Werner Lamberz: Über den ideologischen Kampf

Werner LamberzErfolge des Kapitalismus: Das Handwerk erlebt zur Zeit einen neuen Aufschwung, der Geschäftsklimaindex ist so gut wie noch nie in den letzten zwanzig Jahren. 95% der befragten Handwerksbetriebe sehen optimistisch in die Zukunft. (Ist das nicht schön?) Oder: Die Zahl der Schulabbrecher ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurüchgegangen. Oder: Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung führender Forschungsinstitute in den kommenden Jahren deutlich wachsen… usw. usf. Kennen wir das nicht alle? Hat jemals einer Bedenken gehabt, ob alle diese tollen Erfolgsmeldungen überhaupt zutreffen? Die Zeitungen berichten täglich davon, Talkshows und Reportagen scheinen es zu beweisen: Der Kapitalismus strotzt nur so vor Kraft, eine Arbeiterklasse gibt es nicht mehr und die kommunistische Bewegung kränkelt vor sich hin. Doch dieser Eindruck ist falsch! Er ist ganz offensichtlich das Ergebnis der ideologischen Diversion, des sich verschärfenden Klassenkampfes gegen das Proletariat. Wir werden manipuliert. Oft ist uns das nicht einmal mehr bewußt. In einer Rede zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution (1977) wies Genosse Werner Lamberz darauf hin, daß es keine ideologischen Ruhepausen geben kann:

Für manche Leute sieht es nun gelegentlich so aus, als besitze die Bourgeoisie heute mehr „Material“ gegen die Sowjetunion und unsere Länder als früher. Tatsächlich aber haben wir es mit dem wohl organisierten, stabsmäßig geleiteten Apparat und seinen enorm gewachsenen Möglichkeiten zur Multiplikation zu tun.

Mit Rundfunksendern, TV-Stationen und Druckereien auf Propagandakurs

Es ist natürlich kein Zufall, daß die USA-Regierung in jüngster Zeit nicht nur nicht die Bewilligung für die Einstellung der Tätigkeit so berüchtigter Diversionszentralen wie „Stimme Amerikas“, „Radio Liberty“, „Free Europe“, „RIAS“, und wie sie alle heißen, gab, sondern ihren Ausbau anordnete und außerdem die Mittel für die Einrichtung 11 weiterer Rundfunksender gegen den Sozialismus verlangte. Ebenso werden die zahllosen amerikanischen wissenschaftlichen Institute, politologischen Einrichtungen, öffentlichen und geheimen Dienste, die sich alle mit dem Kampf gegen den Sozialismus beschäftigen, nicht für die Forschung um der Forschung willen betrieben, sondern eingesetzt als wissenschaftlich-politisches Potential zum antikommunistischen Kampf.

…dafür ist immer genügend Geld da!

Nirgendwo in den kapitalistischen Ländern sind bei den Kürzungen der Budgets die Etats der Medien, die Mittel für die sogenannte Öffentlichkeitsarbeit, für die zahllosen Einrichtungen zur Massenmanipulation und zur ideologischen Auseinandersetzung mit uns und unserer Weltanschauung auch nur angerührt worden. Nein, sie wurden so behandelt wie die Armee: in den Mitteln aufgestockt, in den technischen Möglichkeiten verbessert und auf dem modernsten Niveau gehalten und im Personalbestand ständig erweitert und qualifiziert. Also, sie haben nicht mehr „Material“ gegen uns, aber mehr Möglichkeiten zur Verbreitung. Sie sind heute in der Lage, aus zehn sogenannten Dissidenten mehr zu machen als in den zwanziger Jahren mit l½ bis 2 Millionen weißgardistischer Emigranten. Sie vergrößern heute eine Mücke so oft, daß sie sie ihrem Publikum dann tatsächlich als sowjetischen Oppositions-Elefanten vorführen können.

Gab es „Willkürakte der DDR im Grenzverkehr“ – oder war das nur eine Lüge?

Wie das funktioniert, möchte ich euch noch an einem uns ebenfalls nahegelegenen Beispiel demonstrieren. Wer regelmäßig die Westberliner Medien verfolgt, weiß, daß seit 5 Jahren, seit jenem Abkommen, das die Einreise von Westberlinern in die DDR und ihre Hauptstadt erlaubt, kaum ein Tag vergangen ist, wo nicht über die „Willkürakte der DDR im Personenverkehr“, „unmenschliche Schikanen gegen Besucher“ oder angebliche „Vertragsbrüche der DDR“ gezetert worden ist. Vor kurzem, nach dem ruhmlosen Abgang von Schütz, ist in Westberlin erstmalig eine einigermaßen exakte Information veröffentlicht worden, und daraus ergibt sich: Mehr als 16 Millionen Mal haben Westberliner in den vergangenen fünf Jahren (bis Anfang Juni 1977) von den Besuchsmöglichkeiten Gebrauch gemacht. Und wieviel Beschwerden gab es da? Der lärmenden Hetze nach müßte man auf wenigstens 10 Prozent tippen, das wären 1.600.000. Nein? Aber doch wenigstens 1 Prozent, das wären 160.000 Fälle. Nein, auch nicht. Ich zitiere jetzt wörtlich den Senatsbericht in der Fassung, wie DPA ihn am 14. Juni 1977 mitteilte: „Insgesamt gab es seit 1972 7.540 Beschwerden.“ Ende des Zitats.

Eine lächerlich geringe Zahl von Beschwerden

7.540 bei 16 Millionen Besuchen in fünf Jahren! Dabei weiß man, daß diese Westberliner von ihrer Obrigkeit geradezu angehalten wurden, sich schon zu beschweren, wenn ihnen bei uns jemand versehentlich auf die Zehen tritt oder ein Uniformierter sie schief anguckt. Aber dennoch waren es in 5 Jahren nur Siebeneinhalbtausend. Und das sind nicht einmal 0,05 Prozent. Eine so niedrige Beschwerdeziffer im millionenfachen grenzüberschreitenden Verkehr gibt es sonst nirgendwo auf der Welt, noch dazu bei so unterschiedlichen Gesellschafts-ordnungen, noch dazu an diesem neuralgischen Punkt der Weltpolitik. Und das ist allein und nur dem korrekten, umsichtigen, geduldigen und politisch reifen Verhalten der DDR und ihrer Organe zu verdanken! Doch darüber gibt es keine Kommentare im RIAS, im SFB, in keiner Zeitung, auch nicht im Fernsehen. Kein bürgerlicher Politiker sagt ein Wort der Anerkennung, nein, in die Welt wird weiterhin hinausgepustet, was das für bösartige Leute in der DDR sind, diese SED-Kommunisten.

Für mehr Ideenreichtum im ideologischen Kampf

Aber, Genossen, so ist das in allen Fragen, die die Propaganda gegen uns ins Feld führt. Der gewaltige Aufwand steht im direkt umgekehrten Verhältnis zum Wahrheitsgehalt und zur Tatsachentreue. Ich sage nicht, daß dieser Aufwand nicht auch mancherorts Eindruck macht, aber letzten Endes kann Menge nicht Inhalt und Überzeugungskraft ersetzen. Ich möchte auch nicht so verstanden werden, daß unsere Weltanschauung zu ihrer wirkungsvollen Verbreitung solcher Mittel, nicht aller modernen Möglichkeiten, nicht des großen Apparates und nicht der koordinierten, und konzentrierten Tätigkeit bedürfe, nur weil sie gesellschaftlich wahr, richtig und in Übereinstimmung mit den Gesetzmäßigkeiten unserer Epoche ist. Nein, ich glaube wir werden uns – im Gegenteil – da gemeinsam noch einiges mehr einfallen lassen müssen.

Es ist gelang nicht, den Sozialismus gewaltsam zu beseitigen…

Dennoch darf man sich durch den Aufwand des bürgerlichen Propagandaapparates nicht täuschen lassen. Er soll ausgleichen, was dem Kapitalismus an anderen Fronten nicht gelungen ist, und vortäuschen, was er als Ganzes im Kampf gegen den Sozialismus nicht erreichen konnte, nämlich Erfolge von einigem Belang zu erringen und die historische Initiative zurückzugewinnen. Dabei ist es ja keineswegs so, daß die internationale Bourgeoisie in den vergangenen zehn Jahren etwa leichttertig versäumt hätte, was der Herr von Hassel 1967 von ihr gefordert harte, nämlich „mehr zu tun“, um den Sozialismus zurückzudrängen oder zu denaturieren, zu unterlaufen oder zu übertrumpfen, jedenfalls auf die eine oder andere Weise aus der Welt zu schaffen. Nein, im Gegenteil, die Anstrengungen im politischen, militärischen, wirtschaftlichen, diplomatischen Bereich waren beträchtlich. Doch nicht für den Imperialismus. ging die Rechnung auf, er erlitt zahlreiche politische und militärische Niederlagen. (…)

Die imperialistische Geschichtschreibung basiert auf Lügen

Die imperialistischen Machthaber samt ihren rechtssozialdemokratischen Beihelfern gebärden sich neute als die reinsten Unschuldsengel: Daß sie einen grausamen, verbrecherischen Krieg in Vietnam, Laos und Kambodscha geführt haben, den sie erst beendeten, als sie militärisch besiegt, politisch geschlagen und moralisch völlig diskreditiert waren, davon soll möglichst nicht mehr geredet werden. Daß sie Kuba mit jeder Art von Boykott und Blockade auf die Knie zwingen wollten, daß sie die DDR auf jede Weise geschädigt, ihr die Selbständigkeit und Unabhängigkeit bestritten, ihre völkerrechtliche Anerkennung deshalb hintertrieben haben, weil sie sie annektieren wollten, daß sie die sozialistischen Länder mit der „Politik der Stärke“ erpressen, ihre Einheit aufbrechen und sie einzeln der Konterrevolution in die Arme treiben wollten (wie es 1968 in der CS$R probiert wurde) – auch das mag nach den Reinwaschungsübungen der bürgerlichen Propaganda dem dortigen Publikum bald nur noch wie eine „Legende“ erscheinen oder bestenfalls als eine – natürlich – „völlig verzerrte kommunistische Geschichtsbetrachtung“ angeboten werden.

Das ist psychologische Kriegführung!

Kurz gesagt: Das ideologisch-politische Hauptergebnis der gegenwärtigen Verschärfung der Krise des Kapitalismus ist die immer stärkere Diskreditierung des Kapitalismus als gesellschaftliches System. Das ist eine der wichtigsten Ursachen dafür, daß sich der politisch-ideologische Kampf verschärft hat. Der ideologische Kampf mußte also nicht nur weitergehen, sondern auch noch zunehmen, wie wir stets betont haben. Aber das, was gegenwärtig von bestimmten imperialistischen Kreisen betrieben wird, ist nicht die normale, notwendige und unumgängliche ideologische Auseinandersetzung, die den Gegensatz der Systeme widerspiegelt und zum Wettbewerb zwischen ihnen gehört, der unter den Bedingungen der friedlichen Koexistenz stattfindet. Nein, das ist psychologische Kriegsführung.

Wir sind uns im klaren, doch wir müssen es auch allen anderen klarmachen: Es geht dem Gegner doch nicht um die Meenschenrechte, wie er jetzt ständig lauthals verkündet, sondern um das Recht, zu rüsten, nicht um freie Meinung, sondern um den Mißbrauch der Menschen gegen Frieden und Sozialismus.

Quelle:
Werner Lamberz, Ideologische Aufgaben bei der Vorbereitung des 60. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, Dietz Verlag Berlin, 1977, S.16-22. (Zwischenüberschriften von mir, N.G.)

10 Gedanken zu “Werner Lamberz: Über den ideologischen Kampf

  1. Hallo Genosse Norbert,
    Dieser Text ist nicht schlecht, sogar ganz gut für seine Zeiten und Umstände.
    Der Genosse Lamberz gedenke ich noch gut. Seine Funktionärskarriere war musterhaft. Er wurde aber ein bißchen zu sehr gelobt von den westdeutschen Medien, wohl in der Absicht ihn zu schädigen.
    Es muß unbedingt seinen dramatischen Tod bei einen Hubschrauberunfall (Ursache ungeklärt) in Libyen erwähnt werden (1978). Meine Arbeitskollegen und ich selbst waren damals tief beeindruckt.
    Mit sozialistischem Gruß,
    Nadja

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  2. Die DDR war zu milde zum äußeren wie inneren Feind. Wie auch anders? Die DDR war der einzige Staat der sich in seine Verfassung die Verpflichtung zum Humanismus geschrieben hatte und danach sich baute. Zum Verhängnis wurden uns mehr die inneren Feinde, als die äußeren.

    Werner Lamberz beschreibt es zutreffend, die Imperialisten gaben der DDR kein faires Wort. Allerdings hatte der Klassenfeind dazu auch nie die Absicht. Alle friedliche Koexistenz wurde den Feinden abgerungen – und der Aufwand dazu war nicht immer verhältnismäßig.

    Die DDR war es, die sich als normaler Staat verhielt, obgleich solches von der BRD und Berlin West nicht an der Tagesordnung war.

    Nach der Tötung in Berlin West von Beno Ohnesorg (1967) lies es die DDR zu, dass über hundert Autos aus dem Westen, die den Sarg von Ohnesorg begleiteten, unsere Grenzen passieren durften. Es war der erste Konvoi seit 1945 der durch unser Staatsgebiet fahren durfte. Sarg und Autokonvoi kamen in Hannover an, ohne dass die DDR irgendein Hemmnis in den Weg stellte.

    Die DDR praktizierte Humanismus, verhielt sich wie ein souveräner Staat. Den Vernichtungsfeldzug der Imperialisten gegen uns bremste dies nicht.

    Unsere Menschen nahmen die Humanität ihres sozialistischen Staates als gegeben hin. Wenige erst sahen darin eine einmalige geschichtliche Errungenschaft die in die Welt leuchtete. Als 1968 die CSSR vom Klassenfeind arttaktiert wurde, gingen auch bei uns in der DDR wieder erste Abweichler der psychologischen Kriegsführung auf dem Leim. Allerdings hatten die Propagandasender des Westens nicht damit gerechnet, dass sie damit noch kein Lauffeuer in der DDR auslösen konnten. Denn in der Masse waren die Bürger noch dabei die Errungenschaften des Sozialismus auszubauen. Und ihr Staat, ihre Heimat waren unseren Menschen damals noch näher, als die Lockrufe der „Brüder und Schwestern“.

    Da der Feind die DDR von außen nicht niederwalzen konnte, verlegte er sich auf den Angriff über unsere inneren Feinde. Wir erleiden das Ergebnisse in der Gegenwart jeden Tag.

    Zwar wird stetig mehr Menschen klar, dass die Konterrevolution ihnen ihre Heimat, ihre Errungenschaften, den Sozialismus gekostet hat. Doch das Tempo der Verelendung und der Erkenntnis reicht noch nicht aus. Marx stellte fest, die auslösende Rolle für eine revolutionäre Aktion der Arbeiterklasse fällt nicht den völlig Verarmten zu. Dass der Kapitalismus immer mehr Arme hervorbringt, bringt somit per se keine Revolution.

    Nach Marx ist Bewußtsein keine „Wirkung menschlicher Tätigkeit in der gegenständlichen Welt, sondern Sinngebung, die Verhalten leitet, und ist von diesem Verhalten nicht zu trennen.“

    Solange wir Menschen dies nicht klar gemacht haben, werden sie sich weiter von ihren Unterdrückern und Ausbeutern mißbrauchen lassen.

    Marx hat den Kapitalismus in seiner frühen Hegelkritik ein „Schwindelsystem“ genannt. Noch hat der Schwindel die Oberhand.

    Gerade die am stärksten von Armut und Unterdrückung betroffenen Elemente der Gesellschaft sind es derzeit, die zu einer reaktionären Haltung neigen und von neokonservativen Interessen sich manipulieren lassen. Und die Eingliederung z.B. der Linken Partei hat die kapitalistische Ordnung nicht geschwächt, sondern stabilisiert. Dies ist Verrat an Menschenrechten und Frieden.

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  3. Hallo zusammen,

    Sascha – vielen Dank für Deine Ausgrabung…
    Langsam wirst Du mir unheimlig – hast wohl einen direkten Draht zur Veritas (ich meine nicht die DDR Nähmaschine…) – die versorgt Dich tegelmäßig – und auf den Punkt – mit aktuellen Informationen…

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  4. Apropos Menschenrechte. Die Firma (Tepco) die in Fukushima maßgeblich das dortige Desaster verantwortet, meldet gerade Milliardengewinne. Der ganz gewöhnliche Imperialismus eben. – Und sind die Arbeiter dort jetzt auf den Weg in die Revolution? Nö, könnte ja den Arbeitsplatz kosten. Vorläufig ist sterben am Arbeitsplatz die Alternative. Wie lange noch?

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/31/fukushima-skandal-firma-tepco-meldet-milliarden-gewinn/

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      1. Ja, die Menschenverachtung der Imperialisten unterscheidet sich im Kern nicht, nirgends auf der Welt. Es gibt unterschiedliche Folklore und mancher hält deshalb z.B. deutsche Imperialisten für milder. Übel das die Imperialisten selbst den Menschen erst das Gegenteil beweisen müssen.

        In Fukushima droht tatsächlich ja, dass dort, und wie weit ins Land kann keiner verläßlich sagen, wohl kein Leben mehr sein wird, wenn die immer noch ungesicherten Brennelemente in Reaktor 4 z.B. in Reaktion geraten. Da könnte ein nächstes größeres Erdbeben schon der Todesstoß sein. Zuvor aber scheffeln die Imperialisten noch Milliarden Gewinne, obgleich das Leid der Menschen vor Ort enorm ist. Diese Unverblümtheit, dieses pur Perverse dieser Gewinnrate belegt die Zunahme von Irrationalität im Imperialismus. Wie überhaupt kann ein solcher Gewinn gemeldet werden, bei dem Desaster für den diese Firma mitverantwortlich ist? Die Menschen müssen sich schon sehr mit ihrem Los abgefunden haben, wenn das aktuell durchgeht.

        Zwar braucht es nicht dieses Beispiel, überall jedoch wo der Imperialismus wütet, zählt der Mensch lediglich unter dem Profitgedanken, darüberhinaus gibt es keine der behaupteten Werte für die das herrschende System angeblich all seine Kriege führen muß. Ganz gleich, ob die Menschen je eine Zeile unserer Klassiker gelesen haben, die Wahrheit deren Erkenntnisse kommt zu jedem. Die herrschenden Verhältnisse sorgen dafür. Entscheidend wird sein, ob es der Arbeiterklasse gelingt, die Imperialisten nicht über den Tot der Menschheit entscheiden zu lassen. Noch halten Indoktrination und Selbstbetrug Menschen bei uns vor der entsprechenden Einsicht ab. Es ist trügerisch zu meinen in Deutschland hätte man diesen Spielraum noch.

        Was wird noch sein von der Welt, wenn die Revolution unsere ist? Der Kessel dampft im mehrfachen Sinne …

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  5. „Sascha“ hat Werner Lambertz sprechen lassen. Was ja auch deshalb ganz passend ist, weil erinnert werden kann, dass wir in der DDR wußten. Und in dem ganzen Tam-Tam-Brei draußen, die Oktoberrevolution wenigstens hier im Herzen zu haben, erfrischt den Optimismus.

    Die US-Kriegstreiber sind übel dran. Ihr Imperialismus stinkt und sinkt, da fangen auch die Eliten schon mal an bissel zu denken. Ist nicht der Durchbruch, aber man muß die ja mal anfangen lassen …

    http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP16313_281013.pdf

    Drollig an dem Artikel von dem Ex_Militär William Astore finde ich ja, dass der Marx und Clausewitz in seine Rede bingt. Nun wollen wir nicht gleich verlangen, dass Astore Marx versteht, also versteht dass er, Astore mit seiner Imperialismusbeweinung am Arsch ist, aber er hat immerhin schon eine Ahnung, dass er als Millitär und US-Bürger nicht der Nutznieser der auch in seinem Namen geführten Kriege ist. Dass Astore dann auch noch Trotzki unterbringt, erinnert uns eben nur, wer da so die Waffen gegen uns in der Hand hat …

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  6. Danke, vorfinder, für den ‚Luftpostbrief‘. Ganz interessant – man schreibt dort:
    „Viele junge Menschen versuchen heute unserer konsumorientierten Gesellschaft zu entfliehen. Auf der Suche nach einer neuen Identität gehen auch einige zum Militär. Dort scheinen sie zu finden, was sie gesucht haben. Schon die Rekruten werden als Krieger, Kämpfer und Helden gefeiert…“

    und auch die BuWe geht auf ‚Menschenfang‘ bei Berufsberatungen usw. – so werden „Helden“ gemacht… – auch eine Art imperialistischer Psychologie, wenn es schon mit einer richtigen Arbeit nix wird.

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  7. Sascha, weil Du das rekrutieren nennst. Immer wieder frage ich mich, weshalb Eltern die Werber der BuWe nicht, mindestens mit Tritten und Knüppeln, aus den Schulen jagen, wenn die da bei ihren Kindern auftauchen um sie ihnen zu nehmen für einen nächsten imperialistischen Krieg.

    Andererseits finde ich es optimistisch, dass einige Unis wenigsten auf Einhaltung der Zivilklausel bestehen oder sich dieser anschließen.

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