Der Großinquisitor zieht ins Schloß …

Im 13. Jahrhundert wurde von der katholischen Kirche eine Gerichtsinstitution gegründet, die zum Zwecke hatte, die religiös Abtrünnigen („Ketzer“) zu vernichten. Mit physischer und psychischer Gewalt, oft auch unter falschen Anschuldigungen und unter Anwendung brutalster Foltermethoden, mit Verleumdung und Intrigen, wurden in jener Zeit massenhaft Menschen verurteilt, gequält, verstümmelt und hingerichtet. Allein in Spanien fielen bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts etwa 300.000 Menschen der Inquisition zum Opfer. Die Inquisition richtete sich damals in erster Linie gegen die Glaubens- und Gewissensfreiheit, gegen den wissenschaftlichen Fortschritt und gegen die antifeudalen Volksbewegungen. Das ist heute bei den Feinden des gesellschaftlichen Fortschritts nicht anders, nur daß die Methoden ein wenig andere sind…

Wer aber ist der Großinquisitor?

Er zeigt sich heute, hin und wieder grinsend, und mit seiner Gespielin, redegewandt und fernsehgeil, meist in Gesellschaft der „Reichen und Schönen“, hohnredend auf die Vergangenheit und seine Widersacher, ab und zu einen flotten Bibelspruch auf den Lippen, und auf den Thron gehoben von der allerschwärzesten Mafia der Ewiggestrigen. Man liest es diesem Manne von den Lippen ab, wes Geistes Kind er ist…
MundKlaus Huhn hat ein Buch geschrieben, das hier empfohlen sei. Der Rezensent schreibt dazu beispielsweise folgendes:

Ausführlich beschäftigt Klaus Huhn sich mit der von Rechtsanwalt Dr. Peter-Michael Diestel (CDU), ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident und Minister des Innern der DDR im Kabinett von Lothar de Maiziere (CDU), gegenüber Publikationsorganen geäußerten Meinung, Gauck sei „Begünstigter der Staatssicherheit“ im Sinne des Stasiunterlagengesetzes gewesen. In seinem in Der Freitag vom 28.April 2000 veröffentlichten Beitrag „Auf Wiedersehen Herr Gauck“ bezieht Dr. Diestel sich auf das Terpe-Dossier, das für Gauck voller Brisanz ist und nach Diestels Einschätzung ausreicht, ihn wie Tausenden andere aus dem öffentlichen Dienst zu verbannen“. Der ausführliche Bericht des MfS-Hauptmanns Terpe über dessen konspiratives Treffen in Gaucks Wohnung, die vielen besonderen Vergünstigungen, die Gauck und seine Familie mit Unterstützung des MfS erfuhren, und der von Hauptmann Terpe an ihn übermittelte Dank des Ministeriums für Staatssicherheit hatten schon damals viele Fragen nach dem Verhältnis zwischen Gauck und dem MfS aufgeworfen. Dr. Diestel hielt Gauck vor, keine einzige der für ihn brisanten Fragen beantwortet zu haben. Statt dessen würde er abwiegeln und versuchen, sich zu entlasten. Es ist aufschlußreich, daß die Terpe-Papiere ebenso unauffindbar sind wie der Artikel der Welt dazu vom 23.April 1991. Die immer nachhaltiger gestellten Forderungen nach der Rolle von Pastor Gauck in Verbindung mit der Leitung der Gauck-Behörde und Gerüchten über abhandengekommene Akten von diversen Politikern etc. dürfen nicht länger negiert und die öffentliche Diskussion darüber wie bisher massiv unterdrückt werden.
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BuchtitelKlaus Huhn, „Die Gauck-Behörde. Der Inquisitor zieht ins Schloss“, spotless Verlag, 2012, 128 S., 9,95 Euro, ISBN 978-3-360-02068-0

Siehe auch:
Der Klerikalfaschismus
Dr.Klaus Blessing, Brief an Siegmar Gabriel

WIR sagen an dieser Stelle einfach mal:
NEIN, danke Herr Gauck!

3 Gedanken zu “Der Großinquisitor zieht ins Schloß …

  1. Es mag sein, daß dieser Herr Bahr über die Wahlen 1990 einen solchen Ausspruch getan hat: „Das waren die schmutzigsten Wahlen, die ich je in meinem Leben beobachtet habe. Das war reinster Psycho-Terror nach Goebbels-Manier.“

    Doch daß es sich hier um „die ersten freien Wahlen“ in der DDR gehandelt habe, ist schlicht falsch. Die ersten demokratischen Wahlen in der Ostzone hatte es bereits im September/Oktober 1946 gegeben. Die Arbeiterpartei ging aus den Wahlen als wählerstärkste Partei hervor Sie gewann über 5 Mio. von den etwa 9 Mio. gültigen Stimmen. Freie Wahlen fanden in der DDR m.W. erstmals 1957 statt, nachdem die Enteignung der Nazi- und Kriegsverbrecher, die Bodenreform und die Verwaltungsreform (Bildung der Bezirke) abgeschlossen waren. Bei den Kommunalwahlen 1957 wurden insgesamt etwa 200.000 Abgeordnete der Kreistage, Stadtverordnetenversammlungen und in den Gemeinden gewählt.

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