Wer beherrscht die Welt?

banca-mundialSeit langer Zeit geistert im allgemeinen Massenbewußtsein die Vorstellung herum, daß die Bankiers in ihrer kleinen Anzahl die Herren über die weltweite Wirtschaftsmacht sind. Über dieses Thema sind vielerlei Verschwörungsideen verfaßt worden. Viele davon gründen sich auf jenen Ausspruch von Baron Edmund von Rothschild (1845-1934), dessen Abdruck auf den 500-Schekel-Scheinen des Staates Israel zu sehen ist und lautet: „Erlauben Sie mir, die Währung einer Nation zu beherrschen. Und ich kümmere mich nicht mehr darum, für wen die Gesetze gemacht werden.“

Die stärksten Finanzkonzerne

Heutzutage läßt uns eine Gruppe von Wissenschaftlern aus der Schweiz mit einem langen, im New Scientist vom 19.10.2011 veröffentlichten Aufsatz wissen, daß 147 Konzerne, insbesondere die Banken an der Wall Street, die Wirtschaft des Planeten Erde beherrschen. Diese empirische Arbeit ist in einem Moment, wo „die Empörten“ der ganzen Welt das weltweite Finanzsystem in den Blickwinkel rücken, kein Detail, welches wir übersehen können. Ihre Kenntnisnahme wird uns ermöglichen, über einige Angaben derer zu verfügen, die unsere Völker zermalmen. Die Arbeit konzentriert sich auf die Verflechtungen von 43.000 transnationalen Unternehmen. Von da aus leitet sie die Zahl der 147 am stärksten miteinander verflochtenen Konzerne ab, von denen wiederum 88% Finanzkonzerne sind. Unter diesen Finanzkonzernen befinden sich die 25 mächtigsten Konzerne wie die Barclays Bank, JP Morgan Chase, Merill Lynch, Deutsche Bank, Credit Suisse, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Mitsubishi Group, Société Générale, Bank of America und Lloyds. Sie sind die scheinbar unsichtbaren Herren über die Weltwirtschaft. Sie sind die Manager der „Finanzmärkte“. Sie ziehen den Vorteil aus den „Höhen“ und „Tiefen“. Nach ihrer Nationalität und staatlicher Herkunft betrachtet, finden wir da weitere Angaben von Bedeutung.

Die USA und Großbritannien stehen im Mittelpunkt

In diesem Kernbereich nehmen die Nordamerikaner und die Engländer den wichtigsten Platz ein. Dies zeigt auf, daß der Mittelpunkt des weltweiten Finanzsystems in Angelsachsen liegt. Mit der gegenwärtigen Krise sind die Staaten immer abhängiger von den Finanzmärkten. Ein Großteil der Politik der Staaten richtet sich darauf, „Vertrauen bei den Finanzmärkten zu generieren“, welche von den Banken beherrscht sind, die die Gläubiger dieser Staaten sind. Je größer die Schulden der Staaten sind, um so höher sind die für besagte „Anleihen“ zu zahlenden Zinsen. Ohne starke und klare gegen Monopole gerichtete Regelwerke bemächtigen sich diese „unsichtbaren Herren“ der Welt der kollektiven Arbeit durch die umfassende Verflechtung ihrer Finanznetzwerke.

Ein Vorschlag des Vatikans

In diesem Rahmen erscheint ein markanter Vorschlag der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden des Vatikans, der die Notwendigkeit einer Weltzentralbank unterstützt. Sie soll darauf abzielen, den Finanzmärkten ein Ende zu bereiten, welche von den Grundlagen her spekulativ und schädlich für die reale Wirtschaft und insbesondere die der schwachen Länder ist. Die vatikanische Politik stützt die These, daß der Internationale Währungsfonds (IWF) „seine Fähigkeit verloren hat, die weltweite finanzielle Stabilität zu gewährleisten“. Weshalb die Schaffung einer Weltzentralbank notwendig sei, die eine gleichermaßen Verteilung des weltweiten Reichtums und unveröffentlichte Formen der weltweiten finanziellen Verbundenheit fördert, was eine Steuer auf Finanztransaktionen (Tobin-Steuer) einschließen soll, die zur Stärkung der realen Wirtschaft beitragen soll. Im Schlußteil wird unterstrichen: „Die Wirtschaftskrise ist durch den Utilitarismus, den Individualismus und die Technokratie verursacht worden. Das sind drei Ideologien, die eine zerstörerische Auswirkung haben.“ *

Quelle:
SurySur / Question http://www.tribuna-popular.org/ (mit freundlicher Genehmigung übernommen von kommunisten-online; Übersetzung: Jens-Torsten Bohlke)

* Anmerkung:
Auch wenn letzteres hier als Begründung herhalten muß, so ist eine hinreichend wissenschaftliche Erklärung der Wirtschaftskrise erst dann möglich, wenn man auch (und zu allererst!) die sozialökonomischen Verhältnisse im Imperialismus in Betracht zieht.

Dazu Hugo Chávez:
„Wir müssen ein allumfassendes soziales Sicherheitssystem entwickeln, welches die gesamte Bevölkerung umfaßt und nach sozialistischem Grundsatz jedem seine Grundbedürfnisse befriedigt; dabei denjenigen am meisten unterstützt, der dies am meisten benötigt; jenen weniger unterstützt, der dies weniger braucht; und berücksichtigt, daß jeder nach seinen Fähigkeiten leistet.“

Ein Gedanke zu “Wer beherrscht die Welt?

  1. Die Unwissenheit läßt die Völker nicht nur in Schlaffheit versinken, sondern erstickt in ihnen selbst das Gefühl der Menschlichkeit.

    Uniwssenheit – ignorance

    Menschlichkeit – humanité

    😉

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