USA-Waffen: Die Chemie des Todes

In einer brisanten und sehr ausführlichen Dokumentation schilderten 1987 die DDR-Militärwissenschaftler Ralf Stöhr und Harald Kießlich-Köcher die Entwicklung der Produktion chemischer Waffen. Mit einem Streifzug durch die Geschichte begründeten sie die Doppelbödigkeit und Verlogenheit von Moral und Recht in der Klassengesellschaft, erforschten den Ersteinsatz chemischer Waffen von deutscher Seite im 1.Weltkrieg und belegten schließlich die heute führende Rolle der USA beim Einsatz chemischer Waffen in aller Welt. Um so zynischer erscheint es, wenn ausgerechnet die aggressivsten Kreise des USA-Imperialismus immer wieder andere des Besitzes und Einsatzes chemischer Waffen beschuldigen, während in den USA-Versuchslabors und auf den Testgeländen immer neue Waffen ausprobiert, und in den Kampfstofflagern in der BRD und in anderen Ländern in aller Welt die gefährlichsten, tödlichen Waffen aufbewahrt werden. Diese Gefahr ist keineswegs gebannt, sie verschwand nur zeitweise aus unserem Blickfeld…

Die Führungsrolle der USA bei der chemischen Kriegsvorbereitung

In den Vereinigten Staaten konzentrierte sich die chemische Rüstungsindustrie nach dem zweiten Weltkrieg zunächst auf die Produktion von Sarin, das in Granaten und Bomben verfüllt wurde. Das Testgelände Dugway Proving Ground im Staate Utah wurde 1950 wiedereröffnet und erheblich erweitert.
Dugway KampfstofftestgeländeUS-amerikanisches Kampfstofftestgelände
Dugway Proving Ground /Utah

Weitere Testgelände für die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen waren Fort Clayton in der Panamakanalzone, Fort Greeley in Alaska und Camp Tuto auf Grönland. Da für die Sarinproduktion nicht genügend Vorprodukte zur Verfügung standen, wurde 1953 in Alabama ein neues Werk, das Muscle Shoals Development, errichtet, das die Belieferung des Rocky Mountain Arsenal bei Denver/Colorado übernahm. Dort wurde Sarin zu einem Preis von 3 Dollar je Kilogramm produziert. In den 50er Jahren stellte dieses Werk 15.000 bis 20.000 t Sarin her.

Chemische Waffen der USA im Koreakrieg

Der Aggressionskrieg gegen die KDVR war den USA willkommene Gelegenheit, chemische Kampfstoffe auszuprobieren. Aus diesem Krieg sind zahlreiche Fälle der Anwendung chemischer Kampfstoffe durch US-amerikanische Truppen bekannt geworden. Eine Dokumentation der Internationalen Vereinigung Demokratischer Juristen verzeichnete folgende Einsätze:
23. Februar 1951: 2 US-amerikanische Flugzeuge setzen chemische Kampfstoffe gegen nordkoreanische Stellungen am Han-Fluß südlich von Soul ein.
6. Mai 1951: 3 B-29 vergiften eine Fläche von 30 ha in der Stadt Nampo, nachdem zuvor 3 Angriffe mit Sprengbomben die Häuser zerstört hatten. Es gab 1379 Kampfstoffgeschädigte, von denen 480 starben.
6. Juli 1951: Einsatz chemischer Kampfstoffe gegen das Dorf Poong Po Ri, südlich von Wonsan.
1. August 1951: Einsatz chemischer Kampfstoffe gegen die Dörfer Yen Seng Ri und Won Chol Ri in der Provinz Hvanghe.
9. Januar 1952: In dem Bergdorf Hak Seng, nördlich von Wonsan, werden nach einem US-amerikanischen Bombenangriff 83 kampfstoffvergiftete Personen festgestellt.

USA: Der «humane Charakter» des chemischen Massenmords

Ende der 50er Jahre kam es in den USA zu einer neuen Kampagne der Propagierung des chemischen Krieges. Sie erhielt die Bezeichnung «Operation Blue Skies» und hatte die Aufgabe, den «humanen Charakter» des chemischen Krieges nachzuweisen. So wurde z.B. damit argumentiert, daß es bei der Eroberung der japanischen Insel Iwo-Jima nicht zu 6.000 Toten und 19.000 Verwundeten gekommen wäre, hätte man damals chemische Kampfstoffe eingesetzt. Das neue Schlagwort hieß psychotoxische bzw. – noch harmloser – psychoaktive Stoffe. Es handelte sich dabei um Substanzen, die für einige Zeit kampfunfähig machen sollten und deren Entwicklung mit dem LSD begann, das 1943 von dem Schweizer Chemiker Albert Hoffmann entdeckt worden war. Zur Veranschaulichung wurde ein Film gezeigt, in dem eine mit LSD vergiftete Katze Angst vor einer Maus hatte. Einer der Reklamesprüche des Pentagon lautete: «Der Mensch wird nun mit der Möglichkeit konfrontiert, den Tod aus dem Krieg zu verbannen.»

Der dubiose ‚Selbstmord‘ des Biochemikers Frank R. Olsen

Neben der Armee gab es für diese neuen Kampfstoffe noch einen weiteren Interessenten – den Geheimdienst CIA. In dem 1975 vorgelegten Bericht der Rockefeller-Kommission, die im Auftrag des USA-Präsidenten die Tätigkeit der CIA untersucht hatte, heißt es: «Ende der 40er Jahre begann die ClA, die Eigenschaften gewisser Drogen zu untersuchen, die das menschliche Verhalten ändern (wie z.B. das LSD), und zu überlegen, wie man sie für Spionagezwecke einsetzen könnte … Man plante auch, Drogen außerhalb der USA bei verschiedenen Operationen einzusetzen … 1953 wurde zum ersten Mal die Möglichkeit ins Auge gefaßt – und auch Interesse gezeigt –, Drogen, die das menschliche Verhalten verändern, an Menschen auszuprobieren. Zu diesem Zeitpunkt zog man auch in Erwägung, Angestellte der Agentur als Versuchskaninchen zu benutzen.» Es begann zunächst mit Versuchen an Freiwilligen. Im Jahre 1955 wurden auch Unfreiwillige einbezogen. Im Bericht wird ein Fall detailliert geschildert: «Der Mann hatte, bevor man ihm die Dosis LSD verabreichte, an einer Diskussion teilgenommen, in deren Verlauf das Prinzip, ähnliche chemische Substanzen an Nichtfreiwilligen auszuprobieren, gebilligt worden war. Erst zwanzig Minuten nach der Verabreichung teilte man dem Mann mit, er habe LSD erhalten. Er zeigte starke sekundäre Reaktionen und wurde, von einer Eskorte der CIA begleitet, nach New York gebracht, wo man ihn in psychiatrische Behandlung gab. Einige Tage später sprang er aus dem Fenster seines Zimmers im zehnten Stock und starb.» Es handelte sich dabei um den Biochemiker Frank R. Olson, der sich vertraglich verpflichtet hatte, an einem streng geheimen Projekt in Fort Detrick mitzuarbeiten. Seine Tat wurde als Selbstmord ausgegeben. Seine Familie erfuhr erst nach 22 Jahren die Wahrheit.

Tödliche Experimente in Krankenhäusern und Haftanstalten

Weitere Versuche fanden an Universitäten, in Krankenhäusern und in Haftanstalten statt, die meisten jedoch mit Soldaten in Edgewood/Maryland und Fort Bragg/North Carolina. Ein Arzt, der einige Zeit mit dem Edgewood Arsenal zusammengearbeitet hatte und dessen Aussage in den Bericht aufgenommen worden war, teilte mit, «daß diese Experimente über Jahre hindurch geführt wurden. Die amerikanische Armee verlor allmählich das Interesse an LSD und zog ihm andere Derivate vor, das BZ zum Beispiel, das sie für stärker und wirksamer hält.» Von 1967 – in diesem Jahr stellte die Armee die Versuche mit LSD ein – bis 1975 wurde das BZ an 2.100 bis 2.800 Soldaten erprobt.

Weiter heißt es in dem Bericht: «In den fünfziger und sechziger Jahren wurden in Fort Detrick etwa zehn chemische und bakteriologische Waffen von der amerikanischen Armee und den von ihr eingestellten Forschern entwickelt … Unter dem Kodewort ‚Projekt Naomi‘ begannen die CIA und die amerikanische Armee, alle Anwendungsmöglichkeiten dieser Waffen zu erforschen und die Herstellung anderer zu erwägen … 1970 befahl Präsident Richard Nixon, die Laboratorien in Fort Detrick zu schließen und das ganze Waffenlager an bakteriologischen und einige chemische Waffen zu vernichten. Die CIA folgte dieser Anordnung nicht.» Sie führte ihre Errungenschaften dem Senat vor und präsentierte verschiedene Apparate zur Anwendung von Giften. So wurde z.B. eine Neonröhre gezeigt, die beim Einschalten ein Gift als Aerosol freisetzt. Verschiedene Wurfpfeilsysteme waren entwickelt worden, die in Regenschirmen, Spazierstöcken oder Füller eingebaut waren. Außerdem wurden elektrische, völlig geräuschlose Pistolen vorgeführt. die vergiftete Pfeile, die sich beim Einschlagen ohne Spur auflösen, über Entfernungen von mehr als 100 m verschießen.

Die mehrfachen Mordversuche an Fidel Castro

Daß diese Waffen keineswegs nur für die Vorführung vor Senatoren bestimmt waren, offenbarte ein Bericht der Church-Kommission, die sich ebenfalls mit der Tätigkeit der CIA beschäftigte. Untersucht wurden unter anderem die Versuche der CIA, den kubanischen Ministerpräsidenten Fidel Castro ZU vergiften. Ein Beamter der Abteilung Technische Dienste der CIA erinnert sich: «Man beabsichtigte, im Rundfunkstudio Castros eine Substanz mit ähnlicher Wirkung wie der des LSD ausströmen zu lassen. Dieser Plan wurde aber wieder fallengelassen, da die in Frage kommende Substanz nicht sehr sicher war. Zu gleicher Zeit hatte die Abteilung Technische Dienste eine Schachtel Zigarren mit einer Flüssigkeit präpariert, die eine vorübergehende Desorientierung hervorruft.» Im Bericht heißt es weiter: «Aus einer Notiz in den Unterlagen des Büros für Medizinische Dienste der Operationsabteilung erfahren wir, daß man einem Beamten eine Schachtel mit den Lieblingszigarren Castros übergeben hatte mit dem Auftrag, sie mit einem tödlichen Gift zu präparieren. daß so stark war, daß jeder, der eine dieser Zigarren in den Mund nahm, sterben würde. Am 7. Oktober (1960) teilte der Beamte mit, die Zigarren seien fertig; aus den Notizen der Abteilung Technische Dienste geht hervor, daß sie am 13. Februar 1961 einer nicht namentlich erwähnten Person weitergegeben wurden.»
Fidel Castro
Von der CIA als Opfer eines Giftmordes auserkoren:
Kubas Ministerpräsident Fidel Castro

Diese Versuche wurden in den folgenden Jahren fortgesetzt. Im Februar 1961 noch erhielt ein Mafia-Gangster von der CIA Pillen mit Botulinustoxin, um Fidel Castro zu ermorden. Im April 1962 gingen erneut 4 Giftpillen in Richtung Kuba. Anfang 1963 wurde ein Versuch mit einem pilzverseuchten Taucheranzug unternommen. Im November 1963 war der Einsatz eines Füllfederhalters mit vergiftetem Pfeil vorgesehen. All diese Versuche scheiterten ebenso an der Wachsamkeit der kubanischen Sicherheitsorgane wie die Absicht, die kubanischen Zuckerarbeiter zum Zeitpunkt der Zafra, der Zuckerrohrernte, mit chemischen Mitteln Arbeitsunfähig zu machen.

Tödliche Gifte in den Händen der CIA

Aber nicht nur der kubanische Regierungschef stand in der Mordkartei der CIA. Im Church-Bericht heißt es: «Anfang 1961 gab Bissel Harvey, der damals Chef der Abteilung ausländische Nachrichten der CIA war, den Auftrag, ein Mordpotential zu schaffen, das eine Untersuchung der verfügbaren Mittel beinhalten sollte, die es gab, um fremde Staatsmänner zu ermorden.» Einer seiner wissenschaftlichen Berater «gab an, Bissel habe sich an ihn gewandt, weil er alle Substanzen, über die die Laboratorien der CIA verfügen, kannte und weil Bissel glauben mußte, daß eine derartige Studie zu seinen Aufgaben als technischer Berater gehörte. Vorher hatte es schon eine interne Kommission der CIA gegeben, die Vorschläge zum operativen Gebrauch von Drogen oder chemischen und biologischen Mitteln unterbreitete.»

Die Armee hatte sich inzwischen dem Kampfstoff BZ zugewendet, der den Gegner kampfunfähig machen sollte. Im Jahre 1962 wurde für 2 Mill. Dollar im Pine Bluff Arsenal eine Anlage zur Herstellung von BZ gebaut. Dieser Stoff wurde dann im Dugway Proving Ground und auf einem Übungsplatz auf Hawaii getestet.

Nachdem die USA unter Nutzung britischer Unterlagen den neuen Kampfstoff VX entwickelt hatten, wurde er in kurzer Zeit in die Produktion überführt. Produktionsstätte war die für 13,5 Mill. Dollar erbaute Anlage in Newport/lndiana. Charakteristisches Merkmal dieses Betriebes waren ein 10stöckiger Turmbau, in dem 65 km Rohrleitungen für die Synthese von VX verlegt waren, und eine Gebäudegruppe, in der der Kampfstoff in Raketen, Granaten und andere Munition verfüllt wurde. Ein weiteres Werk, das neben Sarinmunition für den Werfer M-91 auch VX-Granaten und -Bomben zu fertigen begann, war das Rocky Mountain Arsenal in der Nähe von Denver/Colorado.

Ein qualvoller Tod durch Kampfstoffunfälle

Auf dem Dugway Proving Ground kam es bei der Erprobung eines Flugzeugabsprühgeräts mit VX zu einem Unfall, der Schlagzeilen machte. Am 13. März 1968 sprühte ein Jagdbombenflugzeug des Typs F-4 Kampfstoff über dem Testgelände ab. Wegen eines defekten Ventils verblieben etwa 10 kg VX im Behälter und strömten erst später aus, 30 km außerhalb des Testgeländes in der Nähe einer Kleinstadt. Ein günstiger Wind bewahrte die ahnungslosen Bürger der Stadt vor qualvollem Tod. Dafür kamen 6.400 Schafe um, die über eine große Fläche verteilt gewesen waren. Etwa 1 Jahr später, im Sommer 1969, lief auf dem USA- Stützpunkt Okinawa in Japan ein VX-Behälter aus. 24 Soldaten wurden schwer vergiftet. Dabei stellte sich heraus, daß die japanische Regierung nicht über die Lagerung chemischer Kampfstoffe in ihrem Lande informiert gewesen war. Am 22. Juli 1969 verlangte sie von der USA-Regierung den Abzug sämtlicher chemischer Kampfstoffe von japanischem Hoheitsgebiet. Daraufhin sahen sich die USA gezwungen, diese Kampfstoffvorräte auf Johnston Island im Pazifik zurückzunehmen.
Kampfstofflager Newport
VX-Kampfstofflager in Newport/Indiana

Zu weiteren Unfällen kam es im Army’s Arctic Test Center bei Fort Greeley/Alaska und im Rockv Mountain Arsenal. In zahlreichen Fällen traten Probleme bei der Lagerung älterer Kampfstoffmunition auf, da die Hüllen der Munition im Laufe der Zeit von Rost zerstört worden waren. Da die Vernichtung nach Ansicht maßgeblicher Stellen in den USA zu hohe Kosten verursachte, wurde gegen die Proteste zahlreicher USA-Bürger und der empörten WeItöffentlichkeit beschlossen, die Granaten in Betonblöcken einzulagern und im Meer 450 km vor der Küste von Florida zu versenken.

Ende der 60er Jahre verkündeten die USA mit großem Propagandaaufwand die Einschränkung der Produktion einiger Kampfstofftypen und die Stillegung mehrerer Werke. In Wirklichkeit wurden diese Werke jedoch konserviert und waren in der Lage, binnen kurzem die Produktion wiederaufzunehmen. Die Reduzierung der Produktion resultierte einmal daraus, daß bereits große Vorräte an chemischer Munition die Lager füllten, und zum anderen aus der Tatsache, daß sich eine neue Entwicklung auf dem Gebiet der chemischen Waffen abzuzeichnen begann – zu den binären chemischen Waffen.

Neue Chemiewaffen der USA

An dieser Art von Waffen arbeitete man in den USA schon seit Mitte der 50er Jahre. Damals verlangte die Marine nach chemischer Munition, die bei gegnerischen Treffern auf dem Schiff nicht die gesamte Besatzung gefährdete. Im Jahre 1962 wurde ein Sonderprogramm zur Entwicklung binärer chemischer Munition beschlossen, dem große Priorität eingeräumt wurde. Erst 1969 tauchten binäre chemische Waffen zum erstenmal in offenen Dokumenten auf. 4 Jahre später wurde der Bau des Binärwaffenwerkes in Pine Bluff/Arkansas verkündet. Es gab jedoch Schwierigkeiten mit dem USA-Kongreß, der es ablehnte, die entsprechenden Finanzmittel zur Verfügung zustellen.
binary projectile
Darstellung des Binärgeschosses M 687E1

Bei binären chemischen Waffen wird die Munition mit 2 voneinander getrennten Komponenten gefüllt, von denen die eine flüs­ sig und die andere fest oder beide flüssig sind. Diese beiden Komponenten, jede für sich genommen relativ ungiftig, vermischen sich bei Raketen oder Granaten erst nach dem Abschuß und bei Bomben erst nach dem Abwurf und bilden dann die Kampfstoffe VX oder Sarin. Die entstehenden Kampfstoffe tragen die Bezeichnungen VX-2 und GB-2, entsprechen in ihrer Wir­ kung aber dem normalen VX bzw. Sarin.

Inzwischen wurden eine binäre chemische Granate für die 155-mm-Haubitze und eine binäre chemische Bombe mit der Bezeichnung «Bigeye» hergestellt. Eine entsprechende Granate für die 203,2-mm-Haubitze befindet sich in der Erprobung. Bei den Haubitzgranaten handelt es sich um Kaliber, die in nahezu allen NATO-Armeen, darunter auch bei der Bundeswehr, im Einsatz sind. Die Kosten für dieses «Modernisierungsprogramm» schätzte die «Washington Post» bereits am 28. April 1974 auf mindestens 1 bis 2 Mrd. Dollar.

Quelle:
Ralf Stöhr/Harald Kießlich-Köcher: Chemie des Todes, Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, 1987, S.82-88

(Der Text ist in Kurzfassung hier schon mal vorhanden.)

(Das genannte Buch kann man hier nachlesen bzw. hier antiquarisch erwerben.)

F.C.Weiskopf: Das Mittagsbier

Diese Geschichte, von der hier der Schriftsteller berichtet, hat sich zugetragen im Nazireich, und sie zeigt wie einfache Arbeiter in solidarischer Gemeinschaft dem Imperialismus Schaden zufügten, und zwar, indem sie den Krieg sabotierten, der nicht ihr Krieg war. Ein Krieg, in dem ihre Klassenbrüder fielen und ihre Herren sich bereicherten. Auf Sabotage stand die Todesstrafe. „Jeder einzelne der nahezu neuntausend Mann starken Belegschaft hatte von diesem Geheimnis Kenntnis gehabt und es, aller Gefahr zum Trotz, bei sich behalten.“

F.C.Weiskopf: Das Mittagsbier

Ein ganzes Jahr lang lieferte die unter schärfster Gestapoüberwachung stehende Brunner Waffenfabrik Haubitzenrohre, die entweder schon beim Probeschießen oder an der Front nach wenigen Schüssen außer Dienst gestellt werden mußten.

Die Nazis, denen es weder durch Drohungen noch durch Spitzelei gelingen wollte, in Erfahrung zu bringen, wie diese Sabotage – denn um nichts anderes konnte es sich handeln – bewerkstelligt wurde, gelangten schließlich durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle auf die richtige Spur.

Der Trick, mittels dessen die Rohre unbrauchbar gemacht wurden, war ebenso einfach wie sinnreich. Die Arbeiter spritzten bei ihrem Mittagsimbiß, den sie wegen der von den Nazis verfügten Kürzung der Arbeitspause in den Werkstätten selbst einnahmen, jedesmal ein wenig Bierschaum auf die weißglühenden Kanonenläufe, woraufhin der Stahl, da er durch ungleichmäßiges Auskühlen seine Elastizität einbüßte, dem Druck der Abschußgase nicht mehr gewachsen war.
Der leitende Gestapokommissar ließ ein halbes Hundert Arbeiter erschießen und die doppelte Anzahl in die Konzentrationslager von Oslavan und Dachau schaffen, aber er wußte, und auch die Kameraden der Erschossenen wußten:

Gefährlicher als das auf die glühenden Haubitzenläufe gespritzte Mittagsbier war der Umstand, daß jeder einzelne der nahezu neuntausend Mann starken Belegschaft von diesem Geheimnis Kenntnis gehabt und es, aller Gefahr zum Trotz, bei sich behalten hatte.
Kanone

F.C. Weiskopf ist in seinen Anekdoten dem Vorbild Heinrich von Kleists („Aus deutscher Dichtung“, Bd. 2, S. 131ff.) verpflichtet und verbindet hohes sprachliches Können mit überzeugender politischer Pointierung der Aussage.

Quelle:
Aus deutscher Dichtung, Dritter Band, Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1969, S.196f. Ein Lesebuch für die 12. Klasse.

Millionen Hektar russischer Wald vernichtet…

Die Stabilität der Putin-Regierung und die Verhökerung riesiger Wälder an China

Allunions-KP (Bolschewiki) 01.06.2013 – Beinahe unbemerkt blieb die schockierende Nachricht, daß die russische Regierung eine Million Hektar Wald an China zum Abholzen freigegeben hat. Wie in solchen Fällen mittlerweile üblich, hat man einfach „vergessen“, die Öffentlichkeit über diese Entscheidung zu informieren, da man wußte, daß die russische Bevölkerung dies nicht billigen würde. Der Beschluß darüber wurde von der russischen Regierung bereits im Februar 2012 gefällt und ist bis heute jedoch kaum an die Öffentlichkeit gelangt.
Holzfäller1Holzfäller2
Wie berichtet wird, betrachtet Rußland die Volksrepublik China wegen ihres Mangels an Holzressourcen als ihren strategischen Hauptpartner. Unter das Abholzen fällt eine der Regionen Sibiriens. Falls jedoch die Chinesische Seite die vorliegende Variante nicht realisieren sollte, hat das Russische Ministerium für Forstwirtschaft seine Bereitschaft geäußert, beliebige Informationen über die Holzvorräte in Rußland, und ebenso über die Art und Weise ihrer Nutzung zu veröffentlichen.
Holzfäller 3Holzfäller 4
Was ergibt sich daraus? Anstelle Betriebe aufzubauen, für die Bürger Arbeitsplätze zu schaffen, eine eigene Industrie zu entwickeln, bevorzugt es die russische Regierung, seine wirtschaftlichen Ressourcen an benachbarte Länder zu verhökern. Natürlich sehen die Bürger, wie in Rußland üblich. nichts von diesem Geld.
Holzfäller 5Holzfäller 6
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft über den Naturschutz sind bereits über die Hälfte des staatlichen Waldfonds im Amur-Gebiet abgeholzt worden. Nach Einschätzung des Weltnaturschutzfonds wird festgestellt, daß mit dem Abholzen in einem solchen Maßstab die Gefahr droht, daß die Wälder dort völlig verschwinden. Durch das Abholzen wird auch die gesamte Fauna vernichtet. Und das auf barbarischste Weise. Nach Angaben der Grenzverwaltung des FSB wird aus der Forstwirtschaft von ungeheuerlichen Tatsachen festgenommener chinesischer Wilderer berichtet. Bei einem der Verhafteten fand man die Pfoten von 210 getöteten Bären, bei einem anderen 250 kg der Lippen getöteter Elche, bei einem dritten 2500 Zobelfelle usw.
ZobelfelleGetötete Bären
Ein katastrophaler Schaden durch die Entwaldung hat sich im Gebiet Irkutsk zugetragen. Und zwar wurde, nachdem man die Erlaubnis zu Waldpflege erteilt hatte, durch Waldarbeiter (in der Regel in den von den Chinesen bewohnten Ortschaften) im folgenden, nur erstklassiges Sägeholz und dabei nur vom unteren, wertvollsten Teil des Stammes, entnommen und der Rest weggeworfen. Pro Kubikmeter Stammholz werden 40 Dollar bezahlt, wobei die chinesischen Firmen dann auf den internationalen Waldbörsen das Sägeholz schon auf 500 Dollar pro Kubikmeter realisieren. Um diesen Raub zu unterstützen, hat die Regierung Chinas ein Gesetz erlassen, das es untersagt, verarbeitetes Holz aus Rußland zu erwerben. Dadurch erhält dieser Raub, egal in welchem anderem Land, außer in den rückständigsten Kolonien, eine zusätzliche gesetzliche Legitimation.

In einem modernen Lehrbuch für Politikwissenschaft ist zu lesen: „Nachdem sie Inseln des Wohlstandes geschaffen hat, erzeugt die Globalisierung eine riesige vierte Welt, in der niemand etwas zu suchen hat. Und in dieser Welt befindet sich Rußland ….»

M.Ljapina

(nach Materialien aus vsya-russia.ru)

Quelle: kommunisten-online

P.S. Auch in Ostdeutschland kann man Ähnliches beobachten. Auch hier wird massenhaft abgeholzt. Siehe: Raubbau in ostdeutschen Wäldern

Warum protestieren die Menschen?

Wenn Menschen protestieren, auf die Straße gehen, streiken und ihren Widerstand kundtun, dann hat das meist einen sehr einfachen Grund: Sie haben die Nase gestrichen voll, sind mit ihren Arbeitsbedingungen oder ihren Lebensumständen unzufrieden. Sie finden nirgends mehr Gehör und gehen deshalb damit in die Öffentlichkeit: Streiks, Demonstrationen, Protestmeetings. Und wenn es schlimmer wird: Widerstandskampf. Das ruft natürlich erneut den Druck und die Gewalt der herrschenden Klasse hervor: finanzielle und juristische Zwangsmaßnahmen, Polizeiterror, Verhaftungen, Folter usw. Das Arsenal der herrschenden Ausbeuterklasse scheint grenzenlos zu sein. Doch der Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung ist nicht vergeblich, wenn sich die Arbeiterklasse zusammenschließt und das richtige tut. Denn immerhin ist sie zahlenmäßig eine absolute Majorität…

Widerstand im Kapitalismus des 20.Jahrhundert

Meist nimmt die Widerstandsbewegung der unterdrückten Klassen gegen ihre Ausbeuter in den kapitalistischen Ländern infolge von Krisen zu. Nachdem 1917 durch den Sieg der Oktoberrevolution die ungeteilte Herrschaft des Kapitals ein Ende gefunden und dann auch der deutsche Imperialismus mit dem verlorenen ersten Weltkrieg eine empfindliche Niederlage erlitten hatte, richtete sich in den 1920-30er Jahren der Widerstand nun auch gegen den aufkommenden Faschismus. Während der Weltwirtschaftskrise, die im Herbst 1929 von den USA ausging, sämtliche Länder Europas, Japan und die USA erfaßte, und die bis 1932/33 andauerte, gab es massenhafte Proteste gegen die reaktionären Regimes dieser Länder. Der antifaschistische Widerstand erreichte dann im zweiten Weltkrieg seinen Höhepunkt. Er wurde durch eine weitreichende Partisanenbewegung unterstützt, welche im Verlaufe des Krieges immer mehr in den bewaffneten Aufstand bzw. in den regulären Krieg überging, und der mit dem Sieg der Sowjetunion über den deutschen Faschismus vorerst beendet war. Wer jemals wieder ein Waffe anfaßt, so hörte man die Leute sagen, dem soll die Hand verdorren. Daß das letztere dennoch nicht geschah, hat im Volk wohl eher seine Ursache darin, daß die Erinnerung verblaßt, als darin, daß Lehren aus der Geschichte gezogen worden wären. Jedenfalls nicht im Westteil Deutschlands. Denn dort gelang es den Faschisten erneut, im Staat und in der Wirtschaft Fuß zu fassen, die Remilitarisierung Westdeutschlands voranzutreiben und den „Kalten Krieg“ gegen die sozialistischen Länder zu entfachen. Neue Generationen stellen oft erneut die gleichen alten Fragen…

Gab es auch Proteste gegen die SED oder den Sozialismus?

Die Gründung der DDR war ein absoluter Wendepunkt in der deutschen Geschichte. Es wurde eine dem Kapitalismus (und allen bisherigen Ausbeuterordnungen) gegenüber fortschrittlichere Gesellschaftsordnung errichtet. Dank der Unterstützung durch die Sowjetunion fand eine antifaschistisch-demokratische Umwälzung statt, sämtliche Nazi- und Kriegsverbrecher wurden enteignet, und die wichtigsten Produktionsmittel wurden Volkseigentum. Die Diktatur des Proletariats wurde errichtet. Es war die Diktatur der werktätigen Mehrheit des Volkes über die bisherige Ausbeuterklasse. Und wer protestierte dagegen? Doch nur diejenigen, die es betraf, und die sich dieser Diktatur zu unterwerfen hatten. Die „Proteste“ von 1953 und 1968 hatten daher einen eindeutig konterrevolutionären Charakter, wie auch die dramatischen Ereignisse im Jahre 1989. Es gab niemals einen „Volksaufstand“ in der DDR! Ich habe diese Leute gesehen, mit ihren wutverzerrten Gesichtern, die am liebsten das ganze Politbüro auf der Stelle gelyncht hätten. Es waren eine Handvoll Leute, gekaufte Subjekte, Feinde der Arbeiterklasse! Der ganze große Rest blieb stumm; sie wollten meist eine ‚bessere‘ DDR, mehr Freiheiten, keine Wartezeiten auf ein Auto, Bananen, Reisen und schließlich das Westgeld, doch — keinen Kapitalismus. Sie hielten das für möglich. Doch das war eine Illusion, die mit der Abschaffung des Sozialismus bezahlt wurde! … Soviel zur angeblichen „friedlichen Revolution“ von 1989!

Was waren die Hintergründe des Aufruhrs?

Lange hatte der Imperialismus vergeblich versucht, seinen Erzfeind, die Sowjetunion, zu zerschlagen, alle Spionage-, Sabotage- und Diversionsakte und der Überfall auf die Sowjetunion 1941 waren gescheitert, ein Atomkrieg hätte unübersehbare Folgen gehabt, bis es ihm schließlich gelang, Stalin ermorden zu lassen und einen Teil der inneren Feinde der Sowjetunion für seine eigenen Ziele zu mißbrauchen. Mit der verbrecherischen Rede Chruschtschows auf dem XX.Parteitag der KPdSU begann unaufhaltsam die Zerstörung dieses ersten sozialistischen Staates der Weltgeschichte. Und mit ihm kamen auch die Proteste der Unterdrückten gegen ihre Ausbeuter allmählich zum Erliegen. Es dauerte fast 20 Jahre bis nunmehr sich die ohnehin zersplitterte Arbeiterbewegung erneut zu sammeln begann, und bis es fast aus den gleichen Gründen wie hundert Jahre zuvor wieder zu Protesten kommt

Zum Beispiel Türkei:
Hier geht es schon nicht mehr nur um ein paar Bäume am Taksim-Platz von Istanbul. Die bürgerliche Staatsmacht reagiert wie stets mit Polizeiterror und mit Waffengewalt.

Türkei 1Türkei 2Türkei 3Türkei 4Revolutionäre Forderungen

Keine Frage, daß es auch möglich ist, die Volksmassen aufzuwiegeln. So gelang es bspw. den Nazis 1939, das deutsche Volk erneut in einen Krieg zu führen. Doch zunächst haben die Proteste einen sozialen (manchmal einen ökologischen oder gar religiösen) Hintergrund, bis dann immer mehr politische Fragen in den Vordergrund treten und es bewußt zu Klassenkämpfen kommt. Diese Klassenkämpfe führen gesetzmäßig zu immer größerer Solidarität innerhalb der Arbeiterklasse, ihre Forderungen zielen nicht nur auf soziale Verbesserungen bzw. Reformen ab, sondern nehmen immer mehr revolutionären (d.h. politischen) Charakter an. Von da ab spätestens bedarf es einer klaren Orientierung. Interessant ist auch, daß gleichzeitig in Köln, wo viele türkischstämmige Einwohner leben, etwa 30-40 Tausend Menschen solidarisch auf die Straße gingen. Über die ökonomischen Hintergründe, die in Brasilien zu Protesten führten, informiert der folgende Beitrag:

Zum Beispiel Brasilien:
Deutsche Firmen profitieren mit Milliardenaufträgen von der in Brasilien heftig kritisierten Fußball-WM 2014. Die immensen Ausgaben für das Sport-Event werden von den Demonstranten, die in dem südamerikanischen Land gegen die Vernachlässigung sozialer Belange protestieren, nach wie vor scharf kritisiert. Die Regierung solle die WM absagen und die Mittel stattdessen in das Gesundheits- und Bildungssystem investieren, heißt es in São Paulo, Rio de Janeiro und anderen brasilianischen Großstädten auf Protestkundgebungen. Aus der Fußball-WM und der 2016 folgenden Olympiade zieht – neben deutschen Mittelständlern – beispielsweise der deutsche Siemens-Konzern Gewinne; bis jetzt verzeichnet er Aufträge im Wert von gut einer Milliarde Euro allein aus dem Stadionbau und anderen die WM vorbereitenden Aktivitäten. Zudem profitieren deutsche Unternehmen der Security-Branche: So ist zum Beispiel die Lieferung deutscher Drohnen für die Überwachung der WM-Schauplätze im Gespräch. Deutsche Flugabwehr-Panzer sind bereits geliefert worden – ebenfalls mit dem Argument, man benötige sie, um die WM zu schützen. Allein die Summe, die der brasilianische Staat für die Panzer an Deutschland abführen muß, wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. [1]

Was ist eine Konterrevolution?

Auch die Konterrevolution ist eine Form des Protestes, nämlich: der „Protest“ der vormals herrschenden Ausbeuterklasse gegen ihre Entmachtung, gegen die Zerschlagung ihres Staates und den Entzug ihrer Privilegien. Die Konterrevolution ist der Klassenkampf reaktionärer Klassen und Schichten gegen den revolutionären Fortschritt und den Kampf fortschrittlicher Klassen und Schichten. Ziel der Konterrevolution ist es, die Errungenschaften einer Revolution rückgängig zu machen, revolutionäre Bewegungen, Regierungskoalitionen oder Staaten zu zerschlagen, die alten Besitz- und Machtverhältnisse wiederherzustellen. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg (bis 1990) war sie vor allem darauf gerichtet, eine „Erosion“ des Sozialismus zu erreichen. Die Formen und Methoden waren (bzw. sind) äußerst vielfältig: Organisation von Wirtschaftssabotage, Provozierung von Streiks, Sabotageakte, Auslösung ernster Versorgungsschwierigkeiten, Ausbreitung von Anarchie (wie das in der VR Polen 1980 und 1981 und in Chile 1972 und 1973 betrieben wurde), reaktionäre Verschwörungen, Aufstände, Putsche und Revolten, individueller und Massenterror, Entfesselung von Bürgerkriegen, Ermordung einzelner Führer des Proletariats. Zur Erreichung ihrer Ziele wirken die innere und äußere Reaktion eng zusammen. [2]

Was hätte die Arbeiterklasse gegen die Konterrevolution tun können?

Zu Beginn der 1980er Jahre hatten im Zusammenhang mit dem Konfrontationskurs der Westmächte und der BRD die ideologische Aggressivität vor allem über Diversionssender (wie Radio Free Europe, Deutschlandfunk und RIAS Berlin) und die Einmischung des Imperialismus in die inneren Angelegenheiten anderer Länder beträchlich zugenommen. Deshalb war und ist die stete, konsequente Auseinandersetzung mit antisozialistischen und antikommunistischen Parolen (wie Menschenrechts- und Freiheitsdemagogie), mit Theorien über einen „demokratischen Sozialismus“ oder einen politischen oder iedologischen „Pluralismus“ und andere konterrevolutionäre Bestrebungen sowie der Kampf gegen den revisionistische Theorien und Erscheinungen unabdingbar für die Verteidigung der revolutionären Errungenschaften und der internationalen Sicherheit. [3] Wichtig ist immer die revolutionäre Wachsamkeit! Und die kam nach dem Tode Stalins mehr und mehr abhanden. Überdies hatte die Partei der Arbeiterklasse teilweise die Verbindung zur Arbeiterklasse verloren. Das revolutionäre Bewußtsein schwand. Nicht zuletzt hat sich immer wieder gezeigt: Auch der Friede muß bewaffnet sein!

Quellen:
[1] German Foreign Policy
[2] siehe: Taschenlexikon für Zeitungsleser, Dietz Verlag Berlin (DDR), 1988, S.125f.

Siehe auch:
Der Bruch in der kommunistischen Bewegung
Gab es einen Sozialismus in der DDR?
Der Sozialismus und die SED

Der US-amerikanische Zynismus…

Was ist das? (linkes Bild anklicken)
US-Kriegs-Denkmal 2US-Kriegs-Denkmal 1Eine verrückte Kunst-Ausstellung? Nein. In diesem Raum des National-Museums von Chicago hängen 58.000 Erkennungsmarken von im Vietnamkrieg gefallenen US-Soldaten. Man erinnert damit an die eigenen Toten, mehr nicht. Muß man sie deshalb beweinen. Nein, das muß man nicht! 1965 überfielen die USA das kleine asiatische Land, mordeten die Einwohner, vergifteten deren Lebensgrundlagen und bombardierten Felder, Schulen, Betriebe, Krankenhäuser, Städte und Dörfer. Doch das vietnamesische Volk wehrte sich heldenhaft – besiegte und vertrieb die Aggressoren!

Ende November 1967 schrieb die westdeutsche Wochenzeitung „Die Zeit“:

„Die Amerikaner warfen über ganz Vietnam an Bomben ab im Jahre 1965: 315.000 Tonnen; 1966: 512.000 Tonnen; und in den ersten neune Minaten dieses Jahres: 681.000 Tonnen; zusammen über 1,5 Millionen Tonnen Sprengstoff. Mindestens die Hälfte davon oder 750.000 Tonnen wurden auf Ziele im Norden abgeladen, wahrscheinlich warfen die amerikanischen Maschinen auf Deutschland 641.000 Tonnen Bomben. Legt man die Flächen des Deutschen Reiches von 1941 und die Nordvietnams zugrunde, so ergibt sich eine mindestens fünfmal höhere Intensität des Luftkrieges der Amerikaner gegen Nordvietnam als seinerzeit gegen Deutschland.“ (S.361)

Was also trafen die US-Piloten bei ihren Terrorflügen? In Vietnam praktizierte die US-Air-Force planmäßigen Massenmord. „Der US-Soldat mit seinem Spezialgewehr, der auf Menschenjagd geht,“ so schrieben Heynowski & Scheumann 1967 in ihrem Dokumentarbericht, „ist ein Sonntagsjäger gegenüber einem US-Bomberpiloten.“ (S.362) Ein Vergleich zwischen dem bundesdeutschen Massenmörder Müller (genannt „Kongo-Müller“) und den US-Bomberpiloten ist daher allemal sehr aufschlußreich: „Nicht selten mußten wir während unserer Gespräche mit den Luftpiraten an unsere Begegnung mit dem Kongo-Müller denken. Gewiß – dieser Mann war ein blutbefleckter Söldner. Aber verglichen mit der Mehrzahl der amerikanischen Piloten, die wir kennengelernt haben, entdeckten wir an Kongo-Müller im nachhinein sogar akzeptable Züge. Denn er verhehlt wenigstens nicht, daß er ein Söldner ist! Er bekennt sich doch offen dazu! … Anders die Piloten der USA. Diese Inhaber hochbezahlter Jobs dürfen sich in der Sicherheit staatsoffiziellen Wohlwollens wiegen; ihr Mordhandwerk, das sie ohne erkennbares Engagement verrichten, wird von der offizellen Propagandamaschine mit ‚vaterländischen‘ und anderen ‚ethischen‘ Floskeln verziert. Etwaige Gewissenbisse, die sich gelegentlich vielleicht bemerkbar machen könnten, werden durch dieses Verfahren wieder besänftigt, eingelullt.“ (S.359)

„Vor die Frage gestellt, welcher Typ der schlimmere ist – Kongo-Müller oder der Air-Force-Jobber –, müssen wir bekennen: Der ’staatsoffizielle‘ Söldner ist der gefährlichere von beiden. Nicht nur, weil er massenweise auftritt und die modernsten Kampfmittel zur Verfügung hat, sondern vor allem weil sein sozialer Status sich in der imperialistischen Gesellschaft offizieller Wertschätzung erfreut. Jeder Kleinbürger hat hier die Chance, sich in der Anonymität eines offiziellen Apparats zu einem ‚Donnergott‘ aufzuschwingen. … Keiner stellt sich neben einen zerstörten Kindergarten, vor ein geborstenes Kirchenschiff oder auf die rauchenden Trümmer eines Krankenhauses…“ (S.360)

Quelle:
Heynowski & Scheumann, Piloten im Pyjama, Verlag der Nation, Berlin (DDR), 1968.

Bomber über VietnamAgent OrangeZerstörte Stadtvietnamesische KriegsgefangeneZerstörtes DorfVerhörmethodenUS-Söldner in VietnamUS-Söldner und Gefangener...ermordetFamilie auf der FluchtKinder auf der FluchtWieder zu Hause
Die zwei Gesichter eines US-Söldners: im Vietnamkrieg … und endlich wieder daheim!

Damit ist an dieser Stelle noch nichts gesagt zu all den anderen Kriegsverbrechen der USA in Vietnam. Nicht genannt ist hier der Giftstoff Agent Orange, mit dem die US-Air-Force ganze Landstriche verseuchte, was massenhaft unheilbare Krankheiten, Fehlgeburten und Todesfälle zur Folge hatte. Nicht einen einzigen Cent erhielten die Opfer von den US-amerikanischen Kriegsverbrechern. Nicht genannt sind die durch US-Bombardement verwüsteten vietnamesischen Reisfelder. Nicht erwähnt sind die Folterungen und Massenerschießungen. Die Kette der Schandtaten ist lang. Die Täter bleiben im Dunkeln. Niemand wurde verurteilt, und keiner kam ins Gefängnis. Im Gegenteil: sie erhielten Orden und Medaillen, Auszeichnungen und sogar „Entschädigungen“.

Nein, die Amerikaner sind keine besseren Menschen. Vielleicht sind einige von ihnen nur etwas unempfindlicher gegenüber fremdem Leid. Es ist ein beispielloser Zynismus, wenn sie ihren Kriegsverbrechern und Söldnern ein Denkmal setzen, dafür daß sie Vietnam wieder „in die Steinzeit zurück“ zu bombardieren suchten…

„Obama reihte sich würdig ein in die Liste seiner Vorgänger als US-Päsidenten, zu denen der von mir hochgeschätzte Noam Chomsky schon vor vielen Jahre bemerkte:
‚Wäre es nach den Nürnberger Prozessen gegangen,
hätte man seitdem jeden US-Präsidenten gehenkt.‘

Obama setzte nicht nur die verbrecherische Außenpolitk seines Vorgängers Bush nahtlos fort, er führte sie mit den Drohnenmorden auch auf eine neue Stufe.“ (Cathrin)
(siehe: Ein Kriegsverbrecher in Berlin)

Siehe auch:
Amerikanisierung – ein ernstes Warnungszeichen
Ein Kriegsverbrecher in Berlin
Die Siege Vietnams
Sind die Amerikaner bessere Menschen?
Mr.Kerry und das Recht auf Dummheit
Der Nürnberger Prozeß: Epilog

Ein Kriegsverbrecher in Berlin

Kriegsverbrecher Obama
Der angeblich mächtigste Mann der Welt hat Angst vor dem Volk. Während ein großer Teil von Berlins Mitte hermetisch abgeriegelt war, hielt Obama seine Rede am Brandenburger Tor vor 5.000 handverlesenen Claqueuren. Eine Praxis, die aus diversen Diktaturen bekannt ist. Dank des Livestreams von Deutschlandradio drang diese Rede auch bis nach Vietnam. Im Vorfeld wurde sie oft zu einer „historischen“ Rede hochstilisiert. Eine historische Rede wäre es gewesen, hätte Obama die Beendigung aller Kriege der USA einschließlich der Drohnenmorde, die Verschrottung aller Atomwaffen, die Einstellung der weltweilten Überwachungen und die Akzeptanz anderer Kulturen und Lebensweisen verkündet, um das damit eingesparte Geld in Bildung, Gesundheit, bezahlbaren Wohnraum und Kultur zu investieren. Denn immerhin leben 44 Millionen Amerikaner unterhalb der Armutsgrenze.

Doch niohts von alledem war zu hören. Die Rede erwies sich als äußerst substanzlos und wiederholte im Prinzip fast nur fünf Jahre alte Versprechungen, die Obama bis heute nicht eingelöst hat. Also Populismus pur. In diesem Zusammenhang kommen auch immer wieder Diskussionen über die großen Erwartungen auf, die Obama zur allgemeinen Enttäuschung nicht erfüllt hat. Ich kann mich dem nicht anschließen. Ich bin nicht enttäuscht von Obama. Im Gegensatz zu vielen anderen hatte ich nämlich keinerlei Erwartungen an ihn.

Obama reihte sich würdig ein in die Liste seiner Vorgänger als US-Päsidenten, zu denen der von mir hochgeschätzte Noam Chomsky schon vor vielen Jahre bemerkte:

„Wäre es nach den Nürnberger Prozessen gegangen, hätte man seitdem jeden US-Präsidenten gehenkt.“

Obama setzte nicht nur die verbrecherische Außenpolitk seines Vorgängers Bush nahtlos fort, er führte sie mit den Drohnenmorden auch auf eine neue Stufe. Auch die angekündigte Bewaffnung der sogenannten syrischen Opposition, die bekanntlich zu 70 oder 80 Prozent aus Söldnern und Banditen aus dem Ausland besteht, fügt sich in dieses Bild. So bleibt mir nur das ernüchternde Fazit, akustisch an einer unsäglichen Jubelorgie und abstoßenden Propaganda-Show für einen skrupellosen Kriegsverbrecher teilgenommen zu haben.

Viele Grüße
Cathrin

Danke, Cathrin!

Quelle:
http://cathrinka.blog.de/2013/06/19/kriegsverbrecher-berlin-16144476/

Banditen in Syrien

Nur um es immer wieder in Erinnerung zu rufen. In Syrien herrscht Krieg! Feindliche Banditen drangen in die Städte und Dörfer ein, legten ganze Wohnsiedlungen in Schutt und Asche, folterten und ermordeten die Einwohner und versuchten, das Land im Auftrag ihrer westlichen und arabischen Geldgeber mit Gewalt unter ihre Kontrolle zu bekommen. Daß dies bisher nicht gelang, ist allein der mutigen Kriegführung der syrischen Volksarmee zu verdanken. Das Volk von Syrien steht indessen hinter seinem Präsidenten Bashar al-Assad. Heute ist dieses einst so schöne und friedliche Land teilweise nicht mehr wiederzuerkennen. Hier sind einige Bilder:
Syrien_20Syrien_03Syrien_06Syrien_25Syrien_02Syrien_05Syrien_04Syrien_27Syrien_29Syrien_09Syrien_23Syrien_26
Das Gerede einiger Bürgerkriegstouristen über einen drohenden Zerfall Syriens ist nicht weit entfernt vom Geschwätz der Wehrmachtsführung 1942 über einen bevorstehenden Sieg über die Sowjetunion. Es ist das hinterhältige Bestreben der USA, Israels und einiger anderer westeuropäischer Mächte, Syrien weiter zu schwächen, das Volk zu spalten und die vom Volk gewählte Regierung Syriens militärisch zu entmachten. Wenn nicht gleichzeitig die massive und verbrecherische Einmischung der Westmächte und gewisser arabischer Kräfte durch geheime Waffenlieferungen und zusätzliche Söldnertruppen in aller Öffentlichkeit aufgedeckt und angeprangert wird, wenn nicht die terroristischen Aktionen und die Massenmorde an der syrischen Bevölkerung durch gekaufte Banditen und vom Westen angeheuerter Söldner, wenn nicht deren Hintermänner in aller Öffentlichkeit bekannt-gemacht werden, bleiben alle noch so wohlgemeinten, aber naiven „Schlichtungsversuche“ nutzlos, dann verkommen Hilfsaktionen zur Farce, während das Land weiter im Chaos versinkt. Dann hätten die imperialistischen Mächte wiederum ihr Ziel erreicht – wie im Irak und in Libyen. Ähnlich wie im Irak dient auch heute wieder der lügenhafte Vorwurf, die Syrische Volksarmee habe angeblich Giftgas eingesetzt, als Vorwand für das Eingreifen US-amerikanischer Truppen in den Bürgerkrieg. Beweise bleiben aus (wie sollte es auch anders sein: es gibt sie nicht!) und wiederum sind die westlichen Medien voller Lügen…

Siehe auch:
Was ist los in Syrien?
Anastasia Popowa: Syrisches Tagebuch
Der imperialsitische Krieg gegen Syrien
Massaker der FSA-Terroristen
Bashar al-Assad: Es geht um den Frieden, es geht um unser syrisches Vaterland!

Sind die Amerikaner bessere Menschen?

Es ist anzunehmen, daß am Ende weder die Kriegsdrohungen der USA, noch die Vorbereitungen auf den Häuserkampf, noch der verstärkte Ausbau von Kampfdrohnen, noch die Ermordung unliebsamer Politiker, noch die Verblödung der Fernsehzuschauer und Zeitungsleser, noch das Einschwören der künftigen Führungselite auf ihr Glück die Imperialisten und die Kriegsverbrecher vor dem Galgen retten werden. Man wird sie finden und bestrafen. Die Rache der geschundenen Völker dieser Erde wird gewaltig sein. Und der Zorn ist es heute schon. Noch sind es wenige, ein paar Millionen vielleicht, die begreifen, daß der Kapitalismus am Ende ist und weg muß. Noch sind es wenige, die im Sozialismus ihre Zukunft erkennen. Aber es werden mehr und mehr…

6990302_667d050f2c_l

In ihrem Blog vergleicht Cathrin den Bombenanschlag in Boston mit den Verbrechen der US-Soldaten in Vietnam. Und sie hat ein gutes Recht, es zu vergleichen:

Sind Amerikaner eigentlich bessere und wichtigere Menschen als andere? Bei der Berichterstattung über den Bombenanschlag von Boston wird dieser Eindruck jedenfalls von fast allen Medien vermittelt. Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Auch ich halte diesen Bombenanschlag für ein grausames Verbrechen, das durch nichts zu rechtfertigen ist. Zumal ja wohl auch ein achtjähriger Junge unter den Opfern ist. Aber dieses Riesentheater, das um die „armen und bedauernswerten Amerikaner“ in den Medien gemacht wird, zeigt einmal mehr sehr deutlich die elende Doppelmoral der westlichen Gesellschaft. [1]

5958203_31ce0f1cba_l

Und um die Frage zu beantworten: Sind die Amerikaner nun bessere Menschen? Nein. Sie sind es nicht. Sie sind auch keine schlechteren Menschen. Es hängt nicht ab von der Nationalität, von der Herkunft eines Menschen, ob er gut oder schlecht ist. Wohl aber hängt es davon ab, auf welcher Seite er steht. Steht er auf der Seite der einfachen, der arbeitenden Menschen oder steht er auf der Seite der Bourgeoisie, der Vollstrecker, der Nutznießer des Kapitals. Sind seine Hände sauber oder sind sie blutbefleckt? Man kann sehr wohl unterscheiden zwischen GUT und BÖSE. Aber nicht wie der Mörder George W. Bush es tat, sondern wie Karl Marx, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Lenin, Stalin oder Ernst Thälmann es taten. Sie standen konsequent auf der Seite des Proletariats. Sie kämpften gegen das Unrecht und die kriminelle Gewalt. Sie kämpften gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Die Große Sozialistische Oktoberrevolution war ein Fanal. Er war der Beginn einer neuen Epoche der Menschheit. In der DDR konnten wir den Sozialismus noch miterleben. Beim nächsten Mal werden wir ihn zu verteidigen verstehen…

6990268_9af390a551_l

Im Russischen gibt es einen Spruch: NIEMAND ist vergessen, und NICHTS ist vergessen! Das gilt sowohl für die Schandtaten, die Verbrechen der westlichen Welt an der Menschheit, als auch für die Helden des Widerstandes, für Millionen aufrechter und standhafter Kommunisten in aller Welt. Man kann sie zwar verfolgen, man kann sie bekämpfen oder ermorden lassen, doch eine Idee laßt sich niemals töten. Der Marxismus-Leninismus ist unsterblich, weil er wahr ist! Und wie sagte doch Soja Kosmodemjanskaja angesichts ihrer bevorstehenden Ermordung durch die faschistischen Henker:
«Was steht ihr hier herum und laßt die Köpfe hängen! Ich habe keine Angst für mein Volk und für meine Heimat zu sterben. Wir sind viele, sie werden uns nicht alle überwinden. Zündet sie an, erschlagt sie, vergiftet diese faschistischen Lumpen. Stalin ist mit uns, und er wird kommen und sich rächen. Der Sieg wird unser sein!». [2]

Quelle:
[1] CathrinKa: Sind alle Menschen gleich?
[2] Wer war Soja Kosmodemjanskaja?

Siehe auch:
Woher kommt die kriminelle Gewalt?
Der Nürnberger Prozeß (Verurteilung der Naziverbrechen)
Mr.Kerry und das Recht auf Dummheit
Michael Moore warnt vor Amerikanisierung
Warum gerade Marxismus-Leninismus?

Und hier noch etwas, weil es dazupaßt:
„Holodomor“ auf amerikanische Weise

Venezuela – und die Gefahr des Faschismus

Daß uns die Auseinandersetzung mit dem FASCHISMUS noch lange nicht loslassen würde, war in den Nachkriegsjahren nach 1945, spätestens seit der Remilitarisierung der imperialistisch besetzten Westzonen Deutschlands, klar geworden. Nach schweren Kämpfen hatte die Sowjetunion (im späten Bündnis mit den Alliierten) das faschistische Hitlerdeutschland besiegt. Doch die alten Nazis, die einer Verurteilung durch das Nürnberger Gericht entgangen waren, die untergetaucht oder in den Westen geflüchtet waren, spielten dabei erneut eine wichtige Rolle. Sie wurden in der BRD nie zur Verantwortung gezogen, sondern gelangten – ganz im Gegenteil zu der antifaschistischen DDR – in Westdeutschland sehr schnell wieder in wichtige Führungspositionen von Staat, Wirtschaft und Geheimdienst. Und erst recht trat der wiederaufkommende Faschismus erneut zutage, als allmählich die bis zum heutigen Tage existierenden Verflechtungen der Geheimdienste der BRD mit den nazistischen Gruppierungen (wie NSU und NPD) bekannt geworden waren. Alle Vertuschungsmanöver halfen nichts. Ein Verbot der faschistischen NPD ist von staatlicher Seite weder gewollt noch wurde es jemals angestrebt. Und ausgerechnet die sich als antikapitalistisch gebärdende Linkspartei steht mit ihrer zwiespältigen, ja mitunter sogar ausgesprochen demagogischen Haltung zu Karl Liebnecht, Rosa Luxemburg und Ernst Thälmann, und erst recht mit ihrer feindlichen Haltung gegenüber J.W. Stalin einem wirksamen antifaschistischem Kampf im Wege. Nun erleben wir in Venezuela etwas ähnliches wie zu Zeiten des faschistischen Putsches in Chile. Eigentlich sollte das den Völkern eine Lehre sein…

Im Jahre 1985 schrieb das Politisch-ökonomische Handbuch der DDR: „Venezuela hat ein mittleres kapitalistisches Produktionsniveau erreicht und entwickelt sich zu einem Industrie-Agrarstaat. Grundlage der venezolanischen Ökonomie ist die 1976 verstaatlichte Erdölwirtschaft.“ – Spätestens an dieser Stelle sollten wir hellhörig werden: verstaatlicht? War nicht gerade die Enteignung der Nazi- und Kriegsverbrecher und die Verstaatlichung der Privatbetriebe in der DDR ein wichtiger Schritt bei der antifaschistisch-demokratischen Umwälzung? War nicht gerade die Einführung des Volkseigentums an den wichtigsten Produktionsmitteln ein entscheidender Schritt auf dem Wege zum Sozialismus? Ja, das ist richtig. Ohne eine Beseitigung seiner sozial-ökonomischen Wurzeln wird die Überwindung des Kapitalismus und das Ende der kapitalistischen Ausbeutung niemals möglich sein. Dennoch ist Venezuela kein sozialistisches Land. Denn ohne eine proletarische Revolution, bzw. ohne die Einführung sozialistischer Produktionsverhältnisse, ohne Führung durch eine Kommunistische Partei der Arbeiterklasse und ohne Diktatur des Proletariats wird es keinen Sozialismus geben. Eine Revolution ist eben nur dann etwas wert, wenn sie sich auch zu verteidigen versteht. Und die Erdölwirtschaft? Gerade die imperialistische Gier nach immer neuen Erdölvorräten führte zum Überfall der USA, der NATO und anderer faschistischer Banditen auf den Irak, auf Libyen und auf Syrien.

Weiter schreibt das Handbuch: „Die Nationalisierung der Förderung sowie Verarbeitung von Eisenerz (1975) und der Erdölwirtschaft (1976) sowie der Aufbau einer staatlichen Schwer- und Verarbeitungsindustrie führten zur Herausbildung eines staatlichen Sektors, der 1982 ca.72% der venezolanischen Wirtschaft konrollierte.“ [1] – Damit hatte sich Venezuela der Kontrolle durch den britischen, den deutschen und den USA-Imperialismus entzogen. Genau das war den imperialistischen Staaten schon immer ein Dorn im Auge, für die Arbeiterklasse Venezuelas jedoch war es ein historischer Fortschritt! Die Gefahr des Faschismus in Venezuela ist nach wie vor latent vorhanden. Nach der Ermordung von Hugo Chávez gab es nun eine erneute faschistische Kampagne, dirigiert vom US-Imperialismus und ausgeführt vom unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Capriles und seinen faschistischen Anhängern.
Nicols MaduroDer neugewählte Präsident Nicols Maduro

Der am 14. April 2013 mit 50.8 % der Stimmen neugewählte Präsident Maduro versuchte, ein „Massaker zu verhindern, ähnlich dem, das am 11. April 2002 durchgeführt wurde. Als Vorspiel zum Staatsstreich gegen Chávez hatte die Rechte einen ähnlichen Marsch in das Zentrum geführt und elf Anhänger von Chávez getötet als Vorwand für den Staatsstreich“. Der Präsident der Nationalversammlung Diosdado Cabello schrieb: „Es war reiner Faschismus, sie griffen CDIs an und zerstörten sie, verfolgten die Ärzte und steckten Häuser in Brand. Es ist unverantwortlich von Capriles, all dies hervorgerufen zu haben.“ In seinem Blog schreibt einartysken: daß nun „klar wird, daß das Zurückdrehen der Uhr, was jetzt noch einmal verhindert worden ist, bedeutet, daß das Volk in den Dreck zurückgeschleudert werden soll, es seiner Rechte beraubt werden soll, freie Erziehung und Gesundheitsdienste als erstes abgeschafft werden sollen und die Landreform, bei der Millionen Land zugeteilt bekommen haben, rückgängig gemacht wird. Und vor allem, daß der nationale Reichtum an Erdöl und Gas in die USA verschwinden wird.“ [2]

Quellen:
[1] Länder der Erde, Politisch-ökonomisches Handbuch, Verlag Die Wirtschaft Berlin (DDR), 1985, S.642.
[2] einartysken-Blog: Faschistische Gewalt stößt auf revolutionäre Verteidigung

Siehe auch:
Wer beherrscht die Welt?
Auftragsmord (Made by CIA)
Die Machenschaften der Erdölmafia
Ein dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte
Deutschland (1933): Der Weg in die faschistische Diktatur

Braucht Nordkorea Atomwaffen?

Von Ljubow Pribytkowa (7. April 2013)

Übersetzung u. Zwischenüberschriften: Michael Bauer

Kommunisten-online 16. April 2013 – Vor fünfzig Jahren hat der Gründer der Koreanischen Volksdemokratischen Republik Kim Ir Sen, als er das Land wieder herstellte, das von der vieljährigen japanischen Besatzungszeit und der amerikanischen Intervention von 1950-1953 zerstört worden war, das Volk zum Aufbau eines neuen sozialistischen Staates geführt und die Losung – „In einer Hand das Gewehr, in der anderen Hammer und Sichel“ hervorgebracht. Die Weisheit dieser Losung ist offensichtlich: Eine Revolution ist nur dann etwas wert, wenn sie sich zu verteidigen versteht.

Aber in einem halben Jahrhundert hat sich vieles geändert. Als gegen Ende des 20.Jahrhundert in der UdSSR und den Ländern Osteuropas die bürgerliche Konterrevolution geschah, hat sich das politische Kräfteverhältnis in der Weltarena auf gründliche Weise verändert. Das sozialistische Weltsystem hörte auf zu existieren, die gut eingestellten Wirtschaftsbeziehungen zwischen den sozialistischen Ländern wurden zerstört, es vollzog sich ein heftiger Absturz ihrer Wirtschaften und die materielle Lage der Menschen verschlimmerte sich. Die KVDR war da keine Ausnahme.
north_korea_41-2
Der soziale Fortschritt der menschlichen Gesellschaft kam zum Stillstand. Die Revanche erfaßte den globalen Imperialismus, der heute von den USA angeführt wird – als ein pro-faschistischer Staat, der auf dem Planeten über ein Netz von mehr Tausend Militärstützpunkten mit modernen, einschließlich nuklearer, Waffen verfügt.

Gerade deshalb sind die Stimmen der Politiker, der progressiven Denker aus Kanada und Rußland, Belgien und Israel, Deutschland und Frankreich, die die Frage positiv beantworten ob Nordkorea Kernwaffen braucht, ein Lichtstrahl. in einer sich verdunkelnden Welt

Der psychologische Krieg gegen die KVDR

Die westlichen Massenmedien können mit ihren Lügen von einer angeblich „aggressiven“ Einstellung der nordkoreanischen Politiker, ihren „provokatorischen“ Entscheidungen, von einem drohenden Krieg nicht alle verdummen … Der Psychologische Krieg gegen Nordkorea hat sich bis ans Limit verschärft. Informationen über die Ereignisse in der KVDR werden meistens verzerrt, die Kommentare sind abfällig, und sie werden größtenteils mit Ironie oder Verhöhnung, die Realitäten feindselig interpretierend, wiedergegeben. Das offizielle Rußland hat eine unverhohlen speichelleckerische Haltung gegenüber den amerikanischen Neofaschisten eingenommen. Deshalb ist vom Fernsehen und vom Rundfunk die Wahrheit über die Ereignisse in Korea nicht zu erwarten.
north_korea_60-2
In März 2013 trat das Staatsoberhaupt der KVDR Kim Tschen Yn auf einem Plenum des ZK der Partei der Arbeit Koreas auf und sagte: „Die Notwendigkeit eines parallelen wirtschaftlichen Aufbaus und des Aufbaus nuklearer Streitkräfte wird diktiert von der entstandenen Situation.“

Wenn man einen aufmerksamen und unvoreingenommenen Blick auf die moderne Welt wirft, über die Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung nachdenkt und die komplizierter werdenden internationalen Beziehungen analysiert, so ist die Aktualität und Weisheit dieser Entscheidung der Führung der KVDR offensichtlich.

Die Wahrheit über die Lage in Korea

Wenn Sie, liebe Leser, die Wahrheit über die Lage auf der koreanischen Halbinsel erfahren wollen, wenn Sie bis zu den Wurzeln vordringen und verstehen wollen, von wem die Gefährdung des Friedens auf der Erde ausgeht, und wer das koreanische Volk mit Krieg bedroht, so lesen Sie die Artikel des bekannten kanadischen Politologen und talentierten Publizisten Stephen Gowans. Während der letzten Jahre hat er zehn gute Artikel über das schwierige Schicksal des koreanischen Volkes und über seine gegenwärtigen Feinde geschrieben, die sein Leben und die Sicherheit ihres Landes bedrohen. Auch die russischsprachige Webseite Juche Songun[1] wird Ihnen helfen, zur Wahrheit zu gelangen.
north_korea_76-2
Die explosive Situation auf der Koreanischen Halbinsel ist heute nicht die emotionale Frucht der koreanischen Marschälle, die angeblich aufgehört haben „mit dem Kopf zu denken“, sind nicht die Intrigen irgendwelcher in die Führung der KVDR eingedrungener Provokateure, wie es einige in Rußland nennen, die sich als „Bolschewiken“ bezeichnen. Heute sind die Beschlüsse des ZK der Partei der Arbeit Koreas und der Führung der Koreanischen Volksarmee von der objektiven Notwendigkeit diktiert.

Schon vor 65 Jahren haben die blutigen Schuhe der amerikanischen „Friedensstifter“ die koreanische Heimat zertreten. Außer unendlichem Leid hat diese Zeit der USA dem koreanischen Volk nichts gebracht, wie im Übrigen auch den anderen Völkern der Erde. Noch lebt im Gedächtnis der Koreaner der furchtbare Krieg, den die verfluchten Yankees auf koreanischem Boden geführt haben. Von 1950 an bis zum Jahre 1953 wüteten die Amerikaner buchstäblich in Korea. Sie zerstörten 80 Städte und Tausende Dörfer, 600.000 Wohnhäuser und etwa 9.000 Industriebetriebe. 3 Millionen Menschen wurden Opfer der amerikanischen Intervention. Auf Korea haben die USA mehr Bomben abgeworfen, als auf Deutschland in den Jähren des Zweiten Weltkriegs.

Eine moderne Form der Blockade

Heute gibt es auf koreanischem Boden keinen Krieg. Aber es gibt auch keinen Frieden. Die USA haben auf die Unterzeichnung eines Friedensvertrages verzichtet. Sie haben die kämpfenden Seiten gezwungen, ein Waffenstillstandsabkommen zu unterzeichnen, das tatsächlich eine leere Formalität darstellt. Erstens, weil die Truppen der USA vom Territorium Koreas nicht abgezogen wurden. Zweitens, weil sich die USA seit Jahrzehnten ständig einmischen, weil sie zusammen mit südkoreanischen Satelliten subversive Tätigkeit, Spionage und Wirtschaftskrieg führten und mehrfach mit einem militärischen Überfall und einem nuklearen Angriff drohten. Keinesfalls soll das kommunistische Korea ein Beispiel für andere Länder werden.
north_korea_13-2
In einem analytischen Artikel „Warum braucht Nordkorea Kernwaffen?“[2], der auf vielen Webseiten veröffentlicht wurde, betont Stephen Gowans, daß das Land unter ständiger Belagerung, unter dem Regime einer modernen Form von Blockade lebt. Sein Leben wird reglementiert von Dutzenden kommerzieller, finanzieller, militärischer und außenpolitischer Sanktionen, die tatsächlich auf die Vernichtung des unnachgiebigen, sich den Amerikanern nicht ergebenden Staates gerichtet sind.

Die Sanktionen beinhalten Beschränkungen auf den Warenexport und auf Dienstleistungen, das Verbot des größten Teils der ausländischen Hilfe, das Verbot der Finanzierung von Exporten und Importen, das Verbot von Importen aus Nordkorea, die Blockierung jedweder Kredite bzw. der Finanzierung durch internationale Finanzinstitute, das Verbot der staatlichen Subventionierung von Lebensmitteln und Medikamenten für den Export nach Nordkorea, das Verbot von Import- und Exportoperationen, die mit Transport verbunden sind …

Die KVDR auf der „Achse des Bösen“

Im Jahre 2003 bezeichnete George W. Bush die KVDR als der Teil der „Achse des Bösen“. Der Irak wurde angegriffen und zerstört – das zeigte, was andere Länder erwartet, die zu dieser „Achse“ gezählt werden.
north_korea_63-2
Der UNO-Sicherheitsrat, der vom Diktat Washingtons geführt wird, erfindet eine Resolution nach der anderen, um der KVDR faktisch das Recht auf Selbstverteidigung, auf Herstellung ballistischer Raketen, das Recht auf den Austritt aus dem Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen, das Recht auf Herstellung und Nutzung von Satelliten, das Recht auf Waffenkäufe in anderen Ländern und die Übertragungsrechte von nuklearen Technologien anderer Ländern streitig zu machen. Obwohl die Mitglieder des Sicherheitsrats und auch eine Menge anderer Länder frei über diese Rechte verfügen.

Ständig werden die militärischen Kräfte Südkoreas von den USA buchstäblich mit der neuesten amerikanischen Ausrüstung ausgestattet. 1958 wurden sogar Atomwaffen eingeführt.

Am 28. März 2013 haben die USA aus dem Bundesstaat Missouri strategische Tarnkappenbomber W-2A und andere Angriffswaffen nach Südkorea gebracht. Die 7. Flotte steht bereit, zu deren Bestand drei atomare Unterwasserkreuzer gehören, die jeweils 25 Tomahawk-Raketen tragen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind dort 30.000 amerikanische Soldaten stationiert.

Die südkoreanische Armee führt jährlich unter dem Kommando amerikanischer Militärs sogenannte „Militärübungen“ durch, die nicht weniger zwei Monate dauern, und die als „defensiv“ bezeichnet werden, obwohl sie die koreanische Halbinsel ständig an den Rand des Krieges bringen.

Die USA – eine Bedrohung für das Leben der ganzen Menschheit

Jahrzehnt um Jahrzehnt verübten die USA gegen den kleinen sozialistischen Staat Boykotte und Sanktionen, Provokationen und Blockaden, Drohungen und Erpressung … In der asiatisch-pazifischen Region gibt es Dutzende von Militärstützpunkten der USA. Sie sind ein sicheres Instrument für die Dominanz dieser imperialistischen Räuberbanden in der Welt und eine Bedrohung für das Leben der ganzen Menschheit …

Die Manöver mit den nuklearen Angriffswaffen schüren die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und zwingen Nordkorea, seine militärischen Kräfte zu mobilisieren, die Militärausgaben zu erhöhen und auf seinem Territorium ebensolche Militärmanöver durchzuführen. Die Antwort auf die Atomwaffen der Führers der imperialistischen Gesellschaft konnte nur sein: die Herstellung und Erprobung von Atomwaffen. Dabei darf man auch die Stunden der tragischen Ereignisse zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf unserem Planeten nicht unberücksichtigt lassen! – So wurde die Koreanische Volksdemokratische Republik zu einer Atommacht!

Ein fataler Fehler…

Stephen Gowans erinnert uns daran, daß die Amerikaner den Irak erst überfallen haben, nachdem Saddam Hussein die Forderung der USA erfüllt hatte, die Massenvernichtungswaffen zu zerstören. Und die Absage des Führers Libyschen Volksjamahirija, Muhammar Ghaddafi, zur weiteren Entwicklung eines eigenen Programms von Massenvernichtungswaffen wurde sein schicksalhafter strategischer Fehler, der das libyschen Volk teuer zu stehen kam.

„Wer hätte gewagt, sich mit Ghaddafi oder Saddam Hussein anzulegen, wenn sie über ein nukleares Potential verfügt hätten?“ – diese Frage stellt Amir Eshel, der ehemalige Planungsleiter und heutige Luftwaffenchef der israelischen Armee. Und er antwortet selbst: „Niemand hätte es gewagt.“

Das wiederholt auch General Kevin P. Chilton, das Chef des Strategischen Kommandos der USA: „Während der 65jährigen Geschichte der Atomwaffen ist keine Atommacht jemals erobert worden und trug auch nicht das Risiko von Eroberungen.“

Stephen Gowans bringt Zitate aus der amerikanischen Presse, aus „The New York Times“ und „The Washington Post“. Es ist angenehm zu wissen, daß man auch im Lager der Feinde Vernunft antrifft.

Die Zerstörung Libyens, des am höchsten entwickelten Staates in Afrika, durch die neofaschistischen Truppen der NATO, hat bei den Koreanern die Überzeugung von der Richtigkeit der Songun-Politik bestärkt, daß es notwendig ist, die Militärmacht mit Hilfe der nuklearen Komponente zu befestigen.

Speichellecker…

Der 12. Dezember 2012 war in der KVDR ein Feiertag – es wurde der erste koreanische Satellit in den Kosmos gestartet. Der Westen ist vor antikommunistischer Hysterie wieder schier geplatzt, um zu beweisen, daß die KVDR kein Recht darauf hat, Satelliten in den Kosmos zu starten. Und erneut gibt es vor Washington speichelleckerische Resolutionen des Sicherheitsrats gegen die KVDR …

Der UNO-Sicherheitsrat, wie auch die UNO selbst, haben bei den progressiven Kräften der Erde ihre Autorität verloren. Wer es sehen will, der kann feststellen, daß diese Organisation seit langem mit zweierlei Maßstab mißt. Internationale Gerechtigkeit und Unvoreingenommenheit sind ihr fremd. „Die internationale Gesetzlichkeit“ und „allgemeinmenschliche Werte“ sind für sie nicht mehr als ein heuchlerischer Vorwand. Von Objektivität der Betrachtung internationaler Fragen kann auch in den Sitzungen der UNO keine Rede sein. Diese Organisation wurde zu einem Hilfsorgan der Washingtoner Administration, die seit langem selbst nur ein Instrument transnationaler Gesellschaften ist.

Während der Existenz der UNO wurden auf der Erde mehr als 9.000 mal Satelliten gestartet und über 2.000 Atomtests durchgeführt. Aber es gab keine Resolution der Sicherheitsrat der UNO über das Verbot nuklearer Tests und des Starts von Sputniks. Am meisten übten sich die Amerikaner bei der Vervollkommnung ihrer Atomwaffen, sie erprobten sie erstmals im Mai 1945 an friedlichen Japanern, wobei mehr als 200.000 unschuldige Einwohner der Städte Hiroshima und Nagasaki getötet wurden.

Was ist das Ziel der USA in Korea?

Und was wollen nun die USA von Nordkorea? Das gleiche, wonach sie in allen Ländern der Erde streben. Das sozialistische Korea ist unzugänglich für die imperialistische Ausbeutung, und soll für den offenen Markt zugänglich sein. Es soll sich dem kapitalistischen System unterordnen, sich seinen ökonomischen Gesetzen unterwerfen, es soll das Ergebnis seines Landes, der Betriebe, der Bergwerke und Minen in privaten Hände legen. Es soll das Privateigentum und das private Unternehmertum zur Grundlage der Wirtschaftswirtschaftsführung machen, die Zentralbank vom Staat unabhängig machen und dem ausländischen Kapital gestatten, sich in die Wirtschaft des Landes einzumischen. Es soll dem weltweiten Kapital die Freiheit geben, aus den koreanischen Naturreichtümern ihren Profit herauszuziehen.

Nordkorea ist die einzige verbliebene Oase des Kommunismus auf der Erde. Die USA haben das Ziel gesetzt, es zu zerstören.

Gerade deshalb ist es die Verantwortung aller Kommunisten unseres Planeten, die Stimme zum Schutz des Volkes von Nordkorea gegen die faschistischen Bestrebungen der USA zu erheben.

Aus der Erklärung des Außenministers der KVDR:

„Unser Land ist zur endgültigen Schlußfolgerung gekommen, und unsere Überzeugung hat sich darin bestätigt, daß die Demontage des nuklearen Potentials auf der koreanischen Halbinsel unmöglich ist, solange die Welt nicht darin überein gekommen ist, daß eine weltweite nukleare Abrüstung notwendig ist, und solange die USA ihre unverändert feindselige Politik gegenüber der Koreanischen Volksdemokratischen Republik fortsetzen.“

Ljubow Pribytkowa, 7. April 2013

(Übersetzung u. Zwischenüberschriften: Michael Bauer)

Hinweise:
[1] http://juche-songun.ru/
[2] http://gowans.wordpress.com/2013/02/16/why-north-korea-needs-nuclear-weapons/

Mit freundlicher Genehmigung übernommen von Kommunisten-Online:
http://kommunisten-online.de/eine-revolution-ist-nur-dann-etwas-wert-wenn-sie-sich-zu-verteidigen-versteht/

Siehe auch:
Nordkorea im Blickpunkt
Hintergründe des Koreakrieges (1950-53)
Korea: Der Westen lügt – wie immer!