Sowjetunion: Der Große Vaterländische Krieg

Es ist absolut unmöglich, in wenigen Sätzen den Verlauf und Ausgang der Großen Vaterländischen Krieges (1941-1945) zu beschreiben. Nicht einmal ansatzweise läßt sich hier das Grauen dieses Krieges darstellen, den das faschistische Deutschland über die Völker Europas und insbesondere über die Sowjetunion gebracht hatte, als es diesen Krieg vom Zaune brach. Ja, die DEUTSCHEN MASSENMÖRDER – und ihre willfährigen Soldaten!
Und nicht einmal ansatzweise läßt sich auch der bisher in der Welt einmalige Heroismus der Völker der Sowjetunion bei der Verteidigung ihrer sozialistischen Heimat und der Befreiung Europas von der braunen Pest des Faschismus wiedergeben. Hunderte Bücher wurden darüber geschrieben, ehrliche und verfälschende. Und wohl niemand von denen, die unter diesem Krieg zu leiden hatten, wünschte damals, einen solches Inferno erneut erleben zu müssen. Denoch gab es bereits 1945 auf Seiten der westlichen Siegermächte – also auf Seiten derjenigen, die vom Sieg der Sowjetunion oder von diesem Krieg profitiert hatten – erneute Überlegungen, wie man den Sozialismus auf der Welt für immer beseitigen könne. Auch daran sieht man die Pervertiertheit der von Imperialismus zerfressenen Hirne!

Der Große Vaterländische Krieg war – nach einem Lexikon aus dem Jahre 1953 – ein Verteidigungskrieg der Völker der UdSSR 1941/45 gegen die Aggression Hitler-Deutschlands und seiner faschistischen Verbündeten.
Entscheidungsschlachten:
• Dezember 1941 vor Moskau
• Januar 1943 Stalingrad
• Januar 1944 Leningrad
Heldenmut der Sowjetmenschen und Stärke der sozialistischen Wirtschaft erzwangen 1945 die bedingungslose Kapitulation der Okkupanten.
Der Große Vaterländische Krieg
Deutlich sichtbar sind hier die Frontlinien und die eingekesselten faschistischen Truppenteile (schwarz gekennzeichnet). Anklicken zum Vergrößern!

Die 10 Stalin-Offensiven befreiten 1944:
1. das Leningrader Gebiet
2. die Ukraine westlich des Dnepr
3. die Krim
4. die karelische Landenge und Karelien
5. Belorußland und Litauen
6. die Westukraine
7. Rumänien und Bulgarien
8. das Baltikum
9. Ungarn
10. Petsamo-Gebiet

Quelle:
Lexikon A-Z in einem Band; VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1953, S.383f.

Eine kurze Darstellung der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges aus der Großen Sowjet-Enzyklopadie von 1952 kann man hier herunterladen (pdf-Datei):
gvk-text

Siehe auch:
22. Juni 1941 – Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion (Bilder)
Warum hat die Sowjetunion den deutschen Faschismus besiegt?
Soja Kosmodemjanskaja – die unvergessene Heldin der Sowjetunion
Sie werden es nicht verstehen, diese bürgerliche „Historiker“…
Zum Tag der Befreiung vom Faschismus
Die Kriegsschuld Deutschlands und die Mitschuld des deutschen Volkes
Wofür führte Hitler Krieg?
…oder auch das: Warum wurde Dresden zerstört?

5 Gedanken zu “Sowjetunion: Der Große Vaterländische Krieg

  1. Im Westen und ganz besonders im hysterisch anti-kommunistischen (West-)Deutschland haben die meisten Menschen nicht die geringste Ahnung von der Verwüstung und dem unbeschreiblichen Elend, das die Nazi-Horden in der Sowjetunion angerichtet haben. Konfrontiert man die Leute mit 20-30 Millionen ermordeter sowjetischer Zivilisten und Soldaten, mit hunderten platt-gebombter sowjetischer Städte, mit tausenden verbrannter sowjetischer Dörfer und mit der systematischen Zerstörung von Industrie und Infrastruktur des Landes, dann erntet man bei den meisten nur ein Achselzucken und viele lasten selbst noch die Kriegstoten und die Zerstörungen Stalin an. Ich vermute, daß eine Mehrheit (oder zumindest eine große Minderheit) der Deutschen auch heute noch glaubt, „unseren Jungs“ sei in Stalingrad schlimmes Unrecht widerfahren. Ein aktuelles Beispiel für diese widerliche Einstellung hat Joachim Gauck erst vor ein paar Tagen bei den sogenannten „Potsdamer Begegnungen“ geliefert, …

    Russian original:
    http://www.km.ru/world/2013/06/05/otnosheniya-rossii-i-stran-zapadnoi-evropy/712501-rossiya-ne-germaniya-ei-ne-v-chem

    English translation:
    http://russianspectrum.com/2013/06/16/russia-is-not-germany-it-has-nothing-to-repent-for/

    … als er Russland zu Vergangenheitsbewältigung und Reue aufforderte. Kaum zu glauben aber wahr. Und das, obwohl Gauck das Glück hatte in einem Land aufzuwachsen, in dem über die Ursachen und den Verlauf des 2. Weltkrieges nicht gelogen wurde. In West-Deutschland gab es dagegen einen Ozean von Lügen, Verzerrungen und Propaganda und es war schwer (aber nicht unmöglich), sich ein realistisches Bild von der jüngeren Geschichte (1914-1918, Weimar, 1933-1945) zu machen. Im Geschichtsunterricht westdeutscher Schulen, unter deren Lehrern es vor ex-Nazis nur so wimmelte, wurde diese geschichtliche Periode eine zeitlang entweder kaum oder überhaupt nicht behandelt. Der „Nachhilfe-Unterricht“ meiner kommunistischen Klavierlehrerin war deshalb enorm wichtig für mich und hat dazu geführt, daß ich 1971 den Kriechdienst verweigert habe.

    Über den Großen Vaterländischen Krieg gibt es eine hervorragende 20-teilige amerikanische TV Dokumentation „The Unknown War“, die 1978 in Zusammenarbeit mit dem sowjetischen Regisseur Roman Karmen und sowjetischen Archiven zustande kam. Die Serie basiert auf über 1000 Kilometer (!) Filmmaterial, das von sowjetische Kamerateams zwischen Juni 1941 und Mai 1945 aufgezeichnet worden war …

    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Unknown_War_(Documentary)

    Anlaß für die ungewöhnliche sowjetisch-amerikanische Co-Produktion war angeblich ein Protest der sowjetischen Regierung über die Einseitigkeit westlicher TV Dokumentationen wie der britischen „The World at War“, die sich fast ausschließlich mit dem Luftkrieg über England, der Normandie-Invasion, der Befreiung von Paris und dem Krieg in Nordafrika beschäftigten. Der ungleich größere, härtere und zum Sieg über die Nazis wichtigere Krieg der Sowjetunion, war der westlichen Öffentlichkeit bis dahin so gut wie unbekannt (und ist es wohl immer noch).

    Heute kann man sich kaum noch vorstellen, daß „The Unknown War“ tatsächlich einmal in USA über die Bildschirme geflimmert ist, mit Burt Lancaster als einfühlendem Erzähler, und mit einem Script, das große Sympathie für das leidende sowjetische Volk und große Bewunderung für den opferreichen Kampf der Roten Armee zum Ausdruck bringt. Es war allerdings auch das letzte Mal, daß die Dokumentation irgendwo gezeigt wurde, denn nach ihrer ersten TV Ausstrahlung verschwanden die Filme (Videos?) auf Nimmerwidersehen in den amerikanischen Archiven. Die Tendenz der Dokumentation hatte einigen einflußreichen Amis sicher überhaupt nicht gepaßt 🙂

    Von einer Bekannten die viel herumkommt habe ich aber gehört, daß man die gesamte 17-stündige Dokumentation mit russischem voice-over auf CDs gebrannt billig auf Wochenmärkten in Russland, Belarus und Ukraine kaufen kann. Für Leute die Englisch verstehen geht’s aber noch bequemer, denn man kann sich die gesamte Serie (20 Episoden auf insgesamt 99 Clips) auf YouTube ansehen …

    … sehr empfehlenswert auch wenn manches, wie die Belagerung von Leningrad, nur schwer auszuhalten ist.

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  2. Danke, Lumpy Gravy, für den wichtigen Kommentar. Da sieht man, was dieser Pfarrer für ein Demagoge ist, der ein Land zur „Vergangenheitsbewältigung“ aufruft, das die größten Opfer zu tragen hatte, und dem man als Deutscher eigentlich zu unendlichem Dank verpflichtet sein müßte. Was für eine Verhöhnung der Helden des Großen Vaterländischen Krieges! Und auch was für eine Mißachtung der deutschen Kämpfer gegen den Faschismus, in erster Linie der Kommunisten!

    Vergangenheitsbewältigung – ja, aber vor allem hinsichtlich der verbrecherischen Demontage des Sozialismus durch Chruschtschow und die ganze Bande bis hin zu Gorbatschow und Putin!

    Eine gute Dokumentation der Großen Vaterländischen Krieges liefert auch die fünfteilige Serie „Befreiung“, Regie: Juri Oserow. (Auch wenn man alles das, was nach 1953 entstand, sehr genau prüfen sollte. Der Revisionismus hat eben überall seine Spuren hinterlassen: z.B. Fälschung der Rolle Stalins, die Überbewertung der 2.Front, abgemilderte Darstellung der Westmächte, die veränderte Rolle Shukows usw.) „Befreiung“/“Освобождение“ (russ.Original) online ansehen:

    Teil 1: Der Feuerbogen / Огненная дуга:

    Teil 2: Der Durchbruch / Прорыв:

    Teil 3: Die Hauptstoßrichtung / Направление главного удара:

    Teil 4: Die Schlacht um Berlin / Битва за Берлин:

    Teil 5: Der letzte Sturm / Последний штурм:

    oder bei Icestorm für 24,99 € (dt.Version/Gesamtausgabe) kaufen:
    http://www.icestorm.de/dvd-befreiung-metallbox-2010-guenstiger-preis.html

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  3. > Da sieht man, was dieser Pfarrer für ein Demagoge ist …

    … das kann man wohl sagen. Bei solchen Gelegenheiten ärgere ich mich auch jedesmal über mich selber, weil ich solche Verlogenheit, Verkommenheit und Korruption bei Leuten, die im Sozialismus aufgewachsen sind, zur Schule gegangen sind und studiert haben für besonders empörend halte. Wie naiv von mir, mich jedesmal zu fragen woher die Bohleys, Merkels, Gaucks, Jelzins, Putins und all die Oligarchen und Gangster gekommen sind. Oder, wenn man sieht was für’n übler Typ Gauck wohl schon immer war, mich zu fragen, ob Krenz wohl doch eher zu den Guten von den Schlechten gehört etc.

    > … auch wenn man alles was nach 1953 entstand sehr genau
    > prüfen sollte (der Revisionismus hat überall seine Spuren
    > hinterlassen: Fälschung der Rolle Stalins usw.)

    Stimmt. Aber gerade was das betrifft, bin ich von „The Unknown War“ sehr beeindruckt. Der Text den Burt Lancaster spricht enthält keine Spur der üblichen westlichen Verdrehungen oder von Chruschtschow’schem Revisionismus. Im Gegenteil, das gesamte Filmmaterial wurde von sowjetischen Kameraleuten zwischen 1941 und 1945 aufgenommen und die Erzählung erfolgt ganz aus sowjetischer Perspektive von 1941-1945, was erklärtermaßen auch die Intention der Dokumentation war. Beeindruckend, wenn man bedenkt, daß Amis die Produktion dieser Serie finanziert haben 🙂 Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann ist es die Gesamtlänge der 20 Episoden. Es wird schrecklich viel geballert (Stalingrad, Kursk, Berlin etc.) und am Ende stumpft man ziemlich ab.

    Danke für deine beiden Links. Den sowjetischen Spielfilm „Befreiung“ kenne ich noch nicht. Ich habe gestern Abend mal kurz ‚hineingeschaut‘ und bin von der für YouTube untypisch hohen Videoqualität beeindruckt. Den Film werde mir heute oder morgen ganz ansehen (obwohl ich natürlch kein Wort verstehen werde). Von „icestorm.de“ hatte ich auch noch nichts gehört. Wir sind wohl schon zu lange aus Deutschland weg um sowas noch mitzubekommen. Schade, daß es in dem Versand keine Gesamtausgabe des schwarzen Kanals auf DVD gibt. Es wäre sicher ein interessantes historisches Projekt, von Schnitzler’s Analysen dem Mist gegenüber zu stellen, den uns ARD und ZDF jahrzehnte lang vorgesetzt haben. Mittlerweile dämmert es ja sogar schon Leuten in Hamburg, Köln, Frankfurt und Stuttgart, daß das „Tal der Ahnungslosen“ wohl doch eher im Westen gelegen hat.

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  4. Hallo Lumpy Gravy.
    Klar, solche Verlogenheit ist empörend. Leider war das damals nicht immer gleich zu erkennen. Diese Leute haben sich maskiert – sozusagen als „loyale“ DDR-Bürger (oft als 150%ige). Doch nicht selten gelang es dem MfS unter denen auch noch ein paar abgetauchte SS-Leute und Nazikriegsverbrecher zu enttarnen. Da siehst Du mal, mit welcherlei Gesindel wir uns oft herumzuschlagen hatten – das waren ja nur eine Handvoll. Aber deshalb war eben die Diktatur des Proletariats unvermeidlich und absolut notwendig.

    Der Krenz ist – wie so mancher andere auch – den falschen Propheten (Gorbatschow) hinterhergelaufen. Das läßt sich heute nicht wieder gutmachen, aber anständigerweise hätte man das eingestehen können.

    Ich habe den „Schwarzen Kanal“ immer gerne gesehen, weil wir doch vom Westen zuviel wußten, was das vollauf bestätigt hat.

    „Befreiung“ ist ein Heldenepos über den sowjetischen Menschen, vom einfachen Soldaten bis zum General, vom Partisanen bis zum patriotischen Popen. Viel schmerzlicher noch ist der belorussiche Film „Geh und sieh“ von Elem Klimow.
    Teil 1 (russ.): http://www.krasnoe.tv/node/2921
    Teil 2 (russ.): http://www.krasnoe.tv/node/2922
    Ich habe den Film vier oder fünfmal gesehen (einmal sogar in Ungarn) und war jedesmal zutiefst erschüttert.

    Diese deutschen Belehrungen gegenüber dem russischen Volk sind eine Dreistigkeit. Es fehlt nicht viel, und Putin muß sich für die Zerschlagung der Wehrmacht entschuldigen.
    (P.S. den Link habe ich korrigiert.)

    Gruß Norbert

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  5. Vergesst bitte niemals, dass alles das seinen Anfang nahm mit den Eberts, Scheidemann und Noskes der SPD ab Dezember 1918, der von den SPD-Führern mitorganisierten Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.
    Ohne diese verlumpte verkommene SPD kein Faschismus, kein Krieg, keine Millionenopfer des Faschismus/Imperialismus.
    Es war die SPD, die dem bereits mit beiden Schulterblättern auf dem Boden liegenden deutschen Imperialismus(Albert Norden) die Hand reichte zu seiner Wiederauferstehung, seines Wiedererstarkens.
    Wie recht hatte doch der Genosse Stalin, als er 1934 die deutsche SPD als Wegbereiterin des Faschismus bezeichnete!
    Heute will das keiner mehr hören…

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