Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse

Deutsche FilmkunstEin heute fast vergessener Film ist der 1950 entstandene DEFA-Film: „Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse“. Einer der beiden Autoren des literarischen Szenariums, Michael Tschesno-Hell, schrieb darüber:

Ernst Thälmann, hochgeschätzt von Lenin und Stalin, war nicht nur eine der markantesten und populärsten Persönlichkeiten der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung, er war, wie Romain Rolland sich plastisch ausdrückte, „das Symbol des großen Friedens unter den befreiten Völkern“, er „verkörperte wie wohl selten jemand sowohl das kommende Deutschland wie die kommende Welt überhaupt“ (Martin Andersen Nexö).

Der Thälmann-Film soll die revolutionären Traditionen der deutschen Arbeiterklasse in unseren Werktätigen wieder lebendig machen, das Bewußtsein ihrer eigenen Kraft, das Vertrauen in ihre Fähigkeit zur Umwandlung der Welt stärken und festigen. „Unermeßlich sind die Kräfte, die uns aus der Erinnerung an stolze und gehobene Momente und Tatsachen unserer Vergangenheit zuströmen“ (Thälmann). Der Film soll auch die Bedeutung der Rolle der Werktätigen als der Befreier der Menschen von Ausbeutung und Krieg, als treibende Kraft der Geschichte, als Vollstrecker des Willens des Volkes, der Nation, veranschaulichen.

Quelle:
Deutsche Filmkunst, Henschelverlag, Kunst und Gesellschaft, Heft 1, 1954, S.13f.

Teil 1:

Teil 2:

К 130-летию Эрнста Тельмана Коммунистическая Партия представляет впервые озвученный на русский язык снятый в 1954 году в ГДР фильм „Эрнст Тельман: герой своего класса“. Предлагаем нашему читателю посмотреть этот фильм.

Этот фильм демонстрировался в 50-е годы советскому зрителю, но русско-язычной версии перевода, демонстрировавшейся на широком экране в настоящее время не существует для широкого пользователя.

Закадровый текст читает Игорь Герасимов.

Первая часть:

https://youtu.be/ZcPwnaNnV2M?t=13s

Вторая часть:

https://youtu.be/G6dUcudY0Ek

8 Gedanken zu “Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse

  1. Wer aber eine gute Quali haben will, ohne Werbung zu machen, den Film auf DVD gibt es bei Icestorm(veröffentlichen vorwiegend Defafilme, sowie aus Osteuropa), sogar billiger wie der Durchschnittpreis für DVDs.
    MfG

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  2. Also, ich habe mir den Film bei Amazone erworben, 2 DVD´s , gute Qualität.(Dort kriegt man, mit etwas Glück, als Video „Walter Ulbricht – Baumeister des Sozialismus“, ein ebenfalls sehr guter Film mit klaren Standpunkt aus der damals noch ganz jungen revolutionären DDR um 1952)
    Noch besser natürlich der eigentliche Film selber, würde ich ebenfalls schon in die Nähe revolutionärer Kunst ansiedeln, eindrucksvoll, vor allem ein klarer Klassenstandpunkt, zwingt zur Entscheidung, auf welcher Seite der Klassenkampfbarrikade man als Nicht-Bürgersöhnchen, Nichtbürgertöcherchen, Nicht-Lakai der Besitzenden und Herrschenden zu stehen hat.
    Den möglichen Einwand bürgerlicher „Filmkritiker“ mit „kitschig“, „stalinistisch“ täte ich einfach abtun mit einem einzigen Verweis auf die heutige spätbürgerliche „Filmkunst“ mit ihrer eigentlich nur noch – Danke sehr, Herr Guido Westerwelle, wahre wahre Worte! – „spätrömischen Dekadenz! 🙂

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  3. Zugestimmt, Harry, und nun noch eins: Walter Ulbrichts Testament, bevor die Russen ihn liquidierten: „Die Einheit und Geschlossenheit der kommunistischen Weltbewegung“ muß „auf höherer Stufe geschmiedet werden.“ (zitiert nach Peter Hacks: Am Ende verstehen sie es, S.61). Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Und das ist sicher auch im Sinne von Ernst Thälmann.

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    1. Peter Hacks war auch einer jener, die durchhaltend erkannten und vertreten haben, dass mit Walter Ulbricht Sozialismus in der DDR errichtet wurde. Danach war Verrat am Sozialismus – und Hacks sagte es.

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  4. Hallo zusammen,

    den Film habe ich als Filmvorführer mit einer „Meoclub“ in unserer Schule (1968 – 15 Jahre alt ) in einer Woche 2x am Tag zeigen dürfen (ihn also selbst immer mit angesehen). Zu Beginn der Vorführung immer Gemurre und Gemaule unter den Schülern – beim Wechseln der Filmrolle zum 2. Teil konnte ich nicht schnell genug sein – so unruhig wurden die Zuschauer, daß es endlich weiter geht…

    Ich meine – der Beginn des Aufbaus einer soz. Gesellschaft hat viel mit der Änderung und Überwindung auch von übernommenen Film-Gewohnheiten zu tun. Es ging um eine grundlegend andere Auffassung zur Rolle des Films und den inhaltlichen Anforderungen an den Film.
    Im Gegensatz zum Film in der Ausbeutergesellschaft – bei dem es immer zunächst ums Geldverdienen geht – natürlich auch um Unterhaltung und Manipulation – geht es in der neuen Gesellschaft im Wesentlichen um Bildung, Erziehung, Information – auch um andere ästhetische Schwerpunkte bei der Formung einen anderen, neuen Menschenbildes in der Kunst. Und gerade in den soz. Ländern hatte Film etwas mit Kunst zu tun – und wurde mit Künstlern betrieben – im Gegensatz zu heute, wo kaum noch ein Schauspieler ein Künstler ist – von den Regisseuren und Drehbuchautoren ganz zu schweigen…

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    1. Hallo Bruttoertrag,
      stimmt – der Thälmann-Film ist äußerst lehrreich. Im Gegensatz zu all den doofen amerikanischen Actionfilmen, wo man am Ende nicht mehr weiß, worum es überhaupt ging, selbst wenn da manchmal was zum Lachen war und der Film technisch hervorragend gemacht ist…

      (Übrigens kann man sich den Thälmann-Film mit Firefox und einem entsprechenden „App“ herunterladen.)

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