Die schmutzigen Tricks der Energiekonzerne

AtomlobbyDie Gegner der Energiewende blasen zum Angriff auf die erneuerbaren Energien und auf das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz). Mit verzerrten und gefälschten Kostenargumenten machen sie Stimmung gegen die Energiewende, denn die dezentralen Strukturen und Bürgerbeteiligung stören die althergebrachte, monopolisierte Energieversorgung und schmälern die fetten Gewinne der großen Energiekonzerne aus ihren maroden Atomkraftwerken.

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Das Verbrechen von Tschernobyl

AKW TschernobylKiew, 03.Juni 2013 (Neue Region, Sergej Dmitrijew) – Die Tragödie im Atomkraftwerk von Tschernobyl wurde absichtlich provoziert, um Unruhen in der UdSSR auszulösen und die Ukraine von Russland abzutrennen.

Das sind die Ergebnisse einer unabhängigen physikalisch-technischen Untersuchung, die der Kernphysiker Nikolaj Krawtschuk durchgeführt hat. (Er war zuvor am Lehrstuhl für Theorie des Atomkerns der Physikalischen Fakultät der Moskauer Staatlichen Lomonossow-Universität) Die Ergebnisse seiner Forschung wurden von ihm in dem Buch „Das Rätsel der Katastrophe von Tschernobyl“ dargelegt, das in 2011 in Moskau veröffentlicht wurde, wo es eine gewisse Resonanz fand. Noch vor dem Erscheinen des Buches, nach den ersten Veröffentlichungen in der ukrainischen Presse, wurde Krawtschuk sofort von seiner Arbeit im Institut für Theoretische Physik an der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine entlassen. In einer Rezension zu dem Buch unterstützten die Professoren Dr. I.A. Krawez und Dr. W.A. Wyschinski die Schlußfolgerungen Krawtschuks. Die Ergebnisse der Arbeit des Wissenschaftlers wurden jedoch dem breiten ukrainischen Publikum vorenthalten. Daraufhin wandte sich Krawtschuk an die Vertreter des Kiewer Russischen Klubs um Unterstützung. Der Kiewer Russische Klub hält es für erforderlich, diese Ergebnisse der Öffentlichkeit in der Ukraine zugänglich zu machen.

Die Sprengung des AKW Tschernobyl war geplant

Der Wissenschaftler stellt fest, daß die Explosion des Reaktors unter der Führung des Gorbatschowschen ZK der KPdSU im Voraus geplant und verwirklicht worden war und die Schuld auf das Personal des Kraftwerks geschoben wurde, das als „Sündenbock“ dafür herhalten mußte. Danach waren die Atomwissenschaftler unter gegenseitigen Schuldzuweisungen und unter dem Druck „Perestrojka-Anhänger“ gezwungen, sich zu rechtfertigen. Das wurde auch durch die Gorbatschowsche Führung, zu der alle Fäden führten, gegenüber der Weltöffentlichkeit indirekt so bestätigt.
menschenleerEine tote Stadt: Pripjat

Im August 1986 war auf der Tagung der IAEA die offizielle Version des Herganges der Ereignisse im Atomkraftwerk Tschernobyl und deren Hauptschlußfolgerung vorgestellt worden: „Hauptursache der Katastrophe war die sehr wenig wahrscheinliche Kombination von Verstößen gegen die Ordnung und die Betriebsvorschriften, die vom Personal des Energieblocks nicht eingehalten wurden”, stellt Nikolaj Krawtschuk fest. Das bedeutet: das Personal des Kraftwerks wäre also ohne eine im Voraus durchdachte äußere Einmischung einfach nicht imstande gewesen, Tschernobyl zu sprengen. Weder das Energieministerium der UdSSR, noch das Atomministerium Rußlands, noch das Atomministerium der Ukraine waren, da sie sich nach einer gemeinsamen Absprache innerhalb des äußerst abgeschlossenen Industriezweiges der Atomenergie richteten, an einer objektiven Untersuchung interessiert. Und sie unternahmen alles, daß diese nicht zustande kam, insbesondere manipulierten sie die Betriebsprotokolle des AKW. Demzufolge gelang es bisher nicht, eine fundierte offizielle Version zu verfassen.

Wie es geschah…

Vom 01. bis zum 23. April 1986 „hatte sich der Zustand der aktiven Zone des Reaktors wesentlich verändert. Diese Veränderungen waren kein Zufall, sondern sie geschahen im Ergebnis gut geplanter, vorab realisierter Handlungen“, schreibt Krawtschuk. Im vierten Energieblock war ein Maximum an radioaktivem Material in der Größenordnung von 1.500 mCi [1] vorhanden. Während der Tests befand sich der Reaktor mit fallender Leistung in einem äußerst labilen Zustand. Außerdem befand sich in einigen Kammern des Reaktors hochangereicherter Brennstoff von atomaren Unterseebooten (Plutonium-239), was einen heftigen Anstieg der Leistung und der Temperatur in der aktiven Zone zur Folge hatte. Gleichzeitig war der Vorrat an Graphitkernen, die den Reaktor abbremsen, erschöpft. Qualifizierte Fachkräfte des AKW Tschernobyl (A.Tschernyschow) waren am Tag der Tests zur Arbeit nicht zugelassen worden, und diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt vor Ort waren, „baten darum, den Leiter der Tests, A.Djatlow, davon zu überzeugen, die Tests SOFORT einzustellen und den Reaktor anzuhalten“. Leider vergeblich, da er gerade entgegengesetzte Anweisungen erhalten hatte.
radioaktiver SchrottEin folgenschwerer Testlauf führte zur Katastrophe

Außerdem waren die Mehrzahl der Notschutzaggregate des Reaktors abgeschaltet. „Sie führten das Experiment ausgerechnet mit dem Turbogenerator (TG-8) durch, bei dem das Lager gebrochen war, und nicht mit dem intakten TG-7.“ Die Vibrationstests mit verstärkter Vibration wurden gleichzeitig mit der unbelasteten Turbine bei abgesenkter Frequenz, vergrößerter Amplitude und verstärkter Schwingung durchgeführt . Nach einer Dampfexplosion, die wegen eines Defektes der technischen Systeme (des Lagers) geschah, die im Verlaufe der Tests aufgrund der Überlastung durch die Resonanz nicht standgehalten hatten, erfolgte eine „Reaktion des umgewandelten Wasserdampfes in eine explosive Wasserstoff-Sauerstoffmischung (das war die zweite Etappe des Explosionsprozesses)“, stellt der Wissenschaftler fest.

Mehrere Explosionen im Atomkraftwerk Tschernobyl

Nach der gewaltigen Wasserstoffexplosion im abgeschlossenen Reaktorraum drang aus irgendeinem Grunde aus den Dichtungen zu den Wänden aus „zwei oder mehreren Polyzellen“ Kernbrennstoff aus, es wurde eine lokale kritische Masse erreicht, die eine „quasiatomare“ Explosion zur Folge hatte. Und erst sie konnte „den oberen Deckel“ der „Kochtöpfe“ mit einem Gewicht mehr 2.000 Tonnen, die über der aktiven Zone liegen, um 90 Grad verschieben, so daß sich innerhalb des Blocks eine Plasmawolke mit einer Temperatur von 40.000 Grad bildete, was auch von den Augenzeugen der Havarie von außen bemerkt wurde. Das Vorhandensein des dem Personal verborgenen, hochangereicherten Urans U-238 kam in den ersten Tagen „nach dem Überlaufen der Brennkammer an der Ergebnissen der Havarie zum Vorschein“, stellt Nikolaj Krawtschuk fest, „und gerade das erzeugte eine 17-prozentige Gamma-Aktivität, bei der es sich wieder in Plutonium-239 verwandelte (mit einer Halbwertszeit von etwas mehr als 2 Tagen – was für das folgende wesentlich war)! Man muß hinzufügen, daß die seismische Einwirkung der Explosion von einer solchen Wucht war, einem solchen Ausmaß, daß sie das Gebäude des Blocks mit einer Masse von Zehntausenden Tonnen erschütterte, – sie konnte zweifellos das lokale Erdbeben induzieren, welches auch registriert worden war.“ Doch ungeachtet dieser offensichtlichen Beweise bemüht man sich, die Tatsache einer nuklearen Explosion, so wie auch deren Symptome, nicht anzuerkennen.
Eine tote Stadt: Pripjat
Im Grunde hat diese Explosion nicht unmittelbar zu einer breiten radioaktiven Verseuchung geführt. Das heftige Anwachsen der Strahlung in den folgenden Tagen geschah durch die allmähliche Zunahme der Reaktion des Plutoniums und infolge einer Reihe von Explosionen, die durch das falsche Löschen mit Hilfe der Wasser und Sand wesentlich verstärkt wurden, in der Annahme, daß der Inhalt des Reaktors unversehrt sei.

Es wurde nicht rechtzeitig evakuiert

„Wenn man das Wesen der Vorgänge sofort verstanden hätte, wäre klar gewesen, was zu tun ist – und es hätte keine solchen Verschüttungen gegeben, außer vielleicht den Abwurf einiger Säcke mit Borsäure!“ „Gerade in diesen Tagen, ab 27. April, wuchs die radioaktive Verseuchung der Umgebung aufs heftigste – um das dutzendfache –, so daß das, was am Abend zuvor geschehen war, unabwendbar wurde, und daß von da an auch keine Borsäure mehr geholfen hätte… Und wenn das sofort klar gewesen wäre, dann ist offensichtlich, daß es die vordringlichste Aufgabe sein muß, sich auf die unverzügliche Evakuierung der Bevölkerung aus der 50-km-Zone zu konzentrieren.“ Das wurde jedoch nicht getan.

Die kriminelle Karriere des A.Djatlow

Bemerkenswert ist das Schicksal eines der unmittelbar Schuldigen an der Katastrophe, des Anatolij Djatlow, der die verbrecherischen Befehle gab, und der auch über die anderen Tests am Block informiert war, die entsprechend der Absicht der hinter ihm stehenden Leiter gewährleisteten, Tschernobyl den „Todesstoߓ zu geben, selbst wenn es in der vorhergehenden Etappe mißlingen sollte (leider gelang es). Was würde es, nach Meinung Krawtschuks, „rechtfertigen, seine Handlung, als auch sein Verhalten nach der Katastrophe zu verstehen – so als ob er garantiert eine viel zu schwere Strafe erhalten hätte?“ 4 Jahre später, im Oktober 1990, nach mehreren offiziellen Briefen mit der Unterschrift des Akademiemitglieds Sacharow, von Jelena Bonner, und anderen offensichtlich liberalen Totengräbern der UdSSR, wurde er aufgrund seiner Erkrankung vorfristig entlassen. Er wurde in der Strahlenklinik München behandelt und starb 1995 an einem Herzinfarkt. Und Georgij Koptschinski, also derjenige, der Djatlow den Befehl dazu gab, wurde dann Abteilungsleiter für Atomenergie beim ZK der KPdSU in der Abteilung für Schwerindustrie und Energetik beim ZK der KPdSU. Nachdem er zuvor im AKW Tschernobyl gearbeitet hatte, wurde der ehemalige Abteilungsleiter für Atomenergie und Industrie beim Ministerrat der UdSSR und ehemalige Stellvertreter des Vorsitzenden des Staatlichen Komitees für nukleare und Strahlungssicherheit der Ukraine im Jahre 2000 endlich Generaldirektor der Staatlichen Atomenergiebehörde der Ukraine, und – heutzutage erteilt er Ratschläge auf dem Gebiet der atomaren Sicherheit!

Möglicherweise ist er einer der Initiatoren der Hetze und des Verschweigens von Nikolaj Krawtschuk. Sowohl Djatlow als auch Koptschinski gaben ihre eigenen Darstellungen der Tschernobylkatastrophe heraus, in denen keinerlei klare Version für ihre Gründe enthalten ist.

Tschernobyl-Buch
Н.В. Кравчук, Загадка Чернобыльской катастрофы. (Опыт независимого исследования). – М.: АИРО–XXI, 2011. 104 с. (N.W.Krawtschuk: Das Rätsel der Katastrophe von Tschernobyl (Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung), Moskau, AIRO-XXI, 2011, 104 S.) – ISBN 978-5-91022–153-0
Das Buch ist hier zu finden (russ.):
http://www.airo-xxi.ru/2009-12-27-19-12-47/doc_details/28—-
(Übersetzung: Marina Koch)

Als Leitmotiv des Autors steht dem Buch übrigens folgender Bibelspruch voran:
… und Jesus sprach: „So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und nichts ist heimlich, das man nicht wissen werde“ (Matthäus 10,24)

Mit freundlicher Genehmigung übernommen von Kommunisten-online:
http://kommunisten-online.de/um-die-udssr-zu-zerstoren-und-die-ukraine-von-russland-abzutrennen-wurde-tschernobyl-gesprengt/

Siehe auch:
Die Atomlobby lügt
Über die Radioaktivität
Umweltinstitut München: Tschernobyl

Warum sind wir gegen die Atomkraft?

atomkraft-nein-dankeARGUMENTE GEGEN DIE ATOMKRAFT

1) Der Imperialismus ist und bleibt unberechenbar.
Nahezu sämtliche Atomkraftwerke sind in den Händen imperialistischer Staaten.

2) Profit ist wichtiger als die Sicherheit der Menschen.
An der Strahlungssicherheit und der Beseitigung der Folgeschäden haben die beteiligten Energiekonzerne kein größeres Interesse. Es geht ihnen allein um den momentanen Gewinn, und das sind in Europa rund 1 Million Euro pro AKW und Tag.

3) Es gibt kein atomares Gleichgewicht.
Die atomwaffenbesitzenden Staaten sind in der Übermacht. Eine Kontrolle über den Bau von Atomwaffen ist unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht möglich.

4) Gefahren und Schäden durch Atomkraft sind nicht zu verhindern.
Trotz der hochentwickelten technologischen Möglichkeiten konnten Reaktorunfälle bisher nicht vermieden werden.

5) Die Folgen der Anwendung von Atomkraft sind nicht mehr zu beseitigen.
Es gibt keine Lösung für die mit dem Einsatz der Atomenergie verbundenen Probleme (Strahlungsemission in der Nähe der AKW, Belastung des Grundwassers, fehlende Endlagerstätten, durch Atomexplosionen verstrahlte Regionen wie Sellafield, Harrisburg, Majak, Tschernobyl und Fukushima u.a.) http://vimeo.com/17432730

6) Die Weiterverbreitung der Atomkraft kann nicht mehr verhindert werden.
Die Zahl der atomwaffenbesitzenden Staaten nahm ständig zu, und es ist keineswegs ausgeschlossen, daß nicht auch sogenannte „begrenzte Atomwaffenschläge“ ins Kalkül gezogen werden. Von den USA und von der NATO wird heute sogar Uranmunition eingesetzt.

„BAHNBRECHER DES ATOMZEITALTERS“

In diesem Buch beschreibt Friedrich Herneck die Wirkung, die der Einsatz der Atombomben durch die US-amerikanischen Militärs auf die an ihrer Herstellung beteiligten Physiker macht. Da ist von tiefem Abscheu bis hin zu einer gewissen Gleichgültigkeit die Rede. Der Physiker Enrico Fermi war sogar der Meinung, bei der Herstellung der Atomwaffen handle es sich sozusagen um „schöne Physik“.
BahnbrecherDer Massenmord wird einkalkuliert

Die USA-Imperialisten waren gewillt, die Macht, die Ihnen die Atomforscher ausgehändigt hatten, in brutalster Form zur Schau zu stellen, um die Menschheit zu erschrecken und die Welt für die amerikanischen Vorherrschaftsansprüche gefügig zu machen. Militärisch war die Zerstörung der beiden japanischen Großstädte mit Atombomben zu jenem Zeitpunkt ebenso sinnlos, wie ein halbes Jahr zuvor die barbarische Verwüstung der Kunststadt Dresden mit den Mitteln des »konventionellen« Luftterrors.

Eines der größten Verbrechen der USA an der Menschheit

Die Schandtat von Hiroshima und Nagasaki – die angewandte »schöne Physik« Fermis, die zweihunderttausend Menschen das Leben kostete – richtete sich nicht nur gegen die japanische Zivilbevölkerung; sie sollte zugleich die militärische Überlegenheit der USA gegenüber der Sowjetunion, die damals noch nicht über Kernwaffen verfügte, in unmißverständlicher Weise demonstrieren. Die Atomblitze über Japan waren das Flammenzeichen für das Ende des zweiten Weltkrieges. Sie kennzeichneten aber zugleich den Beginn jener ruchlosen »Politik der Stärke«, die dann in wechselnden Formen die internationalen Beziehungen vergiftete und die Völker mehrmals an den Rand des Krieges führte.

„…aus allen Poren blut- und schmutztriefend“

Das Atomzeitalter, das mit der ersten praktischen Anwendung der Kernenergie am 6. August 1945 begann, trat in Erscheinung mit einem teuflischen Massenmord, ermöglicht durch die Leistungen von Wissenschaftlern, die sich – wie es in einem offenen Brief an Oppenheimer hieß – als »brillante Mitarbeiter des Todes« bewährten. Was Karl Marx vom Kapital und der bürgerlichen Gesellschaft sagte, gilt in noch viel grauenhafterem Ausmaß von der befreiten Atomenergie und vom Atomzeitalter: Sie kamen zur Welt »von Kopf bis Zeh, aus allen Poren blut- und schmutztriefend«.

Truman gab den Befehl am 16. Juli 1945 zum Massenmord

Das amerikanische Atomverbrechen machte auf alle humanistisch gesinnten Menschen einen bestürzenden Eindruck. Als Albert Einstein die Meldung im Rundfunk hörte, war er buchstäblich sprachlos vor Entsetzen; er konnte nichts sagen als: »O weh!«. Die Erklärung Trumans, die USA hätten bei dem größten wissenschaftlichen Hasardspiel der Geschichte zwei Milliarden Dollar eingesetzt und glänzend gewonnen, empörte ihn tief. Immer wieder verurteilte Einstein diesen Akt der Menschenverachtung, und er bedauerte es, daß er den Brief an Roosevelt geschrieben und damit die Atomwaffenerzeugung in Gang gebracht hatte. (…)

„Besser ein paar tausend Japaner sind draufgegangen…“

Die deutschen Atomforscher, die damals in England in Geheimhaft waren, hörten im Londoner Rundfunk die Nachricht über den Bombenabwurf auf Japan. Zunächst wollten sie nicht an eine »Atombombe« glauben. Als sich die Meldung jedoch bestätigte, war Otto Hahn am meisten davon berührt und am tiefsten erschüttert, weil seine Entdeckung vom Dezember 1938 dieses grauenhafte Verbrechen ermöglichen half. Wie Max von Laue berichtete, erklärte Otto Hahn mit Abscheu: »Damit habe ich nichts zu tun.« Es mußte dem großen Forscher, dem Völkerfeindschaft und Rassenhaß wesensfremd sind, wie ein blutiger Hohn erscheinen, als ihn einer der bewachenden Offiziere mit der Bemerkung zu beruhigen suchte: »Besser, ein paar tausend Japs sind draufgegangen, als ein einziger unserer Boys.«

Quelle:
Friedrich Herneck, Bahnbrecher des Atomzeitalters, Buchverlag Der Morgen, Berlin (DDR), 1968, S.468.

Atomexplosion
Die „schöne Physik“ von Enrico Fermi

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KINOTIPP
YELLOW CAKE – Die Lüge von der sauberen Energie

Produktionszeitraum 2005–2010
108 Minuten, 35 mm, Dolby

Die Langzeitdokumentation widmet sich dem Anfang der atomaren Kette, dem Uranerzbergbau. Er ähnelt einer Terra incognita, denn seit fünfundsechzig Jahren bedeckt ihn ein Geflecht aus Lüge, Geheimhaltung und Desinformation. Weltweit und bis heute. Selbst in den jüngsten Debatten über die Atomenergie spielen die verheerenden Folgen des Uranerzbergbaus keine Rolle. Deutschland hätte allen Grund zur Sensibilität. Immerhin war die DDR bis 1990 drittgrößter Uranproduzent der Welt. Mit gigantischem Aufwand versuchen seit zwanzig Jahren Tausende ehemalige Bergleute, ihre Vergangenheit zu bewältigen. Der Film begleitet über mehrere Jahre das größte Sanierungsprojekt in der Geschichte des Uranerzbergbaus. Fast sieben Milliarden Euro Steuergelder soll es am Ende kosten, doch ein Ende ist nicht in Sicht…

http://www.yellowcake-derfilm.de/

Hier noch ein Link mit zahlreichen interessanten Informationen:
Claudia’s Weblog

Siehe auch:
Die Atomlobby lügt
Über die Radioaktivität
Atomkatastrophe Fukushima

Die Atomlügen

Schon seit vielen Jahren engagiert sich das Umweltinstitut München gegen Atomkraftwerke. In einem Flyer, der erhältlich ist unter www.umweltinstitut.org/atomluegen wird erklärt:

„Wer an der Atomenergie festhält, hat aus der Katastrophe von Tschernobyl nichts gelernt. Die Atomlobby will uns glauben machen, daß die Atomkraft in Zeiten des Klimawandels unverzichtbar ist und weltweit boomt. Dabei ist das Gegenteil der Fall:
Es werden mehr Atomkraftwerke stillgelegt als neue gebaut. An einer Verlängerung der Laufzeiten verdienen vor allem die Atom-Konzerne: pro AKW und Tag eine Million Euro. Billigen Strom wird es dadurch nicht geben. Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Sie sind sauber, sicher und unendlich verfügbar.“

Atomluegen

„Atomkraftwerke produzieren überschüssigen Strom und sind zu unflexibel für ein modernes Stromnnetz auf der Basis erneuerbarer Energien. Sie blockieren also den Ausbau einer modernen, nachhaltigen Energieversorgung. 100% erneuerbare Energien sind machbar… Was zählt, ist einzig der politische Wille.“

Quelle:
Umweltinstitut München e.V.

Siehe auch: Die Atomlobby lügt !

Die USA-Atomwaffenpläne gegen Libyen…

Auf der Website von Global Researchschreibt der kanadische Wissenschaftler Prof. Michel Chossudovsky über einen geplanten USA-Einsatz von Atomwaffen gegen Libyen:

Schon seit mehr als 20 Jahren stand ein Krieg gegen Libyen auf dem Plan des Pentagons. Der Einsatz von Atomwaffen gegen Libyen wurde erstmals 1996 ins Visier gefaßt.

Am 14. April 1986 befahl Ronald Reagan eine Reihe von Bombardierungen gegen Libyen unter der Bezeichnung „Operation El Dorado Canyon“ als Vergeltungsmaßnahme für die angeblich von Libyen gesponserte Terroristenbombardierung einer Berliner Diskothek. Der Vorwand wurde fabriziert. Während dieser Luftangriffe, die sowohl durch Frankreich als auch durch Italien verurteilt wurden, wurde der Wohnsitz von Qadhafi bombardiert und seine jüngere Tochter getötet.

Von den Westmedien kaum zu Kenntnis genommen wurde der geplante Angriff auf Libyen, bei dem Atomwaffen verwendet werden sollten, worüber die Regierung Clinton 1996 auf dem Höhepunkt des Skandals von Monica Lewinsky nachdachte.

Das Verteidigungsministerium hat eine neue Generation bunkerbrechender taktische Atomwaffen für den Gebrauch im Nahen Osten und Zentralasien entwickelt:

„Das Militärische Personal und die Führer von Amerikas Atomwaffenlabors nötigten die Vereinigten Staaten, eine neue Generation von Atomwaffen mit begrenzter Wirkung zu entwickeln…, die in konventionellen Konflikten mit Nationen der dritten Welt verwendet werden konnten.“ (Föderation amerikanischer Wissenschaftlern, 2001, Hervorhebung hinzugefügt)
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Die B61-11, eine in Erde eindringende Waffe mit einem Atomsprengkopf, war nicht getestet worden. Es war ein Teil der B61 Reihe, verbunden mit einem sogenannten Atomsprengkopf „mit begrenzter Wirkung“. Nach militärischen US-Quellen: „Wenn er verwendet wird, könnte der radioaktive radioaktive Niederschlag [des B61-11] in Nordkorea über nahe gelegene Länder wie Japan treiben.“ (siehe: Die B61-11 – Eine in Erde eindringende Waffe, Globalsecurity.org). Die B61-11, eine in Erde eindringende Version der B61 wurde am Anfang konfiguriert, um eine „begrenzte Wirkung“ von 10.000 Tonnen zu erzielen, das sind zwei Drittel einer Hiroshima Bombe, die für Schlachtfeld-Operationen nach dem kalten Krieg im Nahen Osten und Zentralasien eingesetzt werden sollten.

Der Plan des Pentagons, Libyen mit Atomwaffen anzugreifen

Die taktische Kernwaffe B61-11 wurde vom Pentagon 1996 entwickelt, um sie das gegen das Qadhafi „Regime“ einzusetzen:

„Ältere Pentagonbeamte riefen im letzten April [1996] Meinungsverschiedenheit hervor, indem sie vorschlugen, daß die in Erde eindringende [Atom]-Waffe bald für den möglichen Gebrauch gegen eine vermutete unterirdische chemische Fabrik verfügbar sein würde, die durch Libyen angeblich in Tarhunah gebaut wird. Diese dünn verschleierte Drohung kam gerade elf Tage, nachdem die Vereinigten Staaten den Entwurf des afrikanischen Vertrages über eine atomwaffenfreie Zone unterzeichnet hatten, der den Unterzeichnern den Einsatz oder die Androhung Atomwaffen gegen jeden anderen Unterzeichner einschließlich Libyens verbietet.“ (David Muller, Experte für N-Bomben, Internationales Aktionszentrum, 1997)

Tarbunah hat eine Bevölkerung von mehr als 200.000 Menschen – Männern, Frauen und Kindern. Es liegt ungefähr 60 km östlich von Tripoli. Hätten die USA diese „humanitäre Bombe“ (mit „begrenzter Wirkung“, oder einer explosiven Kapazität von zwei Dritteln einer Hiroshima Bombe) auf die „vermutete“ unterirdische chemische Fabrik gestartet, so wäre das auf mehrere Zehntausend Tote hinausgelaufen, ganz zu schweigen vom radioaktiven Niederschlag…

Die Drahtzieher

Der Mann hinter diesem teuflischen Projekt, Libyen mit Atomwaffen anzugreifen, war der Staatssekretär für Verteidigung Harold Palmer Smith Junior. „Noch bevor die B61 entwickelt worden war, wurde Libyen als ein potenzielles Ziel identifiziert“. (Meldung der Atomwissenschaftler – September/Oktober 1997, p. 27, Hervorhebung hinzugefügt)
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Harold Palmer Smith war vom Präsidenten Bill Clinton ernannt worden, um biologische und chemische Kernverteidigungsprogramme mit einem Fokus auf die „Verminderung und Wartung des US-Arsenals von Kernwaffen“ zu beaufsichtigen. Vom Anfang an, bis zu seinem gegenwärtigen Mandat, war nie die Rede davon, das Atomwaffenarsenal „zu vermindern“, sondern nur „zu vergrößern“ und eine neue Generation „harmloser“ Mini-Atomwaffen für den Gebrauch auf dem Nahostkriegsschauplatz zu entwickeln.

Kurz nach Beginn der Kampagne gegen Libyen, das am 19. März bombardiert wurde, befahl das Pentagon den Test der B61-11 Atombombe. Diese in einer Presseinformation am 4. April bekannt gegebenen Tests dienten der Überprüfung der installierten Ausrüstung und der Bestandteile dieser Waffe. Das Ziel war, die Funktionalität der Atombombe zu überprüfen…..

Tarnkappenbomber mit Atombomben an Bord

Der b-2 Tarnkappenbomber ist der „gewählte Träger“ der B61-11 Atombomben. Der b-2 Tarnkappenbomber aus dem Whiteman Luftwaffenstützpunkt in Missouri wurde nicht nur ausgesandt, um Libyen zu Beginn der Luftangriffe zu bombardieren, er wurde anschließend zum Test der B61-11 Atombombe verwendet.
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Die B61-11 Atombombe hat eine Wirkung von zwei Dritteln einer Hiroshima Bombe. Warum waren diese Tests der Ausrüstung und Funktionalität einer taktischen Atomwaffe kurz nach dem Überfall auf Libyen zur Bombardierung vorgesehen?

Warum jetzt?

Ist das Timing dieser Tests zufällig oder sind sie in jedem Fall mit der Chronologie Libyens verbunden, mit dem Bombenangriff? Der globale Angriffsbefehl der US-amerikanischen Luftwaffe, der für die Koordination von gegen Libyen geleiteten US-Bombardierungsoperationen verantwortlich ist, war auch ein Teil des Tests der B61-11 Atombomben. Beides, die Bombardierung Libyens durch den b-2 Tarnkappenbomber (siehe Bild oben) am 19. und 20. März, sowie der Funktionstest der B61-11 Atombombe (am 4. April bekanntgegeben), wurden von derselben US-Luftwaffe-Basis in Missouri aus durchgeführt.

Quelle:
http://globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=24049
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=24202

Siehe auch:
Warnung vor dem Atomkrieg
– rote predigt: Die nukleare Drohung

Über die Radioaktivität

Aus aktuellem Anlaß hier nun ein kleiner Ausflug in die Physik. In seinem Interview am 25.3.2011 (junge Welt) sprach der Physiker und Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e. V., Sebastian Pflugbeil, davon, daß in dem Gebiet, das 15 bis 58 Kilometer von den Reaktoren des AKW Fukushima entfernt ist, am Boden „zwischen 200.000 und 900.000 Becquerel (Bq) Beta-Gamma-Kontamination gemessen wurden – das sind Werte, die für die Sperrzone um das vor 25 Jahren havarierte AKW Tschernobyl typisch sind.“ Die Maßeinheit Becquerel beschreibt den Zerfall von Atomen in einer Sekunde. Es ist ein Maß für die Aktivität. Im Jahr 1986, nach dem Reaktorunfallunfall in Tschernobyl stieg die Radioaktivität auch bei uns an. Milch, zum Beispiel, hat normalerweise eine Aktivität von 1 Bq pro Liter. Doch zu der Zeit stieg die Aktivität auf 800 Bq pro Liter. Das bedeutet, daß mehr als 800 Atome in Sekunde zerfielen.

Die physikalische Wirkung der radioaktiven Strahlung

Wenn nun die radioaktive Strahlung in Materie eindringt, so hat sie häufig ionisierende Wirkung, d.h. die Atome dieser Materie verlieren Elektronen. Und diese Materie nimmt unter Einwirkung von radioaktiver Strahlung Energie auf. Diese Energie, die ein Kilo Materie aufgenommen hat, ist ein Maß für die physikalische Wirkung der Strahlung. Sie wird gemessen in Gray: 1Gy = 1J/kg. Es gibt nun aber auch unterschiedliche Strahlungsarten: Alpha- Beta- und Gammastrahlung. Diese haben unterschiedliche Wirkung auf Lebenwesen.

Die biologische Wirkung radioaktiver Strahlung

Wird zum Beispiel eine Energiedosis von 1 Gy zugeführt, so ist die Wirkung auf Lebenwesen, d.h. biologische Wirkung von Alpha-Strahlung 20mal so hoch ist wie bei Beta- und Gamma-Strahlung. Das Maß für diese biologische Wirkung ist die sogenannte Äquivalentdosis, die berechnet wird in Milli-Sievert (mSv). Man mulitipliziert also die Energiedosis mit einem bestimmten Bewertungsfaktor. Dieser Bewertungsfaktor wurde durch biologische Experimente ermittelt.

Ein Berechnungsbeispiel

Bei der Aufnahme von 1.000 Bq Plutonium-239 über die Atmung ergibt sich beispielweise eine Strahlenbelastung von 50 mSv. Bei der Aufnahme derselben Menge über den Magen-Darmtrakt, also über Essen und Trinken, beträgt die Strahlenbelastung nur 250 μSv. Es ist also zunächst wesentlich gefährlicher, das Zeug einzuatmen.

Ist Radioaktivität etwas Natürliches?

Die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland wird vom Amt für Strahlenschutz (BfS) mit etwa 2 mSv im Jahr angegeben. Man unterscheidet zwischen externer und innerer Strahlenbelastung. Die externe Belastung ist auf die kosmische Strahlung und auf andere terrestrische Quellen (z.B. Mauerwerk, Farbe, Nachwirkungen von Kernexplosionen, Nähe von Kernkraftwerken usw.) zurückzuführen. Die innere Strahlenbelastung entsteht durch die Inkorporierung (Aufnahme) radioaktiver Substanzen vor allem in den Muskeln. Dabei können über die Nahrungskette, in denen eine starke Anreicherung erfolgt, schon geringste Spuren von Radionukleiden gefährliche Größenordnungen erreichen.

Sehr anschaulich wird das durch die folgende Übersicht:

Grafik Teil 1Grafik Teil 2Grafik Teil 3

Wenn nun davon berichtet wird, daß kürzlich drei Arbeiter in Fukushima einer Strahlung von 180 Millisievert ausgesetzt gewesen seien, so wäre hier schlimmstenfalls mit einem erhöhten Krebsrisiko zu rechnen. Ist Fukushima also doch harmlos?? Ganz sicher nicht. Gehen wir also weiterhin davon aus, daß auch künftig alles dafür getan wird, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen! Mit anderen Worten: Es werden auch dort (wie 1986 in Tschernobyl) vom AKW-Betreiber TEPCO und von der japanischen Regierung Lügen verbreitet. Und auch das folgende sei dem Leser hier nicht erspart: Es kann also (wie das Beispiel von Tschernobyl zeigt) unter Umständen auch „nur“ ein paar genetische Veränderungen geben…
0_big1_big2_bigTschernobyl-Opfer

Siehe:
junge Welt (25.3.2011 (http://www.jungewelt.de/2011/03-25/052.php)

Atomkatastrophe Fukushima

Während sich gerade in Japan die bisher größte atomare Katastrophe ereignet, wird in den Blogs und den Medien über alles mögliche geredet…
Fukushima

Der bevorstehende Schaden nimmt apokalyptische Ausmaße an. In den vier betroffenen Reaktoren lagert, verglichen zum Tschernobyl-Reaktor, der vor 25 Jahren in der Ukraine explodierte, mindestens die 120-fache Menge an radioaktivem Material. Dazu kommt noch die dreifache Menge der ausgedienten Brennelemente in den jeweiligen Abklingbecken, die ebenfalls ständig gekühlt werden müssen. Ohne Kühlung kommt es auch hier zu Bränden und zur Schmelze.

Die gewaltige Menge an Radioaktivität, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den nächsten Stunden, Tagen und Wochen austritt, wird zu einer unvorstellbaren Verseuchung führen und Teile Japans auf Jahrzehnte unbewohnbar machen.

http://umweltinstitut.org/

Anmerkung:
Man wird die Gründe für diese atomare Katastrophe im AKW Fukushima nicht verstehen, wenn man die Zusammenhänge nicht kennt. Dieses Atomkraftwerk war mit 4,5 Gigawatt elektrischer Nettoleistung eines der leistungsstärksten japanischen Atomkraftwerke! Die Energiekonzerne fürchteten hier um ihre Milliardengewinne.  Genauso auch in der BRD. Allein mit einem dieser abgeschriebenen Atomkraftwerke läßt sich etwa eine Million Euro täglich verdienen. (siehe: Süddeutsche Zeitung, 15.03.2011) Genau das ist auch der Grund, warum die deutsche Bundesregierung im Jahre 2010 die Laufzeiten der AKW verlängern ließ, und warum sie sich heute einer sofortigen Abschaltung sämtlicher Kernkraftwerke zu entziehen versucht. Die Atomlobby führt inzwischen unzählige unhaltbare „Argumente“ auf, um dies zu verhindern. Hier sind ein paar dieser Lügen:
– falsch ist: beim Abschalten der Atomkraftwerke gehen die Lichter aus,
– falsch ist: die deutschen Atomkraftwerke sind die sichersten der Welt,
– falsch ist: der Anteil des Atomstroms beträgt ein Viertel,
– falsch ist: „erbitterter Widerstand“ der Opposition gegen die Abschaltung,
– falsch ist: Atomstrom ist umweltfreundlich, weil CO2-frei
– falsch ist: Atomenergie ist eine „Brückentechnologie“
– falsch ist: Der Verzicht auf Atomenergie führt zur „Verspargelung der Landschaft“,
– falsch ist: mit der AKW-Abschaltung sind die Gefahren durch Kernenergie beseitigt…

Und zwei Jahre später:
noaawater
Quelle: beforeitsnews.com

Mehr dazu siehe:
* Die Atomloby lügt!
* Argumente gegen Atomenergie
* Lügen und Beschwichtigungen
* Imperialistische Profitgier

Falsch ist außerdem: „die Sowjetunion (1986) war ein rückständiges Land“, und der „Kernreaktor Tschernobyl war ein Schrottreaktor“. Die Sowjetunion befand sich bekanntlich nicht erst seit dem Regierungsantritt des Volksfeindes und Antikommunisten Gorbatschow in zunehmender Auflösung. Karrieristen waren an die Macht gelangt. Sie belogen und unterdrückten das sowjetische Volk, und sie begannen bereits, Teile des Volkseigentums zu verschachtern. Doch die Sowjetunion war bis dahin eines der fortgeschrittensten Länder der Welt. (siehe: Der Weg der Sowjetunion zum Sieg des Sozialismus und interessant ist auch:
Die Schwierigkeiten der Sowjetunion)

Erinnert sei hier wiederum an das Zitat von Karl Marx im „Kapital“ Bd.I, S.788. Wer es noch nicht kennt – bitte, hier ist es:
Dunning

Zeitbombe Atomenergie – 25 Jahre nach Tschernobyl

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K O N G R E S S A N K Ü N D I G U N G

Auch ein Vierteljahrhundert nach dem Tschernobyl-GAU werden die Folgen dieser Katastrophe verdrängt, vertuscht, verharmlost und bagatellisiert. Atomlobby und Politiker reden die Gefährdung durch Niedrigstrahlung durch gezielte Propaganda und beharrliches Verschweigen der Risiken klein. 25 Jahre nach Tschernobyl werden in unserem Land gegen den erklärten Willen der Bevölkerung die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängert.

Auf dem internationalen Kongress „25 Jahre Tschernobyl, Zeitbombe Atomenergie – Atomausstieg jetzt!“ vom 8.-10. April 2011 in der Urania in Berlin wollen wir zeigen, daß Atomenergie tötet. Nicht nur bei einem GAU, sondern an jedem einzelnen Glied der atomaren Kette. Noch bevor ein Kilowatt Strom erzeugt wird, sterben Menschen, denn der Uranbergbau zerstört die Gesundheit und die Lebensgrundlagen ganzer Völker. Auch im „Normalbetrieb“ bestehen gesundheitliche Risiken: Kinder erkranken in der Umgebung von Atomkraftwerken deutlich häufiger an Leukämie und Krebs. Sicherheitsdefizite von Atomkraftwerken werden ignoriert oder billigend in Kauf genommen. Der Atommüll verseucht unser Grundwasser. Wir überlassen künftigen Generationen eine hoch radioaktive Hinterlassenschaft für Millionen von Jahren.

Der internationale Kongreß der IPPNW in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Strahlenschutz, den Physicians of Chernobyl, der Naturwissenschaftler Initiative für Frieden und Zukunftsfähigkeit und dem Nuclear Free Future Award informiert über die Folgen von Tschernobyl, analysiert das Gefahrenpotential der nuklearen Kette und bietet Lösungen für eine Welt frei von atomarer Bedrohung.

Wir würden uns freuen, wenn Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis für den Kongreß werben könnten. Geben Sie diese Information weiter oder laden Sie sich das Ankündigungs-Faltblatt herunter und verteilen Sie es.

Weitere Informationen zu Themen, Referenten und zum Kongreßablauf finden Sie unter www.tschernobylkongress.de

Anmerkung:
Es ist eine Frage des Überlebens der Menschheit geworden, daß denen die immer noch in aller Öffentlichkeit Kriege führen, die die Menschheit mit Atomwaffen bedrohen, die durch Desinformation, Lüge und Erpressung die Atomkraft gegen den Willen von Millionen Menschen durchgesetzt haben, nicht nur die Atomenergie aus den Händen gerissen, sondern (wie Brecht es formulierte) „die Hände zerschlagen werden.“

Siehe auch:
Warnung vor dem Atomkrieg
Die Atomlobby lügt!
Enola Gay, Das amerikanische Verbrechen
Warum sind wir gegen Atomkraft?

Andernfalls…
Atompilz
wird dies das letzte schöne Bild unserer Erde sein!

(P.S. Glauben Sie nicht, dies seien alles nur wilde Verschwörungstheorien!
Diesmal ist es Ernst, bitterer Ernst!)

—> Warnung vor dem Atomkrieg

Die Atomlobby lügt !

Am 26. April 1986 ereignete sich im Kernkraftwerk Tschernobyl als Folge einer unkontrollierten Kernschmelze und einer Explosion eine Katastrophe von bisher nicht gekanntem Ausmaß. Große Mengen an radioaktivem Material wurden in die Luft geschleudert und verteilten sich hauptsächlich über die Region nordöstlich von Tschernobyl, aber auch über viele Regionen Europas. Nach der Katastrophe hatten hunderttausende Helfer, so genannte Liquidatoren, einen Sarkophag – einen provisorischen Betonmantel – um den explodierten Reaktor errichtet. Dieser ist inzwischen an vielen Stellen gerissen und droht einzustürzen. Die Folgen dieser Katastrophe werden auch in den nächsten tausend Jahren noch – nicht nur in unmittelbarer Nähe des verunglückten Reaktors, sondern in ganz Europa – festzustellen sein. Zehntausende der Liquidatoren und auch viele unschuldige Bewohner in den benachbarten Ländern starben inzwischen an Krebs und anderen Strahlenkrankheiten. Dessen ungeachtet forcieren die Atomkonzerne und Energieriesen im Windschatten verschiedener anderer Medienkampagnen ganz ungeniert den Ausbau und den höchstprofitablen Weiterbetrieb längst abgeschriebener Kernkraftanlagen. Eine zynische, eine menschenverachtende Verfahrensweise! Doch konnten die Proteste dagegen bisher nicht zum Schweigen gebracht werden…

Die Atomkonzerne verdienen Milliarden

Wer an der Atomenergie festhält, hat aus der Katastrophe von Tschernobyl nichts gelernt. Die Atomlobby will uns glauben machen, daß die Atomkraft in Zeiten des Klimawandels unverzichtbar ist und weltweit boomt. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Es werden mehr Atomkraftwerkes stillgelegt als neue gebaut. An einer Verlängerung der Laufzeiten verdienen vor allem die Atom-Konzerne: pro AKW und Tag eine Million Euro. Billigen Strom wird es dadurch nicht geben. —> Siehe: Umweltinstitut München – Die Atomlügen

ChernobylDer zerstörte Kernreaktor Nr. 4 Tschernobyl

Die Atomlobby verhöhnt die Opfer

Die Auswirkungen des Größt-Anzunehmenden-Unfalls (GAU) im Atomkraftwerk Tschernobyl seien geringer als bisher angenommen, behauptet ein internationales Wissenschaftlergremium in einem im September 2005 vorgelegten Bericht. Fast 20 Jahre nach der Katastrophe präsentiert das sogenannte Tschernobyl-Forum unter Federführung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) das angeblich „wahre Ausmaß des Unfalls“ mit dem Tenor: „Alles gar nicht so schlimm“.

TschernobylKinder2TschernobylKinder3Die Kinder von Tschernobyl

Neben der IAEA waren sechs weitere große UN-Behörden an der Studie beteiligt: die Weltgesundheitsorganisation (WHO), UNDP (United Nations Development Programme), FAO (Food and Agriculture Organization), UNEP (United Nations Environment Programme), UN-OCHA (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs), und UNSCEAR (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation). Auch die Regierungen von Weißrußland, Rußland und der Ukraine und nicht zuletzt die Weltbank gehören dem Tschernobyl-Forum an. Die 600 Seiten umfassende Studie „Tschernobyls Vermächtnis“ behandelt die gesundheitlichen, ökologischen und sozioökonomischen Folgen der Katastrophe.(1)

Opferzahlen schöngerechnet

Mehr als 100 Wissenschaftler erarbeiteten die neuen Ergebnisse und präsentierten sie einer erstaunten Öffentlichkeit, war doch bislang in den Medien ein ganz anderes Bild der Tschernobyl-Auswirkungen gezeichnet worden. Dem Bericht zufolge werden von den mehr als 200.000 Katastrophenhelfern, die 1986 und 1987 mit Aufräumarbeiten in Tschernobyl beschäftigt waren, bis zu 2200 wegen der radioaktiven Belastung früher sterben, als es ihrer Lebenserwartung entspräche. Zusammen mit den nächsten Anwohnern des havarierten Reaktors könnte die Gesamtzahl der durch den Reaktorunfall geforderten Todesopfer auf 4000 steigen. Bis Mitte 2005 seien weniger als 50 Todesfälle direkt der Strahlung zuzuordnen.

image12.3Die radioaktiv verseuchte Stadt Pripjat

Dies widerspricht Studien unabhängiger Experten, die gezeigt haben, daß Tschernobyl bereits heute deutlich mehr Todesopfer verursacht hat als im Bericht prognostiziert und ein Ende noch nicht in Sicht ist. Die ukrainische Gesundheitsbehörde sprach bereits im Jahr 2002 von 15.000 Todesopfern unter den Liquidatoren.
—> Siehe: Umweltinstitut München – Die Atomlobby verhöhnt die Opfer

In ihrem Internet-Tagebuch schreibt Elena Filatova:

„Radiation will stay in the Chernobyl area for the next 48.000 years, but humans may begin repopulating the area in about 600 years – give or take three centuries. The experts predict that, by then, the most dangerous elements will have disappeared – or been sufficiently diluted into the rest of the world’s air, soil and water. If our government can somehow find the money and political will power to finance the necessary scientific research, perhaps a way will be discovered to neutralize or clean up the contamination sooner. Otherwise, our distant ancestors will have to wait untill the radiation diminishes to a tolerable level. If we use the lowest scientific estimate, that will be 300 years from now……some scientists say it may be as long as 900 years…“ (Elena Filatova) —> read more: KiddOfSpeed

imag41.1image6.2Poleskoje – unbewohnbar für die nächsten 500 Jahre

(Übersetzung: Die radioaktive Strahlung wird im Tschernobyler Gebiet wohl noch in den nächsten 48.000 Jahren bestehen bleiben, aber vielleicht können die Menschen in ungefähr 600 Jahren damit beginnen, das Gebiet neu zu besiedeln – nehmen wir an: drei Jahrhunderte mehr oder weniger. Die Experten sagen voraus, daß bis dahin die gefährlichsten Elemente verschwunden sein werden – oder sich in der Luft, auf der Erde, im Boden und im Wasser soweit verdünnt haben. Wenn unsere Regierung irgendetwas finden kann und das Geld aufbringt, um die notwendige wissenschaftliche Forschung zu finanzieren, vielleicht wird dann ein Weg entdeckt, um die Strahlung zu neutralisieren oder die Verunreinigung eher aufzuräumen. Sonst werden unsere entfernten Nachkommen warten müssen, bis sich die Radioaktivität auf ein erträgliches Maß reduziert hat. Wenn wir die niedrigste wissenschaftliche Schätzung annehmen, so wird das in 300 Jahren sein. Es behaupten auch einige Wissenschaftler, daß es sogar 900 Jahre dauern kann.)
Hier finden Sie Elena Filatova’s Seite (auf Deutsch) oder: hier (gespiegelt)

Hier sind einige interessante Links – besonders der letzte:
Siehe auch: Atombombenabwurf über Hiroshima/Nagasaki
Bert Marx (Quickborn): Unsere strahlende Zukunft
Wirtschaftswetter: Interview mit Elena Filatova.
ARD-Panorama: „Die Lüge vom sicheren Endlager“

Zitate:
(1)The Chernobyl Forum: Chernobyl´s Legacy: Health, Environmental and Socio-economic Impacts. IAEA, Wien, September 2005

Kommentar:
„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!“ (B.Brecht) – und Verbrecher gehören an den Galgen!
„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens.“ (zit. nach K.Marx)