Intrigen und dunkle Geschäfte des Imperialismus: Gedanken und Hintergünde zum Mord an J.W. Stalin

Moskau 1953
Moskau im Jahre 1953

Es liest sich wie ein Krimi. Und doch sind die handelnden Personen nicht frei erfunden. Der Tatort ist bekannt. Auch wissen wir: die Ermordung Stalins und die in der Folgezeit von Chruschtschow auf dem XX.Parteitag der KPdSU und von seinen späteren Kumpanen über ihn verbreiteten Lügen haben in der Welt nicht nur für erhebliche Verwirrung gesorgt, sondern in weiten Teilen der Bevölkerung geradezu einen sozialpolitischen Tsunami ausgelöst. Die Ende der 80er – Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts vollendete Konterrevolution war einer der schlimmsten Rückschläge der Geschichte der Menschheit.

Bezeichnenderweise hatte Stalin selbst lange Zeit vor seinem Tod davor gewarnt: „Was wäre die Folge“, so sagte er 1926 vor den Mitgliedern der Kommunistischen Internationale, „wenn es gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen? Eine Epoche der schwärzesten Reaktion würde über alle kapitalistischen und kolonialen Länder hereinbrechen, man würde die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus würden liquidiert.“ [1] Die Ermordung Stalins spielt in diesem Drama eine entscheidende Rolle. Sie war praktisch der Ausgangspunkt der Konter-revolution. Ohne die genaue Kenntnis dieser Geschichte gibt es keine sozialistische Zukunft!

In der Geschichte widerspiegeln sich die Kämpfe der Klassen

Wenn man einzelne Kapitel aus der Geschichte herausgreift, ohne die Hintergründe zu kennen und die in jener Epoche wirkenden Kräfte, kommt man unweigerlich zu Fehlurteilen und zu einer einseitigen, falschen Betrachtungsweise. „Es war gerade Karl Marx,“ schrieb sein langjähriger Freund und Kampfgenosse Friedrich Engels im Jahre 1885, „der das große Bewegungsgesetz der Geschichte zuerst entdeckt hatte, das Gesetz, wonach alle geschichtlichen Kämpfe, ob sie auf politischem, religiösem, philosophischem oder sonst ideologischem Gebiet vor sich gehen, in der Tat nur der mehr oder weniger deutliche Ausdruck von Kämpfen gesellschaftlicher Klassen sind, und daß die Existenz und damit auch die Kollisionen dieser Klassen wieder bedingt sind, durch den Entwicklungsgrad ihrer ökonomischen Lage, durch die Art und Weise ihrer Produktion und ihres dadurch bedingten Austausches.“ [2] So ist es auch mit der Geschichte der UdSSR und den „Geschichten“, die sich um das Leben und Wirken von Josef Wissarionowitsch Stalin ranken. Nicht wenige sensationsheischende Stories wurden über ihn erfunden, oft wurde die Geschichte gefälscht, wurden Spuren verwischt und werden Tatsachen verdreht. Um so schwieriger ist es für uns heute, eine gerechte, der Wirklichkeit und der historischen Bedeutung dieser bedeutenden Persönlichkeit gerecht werdende Darstellung zu finden.

Der Staatsstreich Nr.1 erfolgte in der Sowjetunion: Der Mord an Stalin

Wie kein anderer hatte Stalin die Entwicklung der Sowjetunion beeinflußt. Er führte dieses Riesenland in seiner Entwicklung buchstäblich vom Hakenpflug bis zur Weltraumrakete. Er setzte sich mit den Feinden der Sowjetunion auseinander. Und schließlich brachten die Völker der Sowjetunion unter seiner Führung dem Imperialismus seine bisher größte Niederlage bei, die Zerschlagung des deutschen Faschismus. Der Historiker Dr. Klaus Hesse befaßt schon sich seit langem mit der Geschichte der UdSSR. Er schreibt: „Viele waren und noch viel mehr sind auf Grund der humanistischen Erwartungen ihrer sozialistischen Überzeugung geneigt, die damit untrennbar verknüpften Probleme der Klassenauseinandersetzung im Inneren und der konterrevolutionären Aktivitäten der reaktionärsten Kräfte des Monopolkapitals zu ignorieren resp. zu unterschätzen. Aber der weitere Verlauf der Ereignisse hat unwiderlegbar bewiesen, daß eine wie auch immer geartete dieser ‚Lösungen‘ mit der Tatsache konfrontiert wurde und wird, daß es hier um antagonistische Widersprüche ging.“ [3] Es war also keineswegs nur ein Richtungskampf zwischen untereinander zerstrittenen Kommunisten, sondern ein Kampf für oder gegen den Sozialismus! Es war Klassenkampf. Oder wie Ljubow Pribytkowa es ausdrückte: „Mit Chruschtschow gelangte ein Antikommunist an die Spitze der Partei Lenins.“ [4]

Die Sowjetunion war den Weltherrschaftsplänen der Imperialisten im Wege

Die Imperialisten waren sich dieses antagonistischen Widerspruchs durchaus bewußt. So schreibt Klaus Hesse weiter: „Winston Churchill hatte Stalin nach seinem Ende als einen Mann bezeichnet, ‚der seinen Feind mit den Händen seiner Feinde vernichtete, der uns, die er offen Imperialisten nannte, zwang, gegen Imperialisten zu kämpfen.‘ (siehe Anm.1) Nachdem die Gefahr der Okkupation Großbritanniens durch die deutschen Faschisten vor allem durch die ungeheuren Opfer der Roten Armee gebrochen war, gab es für Churchill, Truman und ihresgleichen nur noch den einen alten Feind, der ihren Kriegs- und Weltherrschaftsplänen im Wege stand: die Sowjetunion, das in Osteuropa und Asien immer größer werdende sozialistische Lager…“ [5] Es war klar, daß diese Tendenz die herrschenden Kreise des Monopol- und Finanzkapitals eines Tages daran hindern würde, die bestehenden Ausbeutungsverhältnisse beizubehalten, und sie dazu zwingen würde, ihre kolonialistischen und neokolonialistischen Pläne und die von ihren Regierungen verfolgten Machtinteressen der aufzugeben. Doch niemals freiwillig, oder aus irgendwelchen „demokratischen“ Gründen!

Wie kam es zu diesen Auseinandersetzungen innerhalb der Führung der KPdSU?

Die Auseinandersetzungen zwischen Sozialismus und Imperialismus wirkten sich bis in das Zentralkomitee der KPdSU aus. Warum dies so geschah, darüber gibt es zunächst mehr Fragen als Antworten. „Manch einer mag derlei Überlegungen ignorieren, weil sie denn doch zu sehr an Verschwörungstheorien erinnern. Aber warum wurden nicht ’nur‘ die Ergebnisse dieser Beratung (der Wirtschaftskonferenz von 1952, N.G.), insbesondere die damals weltweit Zustimmung auslösende Aufforderung zu friedlicher Zusammenarbeit sondern auch die Resultate und Folgen des XIX. Parteitages der KPdSU derart gründlich ‚vergessen‘? Wer war daran interessiert, daß die Entwicklung der Sowjetunion in den Jahren vor dem XX. Parteitag als eine ununterbrochene Serie schwerster Verbrechen dargestellt wurde? Wie konnte es zu einer derart beeindruckenden Übereinstimmung der Interessen führender Funktionäre der KPdSU und des CIA kommen? Schließlich: Wer war der, wer waren die, die im Verlauf der Vorbereitung und Ausführung dieses Verbrechens aktiv wurden?“ [6] so Klaus Hesse.

Die inneren Feinde des Sozialismus

Wie man sagt, sind die Feinde in den eignen Reihen, die Karrieristen, die Speichellecker, Verräter und Kapitulanten für eine Bewegung des gesellschaftlichen Fortschritts am gefährlichsten, da sie sich nicht immer offen zu erkennen geben. Zu allen Zeiten hat es sie gegeben, doch nicht immer wurden sie sogleich auch erkannt und entlarvt. Innerlich längst von kleinlichen, egoistischen Motiven getrieben, heuchelten sie (oft sogar in übertriebener Manier!) Übereinstimmung und Zustimmung zur mehrheitlich beschlossenen Linie der Partei der Arbeiterklasse und leisteten zugleich passiven oder zuweilen sogar offenen Widerstand. Auch in der DDR gab es solche 150%igen Genossen, die kritische Entgegnungen am liebsten auf der Stelle standrechtlich verurteilt hätten, später mitunter ihre Fehler ‚einsahen‘ oder tunlichst verschwiegen. „Man muß mit den Wölfen heulen“, so die plausible Erklärung eines typischen Opportunisten, der sein Fähnlein immer in den richtigen Wind zu hängen verstand. Charakterliche Schwächen untergraben die kommunistische Moral: Kollektive Beratung, Kritik und Selbstkritik findet nicht mehr statt, Weisungen ‚von ganz oben‘ haben den Vorzug. Das ist es vermutlich auch, warum in diesem Zusammenhang so gerne der einzelne, aus dem Zusammenhang gerissene Satz von Rosa Luxemburg zitiert wird, daß Freiheit immer Freiheit der Andersdenkenden sei. [7]

Wer waren also die im Untergrund wirkenden Kräfte?

Fangen wir also von hinten an und greifen wir einige von denen heraus:
1. Der Verräter Gorbatschow: Bei Gorbatschow kam es später eindeutig ans Licht. Zunächst schien es, als sei er der Erneuerer, der bestrebt war, die verkrusteten, bürokratischen Strukturen des sowjetischen Staatsapparates aufzubrechen, bis er sich öffentlich zum Antikommunismus bekannte. (siehe Anm.2) Das wurde ausführlich von Genossen Kurt Gossweiler bewiesen. Er schrieb: „Ganz falsch ist die Ansicht der Leute, die glauben, Gorbatschow habe den Sozialismus verbessern wollen, aber dafür nicht das richtige oder gar kein Konzept gehabt. Er hatte ein Konzept, und das hat er konsequent und erfolgreich verfolgt und verwirklicht; nur war es kein Konzept des sozialistischen Aufbaus, sondern der Demontage des Sozialismus. Gelingen konnte ihm das allerdings nur, weil durch die Vorarbeit Chruschtschows die kommunistische Bewegung in der Sowjetunion und international schon so tief im Sumpfe des Revisionismus steckte und ideologisch schon so sehr abgerüstet und entleninisiert war, daß nur wenige noch aus den Aussagen Gorbatschows herauslasen, was an Konterrevolution in ihnen enthalten war.“ [8]
2. Der Antikommunist Chruschtschow: Man muß seine Biografie kennen und seinen politischen Werdegang. Daß er nicht der Klügste war, ergibt sich aus seinem Bildungsniveau. Daß aber Chruschtschow allen Grund hatte, seine Vergangenheit zu verschweigen, war offensichtlich, als bekannt wurde, daß er nicht nur das Fiasko der Sowjetarmee vor Charkow verschuldet hatte (LKW-weise wurden damals belastende Akten vernichtet), und erst recht, nachdem er sich als Parteisekretär von Moskau besonders hervorgetan hatte, wenn es darum ging, ‚Verräter‘ zu verurteilen und erschießen zu lassen. Klar, daß Stalin ihm da im Wege war. Hatte Chruschtschow in speichelleckerischer Manier Stalin zuvor in den höchsten Tönen gelobt, so zeichnete er ihn auf dem XX. Parteitag der KPdSU in den schwärzesten Farben.
3. Der USA-Geheimagent Noël Field: Noch ist die Geschichte nicht zu Ende. Auch wenn der Imperialismus die Verbrechen seiner Geheimdienste mit allen Mitteln zu verschleiern und zu vertuschen sucht. Irgendwie kommt es doch ans Licht. Noël Field war nachweislich eng verbunden mit dem Chef des USA-Geheimdienstes OSS Allan Dulles, einem der schärfsten Antikommunisten der USA. Er verstand es, auch Kommunisten in seine dunklen Geschäfte zu verwickeln, um sie späterhin damit erpreßbar zu machen. Interessante Details dazu vermittelt der Bericht von Kurt Gossweiler. [9]
4. Der Staatsfeind der Sowjetunion Sinowjew: Zeitlebens setzten sich nicht nur Stalin, sondern auch Lenin und Karl Marx mit antikommunistischen Positionen auseinander. Einer derjenigen, die dennoch nicht zum Tode verurteilt wurden, sondern in ihrem Wirken nur eingeschränkt, war Alexander Sinowjew. Die „Rote Fahne“ veröffentlichte am 18.05.2006 ein Interview, in dem sich Sinowjew „als Wissenschaftler“ über die Kollektivierung der Landwirtschaft, die Industrialisierung, die Hetze gegen Stalin und die Ursachen des Zerfalls der Sowjetunion äußerte. Darin stellte er zweimal explizit fest: „Ich bin kein Kommunist“. Er bezeichnete sich selbst als Antistalinisten, der den Kommunismus seit seiner Jugend kritisiert hatte. „Aber“, so fügte er hinzu, „jetzt bin ich ein alter Mensch, ich will nicht während meines Lebens lügen.“ Eine immerhin interessante Bemerkung! [10]
5. Der sowjetfeindliche Verschwörer Trotzki: Mit solchen hinterhältigen Figuren wie Trotzki hatte schon Lenin heftige Auseinandersetzungen. Siehe dazu: http://sascha313.blog.de/2011/03/04/antikommunist-sowjetfeind-trotzki-10760156/

Warum wurde Stalin erst 1953 ermordet?

Der Historiker Klaus Hesse weist hier auf einen außenpolitischen Zusammenhang hin: „Mironin geht davon aus, daß die Operation zur Liquidation Stalins eingeleitet wurde, als die UdSSR die USA bei der Schaffung thermonuklearer Bomben und ballistischer Raketen überholte. Nach dem Ende der Moskauer Wirtschaftskonferenz verging kein Jahr und Stalin wurde umgebracht. Zusammenfassend schlußfolgert Mironin, daß die Geschichte der UdSSR schon deshalb neu geschrieben werden muß, weil es nur im Resultat der Untersuchung dieses Ereignisses und aller seiner Hintergründe möglich ist, nicht nur die Abfolge der Ereignisse der Jahre 1948 bis 1954, sondern auch die Rolle Bulganins, Malenkows, Berijas und Chruschtschows sowie den Verlauf und die Folgen des XX. Parteitages, realitätsnah zu beurteilen.“ [11] Der heute in Italien lebende russische Professor Dr.med.Sigismund Mironin hat sich als ein ausgewiesener Kenner der jüngeren Geschichte der UdSSR insbesondere auch mit den Umständen der Ermordung Stalins befaßt.

Woran kann man die Konterrevolutionäre erkennen?

Eine Konterrevolution ist kein Naturereignis. Sie hat immer ihre Vorgeschichte und ihre Hintermänner. Immer steckt dahinter, wie schon Karl Marx es ausdrückte, „der mehr oder weniger deutliche Ausdruck von Kämpfen gesellschaftlicher Klassen“ (siehe oben). Otto Grotewohl sagte zum 17. Juni 1953: „Viele klassenbewußte Arbeiter, die Zeugen der Ereignisse des 17. Juni waren, erklärten: Wir haben manchen Streik erlebt, aber wo Arbeiterheime zerstört, volkseigene Geschäfte geplündert und rote Fahnen heruntergerissen und verbrannt werden, dort kann von einem Kampf um Arbeiterinteressen nicht mehr die Rede sein, dort ist der Klassenfeind am Werk.“ [13]

FAZIT: Der Sozialismus ist nicht gescheitert, sondern er wurde zerschlagen!

Worin besteht nun die Aufgabe der Kommunisten?
1. Die Apathie im Proletariat überwinden.
2. Die Zerfahrenheit in Zeiten der Krise beseitigen.
3. Das Wesen der Krise erkennen und verdeutlichen.
4. Dem Proletariats seine führende Rolle bewußt machen und
5. sich fest zusammenzuschließen und einen Parteikern zu bilden.
… sagte Lenin im Jahre 1910. [14]

Quellen:
[1] J.W. Stalin: VII. erweitertes Plenum des EKKI, in: Stalin, Werke Bd.9, S.24.
[2] Friedrich Engels: Vorrede zur dritten Auflage des „Achtzehnten Brumaire“ von Karl Marx, in: Marx/Engels, Ausg.Werke in sechs Bänden, Bd.II, S.307.
[3] Klaus Hesse: Zum Streit über die Alternative zu imperialistischer Barbarei: Sozialismus. Leipzig 2013, S.75.
[4] Ljubow Pribytkowa: …und wieder mal über Stalin.
[5] Klaus Hesse, ebd., S.75.
[6] ders. ebd. S.76f.
[7] Siehe: http://sascha313.blog.de/2012/05/05/freiheit-andersdenkenden-13632297/
[8] Kurt Gossweiler: Die vielen Schalen der Zwiebel Gorbatschow (Februar 1993), in: Politisches Archiv ( www.kurt-gossweiler.de )
[9] Veröffentlicht in der Buchreihe „Spurensicherung“, im GNN-Verlag, Bd.3. Siehe: http://www.spurensicherung.org/texte/Band3/gossweiler.htm#top
[10] Siehe ‚randzone‘: http://archiv.randzone-online.de/art/art060525.htm
[11] Klaus Hesse, ebd., S.78.
[12] Klaus Hesse, Zur Geschichte der UdSSR und der KPdSU, Teil 1.3, Leipzig 2012, S.357ff.
Siehe: http://data8.blog.de/media/521/6798521_3ad5b25d83_d.pdf
[13] Otto Grotewohl: Im Kampf und die einige Deutsche Demokratische Republik – Reden und Aufsätze, Auswahl aus den Jahren 1945-1953, Dietz Verlag Berlin, 1954, Bd.III, S.436/437
[14] W.I.Lenin, Ankündigung der Herausgabe der „Rabotscheskaja Gaseta“, in: Lenin, Werke, Bd. 16, S.293-299. Siehe auch: …wie zu Lenins Zeiten.

Anmerkungen:
1) Winston Churchill über Stalin: „Er war eine herausragende Persönlichkeit, die in unserer rauhen Zeit, in der Periode in der sein Leben verlief, imponierte. Stalin war ein außergewöhnlich energischer, belesener und äußerst willensstarker Mann, heftig, schroff, schonungslos in der Sache, wie im Gespräch, dem selbst ich, der ich im englischen Parlament groß geworden bin, nichts entgegenzusetzen vermochte. … In seinen Werken spürte man eine hünenhafte Kraft. Stalins Kraft war so groß, daß er unter den Führern aller Völker und Zeiten nicht seinesgleichen kennt. … Die Menschen konnten seinem Einfluß nicht widerstehen. Als er den Raum der Konferenz von Jalta betrat, erhoben wir uns alle, buchstäblich wie auf Kommando. Und, so seltsam es ist, wir legten die Hände an die Hosennaht. Stalin besaß einen tiefschürfenden, gründlichen und logischen Verstand. Er war ein unübertroffener Meister darin, in schweren Momenten einen Ausweg aus der ausweglosesten Lage zu finden. … Er war ein Mann, der seinen Feind mit den Händen seiner Feinde vernichtete, der uns, die er offen Imperialisten nannte, zwang, gegen Imperialisten zu kämpfen. Er übernahm das Rußland des Hakenpflugs und hinterließ es im Besitz der Atomwaffe.“ http://forum.stalinwerke.de/viewtopic.php?t=1248
(Daß diese Äußerungen authentisch sind, kann man in allen möglichen englischsprachigen Publikationen nachlesen. So z.B. bei David Carlton, Churchill and the Soviet Union, Manchester Univ. Pr., 2000, p. 102.)

2) Gorbatschow sagte: „Mein Lebensziel war die Zerschlagung des Kommunismus, der eine unerträgliche Diktatur über das Volk ist. In dieser Haltung hat mich meine Ehefrau unterstützt und bestärkt, die diese Meinung schon früher als ich hatte. Am meisten konnte ich dafür in den höchsten Funktionen tun. Deswegen empfahl meine Frau Raissa mir, mich um immer höhere Funktionen zu bemühen. Als ich den Westen persönlich kennen gelernt hatte, war meine Entscheidung unumkehrbar… Eine Welt ohne Kommunisten wird besser sein. Nach dem Jahr 2000 kommt die Zeit des Friedens und Aufblühens der Menschheit….“ Rede Gorbatschows vor der Amerikanischen Universität von Ankara (1999), Ausführlicher siehe: http://ddr-kabinett-bochum.blogspot.de/2011/07/gorbatschow-oder-der-wolf-im-schafspelz.html

Siehe auch:
Das Wesen des Revisionismus
Der sowjetfeindliche Verschwörer Trotzki
Ljubow Pribykowa: Wie die KPdSU den Sozialismus in der Sowjetunion zerstörte
Ein „Nachruf“ an einen Volksverräter: Danke, lieber Genosse Gorbatschow…
Kurt Gossweiler – ein unbestechlicher Chronist des Jahrhunderts
Wir leben in einer Welt extremer Gegensätze… (Über die Sklaverei)
Kurt Gossweiler: Zur Liebknecht-Luxmburg-Ehrung (2013)
Eric Hobsbawm: 2×10 Tage, die die Welt erschütterten
Wozu braucht des Sozialismus eine Diktatur des Proletariats?
Die Diktatur des Proletariats und ihre Kritiker
Vorsicht vor den Sjuganowleuten der KPRF!
Der politische Mord im Auftrag der Bourgeoisie

18 Gedanken zu “Intrigen und dunkle Geschäfte des Imperialismus: Gedanken und Hintergünde zum Mord an J.W. Stalin

  1. „Worin besteht nun die Aufgabe der Kommunisten?
    1. Die Apathie im Proletariat überwinden.
    2. Die Zerfahrenheit in Zeiten der Krise beseitigen.
    3. Das Wesen der Krise erkennen und verdeutlichen.
    4. Dem Proletariats seine führende Rolle bewußt machen und
    5. sich fest zusammenzuschließen und einen Parteikern zu bilden.
    … sagte Lenin im Jahre 1910. [14]“

    Und was hat sich an dieser absolut richtigen und bedeutsamen Aussage bis zum heutige Tag geändert?
    Nichts!

    Und wo liegt nun das Problem?
    Wieso gibt es kaum noch ernsthafte, überzeugte, aufrichtige wissenschaftlich fundierte (d.h. keine bürgerlichen Akademiker- „Marxisten“), mit einem klaren Klassenbewusstsein versehene Streiter für den Sozialismus und und Kommunismus?
    Wieso tummeln sich so viele „Kommunisten“ in der „linken Szene“ herum, die man bestenfalls als Scharlatane, Wirrköpfe, eingebildete Paviane…, häufig sicher auch als gekaufte Subjekte“ gewisser „Dienste ansehen sollte?
    Was Generationen von Proletariern vor uns unter viel schwierigeren ökonomischen Bedingungen schafften, wieso ist das heute offensichtlich nicht möglich?
    Ich bin ganz selbstverständlich gegen Sekten „150%er“ „Kommunisten“ aller Art, sogar gegen den inflationären anmaßenden Gebrauch dieser Bezeichnung.
    Sollten sich wirkliche Kommunisten diesen einerseits Ehrentitel, andereseits Schmähtitel seitens aller Systemschmarotzer und Parasiten, Lakaien der Besitzenden, nicht erst wirklich verdienen?
    Wo wäre hier anzusetzen?
    Welche Ansprech- und Organisationsformen wären hilfreich?
    Das Geschrei mancher Leute nach einer sofortigen „rrrrrevolutionären M-L Partei“ halte ich jedenfalls für falsch, aberwitzig, denn zuerst braucht es doch eine gewisse „kritische Masse“ an Leuten landesweit, um zu einer brauchbaren Organisation zu kommen.
    Und das kann nur allmählich, von unten her geschehen, sich allmählich vernetzend, aufbauend, möglichst auch gleich auf einer internationalen Basis, also so etwas wie eine zunächst nationale Sektion sowie so bald wie möglich eine neue Internationale.

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  2. Richtig, und um ein bißchen was für das Bewußtsein zu tun, dazu braucht es marxistisch-leninistische Grundkenntnisse. Da fehlt es oft am Elementarsten – am Interesse. Solange der Prolet nur neidisch ist und nicht weiß, was Ausbeutung ist, wird sich da nichts ändern. Wir wissen: „Wenn da nur Unrecht war und keine Empörung“ (Brecht), bleibt alles wie bisher…

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  3. Richtig, Grundwissen und nochmals Grundwissen, Lernen und nochmals Lernen(Lenin)!
    So erkennt man auch ganz schnell alle Pseudo-Marxisten und „emanzipatorischen Linken“-Schwätzer.

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  4. Zu wie viel Dummheit und Ignoranz, widerlichster Heuchelei dieses Desinteresse vieler Proletarier und ihrer Meinungs-Einpeitscher an grundlegenden gesellschaftlichen Erkenntnissen führen können, zeigt in erschreckender abscheulicher Deutlichkeit dieser Beitrag:

    http://www.wirtschaftswurm.net/2013/miese-arbeitsbedingungen-in-bangladesch-die-loesungsangebote-von-jauchs-talkshowgaesten-auf-dem-pruefstand/

    Kein Wort über das Profit-Prinzip, dass ganz selbstverständlich in diesem kapitalistischen ökonomischen Weltsystem („Globalisierung“) über alle Leichenberge hinweggeht.
    Wo bleiben eigentlich hier unsere dämlichen tumben opportunistischen „Gewerkschafter“?
    Man möchte nur – kotzen!

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  5. Der Kapitalismus in seinem heutigen niedergehenden verfaulendem Stadium: Wiederauflebens des Kanibalismus aus der Frühgeschichte der Menschheit!
    Für viele heutige hiesige noch etwas bessergestellte proletarische Systemlinge und Lakaien der Bourgeoisie, „feste“ Angestellte, Beamte etc…: Gierig mitfresssen, koste es was es wolle, und wenn auch nur als Schakale oder Hyänen, um (wenigstens nicht vorerst) nicht selbst auf dem Speisezettel der „Eliten“ zu landen.
    Und DAS genau ist die Barbarei, vor der uns Engels und Luxemburg schon vor so langer Zeit warnten!

    Dennoch, ein kleiner Trost bleibt uns vorerst doch: Die vielen Leichen in Bangladesh, in den chinesischen Todesfabriken, den Todesbergwerken in China, übriges Asien, Afrika, Lateinamerika, die immer zahlreicheren Hartz 4 Todesopfer, wenigsten können diese nicht mehr den „Millionenopfern“ des „Schlächters Stalin“ zugeordnet werden.
    Immerhin!

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  6. Jedem Kommunisten ist klar, daß der Klassenfeind alle Mittel und Möglichkeiten nutzt, um führende Staatsfunktionäre auszuschalten und ihnen genehme Kreaturen an die Machtpositionen zu schieben. Lenin starb ebenfalls an den Folgen eines Mordanschlags und Stalin kam nur durch, ich möchte sagen, Zufall, als Lenins Nachfolger an die Macht. Trotz eines gefälschten Testaments von Lenin, der Trotzki als Nachfolger vorsah, konnte dies durch revolutionäre Wachsamkeit verhindert werden. Die Folge war also ein erneuter, verdeckter Versuch, auch Stalin auszuschalten und endlich den passenden Mann in die Position zu bringen, damals Chruschtschow, später Gorbatschow. Wer sich noch daran erinnern kann und will, vor Gorbatschow „verstarben“ nach sehr kurzer Amtszeit noch einige andere Genossen. Wer dabei nichts Böses ahnt.
    Daher auch die absolute Absicherung unserer Regierung und Staatsführung in Wandlitz, denn der Klassenfeind versucht alles und jeden aus dem Weg zu räumen, der nicht in ihren Kram passt. Für unsere Genossen war es nicht immer angenehm unter solchen Sicherheitsbedingungen zu leben und zu arbeiten. Der Klassenfeind brauchte sich darum keine Gedanken zu machen, denn Kommunisten griffen noch nie zu solchen Methoden, dessen konnten sie gewiß sein.

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  7. Hallo Genosse Norbert,
    Es wird in viele westliche Publikationen behauptet und spekuliert daß J.W. Stalin physisch ermordet sei, zumindest aber fahrläßig getötet wurde. Ich glaube nichts, kein Wort davon.
    Sei bitte so gut und gib zur Stützung deiner Behauptung Namen und Anschrift dieser Mörder, wenn es die gibt!
    Freundschaftlich,
    Nadja

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    1. Hallo Nadja,
      gerade der Mord an Stalin hat zahlreiche Spekulationen ausgelöst. Vor allem in den westlichen und russisch-oligarchischen Medien, wo man nach wie vor stark daran interessiert ist, dem „Diktator“ Stalin „Ströme von Blut“ nachweisen zu können, was augenscheinlich bisher nicht einmal ansatzweise gelang.

      In dem Interview mit der Zeitschrift „Glagol“ (siehe: http://sascha313.blog.de/2013/04/26/wahrheit-stalin-katyn-hunger-15790396/) weist Jakob Dshugaschwili, der Urenkel S.W.Stalins u.a. auf Forschungen des Historikers Juri Muchin hin
      (siehe: http://www.sovnarkom.ru/BOOKS/MUHIN/STALIN_1/muhin_st_.htm)

      Weitere Autoren sind: Sigismund Mironin
      (siehe: http://samlib.ru/m/mironin_s_s/ubijstvostalina20062011doc.shtml) und
      Nikolai Dobrjucha
      (siehe: http://www.kp.ru/daily/24020/89255/ )
      (alles Russisch)

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      1. Vielen Dank Genosse,
        für die Referenzen. Aber damit weiß ich immer noch nicht, WER laut dir, Stalin ermordet, die Hand an ihm gelegt habe.
        Ob es dir möglich ist: sage es in Klartext bitte! Freundschaft,
        Nadja

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      2. Es war ein Komplott. Aber dazu muß man die genauen Hintergründe und Sachverhalte kennen. Mehr kann ich im Moment dazu auch nicht sagen. Interessanter wäre natürlich: wer steckte dahinter? Wer waren die Auftraggeber und wer schrieb die verbrecherische Rede auf dem XX.Parteitag der KPdSU?

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      3. Genosse Norbert,
        Mit Robert Conquest habe ich nichts zu tun. Warum schleuderst du ihm mir entgegen? Als Stalin-Verehrerin lese ich zwar gerne die Materialen deiner Seite, schlucke jedoch nicht alle Behauptungen und Schlußfolgerungen welche Du von deine Genossen als bare Münze übernimmst.
        Die Komplott-Theorie, als sei J.W. Stalin ermordet worden und daß im Auftrag von westliche imperialistische Mächte, hat einen Haken.
        Der Haken ist daß Du entweder nicht kannst, oder nicht willst, den Tätern beim Namen zu nennen.
        Läßt mir ein wenig helfen: Du weißt bestimmt von Anschuldigungen gegen die Kreml-Ärzte, die ab 31.März 1953 durch L.P. Berija als unbegründet erklärt wurden? Wenn Du meinst die Ärzte seien wirklich schuldig, obendrein zionistische Agenten gewesen, warum es nicht OFFEN sagen und schreiben, statt um den heißen Brei zu drehen? Laße doch die Katze aus dem Sack!
        Nebenbei gesagt, ist es sonnenklar das Wikipedia durch Zionisten manipuliert ist, durch und durch!
        Mit sozialistischem Gruß,
        Nadja

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      4. Hallo Genosse Norbert,
        Ich war ja auch nicht dabei))) Ich meine aber nicht ganz fehl, irrig zu gehen in der Annahme oder Verwerfung bestimmter Behauptungen.
        Die „jüdische“ Ärzte die angeschuldigt waren Jdanow beseitigt zu haben, kommen als Täter für den „Mord auf Stalin“ schon deshalb nicht in Frage, da sie zur Zeit seines Todes im Knast waren. Ein festes Alibi, somit!
        Was aber mögliche schlechte Absichten Chruschtschow und Ignatjew betrifft: Das befindet sich im Buch „Moskaus permanente Säuberung“ von Werner Scharndorff, Olzog Verlag München –Wien 1964 Kein einziger antikommunistischer bürgerlicher Forscher hat Stalin so gründlich verteidigt gegen die Verunglimpfungen Chruschtschows und Kumpane und Mithelfern, hauptsächlich durch analysieren der Sowjetpresse, als W. Scharndorff.
        Ich bin (wegen eine Einzelheit) überzeugt daß dein Freund Prof. Dr. Gossweiler es gelesen hat)))).
        Alles Gute wünscht, Nadja

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      5. Liebe Nadja, es gehört zum Handwerkszeug der Bourgeoisie und ihrer 5.Kolonne, zu Rüstzug der Trotzkisten und Revisionisten, zu jedem Verbrechen auch noch die dazugehörige Legende zu liefern. Und zu jeder möglichen herausgefundenen Wahrheit die dazugehörige Verschwörungstheorie. Ziel ist die Beseitigung der jeglicher Spuren und die Verwirrung der aufmerksamen Leser. Nun laß uns raten, was wirklich passiert ist! Aufklärung bringt nur die Dialektik und eine wissenschaftliche Weltanchauung mit ihrem Praxiskriterium.

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  8. Nun ja, lieber Norbert, ich denke, wir sollten zu allen netten und zuweilen prickelnden bürgerlichen Verschwörungstheorien doch einen gebührenden Abstand halten.
    Denn Gerüchte über eine Ermordung des Genossen Stalin tauchten ja in den Gazetten der Imperialisten schon bald nach seinem Tode auf.
    Giftmord im Kreml, dem Heiligtum der internationalen kommustischen Bewegung, wenn das nicht jeden bürgerlichen Menschen die faden bläßlichen Wangen eines ansonsten kleinlichen, menschlich oft so kalten bürgerlichen Alltages feurig-erregt erglühen lässt!
    Und dann noch der rein ideologische Nutzen: Kommunisten räumen sich gegenseitig mit Dolchen oder Gift aus dem Wege, kämpfen auf solchen verbrecherischen Wegen um Macht und Einfluß!
    Welcher kleine 08/15 Durchschnitts-Opportunist fühlte sich da nicht bestätigt in seinem kleinen schäbigen lebenslangen Mitmachertum im Imperialismus bei solchen Geschichten, die ihm scheinbar bestätigen, dass es bei den Kommunisten ja auch nicht anders zuginge als in seinen eigenen wohlbekannten Gefilden, bestätigt in seinem bequemen obrigkeitsgefälligen Glauben, das die Welt halt schlecht, teuflisch sei?
    Cui bono?

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    1. Der Vorwurf von „Verschwörungstheorie“ ist ja (mangels besseren Wissens) immer schnell zur Hand. Befaßt man sich aber nicht nur mit den Theorien, sondern auch mit deren Urhebern, wird klar, wer da was zu welchem Zweck und mit welchen Worten erklärt. Trau – schau wem! Ich finde, wir sollten uns vor allem die Verfasser solcher Texte genau ansehen und erst danach urteilen. Ohne historische Sachkenntnis ist da allerdings nichts zu machen.

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