Die Drahtzieher

Im Jahre 1953 erschien im Verlag Volk und Welt, Berlin (DDR), das aufschlußreiche Buch von G.Baumann „Eine Handvoll Konzernherren“, in dem sehr deutlich die Rolle des deutschen Monopolkapitals beschrieben wird. Namentlich sind dort u.a. genannt die Konzernherren Abs, Berg, Brinkmann, Kost, Pferdmenges, Schacht, Werhan …

Im Vorwort dazu schreibt der Arbeiter Johann Blender: „Wir werktätigen Menschen sind heute klüger geworden. Wir wollen nicht noch einmal all das, was wir geschaffen haben, durch die Machenschaften dieser Konzernherren wie Thyssen, Krupp, Pferdmenges, Stinnes usw. verlieren und erneut die Opfer eines räuberischen Eroberungskrieges werden.“

Hier ein Auszug aus dem Buch:

Das Komplott des amerikanischen Imperialismus mit den aggressiven Kräften des deutschen Monopolkapitals bedeutet eine gefährliche Bedrohung des Weltfriedens. Die Versuche, auf der Grundlage des Potsdamer Abkommens durch die Entmachtung der Monopolherren und Großgrundbesitzer eine demokratische Entwicklung Gesamtdeutschlands einzuleiten, scheiterten am Widerstand der imperialistischen Besatzungsmächte.

Die Gründung des Bonner Separatstaates und seine Verstrickung in den Marshallplan, das Ruhr- und Besatzungsstatut, die Schaffung der europäischen Montan-Union und die dem deutschen Volk aufgezwungenen Bonner Kriegsverträge sind die wichtigsten Etappen auf dem Wege der Beherrschung Westdeutschlands durch den amerikanischen Imperialismus.
Ernst
Die internationalen Verflechtungen des Großaktionärs und Bankiers Dr. Friedrich Ernst

Die Verwandlung Westdeutschlands in eine Basis und in ein Aufmarschgebiet für den geplanten Krieg der USA-Imperialisten gegen die Sowjetunion erfolgt auf Betreiben mächtiger internationaler Banken, Konzerne und Kartelle, an deren Spitze amerikanische Monopole stehen. Ihre Macht reichte aus, um alle Vereinbarungen über die Zerstörung der monopolistischen Wirtschaftskraft in Westdeutschland außer Kraft zu setzen.

Wer sind die Kräfte, auf die sich Adenauer bei seiner Politik des nationalen Verrates stützt? Es ist eine zwar dünne, aber durch ihre vielseitige Verfilzung mit dem internationalen Finanzkapital einflußreiche Schicht von Bank- und Konzernherren, in deren Gefolge geschlagene Hitlergenerale, vaterlandslose Politiker und korrumpierte „Arbeiterführer“ anzutreffen sind. Es sind dieselben reaktionären Kräfte, die mit der Hypothek von zwei angezettelten Weltkriegen belastet sind.
Adenauer

Die Schrittmacher der Versklavung des deutschen Volkes, die Initiatoren zur Unterdrückung der patriotischen deutschen Volksbewegung für nationale Einheit und Abschluß eines Friedensvertrages, die Befürworter eines antisowjetischen Kreuzzuges sind eine Handvoll Monopolkapitalisten, die ihre Profitinteressen über die Interessen ihres Volkes stellen.

Quelle:
G.Baumann, Eine Handvoll Konzernherren, Verlag Volk und Welt, Berlin, 1953.

Ein Gedanke zu “Die Drahtzieher

  1. Etwas zum Nachdenken: Die Rotschilds machten ihr Vermögen mit der Eröffnung einer Bank. Sie verwalteten das Geld des hessischen (Königs) der seine Soldaten nach Amerika auslieh. (Übrigens Lenin schrieb auch über die Rotschilds und regte mich an nachzuhacken). Dann verschwanden sie mit dem Geld und machten 2 Banken auf. Eine in England und eine in Frankreich. Im Bürgerkrieg der USA unterstützte die eine die Nord- und die andere die Südstaaten. Wer machte wohl den Hauptgewinn. Später gründeten sie weitere Banken. So auch die FED in den USA. Sie druckten Geld und verliehen es an den Staat. Außer den Kosten für die Herstellung und Lohnkosten hatten und haben sie keine Ausgaben. Ihnen gehört heute die ganze USA und somit bestimmen sie auch die Politik. Wobei politische Interessen haben sie nur soweit, daß sie ihren Gewinn machen. Es ist ihnen egal an wen sie das Geld verleihen, hauptsache es wird zurück gezahlt. Ansonsten schicken sie die Eintreiber, die Armee, um ihr Geld zurück zu holen.
    Was ich eigentlich damit sagen wollte, die eigentlichen Kriegstreiber sind nicht unbedingt die Monopole, sondern die Banken. Dem der das Spiel Monopoly raugebracht hat gehört eigentlich der Karl Marx Orden verliehen. In simpler Gestaltung ist hier das Prinziep dargestellt. Wenn alles verteilt ist, ist das Spiel zu ende. So auch heute in der Wirklichkeit. Es ist alles verteilt und um weiterzumachen muß man sein Spielfeld erweitern. Deshalb auch die ständigen Kriege.

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