Die NSA und die Spitze des Eisbergs

NSA

US-Journalist Jeremy Scahill enthüllt im DPA-Interview
NSA SPIELT BEI WELTWEITEN MORDEN DER USA DIE HAUPTROLLE
übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Havanna, 23. Oktober 2013, Cubadebate. – Der US-amerikanische Journalist Jeremy Scahill forschte jahrelang über die verborgene Seite des „Krieges gegen den Terrorismus“ der USA. Er bestätigt, daß die NSA, die für das Abhören und Speichern von etlichen Millionen telefonischen Gesprächen, E-Mails und sonstigen Mitteilungen sowie persönlichen Angaben von Bürgern bis hin zu hochrangigen Politikern am Pranger steht, weiterhin unterschätzt wird. Eine neue Art des Journalismus ist nach seiner Meinung dringend notwendig. Scahill, der mit dem Edwards Snowden nahestehenden Reporter Glenn Greenwald eine neue journalistische Plattform eröffnen will, wurde bei seinem Besuch in Berlin von DPA interviewt:

DPA: In Ihrem Buch „Dirty Wars“ („Schmutzige Kriege“) sagen Sie, daß eine Kontinuität zwischen der Außenpolitik von George W. Bush und der von Barack Obama existiert. Worin würden sich Ihrer Meinung nach ihre Ansätze unterscheiden?

Scahill: Die Unterschiede sind nuanciell. Obama will vom Einsatz militärischer Gewalt in großem Maßstab abrücken. Er will stattdessen Strukturen schaffen, die Mord als einen zentralen Bestandteil der Politik der USA etablieren. In gewisser Weise meine ich, daß seine Präsidentschaft das Potential hat, auf diesem Gebiet langfristig einen sogar noch weitaus größeren Schaden anzurichten, weil er dafür eintritt, daß dies so ganz richtig ist, man das tun müsse.

DPA: Die „Washington Post“ offenbarte, daß die NSA der CIA die Informationen liefert, um Drohnenangriffe zu starten. Überrascht Sie dies?

Scahill: Ich weiß viel mehr als das, was die „Washington Post“ sagt. Aber wir haben das noch nicht veröffentlicht, so daß ich diesbezüglich nicht viel sagen kann. Für jetzt bestätige ich, daß das nur die Spitze des Eisbergs ist. Die NSA spielt eine absolut zentrale Rolle in einem weltweiten Programm des Mordens durch die Vereinigten Staaten. Wir werden diesbezüglich mehr Informationen in den nächsten Monaten veröffentlichen.

DPA: Aber die NSA ist doch mit der Auswertung der telefonischen Daten und der Internetinformationen befaßt?

Scahill: Die NSA wird nicht aus einem Haufen von Computerfreaks gebildet, die Anrufe belauschen. Die NSA als Organisation ist eine schlimme Bestie, deren wesentlicher Auftrag militärisch ist. Wer naiv glaubt, daß sie aus ein paar wenigen Verrückten besteht, die da mit Kopfhörern herumsitzen und sich Telefonate anhören, kapiert nicht, wie die Geheimdienste der USA funktionieren.*

DPA: Denken Sie, daß es Möglichkeiten gibt, daß diese Programme reduziert werden?

Scahill: Nein. In den Vereinigten Staaten ist es sehr schwierig, von einem Gesetz abzurücken, wenn es erst einmal verkündet worden ist. Hätte Edward Snowden nicht diese Dokumente bei sich gehabt, dann gäbe es diese ganze Debatte in den Vereinigten Staaten überhaupt nicht.

DPA: Sie wollen eine neue Medienorganisation mit Glenn Greenwald und Laura Poitras, die als Journalisten ebenfalls derzeit an Berichten über die NSA arbeiten, eröffnen. Wie kam es zu dieser Idee?

Scahill: Glenn und ich sind Freunde seit etlichen Jahren. Bevor Glenn nach Hongkong flog, um sich mit Edward Snowden zu treffen, sagte er mir, was er gerade macht. Ich wußte nicht genau, mit wem er sich treffen wird. Das war eine wirklich riskante Situation. Ich begann mit Glenn als Kollege zu arbeiten, um ihm zu helfen. Die Publizistin Laura Poitras kenne ich seit gewisser Zeit und bewundere wirklich ihre Arbeit als Dokumentaristin. Wir haben zu dritt darüber diskutiert, eine Art gemeinsames Projekt zu starten. Als wir noch am Beginn der Idee standen, fragten wir uns: Sollen wir eine Website mit einer Finanzkampagne machen? Sollen wir Spenden einsammeln?

DPA: Das Thema der Finanzierung ist gelöst worden. Der Mitgründer von Ebay, Pierre Omidyar, versicherte, daß er das Vorhaben unterstützen wird. Aber warum entschlossen Sie sich, ein neues Medium zu schaffen?

Scahill: Wir alle waren über das Tempo der Veröffentlichungen diesbezüglich enttäuscht. Die herkömmlichen Modelle des Journalismus sind sehr bürokratisch. Die Idee ist, eine Einrichtung zu gestalten, in welcher der Journalismus den Vorrang hat (…) seriösen Investigativjournalismus zu machen. Das ist kostspielig und braucht viel Zeit. Und fast kein Medium hat viel Geld und ausreichend Personal, um Investigativjournalismus zu machen, seriös, langfristig. Natürlich würden Snowdens Dokumente Bestandteil dieser Organisation werden. Es gibt Hunderte Geschichten bezüglich Snowdens Taten, die noch nicht geschrieben worden sind. Dies wird der erste Ansatz unseres Teams sein.

DPA: Macht Ihnen keine Sorgen, daß die Öffentlichkeit das Interesse an den Enthüllungen über die NSA verlieren könnte?

Scahill: Ich meine, daß wir einen Journalismus schaffen werden, der die Menschen daran interessiert, zu lesen. Ich weiß von Hunderten Geschichten, die von enormem Interesse für die Menschen in den USA und in der Welt sein würden. Man kann nicht davon ausgehen, daß es die Menschen nicht interessieren würde. Man muß das tun, weil es sie interessiert.

DPA: Angesichts des Drucks, welcher auf Glenn Greenwald und Euer Pärchen David Miranda und Laura Poitras ausgeübt wird, haben sie keinerlei Sorge um sich selbst?

Scahill: Das ist ein Kampf, den ich austragen will. Ich meine, daß wir uns der Herausforderung stellen müssen. Journalistisch sehe ich in diesem Moment nichts Wichtigeres. Wir müssen die Politik der völligen Verheimlichung der Regierung der Vereinigten Staaten herausfordern. Wir müssen Maßnahmen einleiten, um zu vermeiden, daß unsere Daten verdichtet, geraubt und beschlagnahmt werden.

(Gestützt auf Meldungen von DPA)

Quelle:
http://www.cubadebate.cu/noticias/2013/10/23/la-nsa-juega-un-papel-en-programa-global-de-asesinatos-ejecutados-por-eeuu-afirma-experto/
* hier wurde der Text leicht geändert um Irritationen zu vermeiden: die faschistoiden Geheimdienste der USA erlauben keine gedankliche Nähe zu dem als „Stasi“ (Staatsssicherheit) bezeichneten Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.

Mit freundlicher Genehmigung übernommen von Kommunisten-online.de

Bemerkung: Immerhin erstaunlich ist es, daß sich diejenigen, die bisher im Solde der imperialistischen Bourgeoisie und ihrer Geheimdienste standen, nunmehr Gedanken machen um die moralische Seite ihres Handelns. Noch ahnen sie kaum, daß ihre Dienstherren und sie selbst Handlanger eines der verbecherischsten Regimes in der Weltgeschichte wurden: sie wurden zu Akteuren des amerikanischen Imperialismus.
Noch unterliegen sie vermutlich der trügerischen Hoffnung, man könne durch eine Offenlegung dieser mörderischen Aktivitäten der NSA die „freie Markwirtschaft“ und „das schöne Leben im Kapitalismus“ irgendwie retten und sich selbst von der moralischen Verantwortung entbinden. Dennoch müssen wir ihnen dankbar sein, denn: hätte es einen Bradley Mannings und Edward Snowden und andere „Whistleblower“ nicht gegegeben, wären alle diese Verbrechen nicht an die Öffentlichkeit gelangt.

15 Gedanken zu “Die NSA und die Spitze des Eisbergs

  1. Für mich ist die Abkürzung NSA, die Spitze der Empörung. Auf welcher Gesetzesgrundlage diese Agency agiert, das wissen die Herrschaften wohl selber nicht. Datenschutz gibt’s ja auch in den USA. Von Seiten der Regierung kommt auch nur Rechtfertigung für die Bespitzelung. Diese berufen sich immer darauf, dass es um Abwehr des Terrorismus geht.

    Und was hat das mit uns – Die Bundeskanzlerin, andere Politiker und wir kleinen Leute – zu tun??? Das gilt auch für Frankreich oder für ganz Europa.

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  2. @EureLuise, 25. Okt 2013 @ 10:48:21
    „Für mich ist die Abkürzung NSA, die Spitze der Empörung.“

    Die USA sind der Weltpolizist, der Sheriff fast aller Ausbeuterklassen dieser Welt, nicht immer geliebt, doch von allen respektiert, geachtet, von allen Ausbeuterklassen gern herbeigerufen, wenn die Unterdrückten und Ausgeuteten es mal irgendwo wagen aufzubegehren, oder sich neue Ganoven als Eliten zu etablieren versuchen und dabei aus bestimmten strategischen Gründen die Gnade des „Westens“ finden (Jugoslawien, Lybien, Syrien, ganz Afrika…). Solche Vereine wie NSA, CIA sind neben der US-Army die Werkzeuge dieses Welt-Sheriffs. Und wie in den USA selbst sind auch die führenden Politiker der meisten anderen Staaten nur Puppen, Marionetten der jeweils in diesen Ländern herrschenden Klassen, der Wirtschaftseliten.

    Wenn nun diese NSA diese Puppen rund um den Globus ein wenig überwacht, ausspioniert, so ist dies ein Teil der gegenwärtigen, seit 1945 herrschenden Weltordnung, der „Pax americana“. Nun hören wir von „Protesten“ einiger dieser Puppen und Marionetten aus einigen diese US-befreundeten Staaten, na und? Es ist vor allem auch hier nur Heuchelei, vielleicht auch ein bißchen Neid, Verärgerung darüber, selbst nicht über solche absolute Souveränität zu verfügen wie die Agenturen des US-Imperialismus.

    Dennoch werden sie brav weiter ihre Rollen als Verbündete und „Freunde“ spielen, wenn „Uncle Sam“ weltweit schnell zur Stelle ist, um „Freedom & Democracy“ (d.h. in Wahrheit Lohnarbeit und Kapital) mit ALLEN Mitteln gegen die eigenen zumeist machtlosen und mehrheitlich ausgebeuteten Völker, die Lohnabhängigen, zu verteidigen.

    Die Eliten weltweit sind doch mit dieser US-Führerschaft zufrieden, und darauf kommt es an, nicht auf das Gemeckere einiger ihrer Puppen und Marionetten wegen Abhörungen von Telefongesprächen oder Ausspäungen der Computer und sonstiger Lebensgewohnheiten. Diese künstlichen Aufregungen, alles nur Heuchelei!

    Kleine Schreibfehlerkorrekturen. N.G.

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  3. Danke Norbert, für die kleinen Korrekturen…

    Hallo Luise,

    …oder mal so beleuchtet:

    In den frühen 50er Jahren, noch vor dem Verbot der KPD in Westdeutschland und noch vor den mehr als 150 000(!!!) eingeleiteten Strafverfahren gegen Mitgieder und Unterstützer der KPD und der damaligen westdeutschen FDJ und noch vor den über 50 000 Gefängnis-Verurteilungen dieser Menschen durch häufig noch alte „bewährte“ NS-Richter(!), bettelte Separat-Kanzler Adenauer bei einem seiner „Kotau“- Reisen ins „Neue Rom“ (Washington) um eine Verstärkung der amerikanischen Besatzungstruppen in Westdeutschland und Westberlin(Westberlin, wohl gemerkt: inmitten der DDR!)!
    Was sagt uns das?
    War das nur eine persönliche Marotte des alten „senilen“ Herrn Adenauer?
    Waren nur ihm allein die bereits vorhandenen amerikanischen Bajonette in Westdeutschland noch nicht genug?
    Wer, welche Personen, Klassen, Schichten wünschten noch, sich hinter noch mehr amerikanischen Bajonetten zu verkriechen? Und vor allem: warum? Was befürchteten sie?
    Warum die barsche Zurückweisung der berühmten „Stalin-Note“ aus dem Jahre 1952 durch alle Bonner Parteien außer der KPD?
    Wer hatte damals so große Angst vor einem freien, unabhängigen, friedlichen, neutralen Deutschland aus welchen Gründen?
    Nun gut…
    Halten wir aber eines fest: Die heutigen Politiker verstehen sich fast alle als „Schüler“ und Anbeter jenes „Großen Alten“ samt seines unentwegten „Westbindung“-Gebrülls, welcher einst schäbig-kriecherisch um noch mehr „US-Präsenz“ in Westdeutschland/Westberlin bettelte!
    Und wenn dieses heutige verlogene heuchlerische Bonner/Berliner bürgerliches Parteien-Pack sich beklagt, durch die „Freunde“ abgehört, ausspioniert zu werden, so muss man darauf wirklich keinen Pfifferling geben.
    Pack schlägt sich, Pack verträgt sich….

    COMPRIS? 🙂

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  4. Kann es im Imperialismus gerechte Gesetze geben? Geht es im Imperialismus um das Wohl der Menschheit? Nein! Nein! Nein! Also. NSA etc. ist imperialistische Folklore. NSA und alles ist doch völlig folgerichtig. Wo ist denn die Überraschung?? Wir müssen uns mit Grundlegenden befassen! Die Massen wissen noch nicht ausreichend, dass der Sozialismus die einzige Rettung für die Menschheit ist. Und da die Menschheit es nicht erfahren soll, gibt es die folkloristischen Ablenkungen seitens des herrschenden Systems. Das ist Imperialismus.

    Es gibt so viele M/L Bände und zig weitere Klassiker Schriften, jedes lesen dort ermuntert, gibt Antworten, bringt weiter. Wozu da, übers informiert sein hinaus, über diesen NSA Zirkus lesen und daran Zeit verlieren …

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  5. Hallo Luise,

    wenn ich auf kommunistische Websites gehe oder Websites pro Putin, pro Iran, pro Syrien oder gegen Usrael, gegen westliche Kiregsporpaganda Kommentare schreibe. Dann können die mich sehr leicht über meine IP-Adresse (fest durch meinen Kabelanschluss vergeben) identifizieren. Da besteht doch die Gefahr, dass ich bei einer Einreise in die USA lebenslänglich – wegen Landesverrat/Gefährdung der US-Sicherheit – hinter Gitter komme, oder ? Schützt mich der deutsche Staat irgendwie ? Oder sammelt der schon selber Material über uns, um uns wie die Faschos zu holen ? Besser wären wohl Verbindungen über Antennen, wo man über fremde Verbindungen kommuniziert. Dann blicken die ERSTMAL gar nicht durch.
    Trotzdem ist der gläserne Mensch gefährdet. Bsp.: Wenn man was erbt erfährt es das Finanzamt, dann kann (in der Praxis) jede kleine Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt, Jugendamt an diese Infos rankommen. ABER dadurch auch jeder Verbrecher, der privat Kontakt zu den Sachbearbeitern hat. In meiner (eher ärmeren Wohngegend) kommt es seit ca. 10 Jahren zu häufigen Einbrüchen bei Leuten, die gerade frisch ein paar Euro geerbt hatten. Richtig verstanden: Die Tussie vom Jugend- oder H4Arbeitsamt ruft beim Finanz-, Grundbuch- oder Strassenverkehrsamt, bei der Sparkasse an und fragt, ob max meier viel Geld (Zinseinkünfte), Grundeigentum hat oder ein teures Auto besitzt. Offiziell gehts NUR um paar Harmlose Fragen bezüglich der Unterhaltspflicht oder h4betrug. Aber Ihr Freund, Erpresser oder Gläubiger verkauft dann die Daten an paar Einbrecher oder legt selbst Hand an.

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    1. …das ist genau das, was Scahill auch meint: „Wer naiv glaubt, daß sie aus ein paar wenigen Verrückten besteht, die da mit Kopfhörern herumsitzen und sich Telefonate anhören, kapiert nicht, wie die Geheimdienste der USA funktionieren.“ – die deutschen nicht minder, und die Ämter ebenfalls!

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    2. Ach rheinlaender, in gewisser Weise doch ein alter Hut!

      Zu allen Zeiten versuchten die Herrschenden durch Spitzel und Spitzeleien herauszubekommen, was das einfache Volk so denkt, wer eine Gefahr darstellen könnte oder schon darstellt.
      Im Mittelalter schickten die Fürsten und Könige ihre Spitzel in Gastwirtschaften und auf Märkte zum eifrigen Lauschen. Heute bedienen sich die Herrschenden ebenfalls solcher Spitzel, nun sogar verbeamtet und mit fetter Staatsversorgung auch im Alter, inzwischen aber mit modernsten technischen Hilfsmitteln ausgestattet, Hilfsmitteln, hergestellt leider zumeist von lohnknechtenden Proletariern!
      Mit Hilfe des Lohnsystems zwingen die Ausbeuter einen Teil der nicht produktiv tätigen Ausgebeuteten bzw. Lohnknechte dazu, die große Masse der übrigen Ausgebeuteten zu überwachen und zu unterdrücken.(Polizei, Geheimdienste, Justiz, Gefängnisse, Militär, Jobcenter…, überhaupt willigen Staatsknechten aller Art)
      Welche technischen Kommunikationsmittel wir auch verwenden, Sicherheit gibt es da in der Tat nirgends mehr.
      Und wenn das alles für die Herrschenden und Ausbeutenden reibungslos funktioniert, dann dürfen alle Lohnknechte auch noch gemeinsam mit den ausbeutenden Drohnen dieser Gesellschaft stolz darauf sein, „Freedom & Democracy“ genießen zu dürfen, sind wir alle „reife Demokraten“!

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    3. Hallo Rheinländer,

      Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Was ist, wenn man in die USA reist und man ist hier in Deutschland kommunistisch engagiert o.ä.?

      Was auch immer die NSA zu erfahren glaubt oder glaubt herausfinden zu müssen: es sind doch die falschen Leute, bei denen die spitzeln. Irgendwann passiert wieder ein 9/11 und dann stellen die Amerikaner fest, dass sie erneut von nichts wussten (war ja auch 2001 so, trotz der Geheimdienste) Die ganzen Millionen für die Technik und Personal – alles herausgeschmissenes Geld, weil falsche Zielpersonen beschnüffelt wurden.

      Ridiculous!

      Und so ein Fall, den du wegen dem Erbe beschreibst, regt mich aktuell auch in meiner Familie auf. Meine Tochter ist zu ihrem Freund gezogen. Sie wohnen zusammen bei seinen Eltern in einem Haus. Meine Tochter meldet sich beim Ordnungsamt an. Ein paar Wochen später kommt prompt eine Rechnung von der GEZ. Also die Rechnung ist ja bezahlt. Ein neuer Fernseher wurde ja nicht angeschafft. Wie auch immer. Mich regt auf, dass die Meldebehörde gemeinsame Sache mit der GEZ macht. Wieso meint die Meldebehörde der GEZ Informationen zu verschaffen zu müssen? Auf welcher Gesetzesgrundlage basiert das? Das ist doch schon Überwachung, oder der gläserne Bürger. Wenn lückenlos Infos innerhalb der Gewalten ausgetauscht werden, oder?

      Luise

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      1. Hallo Luise,
        ich will mich in Euer Gespräch nicht weiter einmischen.
        Mir fällt nur gerade auf, dass die Verwunderung über die Praxis der Meldebehörden etwas unbedarft ist. Die Gesetzesgrundlagen sind Euch vielleicht durchgerutscht. Dieser Unrechtstaat BRD macht sich durchaus die Gesetze die er braucht um das Volk in Schach zu halten.
        Siehe als Beispiel dazu Infos hier.

        http://www.golem.de/news/meldegesetz-gez-bekommt-bereits-die-daten-der-einwohnermeldeaemter-1207-93071.html

        Und da ich gerade hier bin, erlaube ich mir zu sagen, dass es doch Quatsch ist was Du sagst, die USA hätten nix vom 11. September gewußt. Wer wußte, wenn nicht die Urheber?! Es war eben nicht so, dass die nichts wußten. Aber das muß doch nun wirklich in 2013 jedem klar sein. Das kannst Du hier nun nicht verbreiten, dass die US-Geheimdienste nichts wußten.

        Und die falschen Leute werden von den USA auch nicht ausspioniert. Wie kommt ihr darauf das Imperialisten, vom unverbindlichen Sprachgebrauch abgesehen, Freunde sind? Die schlagen sich darum wer den größten Brocken Profit bekommt. Die USA meint historisch ihr stünde der größte Brocken zu. Da ist es doch nur folgerichtig von den USA, dass man sich (vor allem) wirtschaftlich nicht abhängen lassen will. An der Spionage der NSA ist alles GANZ GEWÖHNLICH für den Imperialismus!

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      2. Ja, da ist mir was durchgerutscht. Ich habe nicht die Zeit, alle neuen Gesetzesgrundlagen mitzubekommen. Ich lese Zeitung, sehe Nachrichten: wann wurde denn darüber berichtet?

        Der Link war sehr aufschlussreich. Danke dafür.

        Ich finde das eben so eine Gängelei! Mich regt das auf…

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      3. Hallo Luise,
        Du hast Grund Dich aufzuregen, ja. Und es ist eben ja nicht nur Gängelei. Da greift eins ins andere. Diese Meldegesetzgebung ist ja nur EIN Element mit denen der Imperialismus den Bürgern Rechte entzieht, bzw. diese weiter und weiter dem System ausliefert.

        Und Du bist mit einer zeitlichen Überforderung nicht alleine, der Trick ist ja uns Bürger so ausgiebig zu beschäftigen mit Nonsens, schwer durchschaubaren Gesetzen, Multimedia, Sorgen ums materielle und berufliche Durchkommen und was sonst Menschen in ihren Alltag lassen, dass eben für Kundig machen keine Zeit bleibt.

        Helfen tut, meine ich, wenn man da eine grundsätzliche Position hat, sich über die Motive des imperialistischen Systems klar ist. Zwar ist man dann auch nicht von den Angriffen und Überstülpungen geschützt, aber man wird nicht mehr soviel überrascht.

        Leider wird es noch schlimmer kommen, erst mal. Noch haben wir keine Formierung breiter Massen, die dem Imperialismus den Tritt geben könnten, die ihn in seinem wanken, faulen und gären zum Sturz bringen könnte. Weshalb ich sage es wird schlimmer kommen? Weil es auch dazu bereits Gesetze gibt. Sogar europäische Gesetze.

        Der unappetietlische Frank Stronach hat in Österreich kürzlich mal offen gesagt was Sache ist: bei Aufständen werden Arbeiterführer einfach abgeknallt.

        Das dies so sein wird bekräftigt Stronach damit, dass man ja dafür schließlich die Gesetze hat, die sowas erlauben. Und in der EU-Verfassung ist eben tatsächlich gesetzlich geregelt, dass der Staat bei der Aufstandsbekämpfung gesetzeskonform töten darf …

        Wenn Du in dem Artikel lesen willst, geh im Link auf den 9 Artikel runter: Österreich vor Rechtskoalition, 30. Sep. 2013

        http://peter-nowak-journalist.de/category/international/

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      4. Das Ende des Gruselns (siehe oben) ist dies noch nicht. Es gibt ja weitere Elemente im ganzen Konstrukt von Überwachung und Unterdrückung. Die Mischung aus geballt und subtil bei den einzelnen Vorgängen läßt kaum Raum dagegen anzugehen. Darauf wird gesetzt. Und da die sog. „Volksvertreter“ hier im gewöhnlichen Imperialismus eben mit Nichten das Volk vertreten, sind wir solchen Vorgängen ausgeliefert. Und die die in mancher Materie drin stecken und dann zumindest teilweise Gegenposition beziehen (bei diesem Beispiel etwa CCC) werden attackiert. Übrig bleibt ein Brei aus Desinformation – und letztlich sind Fakten geschaffen.

        http://freiheitsfoo.de/2013/10/28/marketing-des-e-persos/

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  6. Hallo Harry,

    1)meine Beispiele sollen ansatzweise zeigen, wie blöd das HERRSCHENDE Argument ist, „wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten“. Generell möchte ich hier mehr praktisch/einfache Überzeugungen für die Strassen-argumentation finden und beisteuern. Und mich weder in Abstraktionen (böse Überakkumulation ist an allem Schuld) noch in übertriebenen Details (Brest-Litowsk Verhandlungen) verlieren
    2)grade Blogbetreiber oder sich sehr emotional ausdrückende Blogger landen evtl. (ist schon vorgekommen) im Knast.
    3)noch in den späten 90gern konnte ein Arbeitslosenhilfe-/Soziempfänger seine paar ersparten Märker/Euros einfach in ner anderen Bank oder einem anderen Sparkassenverbund paar Kilometer weiter, verstecken. Obwohl eine Datenverknüpfung oder Zentralisation damals kinderleicht war, wurde dies wegen Datenschutz verboten. Selbst um an vorhandene, sehr beschränkte Daten ranzukommen, mussten die Staatsbüttel aufwendige Begründungen abgeben.
    4)heute kann man noch nicht mal mehr in der Schweiz sein Geld vor Unterhaltsgeiern verstecken.

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