Der faschistische Mob in Kiew

Am 8.Dezember 2013 geschah etwas Gespenstisches in der ukrainischen Hauptstadt: Ein aufgehetzter faschistischer Mob stürzte das marmorne Lenin-Denkmal. Schon tags zuvor waren mit Steinen, Knüppeln und einem Bulldozer bewaffnete Banditen laut „Revolution“ brüllend gegen fast unbewaffnete Sicherheitskräfte vorgegangen, die das Regierungsgebäude sichern sollten. Es kam zu blutigen Auseinandersetzungen, bei denen sich die Regierungstruppen merkwürdig defensiv verhielten, und auch bei dem Sturz des Lenin-Denkmals tatenlos zusahen…

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Bertolt Brecht: VOLKSBEFRAGUNG.

Man braucht es eigentlich nicht zu kommentieren: Auch Bertolt Brecht war Kommunist. Vielfach verkündete er seine kommunistische Gesinnung. Und das in allen seinen Werken. Klug verhielt er sich gegenüber dem ihm feindlich gesonnenen US-amerikanischen Untersuchungsausschuß (McCarthy). Und er entging seinen Häschern. Ernst Busch sang seine Lieder, Erwin Geschonneck spielte seine Szenen auf der Bühne. Jahrelang. Die Kinder lernten in der Schule seine Gedichte. Und die Menschen (nicht nur in der DDR) kannten das Lied vom Kommunismus. Auch heute können wir von ihm lernen. Wir lernen wieder, was es heißt: Klassenkampf! Und Kampf gegen den Faschismus. Für eine neue, eine bessere Welt! Lerne die Feigheit überwinden, Genosse! Wehre dich gegen die Falschheit, entlarve die Lüge! Kämpfe!
Wien 1938Wien – Heldenplatz 1938

Und als wir sie sahen ziehen,
Da haben wir laut geschrien:
Sagt keiner von Euch nein?
Ihr dürft nicht ruhig bleiben!
Der Krieg, in den sie euch treiben,
Kann nicht der eure sein!

Berlin, den 13. März 1938. In einer proletarischen Wohnung zwei Arbeiter und eine Frau. Der kleine Raum ist durch eine Stange blockiert. Im Radio hört man ungeheuren Jubel, Glockenläuten und Flugzeuggeräusche. Eine Stimme sagt: „Und nun zieht der Führer in Wien ein.“

DIE FRAU: Das ist wie ein Meer.
DER ÄLTERE ARBEITER: Ja, er siegt und siegt.
DER JÜNGERE ARBEITER: Und wir werden besiegt.
DIE FRAU: So ist es.
DER JÜNGERE ARBEITER: Horch, wie sie schreien! Als bekämen sie was!
DER ÄLTERE ARBEITER: Sie bekommen. Eine Invasionsarmee,
DER JÜNGERE ARBEITER: Und dann heißt es „Volksbefragung“. Ein VoIk, ein Reich, ein Führer! Willst du das, Deutscher? Und wir können nicht einmal ein kleines Flugblatt herausgeben zu dieser Volksbefragung. Hier in der Arbeiterstadt Neukölln.
DIE FRAU: Wieso können wir nicht?
DER JÜNGERE ARBEITER: Zu gefährlich.
DER ÄLTERE ARBEITER: Jetzt, wo auch noch Karl hochgegangen ist. Wie sollen wir die Adressen kriegen?
DER JÜNGERE ARBEITER: Zum Textausarbeiten fehlt uns auch ein Mann.
DIE FRAU deutet auf das Radio: Er hatte hunderttausend Mann für seinen Überfall. Uns fehlt ein Mann. Schön. Wenn nur er hat, was er braucht, dann wird eben er siegen.
DER JÜNGERE ARBEITER böse: Dann fehlt Karl also nicht.
DIE FRAU, Wenn hier eine solche Stimmung herrscht, dann können wir grad so gut auseinandergehen.
DER ÄLTERE ARBEITER: Genossen, es hat keinen Sinn, wenn wir uns hier etwas vormachen. Es ist schon so, daß das Herausbringen eines Flugblatts immer schwieriger wird. Wir können nicht so tun, als ob wir das Siegesgebrüll da – er zeigt auf das Radio – einfach nicht hörten. Zu der Frau: Du mußt zugeben, daß jeder mal, wenn er so was hört, das Gefühl haben kann, daß sie doch immer mächtiger werden. Klingt das nicht wirklich wie ein Volk?
DIE FRAU: Das klingt wie zwanzigtausend Besoffene, denen man das Bier gezahlt hat.
DER JÜNGERE ARBEITER: Vielleicht sagen das nur wir, du?
DIE FRAU: Ja. Wir und solche wie wir.

Die Frau glättet einen kleinen, zerknitterten Zettel

DER ÄLTERE ARBEITER: Was ist das?
DIE FRAU: Das ist die Abschrift eines Briefes. Da wir den Lärm haben, kann ich ihn vorlesen.

Sie liest

„MEIN LIEBER SOHN! MORGEN WERDE ICH SCHON NICHT MEHR SEIN. DIE HINRICHTUNG IST MEISTENS FRÜH SECHS. ICH SCHREIBE ABER NOCH, WEIL ICH WILL, DASS DU WEISST, DASS MEINE ANSICHTEN SICH NICHT GEÄNDERT HABEN. ICH HABE AUCH KEIN GNADENGESUCH EINGEREICHT, DA ICH JA NICHTS VERBROCHEN HABE. ICH HABE NUR MEINER KLASSE GEDIENT. WENN ES AUCH AUSSIEHT, ALS OB ICH DAMIT NICHTS ERREICHT HABE, SO IST DAS DOCH NICHT DIE WAHRHEIT. JEDER AUF SEINEN PLATZ, DAS MUSS DIE PAROLE SEIN! UNSERE AUFGABE IST SEHR SCHWER, ABER ES IST DIE GRÖSSTE, DIE ES GIBT, DIE MENSCHHEIT VON IHREN UNTERDRÜCKERN ZU BEFREIEN. VORHER HAT DAS LEBEN KEINEN WERT, AUSSER DAFÜR. WENN WIR UNS DAS NICHT IMMER VOR AUGEN HALTEN, DANN VERSINKT DIE GANZE MENSCHHEIT IN BARBAREI. DU BIST NOCH SEHR KLEIN, ABER ES SCHADET NICHTS, WENN DU IMMER DARAN DENKST, AUF WELCHE SEITE DU GEHÖRST. HALTE DICH ZU DEINER KLASSE, DANN WIRD DEIN VATER NICHT UMSONST SEIN SCHICKSAL ERLITTEN HABEN, DENN ES IST NICHT LEICHT. KÜMMERE DICH AUCH UM MUTTER UND DIE GESCHWISTER, DU BIST DER ÄLTESTE. DU MUSST KLUG SEIN. ES GRÜSST EUCH ALLE DEIN DICH LIEBENDER VATER.“

DER ÄLTERE ARBEITER: Wir sind doch nicht so wenige.
DER JÜNGERE ARBEITER: Was soll denn stehen in dem Flugblatt zur Volksbefragung?
DIE FRAU nachdenkend: Am besten nur ein Wort: NEIN!

Quelle:
Bertolt Brecht: Volksbefragung. In: Die Zeit trägt einen roten Stern, Deutsche Schriftsterller berichten über Revolution und Klassenkampf, Aufbau Verlag Berlin (DDR), 1958, S.546-548.
Foto: Österreische Nationalbibliothek.

Siehe auch:
Metropolit Gregorius: Wider den Antikommunismus!
Warum der Faschismus auf fruchtbaren Boden fällt…
Wer sind eigentlich die Kommunisten?

„Die Kommunisten sind die einzigen, die immer noch
eine bessere Welt schaffen wollen.“ (Oscar Niemeyer)

Bertolt Brecht: Im Gefängnis zu singen…

Bertolt Brecht
Im Gefängnis zu singen…

1. Sie haben Gesetzbücher und Verordnungen,
Sie haben Gefängnisse und Festungen,
Ihre Fürsorgeanstalten zählen wir nicht.
Sie haben Gefängniswärter und Richter,
Die ihr Geld bekommen und zu allem bereit sind.
Ja, wozu denn?
(Glauben sie denn, daß sie uns damit kleinkriegen?)
Eh‘ sie verschwinden, und das wird bald sein,
Werden sie gemerkt haben, daß ihnen das alles nichts mehr nützt,
Daß ihnen das alles nichts mehr nützt.

2. Sie haben Geld und Kanonen,
Die Gummiknüppel zählen wir nicht.
Polizisten und Soldaten.
Ja, wozu denn?
(Haben sie denn so mächtige Feinde?)
Sie glauben, da muß doch ein Halt sein,
Der sie, die Stürzenden stützt.
Eines Tages, und das wird bald sein,
Werden sie sehen, daß ihnen alles nichts nützt.
Und dann können sie noch so laut Halt schrei’n,
Weil sie weder Geld noch Kanonen mehr schützt.

Komposition: Hanns Eisler
Interpretation: Ernst Busch

Siehe:
Kommunisten-online: Getreten, geprügelt, mit Giftgas bekämpft…

Die schwarzen Pfaffen und die Politik

Auf welcher Seite dieser russische Pope steht, sieht man hier sehr deutlich:
russischer PfaffeNicht nur in rückständigen Ländern ist es so, daß das ungebildete Volk Orientierung sucht bei religiösen Ratgebern, auch in den hochindustrialisierten kapitalistischen Ländern ergreift das religiöse Dunkelmännertum die ungebildeten Massen. Die Pfaffen aller Arten mischen sich in die Politik ein, gehen in die Schulen und verblöden die Kinder, erzählen den naiv Gläubigen vom Himmelreich und von der ewigen Seligkeit, die sie einst erwartet. Sie lenken ab vom Klassenkampf und erziehen ihre „Schafe“ zu Demut, Friedfertigkeit und Geduld. Und sie verbünden sich nicht selten mit den reaktionärsten Kreisen*. Ganz klar, daß da nicht nur die Bereicherungssucht und das Machtstreben des Klerus dahintersteckt, sondern auch eine staatliche Absicht. Nämlich die, daß die Verblödung der Volksmassen der herrschenden Klasse gerade ins Konzept paßt. Die Erklärung Lenins aus dem Jahre 1905 liest sich so, als wäre sie erst gestern geschrieben…

Die moderne Gesellschaft ist ganz auf der Ausbeutung der ungeheuren Massen der Arbeiterklasse durch eine verschwindend kleine, zu den Klassen der Grundeigentümer und Kapitalisten gehörende Minderheit der Bevölkerung aufgebaut. Das ist eine Sklavenhaltergesellschaft denn die „freien“ Arbeiter, die ihr Leben lang für das Kapital arbeiten, „haben Anrecht“ nur auf solche Existenzmittel, die zum Lebensunterhalt der Profit erzeugenden Sklaven und zur Sicherung und Verewigung der kapitalistischen Sklaverei notwendig sind. Die ökonomische Unterdrückung der Arbeiter verursacht und erzeugt unvermeidlich alle möglichen Arten der politischen Unterdrückung und sozialen Erniedrigung, der Verrohung und Verkümmerung des geistigen und sittlichen Lebens der Massen. Die Arbeiter können sich mehr oder weniger politische Freiheit für den Kampf um ihre ökonomische Befreiung erringen, aber keinerlei Freiheit wird sie von Elend, Arbeits-losigkeit und Unterdrückung erlösen, solange die Macht des Kapitals nicht gestürzt ist.

Die Religion ist eine von verschiedenen Arten geistigen Joches, das überall und allenthalben auf den durch ewige Arbeit für andere, durch Not und Vereinsamung niedergedrückten Volksmassen lastet. Die Ohnmacht der ausgebeuteten Klassen im Kampf gegen die Ausbeuter erzeugt ebenso unvermeidlich den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits, wie die Ohnmacht des Wilden im Kampf mit der Natur den Glauben an Götter, Teufel, Wunder usw. erzeugt. Denjenigen, der sein Leben lang arbeitet und Not leidet, lehrt die Religion Demut und Langmut hienieden und vertröstet ihn mit der Hoffnung auf himmlischen Lohn. Diejenigen aber, die von fremder Arbeit leben, lehrt die Religion Wohltätigkeit hienieden, womit sie ihnen eine recht billige Rechtfertigung ihres ganzen Ausbeuterdaseins anbietet und Eintrittskarten für die himmlische Seligkeit zu erschwinglichen Preisen verkauft.

Die Religion ist das Opium des Volks. Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges Leben ersäufen. Doch der Sklave, der sich seiner Sklaverei bewußt geworden ist und sich zum Kampf für seine Befreiung erhoben hat, hört bereits zur Hälfte auf, ein Sklave zu sein. Durch die Fabrik der Großindustrie erzogen und durch das städtische Leben aufgeklärt, wirft der moderne klassenbewußte Arbeiter die religiösen Vorurteile mit Verachtung von sich, überläßt den Himmel den Pfaffen und bürgerlichen Frömmlern und erkämpft sich ein besseres Leben hier auf Erden. Das moderne Proletariat bekennt sich zum Sozialismus, der die Wissenschaft in den Dienst des Kampfes gegen den religiösen Nebel stellt und die Arbeiter vom Glauben an ein jenseitiges Leben dadurch befreit, daß er sie zum diesseitigen Kampf für ein besseres irdisches Leben zusammenschließt.

Quelle:
W.I. Lenin, Sozialismus und Religion, in: Werke, Bd.10, S.70f.

* der damals bereits in der Schweiz lebende BRD-Schriftsteller Rolf Hochhuth schrieb 1963 in seinem Drama „Der Stellvertreter“ über die geheimen Verbindungen der katholischen Kirche zu den Nazis und entlarvte damit deren Verstrickung und das Verschweigen des Massenmordes der deutschen Faschisten an den Juden. Die katholische Kirche unterstützte gezielt die deutschen Faschisten (anfangs und später – z.B. Rattenlinie)

Siehe auch:
Dunkelmännertum!
Gegen die religiöse Verblödung der Menschheit
Der politische Klerikalismus
Die Kirche im Faschismus

Warum man den Anarchismus bekämpfen soll…

Dunkel war’s, der Mond schien helle…
Mond
…doch eine „Erleuchtung“ ist wohl nicht zu erwarten. Oder was soll man dazu sagen, wenn man immer wieder liest, wie ein paar frustrierte Kleinbürger ihrer Unzufriedenheit Luft machen, indem sie über „den vielleicht einzigen Weg“ aus der Katastrophe phantasieren, wo andere, radikalere, anarchistische Zeitgenossen allenorts zur Zerstörung aufrufen? Beides ist gleichermaßen dumm, denn es führt zu nichts (außer vielleicht zur Aufrüstung und zur Verschärfung der Kontrollen und Zwänge gegen die unterdrückte Klasse)…

Doch hören wir, was diese „Weltverbesserer“ zu sagen haben: „Geschichte ist nicht etwas, was mit den Menschen geschieht – es ist die Tätigkeit der Leute. In jedem Moment, mit jeder Entscheidung und jeder Geste gestalten wir unsere Kultur, unsere Lebensgeschichten, unsere Welt, ob wir nun selbst Verantwortung dafür übernehmen oder ob wir diese Macht den Managern, Politikern, Popstars, den Wirtschaftssystemen oder Gottheiten zuschreiben. In einer Gesellschaft, die ihre Macht und unsere Passivität verherrlicht, ist der ganze Gedanke, der diese Passivität herausfordert ein Denkverbrechen. Das Gegenteil davon ist eine Grenzüberschreitung, ohne die Freiheit und Selbstbestimmung unmöglich sind – es ist der Hauptschlüssel, der die Gefängnisse unseres Zeitalters aufschließt.“ Hört sich klug an, nicht wahr? Mit diesen schwülstigen Worten begründet eine kommerziell aufgemachte, amerikanische Anarchisten-Website ihren Aufruf zu zivilem Ungehorsam und freier Entfaltung der Persönlichkeit, wohl wissend, daß damit eine Änderung der gesellschaft-lichen Verhältnisse, die Beseitigung von Ausbeutung und Unterdrückung durch das kapitalistische Herrschaftssystem nicht möglich ist.

Die Blümchen-Revolution

In ähnlicher Weise, nur friedlicher – doch nicht weniger einfältig – argumentiert eine andere Gruppe von „Weltverbesserern“ in einem Blog. Sie schreiben: „Die nicht zukunftsfähige Politik in aller Welt mit der Folge der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen fordert eine sanfte Revolution heraus. Diese ist – jedenfalls in Deutschland – allein anhand der bestehenden Gesetze möglich…“ Ach nee. Und sie haben die Lösung auch schon parat: „Es gibt wohl keine andere Möglichkeit als den Beitritt möglichst vieler Nachdenklicher in die Parteien.“ Na, wunderbar! Endlich findet sich jemand in dem politischen Durcheinander, der den klaren Blick für die Zukunft der Menschheit bewahrt und einen Ausweg aus der Misere gefunden hat!
tralala…mit Ringelreihen, Klatschen und Singen vertreiben wir die Zerstörer unserer Lebensgrundlagen – ein für allemal !!!

Eine „sanfte Revolution“? Hatten wir das nicht schon mal: eine „friedliche Revolution“? Ach nein, das war ja eine Konterrevolution 1989. Das haben einige Spätzünder ja nun auch begriffen. Denn es ging zurück in die kapitalistische Gesellschaft, in den Raubtier-kapitalismus mit Kriegen und Eroberungen, mit Ausbeutung und Hartz4 undsoweiter!
ZukunftDer Weg in die amerikanische Zukunft…

Alle diese Theorien aus Wolkenkuckucksheim entbehren allerdings nicht einer gewissen Komik. „Wo bitte geht’s in die Zukunft?“ – „Geradewegs nach rechts und dann nach links, und da ist irgendwo ein Wahllokal. Sie können sich aber auch gleich im Internet vernetzen und ihre Stimme abgeben!“ (Wer weiß, ob sie die jemals wiederfinden werden.) – So etwa stellt sich Klein-Alfred die Demokratie vor. Nicht zu vergessen, daß sich ja auch schon viel bedeutendere Komiker vor ihm auf der Kabarettbühne dazu geäußert haben…

Über die Ideologien der Gegenwart

Doch kehren wir zurück zur Wirklichkeit. „Die Drehachse des modernen gesellschaftliche Lebens“, so schrieb Stalin, „ist der Klassenkampf. In diesem Kampfe aber läßt sich jede Klasse von ihrer eigenen Ideologie leiten. Die Bourgeoisie hat ihre eigene Ideologie – das ist der sogenannte Liberalismus. Die eigene Ideologie hat auch das Proletariat – das ist bekanntlich der Sozialismus. Man kann den Liberalismus nicht als etwa Geschlossenes und Unteilbares betrachten: er zerfällt in verschiedene Richtungen entsprechend den verschiedenen Sichten der Bourgeoisie. Auch der Sozialismus ist nicht geschlossen und unteilbar: auch in ihm gibt es verschiedene Richtungen. Wir wollen uns hier nicht mit der Untersuchung des Liberalismus befassen – das verschieben wir besser auf ein anderes Mal. Wir wollen den Leser nur mit dem Sozialismus und seinen Strömungen bekannt machen. Unserer Meinung nach wird das für ihn von größerem Interesse sein.“ [1]

Die verschiedenen Weltanschauungen der Arbeiterklasse

Und Stalin schreibt weiter: „Der Sozialismus teilt sich in drei Hauptströmungen: Reformismus, Anarchismus und Marxismus. Der Reformismus (Bernstein u.a.), für den der Sozialismus nur ein fernes Ziel und weiter gar nichts ist, der Reformismus, der faktisch die sozialistische Revolution ablehnt und den Sozialismus auf friedlichem Wege zu errichten sucht, der Reformismus, der nicht den Kampf der Klassen predigt, sondern ihre Zusammenarbeit, – dieser Reformismus zersetzt sich von Tag zu Tag, verliert von Tag zu Tag immer mehr alle sozialistischen Kennzeichen, so daß, unserer Meinung nach, seine Untersuchung hier, in diesen Artikeln, bei Bestimmung des Sozialismus, in keiner Weise vonnöten ist. Ganz anders steht es um den Marxismus und den Anarchismus: beide werden heute als sozialistische Strömungen anerkannt, beide führen einen erbitterten Kampf gegeneinander, beide sind bemüht, sich in den Augen des Proletariats als wirklich sozialistische Lehren hinzustellen, so daß es natürlich für den Leser von bedeutend größerem Interesse ist, diese beiden Strömungen zu untersuchen und einander gegenüberzustellen.“ [2]

Was ist Anarchismus?

Der Anarchismus ist eine kleinbürgerliche pseudorevolutionäre politische und ideologische Strömung, die jede staatliche Organisation und Gewalt prinzipiell ablehnt. … Die soziale Grundlage des Anarchismus ist der durch die kapitalistische Entwicklung verursachte Zerfall des kleinbürgerlichen Privateigentums. Der ökonomische Ruin bringt den Kleineigentümer gegen den kapitalistischen Staat auf; zugleich aber fürchtet er aber auch den sozialisischen Staat, weil er in diesem keine Perspektive für sein Privateigentum sieht. „Der Anarchismus ist ein Produkt der Verzweiflung. Die Mentalität des aus dem Geleise geworfenen Intellektuellen oder des Lumpenproletariers, aber nicht des Proletariats.“ [3]

Marxismus oder Anarchismus???

„Manche sind der Auffassung,“ schreibt Stalin weiter, „der Marxismus und der Anarchismus hätten ein und dieselben Prinzipien, es gäbe zwischen ihnen lediglich taktische Meinungsverschiedenheiten, so daß es ihrer Meinung nach ganz unmöglich sei, diese beiden Strömungen einander gegenüberzustellen. Dies ist jedoch ein großer Irrtum. Wir sind der Auffassung, daß die Anarchisten richtige Feinde des Marxismus sind. Wir erkennen also auch an, daß man gegen richtige Feinde einen richtigen Kampf führen muß.“ [4]

Und was ist dagegen Terrorismus? Wem nützt er und wem schadet er?

Terrorismus ist die Anwendung brutaler Gewalt zur Verbreitung von Furcht und Schrecken. Konkreter Ausdruck sind u.a. Attentate und Brandschatzungen, grausame Verfolgungen, Folterungen, Sprengsoffanschläge und Flugzeugentführungen. Des Terrorismus bedienen sich verschiedene gesellschaftliche Kräfte. Besonders reaktionäre Kreise der herrschenden Klasse imperialistischer Staaten geifen zu terroristischen Methoden, um die Arbeiterklasse und andere demokratische Bewegungen sowie nationale Befreiungsbewegungen niederzuhalten oder rassistische, religiöse und nationale Minderheiten zu drangsalieren. Vielfach versuchen sie, ihre Aktionen damit zu rechtfertigen, daß auch ultralinke, meist anarchistische Gruppen, die sich aus Vertretern kleinbürgerlicher Protestbewegungen gegen den Kapitalismus rekrutieren, terroristische Mittel anwenden. Zur realistischen Einschätzung der Lage außerstande, wollen diese Gruppen die Massen z.B. durch Attentate „wachrütteln“. Ultralinke Terrorgruppen werden häufig von Polizei und Geheimdiensten unterwandert, z.T. auch durch Neofaschisten manipuliert. Mitunter sehen Angehörige unterdrückter Völker nur in terroristischen Aktionen einen Ausweg aus ihrer Lage. Die Achtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker und der Souveränität ihrer Staaten ist eine wesentliche Bedingung, um den „internationalen Terrorismus“ einzuschränken und auszurotten.[5] So schrieb 1987 das Lexikon für Zeitungsleser.
TerrorUS-amerikanischer Staatsterror

Inzwischen muß man feststellen, daß der Staatsterrorismus durch die USA, die NATO und ihre Geheimorganisationen und Banditenarmeen nahezu ungebremst Einfluß auf andere Staaten und deren Regierungen zu nehmen versuchen. Sie schrecken weder vor faschistischen Überfällen auf fremde Länder und Territorien, Banditenkriegen, Sabotageakten, subversiven Eingriffen, noch vor Attentaten und Morden zurück, um ihren Machtbereich zu erweitern, und versetzen damit alle demokratischen Kräfte in Angst und Schrecken…

Quellen:
[1] J.W. Stalin, Anarchismus oder Sozialismus (1907), in: Werke, Bd.1, Dietz Verlag Berlin (DDR); 1950, S.257f.
[2] J.W. Stalin, a.a.O. S.258
[3] Buhr/Klaus: Kleines Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Philosophie, Dietz Verlag Brlin (DDR), 1981, S.21.
[4] J.W. Stalin, a.a.O. S.258.
[5] Taschenlexikon für Zeitungsleser, Dietz Verlag Berlin (DDR), 1987, S.238f.

Venezuela – und die Gefahr des Faschismus

Daß uns die Auseinandersetzung mit dem FASCHISMUS noch lange nicht loslassen würde, war in den Nachkriegsjahren nach 1945, spätestens seit der Remilitarisierung der imperialistisch besetzten Westzonen Deutschlands, klar geworden. Nach schweren Kämpfen hatte die Sowjetunion (im späten Bündnis mit den Alliierten) das faschistische Hitlerdeutschland besiegt. Doch die alten Nazis, die einer Verurteilung durch das Nürnberger Gericht entgangen waren, die untergetaucht oder in den Westen geflüchtet waren, spielten dabei erneut eine wichtige Rolle. Sie wurden in der BRD nie zur Verantwortung gezogen, sondern gelangten – ganz im Gegenteil zu der antifaschistischen DDR – in Westdeutschland sehr schnell wieder in wichtige Führungspositionen von Staat, Wirtschaft und Geheimdienst. Und erst recht trat der wiederaufkommende Faschismus erneut zutage, als allmählich die bis zum heutigen Tage existierenden Verflechtungen der Geheimdienste der BRD mit den nazistischen Gruppierungen (wie NSU und NPD) bekannt geworden waren. Alle Vertuschungsmanöver halfen nichts. Ein Verbot der faschistischen NPD ist von staatlicher Seite weder gewollt noch wurde es jemals angestrebt. Und ausgerechnet die sich als antikapitalistisch gebärdende Linkspartei steht mit ihrer zwiespältigen, ja mitunter sogar ausgesprochen demagogischen Haltung zu Karl Liebnecht, Rosa Luxemburg und Ernst Thälmann, und erst recht mit ihrer feindlichen Haltung gegenüber J.W. Stalin einem wirksamen antifaschistischem Kampf im Wege. Nun erleben wir in Venezuela etwas ähnliches wie zu Zeiten des faschistischen Putsches in Chile. Eigentlich sollte das den Völkern eine Lehre sein…

Im Jahre 1985 schrieb das Politisch-ökonomische Handbuch der DDR: „Venezuela hat ein mittleres kapitalistisches Produktionsniveau erreicht und entwickelt sich zu einem Industrie-Agrarstaat. Grundlage der venezolanischen Ökonomie ist die 1976 verstaatlichte Erdölwirtschaft.“ – Spätestens an dieser Stelle sollten wir hellhörig werden: verstaatlicht? War nicht gerade die Enteignung der Nazi- und Kriegsverbrecher und die Verstaatlichung der Privatbetriebe in der DDR ein wichtiger Schritt bei der antifaschistisch-demokratischen Umwälzung? War nicht gerade die Einführung des Volkseigentums an den wichtigsten Produktionsmitteln ein entscheidender Schritt auf dem Wege zum Sozialismus? Ja, das ist richtig. Ohne eine Beseitigung seiner sozial-ökonomischen Wurzeln wird die Überwindung des Kapitalismus und das Ende der kapitalistischen Ausbeutung niemals möglich sein. Dennoch ist Venezuela kein sozialistisches Land. Denn ohne eine proletarische Revolution, bzw. ohne die Einführung sozialistischer Produktionsverhältnisse, ohne Führung durch eine Kommunistische Partei der Arbeiterklasse und ohne Diktatur des Proletariats wird es keinen Sozialismus geben. Eine Revolution ist eben nur dann etwas wert, wenn sie sich auch zu verteidigen versteht. Und die Erdölwirtschaft? Gerade die imperialistische Gier nach immer neuen Erdölvorräten führte zum Überfall der USA, der NATO und anderer faschistischer Banditen auf den Irak, auf Libyen und auf Syrien.

Weiter schreibt das Handbuch: „Die Nationalisierung der Förderung sowie Verarbeitung von Eisenerz (1975) und der Erdölwirtschaft (1976) sowie der Aufbau einer staatlichen Schwer- und Verarbeitungsindustrie führten zur Herausbildung eines staatlichen Sektors, der 1982 ca.72% der venezolanischen Wirtschaft konrollierte.“ [1] – Damit hatte sich Venezuela der Kontrolle durch den britischen, den deutschen und den USA-Imperialismus entzogen. Genau das war den imperialistischen Staaten schon immer ein Dorn im Auge, für die Arbeiterklasse Venezuelas jedoch war es ein historischer Fortschritt! Die Gefahr des Faschismus in Venezuela ist nach wie vor latent vorhanden. Nach der Ermordung von Hugo Chávez gab es nun eine erneute faschistische Kampagne, dirigiert vom US-Imperialismus und ausgeführt vom unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Capriles und seinen faschistischen Anhängern.
Nicols MaduroDer neugewählte Präsident Nicols Maduro

Der am 14. April 2013 mit 50.8 % der Stimmen neugewählte Präsident Maduro versuchte, ein „Massaker zu verhindern, ähnlich dem, das am 11. April 2002 durchgeführt wurde. Als Vorspiel zum Staatsstreich gegen Chávez hatte die Rechte einen ähnlichen Marsch in das Zentrum geführt und elf Anhänger von Chávez getötet als Vorwand für den Staatsstreich“. Der Präsident der Nationalversammlung Diosdado Cabello schrieb: „Es war reiner Faschismus, sie griffen CDIs an und zerstörten sie, verfolgten die Ärzte und steckten Häuser in Brand. Es ist unverantwortlich von Capriles, all dies hervorgerufen zu haben.“ In seinem Blog schreibt einartysken: daß nun „klar wird, daß das Zurückdrehen der Uhr, was jetzt noch einmal verhindert worden ist, bedeutet, daß das Volk in den Dreck zurückgeschleudert werden soll, es seiner Rechte beraubt werden soll, freie Erziehung und Gesundheitsdienste als erstes abgeschafft werden sollen und die Landreform, bei der Millionen Land zugeteilt bekommen haben, rückgängig gemacht wird. Und vor allem, daß der nationale Reichtum an Erdöl und Gas in die USA verschwinden wird.“ [2]

Quellen:
[1] Länder der Erde, Politisch-ökonomisches Handbuch, Verlag Die Wirtschaft Berlin (DDR), 1985, S.642.
[2] einartysken-Blog: Faschistische Gewalt stößt auf revolutionäre Verteidigung

Siehe auch:
Wer beherrscht die Welt?
Auftragsmord (Made by CIA)
Die Machenschaften der Erdölmafia
Ein dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte
Deutschland (1933): Der Weg in die faschistische Diktatur

Zetkin: Ich will dort kämpfen, wo das Leben ist.

Minibuch Clara ZetkinIm Leseland DDR gab es eine gute Tradition der Buchkunst. Nicht nur der Dietz Verlag Berlin, auch viele andere Verlage gaben berühmte Bucher heraus, die oft nicht größer waren als eine Streichholzschachtel, eine Bibliothek im Hosentaschenformat sozusagen. Aber sie waren fadengeheftet, in Kunstleder gebunden – kurzum: eine wertvolle Edition. Nicht selten wurden sie als Auszeichnung an verdienstvolle Werktätige überreicht oder sie wanderten stillschweigend in die Bibliophilensammlung irgendeines lesebeflissenen Parteisekretärs. So erschien aus Anlaß des Weltkongresses im Internationalen Jahr der Frau 1975 in Berlin eine solche bibliophile Ausgabe mit Texten von Clara Zetkin (1857-1933). Die berühmte Führerin der deutschen und internationalen Arbeiter- und Frauenbewegung (heute würde man sagen: Frauenrechtlerin), geboren im sächsischen Wiederau, wurde nicht zuletzt bekannt durch ihre mutige und anklagende Rede bei der Eröffnung des deutschen Reichstages am 30. August 1932, wo sie sich als dessen kommunistische Abgeordnete und Alterspräsidentin mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln gegen den aufkommenden Faschismus, die Kriegsgefahr und die Versklavung des deutschen Volkes wandte.

Im Vorwort zu diesem Büchlein lesen wir: Clara Zetkin war eine „leidenschaftliche Kämpferin gegen Imperialismus, Faschismus und Krieg, eine sozialistische Patriotin, eine treue Freundin der Sowjetunion, eine Revolutionärin, deren ganzes Leben dem Ringen um eine neue, glückliche Welt gehörte. … Millionen von Frauen auf allen Kontinenten aber verehren in ihr zudem die große Vorkämpferin für die Befeiung ihres Geschlechtes, die bis zum Ende ihres Lebens bemüht war, die Masse der Frauen in den Kampf um den Sozialismus einzubeziehen.“ [1] Und an anderer Stelle: „Die Hände und Hirne der Proletarier, der Werktätigen dürfen keinen Anteil an dem Verbrechen der Imperialisten aller Länder haben, der Vernichtung des Imperialismus, des Kapitalismus gehört ihre Betätigung.
Die Forderung erscheint hart in der Zeit der Arbeitslosigkeit von Millionenheeren. Allein, sie kann, sie muß erzwungen, Brot kann durch Friedens- und Freiheitskampf errungen werden, wenn die Millionen wollen, handeln, Macht gegen Macht. Gegen die Kommandogewalt der kriegsbegeisterten Kapitalisten die reale Macht der Leistungen der freiheitsverlangenden Millionen in den Betrieben, die reale Macht ihrer erdrückenden Überzahl in der Straße. Imperialistische Kriege geben winzige, trockene Brotkrusten und nehmen Brotlaibe. Die Steuerlasten aller Völker unter kapitalistischem Joch erhärten es, Kanonen, Tränengas und Kavallerie gegen die hungernden Kriegsopfer in Washington beweisen den Dank des Vaterlandes der Reichen und Sehrreichen, wie ihn die Notverordnungen der Regierungen Brüning und Papen bestätigen. … Die unüberwindliche Kraft von Millionen ist die zusammengeballte Kraft aller einzelnen, der Frauen wie der Männer.“ [2]

Quelle:
[1] Clara Zetkin, Ich will dort kämpfen, wo das Leben ist, Dietz Verlag, Berlin, 1976, S.3-5.
[2] ebd. Zum Internationalen Kongreß gegen den Krieg, August 1932, S.288-298.

Und hier sind die Millionenmassen der Werktätigen, die Ausgebeuteten und Unterdrückten…
DemonstrationBrüsselLondonGriechenlandLeninMoskau
Machtvolle Demonstrationen in aller Welt beweisen: Lenin ist alles andere als ein „Dinosaurier“ der Geschichte, wie das ein paar intellektuelle Idioten an der Universität Uljanowsk gerne gesehen hätten…

P.S. Und KÄMPFEN, liebe Leute, WO DAS LEBEN IST, das heißt nicht, die ganze Zeit am iPhone, iPad oder wie die Dinger alle heißen, herumzuspielen, sondern die Augen aufzumachen und sich aktiv und klug mit dem wahren Leben zu befassen. Kämpfen heißt, Partei zu ergreifen für die Entrechteten und Unterdrückten, für die Sache des Proletariats. Kämpfen heißt, etwas zu tun gegen die politische Verblödung. Es heißt, sich an den Klassenkämpfen zu beteiligen und sich zu widersetzen gegen Ausbeutung und Unterdrückung. DAS ist die Wirklichkeit und das Leben, und nicht das elektronische Spielzeug, das immer mehr von den so dringend notwendigen Klassenkämpfen ablenkt. Feigheit und Faulheit waren schon immer die schlimmsten Ursachen für die politische Unmündigkeit des schaffenden Volkes: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ (sagte schon Kant) … und quatsche nicht diesen hirnverbrannten Mist nach, den Dir die Massenmedien jeden Tag einzuhämmern versuchen!

Siehe auch:
Clara Zetkin: Über die Frauenarbeit
Aufklärung – unsere Hauptaufgabe
Nur die Wahrheit führt uns zur Erkenntnis
Die Herrschaft der Souffleure
Mr.Kerry und das Recht auf Dummheit
Warum der Sozialismus siegen wird

Korea: Der Westen lügt – wie immer

Wie wir wissen, werden die Menschen in den westlichen Ländern (Eurozone, GB und USA) systematisch belogen und aufgehetzt. Bekanntlich haben auch falsche Übersetzungen daran einen großen Anteil, denn: wer in Europa oder in den USA versteht schon koreanisch oder persisch oder arabisch. Das war mit dem Irak so, wo angeblich Chemiewaffen gelagert sein sollten, mit Libyen und mit dem Iran. Die Kette der Lügen ist schier endlos lang. So unterstellt man der nordkoreanischen Regierung, der KDVR (man sagt ja: dem „Diktator“ oder dem „Machthaber“), sie habe dem „freien Südkorea“ den Krieg erklärt und mit Atomwaffen gedroht, was eine so dicke Lüge ist, daß sie schon fast wieder geglaubt wird. Zuvor haben die USA Tarnkappenbomber nach Südkorea geschickt, gemeinsame Kriegsmanöver abgehalten und ihre Soldaten mobilisiert. Wenn nun das keine Bedrohung ist, was dann? Die Fakten aus dem Hitlerkrieg sind nur allzu gut bekannt. „Am 22. Juni 1941 fielen deutsche Truppen, wortbrüchig und ohne Kriegserklärung, auf der Front vom Nördlichen Eismeer bis zum schwarzen Meer plötzlich in sowjetisches Gebiet ein. Dutzende friedlicher Städte wurden von Fliegern bombardiert. Neben den deutschen Faschisten traten auch Finnland, Rumänien und Ungarn in den Krieg ein. Im Verlaufe der ersten 10 Tage gelang es den Hitlertruppen, Litauen, einen beträchtlichen Teil Lettlands, den Westen Belorußlands und einen Teil der West-Ukraine zu besetzen. Das Sowjetland befand sich in tödlicher Gefahr.“[1] So oder ähnlich würden wohl auch die westlichen Faschisten in den USA und der NATO im Falle von Korea gerne handeln, da ihnen die unabhängige KDVR schon immer als Feindbild diente. Es ist ein Spiel mit dem Feuer! Die Provokateure und erprobten Kriegsverbrecher, sie sitzen im Pentagon und im Weißen Haus…

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… und die Täter waschen ihre Hände in Unschuld

(der Begriff „Täter“ ist zwar juristisch nicht ganz korrekt, aber wir können uns so besser vorstellen, was hier gemeint ist…)

Erwerblose Frau stirbt nach Leistungskürzung auf Null durch Jobcenter
Halle/Saale - SilberhöheHalle/Saale (Ostdeutschland), DDR-Neubaugebiet „Silberhöhe“

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Kurzbeschreibung: Erwerblose Frau stirbt nach Leistungskürzung auf Null durch Jobcenter
Beitragsart: Kommentar
Sprache: deutsch
Redaktionsbereiche: Politik/Info, Arbeitswelt, Wirtschaft/Soziales
Produktionsdatum: 17.09.2012
Autor: Götz Rubisch
Radio: Radio Corax, Halle/S.
Unterberg 11
06108 Halle
fon: 0345/4700745, fax: 0345/4700746
info(at)radiocorax.de
Länge: 4:28 Minuten
Name/Größe: 20120917-nachrichten-50848.mp3 / 10489 kB
Dateiformat: MPEG-1 Layer 3, 320 kbit/s, Stereo, (44100 kHz)
Datum: 17.09.2012/09:01
Lizenz: Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.

Übernommen von: von Grilleau @ Montag, Sep. 24, 2012 – 22:39:32
Titel: Nachrichten aus der beschädigten Welt

…nun vielleicht doch noch ein kleiner Nachtrag:
Wir wissen, daß in diesem kapitalistischem Staatswesen nicht die Menschlichkeit regiert, sondern das nackte Kalkül, die Berechnung, die Macht und das Geld – kurz gesagt: das Kapital. Darüber mag man nun verwundert sein oder auch nicht, wütend sein oder auch nicht. Die Kapitalisten finden das jedenfalls ganz in Ordnung so. Hinzu kommt daß ein Großteil der Menschen (also die Mehrheit) durch die fast ausschließlich pro-kapitalistische Beeinflussung, durch Äußerlichkeiten, wie Werbung, Medien, durch den „schönen Schein“ usw. stark beeinflußt ist, und sich mangels Alternative, mangels eigener anderer (und besserer!) sozialer Erfahrungen und Erlebnisse (wie z.B. eine Kindheit in der DDR) auch leicht vom Kapitalismus beeinflussen läßt. Viele Menschen sind leicht beeinflußbar, sie sind leicht zu überzeugen. Sie halten den heutigen Zustand für alternativlos. (Die Medien sorgen schon dafür, daß den Menschen jegliche sozialistische Alternative ausgeredet wird.) Wer dagegen diese Gesellschaft als abstoßend, brutal oder häßlich empfindet, und wer zudem subjektiv das Gefühl hat, dem Ganzen gegenüber wehrlos und hilflos ausgeliefert zu sein (vielleicht, weil er alleine ist und sonst niemanden hat), der gerät leicht in diese Verzweiflung hinein. Dagegen hilft natürlich keine (im übrigen: falsche und verlogene!) Therapie, sondern nur ein klarer proletarischer Klassenstandpunkt, das Bewußtsein, das die Welt veränderbar ist. Und natürlich auch der Mut, nicht aufzugeben in dieser Lage. Und darum: Proletarier aller Länder vereinigt euch….!