Katyn: Waren die Dokumente gefälscht?

Eine Vorbemerkung dazu: Das waren die ersten Informationen vom Mai-Anfang Juni 2010 über die Fälschungen im russischen Staatsarchiv. Inzwischen hat sich diese Tatsache erhärtet: die Dokumente waren gefälscht! Zu weiteren Konsequenzen kam es jedoch nicht, da die KPRF offenbar nicht daran interessiert war, die Sache weiterzuverfolgen (oder war sie dazu nicht imstande?). Am 19. März 2011 wurde der Duma-Abgeordnete Prof. Dr.jur. Wiktor Iwanowitsch Iljuchin ermordet, und die gezeigten Beweisstücke tauchten nie wieder auf. Hier nun also die Publikationen in den Printausgaben der Wochenzeitungen „Sowerschenno Sekretno“, „Versia“ und „Moj Rajon“ zur Erklärung W.I.Iljuchins über die Fälschung der Katyner Dokumente:

Waren die Dokumente über die Katyner Erschießung gefälscht?
von Ruslan Gorewoj

Kommunisten-online vom 08.06.2010 – Die Sonderkommission aus Abgeordneten der Staatsduma und Historikerexperten unter Leitung von Wiktor Iljuchin studierte die bisher unbekannten Geheimdokumente, welche möglicherweise Licht in die sogenannte Katyner Erschießung der polnischen Offiziere bringen werden.

Laut der offiziellen sowjetischen Version, die 1944 bekannt gemacht wurde, waren die polnischen Militärangehörigen 1941 bei Smolensk von den deutschen Okkupationsarmeen erschossen worden. Diese Schlußfolgerung beruhte auf dem Gutachten der Kommission unter dem Vorsitz von Akademiemitglied Nikolai Burdenko. Der Kommission gehörten weiterhin an: der Schriftsteller Alexej Tolstoj, der Metropolit Nikolai, der Volkskommissar für Aufklärung Wladimir Potjomkin, sowie hochrangige Vertreter von Armee und NKWD. IIm Jahre 1990 hat man diese Schlußfolgerungen revidiert: die Führung der UdSSR anerkannte die Verantwortung des NKWD für die Erschießung der gefangenen Polen, und diese Version gibt bis jetzt Nahrung für zahlreiche Spekulationen und Anschuldigungen an die Adresse Rußlands. Wie sich jetzt aufklärt, wurden sie vermutlich auf Anweisung des Mitglieds des ZK der KPdSU Alexander Jakowlew verfälscht.

Ein Zufall hat die Entdeckung der Fälschung ermöglicht. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Sonderdienste hatte sich an den Abgeordneten der Staatsduma der KPRF Wiktor Iljuchin gewandt und die dokumentarische Bestätigung dafür erbracht, daß eine ganze Reihe von Dokumenten über Katyn, einschließlich des berüchtigten „Briefes von Berija № 794/B“, in dem vorgeschlagen wird, mehr 20.000 polnische Kriegsgefangenen zu erschießen, zu Anfang der 90er Jahre im Auftrag „eines gewissen Mitglieds des Zentralkomitees der Partei“ hergestellt wurden. Wiktor Iljuchin, in der Vergangenheit oberster Mitarbeiter des Generalstaatsanwaltes der UdSSR, hat den Zeugen mit Voreingenommenheit befragt und geklärt, daß die Fälschungen vor 20 Jahren mit dem Ziel hergestellt wurden, um Stalin zu diskreditieren: „Das wurde im Zuge jener zügellosen Propagandakampagne der Verunglimpfung der sowjetischen Führung gemacht, die besonders zynisch und offen geführt wurde zu Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts.“

Diese Mitteilungen von der Kommission unter Leitung Iljuchins sind nicht einfach nur sensationell – wenn die Authentizität aller den Abgeordneten übergebenen Dokumente bewiesen sein wird, werden nicht nur die Ereignisse der 40er Jahre, sondern auch einige Umstände aus Zeiten der späten Umgestaltung in einem anderem Licht erscheinen. Eine Bestätigung dessen, daß die Dokumente, aufgrund derer das Gutachten über die Beteiligung des NKWD an der Erschießung der gefangenen Polen hergestellt wurde, gefälscht wurden, wird unvermeidlich dazu zwingen, nach dem Auftraggeber dieser Unterstellungen zu suchen. Derzeit kann es darüber nur Vermutungen geben. „Sobald wir in unserer Objektivität uns gründlich sicher sind, werden wir diese Frage sowohl dem Präsidenten, als auch dem Untersuchungskomitee und der Generalstaatsanwaltschaft vorlegen,“ erklärte Wiktor Iljuchin. „Wir rechnen damit, daß das Gründe dafür sind, eine Strafsache anzuregen, weil man ohne Anregung einer Strafsache keine ernsthafte Expertenuntersuchungen durchführen kann.“ Außer den Katyn verbundenen Dokumenten, ist erforderlich, die Authentizität der Materialien über die Zusammenarbeit unserer Sicherheitsorgane mit den Organen der Reichssicherheit Deutschlands zu überprüfen: Es existieren gewichtige Beweise, daß auch sie gefälscht wurden, „um den Faschismus und den Stalinismus auf eine Ebene zu stellen“.

Vor kurzem haben sich Vertreter von „Memorial“ an Dmitrij Medwedjew mit der Bitte gewandt, die Qualität der Untersuchungen der Hauptmilitärstaatsanwaltschaft über die Umstände der Katyner Erschießung zu überprüfen. Die Bürgerrechtler forderten, „die Stalinsche Führung der UdSSR“ der Beschlußfassung über die Massenerschießungen zu überführen, doch jetzt spricht man dazu passend von der Revision aller dokumentarischen Grundlagen über Katyn. Die Wahrheit werden wir schon sehr schnell erkennen.

Wiktor Iljuchin: „In Rußland wurde heimlich die Geschichte gefälscht.“

Der Abgeordnete der Staatsduma von der KPRF mit einer sensationellen Videoaufzeichnung in die Öffentlichkeit. In Zusammenhang mit dem Geständnis des Geheimdienstmitarbeiters, der sich während der Regierungszeit B.N. Jelzins mit der Massenproduktion falscher Dokumente und mit ihrer nachfolgenden fälschenden Einfügung in die staatlichen Archive beschäftigte, und anderen Umständen gab der Abgeordnete der Staatsduma W.I. Iljuchin eine offizielle Erklärung ab

siehe Video:
http://www.youtube.com/v/QGr7eNmyPMY?hl=de_DE&version=3″

Der Abgeordnete teilte mit, daß ihn am 25. Mai 2010 ein unbekannter Mann angerufen und um ein Treffen gebeten hat. Dabei teilte er mit, daß er eine Information im Zusammenhang mit der Untersuchung der Erschießung der polnischen Offiziere in Katyn geben könne. Iljuchin traf sich mit ihm noch am selben Tag.

„Der Unbekannte nannte mir seinen Namen, den ich aber zu seiner Sicherheit, vorerst nicht nennen werde, und er teilte mit, daß er in unmittelbarer Beziehung zur Herstellung und der Fälschung der Archivdokumente stünde, einschließlich derer über die Erschießung der gefangenen Polen.

Aus seiner Aussage folgt, daß Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts eine Gruppe hochrangiger Spezialisten geschaffen wurde zum Zwecke der Fälschung von Archivdokumenten, die wichtige Ereignisse der sowjetischen Periode betreffen. Diese Gruppe arbeitete in der Struktur des Sicherheitsdienstes des russischen Präsidenten B. Jelzin. Sie sei in den ehemaligen Wochenendhäusern der Mitarbeiter des ZK der KPdSU in der Ortschaft Nagornyj untergebracht gewesen. Die Arbeit der Mitglieder der Gruppe sei gut bezahlt worden, sie hätten Leistungslohn erhalten.

Er teilte insbesondere mit, daß durch sie die Aufzeichnungen L. Berijas im Politbüro der Allunions-KP( B ) vom März 1940 hergestellt wurden, worin vorgeschlagen worden sei, mehr als 20.000 polnische Kriegsgefangene zu erschießen. Dabei demonstrierte er den Mechanismus der Fälschung der Unterschriften L. Berijas, J. Stalins (die Kopien der Blätter füge ich bei). Ich schließe nicht aus, daß ebenso der polnischen Regierung gefälschte Dokumente der sogenannten Katyner Sache übergeben wurden.

Er teilte mit, daß von seiner Gruppe die falsche Aufzeichnung Schelepins auf den Namen Chrustschows vom 3. März 1959 hergestellt worden seien. An der Herstellung des Textes sei Oberst Klimow unmittelbar beteiligt gewesen.

Nach seinen Worten wurde nach Nagornyj die notwendige Bestellung geliefert, sowie der Text für das Dokument, welches herzustellen bzw. einem existierenden Archivdokument hinzuzufügen war und die Unterschrift dieses oder jenes Beamten, die unter oder über einem Text ergänzt werden sollte.

Nach seiner Information arbeitete an der inhaltlichen Herstellung der Texte eine Gruppe von Personen, zu der angeblich der ehemalige Leiter des Russischen Archivs, Pichoja, gehörte, der dem ersten russischen Präsidenten M.Poltoranin nahestand. Dabei wurde auch der Name des ersten Stellvertreters des Leiters des Sicherheitsdienstes des Präsidenten G. Rogosin genannt.

Die Gruppe soll bis zum Jahre 1996 in Nagornyj gearbeitet haben und sei dann in die Siedlung Sarechje versetzt worden.

Es sei ihm bekannt, daß mit den Archivdokumenten derselben Quelle auch die Mitarbeiter des 6. Institutes (Moltschanow) des Generalstabes der Streitkräfte Russischer Föderation arbeiteten,“ teilt Wiktor Iljuchin mit.

Er behauptet, daß für diese Periode in den russischen Archiven Hunderte falscher historischer Dokumente eingefügt worden seien, und ebenso viele mittels Eintragung von verzerrten Nachrichten und mittels Fälschung von Unterschriften verfälscht worden seien.

Siehe Video:
http://rutube.ru/video/1383da2dce9800f640109cd7de46fd23/

Auf Video zeigt Iljuchin die leeren Formulare der 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts, Stempelabdrücke, Stempel, Petschaften, die möglicherweise für die Urkundenfälschung im Namen der kommunistischen Partei, des NKWD, einschließlich der Unterschriften Stalins und Berijas, verwendet wurden, eine Mappe mit Geheimen Dokumenten.

„Kann man den Dokumenten glauben, die aus den geheimen Archiven der UdSSR in den letzten Jahren bekannt gemacht wurden? Den sogenannten Geheimen Vereinbarungen Molotows mit Ribbentrops, den Dokumenten über Katyn usw. Nach alledem zu urteilen, wurden der Öffentlichkeit geschickt hergestellte Fälschungen präsentiert, um die Führung der UdSSR und die sowjetische Staatsmacht zu verleumden,“ teilt die Website der KPRF mit.

Die offiziellen Massenmedien ignorieren gegenwärtig die Erklärung des kommunistischen Duma-Abgeordneten.

Wenn sich diese Information jedoch bestätigen sollte, so können wir nicht nur einfach Zeugen eines Skandals werden. Tatsächlich kann es zu einer Umbewertung vieler historischer Ereignisse aus der Stalinschen und der Jelzinschen Regierungszeit durch die Gesellschaft kommen. Die Gesellschaft wird Antworten bekommen auf viele aktuelle Fragen, einschließlich des Lärms um die Erschießung der Polen in Katyn.

Quelle:
Kommunisten-Online-Archiv
Übersetzung: Wolfgang Seidel

Siehe auch:
Fälscher im Russischen Staatsarchiv
Elena Prudnikowa: Die Story der Fälscher
Über die Nazimorde im Wald von Katyn
Europäischer Gerichtshof: Lügen über Katyn entlarvt!

Über die Nazimorde im Wald von Katyn

KatynWahrheit und Lüge über Katyn
von Wladimir Kowaltschuk (Arbeiter), Moskau

Die Sowjetfeinde entlarven … sich selber
„Mein Gott! Wieviel Wahrheit liegt doch in den Augen der staatlichen Nutten!“
Jurij Schewtschuk (ddt)

Kommunisten-online vom 6. Juli 2010 – Zum 65. Jahrestag des Sieges des sowjetischen Volkes, seiner kommunistischen Partei und der Roten Armee im Grossen Vaterländischen Krieg über die imperialistischen Aggressoren, über das faschistische Deutschland und seine Verbündeten – zum 65. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs rottet sich der profaschistische bürgerliche Mob wieder zusammen und erhebt sein Geheul gegen die Sowjetunion, gegen die Erinnerung an unsere redlichen Vorfahren und gegen unsere Zukunft.

Dieser giftige Bodensatz wurde von den antikommunistischen Kräften in Europa und von den derzeitigen Machthabern der Russischer Föderation aufgewühlt und von deren Speichelleckern in der „Katyner Sache“ der Erschießung der kriegsgefangenen polnischen Offiziere ringsherum aufgegriffen. Die Livree von Lakaien ist ihnen schon von hinten anzusehen.

Die Lügen der Nazis werden weiterverbreitet

Die von Goebbels nach der Niederlage bei Stalingrad zubereitete Fälschung wiederkäuend, spucken die Machthaber der Russischen Föderation im Namen Putins in die Vergangenheit. Sie unterminieren damit die Zukunft, was die „Europäer“ unseres Landes nicht einmal bemerken. Vor dem „zivilisierten“ Westen haben sie bereut und sich entschuldigt – und die Russen haben es nun auszulöffeln und zu bezahlen. Eine Verbeugung vor den Nachkommen derer, die sich Hitler, seinen Verbündeten, den Okkupanten unterwarfen, die jene faschistischen Horden fütterten und ausrüsteten. Die polnischen Pans haben die Klage an Rußland über eine Summe von mehr als 4 Milliarden Dollars, zuzüglich der aufgelaufenen Zinsen, schon vorbereitet. Mit Hilfe NATO werden sie das auch einfordern, geringer geht es nicht – und die Putinisten und der Rest der Bande in Europa werden ihr Gebäck mit Konfitüre fressen.

Was geschah nach 1939 wirklich?

Es ist eine historische Tatsache, daß im September-Oktober 1939, nachdem Westweißrußlands und Westlicher Ukraine ihren Beitritt zur UdSSR erklärt hatten, etwa 10.000 Offiziere der polnischen Armee, und ebenso viele Polizisten und andere „Amtspersonen“ interniert und später als Kriegsgefangene inhaftiert wurden. Sie wurden 1940 in 3 Kategorien untergeteilt:
1) besonders gefährliche Verbrecher, Mörder, die Diversanten und Spione. Sie wurden zur Erschießung verurteilt. Das betraf etwa Tausend Personen.
2) polnische Offiziere, die für die Bildung der polnischen Armee des Generals Anders auf dem Territorien der UdSSR für den Kampf gegen die faschistischen Besatzer freigelassen wurden (400 Personen).
3) Potentiell gefährliche Personen, die man nicht freilassen konnte. Sie waren in einem Arbeitslager westlich von Smolensk inhaftiert. Zu Beginn des Krieges gelang es nicht mehr, sie zu evakuieren. Und zu Fuß bis weit hinein in das Gebiet der UdSSR zu marschieren, lehnten sie ab.
So gerieten sie in die Hände der Deutschen, die sie dann im Herbst 1941 entsprechend dem Befehl Hitlers zur Beseitigung des „polnischen Problems“ erschossen haben: „Die Polen sollen nur einen Herrn – den Deutschen haben. Es können und dürfen nicht zwei Herren nebeneinander existieren, deshalb müssen alle Vertreter der polnischen Intelligenz vernichtet werden. Nur auf diese Weise können wir das uns zustehende Gebiet beherrschen.“

Und das sind die Beweise:
a) Die Geschosse und die Patronenhülsen, die man in den Gräbern der Ermordeten fand, waren in Deutschland hergestellt worden;
b) Bei dem Teil der Leichen hatte man die Hände mit Papierschnur gefesselt, welche bis zu Beginn des Krieges in der UdSSR nicht herstellt wurde;
c) Nach dem Gutachten der gerichtsmedizinischen Experten (einschließlich dessen, das von der Kommission nach Exhumierung der Leichen im Jahre 1943 erstellt wurde), befanden sich die Ermordeten nicht länger als anderthalb Jahre unter der Erde;
d) Nach dem Gutachten der speziellen sowjetischen Kommission unter Leitung von Akademiemitglied N.Burdenko war die Art und Weise der Erschießung der sowjetischen Bürger in Orjol und Woronesch mit der Methode der Hinrichtung der polnischen Offiziere identisch;
e) Wie konnten die „blutrünstigen Bolschwiken“ heimlich 12.000 Menschen in Katyn erschießen, wenn sich dort bis zum Kriege ein Pionierlager befand? Wenn das so gewesen wäre, dann hätte sich sicher ein geeigneterer Platz dafür gefunden;
f) Die „Entdeckung“ der Massengräber durch die Faschisten erfolgte nach der Niederlage bei Stalingrad, als der ganze Zweite Weltkrieg zu scheitern drohte. Mit einer solchen demonstrativen Schau der Opfer „unmenschlichen bolschewistischen Regimes“ beabsichtigte Deutschland die Koalition der Verbündeten – die UdSSR, die USA, Großbritannien und die Länder Europas zu spalten und den schnellen Vormarsch der sowjetischen Armeen zu verhindern;
g) Und, schließlich – die überflüssigen Fälschungen und die gefälschten Dokumente: Darauf werden wir ausführlicher eingehen.

Die Fälschungen im Russischen Staatsarchiv

Welche Geheimnisse enthält nun die sogenannte „Besondere Mappe №1“ des Politbüros des ZK der KPdSU? Nach ausführlicher Begutachtung eines Schriftsatzes von L.Berijas an das Politbüro mit dem Vorschlag, mehr als 25.000 Polen zu erschießen, sowie des zustimmenden Beschlusses des Politbüros des ZK der Allunions-KP( B ) zu dieser Frage durch Historiker und Wissenschaftler, und nach der von Kriminalisten erstellten Expertise wurde festgestellt, daß ein Originals dieses „Beschlusses“ nicht existiert, und daß der Schriftsatz L.Berijas gefälscht wurde! Die erste, zweite und die dritte Seite dieser Mitteilung Berijas wurde auf einer Schreibmaschine angefertigt, die vierte auf einer anderen.

In Mai 2010 wandte sich einer der Haupthersteller dieser Fälschungen an den Abgeordneten der Staatsduma der Russischen Föderation W.Iljuchin. Nach seinen Aussagen folgte, daß Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts eine Gruppe hochrangiger Spezialisten zur Fälschung der Archivdokumente, die wichtige Ereignisse der Sowjetzeit betreffen, geschaffen wurde. Diese Gruppe arbeitete im Apparat des Sicherheitsdienstes des russischen Präsidenten B. Jelzin. Er teilte u.a. mit, daß der oben erwähnte Schriftsatz L.Berijas vom März 1940 von ihnen hergestellt worden sei. In einer solchem Position arbeiteten mit den Archivdokumenten auch Mitarbeiter des 6.Institutes des Generalstabes der Streitkräfte der Russischer Föderation. Er behauptete, daß in die russischen Archive für diesen Zeitabschnitt Hunderte falscher historischen Dokumente eingefügt worden, und ebenso viele gefälscht worden seien.

Die Frage der Klärung der „Katyner Sache“ ist mit dem Ziel verbunden, wieder einmal Stalin und die Partei der Bolschewiki zu diskreditieren. Dieses Ziel wird nicht aufgehen, Ihr Herren Fälscher! Ihr seid auf der ganzen Strecke hereingefallen!

Wladimir Kowaltschuk, Moskau

übernommen aus: Kommunisten-Online-Archiv

Siehe auch:
Fälscher im Russischen Staatsarchiv
Der lange Schatten des Joseph Goebbels

Weitere Nazimorde an kriegsgefangenen sowjetischen Soldaten:
In der Nähe von Rymanów organisierten die (deutschen) Okkupanten ein Vernichtungslager, in welchem 10.000 sowjetische Kriegsgefangene umkamen, und auch die massenhafte Ausrottung der jüdischen Bevölkerung der Stadt vollzogen wurde. In den Gefängnissen und den umliegenden Hinrichtungsorten kamen auch Bewohner Rymanóws um.
(Siehe unter: Liquidierung des Ghettos Rymanów )

Zum Tode von Prof. Wiktor Iljuchin

Prof. Wiktor IljuchinWiktor Iljuchin (01.März 1949 – 19.März 2011)

Der Enthüller der antisowjetischen Lüge um Katyn und der systematischen Fälschungen von Dokumenten seit Gorbatschow, Prof. Wiktor Iljuchin, starb unter mysteriösen Umstanden.

Ein seltsamer Todesfall – Zum Tode von Prof. Wiktor Iljuchin
Von Tamara Kaminskaja

Auf Kommunisten-online am 28. März 2011 – Was fühlt man gewöhnlich, wenn ein fremder Mensch stirbt, mit dem man nicht persönlich bekannt war? Wahrscheinlich ein natürliches Gefühl des Bedauerns und der Anteilnahme mit den Verwandten, aber nicht mehr. Die Mitteilung davon, daß im Moskauer Gebiet in der Nacht auf 20. März Wiktor Iljuchin starb, der Abgeordnete der Russischen Staatsduma der Fraktion von KPRF, hat auf mich einen solchen Eindruck gemacht, als ob einer meiner nahen Verwandten gestorben wäre.

Es ist ein Gefühl eines unersetzlichen Verlustes. Als ich die kurzen Kommentare zu den Mitteilungen vom Tode Iljuchins las, verstand ich, daß nicht nur ich dieses Gefühl hatte. Viele, die die KPRF und die kommunistische Ideologie nicht unterstützen, hatten geschrieben, aber alle stimmten in der Einschätzung der Persönlichkeit Kommunisten Iljuchin als eines ehrlichen, sehr anständigen und kompromißlosen Menschen überein. Dafür mag die Tatsache stehen, daß er wegen der Anregung einer Strafsache gegen Gorbatschow im Oktober 1991 nach dem Artikel der Verfassung „Verrat der Heimat“, zwei Tage danach aus der Staatsanwaltschaft der UdSSR entlassen wurde.

Und auch in der neueren Geschichte Rußlands hat Iljuchin sich nicht geändert – er hat sein Gewissen nicht gegen das Geld und Wohlstand ausgetaucht. Als 1999 in der Staatsduma der Russischen Föderation die Frage über das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidenten Jelzin aufkam, trat Iljuchin mit einer Anklagerede auf. Außer der Arbeit in Duma beschäftigte sich Wictor Iwanowitsch Iljuchin mit Öffentlichkeitsarbeit. Er leitete die Bewegung „Zur Unterstützung der Armee, der Verteidigungsindustrie und der Militärwissenschaft“. Zuvor hatte diese Bewegung General Rochlin* geleitet.

Außerdem beschäftigte sich Iljuchin seit langem und nicht ergebnislos mit dem Problem, das mit den Verbrechen in Katyn verbunden ist: Er trat in der Staatsduma zu dieser Frage auf, wobei der die offizielle Version über die Schuld der UdSSR und die persönliche Verantwortung Stalins für diese Erschießungen überzeugend widerlegte. Der Schriftsteller Jurij Muchin, Autor der Bücher über die Katyner Erschießungen „Das Verbrechen von Katyn“ und die „Antirussische Verleumdung“ schreibt im Zusammenhang mit dem Tod Wiktor Iljuchins: „Er fand eine Erklärung für den technischen Verlauf der Fälschungen, weshalb die Duma und der russische Präsident die UdSSR des Mordes beschuldigten; er hatte die Beweisstücke in der Hand, welche die Fälschungen der Katyner Sache belegen. Er sollte als Hauptzeuge und als einziger Zeuge vor Gericht auftreten, als einer der die Fälschungen der Katyner Sache bezeugen konnte. Das ist nun nicht mehr möglich“ …

… Mein persönlicher Bezug zu Wiktor Iljuchin ist auch noch dadurch bedingt, daß ich seit 1991 zwanzig Jahre meines Lebens mit der Arbeit im Forschungsinstitut des Verteidigungskomplexes der UdSSR verbracht habe, die in den vergangenen Jahren schonungslos und vollständig zerstört wurde. Und Wiktor Iwanowitsch Iljuchin hatte sich gerade auch mit Fragen der Armee und der Militärwissenschaft beschäftigt.

Es gibt bei den Menschen eine Besonderheit – sie sind sterblich, und die guten Menschen sind viel öfter sterblich, als alle übrigen. Und es scheint bemerkenswert zu sein, wenn ein bedeutender Mensch aus dem Leben geht, daß ringsum eine Leere entsteht, und es gibt keinen Ersatz. Wiktor Iwanowitsch Iljuchin war ebenso alt wie ich – möge er ewig in unserem Gedächtnis bleiben! Gerade über solche Menschen heißt es im Lied: „Ohne dich ist die Erde leer…“.

* General Rochlin wurde 1998 ermordet.

Quelle:
aus: Kommunisten-Online-Archiv
Originaltext: Однако
vom 2011-03-26 22:28

Siehe auch:
Über die Nazimorde im Wald von Katyn
Katyn: Waren die Dokumente gefälscht?

Elena Prudnikowa: Die Story der Fälscher

IljuchinDIE STORY DER FÄLSCHER
Elena Prudnikowa

16.09.2010

Auf Kommunisten-online am 2. Oktober 2010 – Vor einem Monat wandte sich ein unbekannter Mann an den stellvertretenden Vorsitzenden des Duma-Komitees für Sicherheit, Viktor Iljuchin. Er erklärte, daß er Anfang der 90er Jahre an der Fälschung von Archivmaterialien über die Erschießungen in Katyn teilgenommen habe. Bekanntlich waren ein entscheidender Faktor für die Anerkennung der Schuld der UdSSR an der Erschießung der polnischen Offiziere die in den Archiven des NKWD, des KBG und des Politbüros entdeckten Dokumente, in denen auf Vorschlag des Volkskommissars für innere Angelegenheiten, Lawrentij Berija, und mit Billigung des Politbüros die Vernichtung von 11.000 Polen beschlossen wurde. Nach den Worten des Gesprächspartners Iljuchins seien der Auftrag und die Texte vom Kreml „angeordnet“ worden, und eine Gruppe von Fälschern, bestehend Vertretern der Sonderdienste und aus Mitarbeitern der Geschäftsleitung des Präsidenten Jelzin, gewährleistete die technische Seite.

Die Aufgaben wurden durchgeführt unter Berufung auf den Leiter des Staatsarchives, Rudolf Pichoja, den Vorsitzenden der außerordentlichen Kommission für die Aufdeckung der Dokumente der KPdSU, den Informationsministers der Russischen Föderation, Michail Poltoranin, und den ersten stellvertretenden Leiter des Sicherheitsdienstes des Präsidenten der Russischen Föderation, Georgij Rogozin. In den Jahren von 1991-1996 hielt sich die Gruppe der Fälscher in der Siedlung Nagornyj bei Moskau auf, wo sich die Wochenendhäuser des ZK der KPdSU befanden, dann zogen sie irgendwohin um, und sie arbeiten möglicherweise bis jetzt. Zur Bestätigung dieser Aussage wurden Blanko-Formulare für Dokumente des NKWD und des ZK der WKP( B ), Petschaften, Stempel und – was das wesentlichste war – eine Archivmappe mit den Dokumenten aus dem Spezialarchiv vorgelegt.

Wiktor Iwanowitsch, warum hat sich dieser Mensch gerade an Sie gewendet?
Ich kannte ihn noch aus der Zeit meiner Arbeit in der Staatsanwaltschaft, wo ich mich mit der Kontrolle der Organe der Staatssicherheit beschäftigte.

Haben Sie ihn wiedergetroffen?
Ja, regulär. Er erinnerte sich an weitere Details der Arbeit in der Gruppe der Fälscher. Und ich habe mir angewöhnt, ihn jeden Morgen anzurufen, um zu klären, ob alles mit ihm in Ordnung ist.

Hat irgendeiner der Verantwortlichen auf Ihre Veröffentlichungen reagiert?
Bis heute niemand – außer dem derzeitigen Direktor des Staatsarchiv der Russischen Föderation, Sergej Mironenko, der erklärte, daß dies eine krankhafte Einbildung Iljuchins sei, und daß die gefundenen Dokumente in keinerlei Beziehung zu den Archiven stünden. Ich habe daraufhin angeboten: Falls er in dieser Mappe kein einziges Dokument finden sollte, das zur Aufbewahrung in den Archiven berechtigt ist, so bin ich bereit, mein Mandat als Deputierter abzugeben. Andernfalls soll auch er sich von seiner Arbeit verabschieden.

Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden ein Vielzahl gröbster Fälschungen mit Archivnummern veröffentlicht. Und die Archivhaltung ist dermaßen kompromittiert, daß sie besonders bei polemischen Fragen in den Augen seriöser Forscher oft keinen Wert mehr hat…
Die Frage der Unversehrtheit der Dokumente in unseren Archiven ist heute eine der peinlichsten. Wir finden beispielsweise immer mehr Bestätigung dafür, daß Dmitrij Wolkogonow in seiner Zeit als stellvertretender Leiter der politischen Verwaltung des Verteidigungsministeriums der UdSSR Dokumente mit dem Vermerk „Streng geheim“ und „Geheim“ in die Parlamentsbibliothek der USA ausgeführt hat. Heute sind diese Dokumente in den USA zugänglicher als in Rußland. Mn hat sie bei uns auch nicht freigegeben, einige schon ganz und gar nicht. Es gibt Informationen darüber, daß Wolkogonow auch an der Zusammenstellung eines Buches teilnahm, das ich in den Händen hatte. Seinerzeit forderte er Materialien im Militärarchiv an, und als er eine Absage erhielt, bestand er darauf, einen der Leiter des Archivs zu entlassen, woraufhin ihm dann einige Kopien erstellt wurden. Es läßt sich so offenbar auch eine Verbindung dieser Dokumente zu der mir übergebenen Mappe herstellen.

Haben Pichoja, Poltoranin und Rogozin auf Ihre Aktion reagiert?
Rogozin und Poltoranin schweigen. Pichoja erklärte in der letzten Nummer des „Ogonjok“, daß in den Archiven Ordnung herrsche, und an allem die Kommunisten schuldig seien, die sich für ihre Niederlage revanchieren wollten. Aber wir reden hier ausschließlich über die objektive Betrachtung unserer Geschichte.

Werden Sie fordern, daß Strafanzeige gegen die Hersteller der Fälschungen gestellt wird?
Das Problem besteht darin, daß nach unserem Strafgesetzbuch die Fälscher historischer Dokumente leider nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Für die Fälschung von Personalausweisen oder die Fälschung von Finanzdokumenten – bitte, aber kein Paragraph läßt sich auf Hersteller falscher Archivmaterialien anwenden. Doch das ist jetzt nicht die Hauptsache. Es ist auch nicht so wichtig, wie und von wem die Fälschungen hergestellt wurden. Wichtig ist, daß sie heute offiziell in wissenschaftlichen Umlauf gebracht wurden. Auf ihrer Grundlage werden wissenschaftliche Werke geschrieben, es entstehen die Kunstwerke, die Menschen nehmen diese Information auf, und infolgedessen bekommen sie eine ganz verkehrte Vorstellung von der Geschichte ihres Landes. Fälscher schreiben die Geschichte Rußlands – das ist das schlimmste!

Werden ihre Veröffentlichungen irgendwelche Folgen haben?
Es ist jetzt schon nicht mehr möglich, diese Information zu verschweigen. Die da oben denken, was machen wir jetzt: Soll man eine Strafsache daraus machen – sie haben sich nur noch nicht entschieden, ob gegen mich oder wegen der Tatsache der Entwendung von Geheimdokumenten aus dem Archiv. Man sagt auch, daß der Auftrag gegeben worden sei, die Akten um jeden Preis bei mir einzuziehen, um sie in die erforderlichen Hände zurückzugeben. Ich denke aber, daß der Präsident trotzdem mit einer Prüfung dieser Sache unter unserer Teilnahme übereinstimmen wird, aber ich schließe auch irgendwelche Provokation nicht aus. Vor kurzem wurde bekannt, daß die Militärarchivare davon Abstand genommen haben, gegen mich eine vernichtende Stellungnahme zu schreiben. Angeblich hat Valentin Falin (der damalige Leiter der internationalen Abteilung des ZK der KPdSU, der – laut offiziellen Angaben – Michael Gorbatschow 1989 über das Vorhandensein der Katyner Dokumente in den Archiven informierte. – E.P.) jetzt den Auftrag erhalten, mit einer Gegenerklärung, unter Hinweis auf irgendwelche Dokumente, aufzutreten… Ich bin gespannt.

Haben Sie die Ihnen übergebenen Materialien schon untersucht?
Diese Mappe liegt vor mir: Spezialarchiv, Sache Nr. 29, Band 7, 202 Blätter, Schriftwechsel des NKGB – NKWD der UdSSR mit dem dem ZK der Allunions-KP( B ), unterliegt keiner Freigabe der Geheimhaltung, ewig aufzubewahren. Darin gibt es keine Dokumente über Katyn, dafür sind einige andere verdächtige und offenbar falsche Papiere in ihr enthalten. Die gründliche Prüfung wird kaum noch einen Monat dauern. Ich denke, daß die Mehrheit der Dokumente echt ist, weil es keine Notwendigkeit gab, die Berichte unserer Grenzsoldaten über die Konzentration der deutschen Armeen oder Dokumente, die mit der schlechten Mobilisationsvorbereitung in Weißrußland verbunden sind, zu fälschen. Aber es gibt andere Themen. Da sind zum Beispiel zwei Aufzeichnungen aus dem Generalstab der Roten Armee enthalten, unterschrieben Timoschenko, Shukow und Wasilewski als Verfasser.

Der erste ist ein gewöhnlicher Bericht über die Konzentration deutscher Truppen an unserer Grenze. Warum sollten beide gefälscht sein?
Offenbar wollten die Militärs das Prestige der Armee und des Generalstabes heben, um die Schuld für die Niederlagen am Anfang des Krieges auf Stalin abzuschieben: Sehen Sie doch selbst, wir berichteten, wir hatten sogar Pläne entwickelt, doch Stalin blieb untätig, er unternahm nichts. Und der zweite Zettel ist eine offensichtliche Provokation. Es geht darin um die Mitteilung, noch im April des Jahres 1941 eine Mobilisierung auszurufen und der Armee 8 – 10 Millionen Menschen zuzuführen…

Das wäre tatsächlich eine Kriegserklärung an Deutschlands!
Eben! De fakto würde man damit Deutschland den Krieg erklären, um Polen, die Tschechoslowakei und die Balkanstaaten zu überfallen, um in Europa neue Grenzen festzulegen, um danach Hitler – falls damit nicht einverstanden ist – den Todesstoß zu versetzen. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es das Ziel dieser Provokation, zu beweisen, daß die UdSSR tatsächlich aggressive Pläne in Bezug auf Hitler gehabt habe, und jener nur gezwungen gewesen sei, einen Verteidigungsschlag auszuführen.

Aber die Mappe ist echt?
Ja – in sie wurden einige gefälschte Dokumente eingebaut. Ich kann bis jetzt noch nicht mit voller Gewißheit sagen, welche dieser Dokumente echt, und welche falsch sind, ebensowenig weiß ich über die Umstände der Entwendung dieser Dokumente aus dem Archiv. Wir werden das prüfen.

„Wir sind genügend stark, um uns vor Mithelfern unserer Feinde zu krümmen…“

Die Mappe ist tatsächlich interessant. Außer den schon erwähnten Militärdokumenten, ist darin ein bemerkenswerter „Bericht über die nationale Zusammensetzung der Organe des NKWD“ enthalten, mit einer Resolution Stalins, daß es dort zu viele Juden gäbe. Und es gibt noch eine weitere offensichtliche Fälschung, die den Kampf gegen die „Organisation ukrainischer Nationalisten“ (OUN) in den Westgebieten der Ukraine betrifft, genauer gesagt, die Beziehungen der ärmeren und mittleren Schichten des Dorfes zu kapitulierten Banditen und ihren Helfershelfern. Die Beziehungen zu derartigen Menschen war in der UdSSR traditionell weich – den Aufständischen wurde verziehen und ihre Mithelfer hielt man für betrogen, wenn sie nicht offenbar in Verbrechen verwickelt waren, wurden sie nicht umgesiedelt oder verhafteten, sondern mit Agitationsarbeit eingeschränkt. Doch plötzlich entscheidet im Verlaufe der Korrespondenz jemand (anstelle einer Unterschrift nur ein undeutlicher Schnörkel), bis zum Eingreifen der Tschekisten eine „Resolution Stalins“ mit folgendem Inhalts durchzuführen (Orthografie und Punktierung sind übernommen):
„Die von den Mitarbeitern des UNKWD und UKGB im Gebiet Rowno (Ukrainische SSR) eingeführte Praxis, den Mithelfern der Diversanten, Terroristen und Illegalen teilweise zu verzeihen, ist unzulässig und – gelinde gesagt – spielt Erneuen und den von ihnen geführten umzingelten Zentren in die Hand. Die Sowjetmacht kann nicht gut und nachsichtig sein zu ihren ärgsten Feinden und deren Mithelfern. Der Unterschied zwischen den Feinden und den Mithelfern besteht darin, daß die einen gefangen und gerichtet wurden, und die anderen nur darauf vorbereitet werden…
… Die Mittäter der Diversanten und diejenigen, die sie verstecken, sind bis in die letzte Glied zu verhaften und zu richten. In den Gefängnissen reicht der Platz für alle. Muß eine schriftliche Übersicht zu führen jeder, der es nur wagen wird, mit den Illegalen zu sympathisieren…
… Nur Strafaktionen und Gewalt – diese zwei Faktoren können das Gebiet der Ukrainischen und der Weißrussischen SSR von Diversanten und Terroristen, die sich in den Wäldern niedergelassen haben und umzingelt haben, sowie in adäquaten Maße von ihren Familien, die bekannt sind, von den Freunden, den Freundinnen, und von jedem zu säubern, der ihm die helfende Hand streckt. Und nichts anderes. Dieser Kurs soll unveränderlich sein.
Wir sind genügend stark, um vor Mithelfern der Feinde der Sowjetmacht zu spielen und uns zu krümmen.
(so im Text! – E.P.)“

Darüber hinaus ist einzelnen Entwürfen der Hinweis des Volkskommissars für Innere Angelegenheiten der Ukraine, Meschik, – natürlich nichts anderes – enthalten, zur Sanktionierung Folterungen anzuwenden! Bei uns haben diese Schriftstücke bisher keinen so breiten Nachhall gefunden, doch wenn man in den heutigen historischen Elaboraten ukrainischer Nationalisten nachgräbt, denke ich, so wird es dort weitergetragen. So gibt es die bewußte Abhandlung der Version Viktor Suworows über den erzwungenen Angriff Hitlers auf die UdSSR, sowie den Versuch die Nationalpolitik der UdSSR der Stalinzeit zu kompromittieren – und das ist nur die eine Mappe!

Quelle:
„Versionen an der Newa“, Nr.132, 2010 (mit Kürzungen)
WKPB: ИСТОРИЯ ОТ ФАЛЬСИФИКАТОРОВ
Korrigierte und überarbeitete Übersetzung aus dem Russischen: NN

Siehe auch:
Wahrheit und Lüge über Katyn
Über die Nazimorde im Wald von Katyn
Der lange Schatten des Joseph Goebbels

Die Goebbelssche Mendazinie

goebbels
Mittlerweile scheint sich in der Geschichtsschreibung ein Virus auszubreiten, den wir die Goebbelssche Mendazinie* (Lügenkrankheit) nennen wollen. Bekanntlich hat sich der vormalige Nazipropagandaminister (ein skrupelloser Kriegshetzer, ein bis zum letzten Atemzug eiskalter Volksverführer und Verbrecher) der Verantwortung vor dem Nürnberger Gericht durch Selbstmord entzogen. Doch seine Lügen haben dank der bürgerlichen Massenmedien (Zeitungen und Rundfunk) schon damals weit über die Grenzen des Deutschen Reiches hinaus Verbreitung gefunden. Sie haben ihn sogar überlebt, denn auch in die Geschichtsschreibung hielten seine verlogenen Tiraden Einzug. Man zitierte (vorrangig waren es westdeutsche Historiker und Journalisten) seine Weltsicht und seine Darstellungen in Zeitungen, Büchern und Artikeln, oft ohne auf deren Falschheit hinzuweisen. Ein hervorstechendes Machwerk dieser Art war das „Schwarzbuch des Kommunismus“.

Da nun aber seit der Konterrevolution eine „Epoche der schwärzesten Reaktion“ [1] anbrach (wie es Stalin nannte), erfaßte diese Krankheit auch viele der in der DDR aufgewachsenen, und heute zu zweifelhaften Ehren gekommenen Figuren der Politik und Publizistik. In ihrem Fieberwahn überboten sie sich gegenseitig. Das betrifft die Verleumdung Ernst Thälmanns durch führende Politiker der „Linken“ ebenso, wie die noch üblere Hetzkampagne gegen Stalin. In erster Linie sind da zu nennen Gysi, Wagenknecht, Brombacher & Co. … aber auch ernstzunehmende Historiker blieben von Symptomen dieser Krankheit nicht gänzlich verschont. Als Beispiel sei nur genannt, der ansonsten sehr streitbare Prof.Kurt Pätzold. So schrieb letztens der Historiker Dietrich Eichholtz den folgenden merkwürdigen Satz:

„Im April 1943 waren im Gebiet Smolensk bei Katyn die Leichen von über 4.000 offensichtlich im Jahr 1940 erschossenen polnischen Offizieren von den Deutschen ausgegraben worden. Seitdem war die Urheberschaft dieser Untat umstritten; sie wird aber heutzutage den stalinschen Organen zugeschrieben.“ [2]

…zugeschrieben??? Eine wahrlich merkwürdige Geschichtsbetrachtung. Die Merkwürdigkeit dieser „Bemerkung“ von Eichholtz besteht darin, daß er sich zwar als Historiker offensichtlich mit der gesamten Geschichte des 2. Weltkriegs befaßt zu haben schien, die Katyner Sache aber von einer Bewertung „ausklammert“. Nun gibt es dafür drei Möglichkeiten: entweder er will sich mit seinen antikommunistischen Historiker„kollegen“ nicht streiten, oder er ist der stalinfeindlichen Goebbelspropaganda ebenso erlegen, oder aber er ist tatsächlich uninformiert. Ersteres ist Feigheit, das zweite … lassen wir mal aus…, und letzteres ist ziemlich ausgeschlossen, da es mittlerweile kein Problem mehr ist, auch an neuere russische Quellen heranzukommen, die die Lügen von den „Stalinschen Massenmorden“ (einschließlich der „Katyner Sache“) eindeutig widerlegen. Wenn wir nun also die beiden letztgenannten Möglichkeiten ausschließen, bliebe nur die erste. Falls es aber doch keine Feigheit war, so wäre eine klare Position in dieser Frage unbedingt angebracht gewesen. Trotz aller Versuche neofaschistischer Auftraggeber, Verwirrung zu stiften – die Tatsachen sprechen eine klare Sprache. Nämlich die: Es waren die Nazis.!

Wie man in Rußland mit derartigen Fälschungen umgeht

Die griechische Zeitung „Risospastis“ schreibt: Am 2. September 2010 besuchte der Außenminister Rußlands, Sergej Lawrow, Polen, wo er mit seinem polnischen Kollegen Radosław Sikorski zusammentraf. Dort erklärte Lawrow, daß sich Präsident Dmitrij Medwedjew persönlich mit der Frage der Untersuchung der Katyner Sache beschäftige, und er ergänzte, ohne auf Einzelheiten einzugehen: „Der Präsident hat befohlen, auch andere Dokumente geheimzuhalten, deshalb werden die Arbeiten in diesem Zusammenhang weitergeführt“.

Diese Neuigkeit wurde unmittelbar nach der sensationellen Aufdeckung der sich in russischen Archiven befindlichen Dokumente durch den ehemaligen Staatsanwalt und dem Abgeordneten von KPRF, Juri Iljuchin, mitgeteilt. Sie verdeutlicht den Mechanismus der Fälschungen, welche eigens zu dem Zweck veröffentlicht wurden, um die Führung der UdSSR und der kommunistischen Partei der Bolschwiki im Laufe des Zweiten Weltkrieges anzuschwärzen. Von der Tribüne der Staatsduma warf Prof. Iljuchin diese Frage auf, aber er erhielt von der russischen Führung bis heute keine ernstzunehmende Antwort.

Nach diesen Erklärungen Lawrows in Polen stellt sich die Frage: Wird die russische Führung und Präsident Medwedjew persönlich diese Verfahrensweise der Fälschung historischer Dokumente wieder aufnehmen, um die Version über die Ereignisse in Katyn in der Weise zu rechtfertigen, wie sie erstmals von Goebbels dargestellt wurden?

Nach der Huldigung für den polnischen Regisseur Andrzej Wajda, der die nazistische Version der Ereignisse verfilmte, muß man mit allem rechnen.

Die Erklärung Lawrows erfolgte in einer Periode, als das russische Kapital bestrebt war, nach Polen einzudringen und große Teile des europäischen Marktes für sich zu erobern. Indem die polnischen Kapitalisten auf die „energetische Karte“ der EU setzten, waren sie bemüht, denjenigen Teil der Gasleitung des russischen Energiekonzerns GAZPROM unter ihre Kontrolle zu bekommen, der das Territorium Polens überquert.

Man sollte darüber nachdenken:

1) Wie lange wird sich die russische Führung noch mit Speichelleckerei befassen, damit das Kapital seine ökonomischen und politischen Ziele erreicht?
2) Wann ist endlich Schluß mit der Diffamierung, welche die antikommunistische und antisowjetische Hysterie in Europa, in der OSZE, im Europarat und in anderen Instituten fördert, wo immer neue antikommunistische Resolutionen und Memoranden in Umlauf gebracht werden?

Die Position Rußlands in dieser Kampagne trägt dazu bei, daß sich eine breiten antikommunistische Strömung entwickelt, welche sich am Ende gegen Rußland selber wendet. Davon zeugen die Klagen der baltischen Länder, die wegen der angeblichen „sowjetischen Okkupation“ an Rußland finanzielle Ansprüche erheben. [3]

Quellen:
[1] J.W. Stalin, VII. erweitertes Plenum des EKKI, in: Werke, Bd.9, S.24.
[2] Eichholtz, D, Die große Wende im Osten, in: jW vom 15.1.2013
(siehe: http://www.jungewelt.de/2013/01-15/020.php )
[3] Ein Kommentar der Tageszeitung „Risospastis“, Organ des ZK der KP Griechenlands (KKE) anläßlich eines Antrags des russischen Außenministers Sergej Lawrow zu Katyn (mit freundlicher Genehmigung übernommen von http://www.kommunisten-online.de/blackchanel/kke_katyn.htm

* von lat. mendacium (Lüge)

Siehe auch:
Lügen über Katyn
Wahrheit und Lüge über Katyn
Die Lüge von den Stalinschen Massenmorden
Die Fälscher im Russischen Staatsarchiv

Wahrheit und Lüge über Katyn.

Januar 1944:
Die Burdenko-Kommision exhuminiert die von den Nazis ermordeten polnischen Offiziere

Burdenko
Nach wie vor kursieren im Internet in allen möglichen Varianten und Aufmachungen, in Büchern, Artikeln und in sogenannten Dokumentarfilmen die Goebbelsschen Lügen über den Massenmord an polnischen Offizieren 1941 im Wald von Katyn. Immer wieder wird versucht, die Schuld an dem schrecklichen Verbrechen von den deutsch-faschistischen Mördern auf Stalin, Berija und den NKWD abzuwälzen. Und immer wieder wurden gerade diejenigen Ankläger oder Zeugen beseitigt, die bereit und imstande waren, die wahren Tatsachen dieses Massenmordes aufzudecken und zu beweisen. So starb beispielsweise am 19. März 2011 auf unerklärliche Weise in Moskau der Hauptankläger in der Katyner Sache, Prof. Dr. jur. Wiktor Iwanowitsch Iljuchin. Sein Tod reiht sich ein in eine Folge mysteriöser Todesfälle. Wiktor Iljuchin trat außerdem als Hauptankläger in einem öffentlichen Militärtribunal gegen den damaligen russischen Präsidenten W.Putin auf, um ihn seiner volksfeindlichen Tätigkeit im Interesse des Kapitals zu überführen. Nachdem zuvor seine Tochter auf unerklärliche Weise bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, wurde auch er ermordet. Hiermit sei erneut an den Tod dieses aufrechten Kommunisten erinnert.

WIE DIE SOWJEFEINDE SICH SELBST ENTLARVEN
von Wladimir Kowaltschuk, Moskau

Zum nunmehr 67. Jahrestag des Sieges des sowjetischen Volkes, seiner kommunistischen Partei und der Roten Armee im Großen Vaterländischen Krieg über die imperialistischen Aggressoren, über das faschistische Deutschland und seine Verbündeten – zum 67. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs rottet sich der profaschistische bürgerliche Mob wieder zusammen und erhebt sein Geheul gegen die Sowjetunion, gegen die Erinnerung an unsere redlichen Vorfahren und gegen unsere Zukunft. Dieser giftige Bodensatz wurde von den antikommunistischen Kräften in Europa und von den derzeitigen Machthabern der Russischer Föderation aufgewühlt und von deren Speichelleckern in der „Katyner Sache“ der Erschießung der kriegsgefangenen polnischen Offiziere ringsherum aufgegriffen. Die Livree von Lakaien ist ihnen schon von hinten anzusehen.

Die Lügen der Nazis werden weiterverbreitet
Die von Goebbels nach der Niederlage bei Stalingrad zubereitete Fälschung wiederkäuend, spucken die Machthaber der Russischen Föderation im Namen Putins in die Vergangenheit. Sie unterminieren damit die Zukunft, was die „Europäer“ unseres Landes nicht einmal bemerken. Vor dem „zivilisierten“ Westen haben sie bereut und sich entschuldigt – und die Russen haben es nun auszulöffeln und zu bezahlen. Eine Verbeugung vor den Nachkommen derer, die sich Hitler, seinen Verbündeten, den Okkupanten unterwarfen, die jene faschistischen Horden fütterten und ausrüsteten. Die polnischen Pans haben die Klage an Rußland über eine Summe von mehr als 4 Milliarden Dollars, zuzüglich der aufgelaufenen Zinsen, schon vorbereitet. Mit Hilfe NATO werden sie das auch einfordern, geringer geht es nicht – und die Putinisten und der Rest der Bande in Europa werden ihr Gebäck mit Konfitüre fressen.

Was geschah nach 1939 wirklich?
Es ist eine historische Tatsache, daß im September-Oktober 1939, nachdem Westweißrußlands und Westlicher Ukraine ihren Beitritt zur UdSSR erklärt hatten, etwa 10.000 Offiziere der polnischen Armee, und ebenso viele Polizisten und andere „Amtspersonen“ interniert und später als Kriegsgefangene inhaftiert wurden. Sie wurden 1940 in 3 Kategorien untergeteilt:
1) besonders gefährliche Verbrecher, Mörder, die Diversanten und Spione. Sie wurden zur Erschießung verurteilt. Das betraf etwa Tausend Personen.
2) polnische Offiziere, die für die Bildung der polnischen Armee des Generals Anders auf dem Territorien der UdSSR für den Kampf gegen die faschistischen Besatzer freigelassen wurden (400 Personen).
3) Potentiell gefährliche Personen, die man nicht freilassen konnte. Sie waren in einem Arbeitslager westlich von Smolensk inhaftiert. Zu Beginn des Krieges gelang es nicht mehr, sie zu evakuieren. Und zu Fuß bis weit hinein in das Gebiet der UdSSR zu marschieren, lehnten sie ab.
So gerieten sie in die Hände der Deutschen, die sie dann im Herbst 1941 entsprechend dem Befehl Hitlers zur Beseitigung des „polnischen Problems“ erschossen haben: „Die Polen sollen nur einen Herrn – den Deutschen haben. Es können und dürfen nicht zwei Herren nebeneinander existieren, deshalb müssen alle Vertreter der polnischen Intelligenz vernichtet werden. Nur auf diese Weise können wir das uns zustehende Gebiet beherrschen.“

Und das sind die Beweise:
a) Die Geschosse und die Patronenhülsen, die man in den Gräbern der Ermordeten fand, waren in Deutschland hergestellt worden;
b) Bei dem Teil der Leichen hatte man die Hände mit Papierschnur gefesselt, welche bis zu Beginn des Krieges in der UdSSR nicht herstellt wurde;
c) Nach dem Gutachten der gerichtsmedizinischen Experten (einschließlich dessen, das von der Kommission nach Exhumierung der Leichen im Jahre 1943 erstellt wurde), befanden sich die Ermordeten nicht länger als anderthalb Jahre unter der Erde;
d) Nach dem Gutachten der speziellen sowjetischen Kommission unter Leitung von Akademiemitglied N. Burdenko war die Art und Weise der Erschießung der sowjetischen Bürger in Orjol und Woronesch mit der Methode der Hinrichtung der polnischen Offiziere identisch;
e) Wie konnten die „blutrünstigen Bolschwiken“ heimlich 12.000 Menschen in Katyn erschießen, wenn sich dort bis zum Kriege ein Kinderferienlager befand? Wenn das so gewesen wäre, dann hätte sich sicher ein geeigneterer Platz dafür gefunden;
f) Die „Entdeckung“ der Massengräber durch die Faschisten erfolgte nach der Niederlage bei Stalingrad, als der ganze Zweite Weltkrieg zu scheitern drohte. Mit einer solchen demonstrativen Schau der Opfer „unmenschlichen bolschewistischen Regimes“ beabsichtigte Deutschland die Koalition der Verbündeten – die UdSSR, die USA, Großbritannien und die Länder Europas zu spalten und den schnellen Vormarsch der sowjetischen Armeen zu verhindern;
g) Und schließlich – die überflüssigen Fälschungen und die gefälschten Dokumente: Darauf werden wir ausführlicher eingehen.

Die Fälschungen im Russischen Staatsarchiv
Welche Geheimnisse enthält nun die sogenannte „Besondere Mappe №1“ des Politbüros des ZK der KPdSU? Nach ausführlicher Begutachtung eines Schriftsatzes von L.Berija an das Politbüro mit dem Vorschlag, mehr als 25.000 Polen zu erschießen, sowie des zustimmenden Beschlusses des Politbüros des ZK der Allunions-KP( B ) zu dieser Frage durch Historiker und Wissenschaftler, und nach der von Kriminalisten erstellten Expertise wurde festgestellt, daß ein Original dieses „Beschlusses“ nicht existiert, und daß der Schriftsatz L.Berijas gefälscht wurde! Die erste, zweite und die dritte Seite dieser Mitteilung Berijas wurde auf einer Schreibmaschine angefertigt, die vierte auf einer anderen.
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Genosse Prof. Iljuchin auf einer Pressekonferenz im Mai 2010

In Mai 2010 hatte sich einer der Haupthersteller dieser Fälschungen an den Abgeordneten der Staatsduma der Russischen Föderation W. Iljuchin gewandt. Nach seinen Aussagen folgte, daß Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts eine Gruppe hochrangiger Spezialisten zur Fälschung der Archivdokumente, die wichtige Ereignisse der Sowjetzeit betreffen, geschaffen wurde. Diese Gruppe arbeitete im Apparat des Sicherheitsdienstes des russischen Präsidenten B.Jelzin. Er teilte u.a. mit, daß der oben erwähnte Schriftsatz L.Berija vom März 1940 von ihnen hergestellt worden sei. In einer solchem Position arbeiteten mit den Archivdokumenten auch Mitarbeiter des 6.Institutes des Generalstabes der Streitkräfte der Russischen Föderation. Er legte dar, daß in die russischen Archive für diesen Zeitabschnitt Hunderte falscher historischen Dokumente eingefügt worden, und ebenso viele gefälscht worden seien.

Und hier sind die Beweise für die Arbeit der Fälscher in russischen Staatsarchiv
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Die Frage der Klärung der „Katyner Sache“ ist mit dem Ziel verbunden, wieder einmal Stalin und die Partei der Bolschewiki zu diskreditieren. Dieses Ziel wird nicht aufgehen, Ihr Herren Fälscher! Ihr seid auf der ganzen Strecke hereingefallen!

Quelle:
Kommunisten-online

Siehe auch:
Vor einem Jahr wurde Professor Iljuchin ermordet
Fälscher im Russischen Staatsarchiv
Lügen über Katyn

Vor einem Jahr wurde Prof.Iljuchin ermordet

Er hatte den Beweis erbracht, daß die „Dokumente“ über Katyn Fälschungen waren:
Prof.IljuchinVor einem Jahr wurde Prof. W.I. Iljuchin ermordet

von Pawel Barabanschtschikow, Pensa

Auf Kommunisten-online am 22. März 2012 – Heute vor einem Jahr, am 19. März, kam Genosse Iljuchin ums Leben. Der Tod trat plötzlich und unerwartet ein, der offiziellen Version nach – auf Grund von Herzversagen. Aber bis heute wissen wir nicht, und vermutlich werden wir es niemals erfahren, wieso dies einem bis dahin vollkommen gesunden Menschen geschieht, der sich niemals über sein Herz beklagte, und der noch kurz vor seinem Tode zu einer planmäßigen medizinischen Untersuchung war. Viele sehen die Merkwürdigkeiten um das plötzliche Ableben Prof. Iljuchins im Zusammenhang mit seinem kompromißlosen politischen Kampf.

Am 10. Februar 2011 fand in Moskau auf Beschluß der Gesamtrussischen Offiziersversammlung ein Militärtribunal zur Verurteilung der destruktiven Tätigkeit Putins statt. Die Seite der Anklage vertrat der Duma-Abgeordnete und Kommunist Wiktor Iljuchin, der auch die Anklagerede hielt. Das Militärtribunal faßte den Beschluß, daß ein weiterer Verbleib Putins im Staatsdienst für undenkbar gehalten wird, und seine Tätigkeit einer sorgfältigen Untersuchung durch Rechtsschutzorganen zu unterziehen sei.

Die Merkwürdigkeit besteht darin, daß zwei Tage vor dem Tode Iljuchins die Antworten fällig waren auf Fragen, die die Abgeordneten im Ergebnis des Tribunals an den FSB und den Präsidenten gerichtet hatten. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, daß weder vom Präsidialamt noch von der Regierung zur Beerdigung von Wiktor Iljuchins an die Adresse seiner Familie ein Wort der Kondolenz übermittelt wurde.

Wiktor ljuchin nannte während seines Lebens die Dinge beim Namen und fürchtete sich nicht, dafür geradezustehen. Es war sein wesentlicher Charakterzug. In den letzten Jahren der Perestroika wurde Iljuchin zu einem scharfen Kritiker der politischen Machthaber der UdSSR, und später auch Rußlands. In verschiedenen Jahren beschuldigte er die drei Präsidenten des Staatsverrats. Als diese der Sowjetunion den Todesstoß gaben, fand sich unter allen Staatsanwälten nur ein anständiger – Wiktor Iljuchin –, der gegen Gorbatschow Strafanzeige stellte, wofür er nach zwei Tagen entlassen wurde. Zur Absetzung des Präsidenten fehlten nur 17 Stimmen der Abgeordneten.

Bei seinem Auftreten auf der Offiziersversammlung im Jahre 2009 wandte sich Iljuchin an die Versammelten mit der Frage: „Sehen Sie denn nicht das Genick des Feindes, dieses Schuftes, der unser Land zerstört?“. Unter demselben Leitmotiv seines Auftretens stand auch die Kundgebung in Moskau am 23. Februar 2011, die von Victor Iljuchin einberufen worden war, um die Petersburger Mafia von der Staatsmacht zu entfernen.

In den letzten Lebensjahren widmete sich Iljuchin der Untersuchung der Ereignisse der „Katyner Sache“ und bewies die Fälschung dieser Ereignisse, die heute von den polnischen und russischen Machthabern als wahre Sachlage vorgeführt werden.

Am 19. April 2010 organiserte die Fraktion der KPRF in der Staatsduma einen runden Tisch zum Thema „Katyn – rechtliche und politische Gesichtspunkte“. Im Ergebnis der geleisteten Arbeit richtete Prof. Iljuchin einen Brief an den Präsidenten Rußlands. Und kurz darauf, im Mai 2010, legte Wiktor Iljuchin, nach den Worten einer von ihm nicht genannten Quelle, den Mechanismus der vermuteten Fälschung von Archivmaterialien über die Erschießungen in Katyn dar. Iljuchin beschuldigte den Leiter des Staatsarchivs, Rudolf Pichoj, den ehemaligen Vizepremierminister und Vorsitzenden der Kommission zur Aufarbeitung der Dokumente des ZK der KPdSU, Michael Poltoranin, den ersten Stellvertreter des Leiters des Sicherheitsdienstes des Präsidenten, den General-Major des FSB, Georgi Rogosin und andere der Fälschung der Archivdokumente.

Wiktor Iljuchin, war einer der wenigen Politiker, die nicht mit Regierungsmitteln Kübel voller Schmutz und Verdächtigungen ausschütteten. Die Persönlichkeit Iljuchins konnten sogar die bestellten Schmähberichte Karaulows unter der verlogenen Bezeichnung „Augenblick der Wahrheit“ nicht verleumden. Man muß sich nur daran erinnern, daß die Aussagen Karaulows vor Gericht später widerrufen wurden. Die zur Wiedergutmachung des moralischen Schadens von Karaulow gezahlte Summe war an einen der Kindergärten im Wahlbezirk des kommunistischen Abgeordneten Iljuchin überwiesen worden. Es wurde auch aufgeklärt, daß es für Karaulow aus moralischen Sicht besser wäre, im Umgang mit dem minderjährigen Kind seiner dritten Frau Xenia zu folgen, die sich 2007 um Rechtsbeistand an Wiktor Iljuchin gewandt hatte.

Leider finden sich auch noch heute Menschen, die versuchen, die Bedeutung Iljuchins in den Augen der Umgebung herabzusetzen. Zum Beispiel der vor kurzem aus dem Gebiet Pensa von „Einheitliches Rußland“ in die Staatsduma gewählte Abgeordnete Makarow, der von 1985 bis 1990 als Staatsanwalt im Gebiet Pensa tätig war. Höhnisch erinnert Herr Makarow sich daran, daß damals Iljuchin bei ihm angestellt war. Tatsächlich übte Wiktor Iljuchin in den Jahren 1984-1986 in der Dienststelle die Funktion des Stellvertreters des Gebietsstaatsanwaltes aus, und wurde später in die Generalstaatsanwaltschaft der UdSSR zum Stellvertreter des Leiters der Hauptverwaltung berufen. Makarow dagegen blieb in Pensa. Seine Mitarbeiter aus jener Zeit geben ein negatives Urteil über ihn ab, die nachfolgenden Gebietsstaatsanwälte zogen es vor, über seine staatsanwaltliche Arbeit zu schweigen.

Man kann über die persönlichen und fachlichen Qualitäten Wiktors Iljuchins nicht reden, ohne zu erwähnen, daß er über die Fähigkeit verfügte, Menschen verschiedener politischer Ansichten für ein gemeinsames Ziel zu vereinigen. Bis zum Ende des Lebens blieb er seinen Prinzipien treu, ertrug den Verrat und beugte sich vor niemandem. Alle, denen es nicht dennoch gleichgültig ist, was mit Rußland und der Gesellschaft geschieht, verehrten und unterstützten ihn.

An historischen und juristischen Fakultäten der Hochschulen war Iljuchin stets ein gern gesehener Gast. Die Studenten hörten seine Vorlesungen mit anhaltendem Interesse. Im Unterschied zu den angestellten Professoren referierte Iljuchin in einer lebendigen Sprache und sprach dabei auch jene Probleme an, über die es gewöhnlich nicht erlaubt war zu reden.

Wiktor Iljuchin war ein vielseitiger Mensch. Wenn man sich seine Biografie anschaut, stellt man fest, daß er neben seiner Tätigkeit als Abgeordneter der Staatsduma Rußlands des Gebietes von Pensa (von 1995 bis 2011) auch als Vorsitzender der gesamtrussischen politischen Bewegung „Zur Unterstützung der Armee, der Verteidigungsindustrie und der Militärwissenschaft“ und als Leiter des Interregionalen öffentlichen Fonds zur Förderung der strategischen Sicherheit ( FSSB ) tätig war. Das alles hinderte ihn nicht, sich mit gemeinnütziger und wissenschaftlicher Arbeit zu beschäftigen. Die zahlreichen Bücher und wissenschaftlichen Arbeiten Wiktor Iljuchins, die in hohen Auflagen erschienen, haben an Aktualität nichts eingebüßt.

„Ein Mensch der Wahrheit und der Sachlichkeit“ – so wird er uns in Erinnerung bleiben. Sogar die Machthaber von Pensa sahen sich nach dem Tode Iljuchins gezwungen anzuerkennen, daß der kommunistische Abgeordnete des Gebiets Pensa einen größeren Nutzen gebracht hat, als alle übrigen Abgeordneten von Pensa zusammen. Ja, die Autorität Wiktor Iljuchins in Moskau war um vieles größer.

Ein Jahr ist vergegangen, seit es unseren Genossen nicht mehr gibt, aber das bedeutet nicht, daß seine Sache vergessen ist und nicht fortgesetzt wird. Jetzt verspüren wir, wie nie zuvor, daß Iljuchin uns fehlt, und er für uns viel zu früh weggegangen ist. Wiktor Iwanowitsch Iljuchin hat uns mit dem Beispiel seines Lebens gezeigt, wofür man leben, und wie man kämpfen muß. Wir werden seinem Beispiel folgen!

Quelle:
KPRF vom 19. März 2012 (kommunisten-online)

Siehe auch:
Die Fälscher im russischen Staatsarchiv
Der politische Mord im Auftrag der Bourgeoisie
Die Lüge von den Stalinschen Massenmorden
Lügen über Katyn
Brief an den Roten Webmaster

Und hier ist das erste Video über die Enthüllungen zu Katyn:
http://rutube.ru/tracks/4628350.html?autoStart=true&bmstart=3506

Die Fälscher im russischen Staatsarchiv

Vor etwas mehr als einem Jahr deckte der Jurist und Dumaabgeordnete Prof. W.I.Iljuchin die großangelegten Fälschungen im russischen Staatsarchiv auf. Diese Fälschungen bezogen sich vor allem auf die Goebbelsschen Lügen um die „Katyner Sache“, die angeblich von Stalin angewiesene und vom sowjetischen Geheimdienst NKWD durchgeführten Ermordungen polnischer Offiziere im Wald von Katyn. Prof. Iljuchin konnte an Hand von Dokumenten, Stempeln und Fälscherwerkzeug beweisen, daß diese Fälschungen unter dem damaligen Präsidenten Jelzin geschahen. Als Iljuchin sich dann mit den Aktivitäten Putins im Zusammenhang mit der Vernichtung der Sowjetarmee befaßte und ein offizielles Tribunal forderte, kam seine Tochter unter mysteriösen Umständen bei einem Verkehrsunfall ums Leben, und am 19. März 2011 starb dann „plötzlich und unerwartet“ Iljuchin selbst an Herzversagen. (Man kann auch sagen: Er wurde heimtückisch ermordet!)

Eine erste Erklärung Prof.Wiktor Iljuchins zu den Fälschungen im Kreml im Mai 2010
„Plumpe Fälschungen geheimer Dokumente im russischen Staatsarchiv“ (russ.):Danach fand eine offizielle Pressekonferenz zur „Katyner Sache“ statt. Hier noch einmal der Bericht von dieser Pressekonferenz :

Am 18. Juni 2010 fand in der Staatsduma der Russischen Föderation eine Pressekonferenz mit dem Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der KPRF S.N. Reschulskij und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Komitees der Staatsduma für Gesetzgebung und staatlichen Bau W.I. Iljuchin statt.

Wir erinnern daran, daß Wiktor Iljuchin die Arbeitsgruppe der Fraktion der KPRF zur Untersuchung der Umstände sogenannten „Katyner Sache“ in der Staatsduma leitet. Zu dieser Kommission gehören unabhängige Forscher, Wissenschaftler und ehemalige Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft. Die Kommission hat eine umfangreiche Arbeit geleistet, deren vorläufige Ergebnisse am 19. April an dem von der Fraktion der KPRF organisierten „Runden Tisch“ in der Staatsduma vorgestellt wurde. Im Ergebnis der Untersuchungen wurde der Dokumentarfilm „Das Polnische Kreuz Rußlands“ produziert, den man auf der Website der KPRF anschauen kann. Wie Sergej Nikolajewitsch Reschulskij darlegte, streben die Abgeordneten eine erneute parlamentarische Untersuchung zu den jetzt vorliegenden Tatsachen an. Die Teilnehmer des „Runden Tisches“ kamen zu dem Schluß, daß die früher von der russischen Staatsanwaltschaft geleitete Untersuchung der „Katyner Sache“ voreingenommen war, und die Schlußfolgerungen der Generalstaatsanwaltschaft folglich nicht den Tatsachen entsprechen. W.I. Iljuchin äußerte sich empört über die „unverschämte“ antirussische Version, welche seinerzeit von dem nicht unbekannten Goebbels eingeführt worden war, daß angeblich sowjetische Tschekisten die polnischen Kriegsgefangenen erschossen haben sollen, und nicht die deutschen Faschisten.

Wo sind die übrigen Leichen?
Die Expertise bewies (und diese Tatsache verneint auch die polnische Seite nicht), daß die polnischen Kriegsgefangenen mit deutschen Waffen und deutschen Geschossen erschossen wurden. Die Hände der Gefallenen waren nicht Hanfschur gefesselt, wie das zu jener Zeit in der UdSSR üblich war, sondern mit Papierschnur, die in Deutschland hergestellt wurde. Die Leichen trugen warme Kleidung, obwohl nach der Version Goebbels und der modernen Sowjetfeinde, die Mitarbeiter des NKWD die Erschießung angeblich im Mai 1940 vornahmen. Deshalb ist unsere Version wahrscheinlicher, daß die Deutschen die Erschießungen im Spätherbst 1941 durchführten. Der Ort der Erschießung in der Nähe einer Autostraße und eines Pionierlagers ist deshalb zweifelhaft, daß im friedlichen Jahr 1940 dort begonnen werden sollte, Massenerschießungen zu veranstalten. Zu verschiedener Zeit wurden aus den Gräbern etwa 6.000 Leichen exhumiert, doch die polnische Seite hält uns für schuldig am Tod von 21.700 Personen. Doch wo sind die übrigen Leichen?

Eine zweifelhafte „Notiz Berijas“
Die Antisowjetisten verweisen auf eine Notiz Berijas Politbüro des ZK der Allunions-KP(b), wo er vorschlägt, die obengenannte Anzahl polnischer Kriegsgefangener zu erschießen. Aber Schriftexpertise hat ergeben, daß diese Notiz aus irgendeinem Grunde auf verschiedenen Schreibmaschinen hergestellt wurde, und daß zu jener Zeit diese Schriftführung nicht zugelassen war. Auf dem Beschluß des Politbüros gibt es weder eine Unterschrift noch ein Siegel. Noch etwas, aus irgendeinem Grunde befindet sich auf dem Auszug aus dem Beschluß das Siegel der KPdSU (das Staatsarchiv machte dieses Dokument vor kurzem nach einem Hinweis D. Medwedjews bekannt).

Die Siedlung der Fälscher
Nach Aussagen W.I. Iljuchins gibt es einen Zeugen, der behauptet, daß Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts im Apparat B. Jelzins eine spezielle Gruppe geschaffen wurde, die sich mit der massenhaften Fälschung von Dokumenten beschäftigte und sich in den ehemaligen Wochenendhäusern der KPdSU in der Siedlung Nagornyj aufhielt. Daß es diese Gruppe möglicherweise noch heute gibt, schloß der kommunistische Abgeordnete nicht aus.

Das gefälschte Lenin-Testament
„In 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts erinnerte das Staatsarchiv an einen großen Flohmarkt“, sagte W.I. Iljuchin. Insbesondere wurde bekannt, daß im Gefolge von Jelzin von dem antisowjetischen Wendehals D. Wolkogonow aus dem Geheimen Staatsarchiv Hunderte von Dokumenten in die Kongreßbibliothek der USA entführt wurden. Schon jetzt ist bewiesen, daß die Belege, nach denen J.W. Stalin angeblich ein Agent der zaristischen Ochrana gewesen sei, das sogenannte Testament W.I. Lenins sowie die Dokumente, die mit dem Verzicht Nikolais II. verbunden sind, in dieser Zeit gefälscht wurden. W.Iljuchin stellte die rhetorische Frage: „Wem kann man in unseren Archiven noch glauben?“ und zog daraus die Schlußfolgerung, daß man auf staatlicher Ebene eine Untersuchung dieser Tatsachen im Rahmen eines Straftatbestandes einleiten muß, wobei alle Materialien dem Gericht zu übergeben seien, das dann einen endgültigen Beschluß zu fassen habe.

Iljuchin: „Wir fürchten um sein Leben…”
Die auf der Pressekonferenz anwesenden Vertreter der polnischen Massenmedien und der antisowjetischen russischen Organisation „Memorial” gerieten darüber buchstäblich aus dem Häuschen. Sie versuchten erfolglos, den Kommunisten mit ihren Fragen in die Sackgasse zu führen, was ihnen jedoch nicht gelang. Am meisten interessierten sich die Antisowjetisten dafür, warum auf der Pressekonferenzen nicht der Zeuge vorgestellt wurde, welcher über die geheime Gruppe in der Siedlung Nagornyj berichtet hatte. „Wir fürchten für sein Leben“, antwortete W.I. Iljuchin. „Der Zeuge wird der Untersuchung vorgestellt, sobald sie auf staatlicher Ebene durchgeführt wird.“ Wiktor Iljuchin sagte auch, daß auf die Teilnehmer seiner unabhängigen Kommission Druck ausgeübt werde und ihnen offiziell vorgeschlagen worden sei, sich von diesen oder jenen Anträgen loszusagen. Was die Position der russischen Staatsmacht betrifft, eine Schuld der ehemaligen sowjetischen Führung für die Erschießung der polnischen Kriegsgefangenen anzuerkennen, nannte Wiktor Iljuchin sie „unpatriotisch“, weil sie mit den Interessen des Landes zuwiderlaufe.
„Das polnische Volk ist ein stolzes Volk, das niemals vor jemandem etwas zu bereuen hat,“ sagte W.I. Iljuchin. „Doch es sollte die in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts in polnischer Gefangenschaft umgekommenen Rotarmisten eingestehen. Nach unseren Einschätzungen kamen damals etwa 120.000 Rotarmisten in polnische Gefangenschaft, von denen etwa 80.000 – 85.000 gefoltert wurden und starben.“
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Nach der Pressekonferenz wurden den Journalisten die gefälschten Abdrücke, die Blanko-Formulare aus den 30er-40er Jahren, sowie die echten Petschaften und Stempel, die für die Herstellung der Fälschungen verwendet wurden, zur Begutachtung vorgestellt. Dies alles hatte der betreffende Zeuge aus der Siedlung Nagornyj, welcher unerkannt zu bleiben wünschte, der unabhängigen Kommission zur Verfügung gestellt. Er übergab einen ganzen Band hergestellter falscher Dokumente, darunter der Dokumente über eine angebliche Zusammenarbeit des NKWD mit der Gestapo. Wie die Expertise belegte, steht auf der Unterschrift Müllers ein gefälschter Stempel, und die Unterschrift Berijas ist gefälscht.

Leider haben die offiziellen Massenmedien, in erster Linie die großen Fernsehanstalten, die Taktik des Verschweigens der Ergebnisse der Untersuchung, die von der unabhängigen Kommission unter Leitung W.I. Iljuchin geleitet wurde, fortgesetzt, obwohl es unumstößlich ist, daß die von ihr bekannt gemachte Information sensationell ist. Leider sind das die Spielregeln, nach denen die sogenannte „unabhängige bürgerliche Presse“ verfährt.

Text: Alexej Bragin (KPRF)
Fotos: Igor Kosakow
Quelle: kommunisten-online / kprf.ru

Originaltext und Fotos:
На документы ВКП(б) не ставили печати КПСС. С.Н. Решульский и В.И. Илюхин приперли к стенке антисоветчиков-фальсификаторов

Siehe auch:
Am 19. März 2011 wurde Prof.Iljuchin ermordet.
Der lange Schatten des Joseph Goebbels
Elena Prudnikowa: Die Story der Fälscher

Und hier ist das Video von der Pressekonferenz am 28. April 2010:
http://krasnoe.tv/node/4863
http://rutube.ru/tracks/3199573.html

Die antikommunistische Hetze auf der DKP-Website

Schon wiederholt fiel auf, daß es in der DKP einige Leute gibt, die bereit sind, sich antikommunistischen und sowjetfeindlichen Lügen und Verleumdungen der bürgerlichen Massenmedien anzuschließen. Das wurde vor allem auch in der Auseinandersetzung des vormaligen Chefideologen dieser Partei, R.Steigerwald, mit dem Historiker Kurt Gossweiler deutlich. [1] Nun hat diese feindliche Hetze einen neuen Höhepunkt erreicht. Auf der offiziellen Website der DKP erschien ein anonymer Artikel, der in offen geschichtsfälschender Absicht die Politik Stalins, insbesondere den Nichtangriffsvertrag zwischen der Sowjetunion und dem faschistischen Deutschland, behandelt. Wir geben hier in leicht gekürzter und bearbeiteter Form den Beitrag von kommunisten-online wieder:

Antikommunistische und antisowjetische Hetze auf offizieller DKP-Homepage

Von Günter Ackermann

Kommunisten-online vom 30. August 2011 – Er nennt seinen Namen nicht, zeichnet seine Machwerke mit „hth“, veröffentlicht recht oft auf der Internetseite des DKP-Vorstands „kommunisten.eu“, und immer sind es Artikel zu grundsätzlichen Fragen. Aber auch bei der Homosexuellen-AG der DKP veröffentlicht er. So z.B. einen Artikel zur Situation der Schwulen und Lesben in China. Da wir nicht davon ausgehen können, daß die bei sich Hinz und Kunz veröffentlichen lassen, und da „hth“ bereits mehrfach antikommunistisches Zeug auf der sich Kommunisten nennenden Internet-Seite brachte (so betete er kritiklos die Goebbels-Lüge nach, die UdSSR habe die polnischen Offiziere in Katyn ermordet), müssen wir davon ausgehen, daß nicht unwesentliche Personen in der DKP-Führung diesen ominösen „hth“ kennen und dessen Meinung teilen. Die Tatsache, daß sich „hth“ bereits mehrfach in ähnlicher Weise hervortat, verwundert da schon nicht mehr.

Zu beachten ist auch, daß laut Impressum dieser Homepage der Verantwortliche im Sinne des Presserechts kein Geringerer als Klaus Weißmann, der Bundesgeschäftsführer der DKP, ist. Also nehmen wir ihn in die Verantwortung und schieben wir es nicht auf eine anonyme Redaktion. Dieser „hth“ veröffentlicht auf dieser Homepage zu oft, um ihn als der Parteiführung Unbekannten vom Hochofen bei ThyssenKrupp anzusehen. Da hätten schon längst Konsequenzen gezogen werden müssen. Teile der DKP-Führung kennen diesen „hth“ und nehmen dessen antikommunistische Ausfälle billigend in Kauf und/oder teilen sie.

Es geht um den Artikel „Stalin, der Verräter bist du“

Dabei zitiert er u.a. Willi Münzenberg (zum Lesen bitte anklicken!):
Münzenberg

Zum Artikel des „hth“:

Der Autor folgt bewußt der Bezeichnung der bürgerlichen Propaganda und nennt den Vertrag „Hitler-Stalin-Pakt“. Er relativiert das auch nicht, sondern klammert die gesamte kommunistische Bewegung, inkl. Komintern, aus der Gestaltung des Vertrags aus. Nur Hitler und die Nazi-Führung, und Stalin und die Führung der KPdSU machten diesen Vertrag, und das in der Absicht, die Sowjetmacht zu schwächen und letztlich zu vernichten. Damit folgt „hth“ der Logik eines der schlimmsten und übelsten Verräter am Kommunismus: Leo Trotzki. Der nämlich sprach vom Doppelgestirn Hitler-Stalin.

Heuchlerisch fordert „hth“: „An einer umfassenden und tief gehenden dialektisch-materialistischen Aufarbeitung, Analyse und Bewertung dieses so verhängnisvollen Paktes fehlt es noch immer. Die nachstehende Analyse soll – aus Anlaß des heutigen Jahrestages – ein Beitrag zum Schließen dieser Lücke sein.“

Daß es diese Analyse bereits gibt, verschweigt der famose Schreiber dieses Machwerks. Bereits 1948 erschien im Verlag für Fremdsprachige Literatur in Moskau eine umfassende Analyse der Entstehung dieses Vertrages. Allerdings behaupten dessen Autoren nicht, an einer „umfassenden und tief gehenden dialektisch-materialistischen Aufarbeitung, Analyse und Bewertung…“ dieses Vertrags arbeiten zu wollen. Diese auch soll das keine Analyse zum „Schließen dieser Lücke“ sein. Der sowjetische Text von 1948 ist eine „umfassende und tief gehenden dialektisch-materialistischen Aufarbeitung, Analyse und Bewertung“ dieses Vertrages, der man nichts hinzu fügen muß, und der auch keine zu schließenden Lücken hinterläßt. [2] Deshalb werden wir auch keine schreiben.

Allerdings erwähnt „hth“ in keinem Satz, daß sich aus seiner Partei schon zwei Autoren mit dem Thema beschäftigten und zu ganz anderen Ergebnissen kamen: Der frühere Vorsitzende der DKP, Kurt Bachmann, und Josef Schleifstein, schrieben darüber, und das, gestützt auf die Positionen des Textes von 1948.

Warum dieses antikommunistische und antisowjetische Machwerk?

Teile der DKP wetteifern mit der Partei die Linke in Anpassung an das kapitalistische System. Sie wollen, daß die DKP in der europäischen (rechten) Linkspartei nicht mehr am Katzentisch sitzen muß, sondern Vollmitglied wird. Und die Gysi-Partei verlangt ganz einfach Antikommunismus, will sie doch vergessen lassen, daß sie als SED selbst einmal kommunistisch war. Auch die Linkspartei übt sich in Anpassung an das imperialistische System, wenn auch auf höherem Niveau als die DKP, ist doch bei ihr der Anpassungsprozeß weiter fortgeschritten. Sie beschließt inzwischen ewige Treue und Hingabe an das zionistische Apartheidsystem, und das auch noch einstimmig. Oder sie entschuldigt sich ständig für das Unrecht, das den Menschen in der DDR zugefügt worden sei. Also dafür,
daß alle Menschen Arbeit hatten,
daß es weder Hartz IV, noch Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld-Empfänger geben mußte,
daß niemand auch nur einen Pfennig für Krankheitskosten, Kuren, Arztbehandlungen und Medikamente zahlen mußte,
daß es bezahlbare Wohnungen für alle gab und Spekulationen mit Grund und Boden unmöglich waren,
daß eine Politik des Friedens und der Völkerverständigung betrieben wurde usw.

Dafür entschuldigt sich die Truppe um Gysi ständig. Soweit ist die DKP noch nicht, aber ich bin guten Mutes, dahin kommt sie auch noch. Sie ist schon auf dem besten Weg dahin (siehe den Artikel von diesem „hth“).

„hth“ übernimmt die Lügen der Nazis über Katyn

So erschien am 10. April 2010, ebenfalls auf der Website kommunisten.eu, der Artikel
„Katyn – 70 Jahre danach“ des gleichen Autors. Auch hier werden kritiklos die Goebbelsschen Lügen übernommen, es wird nicht daran gezweifelt, daß sowjetische Staatssicherheitsorgane die polnischen Soldaten ermordet haben. Auch hier das gleiche Strickmuster einer Aneinanderreihung antikommunistischer Klischees:

„Stalin war in dieser Sache zunächst offen. Der zuständige Armee-Kommandeur war für die Freilassung aller Polen, Mechlis (Kommissar für staatliche Planung und Vertrauter Stalins) war für eine Behandlung als ‚Volksfeinde‘. Letztlich entschied das Politbüro der KPdSU am 5.März 1940, den größeren Teil der Gefangenen frei zu lassen, jedoch etwa 14.700 Offiziere, Grundbesitzer und Polizisten sowie 11.000 „Konterrevolutionäre“ (ohne Anklagen und Verfahren) zu erschießen. Stalin, Molotow, Mikojan und Woroschilow unterzeichneten den von Berija erstellten Befehl [3] eigenhändig, die Zustimmung von Kalinin und Kaganowitsch wurde gesondert auf der ersten Seite des Befehls vermerkt. Im April und Mai 1940 erfolgte der Vollzug in verschiedenen Orten in Weißrußland und der Ukraine durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD in schalldichten Hütten. Etwa 5.000 Ermordete wurden in Katyn in Massengräbern vergraben.“ [4]

Wer ist nun der Autor „hth“?

Vorweg: Keine Ahnung. Es gibt aber einige Hinweise. Der Autor bringt in einem, Artikel den Hinweis, daß er einen Text aus dem Englischen übersetzt hat. Auch der antikommunistische Hetztext weist darauf hin. Er hat – so erklärte es mir einer, der perfekt Russisch kann – die englische Schreibweise der russischen Namen übernommen. Also kann er kein russisch, wohl aber englisch. Das weist darauf hin, daß er nicht aus dem Osten stammt, sondern aus dem Westen. Ferner schreibt er auch einen Text auf der Homepage der DKP-Schwulen-AG Queer über Schwule in China. Ein Hinweis darauf, daß er in der DKP-AG-Queer aktiv ist. Und es gibt Hinweise darauf, daß er aus NRW stammt. Also: Ein Wessi, der in der Schwulen-AG der DKP aktiv ist und wahrscheinlich in NRW wohnt und gut Englisch kann.

Überlegt mal, liebe Leser. Kennt ihr einen aus der DKP, der diese Kriterien erfüllt? Dann schreibt uns, wir werden dann schon herausbekommen, wer es ist und ihm seine Anonymität nehmen. Wer solch ein Zeug herauskotzt, der muß bloßgestellt werden, der darf sich nicht hinter einem Pseudonym verstecken können.

Fazit:
Die Website kommunisten.eu ist ein offizielles Organ des Vorstands der DKP und ausdrücklich die Ergänzung der UZ. „hth“ muß also Gönner im Parteivorstand haben oder ist selbst Mitglied des PV. Wenn solch ein antikommunistischer Hetzartikel erscheint, dann ist das wohlüberlegt und gewollt. Auch muß dem DKP-Vorstand bekannt sein, daß „hth“ gern auf antisowjetischen und antikommunistischen Irrwegen wandelt. Niemand klopfte „hth“ auf die Finger, niemand kritisierte diesen Artikel – zumindest nicht öffentlich. Mehr noch: „hth“ ist immer noch einer der Autoren, die die meisten Artikel auf kommunisten.eu schreiben dürfen, und das sind vor allem Grundsatzartikel.

Ich frage die linken Genossen in der DKP: Wann legt ihr diesem „hth“ und den anderen Revisionisten das Handwerk? Die Website kommunisten.de ist, neben der UZ, das wichtigste Organ der DKP-Bundespartei. Selbst wenn man bedenkt, daß die DKP (bedingt durch ihre revisionistische Grundausrichtung) keine klare kommunistische Position erwarten kann, aber solche offen antikommunistischen Hetzartikel auf einer offiziellen Homepage des Parteivorstands – das ist schon stark!

Andererseits: Sind einmal die Schranken gebrochen, ist also der korrekte Weg des Marxismus-Leninismus einmal verlassen, schleichen sich die Konterrevolutionäre ein. Führende Leute der DKP, so der stellv. Parteivorsitzende Leo Mayer oder der vormalige Chefideologe der DKP, Robert Steigerwald, liebäugeln mit den Trotzkisten, der Ex-Vorsitzende Heinz Stehr lobt schon mal die Kollaboration mit den USA im Irak, der frühere stellv. UZ-Chef Ulrich Sander, scharwenzelt mit den Antideutschen und verleumdet die Kritiker des Zionismus. Sie alle blieben ungeschoren und wurden nicht aus der DKP ausgeschlossen. Warum dann nicht auch solche offen antikommunistischen Artikel, wie der von diesem „hth“?

[1] vgl. Artikel des Genossen Dr. Kurt Gossweiler: Brief an Robert Steigerwald (10. Dezember 2005) inkl. vorhergehender Schriftstücke (seit 11.9.2002) und nachfolgendem Briefwechsel (bis 11.5.2006) auf www.kurt-gossweiler.de
[2] Siehe: Geschichtsfälscher
[3] Inzwischen weiß man, daß es sich bei dem „Dokument“ um eine Fälschung handelt. Siehe: http://www.kommunisten-online.de/Archive/blackchanel/katyn_vk.htm und
http://kommunisten-online.de/Archive/blackchanel/katyn1.htm
[4] siehe: kommunisten.eu

Quelle:
Kommunisten-online

siehe auch:
Ist Gewalt zur Verteidigung des Kommunismus unmoralisch?
Katyn: Waren die Dokumente gefälscht?
Über die Nazimorde im Wald von Katyn
Über Katyn: Fälscher im russischen Staatsarchiv
Elena Prudnikowa: Die Story der Fälscher

P.S. inzwischen wurde der verleumderische Artikel gelöscht und durch einen ebenso fälschenden ersetzt; bekannt wurde auch: hth = Heribert Thomalla
im Impressum steht ein gewisser Leo Mayer.

Brief an den Roten Webmaster

Zuschrift an den Roten Webmaster:
K-online
Lieber Günter,
Ich habe mich gestern auch länger mit diesem Text über die Fälschungen
(http://www.kommunisten-online.de/historie/udssr.htm#Dokumentation)
befaßt und war schon am Überlegen, wie man da Zwischenüberschriften reinsetzt, damit es besser lesbar ist. Dein Tip ist gut, Ausschnitte aus den 140 Gespräche des Schriftstellers Tschujew mit Molotow herauszusuchen. Der Tschujew ist sowohl gewissenhaft als auch sehr vertrauenswürdig. Ich guck mir das heute mal genauer an.

Und ich muß Dir das jetzt mal sagen – man kriegt ohnehin zuwenig Lob für das was man für die Menschheit und gegen die Dummheit tut! – also, ich finde es große Klasse, daß Du Dir jeden Tag Gedanken machst, was man den Lesern Wichtiges an Information und Aufklärung weitergeben kann, damit sie etwas klüger werden. Ein dummes Volk kann man leichter hinter’s Licht führen, ein gebildetes dagegen nicht ganz so lange. Feigheit und Faulheit waren ja für Kant schon immer das Haupthindernis, welches der Befreiung des Menschen aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit im Wege stand: Feigheit, weil man sich nicht zu sagen traut, was man Unrechtes feststellt – aus Angst um den Job. Und Faulheit, weil es allmal bequemer ist, dem Mainstream zu folgen und einfach – nichts zu tun! … Es hat sich ja allet so schön einjeschaukelt: „…uff unsere Saalabende is et imma so jemietlich, wir kennen die Kneipe, det Bier is ooch jut..“ (Tucholsky). Und anstatt sich auf der Demo naßspritzen zu lassen, von schlimmeren Dingen mal ganz abgesehen (der bedauerliche Mann in Stuttgart, der sein Augenlicht verlor!) – und man möchte ja auch nicht zu den „Chaoten“ gehören, die sich wegen eines bekanntlich (!) „gut abgesicherten“ Castortransportes an die Gleise ketten…igittigitt!!!

Es gibt ja so verschiedene Trends in der bürgerlichen Meinungsmache:

Erster Trend – die Ablenkung. Man schafft Unterhaltungs“werte“, so daß die Leute immer mehr durch Kleinigkeiten und Belanglosigkeiten von den wirklich wichtigen Dingen dieser Welt abgelenkt werden, und das klappt ja auch perfekt! Von Badewannenrennen auf dem Dorfteich bis zum neuesten Auftritt der „Prinzen“ ist alles drin. Das brave Vergnügungvolk empfindet die Welt als einen „großen Spielplatz“ – so schrieb ein junger Blogger über seine Reiseerlebnisse in Australien und Kanada. Ein Schweizer „Künstler“ stellt in N.Y. einen Riesen-Bronze-Teddy mit einer Lampe auf dem Kopf aus, der dann versteigert werden soll – wie schön! Und plötzlich kommen auch wieder Berichte über „die einzigartige Kirschblüte in Japan“.

Zweiter Trend – die Mitleidspose. Man bedauert die „Aufständischen“ in Libyen und man beklagt sich über die 4 „Reporter“, die gerade verhaftet wurden. Ja, man nennt sogar ihre Herkunftsländer. Es werden ein paar Krokodilstränen über die Opfer des Erdbebens (!) vergossen, während insgeheim die deutsche Industrie jubelt, daß Toyota in Schwierigkeiten gerät. Völlig unsinnigerweise wurden heimlich die Grenzwerte für radioaktive Belastung angehoben – Gefährliches ist nicht nun mehr so gefährlich. Und das führt uns auch schon zum nächsten Punkt:

Dritter Trend – die Verharmlosung. Nach allen Regeln der Kunst wird die Atomkraft verharmlosend als „Brückentechnologie“ hingestellt – eine Brücke, über die man „sicher“ gehen könne. Ein paar „Experten“ aus Wissenschaft und Technik sind „sogar“ der Meinung, daß es „realistisch“ sei, bis zum Jahre 2050 (!) vollständig zu erneuerbaren Energien überzugehen. (So kann man noch fast 40 Jahre schön mit den alten Schrottmeilern aus dem Jahre 1978 Geld verdienen: pro Tag rund eine Million Euro!) Die Comedy-Branche mischt kräftig mit: Witze tragen ja sehr dazu bei, daß alles nicht mehr so gefährlich aussieht, und daß alles nicht mehr ganz so ernst genommen wird. „Es wird ja doch nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Eine schöne – und doch hier sehr dumme Redensart!

Vierter Trend – die Werbung. Auf Teufel komm raus wird für „Bio“-Sprit geworben. In der ADAC-Zeitung schreibt der Chefredakteur eine schöne Kolumne über die „Verwirrung der Verbraucher“, die angeblich durch die „widersprüchlichen“ Informationen der Mineralölkonzerne entstanden sei. Obwohl alle Leserkommentare einhellig auf die Vernichtung von landwirtschaftlichen Nutzflächen und die verschärften Folgen solcher Monokulturen für die Existenz der kleinen Bauern und die Welternährungslage hinweisen. (Da haben die Leser und die Autofahrer inzwischen doch einiges begriffen!) Man wirbt nicht nur über die bunten Zeitungen in den Briefkästen für Dinge, die man „braucht“, aber auch nicht braucht. Und jede illustre „Gesprächsrunde“ über derart harmlose Themen, wie eine deutsche Ausstellung in China, die kein Mensch kennt, oder ein durchaus bemerkenswertes „Promi-Dinner“ oder „Bauer sucht Frau“ und was dergleichen nette, aber dümmliche Dinge noch sind… tragen zur allgemeinen Verblödung bei.

Fünfter Trend – die Rechtfertigung. Zur Begründung eines deutschen Kriegseinsatzes fordern Politiker im Bundestag, den NATO-Truppen zu „helfen“; gleichzeitig wird unter Hinweis auf die „friedliche Revolution von 1989“ (schon jedes Wort ist eine Lüge!) von den Erfolgen gegen den „Machthaber“ in Ägypten geredet. Der Bitte Ghadaffis (man schreibt ja: Forderung) um Feuereinstellung läßt man sich nicht „abschrecken“; für versehentlich “Fehleinsätze“ bittet man um „Entschuldigung“ („Kollateralschäden“) – das hatten wir ja auch schon mal.

Sechster Trend – die Lügen. Dazu brauche ich wahrscheinlich nicht mehr allzuviel zu sagen. Erstens merkt man sie nicht immer (es kommt immer dann heraus, wenn Fälschungen aufgedeckt werden, wie die über die angebliche Schuld Stalins an der Ermordung der Polen in Katyn – was der kürzlich auf so seltsame Weise plötzlich verstorbene Prof. Iljuchin im Mai 2010 ans Licht der Öffentlichkeit brachte, oder die Fälschungen über den sog. „Molotow-Ribbentrop-Pakt“ und vieles mehr. Und zweitens, kein Lügengespinst ist so dicht geflochten, daß es nicht doch ans Licht kommt – das beweisen die Plagiatsvorwürfe an den adligen „Doktor“ Guttenberg, wo ein empörter Wissenschaftler sogar äußerte: „Wir sind einem Betrüger aufgesessen!“ (Wenn ihn das mal nicht seinen Job gekostet hat…!) Doch die mutigen Stimmen können nicht zum Schweigen gebracht werden! Und die Ermordung Ernst Thälmanns werden wir denen niemals vergessen! Das kann ich Dir schwören!

Ich werde mich mal mit Prognosen befassen. Prof.Jürgen Kuczynski tat das ganz ausführlich in seinem 1984 erschienenen Band „60 Jahre Konjunkturforscher“ – sowohl Marx, als auch Lenin und Stalin hatten größtenteils recht mit ihren Prognosen. Es wäre freilich dumm, wollte man eine Prognose machen über die nächste Mondfinsternis, denn das kann man berechnen. In der heutigen Gesellschaft, gerade auch in der Anarchie des derzeitigen Kapitalismus ist das jedoch nicht ganz so einfach. Doch es ist nicht unmöglich! Und eine Prognose kann ja auch ermutigend sein, selbst wenn sie dann nur deshalb eintrifft, weil man fest an sie geglaubt hat. ))))))

Rote Grüße!
Sascha

Und hier ist der Beitrag des Sowjetischen Informationsbüros von 1948:
Geschichtsfälscher (eine historische Feststellung)
Sowinformbüro Geschichtsfälscher
(anklicken mit links, dann „Download PDF Dokument“)