Das Russische Wunder

Zur Erinnerung an die am 26.12.2012 im Alter von 87 Jahren verstorbene DDR-Dokumentarfilmregisseurin, die Kommunistin Annelie Thorndike.

Nur wenige Jahre nach der Gründung der DDR erhielten Annelie und Andrew Thorndike vom Kulturministerium der UdSSR die Einladung, einen Dokumentarfilm über dieses riesige Land, das Land Lenins und Stalins, zu drehen. Das war eine große Herausforderung für die beiden noch jungen Regisseure. Herausgekommen sind dabei über 200.000 Meter Filmmaterial (bestehend aus über 10 Millionen Einzelbildern) davon die Hälfte gesammelt in den Archiven. Man müßte 125 Stunden im Kino sitzen, um sich das alles anzusehen. So entstand 1963 ein unvergängliches Heldenepos über das erste sozialistische Land der Erde, der Film „Das Russische Wunder“. Für viele Generationen waren dieser Film, und auch das zuvor erschienene gleichnamige Buch, ein beeindruckendes Dokument revolutionären sowjetischen Kämpfertums. Das wird uns für immer unvergeßlich bleiben. Eines der besten Bilder aus jener heroischen Zeit des sozialistischen Aufbaus in der UdSSR ist das folgende:

Arbeiter

Ein einfacher russischer Bauer lernt lesen und schreiben…

„Man muß jedoch wissen“, so hatte Lenin gesagt, „und darf nicht vergessen, daß die Elektrifizierung nicht mit Analphabeten durchzuführen ist… Wir brauchen Menschen, die nicht nur des Lesens und Schreibens kundig sind, sondern kulturell hochstehende, politisch bewußte, gebildete Werktätige.

Genossin Annelie Thorndike erhielt den Leninpreis und den Nationalpreis der DDR (3x)

Siehe auch:
Warum der Sozialismus siegen wird
Der Weg der Sowjetmacht zum Sieg des Sozialismus

Und hier ist nun der Film: „Das Russische Wunder“:

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=UsvvISpmmP0
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=XOzBpZZ9r-A

(siehe Kommentar)

7 Gedanken zu “Das Russische Wunder

  1. Vielen Dank für diesen Artikel und den Film!

    Haben Sie zufällig den zweiten Teil auch? Ich konnte ihn leider nicht finden – und dieser Teil hört mitten im Wort abrupt auf.

    Er ist ein sehr wichtiges Zeugnis der Begebenheiten in der jungen Sowjetrepublik. Zeigt er doch, dass sich an der Politik der immer selben imperialen Haupt-Mächte USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland bis heute NICHTS geändert hat, dass sie heute wie damals immer noch dieselbe räuberischen Ziele, nicht zuletzt in Hinsicht auf Russland verfolgen!

    Sollten Sie den zweiten Teil irgendwo finden, bin ich Ihnen für eine kurze Notiz äußerst dankbar!

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  2. Danke, Solveigh, für den Kommentar. Ich füge den Teil 2 als Link hier hinzu. Allerdings gibt es dazu noch einiges zu kommentieren und zu ergänzen, angefangen von der Ermordung Stalins 1953, der Rolle Chruschtschows und seiner Gefolgsleute bis hin zur Sabotage im Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 – das alles konnten A.+A. Thorndike natürlich zu dieser Zeit, als der Film gemacht wurde, noch nicht wissen, noch konnten sie es ahnen, denn ab 1956 war die verbrecherische Clique um Chruschtschow bereits an die Macht gelangt, und mit ihr begannen die Entartungen und Fälschungen in der Sowjetunion, begann der moderne Revisionismus! Darüber gibt es heute bereits zahlreiche Erkenntnise ernstzunehmender russischer Historiker wie Juri Shukow, Mironin, Prudnikowa, Muchin, Jemeljanow und anderer, wie Kurt Gossweiler, der mit seiner „Taubenfußchronik“ als erster deutscher Historiker die Verbrechen Chruschtschows aufdeckte (siehe Politisches Archiv).
    Hier ist also der Link zu Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=XOzBpZZ9r-A
    …der Satz z.B. „…als Stalin die Macht mißbrauchte“ ist ein verhängnisvoller Irrtum der Autoren dieses Film. Er beruht auf den Lügen Chruschtschows auf dem XX.Parteitag. siehe: „Eine verbrecherische Rede

    (Mitgewirkt an dieser Fassung hat übrigens auch Hansgeorg Stengel!)

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    1. Ich habe meine Probleme, wenn Aufdeckung, Aufarbeitung von Personen erfolgt, die nie das Leben und Hintergründe warum, weshalb, wieso in dieser Gesellschaft erleben konnten. Vordergründig erfolgt die Analyse nach Denkchema westlicher(kapitalistischer)Hemisphäre, dem Kalten Krieg entlehnt, jene in dem Sinne Paulusse vom Ansatzchema schlimmste Saulusse verkörpern.
      MfG sloslite(anerkanntes Opfer des SED Regimes)

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  3. Obigen Kommentar kann ich mich unbedingt anschließen!

    Mich hat dieser Film mit seinen vielen eindringlichen Bildern und faktenreichen Aussagen ebenfalls sehr bewegt und nachdenklich gemacht. Er hat bei mir aber auch eine große Bewunderung für die damaligen Bolschewiki und viele andere einfache ehrliche Menschen hervorgerufen für die großen Leistungen, welche diese unter den damaligen unglaublichen Umständen doch vollbracht haben.
    Von den damaligen Verhältnissen ausgehend über die unsäglichen Opfer und Verwüstungen des deutschen imperialistischen Verbrechens gegen die UDSSR in den Jahren 1941-1945 in nur knappen 40 Jahren hin bis zu einem Sputnik und einen Gagarin zu gelangen zeigt, dass der Sozialismus, seine Errichtung eben keine Phantasien sind, sondern eine sehr reale und praktikable Angelegenheit ist.
    Doch erst, wenn die Macht des Imperialismus gestürzt ist, ganz besonders in den imperialistischen Hauptländern.

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  4. Danke für die sehr informative Dokumentation. Sowas sieht man im Fernsehen nicht.

    Ich wünsche noch ein kämperisches neues Jahr, dass das arbeitende Volk aus der Erstarrung aufwacht und seine Kraft erkennt!

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  5. Gleichwohl möchte ich Dank aussprechen zu den beiden Teilen des russischen Wunders, weil dies beiden Teile jetzt gut 20 jahre suchte, als wichtige Dokumentation, Feindbilder in Bild und Ton entgegen zu wirken, die einer Hydra inzwischen fakultativ sich ausweiteten. Überall wo westliche Hemisphäre oberhand gewinnt, nimmt drastisch soziale Verarmung, Ausbeutung zu, die bis zu russischen Zuständen vor der Revolution führt nicht nur in Afrika und Lateinamerika, sondern längst auch in Europa Fuß gefasst hat Wir haben es längst nicht mehr mit Zunahme des Ausbeutungscharakters zu tun, sondern mit einer Neukolonialisierung der Welt(Rohstoffressourcen), durch die Industrienationen zu tun, als ausübendes militärisches Söldner-Instrument fungiert Nato und Seato.
    MfG slolsite

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  6. Danke, sloslite, für die beiden Kommentare. Es ist wahr, daß „westliche“ Denkschemata über weite Teile das Denken und die Wahrnehmung der Menschen hierzulande beherrschen. Zudem verhindern oft tiefsitzende Vorurteile gegenüber den Kommunisten in der UdSSR und der DDR diejenigen, die dieser medialen Hydra kritisch gegenüberstehen, sich einer dialektisch-materialistischen Denkweise anzunähern. Und dabei wäre doch gerade damit eine Lösung der sozial-ökonomischen Probleme der Menschheit erreichbar…

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