schützt seine Interessen. Radzichowski ist ein FEIND des werktätigen Volkes. Und dieser Feind ist schlau, tückisch und schonungslos.

Die Schlußfolgerung bietet sich von selber an. Wir werden mit dem Kapitalismus Schluß machen, und wir werden auch unsere Feinde vernichten. Und die Sache besteht nicht nur in unserem Gedächtnis und in unserer historischen Erfahrung. Die politischen Handlungen werden von den objektiven Gesetzen des Daseins und den subjektiven Möglichkeiten des Volkes diktiert. Nur so geht es.

Ljubow Pribytkowa – Irkutsk

(Übersetzung M.K.)

Quelle:
http://www.kommunisten-online.de/International/russland5.htm#Russland