Die USA-Atomwaffenpläne gegen Libyen…

Auf der Website von Global Researchschreibt der kanadische Wissenschaftler Prof. Michel Chossudovsky über einen geplanten USA-Einsatz von Atomwaffen gegen Libyen:

Schon seit mehr als 20 Jahren stand ein Krieg gegen Libyen auf dem Plan des Pentagons. Der Einsatz von Atomwaffen gegen Libyen wurde erstmals 1996 ins Visier gefaßt.

Am 14. April 1986 befahl Ronald Reagan eine Reihe von Bombardierungen gegen Libyen unter der Bezeichnung „Operation El Dorado Canyon“ als Vergeltungsmaßnahme für die angeblich von Libyen gesponserte Terroristenbombardierung einer Berliner Diskothek. Der Vorwand wurde fabriziert. Während dieser Luftangriffe, die sowohl durch Frankreich als auch durch Italien verurteilt wurden, wurde der Wohnsitz von Qadhafi bombardiert und seine jüngere Tochter getötet.

Von den Westmedien kaum zu Kenntnis genommen wurde der geplante Angriff auf Libyen, bei dem Atomwaffen verwendet werden sollten, worüber die Regierung Clinton 1996 auf dem Höhepunkt des Skandals von Monica Lewinsky nachdachte.

Das Verteidigungsministerium hat eine neue Generation bunkerbrechender taktische Atomwaffen für den Gebrauch im Nahen Osten und Zentralasien entwickelt:

„Das Militärische Personal und die Führer von Amerikas Atomwaffenlabors nötigten die Vereinigten Staaten, eine neue Generation von Atomwaffen mit begrenzter Wirkung zu entwickeln…, die in konventionellen Konflikten mit Nationen der dritten Welt verwendet werden konnten.“ (Föderation amerikanischer Wissenschaftlern, 2001, Hervorhebung hinzugefügt)
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Die B61-11, eine in Erde eindringende Waffe mit einem Atomsprengkopf, war nicht getestet worden. Es war ein Teil der B61 Reihe, verbunden mit einem sogenannten Atomsprengkopf „mit begrenzter Wirkung“. Nach militärischen US-Quellen: „Wenn er verwendet wird, könnte der radioaktive radioaktive Niederschlag [des B61-11] in Nordkorea über nahe gelegene Länder wie Japan treiben.“ (siehe: Die B61-11 – Eine in Erde eindringende Waffe, Globalsecurity.org). Die B61-11, eine in Erde eindringende Version der B61 wurde am Anfang konfiguriert, um eine „begrenzte Wirkung“ von 10.000 Tonnen zu erzielen, das sind zwei Drittel einer Hiroshima Bombe, die für Schlachtfeld-Operationen nach dem kalten Krieg im Nahen Osten und Zentralasien eingesetzt werden sollten.

Der Plan des Pentagons, Libyen mit Atomwaffen anzugreifen

Die taktische Kernwaffe B61-11 wurde vom Pentagon 1996 entwickelt, um sie das gegen das Qadhafi „Regime“ einzusetzen:

„Ältere Pentagonbeamte riefen im letzten April [1996] Meinungsverschiedenheit hervor, indem sie vorschlugen, daß die in Erde eindringende [Atom]-Waffe bald für den möglichen Gebrauch gegen eine vermutete unterirdische chemische Fabrik verfügbar sein würde, die durch Libyen angeblich in Tarhunah gebaut wird. Diese dünn verschleierte Drohung kam gerade elf Tage, nachdem die Vereinigten Staaten den Entwurf des afrikanischen Vertrages über eine atomwaffenfreie Zone unterzeichnet hatten, der den Unterzeichnern den Einsatz oder die Androhung Atomwaffen gegen jeden anderen Unterzeichner einschließlich Libyens verbietet.“ (David Muller, Experte für N-Bomben, Internationales Aktionszentrum, 1997)

Tarbunah hat eine Bevölkerung von mehr als 200.000 Menschen – Männern, Frauen und Kindern. Es liegt ungefähr 60 km östlich von Tripoli. Hätten die USA diese „humanitäre Bombe“ (mit „begrenzter Wirkung“, oder einer explosiven Kapazität von zwei Dritteln einer Hiroshima Bombe) auf die „vermutete“ unterirdische chemische Fabrik gestartet, so wäre das auf mehrere Zehntausend Tote hinausgelaufen, ganz zu schweigen vom radioaktiven Niederschlag…

Die Drahtzieher

Der Mann hinter diesem teuflischen Projekt, Libyen mit Atomwaffen anzugreifen, war der Staatssekretär für Verteidigung Harold Palmer Smith Junior. „Noch bevor die B61 entwickelt worden war, wurde Libyen als ein potenzielles Ziel identifiziert“. (Meldung der Atomwissenschaftler – September/Oktober 1997, p. 27, Hervorhebung hinzugefügt)
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Harold Palmer Smith war vom Präsidenten Bill Clinton ernannt worden, um biologische und chemische Kernverteidigungsprogramme mit einem Fokus auf die „Verminderung und Wartung des US-Arsenals von Kernwaffen“ zu beaufsichtigen. Vom Anfang an, bis zu seinem gegenwärtigen Mandat, war nie die Rede davon, das Atomwaffenarsenal „zu vermindern“, sondern nur „zu vergrößern“ und eine neue Generation „harmloser“ Mini-Atomwaffen für den Gebrauch auf dem Nahostkriegsschauplatz zu entwickeln.

Kurz nach Beginn der Kampagne gegen Libyen, das am 19. März bombardiert wurde, befahl das Pentagon den Test der B61-11 Atombombe. Diese in einer Presseinformation am 4. April bekannt gegebenen Tests dienten der Überprüfung der installierten Ausrüstung und der Bestandteile dieser Waffe. Das Ziel war, die Funktionalität der Atombombe zu überprüfen…..

Tarnkappenbomber mit Atombomben an Bord

Der b-2 Tarnkappenbomber ist der „gewählte Träger“ der B61-11 Atombomben. Der b-2 Tarnkappenbomber aus dem Whiteman Luftwaffenstützpunkt in Missouri wurde nicht nur ausgesandt, um Libyen zu Beginn der Luftangriffe zu bombardieren, er wurde anschließend zum Test der B61-11 Atombombe verwendet.
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Die B61-11 Atombombe hat eine Wirkung von zwei Dritteln einer Hiroshima Bombe. Warum waren diese Tests der Ausrüstung und Funktionalität einer taktischen Atomwaffe kurz nach dem Überfall auf Libyen zur Bombardierung vorgesehen?

Warum jetzt?

Ist das Timing dieser Tests zufällig oder sind sie in jedem Fall mit der Chronologie Libyens verbunden, mit dem Bombenangriff? Der globale Angriffsbefehl der US-amerikanischen Luftwaffe, der für die Koordination von gegen Libyen geleiteten US-Bombardierungsoperationen verantwortlich ist, war auch ein Teil des Tests der B61-11 Atombomben. Beides, die Bombardierung Libyens durch den b-2 Tarnkappenbomber (siehe Bild oben) am 19. und 20. März, sowie der Funktionstest der B61-11 Atombombe (am 4. April bekanntgegeben), wurden von derselben US-Luftwaffe-Basis in Missouri aus durchgeführt.

Quelle:
http://globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=24049
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=24202

Siehe auch:
Warnung vor dem Atomkrieg
– rote predigt: Die nukleare Drohung

Brief an den Roten Webmaster

Zuschrift an den Roten Webmaster:
K-online
Lieber Günter,
Ich habe mich gestern auch länger mit diesem Text über die Fälschungen
(http://www.kommunisten-online.de/historie/udssr.htm#Dokumentation)
befaßt und war schon am Überlegen, wie man da Zwischenüberschriften reinsetzt, damit es besser lesbar ist. Dein Tip ist gut, Ausschnitte aus den 140 Gespräche des Schriftstellers Tschujew mit Molotow herauszusuchen. Der Tschujew ist sowohl gewissenhaft als auch sehr vertrauenswürdig. Ich guck mir das heute mal genauer an.

Und ich muß Dir das jetzt mal sagen – man kriegt ohnehin zuwenig Lob für das was man für die Menschheit und gegen die Dummheit tut! – also, ich finde es große Klasse, daß Du Dir jeden Tag Gedanken machst, was man den Lesern Wichtiges an Information und Aufklärung weitergeben kann, damit sie etwas klüger werden. Ein dummes Volk kann man leichter hinter’s Licht führen, ein gebildetes dagegen nicht ganz so lange. Feigheit und Faulheit waren ja für Kant schon immer das Haupthindernis, welches der Befreiung des Menschen aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit im Wege stand: Feigheit, weil man sich nicht zu sagen traut, was man Unrechtes feststellt – aus Angst um den Job. Und Faulheit, weil es allmal bequemer ist, dem Mainstream zu folgen und einfach – nichts zu tun! … Es hat sich ja allet so schön einjeschaukelt: „…uff unsere Saalabende is et imma so jemietlich, wir kennen die Kneipe, det Bier is ooch jut..“ (Tucholsky). Und anstatt sich auf der Demo naßspritzen zu lassen, von schlimmeren Dingen mal ganz abgesehen (der bedauerliche Mann in Stuttgart, der sein Augenlicht verlor!) – und man möchte ja auch nicht zu den „Chaoten“ gehören, die sich wegen eines bekanntlich (!) „gut abgesicherten“ Castortransportes an die Gleise ketten…igittigitt!!!

Es gibt ja so verschiedene Trends in der bürgerlichen Meinungsmache:

Erster Trend – die Ablenkung. Man schafft Unterhaltungs“werte“, so daß die Leute immer mehr durch Kleinigkeiten und Belanglosigkeiten von den wirklich wichtigen Dingen dieser Welt abgelenkt werden, und das klappt ja auch perfekt! Von Badewannenrennen auf dem Dorfteich bis zum neuesten Auftritt der „Prinzen“ ist alles drin. Das brave Vergnügungvolk empfindet die Welt als einen „großen Spielplatz“ – so schrieb ein junger Blogger über seine Reiseerlebnisse in Australien und Kanada. Ein Schweizer „Künstler“ stellt in N.Y. einen Riesen-Bronze-Teddy mit einer Lampe auf dem Kopf aus, der dann versteigert werden soll – wie schön! Und plötzlich kommen auch wieder Berichte über „die einzigartige Kirschblüte in Japan“.

Zweiter Trend – die Mitleidspose. Man bedauert die „Aufständischen“ in Libyen und man beklagt sich über die 4 „Reporter“, die gerade verhaftet wurden. Ja, man nennt sogar ihre Herkunftsländer. Es werden ein paar Krokodilstränen über die Opfer des Erdbebens (!) vergossen, während insgeheim die deutsche Industrie jubelt, daß Toyota in Schwierigkeiten gerät. Völlig unsinnigerweise wurden heimlich die Grenzwerte für radioaktive Belastung angehoben – Gefährliches ist nicht nun mehr so gefährlich. Und das führt uns auch schon zum nächsten Punkt:

Dritter Trend – die Verharmlosung. Nach allen Regeln der Kunst wird die Atomkraft verharmlosend als „Brückentechnologie“ hingestellt – eine Brücke, über die man „sicher“ gehen könne. Ein paar „Experten“ aus Wissenschaft und Technik sind „sogar“ der Meinung, daß es „realistisch“ sei, bis zum Jahre 2050 (!) vollständig zu erneuerbaren Energien überzugehen. (So kann man noch fast 40 Jahre schön mit den alten Schrottmeilern aus dem Jahre 1978 Geld verdienen: pro Tag rund eine Million Euro!) Die Comedy-Branche mischt kräftig mit: Witze tragen ja sehr dazu bei, daß alles nicht mehr so gefährlich aussieht, und daß alles nicht mehr ganz so ernst genommen wird. „Es wird ja doch nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Eine schöne – und doch hier sehr dumme Redensart!

Vierter Trend – die Werbung. Auf Teufel komm raus wird für „Bio“-Sprit geworben. In der ADAC-Zeitung schreibt der Chefredakteur eine schöne Kolumne über die „Verwirrung der Verbraucher“, die angeblich durch die „widersprüchlichen“ Informationen der Mineralölkonzerne entstanden sei. Obwohl alle Leserkommentare einhellig auf die Vernichtung von landwirtschaftlichen Nutzflächen und die verschärften Folgen solcher Monokulturen für die Existenz der kleinen Bauern und die Welternährungslage hinweisen. (Da haben die Leser und die Autofahrer inzwischen doch einiges begriffen!) Man wirbt nicht nur über die bunten Zeitungen in den Briefkästen für Dinge, die man „braucht“, aber auch nicht braucht. Und jede illustre „Gesprächsrunde“ über derart harmlose Themen, wie eine deutsche Ausstellung in China, die kein Mensch kennt, oder ein durchaus bemerkenswertes „Promi-Dinner“ oder „Bauer sucht Frau“ und was dergleichen nette, aber dümmliche Dinge noch sind… tragen zur allgemeinen Verblödung bei.

Fünfter Trend – die Rechtfertigung. Zur Begründung eines deutschen Kriegseinsatzes fordern Politiker im Bundestag, den NATO-Truppen zu „helfen“; gleichzeitig wird unter Hinweis auf die „friedliche Revolution von 1989“ (schon jedes Wort ist eine Lüge!) von den Erfolgen gegen den „Machthaber“ in Ägypten geredet. Der Bitte Ghadaffis (man schreibt ja: Forderung) um Feuereinstellung läßt man sich nicht „abschrecken“; für versehentlich “Fehleinsätze“ bittet man um „Entschuldigung“ („Kollateralschäden“) – das hatten wir ja auch schon mal.

Sechster Trend – die Lügen. Dazu brauche ich wahrscheinlich nicht mehr allzuviel zu sagen. Erstens merkt man sie nicht immer (es kommt immer dann heraus, wenn Fälschungen aufgedeckt werden, wie die über die angebliche Schuld Stalins an der Ermordung der Polen in Katyn – was der kürzlich auf so seltsame Weise plötzlich verstorbene Prof. Iljuchin im Mai 2010 ans Licht der Öffentlichkeit brachte, oder die Fälschungen über den sog. „Molotow-Ribbentrop-Pakt“ und vieles mehr. Und zweitens, kein Lügengespinst ist so dicht geflochten, daß es nicht doch ans Licht kommt – das beweisen die Plagiatsvorwürfe an den adligen „Doktor“ Guttenberg, wo ein empörter Wissenschaftler sogar äußerte: „Wir sind einem Betrüger aufgesessen!“ (Wenn ihn das mal nicht seinen Job gekostet hat…!) Doch die mutigen Stimmen können nicht zum Schweigen gebracht werden! Und die Ermordung Ernst Thälmanns werden wir denen niemals vergessen! Das kann ich Dir schwören!

Ich werde mich mal mit Prognosen befassen. Prof.Jürgen Kuczynski tat das ganz ausführlich in seinem 1984 erschienenen Band „60 Jahre Konjunkturforscher“ – sowohl Marx, als auch Lenin und Stalin hatten größtenteils recht mit ihren Prognosen. Es wäre freilich dumm, wollte man eine Prognose machen über die nächste Mondfinsternis, denn das kann man berechnen. In der heutigen Gesellschaft, gerade auch in der Anarchie des derzeitigen Kapitalismus ist das jedoch nicht ganz so einfach. Doch es ist nicht unmöglich! Und eine Prognose kann ja auch ermutigend sein, selbst wenn sie dann nur deshalb eintrifft, weil man fest an sie geglaubt hat. ))))))

Rote Grüße!
Sascha

Und hier ist der Beitrag des Sowjetischen Informationsbüros von 1948:
Geschichtsfälscher (eine historische Feststellung)
Sowinformbüro Geschichtsfälscher
(anklicken mit links, dann „Download PDF Dokument“)

Fiete Schulze – ein Held unserer Zeit

Fiete SchulzeDer Arbeiter Fiete Schulze (1894-1935)

Der Mann, von dem hier berichtet werden soll, führte einen Namen, der neben Müller und Meier als gewöhnlichster deutscher Name gilt. Er hieß Schulze, Fiete Schulze. Sein Vater war Arbeiter in Fischbeck bei Hamburg gewesen, und er selbst war Arbeiter in Fischbeck bei Hamburg. Aber vielleicht lebte der Vater auch in Barmbeck und Fiete in Altona… das tut wenig zur Sache. Er war ein Arbeiter. Zu seinem Leben gehörte die Unsicherheit des Arbeitsplatzes ebenso selbstverständlich wie der Wille, für eine bessere Ordnung zu kämpfen, und die Erkenntnis, daß dieser Kampf nur in der Gemeinschaft mit anderen Gleichgesinnten möglich ist.

Er war ein Feind der Nazis, bevor sie zur Macht gelangten, und er blieb ihr Feind auch, nachdem sie ihr Drittes Reich aufgerichtet hatten. Zwei Jahre lang stand er in den ersten Reihen der Untergrundkämpfer. Dann fing ihn die Gestapo. Vor Gericht hielt er sich so tapfer, daß ihm sogar die Nazi-Richter ihre grollende Bewunderung nicht versagen konnten. Sie verurteilten ihn zu insgesamt dreihundert Jahren Zuchthaus; das waren, da Schulze achtunddreißig Jahre zählte, sieben ganze Leben, die ihm so abgesprochen wurden. Sie verurteilten ihn weiter dreimal zum Tode und zweimal zum Verlust dessen, was sie Ehre nannten. Den Kopf schlugen sie ihm – sie konnten nicht anders – nur einmal ab. Bevor dies geschah, rief Schulze, der als letzten Wunsch sich die Teilnahme des Gerichtshofes an der Hinrichtung ausgebeten hatte, mit fester Stimme: «Ein Kämpfer weniger, aber wir werden die Sieger sein!»

Um die Worte des Verurteilten zu übertönen, begannen die Trommler der SS-Abteilung, die den Richtplatz absperrte, einen Wirbel zu schlagen. Auch wurde Fiete Schulze zu weiteren Rufen keine Zeit gelassen. Die Henker stürzten sich auf ihn, und er wurde in der nächsten Minute, wie es das Urteil verlangte, «vom Leben zum Tode befördert». Die Gestapo ließ den Leichnam verbrennen und die Asche, unbekannt wo, einscharren. Aber acht Jahre später, im Kriegssommer 1943, öffnete der Tote seinen Mund wieder: In der von englischen Bombern zertrümmerten Stadt tauchten Flugblätter auf, die den Hamburgern einige von Hitlers Prahlereien über die sichere Vernichtung Londons in Erinnerung brachten und sie zum Sturz der braunen Tyrannei aufriefen. Die Flugblätter waren gezeichnet: «Gruppe Fiete Schulze».

Quelle:
F.C. Weiskopf: Schulze, aus: Der Sozialismus – Deine Welt, Verlag Neues Leben, Berlin, 1975, S.166.

Anmerkung:
Die Jugendweihe war in der DDR stets einer der bedeutendsten Höhepunkte im Leben eines jungen Menschen. Jugendliche wurden so feierlich in die Gemeinschaft der Erwachsenen aufgenommen und gelobten ihre Treue zum sozialistischen Staat und zu den Idealen der Arbeiterklasse. Um ihnen die richtigen Gedanken und Vorbilder mit auf ihren weiteren Lebensweg zu geben, bekamen sie ein Buch überreicht, das auch für uns heute noch viele lesens- und bedenkenswerte Geschichten, Erinnerungen und Ratschläge enthält. Aus diesem Buch ist der obenstehende Beitrag über Fiete Schulze entnommen. Fiete Schulze war ein Kampfgefährte von Ernst Thälmann. Er leitete 1923 den Hamburger Aufstand und wurde 1935 von den Nazis ermordet.

siehe auch: Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Hamburg
Hier ist auch ein interessantes Faltblatt der VVN BdA Rostock e.V.
Fiete Schulze
(mit links anklicken, dann Download PDF Datei)

Siehe auch:
Die Lehren aus dem Hamburger Aufstand

Der ungarische Kommunist Mátyás Rákosi

Im Meyer’s Lexikon aus der DDR von 1980 wird sein Name nicht erwähnt….
Doch Dr.Kurt Gossweiler schreibt in seiner „Taubenfußchronik“:
„Es machte mich auch stutzig, und argwöhnisch, daß im Ergebnis dieses XX.Parteitages und mit Chruschtschows Hilfe solch offenkundig antileninistische ‚Kommunisten‘ wie Gomulka in Polen und Imre Nagy in Ungarn, an die Spitze der dortigen Parteien manövriert wurden, während ein solch kampferprobter und standhafter Marxist-Leninist wie Mátyás Rákosi als Führer der ungarischen Kommunisten gestürzt und als Mörder und Blutsäufer verleumdet und geächtet wurde.“ [1]

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Der ungarische Kommunist Mátyás Rákosi (1892-1971)

Monatelang haben wir uns angestrengt, um zu erreichen daß auch bei uns der sozialistische Wettbewerb Wurzeln schlägt, aber wir erzielten keine entscheidenden Erfolge. Doch als wir uns an die Werktätigen wandten, um sie zu fragen, wie man den siebzigsten Geburtstag unseres teuren Stalin durch Arbeitsaufgebote feiern könnte, war auf einmal das Eis gebrochen. Wie das Wasser durch gebrochene Deiche, brach eine Welle der schöpferischen Arbeit über uns herein, und wie durch einen Zauber, erschienen die ungarischen Stachanows: die Pozsonyi, die Muszka und die anderen. Es ist erst jetzt so, bei der Gelegenheit der Arbeitsaufgebote zu Ehren Stalins, daß auch bei uns die Arbeit „eine Sache der Ehre und des Ruhmes“ geworden ist. Und es ist jetzt so, daß die Worte der Kantate „Im Namen Stalins, erbaut sich die Welt!“ Wirklichkeit wurden.
(aus: MATYÁS RÁKOSI, „STALIN IST SIEBZIG GEWORDEN“)
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Album „La Vie de MÁTYÁS RÁKOSI par l’image“ Szikra Budapest 1952 p.108

Mit Dank an Nadja NORDEN veröffentlicht, die mich auf diesen hervorragenden Genossen aufmerksam machte. Siehe dort: Aus dem Leben des Genossen Mátyás Rákosi.

— z.Z. in Bearbeitung. Die bisherige Einfügung aus der Zeitung „junge Welt“ wurde gelöscht, da sowohl der Verfasser des Textes, als auch der Rezensent antikommunistische Positionen vertreten. N.G. —

Eine Anekdote:
Im Jahre 1949 fand anläßlich des 70. Geburtstages von J.W. Stalin im Bolschoj Theater eine Festveranstaltung statt. Stalin war nicht gerade bester Laune, er hörte den Reden nicht zu, verließ das Präsidium und ging hinter die Kulissen, um eine zu rauchen. Dabei traf er den ungarischen Parteichef Mátyás Rákosi.
– Genosse Rákosi, wie alt sind Sie? fragte Stalin.
– Sechsundfünfzig Jahre, – erwiderte Rákosi.
– Aha, also ein Komsomolze, – antwortete Stalin lächelnd und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter.

Quellen:
[1] Kurt Gossweiler, Die Taubenfußchronik oder Die Chruschtschowiade 1953-1964, Stefan Eggerdinger Verlag München, 2002, Bd.1, S.19.
[2] — gelöscht —

Hier noch zwei ungarische Texte:
Rákosi Mátyás, Békéért és a szocializmus építéséért
(Mátyás Rákosi, Für Frieden und den Aufbau des Sozialismus)
Kiss Károly, RÁKOSI ELVTÁRS ÉLETÉRŐL
(Károly Kiss, Aus dem Leben des Genossen Rákosi)

Die antikommunistische „Totalitarismus“-Doktrin

Mit penetranter Regelmäßigkeit taucht in den Medien der BRD der Begriff des „Totalitarismus“ auf, und einige ewig Unbelehrbare warnen wieder vor rechtem wie vor „linkem Extremismus“. Unverkennbar ist der dem zugrunde liegende Antikommunismus, die offene Feindschaft gegenüber allem, was sich „sozialistisch“ oder gar „kommunistisch“ nennt. Das ist jedoch seit dem verblichenen Goebbels keineswegs eine neue Erscheinung. Hatte selbiger schon das Schreckgespenst der „jüdischen Bolschwisierung“ genutzt, um ein ganzes Volk zum Krieg aufzuhetzen gegen die Sowjetunion, den ersten sozialistischen Staat der Welt, so blasen jene zum Generalangriff auf die wissenschaftliche Weltanschauung der Arbeiterklasse – den Marxismus/Leninismus. Hier nun eine Darlegung zur Kritik der bürgerlichen Geschichtsverkleisterung aus dem Jahre 1977:

Für den Geschichtsprozeß des 20. Jahrhundert ist die Große Sozialistische Oktoberrevolution das entscheidende weltgeschichtliche Ereignis. Obgleich die überwiegende Mehrheit der bürgerlichen Ideologen und Gesellschaftstheoretiker diese unumstößliche Wahrheit nach wie vor nicht anerkennen will, sehen sie sich unter dem Zwang der vom Sozialismus geschaffenen Realitäten veranlaßt, sich immer intensiver mit den Ursachen der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution – dieses Wendepunktes in der Geschichte der Menschheit – und mit ihrem Einfluß auf die Entwicklung in der Welt zu beschäftigen.

Die dubiose Erfindung vom „Totalitarismus“

Das Hauptbestreben der bürgerlichen Historiographie ist dabei darauf gerichtet, sowohl diesen Wendepunkt als auch die nachfolgende historische Entwicklung in der UdSSR und später in den anderen sozialistischen Ländern im Sinne des Antikommunismus umzudeuten. Das geschieht in erster Linie mittels der Doktrin des „Totalitarismus“. (…)
Nach Meinung der bürgerlichen Historiker stellt der „Totalitarismus“ als Inkarnation des geschichtlich Negativen bis 1917 lediglich eine tendenzielle gesellschaftspolitische Möglichkeit dar, die im Kampf der Volksmassen enthalten war (als Modellfall gilt die jakobinische Phase der Französischen Revolution 1793/94). Der im Ergebnis der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution entstandene sozialistische Staat wird dagegen als historisch erstmalig existente „totalitäre Herrschaft“ hingestellt, der „Totalitarismus“ sei damit geschichtliche Wirklichkeit geworden. [1] Als weitere Existenzformen des „Totalitarismus“ werden die 1922 in Italien und 1933 in Deutschland entstandenen faschistischen Diktaturen angesehen.

Worin besteht nun das Lügengebilde?

Die wohl zu den größten historischen Verzerrungen zählende Behauptung bürgerlicher Gesellschaftslehren besteht darin, Faschismus und Sozialismus als wesensgleich hinzustellen. Diese These bildet den eigentlichen Kern der „Totalitarismus“-Doktrin. Unter Mißachtung der historischen Tatsachen und Erfahrungen behaupten die bürgerlichen Ideologen, daß Faschismus und Sozialismus gleichen gesellschaftlichen Ursachen entspringen, wesensgleiche Staats- und Gesellschaftsformen darstellen und in ähnlicher Weise die Menschen unterdrücken und ihrer Freiheit berauben. Als die letztlich entscheidenden Merkmale eines „totalitären Systems“ werden willkürlich die Existenz einer staatsbestimmenden Partei und einer ihr eigenen Ideologie hingestellt. In den konkreten Darstellungen werden von den bürgerlichen Ideologen durchaus einige Unterschiede zwischen Faschismus und Sozialismus eingeräumt. Eine einfache Gleichsetzung dieser einander völlig entgegengesetzten gesellschaftlichen Erscheinungen würde die Geschichtsklitterung zu offensichtlich machen. Andererseits sind die bürgerlichen Ideologen selbst an einer gewissen Differenzierung interessiert, um den Sozialismus als die Hauptgefahr für „Freiheit“ und „Demokratie“ in der Gegenwart verleumden zu können.

Die Klassengegensätze werden verschleiert

Die trotz pseudowissenschaftlichen Gebarens recht simple Anlage und Begründung der „Totalitarismus“-Doktrin darf nicht dazu verleiten, die Massenwirksamkeit dieser Konstruktion zu unterschätzen. In den kapitalistischen Ländern ist diese Doktrin die am weitesten verbreitete Form des Antikommunismus. Ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen korrespondieren sowohl mit den primitiven als auch den pseudowissenschaftlich drapierten Formen des Antikommunismus in Vergangenheit und Gegenwart. Die Wirkung der „Totalitarismus“-Doktrin erwächst vor allem aus historischen Scheinbeweisen und aus der vorgetäuschten Antihitlerposition, da sie einzelne faschistische Verbrechen „verurteilt“, gleichzeitig aber die Klassengrundlage des Faschismus negiert und verschleiert. Dabei werden diese Verbrechen verallgemeinert und als charakteristisch für alle „totalitären Herrschaftssysteme“ hingestellt. Ein Hauptanliegen dieser Doktrin besteht darin, die Ablehnung der unbestreitbaren Untaten des Faschismus durch die Volksmassen in Antikommunismus umzukehren.

Der Unterschied zwischen Kommunismus und Faschismus

In Wirklichkeit sind der Faschismus einerseits und der Sozialismus und Kommunismus andererseits zwei grundsätzlich verschiedenartige, absolut entgegengesetzte gesellschaftliche Erscheinungen. Faschistische Bewegungen entstehen innerhalb der kapitalistischen Gesellschaftsordnung, faschistische Diktaturen bedeuten die Herrschaft der reaktionärsten und aggressivsten, am meisten chauvinistischen Kräfte des Monopolkapitals. Der Sozialismus dagegen ist die Macht der Arbeiterklasse im Bunde mit allen demokratischen Kräften des Volkes. Der Faschismus ist der größte Feind der Demokratie. Brutaler Terror gegen alle Andersdenkenden, Verbot aller demokratischen Organisationen, vor allem der Arbeiterparteien und der Gewerkschaften, Unterdrückung, Einkerkerung und schließlich physische Vernichtung von Millionen Menschen – das war der deutsche Faschismus. Faschistische Politik ist stets abenteuerlich und aggressiv, sie ist gegen die friedliche Koexistenz von Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnungen gerichtet. Die Kommunisten stehen seit jeher überall in der Welt an der Spitze des Kampfes der Volksmassen gegen Faschismus und Neofaschismus, für Frieden und Demokratie.

Begriffsverwirrung: Was ist „Links“ und und was ist „Rechts“ ?

Die „Totalitarismus“-Doktrin kennzeichnen seit ihrer Entstehung bis heute im wesentlichen fünf Verlaufsphasen: die Entstehungsphase vor 1933, die Zeit von 1933 bis 1945, die Phase des „kalten Krieges“ nach 1945 bis Anfang der sechziger Jahre, eine „Übergangsphase“ in den sechziger Jahren und schließlich, daran anknüpfend, ihre jüngste Phase bis zur Gegenwart. Der begrifflichen Fixierung war zunächst die von liberaler und reformistischer Seite in den Auseinandersetzungen der zwanziger Jahre verfolgte politische Praxis in Deutschland und Italien vorausgegangen, ihre Gegner von „rechts“ (Faschisten) und von „links“ (Kommunisten) als wesensverwandt und gleich bekämpfenswert hinzustellen. [2]
Es waren dann profaschistische Theoretiker, die in ihrer Suche nach einer pseudowissenschaftlichen Begründung faschistischer Diktaturen die Lehre vom „totalen Staat“ („stato totalitario“) des 20. Jahrhunderts im Unterschied zum „liberalen Staat“ des 19. Jahrhunderts entwickelten. [3] Die damit verknüpfte Strapazierung des Begriffs „total“ durch die faschistischen Ideologen und Politiker („totaler Staat“, „totale Revolution“, „totaler Krieg“) führte schließlich dazu, daß die faschistischen Diktaturen namentlich in der Gegenreaktion bürgerlicher Kreise, die dem Faschismus ablehnend gegenüberstanden, als „totalitär“ bezeichnet wurden. Die tonangebenden Vertreter jener Kreise verknüpften von Anfang an mit dieser Bezeichnung die gleichzeitige Verleumdung des revolutionären Sozialismus. Nur wenige bürgerliche Demokraten vor und nach 1945 legten dem Begriff „totalitär“ eine eindeutig antifaschistische Aussage zugrunde.

Wie schon Karl Kautsky die Oktoberrevolution diffamierte…

Im Laufe der dreißiger Jahre, vor allem am Vorabend des zweiten Weltkrieges, trugen rechtssozialdemokratische Kräfte (Rudolf Hilferding, Gurt Geyer, Friedrich Stampfer und andere) maßgeblich zur weiteren Ausformung der „Totalitarismus“-Doktrin bei. Sie stützten sich dabei hauptsächlich auf das von Karl Kautsky nach 1917 zur Diffamierung der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution benutzte Schema „Demokratie oder Diktatur“ [4], wobei sie nunmehr sowohl die faschistischen Diktaturen in Italien und Deutschland als auch den realen Sozialismus in der Sowjetunion gleichermaßen als „totalitäre Diktaturen“ bezeichneten.

Churchill eröffnet 1946 den „Kalten Krieg“

Nach 1945 erblickten führende Politiker in den USA und Großbritannien in der „Totalitarismus“-Version eines der geeignetsten politischen und ideologischen Mittel des „kalten Krieges“ gegen die Sowjetunion und die anderen sozialistischen Staaten. Die Verketzerung des realen Sozialismus als „totalitär“ sollte die Traditionen der Antihitlerkoalition in den USA, Großbritannien und anderen kapitalistischen Ländern rigoros zurückdrängen und ein neues antikommunistisches Feindbild schaffen helfen. Nachdem Winston Churchill in seiner Fulton-Rede 1946 die Abkehr von den Prinzipien der Antihitlerkoalition mit dem Argument der „totalitären Gefahr“ des Kommunismus begründet hatte [5], war es vor allem USA-Präsident Harry S. Truman, der die antikommunistisch orientierte „Totalitarismus“-Doktrin zur Grundlage der gesamten USA-Politik machte. [6] Diesen politischen Bedürfnissen entsprechend, waren in den folgenden Jahren namhafte amerikanische Ideologen (Carl J. Friedrich, Hannah Arendt, Zbigniew K. Brzezinski und andere) eifrig bemüht, der „Totalitarismus“-Konzeption den Anschein der Wissenschaftlichkeit zu geben. [7] Erscheinungen des Personenkults in einigen sozialistischen Ländern begünstigten diese Manipulationen. (s.Anm.– N.G.)

Die reaktionäre Politik der deutschen Sozialdemokratie

Einen ihrer eifrigsten Verfechter im Nachkriegsdeutschland fand diese Doktrin in Kurt Schumacher, dem Vorsitzenden der Sozialdemokratie in den Westzonen. Hatte er schon in seiner 1926 abgeschlossenen Dissertation versucht, „Kommunismus und Faschismus“ zu ähnlich gearteten Feinden der Demokratie zu erklären, so bildete nunmehr die „Totalitarismus“-Doktrin und die von ihr ausgehende Verleumdung der Kommunisten in seinen Händen das ideologische Hauptinstrument, um in den Westzonen und in Westberlin die Einheit der Arbeiterbewegung zu verhindern. Schumacher und seinesgleichen unterstellten der KPD und später der SED, daß sie eine „totalitäre Diktatur“ anstrebten.

Die wahren Ziele der „Totalitarismus“-Doktrin

In den fünfziger Jahren fand die „Totalitarismus“-Doktrin rasche Verbreitung sowohl in der bürgerlichen gesellschaftstheoretischen Literatur als auch in der Massenpropaganda der westeuropäischen Länder, wobei der antikommunistische Grundgehalt des „Totalitarismus“-Konzepts immer prononcierter in den Vordergrund rückte. Besondere Aktivitäten entwickelten sich in der BRD, wo der Antikommunismus zur Staatsdoktrin geworden war. [8] Für die dementsprechenden historischen Arbeiten über den deutschen Faschismus hatte die „Totalitarismus“-Doktrin zugleich den Vorteil, den deutschen Imperialismus und Militarismus von ihrer großen historischen Schuld zu entlasten, indem das Entstehen der faschistischen Diktatur als „Revolutionärer Bruch“ und Ausdruck geschichtlicher Diskontinuität bezeichnet wurde.

Quelle:
Gerhard Lozek, Die antikommunistische „Totalitarismus“-Doktrin. In: Unbewältigte Vergangenheit, Akademie Verlag, Berlin (DDR), 1977, S.38-42. (Zwischenüberschriften von mir – N.G.)

Zitate:
[1] Vgl. Aron, Raymond, Demokratie und Totalitarismus, Hamburg 1970; Schlangen, Walter, Der Totalitarismus-Begriff. Grundzüge seiner Entstehung, Wandlung und Kritik. In: BPZ, 30.10.1970; derselbe, Theorie und Ideologie des Totalitarismus, München 1972.
[2] Vgl. Nitti, Francesco, Bolschewismus, Faschismus und Demokratie, München 1926; Beckerath, Erwin v., Wesen und Werden des faschistischen Staates, Berlin 1927; Heller, Hermann, Europa und der Faschismus, Berlin-Leipzig J929.
[3] Vgl. Schmitt, Carl, Die Wendung zum totalen Staat. In: Europäische Revue, 4/1931; Forsthof}, Ernst, Der totale Staat, Hamburg 4933:
[4] Vgl. Kautsky, Karl, Demokratie oder Diktatur, Berlin 1919. Die wissenschaftliche Unhaltbarkeit diesei konterrevolutionären Anschauungen Kautskys brandmarkte bereits Lenin in seiner Arbeit „Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky.“ In: W.I. Lenin, Werke, Bd.28, Berlin 1959, S.227ff.
[5] Vgl. The Wisdom of Winston Churchill, London 1956, S.340f.
[6] Vgl. Special Message to the Congress on Greece and Turkey: The Truman Doctrine (Sonder-, botschaft an den Kongreß über Griechenland und die Türkei: Truman-Doktrin), March 12, 1947, in: Public Papers of the President of the United States Harry S. Truman, Washington 1963, S.1766ff.
[7] Vgl. Arendt, Hannah, The Origins of Totalitarianism, New York 1951 (deutsch: Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft, Frankfurt/M. 1955); Friedrich, Carl, Totalitarian Dictatorship and Autocracy, Cambridge 1956 (deutsch: Totalitäre Diktatur, Stuttgart 1957); Brzezinski, Zbigniew, K., Totalitarianism and Rationality (Totalitarismus und Rationalität), in: The American Political Science Review, L/3/1956, S. 751ff.
[8] Eine besondere Rolle spielten die Arbeiten von Hans Rothfels, Hans Freyer, Werner Markert, Klaus Mehnert, Theodor Schieder, Karl C. Thalheim, Richard Löwenthal und anderen.

Anmerkung:
Prof.Dr.habil. Gerhard Lozek (1923-2008) war in der DDR Dozent für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED. Wenn er 1977 noch einige „Erscheinungen des Personenkults“ als begünstigend für die zunehmende antikommunistische Tendenz der USA-Politik mit Beginn des Kalten Krieges ausmachte, so schwenkte Lozek 1995 vollends um und behauptete: „In Wirklichkeit resultierte der Kalte Krieg, ebenso wie der Zerfall der Anti-Hitler-Koalition, aus den gesellschaftlichen Systemgegensätzen zwischen den westlichen parlamentarisch-demokratisch verfaßten Staatengruppen unter der Führung der USA auf der einen und dem von Stalinismus durchsetzten diktatorischen Herrschaftsvarianten in der Sowjetunion und später in den Warschauer-Pakt-Staaten unter der Führung der UdSSR auf der anderen Seite. Es ging beiderseitig um imperiale Ziele, vor allem um die Absicherung der im Kriege errungenen Einflußsphären sowie um die Korrektur des status quo zugunsten der jeweiligen Seite.“ (Bearbeitetes Manuskript eines am 28. März 1995 im Berliner Verein „Helle Panke“ gehaltenen Vortrages) Damit begab sich Lozek nachträglich klar auf die Seite der Gorbatschowisten und Gegner der Sowjetunion und stellte so zugleich seine eigenen durchaus richtigen Thesen in Frage, wofür er auch prompt das Lob der bürgerlichen Presse erntete…

Wissenschaftliche Voraussicht

GurjewUm eine sozialistische Gesellschaft aufbauen zu können, bedarf es klarer Vorstellungen darüber, wie das geschehen kann. Natürlich gab es auch schon zu Lenins Zeiten Illusionen, und es gab nicht wenige demagogische, sozialreformerische oder trotzkistische Theorien, die aber allesamt durch die Praxis widerlegt wurden. Mit der marxistisch-leninistischen Lehre von der Entwicklung der Gesellschaft verfügen die Kommunisten über einen sicheren Kompaß, der es ermöglicht, sich in den komplizierten Erscheinungen des gesellschaftlichen Lebens zurechtzufinden. Der Marxismus-Leninismus ist eine Wissenschaft; und wie auch in den Naturwissenschaften gibt es bestimmte Gesetzmäßigkeiten, die wissenschaftlich begründete Perspektiven ermöglichen. So stellte beispielsweise der sowjetische Wissenschaftler G.A.Gurjew fest:

Die auf der marxistisch-leninistischen Theorie beruhende wissenschaftliche Voraussicht ist ein mächtiges Mittel zur Veränderung der Welt im Interesse der Volksmassen; sie eröffnete den Völkern glänzende Perspektiven für den erfolgreichen Aufbau des Kommunismus. Die ganze Tätigkeit der kommunistischen und Arbeiterparteien ist eine lange Kette von genau eingetroffenen wissenschaftlichen Voraussagen und ein anschaulicher Beweis für die Richtigkeit der streng materialistischen Weltanschauung. Sie versetzt gleichzeitig allen religiös-idealistischen Pseudowissenschaftlern einen vernichtenden Schlag, die die Idee des historischen Fortschritts zu bestreiten und das Vertrauen in das wissenschaftliche Denken zu untergraben versuchen.

Quo vadis, Klio?

Die reaktionären Denker sprechen gewöhnlich von einem „Kreislauf der Geschichte“, in dem sich angeblich alles wiederhole, in dem es nichts Neues, keine Vorwärtsbewegung gebe, sondern nur einen trostlosen Wechsel von Leben und Tod. Aldous Huxley, der bereits erwähnte moderne Feind des sozialen Fortschritts, erklärte „alle Vermutungen über die Ereignisse der Zukunft als hoffnungslos unrealistisch“. Ausdruck der Scharlatanerien ist seine Behauptung: „Das einzige, was wir von der Zukunft wissen, ist, daß wir so gut wie nichts darüber wissen, was geschehen kann.“ Aber mit solchen geistlosen Sophismen dieser Pseudowissenschaftler kann das Rad der Geschichte nicht zum Stehen gebracht werden, das, wie der Marxismus bewiesen hat, in eine „bessere Zukunft“, in der Richtung zum Kommunismus, rollt.

Es gibt keine unparteiische Wissenschaft!

Die Leugnung des historischen Fortschritts und der wissenschaftlichen Voraussicht durch die Religion und den Idealismus sind ein Aufruf zur Passivität, zur Unterwürfigkeit und Demut, mit deren Hilfe die Reaktionäre die Volksmassen ideologisch entwaffnen, den Willen der Werktätigen zum Kampf für eine grundlegende gesellschaftliche Umgestaltung ersticken und so, die kapitalistische Zwangsarbeit aufrechterhalten wollen. Das ist ein Beweis dafür, daß es in der antagonistischen Klassengesellschaft keine unparteiische Wissenschaft von den gesellschaftlichen Erscheinungen gibt und auch nicht geben kann. W. I. Lenin schrieb dazu: „In einer Gesellschaft der Lohnsklaverei eine unparteiische Wissenschaft zu erwarten, wäre eine ebenso törichte Naivität, wie etwa von den Fabrikanten Unparteilichkeit zu erwarten in der Frage, ob man nicht den Arbeitern den Lohn erhöhen sollte, indem man den Profit des Kapitals herabsetzt.“ [1]

Erziehung zum sozialistischen Bewußtsein…

Aus dem Angeführten geht gleichzeitig hervor, daß die Religion eine Ideologie ist, die mit einer wirklichen Wissenschaft, die die Gesetze der realen Welt erkennt und die als Rüstzeug für den Aufbau einer neuen Gesellschaft dient, nichts gemein hat. Die Wissenschaft hilft der Menschheit, die objektiven Gesetze der Entwicklung der Natur und der Gesellschaft immer besser zu erkennen, sie schafft die Voraussetzungen, um die Naturgesetze in den Dienst des Menschen zu stellen, und trägt damit zur Stärkung des Bewußtseins und zur Hebung des materiellen und des kulturellen Niveaus des Menschen bei. Die Religion schläfert dagegen das Bewußtsein des Menschen ein und verfälscht es, verurteilt ihn zur Passivität gegenüber den in Natur und Gesellschaft wirkenden Kräften, legt seine schöpferische Aktivität und Initiative in Fesseln und hindert ihn, zu erkennen, daß seine Kräfte und Fähigkeiten von reaktionären Mächten für deren Interessen mißbraucht werden.

Quelle:
G.A. Gurjew, Wissenschaftliche Voraussicht – religiöses Vorurteil, Dietz Verlag Berlin, 1958, S.63f.

[1] W. I. Lenin, „Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus“; in: Ausgewählte Werke, Bd.I, S.63.

Die Verantwortung der Wissenschaftler

In seinem Buch „Marxistische Philosophie und Naturwissenschaften“ setzt sich Prof. Herbert Hörz sehr ausführlich mit der moralischen Verantwortung der Wissenschaftler für ihre Erfindungen auseinander. Er schreibt:

Die Produktion und der Einsatz der Massenvernichtungswaffen haben vielen Menschen die Augen über die Gefährlichkeit wissenschaftlicher Entdeckungen geöffnet. Als Otto Hahn, der Entdecker der Uranspaltung, vom Abwurf der Atombombe auf Japan erfuhr, war er tief erschüttert, zu welchen Ergebnissen seine Entdeckung führte. Am 7. August 1945 schrieb der mit Hahn und anderen Wissenschaftlern gemeinsam internierte Erich Bagge in sein Tagebuch: „Der beklagenswerte Prof. Hahn! Er erzählte uns, daß er schon damals, als er zum erstenmal erkannte, welche furchtbaren Wirkungen die Uranspaltung haben könne, mehrere Nächte lang nicht geschlafen und erwogen habe, sich das Leben zu nehmen. Eine Zeitlang sei sogar der Plan aufgetaucht, ob man zur Verhütung dieser Katastrophe nicht alles Uran ins Meer versenken solle. Aber kann man gleichzeitig die Menschheit um all die segensreichen Wirkungen bringen, die das Uran andererseits auslöst?“ [1]

Welchen Einfluß hat der Wissenschaftler?

Man könnte die Verantwortung des Wissenschaftlers dahingehend bestimmen, daß er für die friedliche Verwendung seiner Erkenntnisse zum Nutzen der Menschheit sorgen müsse. Aber wer gibt ihm die Möglichkeit dazu? Unter kapitalistischen Verhältnissen hat er fast keinen Einfluß auf die weitere Ausnutzung seiner Entdeckungen. Überhaupt können so grundlegende Entdeckungen, wie die von Hahn, zu den verschiedensten Folgeerscheinungen führen, die vorher meist gar nicht abzusehen sind.
WissenschaftNatürlich ist es nicht einfach, hier einen Ausweg zu formulieren, zumal die Wissenschaftler aufgrund ihrer eigenen Spezialisierung oft weder den Gesamtüberblick über ihre Forschungen haben, noch selbst über die notwendigen Einsichten in die gesellschaftlichen Verhältnisse verfügen, die es ihnen ermöglichten, die Folgen ihres Handelns richtig einzuschätzen. Und H.Hörz stellt weiter fest:

Der Humanismus vieler Naturwissenschaftler in den kapitalistischen Ländern drückt sich vor allem in den folgenden Forderungen an die Wissenschaft aus: Sie soll dem Wohl der Menschheit dienen. (…) Es muß jedoch klar gesagt werden, daß durch die wissenschaftliche Forschung allein diese Ideale nicht verwirklicht werden. Nur der aktive Einsatz aller Wissenschaftler für sie gibt Aussicht auf Erfolg. Dazu gehören der Kampf um Frieden und soziale Gerechtigkeit, gegen den Mißbrauch wissenschaftlicher Erkenntnisse für aggressive, menschenfeindliche Zwecke, für die Verteidigung sozialer Errungenschaften, für Demokratie usw. Um diesem Handeln eine wissenschaftliche Grundlage zu geben, bedarf es bestimmter Einsichten in die Gesetze der gesellschaftlichen Entwicklung.
Hier ist der Naturwissenschaftler direkt auf die Forschungsergebnisse der Gesellschaftswissenschaften angewiesen. [2] Angesichts der durch die Wissenschaft für den Fortschritt der Menschheit heraufbeschworenen Gefahren trägt auch der Wissenschaftler gegenüber der Menschheit eine besondere Verantwortung für die Verwendung seiner Forschungsergebnisse.

Quelle:
Herbert Hörz, Marxistische Philosophie und Naturwissenschaften, Akademie-Verlag Berlin, 1976, S.587-600

[1] Bagge/Diebner/Jay, Von Uranspaltung bis Calder Hall, Hamburg 1957, S.57.
[2] Beispielsweise zu Fragen, wie die Stellung des Menschen in der Gesellschaft, den Sinn des Lebens und den Charakter des gesellschaftlichen Fortschritts usw. „Solche Antworten gibt die marxistisch-leninistische Philosophie aus der Verallgemeinerung der Ergebnisse der Wissenschaften und der gesellschaftlichen Praxis. Sie ist eine Philosophie die wissenschaftliche Antworten auf die weltanschaulichen Grundfragen theoretisch ausarbeitet und beweist; sie unterwirft sich damit auch dem allgemeinen Kriterium der Wissenschaftlichkeit: der Praxis als Kriterium der Wahrheit, als Grundlage und Ziel der Erkenntnis.“ (H.Hörz, a.a.O., S.18)

Nachbemerkung:
Gemeint ist damit schließlich, daß es keinen „abstrakten Humanismus“ geben kann, mit dem sich ein Wissenschaftler aus der Verantwortung schleichen kann. Auch er muß Farbe bekennen: Für wen arbeitet er? Wem nützen seine wissenschaftlichen Erkenntnisse? Denn bekanntlich ist die kapitalistische Gesellschaft in Klassen gespalten, und so steht auch der Wissenschaftler vor der Frage: Setzt er sich mit seiner Wissenschaft zu Nutzen der werktätigen Klasse ein oder dient er den Ausbeutern? Forscht er im Interesse des Friedens und der Zukunft der Menschheit oder arbeitet er für die imperialistische Rüstungsproduktion? Kennt er die Folgen seiner Tätigkeit oder interessiert ihn nur sein Lohn? Und vor allem: Auf welcher Seite steht er im Klassenkampf: auf der Seite der Ausgebeuteten und Unterdrückten oder auf der Seite der Monopolbourgeoisie und des internationalen Kapitals?

Eine entfremdete Wirklichkeit…

Die durch das Reaktorunglück in Fukushima veränderten Lebensbedingungen vieler Menschen in Japan führen möglicherweise auch zu einer veränderten Einstellung gegenüber der japanischen kapitalistischen Gesellschaft und gegenüber den durch sie erzeugten letztlich unbeherrschbaren physikalischen Vorgängen der Kerntechnologie.
In seiner Abhandlung über „Die Lebensweise der Menschen und ihre Dialektik“ schreibt der japanische Philosoph Shigeru Iwasa:

Nach dem zweiten Weltkrieg hat sich die Art und Weise, wie die Japaner leben, grundlegend verändert. Der Aufschwung der Wirtschaft vor allem in den sechziger Jahren hat den Lebensstandard erhöht, die Bedürfnisse vervielfacht, die Freizeit und die Betätigungen in der Freizeit erweitert und den Konsum mannigfaltiger gestaltet. Diese Veränderungen beruhen auf der Entwicklung von Wissenschaft, Technik und der sich auf diese stützenden großen Industrie. Zugleich haben die Entwicklung der großen Industrie und der Aufschwung der Wirtschaft auf der Grundlage der kapitalistischen Produktionsweise die Entfremdung im Arbeits- und im Konsumtionsprozeß verstärkt und viele weitere komplizierte soziale Probleme hervorgebracht.

Die Jagd nach Profit bestimmt das Leben

Die Logik des Kapitals setzt sich nicht nur im Bereich der Arbeit, sondern überall im Leben durch. Auch die Konsumsphäre ist ein Markt für die Jagd nach Profit geworden. Der Drang nach profitablen Geschäften beherrscht die Massenmedien und stimuliert über diese die Bedürfnisse der Konsumenten. Eine Tendenz zum Rückzug auf das Privatleben sowie der Fortgang von Heteronomie und Gleichschaltung der Lebensweise sind zu beobachten.
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Der Wirtschaftsaufschwung produziert neue Formen der Armut und ruft soziale Probleme hervor. Rationalisierung, Umweltverschmutzung, psychische Erkrankungen, Kriminalität, Niedergang der Erziehung und Zerfall der Familie seien als Stichworte genannt. Die Umwelt wird zerstört, die Gesundheit der Menschen nimmt Schaden, auch die traditionelle Kultur und Lebensweise des Volkes wird davon betroffen. Eine rigorose Umgestaltung und Ausbeutung der Natur gefährdet das ökologische Gleichgewicht zwischen dem Menschen und seinen natürlichen Lebensbedingungen.

Auswirkungen auf das Bewußtsein der Menschen

Überaus verhängnisvoll sind die Auswirkungen auf das Bewußtsein der Menschen. Ihr geistiges Leben verkümmert und, wie es scheint, steht die geistige Armut im umgekehrten Verhältnis zum materiellen Reichtum. Diese Erscheinungen sind das Resultat der entfremdeten Arbeit; können als »Entfremdung vom Leben« bezeichnet werden, Marx hat den Begriff »entfremdete Arbeit« als die Entfremdung des Menschen vom Produkt der Arbeit, von der Arbeit selbst, von seinem Gattungswesen und als Entfremdung des Menschen von dem Menschen bestimmt.[1]

Und Shigeru Iwasa zieht daraus die Schlußfolgerung, daß sich der Mensch von seiner Lebenstätigkeit und somit von sich selbst entfremdet. Die Überwindung dieser Entfremdung sei folglich eine sehr wichtige Aufgabe der Gegenwart. Er führt weiter aus:

Eine Voraussetzung für diese Überwindung besteht darin, dem Individuum bewußt zu machen, daß es sich durch Konsumtion um der Konsumtion willen nicht bestätigen und kein erfülltes Leben führen kann. Das bedeutet eine Veränderung der Wertvorstellungen. Diese Veränderung kann nur im weiteren Fortgang des Kampfes für die Beseitigung der entfremdeten Lebensbedingungen vonstatten gehen.

Wie sollten nun die Lebensbedingungen verändert werden?

In diesem Kampf werden erstens neue Beziehungen einer demokratischen Zusammengehörigkeit und Solidarität der daran beteiligten Individuen und eine neue, sich auf das Prinzip der Gemeinschaftlichkeit stützende Lebensweise geschaffen. In diesem Kampf kann auch die Entfremdung im Konsumleben überwunden werden. Zweitens wird durch diese Entwicklung den Individuen die Gelegenheit gegeben, die manipulierten Bedürfnisse einer nur dem Profitstreben der Freizeitindustrie dienenden Konsumtion zu überwinden.
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Die Umgestaltung der entfremdeten Lebensbedingungen und die Überwindung des entfremdeten Konsumlebens sind also als eine Einheit zu fassen. Und damit ist dieser Prozeß selbst nichts anderes als die Bildung des Subjekts, das die Entfremdung überwindet. In einem hochentwickelten kapitalistischen Land wie Japan ist es vor allem praktisch wichtig, das Subjekt herauszubilden, das die Entfremdung vom Leben überwindet und die Wirklichkeit verändert. Dieses Subjekt bildet sich im täglichen Leben durch Zusammenwirken und Solidarität der Individuen im schöpferischen Prozeß der Gestaltung und Entwicklung ihrer eigenen Lebensweise.

[1] Karl Marx, Ökonomisch-philosophische Manuskripte. In: MEW, Bd.40, S.517/518.

Quelle:
Shigeru Iwasa, Die Lebensweise der Menschen und ihre Dialektik. In: Marxistische Dialektik in Japan, Dietz Verlag, Berlin, 1987, S.153-167.

Anmerkung:
Diese Erkenntnis ist nicht neu, und daß das nicht von selbst geschieht auch nicht. Die – zugegeben – etwas verknappte Wiedergabe dieses Textes zeigt einmal mehr, daß es nicht nur darauf ankommt, die Welt zu interpretieren, sondern sie zu verändern – was freilich bei weitem nicht nur die „Freizeitindustrie“ betrifft. Und wahrscheinlich werden auch die japanischen Philosophen dereinst aus ihrem Elfenbeinturm der höheren Weisheit hervorkommen, nämlich dann, wenn die Wirklichkeit, aber auch das neu entstehende Bewußtsein der Menschen sie dazu zwingen.
(Bilder: New Orleans, eine verlassene Stadt in den USA)

Warum der Faschismus auf fruchtbaren Boden fällt…

Mit dem Sieg der Sowjetarmee am 8. Mai 1945 endete die Nacht des Faschismus in Deutschland. Doch „…der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“ (Brecht), und es ist keineswegs verwunderlich, daß Neofaschisten heute in vielen Ländern Europas erneut einen solchen Einfluß gewinnen konnten. Mehrere Generationen sind seitdem herangewachsen, die diese furchtbare Zeit nicht mehr mehr kannten, ja nicht einmal vom Hören-Sagen. Und diejenigen, die sie erlebten, die unter dem Terror der Nazis litten, sind längst verstorben oder wurden ermordet. Die Geschichtsbücher geben oft nur ein sehr ungenaues Bild dessen wieder, was sich Tag für Tag in diesem Land ereignete, und was die Ursachen dafür waren. Die Verherrlichung der Kriegstechnik und eine Verharmlosung der Verbrechen verdrängte die Schrecken der Verfolgung, der Folter und des Krieges. Falsche Idole der Nazis ersetzten wahres Heldentum, wie beispielsweise den heldenhaften Kampf der sowjetischen Soldaten um den Sieg über den Faschismus. Vergessen scheint der faschistische Terror der Nazizeit, die Verfolgung und Ermordung von Kommunisten und Gegnern des Naziregimes, die massenhafte Vernichtung von Juden und Angehörigen anderer Nationalitäten in den faschistischen Konzentrationslagern, der heimtückische Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion, die Verbrechen der SS und der Wehrmacht in der Ukraine, in Belorußland und anderswo, vergessen scheint das unermeßliche Leid, welches der deutsche Imperialismus über die Völker Europas brachte. Und vergessen ist offenbar auch das Urteil von Nürnberg, nach dem schließlich einige der Hauptkriegsverbrecher verurteilt und hingerichtet wurden. Im Jahre 1984 schrieb der DDR-Historiker Dr.phil.habil. Joachim Petzold das folgende über dieses

„Regime des Verbrechens“

Als Begleiterscheinung des Imperialismus unter den Bedingungen der allgemeinen Krise des Kapitalismus gehört der Faschismus zu den generellen Fäulniserscheinungen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Deshalb darf eine wissenschaftliche Faschismusanalyse nicht von einer einzelnen Wirtschaftskrise ausgehen, sondern muß stets das ganze aus den Fugen geratene gesellschaftliche Gefüge und die Möglichkeit von Alternativen im Auge behalten. Zudem hat nicht immer und nicht überall eine Verschlechterung der Wirtschaftslage die Faschisten zum Zuge kommen lassen.
Anfang SASo begann es (Aufmarsch der SA und SS in Braunschweig 1933)

Ist der Faschismus eine zwangsläufige Erscheinung?

Die Errichtung faschistischer Diktaturen erklärt sich zwar aus dem Wesen des Imperialismus, aber es handelt sich dabei nicht um gesetzmäßige Unvermeidlichkeiten, die so in der monopolkapitalistischen Wirtschaftsbasis verankert wären, daß man sich, solange die kapitalistische Gesellschaftsordnung besteht, damit abfinden müsse. Selbst im Lager der Bourgeoisie sind die Meinungen über die Zweckmäßigkeit faschistischer Herrschaftsformen geteilt; denn auf die Dauer wurden damit nur, wie sich herausstellte, schlechte Erfahrungen gesammelt.

USA, Frankreich und Deutschland im Vergleich

Schon während der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1933, auf die in vielen kapitalistischen Ländern eine langanhaltende Wirtschaftsstagnation folgte, kam es zu ganz unterschiedlichen Entwicklungen. In den USA vermochten sich 1933 unter dem Eindruck des ökonomischen Kollapses Franklin Delano Roosevelt und seine Anhänger durchzusetzen und die Ära des New Deal einzuleiten. Sie verblieb zwar ganz im Rahmen kapitalistischer Reformpolitik, war aber dennoch eine Voraussetzung für die Teilnahme der USA an der Antihitlerkoalition. In Frankreich, das später als Deutschland von der wirtschaftlichen Depression erfaßt und schon stark von der alle Franzosen beunruhigenden deutschen Entwicklung beeindruckt wurde, erstarkten die Linksparteien, und es formierte sich die Volksfront. Selbst in Deutschland wirkte sich die Weltwirtschaftskrise nicht ausschließlich in einem politischen Rechtstrend aus. Es kam auch zu einem Erstarken der Kommunistischen Partei. Die Bedingungen waren allerdings höchst ungleich. Während die Nazis vielfältige Unterstützung und Förderung erfuhren und über große Geldmittel verfügten, wurden die Kommunisten in jeder Hinsicht von den Staatsorganen und den Regierungsparteien der Weimarer Republik bekämpft.

Der Faschismus hätte gestoppt werden können!

Nicht die Wirtschaftskrise allein war verantwortlich für den Aufstieg und den Sieg des Faschismus. Es gibt keine Automatik, daß die politische Entwicklung bei wachsenden Krisenerscheinungen unweigerlich zu faschistischen Bewegungen und faschistischen Diktaturen führen muß. Es war und ist unwissenschaftlich und politisch schädlich, wenn der fatalistische Eindruck erzeugt wird, man sei letztlich gegen die angebliche Kausalkette Wirtschaftskrise – Arbeitslosigkeit – Aufstieg und Herrschaft der Faschisten ohnmächtig gewesen. Der Faschismus hätte entweder schon im Keime erstickt oder auf dem Wege zur Macht gestoppt werden können.

Wer wählte die Nazipartei?

In der Diskussion über die Verantwortung für die Errichtung der faschistischen Diktatur spielt die Frage eine große Rolle, ob die Hitler-Regierung legal, das heißt verfassungsgemäß, zustande gekommen wäre. Mitunter wird sogar behauptet, das deutsche Volk habe Hitler an die Macht gewählt. Wir wollen zunächst erst einmal untersuchen, welche Bevölkerungsschichten vor 1933 bei Wahlen ihre Stimme bevorzugt der Nazipartei gegeben haben. Eine derartige Wahlanalyse ergibt folgendes Bild: Es waren vor allem die ländlichen Gebiete Nord- und Ostdeutschlands, in denen die Propaganda der Nazis verfing und die ihnen Rückhalt gaben. In den Großstädten und Industrieregionen dominierten dagegen, von einigen Gebieten mit dezentralisierter Leicht- und starker Heimindustrie abgesehen, weiterhin die Arbeiterparteien (…) Hitler war sich wohlbewußt, daß er sein ursprüngliches Ziel und seinen eigentlichen Auftrag, in die Jahre der Inflation sozial Entwurzelten, bei Bauern, Kleinbürgern und sonstigen Gruppen der Bourgeoisie, also den traditionellen Wählerkreisen bürgerlicher Parteien zu erzielen vermochte. (…)
NürnbergNazi-Parteitag in Nürnberg 1938

Warum war das der Fall?

Die Menschen auf dem Lande und in den kleinen Städten litten ebenfalls schwer unter der Wirtschaftskrise. Wenn fast die Hälfte aller Arbeiter ohne Verdienst war, konnte sie auch nur ein Minimum der ländlichen und handwerklichen Produkte kaufen. Infolgedessen fanden die Bauern keinen Absatz für ihre Erzeugnisse, die sie schon in besseren Wirtschaftszeiten angesichts billiger Einfuhren und begrenzter Kaufkraft nur selten vorteilhaft vermarkten konnten Die Agrarpreise sanken zum Teil weit unter die Herstellungskosten und viele Bauernwirtschaften gerieten derart in die roten Zahlen, daß sie oft zu einem Spottpreis versteigert werden mußten. Nicht anders erging es vielen kleinen Gewerbetreibenden und Geschäftsleuten in den Städten. Sie waren auf die Arbeiter und Bauern angewiesen. Deren katastrophal gesunkene Kaufkraft führte zwangsläufig zu Konkursen und Geschäftsaufgaben.

Die raffinierte Demagogie der Nazis fällt auf „fruchtbaren Boden“

Diese Situation konnten die Nazis ausnützen. Ihre raffinierte Demagogie, die vor antikapitalistisch klingenden Parolen nicht zurückschreckte, die aber insgesamt doch den kleinbürgerlichen und bäuerischen Eigentumsvorstellungen entsprach, fand angesichts der politischen Unerfahrenheit, und dem geringeren Bildungsstand auf dem Land und in den kleinen Städten Zustimmung. Die konservativen Parteien, ihre Presse, Kirche und Schule hatten dafür den Boden bereitet. Verhängnisvoll wirkte sich aus, daß von den Arbeiterparteien die politische Arbeit in den Agrarregionen lange vernachlässigt wurde. Die These Lassalles, wonach die Bauern eine einzige reaktionäre Masse darstellten, war insbesondere in der Sozialdemokratie lebendig und wurde erst von den Kommunisten schrittweise überwunden.

Ein Volk von „Mitläufern“ und „Getäuschten“?

Es war schließlich keineswegs unvermeidlich, daß die Menschen territorial so unterschiedlich auf die faschistische Propaganda reagierten. Sicher gab es viele, die sich von der faschistischen Diktatur persönliche Vorteile versprachen und die auch nichts gegen einen neuen Raubkrieg einzuwenden hatten. Gerade die Söhne von Großbauern, die nicht den Gutshof erben konnten, träumten von Landbesitz und liehen den Naziversprechungen von Landeroberungen im Osten willig ihr Ohr. Auch vielen Geschäftsleuten war es höchst willkommen, wenn durch eine rigorose Wiederaufrüstung Hitler – wie es rechtfertigend hieß – »den ‚kleinen Leuten‘ etwas zu verdienen gab«. Das materielle Interesse vieler Nazianhänger soll also keineswegs bestritten werden, aber insgesamt hätte der größere Teil der NSDAP-Wähler entsetzt reagiert, wenn er die Konsequenzen seiner Entscheidung bedacht und durchschaut haben würde. Auf jeden Fall ist es ein großer Unterschied, ob jemand von der Nazipropaganda getäuscht seine Stimme der Nazipartei gab oder ob er die Hitlerclique systematisch förderte und unterstützte, damit sie ihren Volksbetrug begehen konnte.

Riesensummen für die SA, und um die Jugend zu ködern…

Wo aber kamen die Millionen Mark her, mit denen Millionen Wähler mobilisiert wurden? Die faschistische Demagogie konnte nur zu voller Wirkung gelangen, weil die Nazis über die finanziellen und technischen Mittel verfügten, um sie zu verbreiten. Ein Heer von Rednern zog buchstäblich von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt. Riesensummen verschlang auch die SA. Sie war einheitlich uniformiert und versuchte, Arbeitslose durch kostenlose Essenausgabe und andere Vergünstigungen zu ködern. Man unterhielt Reiterstaffeln, ein Kraftfahrerkorps und sogar Flugzeuge sowie spezielle Jugendorganisationen im Rahmen der sogenannten Hitlerjugend.

Woher kam das Geld der Nazis?

Viele bürgerliche Faschismusforscher versuchen den Eindruck zu erwecken, das Geld hätten die Nazis allein durch Mitgliedsbeiträge und Straßensammlungen aufgebracht. Selbstverständlich hat das eine Rolle gespielt, zumal die NSDAP eine Millionenpartei wurde und viele vermögende Mitglieder in ihren Reihen zählte. Aber ohne großzügige Spenden ihrer monopol- und agrarkapitalistischen Hintermänner konnte die Nazipartei wie jede andere bürgerliche Partei) nicht auskommen. SPD und KPD hatten auch viele Parteimitglieder und Sympathisanten. Ihre finanziellen Mittel reichten jedoch nicht im entferntesten an das heran, was die Nazis einzusetzen vermochten. Beispielsweise war es Hitler möglich, Wahlkampagnen 1932 mit einem Flugzeug zu bestreiten.
MillionenFoto-Montage von John Heartfield für die Titelseite der „Arbeiter-Illustrierten-Zeitung“ vom 16.10.1932

War die NSDAP eine antikapitalistische Partei?

Die zusätzlichen Geldquellen der Nazis wurden natürlich sorgsam verschleiert. Eine sich antikapitalistisch gebärdende Partei durfte sich doch nicht als Empfänger kapitalistischer Spenden bloßstellen. Auch die Unternehmer hatten kein Interesse daran, in der Öffentlichkeit als Förderer parteipolitischer Aktivitäten zu erscheinen. Die Skandale um den Flick-Konzern, der wie eh und je Parteien und Politiker besticht, um zuverlässige Interessenvertreter zu besitzen und sich selbst Millionenvorteile zu verschaffen, hatten schon 1932 viel Staub aufgewirbelt und zur Vorsicht gemahnt. Man bemühte sich, die zur Förderung der NSDAP geschaffenen Fonds zu tarnen und sich nicht durch schriftliche Vereinbarungen der Gefahr von Enthüllungen auszusetzen. (…)

Millionenspenden von Industrie- und Finanzkapital

Die Antwort auf die Frage, woher die Millionen Mark kamen, um Millionen Wähler zu gewinnen, ist aufschlußreich für den Klassencharakter der Nazibewegung und den Klassenstandpunkt der jeweiligen Faschismusforscher. (…) Von Anfang an wurde die Nazipartei in vielfältiger Form durch Geschäftsleute, Industrielle und Bankiers finanziell unterstützt. Zunächst sorgte der Alldeutsche Verband für die Geldvermittlung. Namhafte Spenden kamen vom bayrischen Industriellenverband.

Auch der mächtigste und verschlagenste aller Ruhrindustriellen, Hugo Stinnes, der in der Novemberrevolution für die Bildung eines Millionenfonds zur Bekämpfung des Bolschewismus gesorgt hatte, griff tief in seine Tasche, wenn es um die Förderung faschistischer Aktivitäten ging. Reiche russische Emigranten, die Hitlers Absicht, »nach Osten zu marschieren«, begeistert begrüßten, steuerten das ihrige bei. Der holländische Ölmilliardär Sir Henry Deterding, dessen Gesellschaften British Shell Company und Royal Dutch den Verlust der Ölfelder von Baku beklagten und sich besonders für einen antisowjetischen »Kreuzzug« interessierten, war so von den Nazis begeistert, daß er ihnen nicht nur Geld gab, sondern sich auch während der Nazizeit in Mecklenburg niederließ.
EndeSo endete es (Massengrab des KZ Bergen-Belsen)

Quelle:
Joachim Petzold, Regime des Verbrechens, Staatsverlag der DDR, Berlin 1984, S.44-53

Anmerkung:
Es dürfte kein Zweifel daran bestehen, daß gerade die Kommunisten als erste darauf aufmerksam machten, daß der Faschismus eine Erscheinungsform des spätbürgerlichen Imperialimus ist. So stellte die Kommunistische Internationale bereits 1933 fest:
„Der Faschismus an der Macht ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapital.“
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und so waren es auch die Kommunisten, welche als erste ins Visier dar Nazis gerieten, die verfolgt und ermordet wurden. Wer dies leugnet, und wer hier von „rechtem und linkem Extremismus“ spricht, der macht sich der Geschichtsfälschung schuldig. Ebenso absurd ist auch die Behauptung einiger BRD-Historiker, die Unterstützung des Faschismus durch die deutsche Schwerindustrie (wie Thyssen und Krupp) und die Banken und Großfinanziers sei als „wenig bedeutend“ zu betrachen.

In der heutigen Zeit kommt noch hinzu, daß die Bevölkerung der BRD, wo es nie eine antifaschistisch-demokratische Umwälzung (wie etwa in der DDR) gegeben hat, seit Gründung dieses Staates stets auch unter dem Einfluß des braunen Ungeistes stand. Die BRD war nie ein antifaschistischer Staat – und ist es auch heute nicht. Wie sollte es auch anders sein, denn die Monopolherren von damals sind im wesentlichen die gleichen. Nur die Massenmedien sind heute weitaus perfekter auf die Entstellung und Fälschung der historischen Wahrheit und die Verleumdung des Sozialismus ausgerichtet. Damit nur ja keiner auf die Idee kommt, der Sozialismus (mit Marx, Engels, Lenin und Stalin usw.) sei eine Alternative. Deshalb fällt der Faschismus in der BRD und anderen kapitalistischen Ländern auch heute wieder auf fruchtbaren Boden!

Siehe auch:
Von Leipzig nach Nürnberg
Wie kam es zum Faschismus in Deutschland?
Das Proletariat und die westdeutschen Eliten (Braunbuch)