Amerikanisierung: Ein ernstes Warnungszeichen…

Man muß nicht viel dazu sagen. Michael Moore ist ein weithin bekannter Dokumentarfilm- und Buchautor, der einen Academy-Preis gewann. Die Filme ‚Fahrenheit 9/11‘, ‚Capitalism: A Love Story‘, ‚Bowling for Columbine‘ und ‚SiCKO‘ gehören zu seinen bekanntesten Werken. Wenn er vor der grassierenden Amerikanisierung warnt, dann hat das schon einiges Gewicht, auch wenn diese Zeitungsmeldung schon ein paar Jahre her ist. Aktuell ist sie allemal. Und das was Moore sagt,stimmt…
Moore über Amerikanisierung
Siehe auch:

http://www.michaelmoore.com
Mißbrauch der Gefühle
Geistige Manipulierung
Die antikommunistische Manipulierung der Schuljugend in der BRD

Warum der Faschismus auf fruchtbaren Boden fällt
Meinungsmanipulation im „Dritten Reich“

9 Gedanken zu “Amerikanisierung: Ein ernstes Warnungszeichen…

  1. Das ist nicht nur aktuell, sondern höchst aktuell und auch ich finde, daß dieser Mann in jeder Beziehung „ins Schwarze“ getroffen hat – hier hat diese „erfolgreichste Regierung“ in unserem Land wahrlich absolute Höchstleistungen vollbracht!!!

    Noch einen schönen Abend und herzliche Grüße!
    Marita

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  2. Danke, Marita! Seit mehr als 20 Jahren gibt es auf deutschen Radiosendern zu 80-90% nur noch US-amerikanische Musiktitel („Hits aus den Charts“). Nicht, daß die deutschen Schlager besser wären – doch man gewöhnt die Hörer mehr und mehr daran, alles das gut zu finden, was aus den USA kommt. Und junge Leute, deren Eltern das Geld haben, um ihre Kinder in den USA studieren zu lassen, bringen von dort nicht nur den US-Slang, sondern auch neue Marketingideen mit… Trickreich, zynisch und brutal! So sind die jungen Lakaien der Bourgeoisie! Das alles macht die Konsumenten dumm und gewaltbereit, und bringt Unehrlichkeit hervor.

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  3. Die weitgehende Amerikanisierung Westdeutschlands war nach der plakativen auftrumpfenden NS-Ideologie mit „Großdeutschland“, „Antibolschewismus“, „Kreuzzug gegen den Bolschewismus“ und brutal-zynisch berechnenden Antisemitismus ein weiterer äußerst geschickter politischer und eben auch kultureller Schachzug des deutschen Besitzbürgertums und aller seiner Repräsentanten im Überbau der „jungen“(?), eher wohl: alten(!) Adenauer-„BRD“ nach der krachenden militärischen Niederlage, dem endgültigen Scheitern des Projektes einer Weltmachtstellung des deutschen Imperialismus.
    Die vom deutschen Imperialismus, dem deutschen Besitzbürgertum 12 Jahre favorisierte Hackenkreuz-Toga hatte nun ausgedient, war (zwangsläufig!) aus der Mode, wurde fast über Nacht gegen die Sternenbanner-Toga ausgetauscht, bis hin zu einem ehemaligen Oberleutnant und Ostfrontkämpfer der Deutschen Wehrmacht für „Großdeutschland“ und späteren SPD-Kanzler der nun Vasallen-BRD, welcher mal laut possaunte, wir alle seien doch „Amerikaner“!
    Der Deal in den 3 Westzonen und Westberlin nach 1945 war ganz einfach und verständlich: Schutz des deutschen Besitzbürgertums, des ganzen deutschen Imperialismus vor Enteignung und gesellschaftlichen Machtverlust durch die Besatzer-Bajonette der USA und ihrer neuen englischen und franzözischen Vasallen gegen die besitzlose Mehrheit des (west)deutschen Volkes. Als Preis, Gegenleistung für weltweite ökonomische Freiheit, Zugang zu allen Märkten unter US-Kontrolle(„Marktwirtschaft“) totale, insbesondere außenpolitische sowie militärische Unterwerfung unter den US-Imperialismus, welcher bekanntlich schon sehr früh nach Beginn des 2.Weltkrieges eine amerikanische Führung der Welt anstrebte, eine amerikanische Weltherrschaft, sowohl gegenüber den „feindlichen“ deutschen, japanischen und italienischen Imperialisten, als auch gegen über den „verbündeten“ englischen und französischen Imperialisten, ganz gleich ob aus dem „Lager“ De Gaulles („Freies Frankreich“) oder dem von „Vichy“.
    Die kulturelle Unterwerfung Westdeutschlands als auch fast aller anderen noch-kapitalistischen Länder Europas gab hierfür nur noch den schönen Schein für die herrschenden Klassen.
    Der Deal war für die Besitzenden und ihre vielen Lakaien ökonomisch wirklich bald perfekt, bereits in den frühen 50er Jahren gröhlten die militärisch geschlagenen, nun aber „amerikanisierten“ deutschen Besitzbürger lauthals: „Wir sind wieder wer!“
    Für das deutschen Besitzbürgertum, die deutsche Bougeoisie standen daher nach dem verlorenen Krieg ganz eindeutig Klasseninterssen vor den so genannten „nationalen Interessen“, was ja wohl durch die Spaltung Deutschlands, die Westbindung des Bonner Separatgebildes und eben auch durch die weitesgehende Amerikanisierung ganz augenscheinlich wurde.
    Und was lernen wir daraus? Die Herrschenden, die Besitzenden wissen sehr genau was sie wollen, und wie sie es erreichen.
    Von der „Unterschicht“, dem Proletariat und den verwirrten, verirrten Kleinbürgern und Spießern aller Art läßt sich das leider – noch nicht sagen! 😦

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  4. Lenin hat sehr genau unterschieden zwischen dem revolutionären Proletariat und dem Kleinbürgertum. Natürlich muß man auch heute vor kleinbürgerlichen Ambitionen warnen. Mehr jedoch, scheint mir, ist vor der drohenden „Sozialdemokratisierung“ zu warnen, die im Gefolge nichts anderes ist als eine „Verbürgerlichung“ und Abkehr von revolutionären Erwägungen. Das heißt, man muß die Massen aufklären über die Ziele und die tatsächlichen Chancen einer revolutionären Veränderung der Gesellschaft. Dazu: Lenins Aprilthesen und seine klaren Forderungen, was für einen Staat man braucht, wenn die alte Maschine zerbrochen ist. „In Anbetracht dessen, daß breite Schixchten der revolutionären Vaterlandsverteidiger aus der Masse es zweifellos ehrlich meinen …, daß sie von der Bourgeoisie betrogen sind, muß man sie besonders gründlich, beharrlich und geduldig über ihren Irrtum aufklären…“ (LW, Bd.24, S.7) – Danke, Harry56, für den Kommentar!

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  5. Kleinbürgerliche Weltanschauung und Sozialdemokratismus sind allein schon von den Ursprüngen her engstens miteinander verwandt, echt symbiotisch.
    Es waren vor allem kleinbürgerliche Abkömmlinge mit einem gewissen „Bildungshintergrund“, die sich schon sehr früh, d.h. schon lange vor dem 1.Weltkrieg, in vielen europäischen Ländern vieler wichtiger Ämter und Pöstchen in den sozialdemokratischen und sozialistischen Arbeiterparteien sowie den mit diesen meist sehr verbandelten „anerkannten“ Gewerkschaften zielstrebig bemächtigten, so von kleinbürgerlichen Abkömmlingen zu kleinbürgerlichen Emporkömmlingen mutierten, es als „Arbeiterfunktionäre“ auf diese Tour „zu etwas brachten“, schäbige Trittbrettfahrer der einfachen Arbeiter, von deren Mitgliedsgroschen bald in die „besseren Kreise“ gehoben, nun, dann „vernünftig“ und „besonnen“ zur Freude aller Reichen und deren Regierungen.
    Aus diesen Tatsachen sind nüchterne Schlußfolgerungen zu ziehen. Zu einem Teil und mancherorts wurden sie recht erfolgreich gezogen, wenigsten bis in die frühen 50er Jahre des 20.Jahrhunderts, später jedoch wollte man „reformieren“, „erneuern“, soff erneut von diesem süßen kleinbürgerlich-sozialdemokratischen tödlichen ideologischen Gift peu á peu.. Das vorerstige Ende kennen wir, erneut zahlen auch heute wieder dafür Millionen von Betrogenen und Verführten mit Armut, Hoffnungslosigkeit, Kriminalität, allgemeiner Verwirrung und Hoffnungslosigkeit und immer neuen bestialischen imperialistischen Kriegen.
    Die heutigen Proletarier weltweit müssen aus dieser Geschichte unbedingt lernen um es zukünftig besser und erfolgreicher zu machen – oder sie werden diesem Alptraum niemals entrinnen, mit den Reichen und Herrschenden eines Tages in einer fürchterlichen Barbarei enden.
    Viele Science-Fiction Filme könnten allen als Warnung dienen.
    Selbst Hollywood-Macher sind keine Idioten, haben Augen und können denken, sehen Entwicklungen, Tendenzen, sogar ohne Soziademokraten, Grüne, „Zinseszinz“- oder „Wertkritiker“, gar „Antistalinisten“(ha, ha, ha…!) zu sein.

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  6. Also wo, bitte, ist es in Deutschland anders? – Die Bildung wurde schon längst runtergefahren – das Allgemeinwissen ist kaum vorhanden – Absolventen von Hochschulen sind z.T. dumm wie nie zuvor. Was die Wirtschaft braucht: nicht denkende dressierte „Affen“, die immer wieder gleiche Handlungen ausführen ohne jemals den Sinn zu hinterfragen.

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  7. Dann stellen wir doch mal die Frage nach dem SINN des Lebens…! Ganz konkret. Ich bin sicher, da lösen sich sehr viele Illusionen in Luft auf. Und da läßt sich der Frust eben nicht mehr verdrängen…

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  8. Mir geht die Amerikanisierung der Gesellschaft auch sehr auf die Nerven, die z. T. soweit geht, dass einige versuchen, die amerikanischen Verhältnisse 1:1 auf uns hier zu übertragen, was ja schon von Geschichts wegen gar nicht geht!…
    Sind wir hier denn so minderwertig, dass wir alles, aber wirklich auch alles bis ins Letzte, bis z. B. hin zum Martinshorn, kopieren müssen? Was soll denn das?

    Und in meiner Muttersprache weigere ich mich strikt, dieses Alltags-„Denglisch“ zu übernehmen, spreche mit englischen Begriffen nur, wenn es in unserer Muttersprache für einen Begriff kein adäquates Pendant gibt.

    Alles in allem sage ich: Wer unbedingt durch und durch amerikanische Verhältnisse will, soll nach Amerika ziehen und uns hier mit der Amerikanisierung in Ruhe lassen!

    Stefanie Faßbender, Saarbrücken

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  9. Danke Stefanie, für den Kommentar. Du sagst es. Genauso sehe ich das auch. Es hat noch einen anderen Hintergrund – also nicht nur die Überheblichkeit, mit der uns dieses System übergestülpt wird. Der US-Imperialismus nutzt alle ihm zu Gebote stehenden Mittel der Manipulierung der Massen: da werden z.B. Rundfunkredakteure nach einem kostenlosen USA-Studium in öffentlichen Rundfunkanstalten eingesetzt, um die Bevölkerung noch besser mit dem amerikanischen „Way of Life“ infizieren zu können, da werden US-amerikanische Textilien und Militaria gehandelt, da werden den ganzen Tag US-amerikanische „Hits“ aus den „“Charts“ abgedudelt, da werden billige, niveaulose US-Filmchen und „Comics“ gezeigt, „Stars“ und „Sternchen“ vorgeführt, „hot dogs“ angeboten usw. usf. – die Liste ist endlos!

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