Oscar Niemeyer: Die Kommunisten…

TextOscar Niemeyer…und Oscar Niemeyer war Kommunist. Und er blieb es bis zu seinem letzten Lebensjahr. Als einer der berühmtesten Architekten der Welt schuf er Beeindruckendes. Nicht für die Ewigkeit, aber doch immerhin für die Gegenwart. Die Menschen bewunderten seine gigantischen und großzügigen Bauwerke, die oftmals die Gesetze der Statik zu überwinden schienen.
Brasilia

Nur zur Erinnerung: Viele großartige Menschen waren Kommunisten und sind es…
Picasso war Kommunist
Juri Gagarin war Kommunist
– Ernesto Che Guevara war Kommunist
Otto Nagel war Kommunist
Ruth Werner war Kommunistin
Helmut Preißler war Kommunist
Stalin war Kommunist
Bertolt Brecht war Kommunist
Soja Kosmodemjanskaja war Kommunistin
Walter Ulbricht war Kommunist
Professor Iljuchin war Kommunist
Claudio Abbado war Kommunist

und die Reihe ließe sich fortsetzen:
Kurt Gossweiler ist Kommunist
Hermann Kant ist Kommunist
– Täve Schur ist Kommunist
– Heinz Kessler ist Kommunist
Siegmund Jähn ist Kommunist…

und tausende weitere ungenannte Genossen. Sie alle eint, was Bertolt Brecht schon sagte:

DER KOMMUNISMUS

Er ist vernünftig, jeder versteht ihn. Er ist leicht.
Du bist doch kein Ausbeuter, du kannst ihn begreifen.
Er ist gut für dich, erkundige dich nach ihm.
Die Dummköpfe nennen ihn dumm, und die Schmutzigen nennen ihn schmutzig.
Er ist gegen den Schmutz und gegen die Dummheit.
Die Ausbeuter nennen ihn ein Verbrechen.
Aber wir wissen:
Er ist das Ende der Verbrechen.
Er ist keine Tollheit, sondern
Das Ende der Tollheit.
Er ist nicht das Chaos
Sondern die Ordnung.
Er ist das Einfache
Das schwer zu machen ist.

(Bertolt Brecht)

Siehe:
Kommunisten-online: ZUM ABLEBEN DES GENOSSEN OSCAR NIEMEYER
Radio ontarosso
Der Spiegel (1/2009)
Mily Kadz (Fotograf)
Julius Fučik: Unter dem Banner des Kommunismus

————————————————————————————————–
…keine Kommunisten sind bspw. Trotzki, Gysi, Wagenknecht, Sjuganow

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33 Gedanken zu “Oscar Niemeyer: Die Kommunisten…

  1. An diese Menschen wird sich die Menschheit immer erinnern, weil sie ihrem Herzen immer treu geblieben sind und all ihre Kraft auf ihre Art und Weise für das Wohl des einfachen Volkes hergegeben haben.
    Die Veräter und Kapitulanten werden jetzt in den Medien als Helden gefeiert, doch sie werden später auf den Müllberg der Geschichte enden.

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    1. Nun sind aber wir auf dem Müllberg. Unter uns herrscht Uneinigkeit und gegeneinander. Revisionismus macht sich auch heute breit. Manche schwelgen nur in Erinnerungen und haben nichts dazugelernt.

      Solange wir leben, wird es in Europa keine Änderung geben.

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      1. …Solange wir leben …ich wäre mir da nicht ganz so sicher. Denn Änderungen muß und wird es geben. Doch in welche Richtung??? Allerdings: Je ausgeprägter die Strukturen des Kapitalismus, desto länger dauert sein „Sterben“ – anders gesagt, desto schwerer ist es a) seine verkorksten Zusammenhänge und diese kranke Denkweise zu bekämpfen und b) desto wichtiger ist es, mit klaren Zukunftsvorstellungen aufzuwarten. Die Uneinigkeit und den Revisionismus gab es schon zu Lenins Zeiten; die Kämpfe natürlich auch!!! Aber die Bolschewiki haben eben doch gesiegt!

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      2. Na, da hoffen wir, dass es nicht nach rechts abdriftet.

        Die Hetze ist derzeit groß. Die untergegangene DDR wird auf „Mauer“ und „Stasi“ reduziert und entsprechend gehetzt. Es kostet viel Energie und Zeit das richtigzustellen. Doch es ist ein Kampf gegen „Windmühlen“.

        Falls es je wieder Sozialismus in Deutschland und in Europa geben sollte, kann das, meiner Ansicht nach, nur im Verbund der europäischen Länder gehen. Scharf bewachte Grenzen werden dann hoffentlich nicht mehr notwendig sein.

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      3. „Na, da hoffen wir, dass es nicht nach rechts abdriftet.“ Also wenn Du diese BRD meinst, dann sehe ich (und spüre leider) dass die Politik hier bereits beängstigend rechts steht und handelt. Oder meinst Du CDU und SPD seien keine rechten Parteien? Dem Namen nach nicht, so mutig sind die dann ja doch nicht, drauf zu schreiben was bei denen drin steckt. Aber kann man beim lesen des jetzigen Regierungsprogramms da anderes sagen, als das da rechte Politik verbrochen wird?

        Dieser Imperialismus ist verdeckt faschistisch. Wer nicht sieht, dass diese Politik längst rechts steht, wird bald in einem offenen Faschismus aufwachen.

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      4. Vorfinder (Besucher)
        13. Dez 2013 @ 19:31:05

        „Dieser Imperialismus ist verdeckt faschistisch. Wer nicht sieht, dass diese Politik längst rechts steht, wird bald in einem offenen Faschismus aufwachen.“

        Ultralinke Phrasendrescherei war noch nie mein Ding, und doch…, „verdeckter Faschismus“…..

        Schaut man sich die „Sudetenkrise“ einschließlich angeheizter „Flüchtlingsströme“ und den darauf erfolgten „Anschluß“ von 1938 mal näher an und vergleicht dann das Jahr 1989 und den neuen „Anschluß“ von 1990, so fallen einem bald die Schuppen von den Augen über den damaligen „Faschismus“ und heutigen BRD/NATO-Imperialismus.
        Ebenso sind die Parallelen zwischen den „Nürnberger Rassengesetzen“ von 1935 und der absolut sozialfaschistischen Hartz 4- „Gesetzgebung“ ab 2005 frappierend.
        Entrechtung, Bedrohung, Erniedrigung, Enteignung bis hin zur Sippenhaft für Kinder und Jugendliche, damals und heute wieder.
        Ob Nationalsozialisten, Sozialdemokraten, „Christliche“ und „Liberale“, „Grüne“…., voll vereint gegen die Besitzlosen, Armen, Geknechteten, die erwerbslosen „Arbeitnehmer“, dazu fleißig sekundiert von der neuen „Deutschen Arbeitsfront“, dem „überparteilichen“ DGB. Doch andersrum voll für die Bedürfnisse und Ansprüche des Kapitals selbst über Leichen gehend!
        Es werden immer wieder „Mauertote“ heuchlerisch beklagt, doch was ist mit den vielen Hartz 4 Opfern, die seit 2005 in den Suizid getrieben wurden?
        Man liest da nur immer von „Familientragödien“, „psychisch Kranken“….
        Wo bleiben hier seriöse Untersuchungen, Statistiken?
        Es geht alles auch ganz gut – selbst die weitgehende „Gleichschaltung“ der Medien – ohne Braunhemden und Nagelstiefel.

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  2. Nein, Kommunisten haben sich niemals verkrochen…außer in der Illegalität und beim Partisanenkampf. Und diejenigen, die irgendwann die Fronten gewechselt haben, waren auch vorher keine Kommunisten. Sioe waren und sind schmutzige, charakterlose und erbärmliche Kreaturen…

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    1. Und nicht wenige dieser erbärmlichen charakterlosen Kreaturen landeten später in den höheren Rängen der sozialdemokratischen und „sozialistischen“ Parteien, erklommen sogar Ministersessel und andere staatliche oder privatwirtschaftliche Futterkrippen, viele ebenso in lukrativen EU-Institutionen.
      Allein in Deutschland könnte man genügend solcher Typen aufzählen, aber eben nicht nur hier!
      Doch „Petra“ hat in einem Punkt unbedingt recht, nur in der Vergangenheit schwelgen bringt niemanden etwas außer denen, die HEUTE herrschen und absahnen.
      Klassenkampf findet zur Zeit leider nur von oben statt, von unten höchstens als Folklore.
      Und die Kommunisten und „Kommunisten“ (Linke, „radikale Linke“, „Anti-Deutsche“ etc..) bekämpfen sich meist mehr gegeneinander als den wahren Feind, doch leider mitunter zurecht, denn unter ihnen tummeln sich viele Verräter, Provokateure, Wirrköpfe, Spinner…
      Es ist daher ohne sehr gute Kenntnisse über den wissenschaftlichen Sozialismus nicht immer leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen, Klarsicht zu bekommen.

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  3. Hallo Genosse Norbert,
    Also, Bescheidenheit ist eine Zierde, nicht propagandistischen Eigenlob!
    Es gibt auch Nichtkommunisten die eine bessere Welt schaffen wollen und können.
    Meine Eltern erinnerten immer daran daß es bereits vor 1933 sowohl schatzbare Edelkommunisten gab als leider auch Radaukommunisten. (Viele dieser – Saalschlachtenhelden – sind dann 1933 vom RFB zur SA übergelaufen).
    Nach 1945 gab es auch edle Kommunisten, leider aber auch Mitläufer und Karrieristen, nebst rechthaberische
    und herrschsüchtige Typen, die alles verhaßt machten. Zum Beispiel die obengenannte Ruth Werner: ein Drachenweib war sie! Man muß da differenzieren können und wollen.
    Die SED entstand durch den Zusammenschluß von Sozialdemokraten und Kommunisten, in der Nationalen Front des demokratischen Deutschlands, im Nationalen Aufbauwerk, gab es auch Bürger anderer Parteizugehörigkeit (Blockparteien) und Parteilosen.
    Jeder einer hat so seine persönliche Liste Kommunisten die er bewundert, solange die Listen sich ergänzen ist das kein Fehler.
    Sollen sich die Möchtegernkommunisten erst mal das Vertrauen der Volksmassen erwerben!
    Mit sozialistischem Gruß,
    Nadja

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    1. Hallo Nadja,
      Du urteilst sehr vorschnell und pauschal über Menschen, die Du nicht kennst. Durch wieviele innere Zweifel an Menschen, denen man mal vertraut hatte, und durch wieviele Enttäuschungen wird so mancher ehrliche Kommunist gegangen sein, ehe das Schicksal ihn hart gemacht hat – ohne zugleich ungerecht zu sein. Nicht alle hatten so ein Talent wie Ernst Thälmann, daß ihm die Arbeiter millionenfach zuhörten. Und, Nadja, auch viele Christen wurden zu kommunistischen Mitstreitern!

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      1. Genosse Norbert,
        „Und, Nadja, auch viele Christen wurden zu kommunistischen Mitstreitern!“
        Kein Problem! „Ex Oriente Lux“ In der DDR hatten wir die CDU mit Gerald Götting mit in der Regierung. Leider auch manipulierte „Schwerter zu Pflugscharen“-Pazifisten in gewisse kirchliche Kreise.
        Mit sozialistischem Gruß,
        Nadja

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      2. Na, Genosse Norbert,
        Von wegen „Pauschal“: Pauschal finde ich den Spruch, das Motto, von Oskar Niemeyer. Aber wenn Du daran gefallen hast, es dir wohl tut, sei es dir gegönnt.
        Alles Gute,
        Nadja

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      3. Nadja, pauschal – das ist so ein Wort. Ich brauche Dir doch nichts zu erzählen über die Dialektik von Einzelnem und Allgemeinem, oder? Es geht auch nicht darum, ob ich Gefallen daran finde, sondern, ob es „typisch“ ist, ob es „charakteristisch“ ist, daß Kommunisten „die einzigen“ sind, die immer noch eine bessere Welt schaffen wollen. Oder sollte man etwa den vielen fortschrittlichen (kommunistischen) Mit-Denkern und Mitstreitern (z.B. dem Theologen Hanfried Müller oder dem Metropoliten Gregorius usw.) ihre kommunistischen Gesinnung absprechen? Da spielt doch die Herkunft und die Religion eine völlig untergeordnete Rolle… JA, es ist typisch, es ist chrakteristisch, daß die Kommunisten die EINZIGEN sind! Der Kommunismus ist die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt! Alle anderen waren eben bis dahin mehr oder weniger nur „Zuschauer“ gewesen (und sind es noch immer!). Das ist doch zunächst mal keine Frage der Parteizugehörigkeit!

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      4. Hallo Nadja,

        ich bin ja kein Kommunist, weil mir dazu noch viele Informationen fehlen und werde sicher noch als sogenannter Christ irgendwie durchgehen. Nun bin ich ja unter dem Faschismus der BRD Verwaltung groß geworden und habe wenig Ahnung, wie es bei euch in der DDR wirklich war, aber wenn ich da so einen Satz, der doch gar nichts anderes als ein geringschätziges Werturteil über einen Menschen ist „DDR Überzeugten“ lese, frage ich mich, welchem Weltbild ein solcher Mensch wirklich aufgesessen ist, das nun weder – was ich bisher über den Kommunismus verstanden habe, noch über das Christentum und vor allem über diesen KULT weiß, der christliche Religion genannt wird – etwas mit Kommunismus noch mit Christentum zu tun haben kann.
        In meiner Gedankenwelt bezeichne ich das als widerlichen Defätismus, der sich stets aus einem unkontrollierten Sarkasmus entwickelt und meist im hedonistischen Nihilismus, aber immer im Nihilismus enden muss.

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  4. @Harry: „Es ist daher ohne sehr gute Kenntnisse über den wissenschaftlichen Sozialismus nicht immer leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen, Klarsicht zu bekommen.“

    …und genau darum geht es hier: Klarsicht, gute Kenntnisse (aber eben auch historische!) und ein klarer marxistisch-leninistischer Klassenstandpunkt. Das alles kann man lernen (wenn man will!) Lenin hat sich aus solchen sinnlosen Streitereien herausgehalten, außer wenn es um prinizipielle Fragen ging, die man den eigenen Genossen erklären mußte.

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  5. Hier ein aktuelles Beispiel zum täglich faschistoiden in dieser bundesdeutschen Gesellschaft. (Neu oder überraschend ist das alles nicht, sondern eben allzeitiger Bestandteil der imperialistischen BRD. – Ich weise da jetzt nur drauf hin, weil eben selbst Linke immer noch meinen, dies Deutschland sei zwar Ungerecht und es gäbe Ausbeutung, ja, und Krieg forciert Deutschland in der Welt auch wieder, ja, aber ein rechter Staat ist diese Land ja nicht. „Harry“ hat hier in einem Kommentar klare Beispiele gebracht, die das Faschistische der hier herrschenden Politik abbilden. Die Sache in Frankfurt/Main ist wie gesagt keine Neuigkeit. Aber der Vorgang steht dafür, wie eben selbstverständlich und von den Herrschenden bewahrt faschistisches Gedankengut, faschistische Leitbilder Grundlage von Denken und Handeln deutscher Politik sind. Die BRD hat den Faschismus nie ausgemerzt, sie hat dem Faschismus nur seit je einen scheindemokratischen Deckmantel übergestülpt. – Faschismus ist nicht erst, wenn Braunhemden wieder Wohnungen stürmen …)

    Hier der Link zu Frankfurt/Main

    http://www.jungewelt.de/2013/12-14/062.php

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  6. Liebe Genossin Nadja, (von ehemaligen Jugendfreund zu ehemaliger Jugendfreundin :),

    ich verstoße gegen „Sachas“ Rat, sich nach Lenin, aus Streitigkeiten rauszuhalten. Lenin wie auch „Sascha“ haben recht. Es geht aber ja auch um das Selbstverständnis untereinander. Und da war man von Goethe bis Hacks dafür bissel klärer zu sein.

    Lügen verkaufen sich schmissiger, weil rücksichtsloser und wandelbarer, als Wahrheiten. Eben WEIL die Lügen VERKAUFT werden. Und Wissenschaft (M/L) gehört eben nicht auf den Jahrmarkt.

    Ja, es gab und gibt sperriger Weiber und Kerle auch unter Kommunisten. Diese Menschen aber sind unsere. Und wenn da die Erziehung versagt hat, dann ist das auch unsere Verantwortung, die der jeweils Lebenden.

    Du hast ganz recht, dass wir die Vermittlung unserer wissenschaftlichen Weltanschauung nicht passend genug ins Volk bekommen haben. Auch Du schreibst einen Block und die Weltrevolution haben wir jeder noch nicht auszulösen vermocht.

    Laß uns gemeinsam Stolz auf unsere historische Überlegenheit sein. Es gibt so viele Feinde! Um sperrige Kommunisten müssen wir uns zuerst nicht sorgen. Wobei Du durchaus recht hast, dass es auch viel Schaden aus den eigenen Reihen gab. Haben aber Revisionisten, Opportunisten, Verräter, uns nicht doch weit schlimmer geschadet, als dies oder jenes „Drachenweib“ (die Kerle nicht ausgenommen)!

    Die Wahrheit muß als Wahrheit und die Wissenschaft als Wissenschaft erkennbar bleiben. In der Vermittlung liegen wir zurück, da stimme ich Dir zu. Und da Kommunisten eben auch Ästheten sind, hast Du recht, auf die Unzulänglichkeiten in der Form hinzuweisen. Dennoch ist mir jeder lieb, der überhaupt erst mal weiter Wahrheiten ausspricht, unsere wissenschaftliche Weltanschauung unter die Menschen trägt. Mit dem besiegen der Lüge werden wir auch zur Form finden. Lenin z.B. hat uns reiche Vorgaben geliefert.

    Ich wünsche uns allen heiteren Mut!

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    1. @ At all:

      Die Frage, ob Kommunisten die Einzigen sind oder es auch noch andere Leute gibt, die eine bessere Welt wollen, kommt mir doch ein wenig akademisch, abgehoben, jesuitisch vor!

      Natürlich gibt es außer ECHTEN Kommunisten auch noch andere Leute, die eine bessere Welt wünschen.
      Da diese Leute aber keine wissenschaftliche Weltanschauung besitzen, daher leider keine Einsicht für die dazu notwendigen Schritte und Bedingungen haben, so gar nicht haben können, bleiben deren Wünsche immer nur schöne Träume, wohlfromme Wünsche, und oft landen sie in späteren Jahren in Resignation oder Zynismus, auch Gleichgültigkeit.
      Da sie also keine Einsicht in die tatsächlichen gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Existenz besitzen, sich dagegen oft sogar sträuben, landen sich am Ende fast immer bei den „schlechten Menschen“, welche sich „nie ändern“ würden, daher folglich alles so weiterginge….
      Es reicht eben nicht, eine bessere Welt nur zu „wollen“, man muss dafür sich zunächst entsprechend bilden, bilden zu einer wissenschaftlichen Einsicht in gesellschaftliche Entwicklungen, und anschließend dieses gewonnene Wissen entsprechend umsetzen, dafür dann Mitstreiter gewinnen, dafür zu kämpfen.
      Und wenn es eine gewisse kritische Masse an wirklichen Kommunisten als „Katalysatoren“ gibt, kommen auch die anderen Gutwilligen ins Spiel, können solche mitunter überzeugt – zumindest teilweise, innerhalb gewisser Grenzen – und zum Mitmachen bei der geplanten Umwälzung, dem „Umsturz“ gewonnen werden.
      Lenin sagte mal, die Kommunisten sind nur ein Tropfen in einem Ozean (der Gesellschaft), können daher nicht alles selbst tun, müssen sich auf viele Helfer stützen können beim Sturz der alten kapitalistischen und dem Aufbau einer neuen sozialistischen Gesellschaft.
      KLartext: Es geht um eine Führungsrolle, keiner nur angemaßten, einer Führungsrolle, die auf dem wirklichen VERTRAUEN der überwiegenden gutwilligen Massen beruht! (angewandte gesellschaftliche Dialektik)

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  7. …Lenin hat uns reiche Vorgaben geliefert! So ist es. Danke, Vorfinder! Und, naja, jesuitisch)))… Du hast natürlich recht, Harry: auf das TUN kommt es an und auf das Vertrauen der Volksmassen in die führende Kraft der Kommunisten – deshalb noch einmal: Wissenschaftlichkeit, Aufrichtigkeit und Konsequenz!

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  8. Es ist – mit Verlaub – eine ziemliche Dummheit, so etwas zu behaupten, denn den Sozialismus gab es bereits. Und wer sagt denn, daß etwa das russische Volk 1917 bereits „reif“ für den Sozialismus war? Doch immerhin: die Situation war damals reif für die Oktoberrevolution! Lenin hatte das erkannt, und unter Führung der Bolschewiki baute das Land mit Erfolg den Sozialismus auf. Schließlich hat der Sozialismus sogar dem Generalangriff durch die imperialistischen Mächte 1939-45 energisch widerstanden und unter Stalin den Sieg errungen, und wurde (zum tragischen Leidwesen aller seiner Bürger!) allmählich (restlos erst über 40 Jahre später!) von seinen inneren und äußeren Feinden zerstört. Wäre das nicht gelungen, lebten wir – vielleicht heute schon? – im Kommunismus…

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  9. Nun ja, einen entwickelten Kommunimus, errichtet von hierfür bewussten Menschen, hat es natürlich noch nicht gegeben, konnte es noch gar nicht geben.
    Dieser Kommunismus kann sich auch gar nicht direkt aus dem Kapitalismus heraus entwickeln.
    Erst eine schon weit entwickelte sozialistische Gesellschaft – und zwar im breitesten internationalen Maßstab! – wird den Boden abgeben für die Herausbildung des wirklichen Kommunismus, vor allem auch bewusster Menschen als der Erbauer dieser neuen besseren, wahrhaft menschlichen Welt.
    Der Anfang ist eben die Errichtung und der Aufbau des Sozialismus, einer ersten, und wie schon Walter Ulbricht einst sehr richtig feststellte, längeren relativ(!) selbstständigen Phase der gesellschaftlichen Entwicklung hin zum Kommunismus.
    Es ist doch ganz klar, dass sich in dieser längeren Aufbauphase über einige Generationen hinweg auch die Menschen ändern werden, allmählich, peu à peu zu anderen, neuen Menschen werden, und zwar durch die eigene Praxis beim Aufbau des Sozialismus.(Erste Phase des Kommunismus!)
    Wir haben es also mit konkreter, ganz und gar materialistischer gesellschaftlicher Dialektik zu tun bei der Hervorbringung eines neuen „Menschentypus“!
    Diesem ganzen dümmlichen bürgerlichen Geschwätz von einer endlosen menschlichen „Unreife“ für eine neue höhere kommunistiscche Gesellschaftsordnung muss man vehement entgegentreten.
    Denn selbst in diesem dummen bürgerlichen Geschwätz kommt – wenn auch oft völlig unbewusst – materialistische gesellschaftliche Dialektik (Ich wäre beinahe geneigt von echt Adorno’scher „Negativer Dialektik“ zu fabulieren!) zum Ausdruck, nämlich ein fauliges dummes zynisches bürgerliches Denken als Wiederspiegelung der momentan noch objektiven Realität einer fauligen verwesenden bürgerlich-kapitalistischen Klassengesellschaft, welche sich eben in einem äußerst schwarzen, negativen Menschenbild vieler vermeintlich bürgerlicher Intellektueller und Halbintellektueller, Halbgebildeter, Verwirrter, verzeifelter, Zyniker etc… niederschlägt.
    Wer also behauptet, die Menschen würden niemals „reif“ sein für einen Kommunismus, beweist nur, wie tief er bereits weit, sehr weit, sehr tief unter das bereits vor vielen Generationen selbst von bürgerlichen Denkern, Aufklärern erreichte Niveau gesunken ist, bzw. dieses nicht mal mehr auch nur erahnen kann.(Meine Empfehlung an solche „Heulsusen“: Lest auch mal bürgerliche Klassiker!)
    Wer also völlig unfähig oder unwillig ist, über den Tellerrand dieser jetzigen bürgerlichen Welt hinaus zu blicken, wird natürlich immer bei der „Unreife“ der Menschen bleiben, und so, seien wir doch ganz ehrlich, realistisch, sehr leicht seinen billigen kleinen opportunistischen Frieden mit den heutigen Macht-,Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnissen finden…, manchmal mehr, manchmal noch weniger bewusst, für die Eliten als auch deren Lakaien auf alle Fälle ein angenehmer Selbstbetrug, Selbstbetrug zum selbstgefälligen Weitermachen wie gehabt…., mit gelegentlicher dick aufgetragener scheinheiliger, typisch bürgerlicher Heuchelei über die „schlechte Welt“, die „schlechten Menschen“…., das „Chaos“, die „Gottlosigkeit“….., die „Gier“….

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  10. Wer sich nur ein wenig mit der Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung, revolutionärer ECHTER Befreiungsbewegungen auskennt, hat überhaupt keinen Grund zu endloser Resignation und Fatalismus, zu einem vordergründigen schwarzen negativen Menschenbild!
    Die nicht wenigen Sklavenaufstände in der antiken Welt widerlegten ganz klar Aristoteles und andere Sklavenhalter-Philosophen mit deren Meinung, der Sklave sein „von Natur aus“ ein Sklave.
    Die vielen Bauernaufstände des Mittelalters (und nicht nur in Europa!) widerlegten ganz klar das damalige Geschwätz der Feudalherren und deren als Theologen oder Philosophen verkleideten Ideologen von einer „göttlichen“ bzw. „gottgewollten Ordnung“, einer „himmlischen Hamonie“ und ähnlichen Unfug.
    Das Bürgertum brachte seit dem frühen Mittelalter nach und nach sehr viel Licht und Aufklärung in die Welt, bis hin zu einem wissenschaftlichen Sozialismus durch zunächst Karl Marx und Friedrich Engels.
    Und dann gab es schon im 19.Jahrhundert die ersten proletarischen Erhebungen, in denen die Arbeiter sich dagegen auflehnten, nur willen- und hilflose Lohnsklaven ihrer „Brotherren“, der Kapitalisten zu sein.
    Das 20.Jahrhundert erlebte dann eine Reihe weltgeschichtlich bedeutender Revolutionen, doch leider auch Konterrevolutionen.
    Was nun alle diese Aufstände und Revolutionen auszeichnete, war, dass sich in, innerhalb dieser „Aktionen“ die Menschen sehr plötzlich wandelten, sich aus vereinzelten und hilflosen, feigen Unterthanen sehr schnell zu kollektiv handelnden, in gewisser Hinsicht doch schon „neuen Menschen“ zu verwandeln begannen.
    Und setzte dieses Verwandeln nicht schon ein, als am Ende des fürchterlichen Bürgerkrieges, inmitten von Not, Hunger und Verzeiflung sich Arbeiter einer Moskauer Reperaturwerkstatt an einem Samstag zusammenfanden, um OHNE Lohn, ganz und gar freiwillig, fahruntüchtige Lokomotiven wwieder in Gang zu setzen, sich diesem Beispiel bald tausende Arbeiter andrer Fabriken und Werkstätten anschlossen, und so der „Subotnik“ erfunden wurde?(siehe: „Das russische Wunder“, Teil 1!)
    Waren das nicht wenigstens schon Keimzellen eines neuen, sozialistischen Bewusstsein, des Überganges von einem rein kleinbürgerlich-bürgerlichen ICH hin zu einem neuen, schon ein wenig sozialistischen WIR?
    Man könnte allein aus der Geschichte des 20:Jahrhunderts noch tausende weiterer Beispiele anführen um zu zeigen, dass Menschen sich unter bestimmten Bedingungen, wenn sie sich organisieren und gemeinsam zu handeln, zu kämpfen beginnen, häufig schneller wandeln können als man in ruhigen, friedlich-ausbeuterischen Knechtverhältnissen es sich kaum vorzustellen vermag.
    Die Herrschenden wussten zu allen Zeiten und auch heute nur zu gut, dass ihre Tage gezählt sind, wenn die Beherrschten und Ausgebeuteten sich erstmal ihrer gemeinsamen Kraft bewusst geworden sind.
    Daher waren sie zu allen Zeiten bemüht, Knechtschaftgesinnungen bei ihren Unterthanen hervorzurufen und eifrig zu pflegen.
    Man sollte sich mit diesem ganzen widerlichen bürgerlichen ideologischen Unrat auch nicht zu lange aufhalten, Sinn und Funktion dieses Mülls kurz klar und präzise darlegen um anschließend sich wirklicher Aufklärung und Organisation zuwenden.

    Noch ein Scherz am Rande: Der Genosse Stalin, so bürgerliche „Historiker“, soll am 22.Juni 1941 einen Nervenzusammenbruch erlitten und sich tagelang unter der Bettdecke verkrochen haben!

    Meine Frage: Wie viele deutsche Konzern- und Bankherren mögen wohl im November 1918 oder während der revolutionären Ruhrkämpfe (Rote Ruhrarmee, um die 100 000 bewaffnete Arbeiter) in ihren pompösen Villen mit zitternden Händen Revolver gehalten haben um sich bei Ankunft der „Roten“ und „Spartakisten“ ihre Zylinder-Rüben schnellstens feige wegzublasen?
    Dafür gibt es einige belegte Beispiele!
    Oder: Als 1945 die Rote Armee sich einer alten bekannten deutschen Texitil-Stadt in Niederschlesien nährte, flüchteten einige von den Inhabern einer solchen Textilfabrik, zur Tarnung in lumpige! Kleidung verpackt, voller Angst und Panik in wilder Flucht Richtung Westen!
    Ebenfalls verbürgt!
    Nur DAVON hört und liest kein Mensch etwas in den bürgerlichen Medien und „Bildungs“einrichtungen.
    Panik, Angst und Schrecken bei den „Eliten“, den Ausbeutern, den „feinen Leuten“, wenn der „Pöbel“ erwacht, aufsteht, Jesus Maria, wo führte das nur hin? 🙂

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