Über die angebliche Alternativlosigkeit

Nun gibt es ja auf dieser Welt immer wieder eine ganze Reihe von „Feststellern“, die auf die unhaltbaren Zustände in unserer derzeitigen kapitalistischen Gesellschaft kritisch hinweisen, und die mitunter sogar einen möglichen Ausweg aus einer scheinbar aussichtlosen Lage anbieten. Das ist jedoch die eine Sache! Eine andere ist es, sich über die Ursachen und Zusammenhänge Gedanken zu machen, um das Übel bei der Wurzel packen zu können. Da kommt man nicht umhin, die gesellschaftlichen Zustände und ihre sozialökonomischen Hintergründe zu beleuchten. In einem der zahllosen Ratgeber-Bücher, mit denen heute der Markt überschwemmt wird, liest man beispielsweise das folgende:
stimme(Quelle: Vernon Coleman, Wie Sie Ihren Arzt davon abhalten, Sie umzubringen, Kopp-Verlag 2006, S.185)

Demnach müssen wir, wie es scheint, mit dieser Situation leben und irgendwie versuchen, damit klarzukommen. Wenn … ja, wenn es nicht schon einmal, und vor gar nicht allzu langer Zeit, eine absolut realistische und ernstzunehmende Alternative zur gegenwärtig vorherrschenden kapitalistischen Gesellschaftsordnung gegeben hätte…

Gerade das Gesundheitswesen in der DDR (und in anderen sozialistischen Ländern) war beispielhaft; nicht nur die legendäre „Schwester Agnes“ auf dem Simson-Moped. Es gab:
– kostenlose medizinische Betreuung für alle Bürger
– keine „Praxisgebühr“ und keine Bevorzugung „privater“ Patienten
– keine Beteiligung an Medikamentenkosten und Heilbehandlungen
– flächendeckende ärztliche Versorgung,
– Polikliniken und Betriebsambulatorien auch in ländlichen Gegenden
– bezahlte Freistellung für Mütter im Krankheitsfall der Kinder
und vieles andere.

Sehr anschaulich ist das nachzulesen in dem Buch „DDR – Realität und Hoffnung“, erschienen 2010 im GNN-Verlag. Dieses Buch sollte man gerade jungen Menschen in die Hand drücken, wenn sie nach einer Alternative zum heutigen Kapitalismus suchen.
DDR Hoffnung
Die Gründung der DDR war ein Wendepunkt in der deutschen Geschichte! Oder um es mit Hermann Leihkauf auszudrücken, der schrieb:

„Nach einer Diskussion mit Westberlinern zur DDR, in der ich die DDR überwiegend mit Fakten charakterisierte, sagte einer der Teilnehmer am Ende der Aussprache: ‚Wenn das alles so war, wie Sie das eben erklärten, dann habe ich nur noch eine Frage: Warum gibt es Euch nicht mehr?‘ Abschließend war dort die Frage nicht zu beantworten.

Ich hätte mit Peter Hacks antworten können, von dem die richtige Feststellung überliefert ist: ‚Es bleibt dabei, daß diese Konterrevolution von außen und von oben angezettelt wurde. Der Staat DDR ist nicht gescheitert. Durch Übereinkunft zwischen Moskau und Washington ist dieser Staat abgeschafft worden. Das eigentliche Volk der DDR hat diese Konterrevolution nicht gewollt.‘ “ (ebd. S.19)

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