Die schmutzigen Tricks der Energiekonzerne

AtomlobbyDie Gegner der Energiewende blasen zum Angriff auf die erneuerbaren Energien und auf das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz). Mit verzerrten und gefälschten Kostenargumenten machen sie Stimmung gegen die Energiewende, denn die dezentralen Strukturen und Bürgerbeteiligung stören die althergebrachte, monopolisierte Energieversorgung und schmälern die fetten Gewinne der großen Energiekonzerne aus ihren maroden Atomkraftwerken.

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Gegen die aggressive Handelspolitik der USA!

Protest gegen TTIPSeit Juli 2013 verhandelt die Europäische Union hinter verschlossenen Türen über ein geplantes Transatlantisches Freihandels- und Investitions-abkommen (TTIP), um „Handelshemmnisse“ dies- und jenseits des Atlantik abzubauen. Ein solches Abkommen hätte jedoch katastrophale Auswirkungen auf die Verbraucherschutz- und Gesundheitsstandards, auf die Klima- und Umweltschutzauflagen, die Landwirtschaft sowie auf viele andere Bereiche in der BRD. Aufgrund ihrer desolaten Wirtschaftslage nimmt die Außenhandelspolitik der USA immer aggressivere Züge an. Mit plumpen Tricks und Geheimverhandlungen sucht der US-amerikanische Imperialismus seine „Freunde“ und „Partner“ in Europa zu überrumpeln. Die Völker Europas werden dazu gar nicht erst gefragt. Dieses Abkommen hätte zur Folge, daß mit Chlor desinfizierte Hühnchen, Klon- oder Hormonfleisch, Milch von genmanipulierten Turbokühen oder gentechnisch veränderte Tiere und Pflanzen völlig legal per Import aus den USA exportiert und den Europäer zum Fraß vorgeworfen werden können. Der sogenannte „Koalitionsvertrag“ der schwarz-roten Regierungskoalition zielt ausdrücklich auf ein erfolgreiches Abschließen der transatlantischen Verhandlungen. Dies muß verhindert werden!

Auf der Website des Umweltinstitus München e.V. finden Sie ausführliche Hintergrundinformationen zum geplanten Freihandelsabkommen.

Siehe hier:
Hintergrundinformation I: Das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP)
Hintergrundinformation II: Brisante Schiedsgerichte
Hintergrundinformation III: Freiheit für Chlorhähnchen und Hormonschweine

Die NSA und die Spitze des Eisbergs

NSA

US-Journalist Jeremy Scahill enthüllt im DPA-Interview
NSA SPIELT BEI WELTWEITEN MORDEN DER USA DIE HAUPTROLLE
übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Havanna, 23. Oktober 2013, Cubadebate. – Der US-amerikanische Journalist Jeremy Scahill forschte jahrelang über die verborgene Seite des „Krieges gegen den Terrorismus“ der USA. Er bestätigt, daß die NSA, die für das Abhören und Speichern von etlichen Millionen telefonischen Gesprächen, E-Mails und sonstigen Mitteilungen sowie persönlichen Angaben von Bürgern bis hin zu hochrangigen Politikern am Pranger steht, weiterhin unterschätzt wird. Eine neue Art des Journalismus ist nach seiner Meinung dringend notwendig. Scahill, der mit dem Edwards Snowden nahestehenden Reporter Glenn Greenwald eine neue journalistische Plattform eröffnen will, wurde bei seinem Besuch in Berlin von DPA interviewt:

DPA: In Ihrem Buch „Dirty Wars“ („Schmutzige Kriege“) sagen Sie, daß eine Kontinuität zwischen der Außenpolitik von George W. Bush und der von Barack Obama existiert. Worin würden sich Ihrer Meinung nach ihre Ansätze unterscheiden?

Scahill: Die Unterschiede sind nuanciell. Obama will vom Einsatz militärischer Gewalt in großem Maßstab abrücken. Er will stattdessen Strukturen schaffen, die Mord als einen zentralen Bestandteil der Politik der USA etablieren. In gewisser Weise meine ich, daß seine Präsidentschaft das Potential hat, auf diesem Gebiet langfristig einen sogar noch weitaus größeren Schaden anzurichten, weil er dafür eintritt, daß dies so ganz richtig ist, man das tun müsse.

DPA: Die „Washington Post“ offenbarte, daß die NSA der CIA die Informationen liefert, um Drohnenangriffe zu starten. Überrascht Sie dies?

Scahill: Ich weiß viel mehr als das, was die „Washington Post“ sagt. Aber wir haben das noch nicht veröffentlicht, so daß ich diesbezüglich nicht viel sagen kann. Für jetzt bestätige ich, daß das nur die Spitze des Eisbergs ist. Die NSA spielt eine absolut zentrale Rolle in einem weltweiten Programm des Mordens durch die Vereinigten Staaten. Wir werden diesbezüglich mehr Informationen in den nächsten Monaten veröffentlichen.

DPA: Aber die NSA ist doch mit der Auswertung der telefonischen Daten und der Internetinformationen befaßt?

Scahill: Die NSA wird nicht aus einem Haufen von Computerfreaks gebildet, die Anrufe belauschen. Die NSA als Organisation ist eine schlimme Bestie, deren wesentlicher Auftrag militärisch ist. Wer naiv glaubt, daß sie aus ein paar wenigen Verrückten besteht, die da mit Kopfhörern herumsitzen und sich Telefonate anhören, kapiert nicht, wie die Geheimdienste der USA funktionieren.*

DPA: Denken Sie, daß es Möglichkeiten gibt, daß diese Programme reduziert werden?

Scahill: Nein. In den Vereinigten Staaten ist es sehr schwierig, von einem Gesetz abzurücken, wenn es erst einmal verkündet worden ist. Hätte Edward Snowden nicht diese Dokumente bei sich gehabt, dann gäbe es diese ganze Debatte in den Vereinigten Staaten überhaupt nicht.

DPA: Sie wollen eine neue Medienorganisation mit Glenn Greenwald und Laura Poitras, die als Journalisten ebenfalls derzeit an Berichten über die NSA arbeiten, eröffnen. Wie kam es zu dieser Idee?

Scahill: Glenn und ich sind Freunde seit etlichen Jahren. Bevor Glenn nach Hongkong flog, um sich mit Edward Snowden zu treffen, sagte er mir, was er gerade macht. Ich wußte nicht genau, mit wem er sich treffen wird. Das war eine wirklich riskante Situation. Ich begann mit Glenn als Kollege zu arbeiten, um ihm zu helfen. Die Publizistin Laura Poitras kenne ich seit gewisser Zeit und bewundere wirklich ihre Arbeit als Dokumentaristin. Wir haben zu dritt darüber diskutiert, eine Art gemeinsames Projekt zu starten. Als wir noch am Beginn der Idee standen, fragten wir uns: Sollen wir eine Website mit einer Finanzkampagne machen? Sollen wir Spenden einsammeln?

DPA: Das Thema der Finanzierung ist gelöst worden. Der Mitgründer von Ebay, Pierre Omidyar, versicherte, daß er das Vorhaben unterstützen wird. Aber warum entschlossen Sie sich, ein neues Medium zu schaffen?

Scahill: Wir alle waren über das Tempo der Veröffentlichungen diesbezüglich enttäuscht. Die herkömmlichen Modelle des Journalismus sind sehr bürokratisch. Die Idee ist, eine Einrichtung zu gestalten, in welcher der Journalismus den Vorrang hat (…) seriösen Investigativjournalismus zu machen. Das ist kostspielig und braucht viel Zeit. Und fast kein Medium hat viel Geld und ausreichend Personal, um Investigativjournalismus zu machen, seriös, langfristig. Natürlich würden Snowdens Dokumente Bestandteil dieser Organisation werden. Es gibt Hunderte Geschichten bezüglich Snowdens Taten, die noch nicht geschrieben worden sind. Dies wird der erste Ansatz unseres Teams sein.

DPA: Macht Ihnen keine Sorgen, daß die Öffentlichkeit das Interesse an den Enthüllungen über die NSA verlieren könnte?

Scahill: Ich meine, daß wir einen Journalismus schaffen werden, der die Menschen daran interessiert, zu lesen. Ich weiß von Hunderten Geschichten, die von enormem Interesse für die Menschen in den USA und in der Welt sein würden. Man kann nicht davon ausgehen, daß es die Menschen nicht interessieren würde. Man muß das tun, weil es sie interessiert.

DPA: Angesichts des Drucks, welcher auf Glenn Greenwald und Euer Pärchen David Miranda und Laura Poitras ausgeübt wird, haben sie keinerlei Sorge um sich selbst?

Scahill: Das ist ein Kampf, den ich austragen will. Ich meine, daß wir uns der Herausforderung stellen müssen. Journalistisch sehe ich in diesem Moment nichts Wichtigeres. Wir müssen die Politik der völligen Verheimlichung der Regierung der Vereinigten Staaten herausfordern. Wir müssen Maßnahmen einleiten, um zu vermeiden, daß unsere Daten verdichtet, geraubt und beschlagnahmt werden.

(Gestützt auf Meldungen von DPA)

Quelle:
http://www.cubadebate.cu/noticias/2013/10/23/la-nsa-juega-un-papel-en-programa-global-de-asesinatos-ejecutados-por-eeuu-afirma-experto/
* hier wurde der Text leicht geändert um Irritationen zu vermeiden: die faschistoiden Geheimdienste der USA erlauben keine gedankliche Nähe zu dem als „Stasi“ (Staatsssicherheit) bezeichneten Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.

Mit freundlicher Genehmigung übernommen von Kommunisten-online.de

Bemerkung: Immerhin erstaunlich ist es, daß sich diejenigen, die bisher im Solde der imperialistischen Bourgeoisie und ihrer Geheimdienste standen, nunmehr Gedanken machen um die moralische Seite ihres Handelns. Noch ahnen sie kaum, daß ihre Dienstherren und sie selbst Handlanger eines der verbecherischsten Regimes in der Weltgeschichte wurden: sie wurden zu Akteuren des amerikanischen Imperialismus.
Noch unterliegen sie vermutlich der trügerischen Hoffnung, man könne durch eine Offenlegung dieser mörderischen Aktivitäten der NSA die „freie Markwirtschaft“ und „das schöne Leben im Kapitalismus“ irgendwie retten und sich selbst von der moralischen Verantwortung entbinden. Dennoch müssen wir ihnen dankbar sein, denn: hätte es einen Bradley Mannings und Edward Snowden und andere „Whistleblower“ nicht gegegeben, wären alle diese Verbrechen nicht an die Öffentlichkeit gelangt.

Der Verräter ist schlimmer als der Feind

Blicken wir in unser großes Nachbarland, in die ehemalige Sowjetunion, so beobachten wir eine ähnliche Entwicklung, wie in Ostdeutschland … nein, eigentlich eine viel schlimmere!
Verräter schlimmer als Feind
Und hier die Gegenüberstellung:

Vier der furchtbarsten Kriegsjahre – zwanzig Jahre „friedlicher“ Zeiten

Verluste an der Bevölkerung: 25 Millionen Menschen – 28,9 Millionen Menschen
Volkswirtschaftliche Verluste: 43 Prozent – 55 Prozent
Verluste an Produktionsmitteln: 41 Prozent – 70 Prozent
Verlust an Kapitalanlagen: 49 Prozent – 80 Prozent

Bis zur Ermordung Stalins (1953) war die Sowjetunion das stärkste und erfolgreichste sozialistische Land der Welt. Das sozial gerechteste Land überhaupt. Es gab keine Arbeitslosigkeit und keine Armut, kostenlose medizinische Betreuung und zahnärztiche Versorgung für alle. Und das Bildungssystem war das beste der Welt. Heute gibt es dort eine Handvoll superreicher Multimilliardäre (Oligarchen), die sich das gesamte Volkseigentum unter den Nagel gerissen haben. Hier kann sich jeder ausrechnen, wozu dieses riesige Land noch imstande ist. Es wurde und wird von einheimischen und ausländischen Oligarchen bis auf die letzte Kopeke ausgeplündert, die noch vorhandenen Naturreichtümer, wie Wälder, Bodenschätze, Land und Wasser werden verhökert an imperialistische Ganoven und die Arbeitskräfte gelangen in die Frondienste der neuen Herren des Landes.
DANKE, MISTER GORBATSCHOW !

Verlassener BetriebArmut33Armut287127_188654_54Danke, lieber Genosse Gorbatschow!

Und was geschieht mit den Feiglingen und den Verrätern, die aus Angst oder Eigennutz ihre Brüder, ihre Heimat, ihre Klasse preisgeben und ihre Genossen dem Feind ausliefern? Nicht immer ist diese Entscheidung leicht, doch sie ist unvermeidlich!
Beispiel 1) Alexander Bek: Barambajew wird erschossen!
Beispiel 2) M.Sayers/A.Kahn: Der sowjetfeindliche Verschwörer Trotzki
Beispiel 3) Das Ende einer konterrevolutionären Verschwörung (1936)
Beispiel 4) A.Golik: Der sowjetfeindliche Marschall Tuchatschewski

Helden der afrikanischen Revolution: Thomas Sankara

Mit dem heroischen Sieg der Sowjetunion über den deutschen Faschismus im Jahre 1945 mußte der Imperialismus seine bisher größte Niederlage einstecken. Infolgedessen veränderte sich auch weltweit das Kräfteverhältnis hin zur Seite der sozialistischen und der antiimperialistischen Länder. Zu letzteren gehörte auch das frühere Obervolta, das heutige Burkina Faso, ein Land etwa von der Größe Großbritanniens. Vier Jahre lange regierte dort der junge afrikanische Revolutionär Thomas Sankara. Am 15. Oktober jährt sich der Tag seiner Ermordung. Er war der letzte legitime Präsident von Burkina Faso.
Ein Verrat, der uns erinnern soll.

Thomas Sankara
Thomas Sankara (21.12.1949 – 15.10.1987)

Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie auch Deutschland durch viele Fasern mit dem afrikanischen Kontinent verbunden ist. Der Kapitalismus hatte sich nicht in allen Ländern mit gleicher Schnelligkeit entwickelt. Als nun Deutschland Kolonialpolitik zu treiben begann, war ein großer Teil der Welt schon unter die alten kapitalistischen Mächten aufgeteilt. Die deutschen Kapitalisten forderten daher bereits in den 1880er Jahren mit Nachdruck die Eroberung von Kolonien. Ihre Werke produzierten fast ebensoviel Waren, wie die Fabriken der französischen Bourgeoisie. Jetzt strebten sie nach billigen Rohstoffen und aufnahmefähigen Märkten. Die Ausplünderung von Kolonien sollte ihnen noch höhere Profite sichern. Bismarck scheute sich aber noch, überseeische Gebiete zu erobern. Er befürchtete, daß Deutschland durch den Bau einer Flotte, ohne die es keine Kolonialpolitik treiben konnte, in einen Gegensatz zu England geraten würde. Das hielt Bismarck in dieser Zeit für gefährlich.

Die ersten Kolonien der deutschen Kapitalisten

Zu Beginn der 1880er Jahre verschärften sich jedoch die Gegensätze zwischen England, Rußland, Frankreich und Italien. Frankreich annektierte 1881 Tunis, das sich Italien aneignen wollte. England unterwarf Ägypten; auch die französische Bourgeoisie hatte dieses Land als Kolonie erobern wollen. Das zaristische Rußland besetzte 1884 Turkmenien, für das sich auch England stark interessierte. Jetzt schien Bismarck die Gelegenheit, Kolonien zu erobern günstig. Der Bremer Kaufmann Lüderitz gründete 1883 in Südwestafrika eine Handels-niederlassung. Im April 1884 unterstellte Bismarck diese Gründung mit dem benachbarten Küstenstreifen der Oberhoheit des Deutschen Reiches. So entstand die erste deutsche Kolonie in Südwestafrika. Die deutsche Bourgeoisie trat in den Kolonien genauso räuberisch und grausam auf wie die englischen und französischen Kapitalisten. [1]

Ist Deutschland noch eine Kolonialmacht?

Zur Geschichte der deutschen Kolonialpolitik ließe sich sicherlich noch vieles sagen. Wie steht nun die heutige BRD zu ihrer imperialen und kolonialistischen Vergangenheit? Man kann dies am Beispiel von Burkina Faso nachvollziehen. Um herauszufinden, was Deutschland dem afrikanischen Kontinent schuldig ist, betrachte man sich die folgende Kartenübersicht von 1914. Deutlich (schwarz schraffiert) ist hier zusehen, welche bedeutenden Gebiete das imperialistische Deutsche Reich bis dahin erobert hatte:
Aufteilung Afrikas (1914)
Die Aufteilung Afrikas unter die imperialistischen Mächte (1914)

Und damit nicht jemand, der googlegeschädigt oder sonstwie hirngewaschen ist, auf den Einfall kommt, Deutschland sei niemals eine „richtige“ Kolonialmacht gewesen, wird hier auf die damaligen „deutschen Schutzgebiete“ verwiesen. Auch dafür steht die bis heute fortgesetzte Ausbeuterpolitik und kolonialistische Grundhaltung der BRD. Das ist Beleg und Anklage zugleich. Es ist hier nicht zu diskutieren, ob Burkina Faso als Beispiel für Deutschlands koloniale Untaten zutrifft. Deutschland profitiert seit jeher von der Ausbeutung, Unterwerfung, Entrechtung und Ermordung der Völker Afrikas. Wer sich davon nicht betroffen fühlt, der ist allemal einbezogen in die verschiedensten Verwicklungen dieses imperialistischen Deutschlands in den afrikanischen Kontinent. Und sei es dadurch, daß europäische Schrottautos in Afrika abgeworfen werden.

Eine perfide Wortschöpfung: „Scheinasylant“

Gerne wird heute von deutschen Politikern die Floskel vom „Mißbrauch des deutschen Asylgesetzes“ benutzt, um Gewalttaten gegen Asylsuchende zu rechtfertigen. Zynisch ist dabei die Rede von angeblichen „Wirtschaftsflüchtlingen“, die man hier nicht „gebrauchen“ könne und nicht haben wolle. Doch selbst wenn jeder afrikanische Asylsuchende auch nur einen Bruchteil von dem in Anspruch nähme, was den afrikanischen Ländern durch die imperialistischen Länder Europas geraubt wurde, so ist damit die Schuld noch längst nicht abgetragen. Wahrscheinlich wird man hierzulande erst dann über die wahren und hauptsächlichen Ursachen der wachsenden Asylantenströme nach Europa nachzudenken beginnen, wenn nicht nur Tausende, sondern Abermillionen Afrikaner ihre Rechte einfordern und die Europäer für allen Raub verantwortlich machen.
AusbeutungWo liegt nun Burkina Faso?

Die ehemalige französiche Kolonie Obervolta (jetzt: Burkina Faso) befindet sich in Westafrika. Das Land erlangte am 5. August 1960 unter diesem Namen seine Unabhängigkeit. Lange Zeit herrschte dort ein Militärregime. Nach erfolglosen Versuchen, zu einer Zivilregierung zurückzukehren, und mehrfachem Machtwechsel unter den rivalisierenden Gruppierungen des Militärs kam es 1983 zur Revolution. Am 4.August 1983 übernahm ein Nationalrat der Revolution die Macht. Sein Vorsitzender und zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef wurde Hauptmann Thomas Sankara, der als Ziel die Errichtung einer sozial gerechten, den Interessen der Mehrheit der Bevölkerung entsprechenden, gesellschaftlichen Ordnung proklamierte. Am ersten Jahrestag der Übernahme der Macht durch die neue Regierung wurde Obervolta dann in Burkina Faso (Land der aufrichtigen Menschen) umbenannt. [2]
Burkina FasoBurkina Faso

Und das ist Afrika heute:
Goldsuchersklaven 1Goldsuchersklaven 2
Arbeitssklaven auf Goldsuche

Ich, als in der DDR Geborener, habe in meinem Staat, der DDR, die Solidarität mit Afrika erlebt und gelebt. Vorläufig lebe ich nun in einer mir aufgezwungenen Bundesrepublik Deutschland. Die Vorstellungen von Sozialismus sind hier gegenwärtig im Volk auf „Pause“ eingestellt. Die Menschen sind zwar verblödet vom herrschenden System, jedoch ist die Menschheit nicht per se blöd. Sie werden den Sozialismus wieder ergreifen. Und dann gibt es auch für Helden wie Thomas Sankara Gerechtigkeit. – Vorläufig sage ich jedem Afrikaner: Thomas Sankara ist auch bei uns nicht vergessen. Er stand für die gerechteste Sache der Welt, den Sozialismus. Und er wird weiterleben in den Herzen der Menschen, in meinem wie auch in den Euren! (N.N.) [3]

Quellen:
[1] Lehrbuch für den Geschichtsunterricht, 7.Schuljahr (DDR), Ausgabe 1952, Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1955, S.282f.
[2] Autorenkollektiv: Länder der Erde, Politisch-ökonomisches Handbuch, Verlag Die Wirtschaft Berlin, 1985, S.115f.
[3] Text von ‚Vorfinder‘ (leicht bearbeitet)

Siehe auch:
Oyunga Pala: The Upright Man (engl.)

Wohin mit all den Miesmachern?

Wolken„Wir haben viel erreicht und unser Ziel ist klar. Deutschland soll ein starkes und erfolgreiches Land bleiben” …so tönt es aus der CDU-Zentrale. Oh, ja – überall nur noch blühende Landschaften und zufriedene Gesichter, wohin man auch schaut! Und doch gibt es bei all dem Positiven, das wir erreicht haben, immer wieder einige Nörgler und Miesmacher, die nur das Negative sehen wollen und nicht die vielen positiven Veränderungen der letzten 23 Jahre. Ist es nicht so? So reden sie, die Vertreter der herrschenden Klasse, die CDU-Wähler, die ‚Jungunternehmer auf Erfolgskurs‘, die Regierungstreuen… Doch was soll man machen? Wohin mit all den Miesmachern, den Nörglern und Kritikastern???

Als Siegmund Freud 1923 sein ‚Strukturmodell der Psyche‘ auf den Markt warf, dauerte es nicht lange, da griffen bürgerliche Ideologen begierig nach der vermeintlichen Lösungsformel für alle entstandenen sozialen Probleme jener Zeit, obgleich deren Ursache, wie wir wissen, freilich nicht in der „unglaublichen Macht des Unterbewußtseins” zu suchen ist, sondern vielmehr in den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen. Ganze Heerscharen bürgerlicher Soziologen, Psychologen, Psychiater und Sozialtherapeuten haben sich seither dieser Methode bedient, wohl wissend und auch akzeptierend, daß sich die Verhältnisse damit ohnehin nicht ändern lassen würden. Man therapierte, manipulierte und diskutierte. „Though this be madness, yet there is method in it.” [1] („Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode.”) – jedenfalls war und ist es immer noch ein gutes Geschäft.

Eine tiefe Gärung geht durch’s Volk…

Im Jahre 1934 stellte Georgi Dimitroff fest: „In Deutschland geht eine tiefe Gärung gegen die Herrschaft der Braunhemden durch die werktätigen Massen und einen großen Teil der Intelligenz. Die Äußerungen des Widerstandes der werktätigen Massen nehmen trotz allen Terrors zu. Die Mißstimmung greift auf breitere Volksschichten über und dringt bis in die Reihen der Nationalsozialisten selbst. Die Zahl der ‚Nörgler, Kritikaster und Konfessionshetzer‘ wächst derart, daß der Herr Göbbels sich gezwungen sieht, seine Predigten über die einmütige Harmonie des ganzen Volkes und seine Treue zum ‚Führer‘ zu unterbrechen, und einen ganz groß angelegten Feldzug gegen die ‚Miesmachertum‘ ankündigt.” [2] Als alles das nicht zu fruchten schien, griffen Goebbels, Göring und Konsorten zu brutaleren Mitteln, indem sie damit drohten (und dies auch taten!), jegliche ‚Miesmacher‘ einem Konzentrationslager zuzuführen.
Arbeitslose 1929ohne ArbeitStempeln 1929ohne LohnArbeitslosigkeit (1929)

Und nun: Die heraufziehende „Gefahr” des Marxismus?

Es gärte also im Volk. Natürlich (und das wußte auch schon der Lügenzwerg Goebbels!) waren daran nicht die ‚Miesmacher‘ schuld, nicht die Kommunisten und nicht die Juden, sondern die verschärfte Ausbeutung, der international immer aggressiver agierende Imperialismus. Die Konzernherren brauchten also die blutige, faschistische Diktatur zur Unterdrückung der Massen. Denn das leuchtende Beispiel der Sowjetunion, wo ein ganzes Volk sich von den kapitalistischen Blutsaugern befreit hatte, war nicht ohne Wirkung geblieben. Nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution hatte sich auch in Deutschland eine revolutionäre Stimmung breit gemacht. Man darf nicht vergessen: die KPD hatte noch bevor die Nazis an die Macht kamen etwa 6 Millionen Wähler hinter sich. Sechs Millionen , die den Kapitalismus nicht wollten, die für ein besseres Deutschland gestimmt hatten. Sechs Millionen ‚Miesmacher‘?

Die intellektuellen Fortsetzer des Joseph Goebbels

Man wollte keine ‚Miesmacher‘ haben im bürgerlichen Staat. Die Beeinflussung von Stimmungen und Meinungen war daher schon immer ein wichtiges Mittel, um die unterdrückten und ausgebeuteten Volksmassen geistig niederzuhalten. „Aus Gründen der Selbsterhaltung brauchte die imperialistische Bourgeoisie dringender denn je eine wirksame Massenbeeinflussung, die ihre apologetische Funktion zur Erhaltung ihrer Klassenherrschaft erfüllt. Die wirksame Massenbeeinflussung hat sich infolge der tiefen ideologischen Krise des Imperialismus wesentlich verringert. All das führte zu den Versuchen, alle propagandistischen Bemühungen wissenschaftlich zu untermauern. Führend sind darin die USA, wo ein immenser Ausbau der Forschungen in der angewandten Psychologie betrieben wurde. Wesen der imperialistischen Propagandadoktrin ist es, nicht auf den Verstand, sondern ausschließlich auf die Gefühle einzuwirken. Hierbei nutzt man ‚tiefenpsychologische‘ Erkenntnisse aus. Die Kategorien (Werthaltungen und Normen) der Ideologie erfüllen bei der ständig geführten Polemik gegen den Marxismus-Leninismus den Zweck, Gefühle und Instinkte gegen den Kommunismus zu aktivieren.” [3]
MüllMüll im Flußverlassenes Krankenhausverlassene FabrikVerlassenes DorfVerlassene Inselrussische Armut 2010Pripjat2Weltweite Hinterlassenschaften des Imperialismus (2003)

Die Gleichschaltung der Volksmassen

So spielte in der Bewußtseinsmanipulation der Nachkriegszeit nach 1945 bis heute die ganze Industrie des ‚positiven Denkens‘ und der ‚Erfolgsmotivation‘ eine ganz wesentliche Rolle. Eduard Kurka schreibt: „Die für unsere Epoche charakteristischen Umwälzungen im gesamten System der internationalen Beziehungen haben den ideologischen Kampf zu einem wichtigen Instrument der Politik und besonders der Außenpolitik gemacht. (Man denke hier nur an die nazitypischen Propagandareden eines Bush, Obama, Kerry oder Rasmussen vor den militärischen Überfällen auf den Irak, Libyen oder Syrien – N.G.) … Wesentlicher Grundzug der imperialistischen Massenpropaganda ist der Antikommunismus.” [4] 1968 schrieben Wissenschaftler in der DDR: „Die imperialistische Bewußtseinsmanipulation funktioniert um so reibungsloser und vollkommener, je mehr es der Monopolbourgeoisie gelingt, alle Ideologieproduzenten und ideologieverbreitenden Institutionen gleichzuschalten, auf die Propagierung und Rechtfertigung ihrer Zielsetzungen festzulegen und abweichende Meinungen auszuschalten, wobei ihr an einer äußerlichen Vielfalt und Buntheit, an einem Pluralismus der Meinungen in zweit- und drittrangigen Fragen aus Gründen der Tarnung durchaus gelegen ist…” [5]

Jeder Streik, jede Protestaktion, ist ein kleiner Sieg des Proletariats…

Und wie sagte auch schon Bertolt Brecht:
„Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?
Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen,
Und aus Niemals wird: Heute noch!”
[7]

Quellen:
[1] William Shakespeare: Hamlet 2,2 (nach der Schlegel-Tieckschen Übersetzung)
[2] Georgi Dimitroff: Rettet Thälmann, Verlagsgenossenschaft ausländischer Arbeiter in der UdSSR, Moskau-Leningrad, 1934, S.17.
[3] Eduard Kurka: Wirksam reden – besser überzeugen, Dietz Verlag Berlin 1970, S.68.
[4] Eduard Kurka, ebd., S.68
[5] Manipulation – Die staatsmonopolistische Bewußtseinsindustrie, Dietz Verlag Berlin, 1968, S.426.
[6] Dean Reed, Website: http://www.deanreed.de/deutsch/index.html
[7] Bertolt Brecht: Lob der Dialektik

Siehe auch:
Mißbrauch der Gefühle
Christian Schüle: Die Diktatur der Optimisten, in: Zeit-online, 13. Juni 2001

Ljubow Pribytkowa: Welche Ziele verfolgen die USA in Syrien?

obama_nobel_bearbeitet-2-300x282Schon zwei Jahre gibt es in Syrien einen Bürgerkrieg. Die Banditen, die in der sogenannten Freien Syrischen Armee (FSA) organisiert sind, wären längst zerschlagen, wenn ihre Reihen nicht ständig mit ausländischen Söldnern aus libyschen Banden ergänzt worden wären, die im Jahr zuvor in Libyen ihr zerstörendes Werk vollbrachten, und die jetzt eingesetzt werden, um Schulen, Krankenhäuser, Bäckereien und Starkstromleitungen in Syrien zu sprengen. Sie wären längst zerschlagen, wenn die FSA nicht mit Kämpfern aus Saudi-Arabien und Katar, aus den Abteilungen der Moslem-Bruderschaften und Al-Kaida ergänzt worden wäre, die ihren Gefangenen die Bäuche aufschlitzen, die Augen ausstechen und die Köpfe abschneiden. Den Toten ist es am Ende gleich, was mit ihren Knochen geschieht – die Kompradoren-Bourgeoisie zahlt jedenfalls gut … Die Syrische Arabische Armee unter dem Kommando des Präsidenten des Landes, Baschar al-Assad, hätte längst mit den Kopfabschneidern der FSA Schluß gemacht, wenn nicht die Vereinigten Staaten von Amerika und die EU diese terroristischen Banden finanzieren, sie nicht mit Agenten versorgten, und nicht in den in der Türkei speziell dafür geschaffenen Militärlagern in der Kriegsführung ausbilden würden.

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Glen Beck: Share this with your friends !

Glen Beck:
„Amerika, I am an imperfect messenger for this…“ Der Moderator findet keine Worte. Dieser Mitschnitt eines privaten Fernsehsenders aus den USA zeigt einen der unfaßbar grausamen Vorfälle, wie sie schon seit langem den gekauften syrienfeindlichen Verbrechern zur Gewohnheit geworden sind. Nicht nur, daß ganze Wohnsiedlungen bis zur Unkenntlichkeit zerstört wurden; nicht nur, daß Menschen grundlos und grausam gefoltert und ermordet werden, nicht nur daß Kinder mit Giftgas … diese von den USA, von der NATO und einigen arabischen und israelischen Machtzentren gesponserten Kannibalen sind keine Menschen…
(Leider ist dieser Film bisher nur in Englisch verfügbar. Bitte geben Sie ihn weiter !!! )

Glen Beck: Video
http://www.youtube.com/watch?v=Ageeh1pLslU

Von apxwn: Ein Interview mit Bashar Assad

MHM_8696Zum wiederholten Male brechen die US-amerikanischen Militaristen einen Krieg vom Zaun, auch einkalkulierend, daß sie damit nicht nur ein unschuldiges Land in Schutt und Asche legen (wie zuletzt Irak, Libyen), sondern auch einkalkulierend, daß dabei weitere Millionen unschuldiger Menschen ermordet werden. Die USA wollen Krieg! Angesichts der Kriegshetze, die auch in den BRD-Medien verbreitet wird, hier ein Interview mit dem Präsidenten Syriens, Bashar Assad, über die wahren Hintergründe dieses vn den USA und den Westmächten schon seit langem finanzierten und mitt Waffen ausgerüsteten Krieges – kurz vor Beginn einer weiteren Eskalation. Die USA wollen Krieg! (Mit Dank übernommen von http://apxwn.blogspot.de)

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USA wollen Weltkrieg.

„Infolge der Verschärfung der allgemeinen Krise des Kapitalismus gehen die regierenden Kreise der USA in der internationalen Arena zur Politik militärischer Abenteuer und im Inneren des Landes zu faschistischen Methoden der Unterdrückung der fortschrittlichen demokratischen Kräfte über. Die Erfahrungen der Geschichte bestätigen am Beispiel der USA die Hinweise W.I. Lenins und J.W. Stalins, daß die untergehenden Ausbeuterklassen ihre Stellungen niemals ohne Kampf aufgeben.”* (S.M. Wischnew)

WeltkriegMaduroVenezuelas Präsident Nicolas Maduro

MOSKAU, 25. August (RIA Novosti). Venezuelas Präsident Nicolas Maduro wirft den USA vor, eine Zerspaltung Syriens und einen Weltkrieg anzustreben. „Die Vereinigten Staaten wollen offenbar einen großen Weltkrieg entfesseln”, sagte Maduro am Samstag nach Angaben lateinamerikanischer Medien. Nach seinen Worten wollen die USA Syrien „in vier Teile“ aufteilen und setzen dafür die arabische Welt unter Druck. „Syrien ist die wichtigste Stabilitätsinsel der arabischen Welt und wehrt sich gegen Invasion und Expansion“, so Maduro weiter. „Jetzt attackieren die Medien aller Welt Syrien.“ Ein offener Krieg gegen Syrien könnte schon in Kürze beginnen. Am Samstag wurde bekannt, daß die USA ihre Kriegsschiffe im Mittelmeer näher an Syrien verlegen. Laut Pentagon-Chef Chuck Hagel hält die US-Armee alle Optionen bereit.

* Anmerkung:
Der obige Kommentar von S.M. Wischnew wurde kurz nach dem 2.Weltkrieg, also während des ‚Kalten Krieges‘ geschrieben, und er ist leider heute wieder brandaktuell. Nur mit dem Unterschied, daß es damals noch eine starke sozialistische Sowjetunion gab – als wirksames Gegengewicht gegen die imperialistische Machtarroganz der USA in aller Welt. Heute gibt es nur wenige Staaten, die denen Widerstand entgegenzusetzen vermögen. Die militärische Präsenz der USA wurde indessen enorm ausgeweitet und alle bisherigen Kriege in der Welt geschahen unter Führung bzw. Beteiligung der USA und ihrer Geheimdienste.
Quelle: S.M.Wischnew, Der Moderne Militarismus und die Monopole, Dietz Verlag Berlin, 1955,S.32.

Um den USA und den anderen Westmächten einen Vorwand für eine militärische Aggression zu liefern, begannen die syrienfeindlichen Terroristen damit, selbstgebastelte chemische Waffen einzusetzen:
Bombe1Bombe2Bomben3Währenddessen gibt es auch in den USA entschiedene Proteste gegen die Kriegsabsichten des Obama-Regimes:
Proteste USA

Und das sagt dazu der russische Präsident W.Putin:
Putin-Interview (31.August 2013)
http://www.youtube.com/watch?v=WTJ0bjNQIvo

(Man darf natürlich eines nicht vergessen: Auch wenn alles richtig ist, was Putin hier sagt – er ist ein Oligarch, ein Vertreter des brutalsten, russischen Imperialismus!)

Siehe auch:
Warum protestieren die Menschen?
Eine kleine Nachlese zum 1. Mai 2012
Die Wurzeln des Übels
Walter Ulbricht: Warum Marxismus-Leninismus?