Die Kriegsschuld Deutschlands und die Mitschuld des deutschen Volkes

Am 7. Mai 2011 jährte sich zum 66. Male der Tag der Befreiung der Menschheit von den Schrecken des Faschismus – das Ende des 2. Weltkriegs: Ruinen, Schutt und Asche, zerstörte Städte, verwüstete Landschaften, eine desorganisierte und gelähmte Wirtschaft, Millionen und Abermillionen Tote. Millionen wurden in tiefste Not und größtes Elend gestoßen.

Wer trägt die Schuld an dieser Katastrophe?

In einem Aufruf des ZK der KPD vom 11.Juni 1945 heißt es:
AufrufWie kam es zum Faschismus?

Als die herrschenden Kreise der bürgerlich-parlamentarischen Staatsordnung in Deutschland keine ausreichende Gewähr mehr sahen, die revolutionären Kräfte niederzuhalten und ihnen ihr Streben nach Maximalprofit und nach Machtausdehnung gefährdet erschien, begannen sie, eine faschistische Diktatur zu errichten. Die monopolistischen Rüstungsindustriellen, die Großindustrie und die reaktionären, feudalen Großgrundbesitzer, die Hitler 1933 an die Macht gebracht hatten, sorgten nun auch im Inneren des Landes dafür, daß sich die Naziideologie ungehindert ausbreiten konnte und das deutsche Volk auf den totalen Krieg vorbreitet wurde.

Kriegsvorbereitungen in Deutschland nach 1933

a) militärisch: Nach 1933 begann die fieberhafte Aufrüstung. 90 Mrd. Reichsmark wurden bis 1939 für die Rüstung ausgegeben, Wehrmacht, Reichsarbeitsdienst und militaristische Jugenderziehung erfaßten alle Bereiche des täglichen Lebens. Eine Mitgliedschaft in der Hitlerjugend, im Bund Deutscher Mädchen oder in anderen Wehrorganisationen war für Jugendliche kaum zu umgehen. Am 16. März 1935 wurde die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt.

b) wirtschaftlich: Mit der Machtübernahme durch Hitler wurde die gesamte Wirtschaft auf den totalen Krieg umgestellt. Es wurde die Arbeitsdienstpflicht eingeführt, die Betriebe wurden auf Rüstungsproduktion umgestellt und die Lebenshaltung des Volkes wurde eingeschränkt: „Kanonen statt Butter!“

Import kriegswichtiger Stoffe (monatlich):
1932: 115 Mio. RM
1936: 155 Mio. RM
Buttereinfuhr (monatlich):
1929: 136.000 Tonnen
1936: 75.000 Tonnen

c) politisch: In der Öffentlichkeit sprachen Hitler und andere Vertreter des Naziregimes von der „Ankurbelung der Wirtschaft“ und „Überwindung der Arbeitslosigkeit“, vom „aufrichtigen Friedenswillen“ der Regierung. Das blieb nicht wirkungslos, da die große Masse des Volkes noch unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise zu leiden hatte. Presse, Rundfunk, Film und Theater wurden gleichgeschaltet, durch sog. „Notverordnungen“ wurde der staatliche Terror legalisiert, und es begann eine wilde Verfolgung der Juden. Alle nichtfaschistischen Organisationen wurden ausgeschaltet, fortschrittliche Gedanken sollten „ausgemerzt“ werden, und es wurde damit begonnen, insbesondere die Jugend auf den Krieg vorzubereiten. Stalin schilderte auf dem 18. Parteitag der KPdSU die Verwerflichkeit einer solchen Politik.
St18Pttgd) ideologisch: Hitler hatte verkündet, er werde den „ewigen Germanenzug nach dem Süden und Westen Europas“ stoppen und den Blick „nach dem Land im Osten“ richten. Er strebte die Eroberung der Sowjetunion an. Der Völkische Beobachter schrieb am 18. Oktober 1941: „Selbstredend soll der deutsche Soldat an der Ostsiedlung beteiligt sein. Die wirtschaftlichen Bedingungen für die Ostsiedler werden besonders günstig sein.“

e) diplomatisch: Nach 1933 begann die deutsche Diplomatie systematisch die Vorbereitung der Aggression: Austritt aus dem Völkerbund (1933), Militärbündnis mit Italien und Antikominternpakt Deutschl.-Italien-Japan (1936-37), der „Anschluß“ Österreichs (1938), das Münchner Abkommen Deutschl.-Italien (1938) mit der Zerschlagung und Annexion der Tschechoslowakei, die deutsche Beschwichtigungspolitik im Verbund mit den Westmächten usw.

Im Jahre 1941 begann der Überfall auf die Sowjetunion.

Aufgrund ihrer drückenden Übermacht stieß die deutsche Wehrmacht in weite Teile der Sowjetunion vor. In maßloser Fehleinschätzung verkündete Anfang Oktober der Völkische Beobachter:
Feldzug
Nach der verheerenden Niederlage der Wehrmacht in Stalingrad rief Goebbels 1943 im Berliner Sportpalast: „Wollt ihr den totalen Krieg?“ und die Massen schrieen: „Ja!“

Die Mitschuld des deutschen Volkes

Diese Mitschuld beginnt nicht erst 1933. Die Deutschen folgten schon im 1. Weltkrieg willig den Kriegstreibern. Begeistert waren die jungen Männer 1914 in den Krieg gezogen. Zu Tausenden fielen sie in Langemark, Verdun und Ypern…
1. Unterstützung der Nazipolitik: 1932 stimmten 10 Millionen Deutsche völlig freiwillig für die Nazipartei, obwohl das deustche Volk gewarnt wurde: „Hitler bedeutet Krieg!“
2. Billigung der nazistischen Raubideologie: Obwohl die Nazis nmach der Machtübernahme keinen Hehl aus ihren Raubabsichten machten und offen mit den Kriegsvorbereitungen begannen, hat die Mehrheit des deutschen Volkes diese Raubpolitik Hitlers unterstützt.
3. Bestechung der Volksmassen durch die Nazis: Das Volk ließ sich auf verschiedne Weise von den Nazis bestechen.

a) Arbeitsbeschaffung duerch Rüstung und Krieg. Obwohl die Arbeitsbeschaffung („Vierjahrespläne“) offensichtlich der Kriegsvorbereitung diente, waren breite Schichten des Volkes mit dieser Arbeitbeschaffung zufrieden.
b) Siedlungsland in den besetzten Ländern. Den Soldaten wurde Siedlungsland versprochen, sie konnten in den Kasernen bei ihrem Einrücken entsprechenbde Anträge stellen.
c) Ernährung des deutschen Volkes auf Kosten der unterdrückten Völker. Goebbels erklärte: „Wir kämpfen für einen gutgedeckten Frühstsückstisch.“ Göring: „Wenn gehungert werden soll, dann nicht bei uns!“ Das deutsche Volk hat in dem 2.Weltkrieg trotz seiner längeren Dauer weniger gehungert als in den Jahren 1917-18, aber in den von Hitler besetzten Ländern starben täglich unzählige Menschen Hungers.
d) Unterwerfung unter den Terror der Nazis. Das deutsche Volk leistete keinen Widerstand gegen die Gestapo und die SS, die es zur Fortsetzung des längst verlorenen Kriegs zwangen. Die deutschen Soldaten verübten Grausamkeiten „auf Befehl“.

Dennoch:
KampfWelche Rolle spielten die deutschen Kommunisten?

Die Kommunistische Partei war die einzige Partei, die keinerlei Kompromisse mit den Nazis einging und stets den Kampf gegen Faschismus und Krieg geführt hat. Tausende deutscher Kommunisten wurden von der Gestapo verhaftet, gefoltert und in den Konzentrationslagern der Nazis ermordet. Darunter auch der Vorsitznde der KPD Ernst Thälmann. Dennoch trifft auch die Kommunisten eine gewisse Mitschuld. In ihrem Aufruf des ZK der KPD vom 11. Juni 1945 erklärte die Kommunistische Partei:
SchuldIm Resüme des 2. Weltkriegs (1939-1945)

Der Krieg forderte 55 Millionen Tote. Mit über 20 Millionen Toten , 1.700 zerstörten Städten, 70.000 verwüsteten Dörfern brachte die UdSSR die größten Opfer. Fast 11 Millionen Menschen wurden in faschistischen Konzentrationslagern ermordet. Die direkten Kriegsausgaben betrugen etwa 935 Milliarden Dollar.

———————————————————————-
Literatur:
(1) Die Kriegsschuld Deutschlands, Herausg. vom ZK der KPD, o.D.
(2) Verfolgung, Vertreibung, Vernichtung. Dokumente des faschistischen Antisemitismus 1933-1942, Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, 1983.

Vortragsdisposition
Das ist die oben zitierte
Vortragsdisposition des ZK der KPD

Anmerkung:
Wer heute von „Aufarbeitung der Geschichte“ spricht, und glaubt, die Nazi-Kriegsverbrecher den ehemaligen Mitarbeitern des MfS der DDR gleichsetzen zu müssen, der betreibt eine Geschichtsfälschung, die der verlogenen Ideologie der Nazis in keiner Weise nachsteht. Wie es um die tatsächliche „Aufarbeitung der Geschichte“ bestellt ist, zeigt die hier aufgeführte Korrespondenz
(http: //www. systemkritik.de/bmuhl/forschung/brd/jugendamt_muenster_fall_haase
/pc_beschlagnahme/ns_fahndung/Belohnung_NS_Verbrecher.html – die Quelle zu diesem Link wurde offenbar von der Zensur oder per juristischer Verfügung gelöscht.)
Um einen besseren Einblick zu bekommen, empfiehlt es sich, das Braunbuch „Kriegs- und Naziverbecher in der Bundesrepublik“, erschienen im Staatsverlag der DDR, 1965, zu Rate zu ziehen.

Siehe auch:
22. Juni 1041 – Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion
Wofür führte Hitler Krieg?
Sowjetunion: Der Große Vaterländische Krieg
Sie werden es nicht verstehen, diese bürgerliche „Historiker“…

20 Gedanken zu “Die Kriegsschuld Deutschlands und die Mitschuld des deutschen Volkes

  1. Hallo Genosse Norbert,
    Noch so eine „Dienstleistung“ von Blogger: Ich wäre bis heute in meine Leseliste nicht verständigt worden über deine zwei jüngste Beiträge vom 27.Mai, also 4 Tage zurück, wenn ich selbst nicht in „Sascha’s Welt“ mal gucken gegangen wäre! Erst nachdem wurde es sichtbar mit der falscher Meldung „gepostet vor 7 Minuten“!!! Posts von andere Menschen werden problemlos gleich bekannt gegeben. Ob da Absicht dabei ist, kann man nur raten, vermuten. Jedenfalls: Doof ist es!
    Mit sozialistischen Gruß,

    Nadja

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  2. Hallo Nadja,
    Danke für Deine Nachricht. Ich denke blogger reagiert nicht „automatisch“ sondern wird auch in gewisser Weise „gesteuert“. Bestimmte sozialkritische Beiträge lieben die nämlich gar nicht.

    Jedenfalls ist es mehr als nötig, in tausenderlei Form und mit vielen kleinen (auch noch so unscheinbaren) Beiträgen gegen die altbekannten und immer wieder neuen Lügen anzukämpfen.

    Gegen den Geschichtsrevisionismus muß man ankämpfen! Denn es kommt eine neue Generation, die davon so gut wie nichts weiß, und die den Sozialismus nicht mehr erlebt hat. Unsere Bücher verschwinden aus den Regalen – und was bleibt, sind die Millionenauflagen der Fälscher wie Volkogonov, Conquest, Resun, Radzinski, Courtois und weiß der Himmel wer noch. Es ist wichtig klarzustellen, wie es zu diesen Betrug beim XX.Parteitag der KPdSU kam, und welche Folgen das hatte. Aber es handelt sich eben nur um eine zeitweilige Niederlage und nicht um „die Jahrhundertniederlage“, wie manche das resignierend gerne sehen möchten. Und es trifft zu, was Erich Honecker vor fast 20 Jahren schrieb:

    „Die deutsche Arbeiterklasse hat unter Führung ihrer marxistischen Partei, der ersten vereinigten Arbeiterpartei, das Wagnis unternommen, den Vorstoß in Neuland der Geschichte der Menschheit zu unternehmen. Sie wird es wieder wagen. Auch wenn es lange dauern sollte: ES WIRD SEIN.“ (E.Honecker, Zu dramatischen Ereignissen, Runge Verlag Hamburg, 1992, S.78)

    Rote Grüße!
    Norbert

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  3. Ich denke der Artikel ist sehr gut. Jetzt das aber: es zeugt von der aleinigen Schuld Deutschlands wie sie von der westalliierte Seite allen eingeredet wird. Sicher sind die Handlanger in erster Linie Schuld am 2. Weltkrieg, aber das Werkzeug braucht eine Hand und einen Kopf der es lenkt, aber man sollte und darf nicht die vergessen die die Fäden, das Geld, die politische Unterstützung leisteten. Durch den Raubfrieden nach dem 1. WK wurden die Weichen für den 2. WK gestellt und Deutschland in einen neuen Krieg getrieben und ermuntert. Dies bezeugen Aussagen von Politikern zur damaligen Zeit. Auch die Bemühungen der UdSSR dem einen Riegel vorzuschieben wurden von Seiten der Westmächte hintertrieben und separate Vereinbarungen geschlossen um Deutschland in östliche Richtung zu lenken. Das dies nicht funktionierte hat man erlebt. Was ich damit meine, Deutschland trägt nicht die alleinige Schuld. Auch wenn es den Menschen so ins Gehirn gebrannt werden soll und scheinbar auch wurde.

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    1. Es geht hier nicht um Deutschland, Hongkong oder China. Der Artikel entstand etwa im Jahre 1945 – da war die Frage noch lange nicht klar, welche Rolle Deutschland künftig spielen würde. „Deutschland“ hatte den Krieg verloren – so sagte man. Und es war noch lange nicht allen klar, wer die Deutschen in diesen Krieg geschickt hatte. Es war nicht ein Hitler oder ein Sonstwer – es war der deutsche Imperialismus, der diesen Krieg angezettelt hatte. Man mußte den Deutschen damals klarmachen, daß sie den falschen Führern gefolgt waren. Sie mußten lernen, daß sie selbst es waren, und nicht „die Engländer“, „die Russen“ oder „die Franzosen“, denen man versuchte die Schuld in die Schuhe zu schieben. Welcherlei Gründe die Hitler oder wer auch immer nannten – schuld an diesem Krieg war der d e u t s c h e Imperialismus!!! (Unerheblich, ob alleinig oder nicht!)

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      1. Auch dies scheint nicht klar zu sein, nicht nur Deutschland hat den Krieg verloren auch Österreich, Spanien, Italien, Rumänien, Finnland, Japan, Frankreich und und und

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  4. Am 28. Juni 1919 unterzeichneten die Vertreter Deutschlands den Friedensvertrag von Versailles. Dieser Raubvertrag wurde mit seiner ganzen Last auf die Schultern der deutschen werktätigen Massen abgewälzt. Er bürdete dem Volk das doppelte Joch sowohl der deutschen als auch der englischen, französischen und amerikanischen Imperialisten auf. Lenin kennzeichnete den Vertrag mit der Feststellung, daß er „hunderte Millionen von Menschen unterjocht“ und das deutsche Volk “ den Bedingungen einer unerhörten, beispiellosen Versklavung“ ( Lenin,Werke,4.Auflage,Bd.31,S.281-282) aussetzt. Der Vertrag wurde ohne die Teilnahme Sowjetrußlands und gegen Sowjetrußland abgeschlossen.
    – 1921 bis 1923 verschärfung der Lage durch außenpolitische Komplikationen
    – Mai 1921 Reparationen wurden auf 132 Mrd.RM
    festgesetzt
    – März 1922 forderten die Westmächte die Errichtung der Finanzkontrolle über Deutschland; dies bedeutete die völlige wirtschaftliche Versklavung des Landes
    -16. April 1922 Vertrag von Rapallo mit der Sowjetrußland (erkennt die Souveränität beider Staaten an) und bot Deutschland den Ausweg aus seiner Isolierung
    – 11. Januar 1923 Besetzung des Ruhrgebietes durch Frankreich und Belgien, das Bedeutete das Dt. 88% seiner Kohlenförderung verlor.
    -Dies führte wiederum zur steigenden Arbeitslosigkeit 5 Mio.

    das erst mal, es ist umfangreicher als gedacht; ich mach nen extra Blog

    Proletarier aller Länder vereinigt euch

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  5. Schon dein Titel: „Die Kriegsschuld Deutschlands und die Mitschuld des deutschen Volkes“ enthält unlogische Verallgemeinerungen: „Deutschland“ ist wie meistens zu abstrakt und müsste hier heissen „die diktatorische Regierung Deutschlands“. Ebenso ist „das deutsche Volk“ unlogisch. Es gab und gibt kein „deutsches Volk“ als eine homogene größte Partei oder Gewerkschaft, die gegen die Regierung antreten oder einen Krieg erklären bzw. beenden könnte. Bei den sogenannten „freien und demokratischen“ Wahlen gibt die Population die Macht an die Regierung ab, die dann leider einen Krieg erklären oder sich in einen verwickeln lassen kann. Einen „Weltkrieg“ kann nur „die Welt“ erklären, damals England und Frankreich samt Kolonien, von denen sie einige immer noch haben.

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    1. Danke für den Kommentar. Das ist richtig. Aber man muß den Text auch zu Ende lesen. Daraus geht eindeutig hervor, wer gemeint ist. Dieses kleine Heftchen, herausgegeben vom ZK der KPD kurz nach dem Ende des 2.Weltkriegs, bezieht sich ganz bewußt auf die Situation nach dem Kriege, und auf das gesellschaftliche Bewußtsein jener Zeit. Man muß die Dinge immer in ihrem historischen Zusammenhang betrachten. Das ist keineswegs „unlogisch“. Man sollte sich hier also jeglicher Besserwisserei enthalten.

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  6. Bei diesem Aufruf der KPD vom 11. Juni 1945 handelte es sich nicht um einen Aufruf an überzeugte Kommunisten, Marxisten-Leninisten, welche sich damals ebenso über die komplexen Hintergründe dieses erneuten imperialistischen Völkerschlachtens im Klaren gewesen sein dürften wie viele von uns heute.
    Dieser Appell richtete sich doch in erster Linie an die Masse der Verführten, Verdummten, Manipulierten, am Ende des Krieges Verzweifelten, Demoralisierten und Hoffnungslosen.
    Blogger „stalin“ hat vollkommen Recht, wenn er die von den Westalliierten und späteren Revisionisten in Umlauf gebrachte Mär von einer Alleinschuld der deutschen Imperialisten für den 2. Weltkrieg ablehnt.
    Wahr ist nur, dass die Imperialisten zunächst Japans, später Italiens und schließlich Deutschlands als erste die Lunte an das Pulverfass eines neuen großen weltweiten imperialistischen Krieges legten, und zwar aus sehr rationalen imperialistischen Motiven heraus.
    Die damalige anglo-amerikanischen Dominanz in der Welt konnte ihnen nicht schmecken, und so sannen sie gemeinsam auf Abhilfe.(rein demagogisch zur Verschleierung der wahren Motive als „Antikommintern“ Pakt bezeichnet.`doch wenigstens die Führung der UDSSR durchschaue diesen Schwindel sehr schnell!)
    Das sollte unbestritten sein.
    Vergessen wir niemals, dass der Genosse Lenin bereits Ende 1914 und dann wieder 1915 vor einem imperialistischen Raubfrieden und einen daraus erneuten, möglicherweise noch viel schliimeren neuen großen (Revance)Krieg warnte für den Fall, dass es dem internationalen Proletariat nicht gelingen sollte, den Imperialismus zu vernichten.
    Nach Bekanntwerden der Verträge von Versailles und Saint Germain geiselte Lenin diese Veträge völlig richtig als Raubverträge.
    Auf den Parteitagen der KPDSU im Januar 1934 und wieder im März 1939 zeigte der Genosse Stalin in seinen Referaten zur außenpolitischen Situation der UDSSR und zur Lage in den kapitalistischen Ländern sehr präzise auf, welche Mächte mit welchen Mitteln und Ambitionen erneut auf einen neuen großen Krieg zusteuerten, wobei er in Bezug auf Deutschland, Italien und Japan zwar von den „besonders aggressiven“ Staaten sprach, doch ebenso die Mitschuld, die eigenen nicht minder schäbigen imperialistischen Interessen der „weniger aggresiven Staaten“ hervorhob.
    Die Genossen Lenin und Stalin waren eben noch richtige Marxisten, echte Schüler des von Marx und Engels begründeten historischen und dialektischen Materialismus.
    Daher waren sie eben in der Lage, eine allseitige zutreffende Einschätzung der äußerst komplexen damaligen imperialistischen Verhältnisse zu geben.
    Inmitten unter Imperialisten, imperialistischen Staaten , also „Haien“(Lenin), Wölfen, gibt es keine „Lämmer“ oder harmlose süsse kleine Rehkitze, sondern eben nur Riesenhaie, Riesenwölfe und eben kleine Haie, kleine Wölfe, oder ebenfalls große hungrige Löwen und solche, welche in letzter Zeit beim allgemeinen imperialistischen Fressen und Ausbeuten zu kurz gekommen sind, von vorherigen günstigen Fress-Arealen vertrieben wurden (Kolonien, Halb-Kolonien),daher folglich mit knurrenden imperialistischen Profit-Mägen nach „Gleichberechtigung“ (Hitler, Duce, Hio Hito)schreien, die Karten letztlich mit Gewalt neu mischen MÜSSEN.
    Und läuft es nicht auch heute wieder so im fernen und Nahen Osten, auf dem afrikanischen Kontinent, prallen nicht wieder große imperialistische Haie und Wölfe aufeinander, aber auch kleinere, bis hinunter zu Schakalen und Hyänen (die kleinen imperialistischen Natiönchen, auch scheinbar „neutrale“!) ?
    Der Genosse Lenin bleibt mit seinen Aussagen vor bald 100 Jahren noch immer brandaktuell, es bleibt für sehr viele Menschen unter dem Imperialismus nach wie vor brandgefährlich.

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  7. Endlich mal ein Kommunist,der nicht nur die paar Dutzend Monopolkapitalisten für alles verantwortlich macht.
    Fast jeder Deutsche und mit diesem System konforme also integrierte Ausländer weiss: Eine Hartz4 Sanktion kann für die Betroffenen bedeuten, dass man unter der Brücke schlafen muss und verhungert. Schon passiert. Ich kenne Notunterkünfte und Obdachlosenheime. Wo sind die 10 Millionen deutschen Demonstranten, oder wenigstens ein Aufschrei ? Anfang Juni wurden in Frankfurt von deutschen feigen, faschistischen Polizeieinheiten bei einer harm- und zahnlosen AntiBankenDemo Demonstranten regelrecht gejagt und übelst misshandelt. Selbst bei Stuttgart21 muss man damit rechnen, als Krüppel zurückzukehren. Eher trifft Dich der Blitz, als das ein uniformierter Mörder in Deutschland bestraft wird. Und das ist gewöhnliche Polizei. SEK oder GSG9 würden noch weitergehen.
    Wenn die Faschisten oder Polizei morgen die Kommunisten holen und zu Tode foltern, wird das deutsche Volk rebellieren ? Falsch wäre es dennoch, die Deutschen einfach abzuschreiben. Aus eigener Erfahrung weiss ich, das man mit knappen Sätzen, guterklärter Logik, bewiesenen Zahlen, Fakten sehr gut gegen den ANTIKOMMUNISMUS überzeugen kann. Vielleicht auch Ansätze einer neuen PERSPEKTIVE erarbeitet. Allerdings nicht mit verwirrenden, kilometerlangen Bandwurmsätzen, wie es die MLPD, Trotzkisten oder Sekten für ein neues Finanzsystem tun.
    Berechtigte Kritik an Lenin/Stalin sollte zugelassen werden. Fidel Castro sagte: Er hat die beiden gelesen, aber ein Kochrezept für den Sozialismus hatten die nicht.

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  8. Rheinlaender (Besucher)
    21. Jun 2013 @ 22:28:23

    „Berechtigte Kritik an Lenin/Stalin sollte zugelassen werden. Fidel Castro sagte: Er hat die beiden gelesen, aber ein Kochrezept für den Sozialismus hatten die nicht.“

    Na ja, ein „Kochrezept“ für alles und jedes hatten weder Marx und Engels, noch Luxemburg, Liebknecht, oder eben Lenin und Stalin.
    Doch einige Erfahrungen haben die mehr als 100 Jahre von Versuchen organisierten Sozialismus schon gebracht, angefangen von der Pariser Kommune bis letztlich hin zum bitteren Ende des realen Sozialismus.
    Es hat sich gezeigt, dass die siegreiche Klasse nach einer erfolgreichen Revolution oder Umsturz höchste revolutionäre Wachsamkeit an den Tag legen muss, den zunächst nur besiegten, aber noch keinesfalls verschwundenen Klassengegener, Feind niemals aus den Augen lassen darf, ihn niemals unterschätzen, ihn stets weiter bekämpfen muss, ob im Inland oder dem Ausland.
    Feind bleibt immer Feind!
    Und das eben hatten die Genossen Lenin und Stalin ohne alle „Kochrezepte“ bestens verstanden, verhielten sich entsprechend.
    Später wurde das alles stillschweigend verdrängt, der Revisionismus fraß sich wie ein schleichendes Gift durch fast alle kommunistischen Arbeiterparteien, mit den bekannten Folgen.
    So sind einfach die Tasachen.

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  9. Danke, Harry. Man kann es nicht treffender sagen!!!

    Aber es gibt ja genügend Leute, die haben weder was von dem einen noch von dem anderen gelesen, aber sie wissen bestens Bescheid. Und sie urteilen, wie es die herrschende Klasse von ihnen verlangt, nämlich:
    – die Menschen sind eben so!
    – der Neid ist das Grundübel (wenn es dem einen gut geht, will der andere es auch haben)
    – nur der Tüchtige überlebt!
    – so war es schon immer und so wird es auch bleiben!
    – wir können ja doch nichts ändern!
    Setz‘ deine Schlafmütze wieder auf, Dummkopf!
    Und schlaf weiter… kann man da nur sagen.

    Mit ein bißchen Geld und ein paar Wahlversprechen kann man doch die Unzufriedenheit im Volk bestens betäuben.

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  10. Bürgerliche Intellektuelle, Medienbüttel, unwissende, naive Schwätzer aller Couleur werden, können, WOLLEN niemals begreifen, dass man eine erfolgreiche Revolution, eine substanzielle Umwälzung niemals ohne einen Felix Dzierzynski, einen Erich Mielke erfolgreich verteidigen kann.
    Nur durchgenallter Quatsch, „irre“?
    Vor einigen Tagen las ich, dass der letzte Verteidigungsminister der DDR, der „christliche“ Pfarrer Rainer Eppelmann schon zu DDR-Zeiten jahrelang Kontakte zur CIA hatte, er deshalb von der schrecklichen „Stasi“ beschattet wurde.
    Der BND der Alt-BRD soll nach eigenen Angaben vor der Konterrevolution in der DDR um die 10 000(!) Zuträger, Informanten gehabt haben.
    Hatte die „Stasi“ also keine guten Gründe für Überwachungen von verdächtigen und spionierenden Bürgern der DDR und ausländischer Staatsangehörigkeit?
    „Überwachungsstaat“ DDR, die „Stasi“….., Grusel, Grusel…, Grusel…

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  11. Interessant! Und wie die Herrschaften sich winden, wenn es um US-Abhörskandale oder noch gewaltiger: um großangelegte britische Spionage geht! Da sind doch die kleinen Fakebook- und Handylauschangriffe nur Kinderkram. Hier geht es um die Milliardenprofite der Großindustrie im feindlich-befreundeten imperialistischen Nachbarland!

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  12. Schon komisch, wie wenige Leute sich einmal darüber Gedanken machen, dass es inzwischen ohne die einstige schreckliche „Bedrohung aus dem Osten“, „Raketenlücken“ aller Art immer mehr Überwachung in den so genannten „Demokratien“ gibt.
    Dies ist schon deshalb erstaunlich, weil wirkliche Revolutionäre in den imperialistischen Hauptländern ja nun wirklich noch nicht in Massen gesichtet wurden.
    Weshalb spricht da niemand so leicht von „Paranoia“ wie im Falle der „Stasi“?
    Alles gezielte Gehirnwäsche, nur Gehirnwäsche!

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