In Hessisch-Sibirien ist die Welt noch in Ordnung

… bis auf ein paar Kleinigkeiten, versteht sich. Doch darüber wird noch zu reden sein.
Derzeit wird ja viel über den Sinn und Unsinn von Wahlen diskutiert. Bekanntlich hat die Wahlfreudigkeit des deutschen (Bundes-)Bürgers nach mehrmaligen Bundestagswahlen erheblich nachgelassen. Ganz klar warum: die bürgerlichen Repräsentanten vertreten nicht die Interessen der arbeitenden Menschen, der Lohnempfänger in diesem Lande, d.h. die Interessen des Proletariats, auch wenn ihre Sprüche mitunter sehr „kämpferisch“ erscheinen. Die sogenannte „Linke“ ist ebenfalls eine bürgerliche Partei: Sie hat sich vollständig von den Interessen der Arbeiterklasse abgewandt. Und das ist ganz einfach zu erkennen, nämlich an ihren Taten und an ihrer Ideologie. Auch wenn einzelne Parteimitglieder, wie zum Beispiel in Hessisch-Sibirien, hier durchaus eine andere Auffassung vertreten. Doch eins nach dem anderen:

Das kommunistische Manifest

Als Karl Marx und Friedrich Engels im Jahre 1890 die letzte aktualisierte Ausgabe des Kommunistischen Manifest besorgten, befand sich der Kapitalismus noch in seinem Anfangsstadium. Sein Wesen hat sich bis heute nicht verändert. Mit dem Aufkommen des Imperialismus verschärfte sich hingegen die Ausbeutung, und die Klassenkämpfe nahmen zu. Doch dann wurde 1917 mit der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution erstmals der Beweis erbracht, daß Sozialismus möglich ist. Marx und Engels hatten also Recht gehabt. Der Sieg des Sozialismus in der Sowjetunion befreite die ausgebeuteten Volksmassen vom Joch des Kapitalismus und ermöglichte ihnen nach und nach ein menschenwürdiges Leben.

Die Weltherrschaftsansprüche des Imperialismus

Keine der herrschende Klassen ist jemals freiwillig von der Macht zurückgetreten. Alle bisherige Geschichte war deshalb die Geschichte von Klassenkämpfen, in denen nicht immer nur die fortschrittlicheren Kräfte siegten. So geschah es, daß sich mit der Entwicklung der Produktivkräfte in den kapitalistischen Ländern ein enormes wirtschaftliches Potential herausbildete, das förmlich nach einer Erweiterung seiner im eigenen Lande begrenzten Ressourcen schrie. Die Eroberung neuer Rohstoffquellen und Absatzmärkte wurde zu einer Existenzfrage für die rasant wachsende kapitalistische Industrie. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion glaubten nicht nur die deutschen Konzernherren, eine Lösung gefunden zu haben. Doch das endete für sie und (nicht nur!) für das deutsche Volk im Fiasko. Ergebnis: 50 Millionen Tote und ein verwüstetes Europa.

Die sozialistischen Länder

Der Sieg der Sowjetunion über den deutschen Faschismus stärkte schließlich den weiteren Aufbau des Sozialismus in aller Welt. Und es ist auch klar, daß die entscheidende Frage für den Sieg dieser neuen, gerechteren Gesellschaftsordnung immer die Eigentumsfrage ist: Wem gehören die Produktionsmittel? In der DDR waren die entscheidenden Produktionsmittel (die Betriebe, Banken, Maschinen und Anlagen, Grund und Boden) im Besitz des Volkes. Sie waren Volkseigentum. Damit war die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ein für alle mal beseitigt. Das heißt natürlich nicht, daß es von nun an keine Klassenkämpfe mehr gab. Die Kapitalisten hatten ihre Besitz- und Machtansprüche noch lange nicht aufgegeben. Durch Sabotage, Wirtschaftskrieg und ideologische Beeinflussung wurde die DDR bekämpft. Sie lag direkt an der Nahtstelle zweier unterschiedlicher Gesellschaftsordnungen und war (nicht nur wegen der Trennung des deutschen Volkes) davon enorm bedroht. Das war bei weitem keine vorteilhafte Ausgangsposition.

Der Rückfall in den Kapitalismus

Nachdem nun alle Versuche des Imperialismus gescheitert waren, verlorenes Terrain zurückzuerobern, machte man sich die Differenzen innerhalb der Kommunistischen Partei der Sowjetunion zunutze. Auseinandersetzungen auch innerhalb einer Partei sind ja nirgendwo zu vermeiden, und sie sind auch notwendig. Jahrelang mußten sich die Kommunisten mit revisionistischen Auffassungen (wie mit Bernstein, Kautsky, Trotzki, Sinowjew usw.) herumstreiten, ehe sich die richtige Strategie durchsetzen konnte. Doch dann – mit der heimtückischen Ermordung Stalins begannen Chruschtschow und einige seiner Genossen, den bisher zwar durchaus nicht widerspruchsfreien, aber richtigen Kurs der Sowjetunion aufzuweichen. Lange hatten die revanchistischen Kräfte des Westens versucht, mit ihren Attacken und Kriegsdrohungen den Sozialismus von außen anzugreifen. Doch als alle diese Rechnungen nicht aufgingen, setzte man auf eine andere Karte. Und nach dem XX.Parteitag der KPdSU 1956 geschah dann das Unfaßbare: den Konterrevolutionären gelang es, den Sozialismus sozusagen von innen her zu zerstören.

Die Arbeitsproduktivität als entscheidender Wirkfaktor

Bekanntlich hatten die sozialistischen Länder lange Zeit und dann auch zunehmend mit Mangelerscheinungen in ihrer Wirtschaft zu kämpfen. Der gewaltige Wirtschaftsaufschwung, den die Sowjetunion in den Jahren von 1917 bis zum Großen Vaterländischen Krieg vollbrachte, ist unvergleichlich. Er war auch unübertroffen, denn das einst rückständige russische Agrarland entwickelte sich buchstäblich „vom Hakenpflug zur Weltraumrakete“. Das war zugleich auch die Voraussetzung für den Sieg des Sozialismus über die deutsch-faschistischen Aggressoren im 2.Weltkrieg. Auch die DDR nahm danach trotz erheblicher wirtschaftlicher Nachteile eine beispielgebende Entwicklung. Dank der fleißigen Arbeit der Werktätigen in der DDR konnten zahlreiche sozialpolitische Maßnahmen verwirklicht werden. So konnte bis 1989 das Wohnungsbauprogramm erfüllt werden. Es wurden allein im Zeitraum 1971-1980 1,4 Mill. Wohnungen neu gebaut oder modernisiert. Damit verbesserten sich seit 1971 für 4,25 Mill. Menschen die Wohnverhältnisse. Das betraf jeden 4.Bürger der DDR. [1] Und im übrigen gab es in der DDR jederzeit Vollbeschäftigung, kostenlose medizinische Betreuung, sowie ein hervorragendes Bildungssystem, das damals (wie auch in anderen sozialistischen Ländern) wohl einmalig in der Welt war.

Die Konterrevolution

Nach dem Jahre 1956 ging es dann allmählich abwärts, die allgemeine Arbeitsproduktivität sank, das Wirtschaftswachstum ließ nach und die Zerfallserscheinungen befielen ganze Wirtschaftszweige. Flankiert von den nie nachlassenden Sabotageakten, der Wirtschaftsblockade und dem scharfen ideologischen Kampf verloren die Sowjetunion und mit ihr die anderen sozialistischen Länder allmählich die Initiative des gesellschaftlichen Fortschritts, was letztlich dazu führte, daß die Feinde des Sozialismus in der weltweiten Klassenauseinandersetzung die Oberhand gewinnen konnten. Die mit dem XX.Parteitag der KPdSU eingeleitete Konterrevolution kam 1989/90 zum Abschluß und brachte dem Sozialimus seine bisher empfindlichste Niederlage bei. Und die Folge: Eine Epoche der schwärzesten Reaktion brach über alle kapitalistischen und kolonialen Länder herein. Die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker wurden vollends geknebelt und die Positionen des internationalen Kommunismus wurden liquidiert. [2] Das ist keineswegs übertrieben, auch wenn es uns in der BRD noch einigermaßen gut geht.

Wie ist das nun vor und nach den Wahlen?

Besitzunterschiede spielen bei Wahlen heutzutage eigentlich keine große Rolle. Dennoch übt das Kapital seine Macht „indirekt, aber um so sichrer aus. Einerseits in Form der direkten Beamtenkorruption, wofür Amerika klassisches Muster, andererseits in Form der Allianz von Regierung und Börse, die sich um so leichter vollzieht, je mehr die Staatsschulden steigen und je mehr Aktiengesellschaften nicht nur den Transport, sondern auch die Produktion selbst in ihren Händen konzentrieren und wiederum in der Börse ihren Mittelpunkt finden.“ Und weiter: „Solange die unterdrückte Klasse, also in unserm Fall das Proletariat, noch nicht reif ist zu seiner Selbstbefreiung, solange wird sie, der Mehrzahl nach, die bestehende Gesellschaftsordnung als die einzig mögliche erkennen und politisch der Schwanz der Kapitalistenklasse, ihr äußerster linker Flügel sein.“[3] Und genau das ist nun bei unseren Hessisch-Sibirianern der Fall. In einem Kommentar erscheint hier folgendes:
hessisch Sibirien

Was allerdings der Schreiber letzterer Zeilen damit meint, wenn er die Gewaltfreiheit der Konterrevolution von 1989 in der DDR hervorhebt, wird uns wohl ein Rätsel bleiben. Es ist nämlich keineswegs ehrenhaft für die unterlegene Arbeiterklasse, wenn eine Konterrevolution, die die Menschheit in ihrer sozialen Entwicklung um gut 100 Jahre zurückwirft, ohne Gewalt (sagen wir mal besser: ohne Gegenwehr!) abgelaufen ist. Aber möglicherweise war er ja ganz einverstanden damit, möglicherweise kam sie ihm ganz gelegen. Außerdem ist es falsch (um nicht zu sagen demagogisch ! ) zu behaupten, der politische Kampf würde dazu führen, daß es Tote gäbe. Nicht einmal die Oktoberrevolution war eine blutige Revolution. Doch wie es scheint, ist nach alledem in Hessisch-Sibirien, von ein paar Kleinigkeiten mal abgesehen, die Welt noch in Ordnung. Es verhält sich eben alles so wie bei Kurt Tucholsky’s älterem, aber leicht besoffenen Herrn, der da sagte: „Wat brauchste Grundsätze, wenn de een Apparat hast!“ [4]

Quellen:
[1] Wohnungspolitik in der DDR
[2] J.W.Stalin: VII. erweitertes Plenum des EKKI, in: Stalin, Werke, Bd.9, S.24.
[3] Friedrich Engels: Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates, in: Marx/Engels, Ausg.Werke in sechs Bänden, Dietz Verlag Berlin 1988, .VI, S.191.
[4] Kurt Tucholski: Ein älterer, aber leicht besoffener Herr, In: Die Weltbühne, 1930, Nr. 37, S.405.

Siehe auch:
Wie betreibt das Monopolkapital den Abbau der bürgerlichen Demokratie?
Warum ist der Kommunismus gut für die Menschen?
Laßt uns den Sozialismus verteidigen!
Ist Gewalt zur Verteidigung des Sozialismus unmoralisch?
Wahlen 2013

8 Gedanken zu “In Hessisch-Sibirien ist die Welt noch in Ordnung

  1. Ja ja.. in Hessisch-Sibirien ist die Welt also noch in Ordnung, denn „Genosse“ Gysi „sagt was er denkt“!
    Ich höre mir manchmal auf You Tube Reden eines anderen „eloquenten“ deutschen Politikers an, welcher immerhin 12 Jahre als deutscher Kanzler die „Richtlinien der Politik“ (GG der BRD von 1949!) „bestimmte“: Herr A.Hitler!
    Und nun? Was kann man bei diesem verflossenen österreichisch/deutschen Herrn und Kanzler da nicht alles so hören?
    NUR Lügen, nur Demagogie, Verdrehungen, Halbwahrheiten?
    Mitnichten!
    Ja, auch dieser deutsche bürgerliche Politiker und Reichs(Bundes)Kanzler sprach zuweilen durchaus „Klartext“, Dinge, die manchen „marxistisch-leninistischen“ Revis noch heute schwer im Magen liegen mögen.!
    Zuweilen sprach dieser Herr sehr deutlich und drastischen Wahrheiten aus, Wahrheiten über diese so genannten „westlichen Demokratien“, DEREN rein imperialistischen Ambitionen(insbesondere gerade der USA, 1941/1942..!) über die „Pressefreiheit“, die gesteuerte Meinungsmache in diesen imperialistischen „Demokratien“ und noch manch anderes.
    Von den heutigen Berufs- „Demokraten“ gern unter den Teppich gekehrt, verschwiegen, oder als „dummes Zeug“ eines „Irren“ und natürlich „Massenörders“ BILLIG abgetan.
    Nun gut, auch er konnte gut reden, vielleicht sogar „zuhören“?
    Na und?
    Sollten sich Politiker wirklich durch schauspielerische Qualitäten auszeichen?
    Gebührt nur dann ihnen „Vertrauen“?
    Was dieser feine kleine Winkeladvokar Herr Gysi auch schwätzen möge, welche frommen Wünsche er ausposaunen mag, was hat seine Partei jemals in den letzten Jahren für die vom Kapitalismus mehr und mehr Getretenen, Zertretenen getan?
    Was sagt dieser „linke“ quasi SPD-Verein zu den ungeheuerlichen Verbrechen der herrschenden Imperialisten gegen Syrien, gegen Elend und Armut in mehr und mehr selbst in europäischen Ländern?
    Wo ist diese Partei jemals vor Ort wirklich aktiv, um gegen Macht, Herrschaft, Willkür der Herrschenden und deren zumeist veramteten „exekutiven“ schmutzigen Werkzeugen anzutreten?(z.B. Jobcenter, Hartz 4, „Sanktionen“, Zwangsräumungen nach mehrmaligen „Sanktionen“, Zwang zu billiger Leiharbeit mit vorsätzlichen LOHNBETRUG, weil nicht mal den minimalsten Lebensunterhalt sichernd, siehe Wertgesetz des Kapitalismus!)
    Nichts, Nichts, Nichts….., dummes billiges Gelabere, das ist ALLES, was von dieser „LINKEN“ wahrzunehmen ist.
    Nur politische IDIOTEN können auf diesen miesen bürgerlichen Karrieristen-Verein noch hereinfallen.

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  2. Zum Thema Sinn und Unsinn: Ich habe im Abiturskurs(Fernschule) zur Hausaufgabe / Sozialkunde / Demokratie in der Bundesrepublik geschrieben, dass ich für das Plebiszit bin. Und gleich noch eine Version von „wie ich mir das vorstelle“ geliefert. Habe ’ne 4 gekriegt. (Ecke-schäm)

    Ich würde den Wahlen eine Lotterie vorziehen. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Das hat es wohl im alten Griechenland schon temporär gegeben.

    Das wär‘ doch ein Mortz Gaudi…

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  3. Hallo zusammen,

    es ist immer wieder erstaunlich, wie weit sich sog. „Linke“ Parteien (und somit Menschen, die in diesen tätig sind) verbiegen, um in dieser Gesellschaft der herrschenden Klasse zu Diensten zu sein. Die bürgerlichen Parteien haben es da einfacher: Da nach deren Philosophie (Beantwortung der Grundfrage nach dem Verhältnis von Denken und Sein: Ist die Welt erkennbar?) jeder Mensch angeblich seine eigene Meinung haben darf und diese auch in aller Welt unaufgefordert hinausposaunen kann (ist sie auch noch so krude), regt sich keiner darüber auf – weil es ja alle tun – Hauptsache, es ist die Meinung von Bild, Spiegel und Co…. Und wenn das in Massen geschieht, dann sind Wahlen.

    Wenn sog. „Linke“ (was oder wer immer das auch sind) sich im gegenseitigen Meinungsaustausch befinden – und fast alle berufen sich zumindest auf Marx und Engels – mit Lenin, Stalin, Swerdlow, Zetkin, Thälmann, Pieck, Ulbricht, Reimann… haben schon weniger was am Hut (bzw. kennen diese erst gar nicht – oder nur die bürgerliche Meinung über diese) – dann fliegen die Fetzen – und einer beschuldigt angeblich den anderen des Starrsinns, ein Betonkopf zu sein, Rundumschläge auszuteilen, Gewalt zu predigen (welche Gewalt ist denn da gemeint? Ökonomische Gewalt, militärische Gewalt, physische und psychische Gewalt…)

    Sog. Linke „vergessen“, daß zwischen Marxisten (als die sich fälschlicher Weise auch sog. „Linke“ bezeichnen) und den bürgerlichen Positionen die gegensätzlichen Beantwortung der Grundfrage der Philosophie steht – und somit auch grundlegend unterschiedliche Positionen zu den Wahlen formuliert werden – also auch zwischen den sog. „Linken“ auf der einen Seite und Marxisten und Kommunisten (auch wenn es in der PDL eine sog. „komm. Plattform“ gibt – wenn sie kommunistisch wäre, wäre sie seit über 20 Jahren nicht mehr in dieser Partei…) auf der anderen. Aber das nur am Rande bemerkt.

    Zum „Schwätzer“ Gysi: Es ist einfach nicht richtig, ihn so zu bezeichnen. Laut http://de.wiktionary.org/wiki/Schw%C3%A4tzer ist ein Schwätzer eine Person, die zu jedem Thema meist ungefragt ausschweifende Kommentare abgibt, die im eigentlichen Sinne keiner der Anwesenden hören möchte bzw. von ihrem Vorhaben zwar redet, beziehungsweise Zusagen macht, diese aber nicht in die Tat umsetzt. Und beides macht Gysi nicht. Wird er mal gefragt – und viele hören ihm zu und sind stark beeindruck von seinen Worten und wollen genau diese Worte hören – versteht es Gysi süffisant, mit einfachen Worten die Situation seiner Zuhörer zu beschreiben und scheinbar schnelle, sofortige Lösungen herbei führen zu wollen. Und in die Tat umsetzen braucht er sie nicht weil seine Fans wissen, daß er niemals in die Position kömmt, dies auch tun zu müssen…. Also weiß Gysi genau, wem er zu Diensten ist, und wem er die Steigbügel hält.

    Beispiele?
    Mindestlohn: Kein Wort der sog. „Linken“ zu Engels http://www.mlwerke.de/me/me19/me19_247.htm „Ein gerechter Tagelohn für ein gerechtes Tagewerk! (1881) (…) Begrabt darum den alten Wahlspruch für immer, und ersetzt ihn durch einen anderen: Besitzer der Arbeitsmittel — der Rohstoffe, Fabriken und Maschinen — soll das arbeitende Volk selbst sein.“ Warum die Forderung nach 10€? Woher nimmt diese Partei diese Arroganz, nur 10€ zu verlangen als Mindeststundenlohn – warum nicht 12,45 – oder 37,99 oder 84,13 – oder 426,21 – oder 4.259,65 €? Es ist entlarvend, wenn selbst bürgerliche Positionen – siehe http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/stundenloehne.htm weit über die Vorschläge der sog. „Linken“ hinausgehen. Und wenn dann Gysi in seinem „Sommerinterview“ http://www.youtube.com/watch?v=y-zj63c7-UU&hd=1 sogar noch unter 10 € als Mindestlohn geht, nur um mit der SPD kopulieren zu können – dann ist das schon frech und
    wählerverachtend.

    Wenn eine sog. „Linke“ Partei mit einer angeblichen kommunistischen Plattform in keiner Weise von der Änderung gesellschaftlicher Verhältnisse in diesem Lande auch nur redet – geschweige denn fordert – dann ist auch ihre Friedensposition auf Dauer mehr als fragwürdig (und Parteigrößen wie Gysi, Brie und Konsorten haben schon ganz andere Positionen zu Krieg und Frieden vertreten und würden dies auch wieder tun…) – mit Sicherheit.

    Renten: Nun sind die sog. „Linken“ bei den Renten mit ihren Forderungen bei mindestens 1.050,00 € angekommen. Auch hier die Frage: Mit welchem Recht fordert eine sog. „kommunistische Plattform“ in dieser sog. „Linken“ eine Hungerrente, ein langsames vegetieren im Alter auf Dauer für ihre Wähler? Seit über 20 Jahren „kämpfen“ diese sog. „Linken“ angeblich für gleiche Renten in Ost und West – mit welchem Ergebnis?

    Dieses Rumgedoktere der sog. „Linken“ an den Symptomen des Zerfalls der alten, parasitären und faulenden Gesellschaft (und somit am Erhalt dieser!) ist auf Dauer nicht mal mehr peinlich – es ist ein Verrat an den Ideen von Bebel, Marx, Engels, Zetkin, Thälmann, Pieck, Ulbricht, Reimann….
    Und mit den Wahlpositionen der sog. „Linken“ verraten sie auch ihre Wähler.

    Im Übrigen: Wenn die DDR ein „Regime“ war – was ist dann die BRD? Frankreich? Großbritannien? Spanien? Türkei? USA? Schweden? Niederlande?

    Und noch ein Satz zu hessisch-sibirien:
    Milch ist nicht nur weis – sie ist auch politisch!
    Siehe dazu http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/konflikt-um-milchpreis-vernichtung-einer-gigantischen-menge-milch-1.195498 und http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2008_06_05_1_milchvernichtung.html aber auch http://www.agrarheute.com/bauern-vernichten-milch-guellewagen-dbv-weiterhin-konstante-milchanlieferung-deutschland
    Soviel zum Thema: „Wenn der ökonomische Kampf zum politischen wird, wird es Tote geben…“

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  4. Natürlich sind Gisi, Kipping und Wagenknecht mit ihrer antiDDR Lügen/Hetze in Talkshows Körperverlezung. Darin überholen die ja viele CDUler. Vor allem machen die sich ja lächerlich.
    1)Die Themen/Gegner der Talkshows sind so konzipiert/ausgewählt, dass NWO Vertreter immer die besten Karten haben. Bsp: soll man Syriens Assad ins Asyl nach Nordkorea schicken, vor den internationalen (NATO) Gerichtshof in Den Haag, oder wegbomben ? Soll man die Steuer für Gewerbetreibende senken oder für ausländische Investoren ? Soll man die Leiharbeit auf 12 Monate oder 12 Jahre begrenzen ? Ist Merkel wegen Ihrer Eu-Politik oder ihrer Organisationsfähigkeit so beliebt ? Wie gefährlich ist ein Mindestlohn ab 6,50 Euro ?
    2)Die Gegner dürfen jeden Unsinn behaupten: steigende Reallöhne, steigender Massenwohlstand, von Steuern gebeutelte Reiche, abwandernde Investoren. Oder Assad frisst zum Frühstück kleine Kinder, badet in Gold, vergiftet bayrisches Weissbier, plant Anschläge gegen Mallorca (sorry, mit Mallorca war ja Gadafi), während die Menschen in seinen Gulags zu Oralsex gezwungen werden und verhungern.
    Wagenknecht, Kipping und Gisi trennen nur zwischen Arm und Superreich. Dass knapp 20 Mio Deutsche/meist Schnorrer, wie die Made im Speck leben (die linken Promis gehören ja auch dazu) wird verdrängt. Millionärssteuer? Nur knapp 17000 haben dieses Einkommen verfügen darüber. Schweizer/Luxemburg/Belgien/Österreich/Liechtenstein Bankgeheimnis öffnen?! Die Länder sind souverän!!!. Man kann die nicht zwingen Kundendaten zu verraten. Die SteuerCDs sind von Verbrechern beschafft! Na ja vielleicht gehts mit Kriegsdrohung. Nach Recherchen (war selbst von Arbeitslosigkeit/Unterhaltsforderungen bedroht) vor 14 Jahren hab ich rausgefunden, dass die meisten Deutschen Ihr Geld dorthingebracht haben weil sie Angst/Probleme vor Unterhaltsforderungen (Ehegattin/Kinder beides/alten pflegebedürftigen Eltern hatten oder Angst vor drohender Pleite/Arbeitslosigkeit.Wenn hier mal Kommunisten wieder ins KZ,Psychiatrie/Gefängnis/Folteranstalten landen, würde ich gern fliehen und meine 100.000 sicher in der Schweiz wissen.
    Die drei Linken Pseudopromis wollen wohl der oberen Mittschicht im A…. kriechen, die wohl eher die FDP (Yuppies mit DUMMY Jura Studium und gutgekleidet), die Grünen (frustrierte Gymnasiallehrer mit Bauspardarlehn und Palaestinänserschal) oder beides (Turnschuhakademiker mit 300 Euro teuren Joggingschuhen)wählen würden. Die vergessen 30MIOS Menschen, um sich bei Yuppies beliebt zu machen. Die machen Ihre Parteimitglieder kaputt, die gar nichts mitbestimmen dürfen. Nur die Schmutzarbeit: Stände in rassistischen Stadtvierteln, gefährliche Antifademos, oder in Schickimickievierteln sich der Lächerlichkeit preisgegeben.
    Ganz klar sind es bürgerlich verkrachte Existenzen, die in der sog. freien Wirtschaft bis evtl. auf Gysie, normalerweise nur die Klos bei McDonalds putzen dürften.
    Tausend andere und Ich selber haben schon vor über 35 Jahren Wagenknechts ach so tolle Erkenntnisse/Bücher auf ein paar DINA4 Seiten hinbekommen/geschrieben. Freiheit statt Kapitalismus ist einerseits GUT wegen der Fakten, aber doch nichts neues. Ihre Vermeidung von Marx/Lenin/Stalin/Ulbricht peinlich und verräterisch.
    Mit der Stärke der Linken (GELD/PERSONAL), wäre es SUPEREINFACH die DDRhetze/Phobie in ca. einem Jahr aus den Wessi Köppen herauszubekommen. Warum wollen die das nicht ???
    Ich wähl die aber trotzdem. Für mich und Millionen anderen ist es ein GEWALTIGER Unterschied, ob ich als Rentner mit ständigen Selbstmordgedanken bei 750 Euro dahinvegetieren, Gammellebensmittel fressen, im Winter frieren muss, kein Geld für Schmerztableten habe oder wie in anderen, JA kapitalistischen Ländern, wie Niederlande in meinen eigenen vier Wänden also mietfrei 1100 Euro Mindestrente bekomme. Ich bin oft in den Niederlande / Belgien /Dänemark/Schweiz und sehe den Unterschied.
    Dass diese Länder nun auch stark gefährdet sind, haben die den NULLWIDERSTAND der Deutschen gegen den Sozialkahlschlag zu verdanken. Die Schlachthofmetzger in Belgien oder Dänemark sind gegen die Niedriglöhner (oft Osteuropäer) in Deutschland (dank EU) chancenlos. EU : aus jedem Land das schlechteste : deutsche Autoritätshörigkeit aber seltsamerweise Antikommunismus, spanische Polizeibrutalität, polnische Niedriglöhne, englische Kapitalfreiheit, österreichischer Nationalismus, französischer Kolonialismus, griechischer Faschismus, italienische Medienmonopolisten und Korruption, irisches Spekulantentum, schwedischer Aushorch-/Kontrollettistaat, holländisches Leihfirmentum.

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  5. Natürlich, rheinlaender, es spricht ja nichts dagegen, wenn man von mehreren Übeln das kleinere wählt. Im Moment richtet das ja auch keinen Schaden an, es stiftet aber auch keinerlei Nutzen.Was passiert denn mit den angekreuzten Zetteln? Nichts. Alles bleibt wie es ist, und Gysi hat weiterhin Schwatzfreiheit. Er sorgt im ansonsten langweiligen Bundestag mal wieder für Belustigung und ist der kleine, unwesentliche Provokanzredner, der den übrigen Chor der Lobbyisten ab und zu dazu bringt, ihre Gedanken zusammenzunehmen – sonst nichts. Von Opposition keine Spur, höchstens lächerliches Trotzgehabe ohne Konsequenzen. Diese Situation ist nicht zu vergleichen mit 1933. Damals HATTE Deutschland eine Kommunistische Partei, heute nicht. Das einzige, wirklich, was diese Klasse versteht, ist der ökonomische Kampf, weil der nämlich ans Wesentliche geht: an den Profit. Und von da ab wird es ernst.

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  6. Soll man nun trotz aller Vorbehalte diese Linkspartei noch immer wählen?
    Nun ja, ich beichte an diesr Stelle gerne, dass auch ich nach dem Zusammenschluß von PDS/WASG, Lafontaine an die Spitze dieser Partei trat, diese gerne wählte, in der freudigen Hoffnung, dass es nun endlich wieder eine Partei in Deutschland gäbe, welche wirklich für einen neuen, gerne auch besseren Sozialismus eintritt.
    Es gab für diese Partei zunächst einen beachtlichen Zuspruch, plötzlich tat sich da ein beachtlich großes Wählerpotential auf (nach manchen damaligen Umfragen über 20%!), welches auch ich zuvor kaum für möglich gehalten hatte, mir zeigte, dass es eben auch in Deutschland für eine echte sozialistische Partei durchaus eine Menge Zuspruch, Unterstützung geben könnte.
    Doch bald kamen nach einigen Wahl-„Höhenflügen“ die berüchtigten Koalitionen, Unterstützungen, Anbiedereien und, und, und…, ödester bürgerlicher politischer Karrierismus gewannen bald die Oberhand, anstelle eines Kampfes für wirkliche gesellschaftliche Veränderungen, Veränderungen der hier seit 1949 quasi versteinerten politischen und ökonomischen Machtverhältnisse nur noch „Kämpfe“ für „Mandate“, Pöstchen wo auch immer, Mitmachertum im Sumpf des korrupten bürgerlichen Parlamentarismus-Theaters.
    Und so können natürlich die wenigstens 20 Millionen(rheinlaender), die in diesem Lande ja wirklich wie die Maden im Speck leben, und gleichzeitig den Wählerkern aller dieser bürgerlichen Bundestagsparteien bilden, weiter sich im Fett sulen, ihre ein wenig farblich unterschiedlich angemalten Püppchen, Marionetten wählen, natürlich immer, dass auch ja alles so bleibt wie es ist, alle Kosten, welche die Aufrechterhaltung dieses Systems erfordern, vor allem nach ganz tief unten weitergereicht werden!
    Da mögen der „3000 EURO Turnschuh-Akademiker“ „Grün“ oder „Gelb“, der fette schwadronierende Gewerkschafts-Korupti, „Stammarbeiter“ von „DAX-Unternehmen“ mit gelegentlicher Gewinnbeteiligung und festen, relativ sicheren Arbeitsplätzen nicht zuletzt dank der vielen Leiharbeiter-Heloten in diesen Unternehmen seit 65 Jahren „SPD“ wählen, Kleinunternehmer, Selbständige, Bauern, Weinbauern CDU/CSU, Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Heilpraktiker von „Schwarz über „Rosa“(SPD) und „Gelb“ bis mal hin zu „GRÜN“ wie Kängeruhs hin und her springend sich als „Wechselwähler“ hervortun.
    Doch wozu sollten alle Millionen von Menschen, welche nicht zu den obigen „Honoratioren“ dieser Gesellschaft gehören, die miesesten schlechtens bezahlten Arbeiten zu den miesesten Arbeitszeiten verrichten müssen, oder als Arbeitslose verächtlich und geschurigelt bis auf´s äußerste werden, als Armutsrentner still und leise, geräuschlos irgendwo dem Tode entgegendämmern, eine „Linke“ wählen, welche jegliche Ambitionen für eine andere Gesellschaft bei jeder Gelegenheit weit von sich weist, verleugnet, sich, wenn immer gefordert, das Stöckchen „steht“, sich dreimal, viermal, hundertmal pro Tag von der DDR „distanziert“, also außer Schall und Rauch absolut nichts bewegt, gar nichts bewegen will, sondern einfach nur in diesem System, natürlich bestens versorgt, mitspielen will?
    Sicherlich, ein nenneswerter Schaden entsteht da nicht mehr, DEN haben die kleinen Leute dieses Landes ohnehin schon, dafür sorgen CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNE ja schon selbst seit Jahrzehnten, und zwar ganz ohne die „Hilfe“ einer „Linkspartei“!
    Wozu nun diese noch wählen?
    Ist einfache ohnmächtige kindliche Trotzreaktion – „Denkzettel verpassen“, „trotzdem“ etc..!- ein Ausweg für erwachsene, zumeist doch wohl verständige Menschen, potentielle Wähler?
    Ich denke nicht, da müsste eine ganz andere Partei, Organisation her als dieser Verein „linker“ Kuscheltiere!
    Ich wähle sie nicht mehr, nur vergeudete Zeit, vergeudete Energie, Illusionen…

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