Karl Marx und der Umgang mit Menschen

Karl Marx mit Arbeitern
Karl Marx unterhält sich mit Arbeitern in einer Schenke

Sein Vermögen, Männer und Frauen zum Reden zu bringen, sie fühlen zu machen, daß er sich interessiere für alles, was sie bewegte, war einfach wunderbar. Wie oft haben Leute der verschiedensten Stellungen und Berufe ihrer Verwunderung Ausdruck gegeben für sein besonderes Verständnis, das er ihnen und ihren Angelegenheiten entgegenbrachte. Wenn er glaubte, daß ein Mann wirklich etwas lernen wollte, dann war seine Geduld unbegrenzt. Da war keine Frage zu trivial, als daß er sie nicht beantwortet, kein Argument zu kindisch, als daß er es nicht ernstlich diskutiert hätte.

(Karl Marx – Eine Sammlung von Erinnerungen und Aufsätzen, in: Karl Marx, Eine Zusammenstellung vom Materialien für Feierstunden und Heimabende im Karl-Marx-Jahr 1953, Herausgegeben vom Zentralrat der FDJ, 1953, S.27.

Siehe auch:
Marx war ein strenger Lehrer
Karl Marx und das Proletariat

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Das haben wir toll gemacht….

…war der erste Kommentar der CDU-Vorsitzenden nach der Wahl.
reich und arm

Und hier sind nun einige dieser Tollheiten:
– Staatsverschuldung: über 1,6 Billiarden Euro
– offizielle Arbeitslosigkeit: 3 Millionen (in Wirklichkeit über 8 Mio.)
– Billiglohnland: jeder vierte Deutsche arbeitet für einen Billiglohn
– die BRD hat die niedrigste Geburtenrate in Europa
– Kinderarmut: jedes fünfte Kind von Armut betroffen
– zwei Schulbücher kosten bspw. zusammen 36 Euro
– jeder zehnte BRD-Bürger arbeitet in einem Minijob
– Altersarmut: dahinvegetieren mit 7,70 Euro am Tag
– deutsche Obdachlosigkeit: schätzungsweise über 100.000 Menschen
– jährliche Rüstungausgaben: über 42.000.000.000 Euro (etwa ein Zehntel der USA)
– in Afghanistan gefallene deutsche Soldaten (2001-2013): über 50 Tote
… und die deutsche Rüstungsindustrie boomt!

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Ljubow Pribytkowa: Welche Ziele verfolgen die USA in Syrien?

obama_nobel_bearbeitet-2-300x282Schon zwei Jahre gibt es in Syrien einen Bürgerkrieg. Die Banditen, die in der sogenannten Freien Syrischen Armee (FSA) organisiert sind, wären längst zerschlagen, wenn ihre Reihen nicht ständig mit ausländischen Söldnern aus libyschen Banden ergänzt worden wären, die im Jahr zuvor in Libyen ihr zerstörendes Werk vollbrachten, und die jetzt eingesetzt werden, um Schulen, Krankenhäuser, Bäckereien und Starkstromleitungen in Syrien zu sprengen. Sie wären längst zerschlagen, wenn die FSA nicht mit Kämpfern aus Saudi-Arabien und Katar, aus den Abteilungen der Moslem-Bruderschaften und Al-Kaida ergänzt worden wäre, die ihren Gefangenen die Bäuche aufschlitzen, die Augen ausstechen und die Köpfe abschneiden. Den Toten ist es am Ende gleich, was mit ihren Knochen geschieht – die Kompradoren-Bourgeoisie zahlt jedenfalls gut … Die Syrische Arabische Armee unter dem Kommando des Präsidenten des Landes, Baschar al-Assad, hätte längst mit den Kopfabschneidern der FSA Schluß gemacht, wenn nicht die Vereinigten Staaten von Amerika und die EU diese terroristischen Banden finanzieren, sie nicht mit Agenten versorgten, und nicht in den in der Türkei speziell dafür geschaffenen Militärlagern in der Kriegsführung ausbilden würden.

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Ehret die Arbeit…

Ein Loblied auf die Arbeiterklasse! Viel zu selten werden heute diejenigen Menschen geehrt, die tagtäglich fleißig ihre Arbeit verrichten und denen oft nicht einmal der ihnen zustehende Lohn gezahlt wird, der notwendig ist, um den Lebensstandard zu erhalten, sondern lediglich ein existentielles Minimum, das gerade mal zum Überleben reicht, und denen – wie Karl Marx schreibt – der „für die physische Existenz des Geschlechts notwendige Rest vermittels der Armengesetze“ [1] aufgebracht werden muß. Heute sagt man dazu: das sind die „Aufstocker“, die zusätzlich zu ihrem kärglichen Lohn (von bspw. 7,50 € pro Stunde) noch Sozialhilfeleistungen beantragen müssen, um nicht unter die Armutsgrenze zu fallen, um die Miete bezahlen zu können, ja – die ansonsten wohl verhungern müßten. Und das in einem der reichsten kapitalistischen Länder der Welt! Hier gibt es eben „Tafeln“ wie anderswo Suppenküchen. Armutsberichte, deren Ergebnisse nur sporadisch an die Öffentlichkeit gelangen, bezeugen dies: „In Deutschland leben über 2,5 Millionen Kinder in Einkommensarmut. Dies entspricht etwa 19,4 Prozent aller Personen unter 18 Jahren.“ [2] Deshalb: Ehret die Arbeit! Und wer keine Arbeit hat, der hat in der kapitalistischen BRD nicht einmal das Recht auf einen Arbeitsplatz, geschweige denn auf angemessene Entlohnung!
Wie lange willst du noch darum betteln, daß man dich arbeiten läßt, Arbeitsloser?
Wie lange willst du dich noch ausbeuten lassen, Prolet?

Ferdinand Freiligrath

Ferdinand Freiligrath (1810-1876)

EHRET DIE ARBEIT

Wer den wucht’gen Hammer schwingt;
wer im Felde mäht die Ähren;
wer ins Mark der Erde dringt,
Weib und Kinder zu ernähren;
wer stroman den Nachen zieht;
wer bei Woll‘ und Werg und Flachse
hinterm Webestuhl sich müht,
daß sein blonder Junge wachse: –

Jedem Ehre, jedem Preis!
Ehre jeder Hand voll Schwielen!
Ehre jedem Tropfen Schweiß,
der in Hütten fällt und Mühlen!
Ehre jeder nassen Stirn
hinterm Pfluge! – Doch auch dessen,
der mit Schädel und mit Hirn
hungernd pflügt, sei nicht vergessen!

Ferdinand Freiligrath
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Der Dichter Ferdinand Freiligrath

Freiligrath, in Detmold geboren, entstammte einer armen Lehrerfamilie. Er mußte den Besuch des Gymnasiums vorzeitig abbrechen und trat in die Kaufmannslehre. Dieser Beruf bildete fast sein ganzes Leben lang die materielle Grundlage seiner Existenz, aber schon sehr bald empfand er drückend dessen kleinbürgerliche Enge. Mit zum Teil romantischen Gedichten über ferne Länder versuchte er darum, sich in eine Phantasiewelt zu flüchten. Gegenüber der politischen Entwicklung in Deutschland verhielt sich der Dichter anfangs zurückhaltend, aber 1844 veröffentlichte er einen neuen Gedichtband. „Ein Glaubens-bekenntnis“. Im Vorwort dazu sagt er: „Solange der Druck währt, unter dem ich mein Vaterland seufzen sehe, wird mein Herz bluten und sich empören, sollen mein Mund und mein Arm nicht müde werden, zur Erringung besserer Tage nach Kräften das ihrige mitzuwirken!“

Wer die Wahrheit sagt, der wird verfolgt

Diese mutigen Worte – im reaktionären Deutschland ausgesprochen – zwangen den Dichter zur Emigration. In Brüssel lernte Freiligrath Karl Marx kennen, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbinden sollte. Bald darauf siedelte er in die Schweiz über. Hier veröffentlichte er 1846 die Gedichtsammlung „Ça ira!“ (= Es wird gehen). Sie enthält auch, das eindringliche Gedicht „Von unten auf“, in dem das revolutionäre proletarische Klassenbewußtsein deutlich zum Ausdruck kommt und das nach Franz Mehrings Worten der „Gipfel der sozialistischen Lyrik“ Freiligraths ist.

Die Revolution wird siegen, denn: „…sie töten den Geist nicht, ihr Brüder!“

Als die bürgerlich-demokratische Revolution von 1848 ausbrach, kehrte der Dichter in seine Heimat zurück. Er schrieb das Revolutionsgedicht „Die Toten an die Lebenden“ (1848), das außerordentlichen Widerhall fand. Die Regierung verfolgte ihn wegen des Gedichtes und machte ihm einen Hochverratsprozeß; er mußte jedoch freigesprochen werden. Durch seine Teilnahme an den revolutionären Kämpfen erwarb er sich den Ehrentitel „Trompeter der Revolution“. Freiligrath trat dem Bund der Kommunisten bei und arbeitete in der Redaktion der „Neuen Rheinischen Zeitung“ eng mit Karl Marx zusammen. In Freiligraths Revolutions-gedichten (z.B. „Die Revolution“) ist der Geist von Marx bis in die einzelnen Gedanken und Wendungen zu spüren“ (Mehring). Sie wurden durch Flugblätter schnell in ganz Deutschland verbreitet. Die letzte Nummer der „Neuen Rheinischen Zeitung“ vom 19. Mai 1849 enthielt des Dichters trotziges „Abschiedswort der Neuen Rheinischen Zeitung“: „Nun ade – doch nicht für immer ade! Denn sie töten den Geist nicht, ihr Brüder!“ Zwei Jahre später mußte der Dichter Deutschland erneut verlassen. Aus dem englischen Exil kehrte er – „immer noch der alte Achtundvierziger“ – 1868 nach Deutschland zurück, wo er 1876 starb. [3]

Quelle:
[1] Karl Marx: Lohn Preis und Profit, in: Marx/Engels, Ausgewählte Werke in sechs Bänden, Bd.III, Dietz Verlag Berlin, 1987, S.123.
[2] Deutscher Kinderschutzbund: Kinderarmut in Deutschland, siehe hier:
http://www.dksb.de/CONTENT/SHOWPAGE.ASPX?CONTENT=459&TPL=0
[3] Übersichten und Biographien zum Literaturunterricht Klasse 8-10, Volk und Wissen, Volkseigener Verlag Berlin, 1965, S.49f. (Zwischenüberschriften von mir, N.G.)

P.S. In der DDR gab es keine Arbeitslosigkeit und keine Armut. Und es gab keine Ausbeutung mehr! Um diese EHRE, um dieses RECHT auf ARBEIT musen wir erst wieder KÄMPFEN.

Siehe:
DDR: Das Recht auf Arbeit
Leben in der DDR
Ein kinderfreundliches Land

So plünderten die US-Amerikaner 1945 Leipzig…

US-BesatzerWenn von den USA als einem Land der Freiheit und der unbegrenzten Möglichkeiten die Rede ist, so ist dies nichts anderes als eine freche Propagandalüge. Seit mehr als hundert Jahren regiert in diesem Land ein räuberischer Monopolkapitalismus, welcher sich seitdem weltweit zu nahezu unumschränkter Dominanz ausgewuchert hat und mit unvorstellbarer Arroganz versucht, die Weltpolitik zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Von Freiheit kann hier nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Es herrschen Unterdrückung und Ausbeutung für die gewaltige Mehrheit des Volkes. Die Verbrechen des USA-Imperialismus beschränken sich bei weitem nicht auf Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien, sondern reichen bis weit hinein in die Geschichte dieses Landes. Nur ein einziges, kleines Beispiel möge dies beschreiben, welches die US-amerikanische Kolonialherren-Mentalität treffend charakterisiert.

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Das lähmende Übergewicht der Passiven…

Massen„Das Übergewicht der Passiven lähmt auf die Dauer auch die Aktiven.“ So lautet ein Wahlspruch einer der neueren politischen Parteien. Man muß ja wirklich nicht lange überlegen, wenn man diesen Satz liest. Daß damit diese „Passiven“ – wie hier im Bild – nicht gemeint sein dürften, sollte klar sein. Sie sind nur deshalb so „passiv“, weil sie ihre Lage erkannt haben: Sie wollen sich nicht länger unterdrücken und ausbeuten lassen – sie STREIKEN ! Doch es kommt noch schärfer! Alternative „Denker“ haben festgestellt:
Wer auch ohne den Willen zur Arbeit gut leben will, der braucht nur Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen und – schwupps! – schon ist er reich im Schlafe. Schön, nicht wahr? Und die andere, aktive, aber schrumpfende Minderheit des Volkes schuftet sich ab. Vergeblich, denn die unproduktive Mehrheit nimmt ständig zu, wird immer fetter, ist arbeitsunlustig wie nie eine Generation vor ihr. Und wenn da nicht endlich der Staat Schluß macht mit der Faulheit, wenn der Staat nicht endlich wieder einen Zwang zur Arbeit einführt – in Form von Arbeits- oder Schutzhaftlagern, wo alle dienjenigen, die sich vor der Arbeit drücken wollen, endlich auch mal früh aufstehen müssen und etwas tun für ihr Geld, das sie vom Steuerzahler (also von der ständig schrumpfenden aktiven Minderheit) erhalten –, dann sieht es finster aus für die Zukunft Deutschlands. Arbeitszwang – das ist doch das Mindeste was man verlangen kann, damit dieses faule, arbeitsscheue Gesindel von Hartz-Vierern endlich mal von der Matratze hochkommt, nicht wahr, Herr Adam?

Man muß wirklich nicht lange überlegen, wohin diese Polemik führt. Da nimmt doch der Verfasser dieser geistigen Sumpfblüten reichlich Anleihe bei der Denkweise der äußersten Rechten. Einmal ausformuliert, was da an Inhalten dahintersteckt, stößt man auf tiefbraunes Gedankengut. Daß diese „Alternative“ keine Alternative ist, dürfte offenkundig sein. Doch wohin soll der Wähler sich wenden, wem soll er Glauben schenken, wen soll er wählen bei all diesen wohlklingenden Versprechungen und Forderungen? Die Linken vielleicht? Oder lieber doch nicht? Aber, wen denn dann…?

Die Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung

Es ist an der Zeit, hier endlich einmal nachzudenken über die Ursachen und Hintergründe dieser Situation. Einerseits gibt es Branchen, Industriebetriebe und Insitutionen, die sich über einen Auftragsmangel nicht zu beklagen brauchen, ja – die sich teilweise sogar vor Arbeit nicht retten können, in denen Überstunden schon zur Normaliät gehören. (Eine andere Frage ist natürlich die der Entlohnung, und die ist oft jämmerlich schlecht!) Andererseits gibt es eine zunehmend große Anzahl von Menschen, die in der Hauptsache oder in Ergänzung zu ihrem Lohn von sozialer Unterstützung abhängig sind. Nirgendwo sind diese Zahlen genau erfaßt, denn eine Veröffentlichung würde schlagartig den ganzen Konkurs des kapitalistischen Wirtschaftens bloßstellen. Doch immerhin sind ja die Gewinne einer kleinen, aber herrschenden Minderheit so unvorstellbar hoch, daß damit nicht nur großartige Prestigeprojekte, die Löhne der „Besserverdienenden“, sowie unzählige kulturelle und nicht zuletzt auch wahnsinnige militärische Maßnahmen gefördert und finanziert werden, sondern auch umfangreiche soziale Maßnahmen. Letztere dienen allein den Zweck, soziale Unruhen zu vermeiden. Es ist also an der Zeit nachzudenken. Denn das ist KAPITALISMUS. Es ist an der Zeit, sich die Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftliche Entwicklung in Erinnerung zu rufen. Sie sind seit Karl Marx und Friedrich Engels bestens bekannt. Das Manifest der Kommunistischen Partei hat grundsätzlich nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Die Lage der Arbeiterklasse im Kapitalismus ist ökonomisch dadurch gekennzeichnet, daß sie als eine Klasse von Lohnarbeitern, die kein Eigentum an den Produktionsmitteln hat, gezwungen ist, ihre Arbeitskraft an die Kpaitalistenklasse zu verlaufen. Politisch ist sie dadurch gekennzeichnet, daß sie von der Macht ausgeschlossen ist und die Kapitalistenklasse ihre Staatsmacht einsetzt, um die Arbeiterklasse zu unterdrücken und sie daran zu hindern, sich und die ganze Gesellschaft von der Ausbeutung zu befreien. Der unversöhnliche Klassengegensatz zwischen der Arbeiterklasse und der Kapitalistenklasse ist GRUNDLAGE DES KLASSENKAMPFES.

Die Arbeiterklasse durchläuft im Verlaufe ihres historischen Kampfes verschiedene Entwicklungsstufen. Als ausgebeutete und unterdrückte, sich jedoch zunehmend politisch formierende Klasse im Kapitalismus verändert sie in der proletarischen Revolution mit der ENTMACHTUNG der Kapitalistenklasse und der Errichtung ihrer eigenen Herrschaft sowie beim Aufbau der neuen gesellschaft ihre eigene Lage und die der anderen Klassen und Schichten. Mit der Errichtung der Diktatur des Proletariats erhebt sie sich zur herrschenden Klasse, die, geführt von der marxistisch-leninistischen Partei, im festen Bündnis mit den werktäitgen Bauern und den anderen werktätigen Schichten die politische Macht übernimmt, von den Produktionsmitteln Besitz ergreift, den Aufbau und die Weiterentwicklung der sozialistischen Wirtschaft organisiert und die gesamtgesellschaftliche Leitung und Planung entwickelt.

(Wörterbuch zur sozialistischen Jugendpolitik, Dietz Verlag Berlin 1975, S.21)

Das mag bis hierhin alles sehr theoretisch klingen, ist aber in der Praxis unumgänglich, wenn man die Abschaffung des Kapitalismus und die Errichtung einer neueren, fortschrittlicheren Gesellschaft in Erwägung ziehen will. Diese Gesellschaftsform kann nur der SOZIALISMUS sein. Und damit erledigt sich auch „das lähmende Überwicht der Passiven…“, welches (mit anderen Worten) nur einem wachsenden passiven Widerstand gegen die zunehmende Ausbeutung und Unterdrückung der Volksmassen im Kapitalismus entspricht.

Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein? (Brecht)

„Nicht die lebendige Seele verlieren!“

J.M.Swerdlow
Jakow Michailowitsch Swerdlow (1885-1919)

In zaristischer Verbannung

Als die zaristische Regierung die Bolschewiki in die weltverlorene Einsamkeit der sibirischen Verbannung jagte, nahm sie ihnen nicht nur die Möglichkeit, aktive revolutionäre Arbeit zu leisten, versuchte sie nicht nur, sie für lange Zeit aktionsunfähig zu machen, sondern wollte auch auf jede Weise den Menschen zum moralischen Krüppel verunstalten; die „lebendige Seele“ in ihm töten, den aktiven Kämpfer zu einem politischen und moralischen Wrack zu machen. Das rauhe Klima, der ewige Kampf um das Stück Brot, die Trennung von allem, was ihm teuer war, von der geliebten Sache, von Verwandten und Angehörigen, von der belebenden Umwelt der Genossen spielte nicht selten eine verhängnisvolle Rolle. Es gab einige, die nicht standhielten. Die Sehnsucht nagte an ihrer Seele, verzehrte sie, Mutlosigkeit und Verzagtheit stellten sich ein und nahmen allmählich Besitz von den Menschen. Sie warfen die Flinte ins Korn. Nichts interessierte sie, zu nichts hatten sie Lust. Wegen einer Kleinigkeit kam es zu Streit und Klatsch, wodurch die kleinen Kollektive, die in jeder Ortschaft, in jeder Siedlung, in der es auch nur einige politische Verbannte gab, entstanden waren, untergraben und zerstört wurden.

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Glen Beck: Share this with your friends !

Glen Beck:
„Amerika, I am an imperfect messenger for this…“ Der Moderator findet keine Worte. Dieser Mitschnitt eines privaten Fernsehsenders aus den USA zeigt einen der unfaßbar grausamen Vorfälle, wie sie schon seit langem den gekauften syrienfeindlichen Verbrechern zur Gewohnheit geworden sind. Nicht nur, daß ganze Wohnsiedlungen bis zur Unkenntlichkeit zerstört wurden; nicht nur, daß Menschen grundlos und grausam gefoltert und ermordet werden, nicht nur daß Kinder mit Giftgas … diese von den USA, von der NATO und einigen arabischen und israelischen Machtzentren gesponserten Kannibalen sind keine Menschen…
(Leider ist dieser Film bisher nur in Englisch verfügbar. Bitte geben Sie ihn weiter !!! )

Glen Beck: Video
http://www.youtube.com/watch?v=Ageeh1pLslU

In Hessisch-Sibirien ist die Welt noch in Ordnung

… bis auf ein paar Kleinigkeiten, versteht sich. Doch darüber wird noch zu reden sein.
Derzeit wird ja viel über den Sinn und Unsinn von Wahlen diskutiert. Bekanntlich hat die Wahlfreudigkeit des deutschen (Bundes-)Bürgers nach mehrmaligen Bundestagswahlen erheblich nachgelassen. Ganz klar warum: die bürgerlichen Repräsentanten vertreten nicht die Interessen der arbeitenden Menschen, der Lohnempfänger in diesem Lande, d.h. die Interessen des Proletariats, auch wenn ihre Sprüche mitunter sehr „kämpferisch“ erscheinen. Die sogenannte „Linke“ ist ebenfalls eine bürgerliche Partei: Sie hat sich vollständig von den Interessen der Arbeiterklasse abgewandt. Und das ist ganz einfach zu erkennen, nämlich an ihren Taten und an ihrer Ideologie. Auch wenn einzelne Parteimitglieder, wie zum Beispiel in Hessisch-Sibirien, hier durchaus eine andere Auffassung vertreten. Doch eins nach dem anderen:

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