Lebensbedingungen im KZ Buchenwald

Im Jahre 1980 erschien in der DDR in der Reihe „WEIMAR – Tradition und Gegenwart“ das Heft 25 über die Lebensumstände der Häflinge im KZ Buchenwald während der Zeit der Nazidiktatur. Heute besitzt dieses Museum kaum noch einen informativen Charakter. So wurden kurz nach 1990 aus der ständigen Ausstellung dieser Gedenkstätte Exponate entfernt, die die Grausamkeit und Unmenschlichkeit der SS belegen, wie zum Beispiel die aus Menschenhaut gefertigten Lampenschirme. In dem Heft kann man einen kleinen Teil dieser Grausamkeiten nachlesen, die allerdings heute kaum mehr vorstellbar sind. „Eine wesentliche Rolle in der internationalen Lagerleitung spielten die Kommunisten. Die KPD war die einzige Partei in Deutschland, die ihren Kampf gegen den Faschismus konsequent auch im Konzentrationslager fortgesetzt hat…“ [1] Im folgenden nun einige Ausschnitte aus dieser Dokumentation:

In den Konzentrationslagern verwirklichten die Faschisten vor allem auch ihr Programm zur Ausrottung der jüdischen Bevölkerung. Im November 1938 waren über 10000 Juden nach Buchenwald verschleppt und in fünf Behelfsbaracken – es waren die primitivsten unter den primitiven – untergebracht worden. Verhaftete der Kristallnacht, Jünglinge, Männer und Greise wurden von der SS gepeinigt, ausgeraubt, das Minimum zum Lebensunterhalt wurde ihnen vorenthalten, viele zum Wahnsinn und Selbstmord getrieben oder von der SS ermordet. Von 12.250 Juden wurden in der Zeit vom November 1938 bis Februar 1939 allein 600 umgebracht. Einen Massenmord an 21 jüdischen Häftlingen beging die SS am 9. November. Sie trieb sie im Steinbruch in die SS-Postenkette der Lagerbewachung und erschoß sie. Nach dem faschistischen Überfall auf Polen wurden im Oktober 1939 auf dem Appellplatz fünf große Zelte, umgeben von einem doppelten, hohen Stacheldrahtzaun, aufgestellt. In wenigen Monaten starben in diesem Sonderlager von den darin gefangengehaltenen 5300 Polen 1650 an Hunger, Kälte und Seuchen. 123 Häftlinge, zu Heckenschützen deklariert, trieb man gleich Tieren in einen Stacheldrahtkäfig, den die SS zynisch Rosengarten nannte. Innerhalb von zwölf Tagen erfroren und verhungerten sie. Die Polen waren vom übrigen Lager streng isoliert, aber sie waren doch nicht vergessen. In brüderlicher Solidarität versuchten die Kameraden, ihnen ihr Los erträglicher zu gestalten, ihnen Nahrung zuzustecken. Einzelne von ihnen in Arbeitskommandos zu übernehmen. Im Frühjahr 1940 wurde das Sonderlager wegen einer Ruhrepidemie, bei deren Verbreitung die SS für ihr eigenes Leben fürchtete, aufgelöst und die noch Lebenden in das Große Lager überführt. Massenmorde eines unmenschlichen Systems und seiner vertierten Henker im KZ! Beispiele brüderlicher Solidarität und Kameradschaft der Häftlinge! [2]
Zeichnung Henri Pieck
„Singende Pferde“, Zeichnung von Henri Pieck

Alle Lebensäußerungen waren im KZ Buchenwald ständig durch ein straffes SS-Zwangssystem bedroht, das von der Amtsgruppe D des SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamtes als zentraler Instanz für sämtliche Konzentrationslager legalisiert wurde. Die SS-Lagerleitung bildete im Konzentrationslager ein engmaschiges Netz in der Ausübung ihrer terroristischen Herrschaft. Uneingeschränkt nach eigener Auslegung der Gesetze herrschte der Kommandant über das Lager. Karl Koch, sadistisch und grausam, wurde am 3. April 1945 im Gelände der Deutschen Ausrüstungswerke am Ort seiner eigenen Verbrechen von der SS hingerichtet wegen begangener Unterschlagungen, die zu Gegensätzen beitrugen, die innerhalb der SS-Führung bestanden haben. Sein Amtsnachfolger war seit September 1941 SS-Oberführer Hermann Pister. Er trug den neuen Kriegsaufgaben der Konzentrationslager durch die restlose Ausbeutung der Häftlinge konsequent Rechnung. Wegen begangener Verbrechen 1947 zum Tode verurteilt, starb er noch vor Vollstreckung des Urteils.

Die Durchführung der Kommandanturbefehle oblag der Adjutantur. Der Verwaltungsführer war für die wirtschafts- und verwaltungstechnischen Belange des gesamten Lagers verantwortlich. Den drei Schutzhaftlagerführern, die sich in der Ausübung des Dienstes abwechselten, unterstanden zwei Rapportführer und je ein Blockführer. Die Rapportführer stellten die Verbindung zwischen der Lagerführung und dem Lager her. Es war ihre Aufgabe, Meldungen des Appells über die Zahl der lebenden und toten Häftlinge aufzunehmen, Arbeitskolonnen beim Aus- und Einmarsch in das Lager zu überwachen und Strafmeldungen über Häftlinge entgegenzunehmen. Ihnen unterstanden die Blockführer, in der Mehrzahl gefühllose Schläger, die Tag und Nacht mit Schikanen und Mißhandlungen Kontrollen in den Häftlingsblocks ausüben konnten. Gegenüber dem Arbeitseinsatzführer, der der Kommandantur unterstand, war der Arbeitsdienstführer für die Einteilung und Stärke der Arbeitskommandos, für die auszuführenden Arbeiten und auch für die Überstellung von Häftlingen in Außenkommandos verantwortlich. Dem Arbeitsdienstführer unterstanden die Kommandoführer der einzelnen Arbeitskommandos, die den Blockführern gleichgestellt waren. Sie meldeten arbeitende Häftlinge aus geringen Anlässen zur Bestrafung und verursachten oft den Tod derer, die dem mordenden Arbeitstempo nicht gewachsen waren.
KZ-Häftlinge
Häftlinge in einer Baracke

Unabhängig von der Lagerleitung bestand die Gestapo in der Politischen Abteilung. Sie war für Einlieferung, Kategorisierung, — selten genug vorkommende — Entlassung und die damit verbundene Führung der Häftlingsakten verantwortlich und wegen der mit grausamen Methoden durchgeführten Verhöre berüchtigt. „Besonders schlimm ging es solchen Zugängen, die auf der Polizei ihren Schutzhaftbefehl nicht unterschrieben hatten, weil sie falsch angeschuldigt worden waren. Diese wurden in ein kleines Vernehmungszimmer geführt. Die anderen Häftlinge wurden weggeschickt, und innerhalb kurzer Zeit waren die Unterschriften geleistet. Die Häftlinge mußten dann allerdings öfter von uns ins Revier gebracht werden, da sie so mißhandelt worden waren, daß sie aus Nase, Mund und Ohren bluteten.“ (Gerhard Harig)

Die für die Konzentrationslager speziell ausgebildeten Wachmannschaften für Wachtürme, Postenkette und Bewachung der Arbeitskommandos gehörten der Waffen-SS an und unterstanden dem Truppenkommandanten. Sie übten außerhalb der Postenkette die Bewachung des Lagers mit auf Häftlinge dressierten Blut- und Wolfshunden aus.

Mit der Absetzung des Berufsverbrechers Henning als Lagerältester im Juni 1938 durch die SS — berüchtigt waren auch die Lagerältesten Richter und Wolff — wurde diese bedeutendste Lagerfunktion bis zur Selbstbefreiung überwiegend mit Antifaschisten besetzt. Dem I. Lagerältesten standen ein II. und später ein III. Lagerältester zur Seite. Persönllchkeiten wie Karl Barthel, Ernst Busse, Hans Eiden, Ernst Frommhold, Erich Reschke, Arthur Wyschka und andere übten diese Funktion als verantwortliche Häftlingsbeauftragte gegenüber der SS zum Nutzen des gesamten Lagers aus. Sie wurden dafür von der illegalen Lagerleitung vorgeschlagen und arbeiteten eng mit ihr zusammen. Die Lagerältesten konnten Kontrollen im Lagerbereich und in den Arbeitskommandos durchführen, sie leiteten den Aufmarsch zum Appellplatz, hielten Verbindung zu ausländischen Häftlingsgruppen und arbeiteten mit der Arbeitsstatistik und der Häftlingsschreibstube zusammen. Zur Durchführung ihrer Anweisungen unterstanden ihnen die vom Lagerführer bestätigten Blockältesten und Blockschreiber; der 1942 von der SS zugelassene Lagerschutz stand ihnen zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sauberkeit zur Seite. Zwei bis drei Stubendienste führten die Anweisungen der Blockältesten in den Blocks aus. Die Arbeitsstatistik unterstand dem Arbeitseinsatzführer der SS. Nach dessen Anordnung führte sie den Arbeitseinsatz der Häftlinge durch. Sie erfaßte die Arbeitsleistung der Häftlinge und stellte auch Transporte für Außenkommandos zusammen. Die Häftlingsschreibstube war für die innere Verwaltung des Lagers, für die Führung der Häftlingskartei und die Aufteilung der Häftlinge auf die einzelnen Blocks verantwortlich. Sie nahm Neuzugänge und Abgänge auf und stellte die Zählappelle zusammen. Sowohl die Arbeitsstatistik als auch die Schreibstube nahmen im illegalen Widerstandskampf des Lagers eine bedeutende Position ein. Häftlinge verschiedener Nationen arbeiteten auch in diesen Arbeitskommandos nach den Prinzipien internationaler Solidarität zusammen.

Von Seiten der illegalen Lagerleitung und der Antifaschisten, die Lagerfunktionen bekleideten, wurde versucht, in ständigem, schwerem Kampf dem SS-Terror entgegenzuwirken und im Geiste des proletarischen Internationalismus Solidarität und Kampfkraft der Häftlinge für die Selbstbefreiung, für die Beseitigung des gemeinsamen Feindes und für die Befreiung der Völker zu stärken. Zuerst waren nur deutsche Häftlinge nach Buchenwald gebracht worden. Im September 1938 trafen mit einer Gruppe von Österreichern die ersten Ausländer ein. Nach dem Überfall auf andere Länder und deren Besetzung verschleppten die Faschisten ihre Gegner aus fast ganz Europa in die Konzentrationslager. 1944 waren Häftlinge von 32 Nationen in Buchenwald vertreten: Albanien, Ägypten, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Holland, Indonesien, Irland, Italien, Jugoslawien, Kanada, Luxemburg, Mexiko, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Sowjetunion, Spanien, Tschechoslowakei, Türkei, Ungarn und USA. Sie kamen nach Verhören, Folterungen in Gestapokellern, lebensbedrohenden Transporten in Viehwagen oder anderen menschenunwürdigen Transportmitteln nach Buchenwald, um durchs Tor geprügelt, hier die Fortsetzung der faschistischen Drangsalierung zu erleben. Brutale Gewalt verbannte sie in die Anonymität, löschte die Existenz ihrer Persönlichkeiten aus. Bei der Ankunft allen persönlichen Eigentums beraubt, lebten sie fortan als Nummern hinter Stacheldraht. Zuerst mit alten Uniformen bekleidet, mußten sie ab 1938 blau-grau-gestreifte Zebrakleidung, Drillichsachen im Sommer, aber oftmals nur Lumpen tragen, die keinen genügenden Schutz gegen Nässe und Kälte boten. Die ohnehin mangelhafte Bekleidung verschlechterte sich im Verlaufe des Krieges.

Aber die SS fand eine geeignete Lösung: Sie gab Zivilkleidung der in Auschwitz und anderen Vernichtungslagern vergasten Opfer zur Verteilung frei! Lederschuhe waren für Häftlinge ein seltener Luxus. Jacke und Hose mußten mit einer Markierung und Häftlingsnummer versehen sein. Die Markierung hatte die Form eines auf der Spitze stehenden Dreiecks (Winkel), an dessen Farbe man die Häftlingskategorie erkannte. Die Farbe der Winkel für politische Häftlinge war rot, für Asoziale, dazu wurden auch Zigeuner gerechnet, schwarz, für Berufsverbrecher grün, für Bibelforscher lila und für andere kleine Gruppen verschiedenfarbig. Nummer und Winkel mußten auf der linken Brustseite und der äußeren Seite des rechten Hosenbeins getragen werden. Juden waren durch einen zusätzlichen gelben Stern auf dem Winkel, Ausländer durch den Anfangsbuchstaben ihrer Nationalität auf dem Winkel, Häftlinge mit Fluchtversuch durch einen roten Punkt im weißen Feld, einer Zielscheibe, Häftlinge der Strafkompanie durch einen zusätzlichen Punkt unter dem Winkel und wiederholt sich im Konzentrationslager Befindende als Rückfällige mit einem Balken über dem Winkel gekennzeichnet. Auf die verteilte Zivilkleidung mußte mit Ölfarbe ein Streifen aufgemalt werden, der die Häftlingskategorie kennzeichnete. Unter den Häftlingen mit roten Winkeln befanden sich Menschen verschiedener politischer Richtungen: Es waren Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftler, parteilose Antifaschisten, Christen beider Konfessionen, auch einige wegen Parteivergehen bestrafte Nazi und wegen Wehrkraftzersetzung inhaftierte Soldaten. Diese als Arbeitssklaven und zur Vernichtung bestimmten Menschen wurden nach SS-eigenem Befinden kategorisiert.

Außer in der Kleidung, in überbelegten Wohnbaracken, in Epidemien und Seuchen erzeugenden unhygienischen Verhältnissen drückten sich die unmenschlichen Lebensbedingungen besonders in der Ernährung aus. Bei harter körperlicher Arbeit bekamen die Häftlinge zweimal täglich eine unzureichende Verpflegung, für die bis März 1938 ein Pauschalbetrag von 0,55 Reichsmark pro Tag und Häftling und von April bis Kriegsausbruch von 0,60 Reichsmark zur Verfügung stand. Durch Lieferung qualitativ schlechter Waren und Diebstahl bereicherten sich SS und Lieferanten gemeinsam an der Häftlingsverpflegung. Essenentzug wurde häufig als Strafe für Einzelne, Gruppen oder das ganze Lager verhängt. Das Geld für die hinterzogenen Lebensmittel verpraßte die SS. Die Tagesration – schwarzer Kaffee-Ersatz oder dünne, oft aus Lebensmitteln verdorbener Heeresbestände bestehende Morgensuppe und Brot als Hauptnahrungsmittel, am Abend mit rationierter Margarine und schlechtem Brotaufstrich, Gummiwurst genannt, – betrug 750 bis 800 Kalorien. In Auswirkung des Krieges wurde sie noch herabgesetzt. 1943/1944 erhielten die Häftlinge 350 Gramm, 1944/1945 nur 250 Gramm und die sowjetischen Kriegsgefangenen und Polen zeitweise nur 100 Gramm Brot am Tag. Die Häftlinge waren zu kaum lebensfähigen Skeletten abgemagert. Hungerkrankheit und Unterernährung führten zum Tode. Der Ernährungs- und Kräftezustand sezierter Leichen wird Anfang 1940 folgendermaßen bewertet:

63 Fälle, das heißt 70,0%, mit schlechtem und sehr schlechtem, 14 Fälle, das heißt 15,5%, in mäßigem oder ausreichendem und 13 Fälle, das heißt 14,5%, in gutem Zustand. (Buchenwald Mahnung und Verpflichtung, S. 164)

Die SS übte viele Arten der Tötung aus. Der Hunger war eines ihrer Mittel zur Massenausrottung von Menschen! [3]

Appellplatz Buchenwald
Auf dem Appellplatz

Beim ersten Appell am 19.Juli 1937 befanden sich 149 Häftlinge im Lager. Am 27.Juli trafen die ersten 91 politischen Häftlinge ein. Die Zahl der Häftlinge erhöhte sich u.a. mit Transporten aus den aufgelösten Lager Sachsenhausen und Lindenburg bis zum Jahresende auf insgesamt 2561. Aus dem KZ Lichtenburg kamen die Reichstagsabgeordneten der KPD Walter Stoecker und Dr.Theodor Neubauer, der Kandidat des Zentralkomittees der KPD Albert Kuntz und der kommunistische Funktionär Walter Krämer. Die größte Lagerstärke einschließlich der ab Ende 1940 vereinzelt, in den Jahren 1944 und 1945 vermehrt errichteten Außenlager, betrug 89.143 Häftlinge am 6. Oktober 1944. [4]

Nachtrag:
An dieser Stelle ist noch nichts gesagt über die heimtückische Ermordung des kommunistischen Reichstagsabgeordneten Ernst Thälmann am 18. August 1944 durch die SS. Der Mord blieb ungesühnt. Einer der maßgeblichen Mörder, der SS-Stabsscharführer Wolfgang Otto, lebte bis zu seinem Tod 1989 als „unbescholtener Bürger“ und mit einer Lehrerpension in der nordhein-westfälischen Kleinstadt Geldern. Auch ist hier nichts gesagt über die „medizinischen“ Versuche, die von den SS-Ärzten an den Häftlingen vorgenommen wurden, über die Genickschußanlage und die Vernichtung der Häftlinge durch Seuchen und körperlich schwere Arbeit. Ebenso blieb hier unerwähnt, daß sich unter den Häftlingen Hunderte Kinder befanden. Ihnen hat Bruno Apitz in seinem Buch „Nackt unter Wölfen“ ein Denkmal gesetzt. Die Selbstbefreiung des KZ Buchenwald am 11.April 1945 erlebten 904 Kinder aus Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn, Jugoslawien, der Sowjetunion, aus Österreich und Deutschland. Auch müßten die „Todesmärsche“ genannt werden, mit denen die SS-Schergen, um die Spuren ihrer Verbrechen zu verwischen, unter schärster Bewachung Tausende Häftlinge aus den Lagern trieben. In der DDR gab es Dutzende Gedenksteine, die daran erinnerten. Sie wurden oft sogar von den Schulkindern gepflegt und saubergehalten.
Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald
Für die Schulkinder in der DDR und die Teilnehmer an der Jugendweihe war die Erziehung zum Antifaschismus und der Besuch der Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald eine Selbstverständlichkeit.

Quellenangabe:
[1] Gitta Günther, Buchenwald, in: „WEIMAR – Tradition und Gegenwart“ das Heft 25, Weimar 1980, S.31
[2] ebd. S.12f.
[3] ebd. S.16-21
[4] ebd. S.10f.
(alle Bilder ebd.)

3 Gedanken zu “Lebensbedingungen im KZ Buchenwald

  1. Also wir haben zu DDR-Zeiten noch das KZ Buchenwald besucht und sowas vergisst man nicht, auch den berühmten Buchenwaldfilm haben wir noch gesehen und das war harter Stoff für uns alle, wir haben diese Bilder gesehen was ist es jedoch im Gegensatz zu den Menschen die diese Grauen jeden Tag am eigenen Leib erleben mussten, nichts und daher kann man das tatsächliche Leid der Häftlinge nicht ermessen.

    Der Beitrag spricht für sich!

    Liken

  2. Es war sehr schlimm! Und ganz ehrlich: Wenn ich die Amerikaner usw. gewesen wäre ich hätte sie auch da rein in die Öfen gesteckt (wohl gemerkt bei lebendigem Leibe) oder hätte mit ihnen das s.g. „Baumhängen“ durchgeführt. Ich bin jetzt erst 16 Jahre aber als ich vor einem Jahr dort war und dort gestanden habe neben meiner Geschichtslehrerin sagte ich zu ihr: „Ich stehe jetzt hier wo diese Arschlöcher gestanden haben und die Leute ohne mit der Wimper zu zuken ermordet wurden!!“

    Tja, hoffentlich passiert soetwas nie wieder!!!

    Liken

  3. Lieber „Unbekannter Mensch“, als ich so alt war wie Du, waren wir auch mit unserer Schulklasse in Buchenwald. In der DDR. Ich werde das NIE vergessen! …diese Lampenschirme aus Menschenhaut, diese Öfen, diese erschreckenden Bilder. Damals führte uns ein Kommunist durch das Lager, der selbst dort eingesperrt war. Er hatte überlebt. Und wieviele starben, wurden erschlagen, massenhaft umgebracht. Später kamen sowjetische Kriegsgefangene hinzu. Eine Todesmaschine! Auch der berühmte Arbeiterführer Ernst Thälmann wurde dort ermordet; der Mörder wurde in der BRD dafür nie verurteilt.

    Trotzdem gab es Widerstand. Die Kommunisten waren zweifellos die standhaftesten, denn sie hatten die Siegeszuversicht, und sie haben vielen das Leben gerettet. Wir haben in Buchenwald viel mehr gelernt, als man heute dort lernen kann. Und wir hatten einen hervorragenden Geschichtsunterricht, wo wir lernten, wie es dazu kam.

    Als die Amerikaner endlich nach Buchenwald kamen, war der Krieg bereits entschieden. Die Häftlinge hatten sich bereits selbst befreit; die SS-Unmenschen waren vor der nahenden Front geflüchtet und sind untergetaucht.

    Erschreckend für mich ist, daß heute in der Ukraine von den USA für diesen faschistischen Putsch 5.000.000.000 US-Dollar (fünf Milliarden!) hineingepumpt wurden. Vor 1933 waren es die deutschen Imperialisten, heute sind es die US-amerikanischen Imperialisten.

    Warum haben sie das getan, und warum tun sie es heute? Es ist der Kampf der Klassen: die Ausbeuterklasse gegen die Unterdrückten. Die Ausbeuter, die Kapitalisten, die Oligarchen – sie treten niemals freiwillig ab. Und immer hinterlassen sie eine Blutspur – in Buchenwald, genauso wie in Kiew. Doch eines Tages wird die Arbeiterklasse wieder siegen. Sie hatten schon einmal gesiegt, und sie werden wieder siegen!

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s