Die Zeugen Jehovas

Wer kennt sie nicht. Sie ziehen von Haus zu Haus und stehen nicht selten regelmäßig mit einer Zeitschrift in der Hand an der Straßenecke – biedere, treuherzig dreinblickende Frauen oder Männer: die „Zeugen Jehovas“. Was hat es damit auf sich und wem dienen diese Gestalten? Als in den 1870er Jahren von dem Textilgroßhändler und Kaufmann Charles Taze Russell (genannt „Pastor Russel“) in vorwiegend kleinbürgerlich-religiösen Kreisen der USA eine neue religiöse Splittergruppe mit dem Namen „Ernste Bibelforscher“ gegründet wurde, war von den späteren verwerflichen und kriminellen Machenschaften und dem demagogischen Einfluß dieser antikommunistischen Sekte noch nicht viel zu spüren. Neben der Verbreitung verleumderischer politischer Propaganda gegen die Sowjetunion und einer engen Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Geheimdienst CIC weist die Geschichte der Wachturmgesellschaft (WTG) zahlreiche Beispiele auf, in denen ihre sozialismusfeindliche und allemal unchristliche Haltung sichtbar wird. Mögen auch viele einfache Mitglieder dieser Sekte diese Zusammenhänge nicht erkannt haben, die WTG-Führung in Brooklyn (USA) war sich von Anfang an ihrer politischen Bedeutung als Instrument der reaktionärsten Kreise des amerikanischen Imperialismus wohlbewußt.
WTG
Druckerei und Weltzentrale der Wachturmgesellschaft in den USA

„Bibelforscher“ unter Hitler

In der Nazizeit war die Sekte der „Bibelforscher“ verboten, ihre Mitglieder wurden verfolgt. Und bis heute stellt die WTG ihr Verhalten unter der Nazi-Herrschaft als einziges antifaschistische Ruhmesblatt dar. Doch das entspricht keineswegs der Wahrheit. Es gehörte zum Programm der Nazis, eine ganze Reihe kleiner Religionsgemeinschaften und weltanschaulicher Gruppierungen zu vernichten, um damit um so ungestörter die Verfolgung von Kommunisten, Juden und Pazifisten fortsetzen zu können. Auch das war Teil der Kriegsvorbereitungen des deutschen Imperialismus gegen die Völker Europas. Als Verbotsgrund für die Sekte der „Bibelforscher“ hatte damals eine Fälschung herhalten müssen, was aber die Führung der WTG nicht davon abhielt, eine noch stärkere profaschistische Haltung einzunehmen und mit Gestapo und SS zu kollaborieren. So denunzierten beispielsweise die WTG-Führer Winkler, Frost und Franke die Namen ihrer Bezirksdiener an die Gestapo, wodurch massenweise Zeugen Jehovas in die Konzentrationslager verschleppt und ermordet wurden.
Franke1Franke2Vernehmungsprotokoll bei der Gestapo Darmstadt – so packte Franke aus!

Charakterlose Gestalten

Das ist nur eines von zahlreichen Beispielen, wie die Führer der WTG um die Gunst der Nazis buhlten. An der Brutalität von SS und Gestapo besteht kein Zweifel, doch Frost und andere haben über die Strukturen und Mittelsmänner ihrer Gesellschaft nicht nur nicht geschwiegen, sondern sie lieferten ihre Glaubensbrüder ohne sichtliche Veranlassung, aus eigenem Antrieb ans Messer. So konnte die Gestapo beispielsweise auch im Bezirk von Franke erfolgreich zuschlagen, wie ein Bericht an das Reichssicherheitshauptamt der SS vom 22. September 1936 beweist:
Franke3Franke4
Doch nicht nur die obersten Führer der WTG erwiesen sich oftmals als charakterlose und politisch gewissenlose „Diener“ Jehovas. Auch auf den unteren Ebenen gab es solche Deniunzianten. „Ein Beispiel dafür ist der im Kreisdienst in Westberlin tätige Julius Riffel. Er wurde 1938 Nachfolger des von Erich Frost bei der Gestapo ebenfalls denunzierten Bezirksdienstleiters (BDL) Ludwig Stickel aus Pforzheim. Wie aus dem Bericht der Gestapo aus dem »SS-Oberabschnitt Süd-West« in Stuttgart vom 20. Mai 1938 hervorgeht, konnte sie damals durch Riffels Hinweise zahlreiche Verhaftungen in Südwestdeutschland vornehmen.“ [1] Doch bald erschien auch Frost wieder auf der politischen Bühne. Sein angebliches „Martyrium“ im KZ Sachsenhausen war alles andere als eine düstere Zeit bei Wasser und Brot – der ehemalige Caféhausmusiker Frost wurde von den Nazis außergewöhnlich bevorzugt. Er unterrichtete den Sohn des KZ-Kommandanten im Klavierspiel und musizierte, wie die WTG es darstellte, bei SS-Vergnügungen als „musikalischer Gesellschafter des Lageroffiziers“. [2]

Himmlers willfährige Gehilfen

Längst hatten die Nazis erkannt, daß sich diese religiöse Sekte im ideologischen Kampf gegen die Sowjetunion nutzbar machen ließ. „Im Konzentrationslager Ravensbrück begann Himmler mit der Schaffung einer »Ausgangsbasis« für den »Einsatz der Bibelforscherlehre in der Sowjetunion« auf folgende Weise. In Ravensbrück befanden sich vor allem aus der Sowjetunion zwangsverschleppte Frauen und Mädchen. Man organisierte es nun so, daß Arbeitskolonnen dieser Frauen und Mädchen unter das Kommando von KZ-Vorarbeiterinnen kamen, die WTG-Anhänger waren. … In dem einfältigen Glauben, diese Arrangements Himmlers seien eine »von Jehova« gegebene Möglichkeit des »Zeugnisgebens« im Hinblick auf eine künftige Verbreitung der »frohen Botschaft« in der Sowjetunion, begannen die Vorarbeiterinnen eine eifrige Bekehrungsarbeit, angesichts der physischen und seelischen Zwangslage und Isoliertheit jener Frauen und Mädchen nicht ohne Erfolg. »Durch dieses furchtlose Zeugnisgeben wurden 300 junge Russinnen in jenem Lager Zeugen Jehovas«, schreibt der Gestapohandlanger Erich Frost in seinem biographischen »Wachtturm«-Artikel. Auch »russische Kriegsgefangene in Konzentrationslagern« seien auf ähnliche Weise gewonnen worden, berichtet die WTG dazu. Offensichtlich handelte es sich hierbei zumeist um Menschen mit religiöser Familientradition. Sie alle gingen zwar, wie von Himmler vorgesehen, eines Tages zurück in die Sowjetunion, um dort die WTG-Lehren zu verbreiten, jedoch nicht unter einem siegreichen Himmler, der vielmehr nach seiner Festnahme 1945 durch die Alliierten mit einer Giftkapsel Selbstmord beging. Dennoch waren auf diese Weise wesentliche »Ausgangsbasen« für ein Vordringen der WTG in die Sowjetunion geschaffen. Hinzu kamen noch Reste von WTG-Anhängern in den baltischen Sowjetrepubliken aus der vorsowjetischen Zeit.“ [3]

Untergrundbewegung in der DDR

„Für die illegale Organisation der WTG in der DDR war bis 1961 das Ostbüro in Westberlin zuständig. Bis zu dessen Auflösung wurde es vom Zweigbüro in Wiesbaden gesteuert. Zunächst war das Ostbüro für die Ausbildung und den Einsatz von Mitarbeitern in der Untergrundorganisation in der DDR verantwortlich, deren Struktur laufend der gegebenen Situation angepaßt wurde. Das heißt, erkannte illegale Methoden wurden ständig verändert, um sich dem Zugriff der Behörden der DDR solange wie möglich zu entziehen. …
JehovaGeheime Nachrichten- und Kuriertätigkeit der WTG

Bekanntlich waren die Grenzsicherungsmaßnahmen der DDR in Berlin am 13. August 1961 eine Durchkreuzung imperialistischer Vorbereitungen auf einen größeren Konfliktfall in Deutschland, in deren Endergebnis man die DDR wieder einmsl zu beseitigen gedachte. … Angesichts der Zusammenarbeit der WTG mit dem USA-State-Department und dem amerikanischen Militärnachrichtendienst nimmt es nicht wunder, daß sich die WTG ebenfalls auf einen derartigen Konflikt in Deutschland vorbereitete.“[4]

Woher kommt das Geld der Zeugen Jehovas

Hinter allen möglichen Nebelschleiern „anonymer Spender“ verbergen sich auch die Geldgeschäfte des WTG. Mit Kollekten und Zehntenabgaben der einfachen Sektenmitglieder ist es nicht getan. Bereits 1922 enthüllte das Erzbischöfliche Ordinariat in Freiburg i.B. von dem Jüdischen Bankhaus Hirsch werde „die ganze I.V.B. (Internationale Vereinigung Ernster Bibelforscher) mit den reichsten Geldmitteln versorgt“ [5]. Die finanziellen Verflechtungen der WTG seien am Beispiel eines ihrer Direktoren aufgezeigt. Der 1905 geborene Nathan Homer KNORR machte eine außergewöhnliche Karriere. „Knorrs Start in der Geschäftsabteilung der WTG zeigt, daß er systematisch darauf vorbereitet wurde, einmal die höchste Kommando- und Machtposition in der WTG einzunehmen, die geschäftliche bzw. finanzielle Verwaltung. Sein ursprüngliches Berufsvorhaben läßt erkennen, daß er aus den Kreisen des Großkapitals stammt, zu diesem Milieu gehörte und darin seine Zukunft sah. Und hier liegt auch die Ursache seines Überwechselns in die WTG und seines Aufstiegs in die Befehlsgewalt über diese Organisation. Denn nur ein Angehöriger und Vertrauensmann des Großkapitals durfte einmal die Nachfolge Rutherfords* antreten, wollte man die WTG politisch in der Hand behalten. Diese Bedingungen sind mit N.H. Knorr gegeben.
Knorr
Er ist verwandt mit der südwestdeutschen Konzernfamilie C.H. Knorr in Heilbronn, die er u.a. 1951 gelegentlich des WTG-Kongresses »Reine Anbetung« in Frankfurt (Main) aufsuchte. Die C.H. Knorr AG in Heiibronn untersteht dem Konzern Deutsche Maizena AG. Dieser wiederum ist eine Niederlassung des amerikanischen Konzerns Corn Product Refining. Die Deutsche Maizena AG wurde 1922 in Hamburg, Sitz des Stammhauses der Bankiers Warburg, errichtet. Der USA-Konzern Corn Product Refining ist verbunden mit der deutsch-amerikanischen Bankiersgruppe Kühn, Loeb, Warburg, die ihrerseits in Kapitalverflechtung mit dem Ölkönig Rockefeller steht. So befindet sich auch mit N.H. Knorr ein Gewährsmann jener an der politischen Ausnutzung von Kirchen und Religionsgemeinschaften interessierten USA-Finanzkapitalisten an der Spitze der WTG bzw. Zeugen Jehovas. Der Antikommunismus, den auch N.H. Knorr in immer neuen Varianten und Versionen in der illusionistischen Endzeitverkündigung fortsetzt, weist ihn politisch als Gehilfen der psychologischen Kriegsführung des Imperialismus aus.“[6]

Christen und ihre soziale Verantwortung

Mit echtem Christentum hat, wie wir gesehen haben, die Sekte der Zeugen Jehovas nichts, aber auch gar nichts zu tun. Zwar zitieren sie in ihren Zeitschriften „Wachturm“ und „Erwachet!“ stets und ständig ein paar „passende“ Sprüche aus der Bibel, verkündigen illusionäre Heilsbotschaften und verbreiten unter dem Deckmantel schlichter Religiosität ihre demagogischen und reaktionären Anschauungen. „Die Geschichte der WTG hat in religiös-weltanschaulicher wie in politischer Hinsichtin dem, was die WTG und die Zeugen Jehovas im eigentlichen charaterisiert, ein völlig unglaubwürdiges und haltloses Menschenwerk offenbart, das man politisch zu einem Instrument antikommunistischer psychologischer Kriegsführung gemacht hat. Der religiöse Inhalt ihrer Lehren bleibt demgegenüber von untergeordneter Bedeutung. Nicht die Religion, sondern die politische Konzeption bildet das Wesen dieser Gemeinschaft. Aus der Unhaltbarkeit der WTG-Anschauungen und der Verantwortungslosigkeit der WTG-Politik ergibt sich für jeden aufrichtigen Christen die grundsätzlich Erkenntnis, daß man die WTG und ihr Werk unmöglich als ein Werk Gottes oder auch nur als eine ernst zu nehmende echte Religionsgemeinschaft ansehen kann. Das Christentum wird hier mißbraucht.“ [7]
russische
Zwar hat es die Organisation der WTG inzwischen geschafft, auch nach Rußland vorzudringen, doch faßte beispielsweise die Staatsanwaltschaft des Gebietes Rostow am 11. September 2009 den Beschluß, die lokale religiöse Organisation der Zeugen Jehovas „Taganrog“ als extremistische Organisation zu verbieten und deren Eigentum sowie die entsprechenden Publikationen zu konfiszieren. Die kriminellen Machenschaften dieser Sekte sind also auch dort sehr wohl bekannt und werden zurecht strafrechtlich verfolgt.[8]

Quellen:
[1]Manfred Gebhard (Hrsg.): Die Zeugen Jehovas, Eine Dokumentation über die Wachturmgesellschaft, Urania-Verlag, Leipzig-Jena-Berlin, 1970, S.196
[2] Der Wachturm, 15.April 1956, WTG Wiesbaden, S.247.
[3] Manfred Gebhard, a.a.O., S.209.
[4] ebd. S.266f.
[5] ebd. S.94.
[6] ebd. S.97f.
[7] ebd. S.302.
[8] http://www.rostoblsud.ru/ne_4292443

* Joseph Franklin Rutherford: amerikanischer Advokat und Staatsanwalt; stieg 1907 in die Geschäfte der WTG ein und war neben seiner staatsanwaltlichen Tätigkeit von 1917-42 deren mächtiger und umtriebiger Präsident, was ihn aber nicht davor bewahrte, in Atlanta (USA) kurzzeitig inhaftiert zu werden; richtete gemeinsam mit N.H.Knorr im Namen der Brooklyner und Magdeburger WTG-Führung einen Brief an Hitler (S.160-162), in dem er ihn seiner Ergebenheit und Deutschfreundlichkeit versicherte, doch nicht ohne dem auch noch eine antisemitische Erklärung hinzuzufügen. „Rutherford entpuppte sich als ein Vertrauensmann der USA-Regierung, um die WTG im ersten Weltkrieg vor dem Zusammenbruch zu bewahren und künftig endgültig den Zielen der psychologischen Kriegführung der USA dienstbar zu machen.“ (S.298)

Hinweis:
Man sollte sich auf keinen Fall auf Gespräche mit diesen Leuten einlassen, da von denen darüber Berichte verfaßt werden, und wer weiß, in wessen Hände diese Berichten alles gelangen…

6 Gedanken zu “Die Zeugen Jehovas

  1. Lieber Norbert,
    das ist ja ein Beitrag, wie für mich geschrieben!!!
    Ich hatte über einen längeren Zeitraum zu diesen „Zeugen“ einen sehr intensiven Kontakt – habe mit ihnen diskutiert, argumentiert, debattiert und habe mich auch mit dem Ursprung, mit dem Entstehen dieser Sekte vertraut gemacht.
    Dennoch muß ich eingestehen, daß Du mit Deinem Beitrag auch hinsichtlich dieser Thematik meinen Kenntnisstand versollständigt und erweitert hast! Dafür meinen Dank!
    Allerdings muß ich in diesem Zusammenhang erwähnen, daß die „Zeugen“, die bei mir zu Gast waren, ihr „Handwerk“ im wahrsten Sinne des Wortes verstanden!!! Ich habe manchmal gedacht, wenn Meinesgleichen es so verstanden hätten, UNSERE Ideen in die Herzen und Hirne der Menschen zu bringen, hätten wir manches große Übel nicht!
    Mit einer gekonnten Leichtigkeit wurden und werden da für mein Verständnis einzelne Bibeltexte herausgenommen und jeglichen Zusammenhang außer acht lassend so interpretiert, wie man es gerade braucht!
    Für ein völlig unbedarftes Gegenüber, das auch nichts hinterfragt, eine wahre Falle!!!
    So gesehen kann ich Deine Feststellungen und Standpunkte nur bekräftigen und voll unterstützen!!!
    Ich danke Dir für diesen hervorragenden Eintrag – möge er zur Aufklärung der Menschen beitragen!

    Die herzlichsten Grüße aus dem Wuhletal!

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  2. Ich weiss nicht, wenn dort steht dass das Christentum mißbraucht wird…ich meine die Geschichten des Christentums ansich war doch schon immer von Blut und Mord geprägt. Im Namen Gottes wurden Menschen ermordet: die Christlichen Kreuzzüge und Kriege. Hexenverbrennungen und Folter der Kirche, selbst in den Staaten sind der bekennende Teil des Ku Klux Klan doch Christen. Die CDU/CSU bei uns haben teilweise nachweisbar verbindungen zu Rechten Burschenschaften, und ihre gegen das Volk gemachte Politik in jeder beziehung lässt mich nicht an irgend etwas „christliches“ denken. Mal ehrlich, wenn diese Partei immer von rechtsextremen und linkextremen redet, müsste es ja auch christextreme geben, nämlich solche, die unter dem vorwand christlich zu handeln, eine unmenschliche Politik praktizieren, eine Politik die nur den Bankern, Lobbyisten, den Überreichen usw. dienlich ist, niemals aber dem Volk.
    Von daher überraschen doch „Zeugen Jehovas“ nicht, jeder weiss doch dass das eine sekte ist, wie auch Scientology.
    Traurig natürlich, wenn überhaupt jemand auf die reinfällt, traurig auch, dass überhaupt noch jemand heutzutage, auf die obig benannte Partei reinfällt
    (nicht, das die anderen besser wären-die Linke nehm ich da aber mal raus-mein persönlicher standpunkt), was beweist, das gerade aus dem Westlichen Teil Deutschlands, die Leute so erzogen wurden, das alles wo „christlich“ draufsteht gut sein muss. Die Tatsache ist aber, nicht überall wo „christlich“ draufsteht ist „christlich“ drin.

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  3. Klar, Andy, natürlich hast Du recht. Die Kirche ist tatsächlich kein frommer Verein von engelsgleichen Betschwestern und -brüdern. Aber es gibt durchaus fromme Menschen, die mit ihrem Christsein sehr viel mehr verbinden, als das die Kirche tut. Und sie setzen das auch oft sehr selbstlos und barmherzig in die Tat um. Doch sie erweisen damit schließlich auch ihrer Kirche einen Dienst; das ist die fatale Wirkung dieses Opiums…

    Ich meine, das hat alles sehr viel damit zu tun, daß hier Gefühlsregungen mißbraucht werden, nämlich jene Zuwendung, die die Menschen in kälteren Zeiten so sehr suchen und brauchen. Die „Zeugen Jehovas“ nutzen diese schlichte Frömmigkeit und das Vertrauen mancher Menschen schamlos aus – und das ist schon kriminell (wie man oben sieht!)

    Danke Euch beiden für die Kommentare!

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  4. Hallo Genosse Norbert,
    Die Sache mit den sogenannten „Zeugen“ hat einen, besser gesagt, mehrere Haken.

    Während der Nazizeit, wie auch später in der DDR, ging es speziell darum daß die Zeugen: a) Den Wehrdienst, einschließlich den Wehrersatzdienst verweigerten, dafür lieber im KZ (unter den Nazis) oder ins Gefängnis (DDR und sonst wo) gingen und b) Teil waren einer vom Staat nicht genehmigte und kontrollierte internationale Körperschaft waren.
    Man kann auch noch hinzufügen daß Angehörige der Zeugen sich strafbar machten durch , ausgehend von eine skurrile Bibelauslegung nicht nur weigerten Blut zu spenden, sondern auch sogar im Lebensgefahr eine Bluttransfusion für sich selbst und Familienangehörigen zu akzeptieren.
    Mir ist noch in Erinnerung daß bei uns, im Falle einer Gesetzverletzung durch „Zeugen“, beispielsweise Wehrdienstweigerung, nicht nur einzelne Personen der „Zeugen“ sondern ganze Familien nach verbüßter Strafen (Knast)nach Westdeutschland abgeschoben wurden. Es stimmt das die „Zeugen“ bei uns als subversiv galten.
    Wie der BRD mit ihren Bürger die „Zeugen“ waren umgesprungen bzw. umspringt ist mir nicht bekannt.
    Mir sind einige hiesiger „Zeugen“ bekannt.
    In der Zeit daß es in Belgien noch Wehrdienst gab, haben alle Brüder dieser Familie ihren verweigerten Dienst im Gefängnis abgesessen.
    Ob die „Zeugen“ schlechtere oder bessere Christen sind, kann ich nicht beurteilen. Sie stehen (oft wörtlich) beharrlich, unbeirrbar für ihre Gesinnung. Auch wenn Otto-Normalbürger sie mit den Nacken anschaut. Von diesem Eifer könnten sich manche Propagandisten anderer Organisationen eine Scheibe abschneiden.
    Mit sozialistischen Gruß,
    Nadja

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  5. Hallo Sascha313,

    vielen Dank für diesen Artikel. Damit konnte ich meine Ansicht über die ZJ weiter festigen.
    Ich habe mich einige Jahre intensiv mit dieser Sekte befasst und habe immer wieder gemerkt, daß bezüglich ihrer Geschichte den Mitgliedern wohl ein maulkorb verpasst wurde. So schnell, wie da das Thema immer gewechselt wurde…

    Herzlichen Dank!
    Alex

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