Glanz und Elend der bürgerlichen Welt

Glanz und privater Reichtum…

‚Wissen ist Macht‘ sagt ein altbekanntes Sprichwort. Wir sehen die schönen Fassaden, wir sehen, wieviel Neues jeden Tag entsteht, wir sehen die vielen tätigen, sich erholenden, ihre Freizeit gestaltenden Menschen. Doch können wir wirklich wissen, was um uns herum geschieht? Oder sind das alles nur Vermutungen? Es ist nicht nur eine philosophische Frage: Wie können wir erkennen, worin das Wesen unserer Gesellschaft besteht?  Und wenn wir heute nun wirklich im Kapitalismus leben, woher kommt dann diese Gleichgültigkeit? Woher kommt die so scheinbar überall zu spürende Zufriedenheit mit einer der schlimmsten Ausbeuterordnungen der Weltgeschichte? In der BRD haben sich im Verlaufe der Jahrzehnte schon sehr viele Menschen erfolgreich mit dem Kapitalismus arrangiert.

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Werner Lamberz: Über den ideologischen Kampf

Werner LamberzErfolge des Kapitalismus: Das Handwerk erlebt zur Zeit einen neuen Aufschwung, der Geschäftsklimaindex ist so gut wie noch nie in den letzten zwanzig Jahren. 95% der befragten Handwerksbetriebe sehen optimistisch in die Zukunft. (Ist das nicht schön?) Oder: Die Zahl der Schulabbrecher ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurüchgegangen. Oder: Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung führender Forschungsinstitute in den kommenden Jahren deutlich wachsen… usw. usf. Kennen wir das nicht alle? Hat jemals einer Bedenken gehabt, ob alle diese tollen Erfolgsmeldungen überhaupt zutreffen? Die Zeitungen berichten täglich davon, Talkshows und Reportagen scheinen es zu beweisen: Der Kapitalismus strotzt nur so vor Kraft, eine Arbeiterklasse gibt es nicht mehr und die kommunistische Bewegung kränkelt vor sich hin. Doch dieser Eindruck ist falsch! Er ist ganz offensichtlich das Ergebnis der ideologischen Diversion, des sich verschärfenden Klassenkampfes gegen das Proletariat. Wir werden manipuliert. Oft ist uns das nicht einmal mehr bewußt. In einer Rede zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution (1977) wies Genosse Werner Lamberz darauf hin, daß es keine ideologischen Ruhepausen geben kann:

Für manche Leute sieht es nun gelegentlich so aus, als besitze die Bourgeoisie heute mehr „Material“ gegen die Sowjetunion und unsere Länder als früher. Tatsächlich aber haben wir es mit dem wohl organisierten, stabsmäßig geleiteten Apparat und seinen enorm gewachsenen Möglichkeiten zur Multiplikation zu tun.

Mit Rundfunksendern, TV-Stationen und Druckereien auf Propagandakurs

Es ist natürlich kein Zufall, daß die USA-Regierung in jüngster Zeit nicht nur nicht die Bewilligung für die Einstellung der Tätigkeit so berüchtigter Diversionszentralen wie „Stimme Amerikas“, „Radio Liberty“, „Free Europe“, „RIAS“, und wie sie alle heißen, gab, sondern ihren Ausbau anordnete und außerdem die Mittel für die Einrichtung 11 weiterer Rundfunksender gegen den Sozialismus verlangte. Ebenso werden die zahllosen amerikanischen wissenschaftlichen Institute, politologischen Einrichtungen, öffentlichen und geheimen Dienste, die sich alle mit dem Kampf gegen den Sozialismus beschäftigen, nicht für die Forschung um der Forschung willen betrieben, sondern eingesetzt als wissenschaftlich-politisches Potential zum antikommunistischen Kampf.

…dafür ist immer genügend Geld da!

Nirgendwo in den kapitalistischen Ländern sind bei den Kürzungen der Budgets die Etats der Medien, die Mittel für die sogenannte Öffentlichkeitsarbeit, für die zahllosen Einrichtungen zur Massenmanipulation und zur ideologischen Auseinandersetzung mit uns und unserer Weltanschauung auch nur angerührt worden. Nein, sie wurden so behandelt wie die Armee: in den Mitteln aufgestockt, in den technischen Möglichkeiten verbessert und auf dem modernsten Niveau gehalten und im Personalbestand ständig erweitert und qualifiziert. Also, sie haben nicht mehr „Material“ gegen uns, aber mehr Möglichkeiten zur Verbreitung. Sie sind heute in der Lage, aus zehn sogenannten Dissidenten mehr zu machen als in den zwanziger Jahren mit l½ bis 2 Millionen weißgardistischer Emigranten. Sie vergrößern heute eine Mücke so oft, daß sie sie ihrem Publikum dann tatsächlich als sowjetischen Oppositions-Elefanten vorführen können.

Gab es „Willkürakte der DDR im Grenzverkehr“ – oder war das nur eine Lüge?

Wie das funktioniert, möchte ich euch noch an einem uns ebenfalls nahegelegenen Beispiel demonstrieren. Wer regelmäßig die Westberliner Medien verfolgt, weiß, daß seit 5 Jahren, seit jenem Abkommen, das die Einreise von Westberlinern in die DDR und ihre Hauptstadt erlaubt, kaum ein Tag vergangen ist, wo nicht über die „Willkürakte der DDR im Personenverkehr“, „unmenschliche Schikanen gegen Besucher“ oder angebliche „Vertragsbrüche der DDR“ gezetert worden ist. Vor kurzem, nach dem ruhmlosen Abgang von Schütz, ist in Westberlin erstmalig eine einigermaßen exakte Information veröffentlicht worden, und daraus ergibt sich: Mehr als 16 Millionen Mal haben Westberliner in den vergangenen fünf Jahren (bis Anfang Juni 1977) von den Besuchsmöglichkeiten Gebrauch gemacht. Und wieviel Beschwerden gab es da? Der lärmenden Hetze nach müßte man auf wenigstens 10 Prozent tippen, das wären 1.600.000. Nein? Aber doch wenigstens 1 Prozent, das wären 160.000 Fälle. Nein, auch nicht. Ich zitiere jetzt wörtlich den Senatsbericht in der Fassung, wie DPA ihn am 14. Juni 1977 mitteilte: „Insgesamt gab es seit 1972 7.540 Beschwerden.“ Ende des Zitats.

Eine lächerlich geringe Zahl von Beschwerden

7.540 bei 16 Millionen Besuchen in fünf Jahren! Dabei weiß man, daß diese Westberliner von ihrer Obrigkeit geradezu angehalten wurden, sich schon zu beschweren, wenn ihnen bei uns jemand versehentlich auf die Zehen tritt oder ein Uniformierter sie schief anguckt. Aber dennoch waren es in 5 Jahren nur Siebeneinhalbtausend. Und das sind nicht einmal 0,05 Prozent. Eine so niedrige Beschwerdeziffer im millionenfachen grenzüberschreitenden Verkehr gibt es sonst nirgendwo auf der Welt, noch dazu bei so unterschiedlichen Gesellschafts-ordnungen, noch dazu an diesem neuralgischen Punkt der Weltpolitik. Und das ist allein und nur dem korrekten, umsichtigen, geduldigen und politisch reifen Verhalten der DDR und ihrer Organe zu verdanken! Doch darüber gibt es keine Kommentare im RIAS, im SFB, in keiner Zeitung, auch nicht im Fernsehen. Kein bürgerlicher Politiker sagt ein Wort der Anerkennung, nein, in die Welt wird weiterhin hinausgepustet, was das für bösartige Leute in der DDR sind, diese SED-Kommunisten.

Für mehr Ideenreichtum im ideologischen Kampf

Aber, Genossen, so ist das in allen Fragen, die die Propaganda gegen uns ins Feld führt. Der gewaltige Aufwand steht im direkt umgekehrten Verhältnis zum Wahrheitsgehalt und zur Tatsachentreue. Ich sage nicht, daß dieser Aufwand nicht auch mancherorts Eindruck macht, aber letzten Endes kann Menge nicht Inhalt und Überzeugungskraft ersetzen. Ich möchte auch nicht so verstanden werden, daß unsere Weltanschauung zu ihrer wirkungsvollen Verbreitung solcher Mittel, nicht aller modernen Möglichkeiten, nicht des großen Apparates und nicht der koordinierten, und konzentrierten Tätigkeit bedürfe, nur weil sie gesellschaftlich wahr, richtig und in Übereinstimmung mit den Gesetzmäßigkeiten unserer Epoche ist. Nein, ich glaube wir werden uns – im Gegenteil – da gemeinsam noch einiges mehr einfallen lassen müssen.

Es ist gelang nicht, den Sozialismus gewaltsam zu beseitigen…

Dennoch darf man sich durch den Aufwand des bürgerlichen Propagandaapparates nicht täuschen lassen. Er soll ausgleichen, was dem Kapitalismus an anderen Fronten nicht gelungen ist, und vortäuschen, was er als Ganzes im Kampf gegen den Sozialismus nicht erreichen konnte, nämlich Erfolge von einigem Belang zu erringen und die historische Initiative zurückzugewinnen. Dabei ist es ja keineswegs so, daß die internationale Bourgeoisie in den vergangenen zehn Jahren etwa leichttertig versäumt hätte, was der Herr von Hassel 1967 von ihr gefordert harte, nämlich „mehr zu tun“, um den Sozialismus zurückzudrängen oder zu denaturieren, zu unterlaufen oder zu übertrumpfen, jedenfalls auf die eine oder andere Weise aus der Welt zu schaffen. Nein, im Gegenteil, die Anstrengungen im politischen, militärischen, wirtschaftlichen, diplomatischen Bereich waren beträchtlich. Doch nicht für den Imperialismus. ging die Rechnung auf, er erlitt zahlreiche politische und militärische Niederlagen. (…)

Die imperialistische Geschichtschreibung basiert auf Lügen

Die imperialistischen Machthaber samt ihren rechtssozialdemokratischen Beihelfern gebärden sich neute als die reinsten Unschuldsengel: Daß sie einen grausamen, verbrecherischen Krieg in Vietnam, Laos und Kambodscha geführt haben, den sie erst beendeten, als sie militärisch besiegt, politisch geschlagen und moralisch völlig diskreditiert waren, davon soll möglichst nicht mehr geredet werden. Daß sie Kuba mit jeder Art von Boykott und Blockade auf die Knie zwingen wollten, daß sie die DDR auf jede Weise geschädigt, ihr die Selbständigkeit und Unabhängigkeit bestritten, ihre völkerrechtliche Anerkennung deshalb hintertrieben haben, weil sie sie annektieren wollten, daß sie die sozialistischen Länder mit der „Politik der Stärke“ erpressen, ihre Einheit aufbrechen und sie einzeln der Konterrevolution in die Arme treiben wollten (wie es 1968 in der CS$R probiert wurde) – auch das mag nach den Reinwaschungsübungen der bürgerlichen Propaganda dem dortigen Publikum bald nur noch wie eine „Legende“ erscheinen oder bestenfalls als eine – natürlich – „völlig verzerrte kommunistische Geschichtsbetrachtung“ angeboten werden.

Das ist psychologische Kriegführung!

Kurz gesagt: Das ideologisch-politische Hauptergebnis der gegenwärtigen Verschärfung der Krise des Kapitalismus ist die immer stärkere Diskreditierung des Kapitalismus als gesellschaftliches System. Das ist eine der wichtigsten Ursachen dafür, daß sich der politisch-ideologische Kampf verschärft hat. Der ideologische Kampf mußte also nicht nur weitergehen, sondern auch noch zunehmen, wie wir stets betont haben. Aber das, was gegenwärtig von bestimmten imperialistischen Kreisen betrieben wird, ist nicht die normale, notwendige und unumgängliche ideologische Auseinandersetzung, die den Gegensatz der Systeme widerspiegelt und zum Wettbewerb zwischen ihnen gehört, der unter den Bedingungen der friedlichen Koexistenz stattfindet. Nein, das ist psychologische Kriegsführung.

Wir sind uns im klaren, doch wir müssen es auch allen anderen klarmachen: Es geht dem Gegner doch nicht um die Meenschenrechte, wie er jetzt ständig lauthals verkündet, sondern um das Recht, zu rüsten, nicht um freie Meinung, sondern um den Mißbrauch der Menschen gegen Frieden und Sozialismus.

Quelle:
Werner Lamberz, Ideologische Aufgaben bei der Vorbereitung des 60. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, Dietz Verlag Berlin, 1977, S.16-22. (Zwischenüberschriften von mir, N.G.)

Die NSA und die Spitze des Eisbergs

NSA

US-Journalist Jeremy Scahill enthüllt im DPA-Interview
NSA SPIELT BEI WELTWEITEN MORDEN DER USA DIE HAUPTROLLE
übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Havanna, 23. Oktober 2013, Cubadebate. – Der US-amerikanische Journalist Jeremy Scahill forschte jahrelang über die verborgene Seite des „Krieges gegen den Terrorismus“ der USA. Er bestätigt, daß die NSA, die für das Abhören und Speichern von etlichen Millionen telefonischen Gesprächen, E-Mails und sonstigen Mitteilungen sowie persönlichen Angaben von Bürgern bis hin zu hochrangigen Politikern am Pranger steht, weiterhin unterschätzt wird. Eine neue Art des Journalismus ist nach seiner Meinung dringend notwendig. Scahill, der mit dem Edwards Snowden nahestehenden Reporter Glenn Greenwald eine neue journalistische Plattform eröffnen will, wurde bei seinem Besuch in Berlin von DPA interviewt:

DPA: In Ihrem Buch „Dirty Wars“ („Schmutzige Kriege“) sagen Sie, daß eine Kontinuität zwischen der Außenpolitik von George W. Bush und der von Barack Obama existiert. Worin würden sich Ihrer Meinung nach ihre Ansätze unterscheiden?

Scahill: Die Unterschiede sind nuanciell. Obama will vom Einsatz militärischer Gewalt in großem Maßstab abrücken. Er will stattdessen Strukturen schaffen, die Mord als einen zentralen Bestandteil der Politik der USA etablieren. In gewisser Weise meine ich, daß seine Präsidentschaft das Potential hat, auf diesem Gebiet langfristig einen sogar noch weitaus größeren Schaden anzurichten, weil er dafür eintritt, daß dies so ganz richtig ist, man das tun müsse.

DPA: Die „Washington Post“ offenbarte, daß die NSA der CIA die Informationen liefert, um Drohnenangriffe zu starten. Überrascht Sie dies?

Scahill: Ich weiß viel mehr als das, was die „Washington Post“ sagt. Aber wir haben das noch nicht veröffentlicht, so daß ich diesbezüglich nicht viel sagen kann. Für jetzt bestätige ich, daß das nur die Spitze des Eisbergs ist. Die NSA spielt eine absolut zentrale Rolle in einem weltweiten Programm des Mordens durch die Vereinigten Staaten. Wir werden diesbezüglich mehr Informationen in den nächsten Monaten veröffentlichen.

DPA: Aber die NSA ist doch mit der Auswertung der telefonischen Daten und der Internetinformationen befaßt?

Scahill: Die NSA wird nicht aus einem Haufen von Computerfreaks gebildet, die Anrufe belauschen. Die NSA als Organisation ist eine schlimme Bestie, deren wesentlicher Auftrag militärisch ist. Wer naiv glaubt, daß sie aus ein paar wenigen Verrückten besteht, die da mit Kopfhörern herumsitzen und sich Telefonate anhören, kapiert nicht, wie die Geheimdienste der USA funktionieren.*

DPA: Denken Sie, daß es Möglichkeiten gibt, daß diese Programme reduziert werden?

Scahill: Nein. In den Vereinigten Staaten ist es sehr schwierig, von einem Gesetz abzurücken, wenn es erst einmal verkündet worden ist. Hätte Edward Snowden nicht diese Dokumente bei sich gehabt, dann gäbe es diese ganze Debatte in den Vereinigten Staaten überhaupt nicht.

DPA: Sie wollen eine neue Medienorganisation mit Glenn Greenwald und Laura Poitras, die als Journalisten ebenfalls derzeit an Berichten über die NSA arbeiten, eröffnen. Wie kam es zu dieser Idee?

Scahill: Glenn und ich sind Freunde seit etlichen Jahren. Bevor Glenn nach Hongkong flog, um sich mit Edward Snowden zu treffen, sagte er mir, was er gerade macht. Ich wußte nicht genau, mit wem er sich treffen wird. Das war eine wirklich riskante Situation. Ich begann mit Glenn als Kollege zu arbeiten, um ihm zu helfen. Die Publizistin Laura Poitras kenne ich seit gewisser Zeit und bewundere wirklich ihre Arbeit als Dokumentaristin. Wir haben zu dritt darüber diskutiert, eine Art gemeinsames Projekt zu starten. Als wir noch am Beginn der Idee standen, fragten wir uns: Sollen wir eine Website mit einer Finanzkampagne machen? Sollen wir Spenden einsammeln?

DPA: Das Thema der Finanzierung ist gelöst worden. Der Mitgründer von Ebay, Pierre Omidyar, versicherte, daß er das Vorhaben unterstützen wird. Aber warum entschlossen Sie sich, ein neues Medium zu schaffen?

Scahill: Wir alle waren über das Tempo der Veröffentlichungen diesbezüglich enttäuscht. Die herkömmlichen Modelle des Journalismus sind sehr bürokratisch. Die Idee ist, eine Einrichtung zu gestalten, in welcher der Journalismus den Vorrang hat (…) seriösen Investigativjournalismus zu machen. Das ist kostspielig und braucht viel Zeit. Und fast kein Medium hat viel Geld und ausreichend Personal, um Investigativjournalismus zu machen, seriös, langfristig. Natürlich würden Snowdens Dokumente Bestandteil dieser Organisation werden. Es gibt Hunderte Geschichten bezüglich Snowdens Taten, die noch nicht geschrieben worden sind. Dies wird der erste Ansatz unseres Teams sein.

DPA: Macht Ihnen keine Sorgen, daß die Öffentlichkeit das Interesse an den Enthüllungen über die NSA verlieren könnte?

Scahill: Ich meine, daß wir einen Journalismus schaffen werden, der die Menschen daran interessiert, zu lesen. Ich weiß von Hunderten Geschichten, die von enormem Interesse für die Menschen in den USA und in der Welt sein würden. Man kann nicht davon ausgehen, daß es die Menschen nicht interessieren würde. Man muß das tun, weil es sie interessiert.

DPA: Angesichts des Drucks, welcher auf Glenn Greenwald und Euer Pärchen David Miranda und Laura Poitras ausgeübt wird, haben sie keinerlei Sorge um sich selbst?

Scahill: Das ist ein Kampf, den ich austragen will. Ich meine, daß wir uns der Herausforderung stellen müssen. Journalistisch sehe ich in diesem Moment nichts Wichtigeres. Wir müssen die Politik der völligen Verheimlichung der Regierung der Vereinigten Staaten herausfordern. Wir müssen Maßnahmen einleiten, um zu vermeiden, daß unsere Daten verdichtet, geraubt und beschlagnahmt werden.

(Gestützt auf Meldungen von DPA)

Quelle:
http://www.cubadebate.cu/noticias/2013/10/23/la-nsa-juega-un-papel-en-programa-global-de-asesinatos-ejecutados-por-eeuu-afirma-experto/
* hier wurde der Text leicht geändert um Irritationen zu vermeiden: die faschistoiden Geheimdienste der USA erlauben keine gedankliche Nähe zu dem als „Stasi“ (Staatsssicherheit) bezeichneten Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.

Mit freundlicher Genehmigung übernommen von Kommunisten-online.de

Bemerkung: Immerhin erstaunlich ist es, daß sich diejenigen, die bisher im Solde der imperialistischen Bourgeoisie und ihrer Geheimdienste standen, nunmehr Gedanken machen um die moralische Seite ihres Handelns. Noch ahnen sie kaum, daß ihre Dienstherren und sie selbst Handlanger eines der verbecherischsten Regimes in der Weltgeschichte wurden: sie wurden zu Akteuren des amerikanischen Imperialismus.
Noch unterliegen sie vermutlich der trügerischen Hoffnung, man könne durch eine Offenlegung dieser mörderischen Aktivitäten der NSA die „freie Markwirtschaft“ und „das schöne Leben im Kapitalismus“ irgendwie retten und sich selbst von der moralischen Verantwortung entbinden. Dennoch müssen wir ihnen dankbar sein, denn: hätte es einen Bradley Mannings und Edward Snowden und andere „Whistleblower“ nicht gegegeben, wären alle diese Verbrechen nicht an die Öffentlichkeit gelangt.

Korea: Der Westen lügt – wie immer

Wie wir wissen, werden die Menschen in den westlichen Ländern (Eurozone, GB und USA) systematisch belogen und aufgehetzt. Bekanntlich haben auch falsche Übersetzungen daran einen großen Anteil, denn: wer in Europa oder in den USA versteht schon koreanisch oder persisch oder arabisch. Das war mit dem Irak so, wo angeblich Chemiewaffen gelagert sein sollten, mit Libyen und mit dem Iran. Die Kette der Lügen ist schier endlos lang. So unterstellt man der nordkoreanischen Regierung, der KDVR (man sagt ja: dem „Diktator“ oder dem „Machthaber“), sie habe dem „freien Südkorea“ den Krieg erklärt und mit Atomwaffen gedroht, was eine so dicke Lüge ist, daß sie schon fast wieder geglaubt wird. Zuvor haben die USA Tarnkappenbomber nach Südkorea geschickt, gemeinsame Kriegsmanöver abgehalten und ihre Soldaten mobilisiert. Wenn nun das keine Bedrohung ist, was dann? Die Fakten aus dem Hitlerkrieg sind nur allzu gut bekannt. „Am 22. Juni 1941 fielen deutsche Truppen, wortbrüchig und ohne Kriegserklärung, auf der Front vom Nördlichen Eismeer bis zum schwarzen Meer plötzlich in sowjetisches Gebiet ein. Dutzende friedlicher Städte wurden von Fliegern bombardiert. Neben den deutschen Faschisten traten auch Finnland, Rumänien und Ungarn in den Krieg ein. Im Verlaufe der ersten 10 Tage gelang es den Hitlertruppen, Litauen, einen beträchtlichen Teil Lettlands, den Westen Belorußlands und einen Teil der West-Ukraine zu besetzen. Das Sowjetland befand sich in tödlicher Gefahr.“[1] So oder ähnlich würden wohl auch die westlichen Faschisten in den USA und der NATO im Falle von Korea gerne handeln, da ihnen die unabhängige KDVR schon immer als Feindbild diente. Es ist ein Spiel mit dem Feuer! Die Provokateure und erprobten Kriegsverbrecher, sie sitzen im Pentagon und im Weißen Haus…

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Mr.Kerry und das „Recht auf Dummheit“

Mr.KerrySein blütenweißes Hemd, die edle Seidenkrawatte und sein makelloses Äußere mögen vielleicht darüber hinwegtäuschen – aber mit Weisheit und mit Bildung scheint der neue Staatssekretär nicht gerade reichlich gesegnet zu sein. In einer Rede vor Studenten äußerte dieser (wie in ähnlicher Weise vor ihm auch schon ein anderer Demagoge), daß es gerade die Freiheit sei, weshalb man die Dummheit des Volkes für gerechtfertigt halte. Und eben deshalb sei das „Recht auf Dummheit“ so wertvoll…

Nach den Worten von Kerry „lebt und atmet“ die amerikanische Gesellschaft „die Idee der religiösen Freiheit und der religiösen Toleranz“, von welcher Art der Standpunkt auch immer sei. Und der Staatssekretär fügte hinzu, daß die Menschen es häufig nicht fassen können, warum das Oberste Gericht des Landes dieser oder jener Gruppe erlaube, auf die Straße zu gehen, obwohl es wie eine Provokation und Beleidigung anderer Menschen wahrgenommen wird. „Der Grund ist die Freiheit, die Meinungsfreiheit“, betonte er. „In Amerika sind Sie berechtigt, ein Dummkopf zu sein, wenn Ihnen das wünschenswert erscheint“, ergänzte Kerry unter dem Gelächter der Anwesenden. „Und wir ertragen es. Wir leben irgendwie damit. Und ich denke, daß das wertvoll ist. Ich denke, daß das etwas ist, wofür man kämpfen muߓ, schloß der Chef des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten.

Und der Staatssekretär versäumte es in diesen Tagen auch nicht, für das Recht und die freie Meinungsäußerung in dem (von ihm offensichtlich neu erfundenen) mittelasiatischen Land „Kyrsachstan“ einzutreten. Später beim offiziellen Entziffern der Rede wurde dann die Äußerung Kerrys auf der Webseite des Staatsdepartaments korrigiert.

Ist das nicht merkwürdig? Es ist als hätten sie sich abgesprochen. Nur darf man das Volk nicht für so dumm halten, als ob es nicht wüßte, was Freiheit wirklich ist…
► Freiheit von kapitalistischer Ausbeutung
► Freiheit von sozialer Unterdrückung durch die Kapitalisten
► Freiheit der Mitbestimmung in allen gesellschaftlichen Fragen
► Freiheit der Bildung und Entfaltung der Persönlichkeit für alle Kinder des Volkes
► Freiheit von Meinungsmanipulation durch die Massenmedien
► Freiheit von imperialistischen Kriegen und militärischer Gewalt
► Freiheit von Angst um den Arbeitsplatz und existenziellen Nöten
► Freiheit von Hartz4, von Leiharbeit und ungleicher Entlohnung von Mann und Frau
► Freiheit von nazistischen Provokationen
► Freiheit von religiöser Verblödung (wie z.B. Kreationismus)
► Freiheit von der Abhängigkeit durch die Großkonzerne, die Pharmaindustrie, die Lebensmittelmafia, die Energieriesen, die Atommächte usw.
Allerdings ist Dummheit ja nun wirklich keine Tugend. Und es ist schon sehr eigenartig, wenn ein hoher Regierungsbeamter (unter dem Vorwand der Meinungsfreiheit) das „Recht auf Dummheit“ für so wertvoll hält, daß es bestehen bleibt, anstatt alles dafür zu tun, daß alle Menschen seines Landes die nötige Bildung erhalten… Wie sieht es denn nun aus mit der Freiheit in den USA?

Nur ein Beispiel: Wie wählt man in „Gottes eigenem Land“?

In einer kleinen Broschüre schreibt Herbert Steiniger über die Freiheit:
Wie es mit der Freiheit der Wahl in den imperialistischen Ländern aussieht, wird auch bei einer näheren Untersuchung des Wahlsystems in den USA deutlich. In „Gottes eigenem Land“ ist eine große Zahl von Menschen von der Wahlbeteiligung ausgeschlossen. So unglaublich es klingt – es ist nachprüfbare Wirklichkeit: in 13 Staaten der USA haben arbeitslose Unterstützungsempfänger nicht das Recht, in die Wahlliste eingetragen zu werden; in 8 Staaten besitzen die Indianer kein Stimmrecht; in 7 Staaten, kann nur derjenige wählen, der jährlich seine Wahlsteuer zahlt; in 20 Staaten darf nur derjenige wählen, der englisch lesen und schreiben kann. Wie sich diese Wahlbestimmungen für große Teile der arbeitenden Bevölkerung auswirken, sei an einigen Zahlen gezeigt: In 11 Südstaaten waren im Jahre 1948 7,7 Millionen Bürger von der Wahl ausgeschlossen, weil sie die Wahlsteuer nicht bezahlt hatten; 2,8 Millionen durften nicht wählen, weil sie nicht englisch lesen und schreiben konnten; 2 Millionen durften nicht wählen, weil sie (vorwiegend Arbeitslose) noch nicht lange genug an einem Ort wohnten und die gesetzlich vorgeschriebene „Aufenthaltszeit“ noch nicht erreicht hatten. In 11 Staaten allein 12,5 Millionen Wähler von der „Freien Wahl“ ausgeschlossen! Was für Wähler? Die Monopolkapitalisten? Die oberen Zehntausend? Sie natürlich nicht, auf sie trafen die genannten Wahlbestimmungen nicht zu. Betroffen wurden und werden Arbeiter, kleine Bauern, Handwerker, Gewerbetreibende; betroffen wurden und werden Arbeitslose, Neger, Indianer. (Wer glaubt da, daß das heute anders ist??? Man darf sich natürlich auch nicht der Illusion hingeben, daß man durch Wahlen in dem Land etwas verändern könnte.)

Im Kapitalismus sind die „Gaben der Freiheit“ einseitig verteilt

Wir sehen, die Gaben der Freiheit, wählen zu dürfen, wen man will, sind unter Bedingungen, wo Imperialisten und Militaristen herrschen, einseitig verteilt. Es gibt eine solche allgemeine Freiheit in den kapitalistischen Ländern nicht, ebensowenig wie eine allgemeine Rede- und Pressefreiheit, ebensowenig wie alle jene anderen allgemeinen Freiheiten, die zu preisen die Verteidiger der kapitalistischen Welt nicht müde werden. Aber es gibt dort ein raffiniertes System der Gewährung bestimmter Freiheiten und Scheinfreiheiten für das Volk – Freiheiten und Scheinfreiheiten, die
erstens sorgfältig abgestuft sind und denen am meisten gewährt ‚werden, von denen die Imperialisten und Militaristen am wenigsten zu fürchten haben, und die denen weitgehend oder vollständig vorenthalten werden, die unter schwierigsten Bedingungen für demokratische Freiheiten und Rechte der Werktätigen eintreten und die die Imperialisten und Militaristen entlarven und bekämpfen; die
zweitens ihre Grenze finden in den Klasseninteressen der Imperialisten und Militaristen und die deshalb
drittens immer dann eingeschränkt oder weitgehend beseitigt werden, wenn die Imperialisten und Militaristen um ihre Herrschaft fürchten, wenn sie um das Weiterbestehen der schändlichsten aller ihrer Freiheiten fürchten: der Freiheit, andere Menschen auszubeuten, andere Menschen für sich arbeiten zu lassen, auf Kosten der Werktätigen ein Schmarotzerleben zu führen.

Um dieses raffinierte System der Beherrschung der Menschen zu verschleiern, lassen die Imperialisten ihre Ideologen, ihre Schreiberlinge, ihre Lobredner ununterbrochen und mit gewaltiger Lautstärke über die allgemeine und unübertreffliche Freiheit der „freien Welt“ reden. Man kann hier mit Bertolt Brecht („Flüchtlingsgespräche“) sagen: „ … es ist verdächtig, wenn wo viel von Freiheit die Rede ist. Es ist mir aufgefallen, daß so ein Satz ,bei uns herrscht Freiheit‘ immer kommt, wenn jemand sich über Unfreiheit beschwert.“
„Bei uns herrscht Freiheit!“, lassen die Imperialisten tagtäglich tausendmal lauthals verkünden. Nachdem wir uns nun näher angeschaut haben, was es mit dieser Herrschaft der Freiheit auf sich hat, gestatten wir uns zu fragen:

Für wen herrscht Freiheit, wofür herrscht Freiheit bei den Imperialisten?

Quelle:
Herbert Steiniger, ABC des Marxismus-Leninismus. Was ist Freiheit? Dietz Verlag Berlin, 1964, S.17-19

Nachsatz: Man muß schon sehr blind sein, wenn man nicht bemerkt, daß diesem Mr.Kerry die Dummheit mehr als gelegen kommt. So schlagen diese Leute zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie sparen sich das Geld für die Volksbildung, die dem Staat nur Kosten verursacht, und überlassen sie der Privatwirtschaft, und zugleich „genehmigen“ sie reaktionären, volksfeindlichen Extremisten (wie Neofaschisten, Ku-Klux-Clan usw.) ihre keineswegs „dummen“ Aufmärsche. Wer das nicht erträgt, der wird eben (unter dem Vorwand von „religiöser Toleranz“ und „Meinungsfreiheit“) bekämpft. So ist das in dem „freiesten Land der Welt“! Dummheit des Volkes: ja! Aber der Faschismus ist keine Dummheit, sondern ein Verbrechen! Und seine Rädelsführer und Gefolgsleute sind Verbrecher! Und wer Verbrecher unterstützt, und sei es „nur“ mit Worten, der gehört dazu.

Siehe auch:
Mißbrauch der Gefühle
Über die „Freiheit der Andersdenkenden“
Gehirnwäsche durch Fernsehen
Nur die Wahrheit führt uns zur Erkenntnis
Gegen die religiöse Verblödung der Menschheit
Rußland: Vom Leseland zum Land der Idioten
USA: Generation Doooof…

Achtung: Dein Hirn betrügt dich… oder wer?

Die Täuschung ist eingeplant, und sie ist nahezu perfekt. Doch wer betrügt hier wen?
Je mehr die Absatzmärkte in den kapitalistischen Ländern zurückgehen, der Umsatz einbricht und die Hersteller auf riesigen Mengen unverkäuflicher Produkte sitzenbleiben, um so mehr suchen sie nach Tricks und Methoden, um die „Kauflaune“ der Kunden zu heben, und doch noch an den Mann oder an die Frau zu bringen, was sonst in den Lagern verschimmeln würde oder einfach weggeworfen wird. Kaufentscheidungen werden heute mehr und mehr von psychologischen Wirkfaktoren bestimmt, denen ausgeklügelte Marketingstategien der Hersteller zugrunde liegen. Nicht nur, daß Farben, Symbolik, Aufdruck, Design und Verpackung der Produkte bestimmte Qualitätsmerkmale assoziieren, um den Wünschen der Verbraucher zu entsprechen – unübersehbar werden scheinbar oder tatsächlich die Preise nach unten korrigiert, Schnäppchen feilgeboten, kleine Geschenke verteilt und „zinslose“ Kredite gewährt. Reihenweise veranstalten die Händler sogenannte „Aktionen“ und „Räumungsverkäufe“. Sie bombardieren die Radiohörer, Fernsehzuschauer und Internetnutzer mit Werbebotschaften, um ihnen, den erhofften Kunden, dennoch das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sie verkaufen billigen Wein in attraktiven, neuen Schläuchen, reden von „Rekordumsätzen“ und sie betrügen den Verbraucher, wo immer es nur geht. Aber nicht nur das: es geht um die Lähmung des Widerstand der werktätigen Klassen. Es geht um die Massenmanipulation im heutigen Imperialismus!

So werden Bedürnisse geweckt…

Fangen wir beim einfachsten an. Die ZIELE der Käufer – davon ist man überzeugt – beeinflussen die Kaufentscheidung. Unter dem Motto: „Have, Do, Be“ oder: „Haste was, dann biste was. Haste nix, dann biste nix !“ werden ganze Legionen Harvard-geprägter Psychologen für eine gezielte Vermarktung der Waren eingesetzt, in der Hoffnung, ein bis zwei Prozent besser zu sein als die Konkkurrenz und um neue Umsätze zu generieren. Der Kunde kauft, er schluckt sogar den höheren Preis („Ich bin zu arm, um billig einzukaufen!“) – und du glaubst, du brauchst es, und – du kaufst es. Du bist auf die Werbebotschaft hereingefallen. So werden vermeintliche „Bedürfnisse“ geweckt, oder besser gesagt: erzeugt. Dein Hirn hat dich betrogen … na, oder wer? Rekordumsätze in diesem Jahr??? Weit gefehlt – wenn da der Export nicht wäre. Und wenn alles das nicht zieht, dann hilft nur noch ein Krieg, die Annexion fremder Gebiete, eine Umverteilung der Absatzmärkte. Sei es nun Rußland mit seinen Bodenschätzen, Libanon mit seinem Ölreichtum oder eben Syrien. Die Bedürfnisse sind sehr deutlich erkennbar: Die herrschende Klasse in den imperialistischen Ländern will möglichst lange und unverändert, daß diese für sie so vorteilhaften Verhältnisse erhalten bleiben. Und um das zu erreichen, wird die werktätige Klasse verführt. Die Arbeiter sollen glauben, daß auch sie von diesem Wohlstand profitieren, wenn sie nur lange genug „mitspielen“. Dazu dient die Manipulation der Bedürfnisse.

Warum funktioniert eigentlich der Betrug?

Zu jeder Tages- und Nachtzeit „informieren“ die kapitalistischen Massenmedien ihre Bürger über die allerunmöglichsten Dinge. Und wichtige Themen werden in den Medien mit großangelegten Manipulationskampagnen vorbereitet. Wozu das alles? Es lenkt ab vom Wesentlichen und verwirrt die Zuschauer und Zuhörer, die am Ende von alledem nicht mehr wissen wollen. Und Meinungsumfragen sollen schließlich einerseits die Meinungen der Bevölkerung erfassen und wiedergeben, sie andererseits aber auch beeinflussen. Das ist bekannt und keineswegs verwunderlich. In Heft 43 (nl-konkret) schreibt L.Bisky*:
1. Die Bevölkerung ist auf die Massenmedien angewiesen. Der einzelne Bundesbürger kann sich ohne die Informationen der Medien kein Bild von den Ereignissen in der Welt machen
2. Die kapitalistischen Massenmedien arbeiten sehr geschickt. Die Bourgeoisie hat langjährige Erfahrungen in der Bewußtseinsmanipulation.
3. Das Bildungssystem und zahlreiche öffentliche Einrichtungen in den kapitalistischen Staaten bereiten die Manipulation vor und sind an ihr beteiligt. Erst im Zusammenwirken von Massenmedien und Bldungssystem sowie öffentlichen Einrichtungen wird jenes Ausmaß an Manipulation erreicht.
4. Aufgrund ihrer sozialen Lage kann die Mehrzahl der Arbeiter und Angestellten im Kapitalismus von sich aus kein wissenschaftlich fundiertes Klassenbewußtsein entwickeln, das eine Garantie gegen die Manipulation wäre.
[1]

Wie ist das nun mit den Zielen?

Wenn sich Menschen bestimmte Ziele setzen, so stecken dahinter immer bestimmte Motive, Absichten oder Interessen. Sie sind die Ursache und Anregung zum Handeln. Natürlich geht es dabei in erster Linie um menschliche Grundbedürfnisse (Nahrung, Kleidung, Wohnung). Späterhin spielen dann auch die geistig-kulturellen Bedürfnisse eine Rolle. Die Arbeitstätigkeit entstand aus der Notwendigkeit heraus, die vorhandenen materiellen Bedürfnisse zu befriedigen. Und schließlich wurde auch die Arbeit selbst zum Bedürfnis, dem nunmehr wichtigsten Bedürfnis überhaupt. Doch das war erst unter sozialistischen Verhältnissen realisierbar, erst nachdem die Arbeit tatsächlich frei geworden war, als sie sich – wie Stalin sagte – „aus einer schimpflichen und schweren Last, als die sie früher galt, in eine Sache der Ehre, in eine Sache des Ruhmes, in eine Sache des Heldentumes und des Heroismus verwandelte“ [2]. Erst die sozialistische Gesellschaft überwindet den Widerspruch, welcher sich im Kapitalismus aus der Anwendung materieller und ideeller Anreize zwangsläufig ergibt. Denn im Kapitalismus dienen alle Leistungsanreize letzlich der Profitgier der herrschenden Klasse. Naturgemäß unterscheiden sich daher auch die Ziele dieser Klasse von denen des Proletariats. Die Ziele der herrschenden Klasse im Kapitalismus sind klar: maximaler Profit in allen Lebensbereichen. Da beginnt bei der produktiven Arbeit und endet beim Einfluß auf das Konsumverhalten der Menschen. Mit welchen fiesen Tricks auch immer der Arbeiter ausgebeutet und zu Mehrarbeit gezwungen wird, und wie auch immer Werbestrategien ausfgebaut sind – ohne Manipulation, also ohne Betrug ist das nicht möglich. Die Ziele des Proletariats können daher nur sein, das Joch der Ausbeutung abzuwerfen und das Lügengespinst zu zerreißen, welches die herrschende Bourgeoisie bis in den letzten Winkel der Medienproduktion gezogen hat…

Und was hat das alles mit dem Denken zu tun?

Das ist genau die Frage. Von einigen Forschern wird heute in eloquenter Weise die Ansicht verbreitet, man müsse umdenken, um zu einer Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu kommen. Marx sei passé – vielmehr sei das Denken in eine Sackgasse geraten. Ein „systemischer“ Irrtum, eine Folge falscher Erziehung habe demnach zu katastrophalen Folgen geführt, was sich im Faschismus (speziell im sog. „Holocaust“) gezeigt habe. Eine solche grundfalsche, weil philosophisch-idealistische Vorstellung vertritt auch Prof.G.Hüther in der „Denkwerkstatt Zukunft“. Sie suggeriert, man könne allein schon durch eine „Änderung der Denkgewohnheiten“ eine Lösung der sich verschärfenden sozialen Mißstände und Probleme herbeiführen. Das ist philosophischer Idealismus! Es ist nicht neu, daß in diesem Zusammenhang gleich mit zum Generalangiff gegen Marx, Engels, Lenin und Stalin geblasen wird. Da sind die Urheber solcher Geschichten bisher nie um Worte (und Zitate!) verlegen gewesen. Sätze, die teils richtig sind, logisch erscheinen, teils verleumderischen Charakter tragen, was aber ohne detaillierte Sachkenntnis nicht zu widerlegen ist. Da wird Le Bon zitiert und auf aktuelle Tatsachen der Hartz4-Politik verwiesen, das ist durchaus berechtigt. Doch im Grunde geht es solchen Leuten um einen Angriff auf die Grundlagen der wissenschaftlichen Weltanschauung des Marxismus-Leninismus. „Marx lesen ist Zeitverschwendung“ schreibt beispielsweise so ein Lakai der Bourgeoisie. Da haben wir’s. Das also ist des Pudels Kern! Muß man sich auf derartige Scharmützel einlassen? Nein, das muß man nicht. Demagogie war schon immer ein scharfes Werkzeug des Klassenfeinds, wie auch immer er sich maskieren mag. Sein Ziel ist es, den Klassenkampf zu brechen; und am wirkungsvollsten geht das, indem man Marx „widerlegt“ oder sonstwie irgendwelcher schmutziger Machenschaften bezichtigt. Also, Vorsicht: „Dein Hirn betrügt dich“ (sobald der Klassenfeind sich Deines Denkens bemächtigt!)

Woher kommt nun das Klassenbewußtsein?

Sozialistisches Bewußtsein entsteht nicht von allein. „Man sagt“, schrieb Genosse Stalin, als er die Leninschen Ideen entwickelte, „daß die Arbeiterklasse in einigen Ländern selbst eine sozialistische Ideologie (den wissenschaftlichen Sozialismus) herausgearbeitet habe und sie auch in den übrigen Ländern herausarbeiten werde, weshalb es ganz überflüssig sei, sozialistisches Bewußtsein in die Arbeiterbewegung von außen hineinzutragen. Das ist jedoch ein schwerer Irrtum. Um den wissenschaftlichen Sozialismus herauszuarbeiten, muß man an der Spitze der Wissenschaft stehen, muß man mit wissenschaftlichen Kenntnissen gewappnet sein und es verstehen, die Gesetze der historischen Entwicklung eingehend zu erforschen. Die Arbeiterklasse aber, solange sie Arbeiterklasse bleibt, ist außerstande, an die Spitze der Wissenschaft zu treten, sie vorwärtszubringen und die historischen Gesetze wissenschaftlich zu erforschen: sie hat hierfür weder Zeit noch Mittel.“ [3] Lies weiter…

Quellen:
[1] Lothar Bisky: Geheime Verführer, Geschäft mit Shows, Stars, Reklame, Sex. Verlag Neues Leben Berlin (DDR), S.109.
[2] J.W. Stalin: Politischer Bericht des ZK an den XVI. Parteitag der KPdSU( B ), in: Werke, Bd.12, Dietz Verlag, Berlin 1949, S.276.
[3] J.W. Stalin, „Kurze Darlegung der Meinungsverschiedenheiten in der Partei“, in: Werke, Dietz Verlag, Berlin, 1950, Bd.1, S.86.

Siehe auch:
Nur die Wahrheit führt uns zur Erkenntnis
Null-Bock-Stimmung – oder: Macht Geld faul?
Was tun? (Über den Ausweg aus der gesellschaftlichen Misere)

Anmerkung:
* Der zitierte Autor ist eben jener Herr Bisky, der heute so erfolgreich zu den bürgerlichen Demokraten gehört. Vielleicht lehnt er es heute ab, wenn man ihn an das erinnert, was er 1980 schrieb. Immerhin ist das Abschwenken von marxistischen Positionen nicht nur in den Spitzen der sog. „Links“partei heute schon kein faux pas (kein Ausrutscher) mehr, sondern nahezu die Regel.

Über die imperialistische Massenkultur

imagesWir werden heute überschüttet mit einer schier unüberschaubaren Menge an Veranstaltungen „Events“, Dorffesten, Mühlentagen, Sängerwettstreiten, Vereinsfesten, Einweihungsfeierlichkeiten und dergleichen mehr. Hinzu kommen Hunderte von Sportveranstaltungen und Auftritte von Bands und Comedy-Akteuren. Nicht zuletzt bemühen sich auch Theater und Orchester, Chöre, Tanzgruppen und bildende Künstler um ihren Anteil am großen Unterhaltungsrummel.

Nun ist es ja nicht so, daß wir dem Publikum den Spaß nicht gönnen. Doch geht man der Sache auf den Grund, ist das alles oft nichts weiter, als eine willkommene Ablenkung von den wirklich wichtigen Themen dieser Welt, von den brennenden Fragen unserer Zeit, deren man heute fast überdrüssig zu sein scheint. Man mag die ständigen Hiobsbotschaften aus aller Welt und aus dem eigenen Land schon nicht mehr hören: Naziaufmarsch, V-Leute, Untersuchungsausschuß, Eurokrise, Griechenland, Syrien – das „Reich der Finsternis“ des „Schlächters“ Assad (das hatten wir schon mal bei Ghaddafi!), Vernichtung der Regenwälder, Sparkurs, Welthungerhilfe, Giftmüll, Kinderarbeit, Neuverschuldung, Atomkraft, Drohnenangriff, Armut in Deutschland, Auslandseinsätze, Hartz IV und, und, und…

Statt dessen aber (wie willkommen!): die „geheime“ Aufstellung der deutschen Fußballmannschaft, bunte Spiegelüberzieher und Lappen an Autos und Fenstern, Regale voller Fanartikel – oder was eben sonst noch in den Kram paßt. Die imperialistische Massenkultur scheint da keine Grenzen zu kennen, weder künstlerische noch moralische. Erlaubt ist, was gefällt! Und da ist das Publikum nicht gerade wählerisch. Doch wie er gekommen ist, so schnell verschwindet der Spuk auch wieder – die gesellschaftliche Wirklichkeit, sie bleibt! Man braucht sich also über das offensichtliche Desinteresse der Menschen an politischen Dingen nicht zu wundern. Sie alle unterliegen der Manipulierung durch die Massenmedien. Oft wissen wir hier nicht einmal, was wirklich stimmt – und wir wissen nicht: was wird uns verschwiegen…

Was verstehen wir unter imperialistischer Massenkultur?

Es ist ein Sammelbegriff zur Charakterisierung der zumeist fließbandartig hergestellten, massenhaft produzierten und verbreiteten Kitsch-, seichten Unterhaltungs-, Schund- und Pseudokulturerzeugnisse der kapitalistischen Kulturindustrie, die die Aufgabe hat, die reaktionäre Ideologie der Bourgeoisie massenhaft zu verbreiten, der revolutionären Umgestaltung der bürgerlichen Gesellschaft entgegenzuwirken, die sozialistische Ideologie zu bekämpfen und die Kampfkraft der Volksmassen gegen die Herrschaft der Monopole zu lähmen. Die Entwicklung der imperialistischen Massenkultur ist ein charakteristisches Produkt des spätbürgerlichen Kulturverfalls.

Der dominierende bürgerliche Kulturbetrieb

Herausbildung und Entwicklung der imperialistische Massenkultur muß in engem Zusammenhang mit dem Imperialismus, mit der Zuspitzung aller sozialen Widersprüche des Kapitalismus, mit dem verstärkten ideologischen Klassenkampf der Monopolbourgeoisie gegen die revolutionäre Arbeiterbewegung, mit der Herausbildung einer Kulturindustrie als ergiebigem Zweig kapitalistischen Profitstrebens und mit der zunehmenden Monopolisierung in diesem Bereich gesehen werden. In den kapitalistischen Ländern bildet die imperialistische Massenkultur die dominierende Erscheinung des Kulturbetriebes und einen Hauptzweig imperialistischer Ideologieproduktion und -verbreitung. In ihr wirken monopolkapitalistisches Profitstreben und ideologische Massenbeeinflussung im reaktionären Klasseninteresse der Monopolbourgeoisie auf das unmittelbarste zusammen. Sie bestimmen den volksfeindlichen Grundcharakter der imperialistische Massenkultur, ihre Rolle bei der geistigen Manipulierung der Volksmassen.

Welchen Einfluß haben die Massenmedien?

Die antagonistischen Widersprüche im staatsmonopolistischen Kapitalismus, die Gegensätze zwischen Reich und Arm sind unversöhnlich. Und sie werden ständig größer. Unter den heutigen staatsmonopolistischen Verhältnissen haben sich die Massenmedien zu gigantischen Instrumenten zur Vertuschung dieser Realitäten und zur geistigen Manipulierung der Menschen entwickelt. In der imperialistische Massenkultur zeigt sich die Kultur- und Kunstfeindlichkeit des Imperialismus.
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Ist wirklich alles in Ordnung?

Im gegenwärtigen staatsmonopolistischen Kulturbetrieb ist die beherrschende Stellung der imperialistische Massenkultur nicht zu trennen von der Ausnutzung der kulturellen Produktion im Fernsehen und Rundfunk, in der Film- und Schlagerproduktion, im kapitalistischen Presse- und Verlagswesen für die volksfeindlichen Klasseninteressen der Monopolbourgeoisie.

Welche Tendenzen gibt es?

► Flucht aus der Wirklichkeit des Imperialismus in Traum-, Ersatz- oder Pseudowelten über Videos, Kinderfilme und Comic-Hefte,
► Kultivierung von Brutalität, Gewalt und Verbrechen durch Computer- und Internetspiele sowie durch wirklichkeitsfremde und gewaltverherrlichende Videoclips und Filme,
► Reduzierung des Menschlichen auf das Triebhafte durch sexistische und pornographische Darstellungen und Abbildungen,
► massenhafte Inszenierung und Verbreitung von Pseudowelten des „schönen Scheins“,
► Glorifizierung des Lebensstils der monopolkapitalistischen Herrschaftsschicht und der sie umgebenden Emporkömmlinge, der Adelsprößlinge und der „Erfolgsmenschen“ des imperialistischen Herrschaftssystems
► Propagierung eines von Antikommunismus geprägten imperialistischen Menschenbildes usw.

Die Verbreitung dieser ideologischen Leitbilder ist verbunden mit einer fortschreitenden Deformierung und Manipulierung der geistig-kulturellen Bedürfnisse der Volksmassen durch die kapitalistische Kultur- und Vergnügungsindustrie.

Die Deformierung von Kunst und Kultur

Das Zusammenleben der Menschen ist heute gekennzeichnet von einem fortschreitenden Verfall der sozialen Beziehungen, Sitten und Normen. Die Umgangsformen werden rauher und herzloser. Infolge der Ausbeutung entwickelt sich eine zunehmende Entfremdung der Menschen von der Arbeit und ihrer gesellschaftlichen Umwelt. Allmählich wird auch der noch an den Sinn menschlicher Existenz und menschlichen Schaffens glaubende, optimistische Mensch des aufsteigenden Bürgertums durch den pessimistischen, resignierenden Typ verdrängt. Der ganze Prozeß läuft auf eine hochgradige Enthumanisierung der zwischen-menschlichen Beziehungen hinaus. Das widerspiegelt sich auch in Kunst und Kultur in unserer spätbürgerlichen Gesellschaft.
Kunst?
Wie wirkt die Kunst auf den Betrachter?

Die Vorherrschaft der imperialistische Massenkultur geht einher mit der ständigen Pflege reaktionärer Kultur- und Geistesströmungen der Vergangenheit, mit der Deformierung und Entstellung von Teilen des humanistischen Kulturerbes, mit Versuchen, modernistischer Kunst eine größere Massenbasis zu verschaffen, mit der Zurückdrängung aller Elemente einer demokratischen und sozialistischen Kultur in den kapitalistischen Ländern sowie mit dem ständigen Kampf gegen die in den sozialistischen Ländern entstandenen Kultur. Nur durch die Überwindung des Imperialismus werden letztlich die sozialen Grundlagen dieser menschenverachtenden Massenkultur beseitigt.

Quelle:
vgl. Kleines politisches Wörterbuch, Dietz Verlag Berlin (DDR), 1973, S.352f.

Die Sprache der Macht

Das steht er nun, blickt trotzig in die Wiese, und es scheint Gras über die Sache gewachsen zu sein, die einstmals Sozialismus hieß…

Marx in der Wiese„Die unmittelbare Wirklichkeit des Gedankens ist die Sprache.“ (Karl Marx) [1]

Da die ökonomisch herrschende Klasse hierzulande über alle Mittel und Möglichkeiten verfügt, ihre Ideen und Ansichten zu verbreiten, entspricht die unter den heutigen kapitalistischen Machtverhältnissen vorherrschende öffentliche Meinung auch der Auffassung dieser herrschenden Klasse, und sie vertritt deren Ziele. Man braucht sich also nicht zu wundern, wenn heute viele Menschen einfach das nachquatschen, was ihnen die Zeitungen, die Nachrichten und die Massenmedien eingeflüstert haben. Die Menschen sind sozusagen Opfer der bürgerlichen Demagogie. Ganz gezielt wird die sogenannte öffentliche Meinung beeinflußt. Keine Lüge, kein Betrug und keine Intrige ist dick genug, um nicht als Mittel der Manipulierung der Massen nutzbar zu sein. Das widerspiegelt sich auch in der Sprache und in der Terminologie.

Warum sind die Massen so träge?

Das ist nicht einfach zu beantworten. Man könnte zwar sagen: Wohlstand macht träge. Doch so einfach ist das nicht. Unter den heutigen Bedingungen der Herrschaft des Imperialismus ist der Arbeiterklasse weitgehend der Zugang zu Massenmedien versperrt. Die Bildungsträger, Tageszeitungen und die Fernsehanstalten unterliegen fast vollständig dem Meinungsmonopol und Diktat der herrschenden Klasse. Zwar gibt es in den Tageszeitungen eine kleine „Meckerecke“, nämlich die Leserbriefseite, und auch das Internet entzieht sich bisher der Zensur. Doch es ist schwer, ja fast sogar unmöglich, gegen diese mediale Übermacht anzukommen. Und so behalten die Menschen in der Regel ihre Meinung für sich, wem sollten sie sie auch verkünden?

Wie werden Meinungen gemacht? Wie funktioniert die Sprache der Macht?

Da die herrschende Klasse nicht in der Lage ist, ihre gegen die objektiven Erfordernisse der Gesellschaft gerichtete Politik ohne Zustimmung breiter Teile der Bevölkerung durchzusetzen, wird den Massen mit Hilfe der von der Bourgeoisie gesteuerten öffentlichen Meinung eine Interessengleichheit aller Klassen und Schichten der Bevölkerung vorgegauckelt, um so die Werktätigen für die Interessen der Bourgeoisie in diesem Lande einspannen zu können. Die Sprache, die Terminologie und die Denkweise der Bourgeoisie fließt dann ein in die sogenannte öffentliche Meinung. Das ist die wirksamste Methode, um bei den Massen die Illusion einer Meinungsfreiheit zu erzeugen.

Und wie ist das bei historischen Wendungen?

„Die Geschichte lehrt uns,“ schreibt Georg Klaus, „daß jede Ablösung einer alten Gesellschaftsordnung durch eine neue im Zeichen erbitterter Klassenkämpfe vor sich geht. Diese Klassenkämpfe spiegeln sich im gesellschaftlichen Bewußtsein wider und nehmen dort den Charakter eines Kampfes der Ideen und der Ideologien an, und sie spiegeln sich auch in der Terminologie wider, in der die verschiedenen Klassen ihre Auffassungen formulieren, sowie überhaupt in der Art und Weise, in der die verschiedenen Klassen sprachliche Mittel einsetzen, um ihre Auffassungen zu verbreiten.“ [2] …wie war das nun 1989? Hat Georg Klaus sich hier geirrt? Ist der Marxismus überholt?

Was geschah eigentlich 1989 in der DDR?

Die bestehende Gesellschaftsordnung wurde abgelöst und ein Staat verschwand. Doch warum gab es diese Klassenkämpfe damals nicht? – Die bundesdeutschen Massenmedien vernebeln uns den Blick. Man spricht von einer „friedlichen Revolution“, wo eine Konterrevolution stattfand, und spricht von „Bürgerrechtlern“, die eigentlich nur die Handlanger der Bourgeoisie waren. Zunächst ein klares NEIN. Weder ist der Klassenkampf verschwunden, noch hat Karl Marx (oder haben die Marxisten) sich geirrt. Der Marxismus-Leninismus ist weder überholt noch veraltet. Und es gibt nicht den geringsten Grund, die Hände in den Schoß zu legen und auf die Verheißungen einer glücklicheren, marktwirtschaftlichen (d.h. kapitalistischen) Zukunft zu hoffen. Denn es war keine „neue“ Gesellschaftsordnung, sondern die „alte“ kam wieder zurück. Noch gibt es diese Klassenkämpfe bei uns nicht…

Was wollte das Volk?

Das Volk wollte die „Freiheit“, und es hat die „Freiheit“ gekriegt. Aber nicht die gewünschte, sondern eine andere. Nicht die Reisefreiheit, die Freiheit der Bananen, die Freiheit der Wahl des eigenen Pkw’s, die freie Wahl der Jeansmarke oder die „Freiheit der Andersdenkenden“ war es! Das war nicht entscheidend. Nicht die Freiheit von Ausbeutung hat das Volk sich gewünscht (denn die hatte es!), sondern es bekam eine neue Freiheit: die freie Gewalt des kapitalistischen Marktes. Und das haben die meisten gewußt, weil es nämlich im Stabü-Unterricht der 9.Klasse dran war (gemeint ist: der obligatorische Staatsbürgerkunde-Unterricht in der DDR). Heute dagegen gibt es das Schulfach „Religion“…
Stabü 9Der Ton der bürgerlichen Medien hat sich verschärft

Die ideologische Propaganda der Bourgeoisie unterwirft sogar schon ganze Schulklassen unschuldiger Kinder ihrer demagogischen Indoktrination. Und die allgemeine Unwissenheit hat ein neues, niederes Niveau erreicht. Schon damals blieb der Einfluß der bürgerlichen Massenmedien auf die sozialistischen Staaten nicht ohne Folgen. Nicht nur die Bevölkerung, sondern sogar Teile der Parteiführungen in den sozialistischen Ländern (angefangen bei der Sowjetunion) unterlagen dem verführerischen Einfluß der Ideologie des Imperialismus. Doch allmählich werden die Menschen aufwachen, das Proletariat erkennt seine Macht und die Klassenkämpfe werden wieder stärker. Auch bei uns.

Die Gedanken sind frei…

„Die Gedanken“, so schreibt Georg Klaus, „sind das wichtigste Instrument zur Abbildung der Wirklichkeit durch den Menschen. Die sprachlichen Zeichen sind die materielle Existenzform der Gedanken“ [3]. Und wie Karl Marx es ausdrückte: „Für die Philosophen ist es eine der schwierigsten Aufgaben, aus der Welt des Gedankens in die wirkliche Welt herabzusteigen. Die unmittelbare Wirklichkeit des Gedankens ist die Sprache. Wie die Philosophen das Denken verselbständigt haben, so mußten sie die Sprache zu einem eignen Reich verselbständigen. Dies ist das Geheimnis der philosophischen Sprache, worin die Gedanken als Worte einen eignen Inhalt haben. Das Problem, aus der Welt der Gedanken in die wirkliche Welt herabzusteigen, verwandelt sich in das Problem, aus der Sprache ins Leben herabzusteigen.“ [4]

Agitiert nur, agitiert nur, sprachen die Bauern! – Genosse, müssen etwas volkstümlicher reden, damit die Masse Sie auch versteht… [5]

Quellen:
[1] Karl Marx: Die deutsche Ideologie, 2.Apologetischer Kommentar, MEW, Bd.3, S.432.
[2] Georg Klaus: Die Macht des Wortes, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1969, S.39.
[3] ebd., S.28
[4] Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Dietz Verlag Berlin, Bd.3, S.432.
[5] Michail Soschtschenko: Die Kuh im Propeller, siehe: Text oder auf youtube: Manfred Krug

Fazit:
Die Lehren von Karl Marx und Friedrich Engels werden niemals überholt sein, denn der Marxismus-Leninismus ist Wissenschaft! (Siehe: Diese Ideen kann man nicht besiegen…)

Siehe auch:
Nur die Wahrheit führt uns zur Erkenntnis

Nur die Wahrheit führt uns zur Erkenntnis…

Wir stellen heute fest, daß die Massenmedien fast alle „gleichgeschaltet“ sind. [1]
Ob es um „Kriegsberichterstattung“ aus dem Irak, aus Libyen, Syrien oder sonstwo geht oder um einen Bundespräsidenten geht. Einschießen auf ein Ziel, und dann ablenken von Erklärungen und Hintergründen. Ein Thema mit Variationen, wie die ausführliche Wettervorhersage von gestern! So werden die Massen manipuliert…

Nach dem Sieg der Sowjetarmee über den deutschen Faschismus waren die Nachwirkungen der Nazipropaganda auf den deutschen Sprachgebrauch und auf das Denken der Menschen so erheblich, daß es dringend angebracht war, diesen geistigen Unrat aus den Köpfen zu verbannen. An der Martin-Luther-Universität Halle befaßte sich der Sprachwissenschaftler Professor Eduard Kurka mit Fragen der Überzeugungs- und Meinungsbildung. Seine Einführungen in die Rhetorik und seine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirkung der Propaganda sind auch heute (nach über 40 Jahren) noch hochaktuell.

Der Antikommunismus – Grundzug imperialistischer Propaganda

Die für unsere Epoche charakteristischen Umwälzungen im gesamten System der internationalen Beziehungen haben den ideologischen Kampf zu einem wichtigen Instrument der Politik und besonders der Außenpolitik gemacht. Der scharfe ideologische Kampf ist … auf allen Schauplätzen der internationalen Beziehungen und der Beziehungen der Klassen zueinander entbrannt. Wesentlicher Grundzug der imperialistischen Massenpropaganda ist der Antikommunismus. Die Manipulierung der Menschen im staatsmonopolistischen System des Spätkapitalismus ist die Ausschaltung der Persönlichkeit, ihres eigenen Denkens und Handelns im Interesse der herrschenden Klasse. Sie hat die Funktion, die ideologische Integration in das imperialistische System und die geistige Formierung der Menschen zu erreichen. Sie ist antikommunistisch orientiert. Aus Gründen der Selbsterhaltung brauchte die imperialistische Bourgeoisie dringender denn je eine wirksame Massenbeeinflussung, die ihre apologetische Funktion zur Erhaltung ihrer Klassenherrschaft erfüllt… All das führte zu den Versuchen, alle propagandistischen Bemühungen wissenschaftlich zu untermauern. Führend darin sind die USA, wo ein immenser Ausbau der Forschungen in der angewandten Psychologie betrieben wurde. Wesen der imperialistischen Propagandadoktrin ist es, nicht auf den Verstand, sondern ausschließlich auf die Gefühle einzuwirken. Hierbei nutzt man „tiefenpsychologische“ Erkenntnisse aus. …

Über die Gefühle manipuliert…

Verschiedene bürgerliche Propagandatheoretiker ziehen zwar die Einwirkung auf eine besondere Art von Gefühlen vor. Dazu gehören negative Gefühle wie Angst und Haß, Niedergeschlagenheit, Ergebenheit in das Schicksal als Ausdruck der Einschüchterung und Lähmung der Aktivität. Verschiedene Aktivitäten werden in andere Richtung gelenkt, zum Beispiel Haltungen wie Lebensgier und Vergnügungssucht. Aber auch an sich positive Gefühle werden angesprochen, wie zum Beispiel Familiensinn und Heimattreue, um sie für aggressive politische Zwecke zu mißbrauchen. Dabei werden gezielt bestimmte Einstellungen herausgebildet wie Besitzstreben oder Prestigesucht. Diese Theoretiker hüten sich aber, völlig zu bestreiten, daß das menschliche Denken mit der objektiven Wirklichkeit zusammenhängt, daß es nicht nur vom Unbewußten, sondern auch von ökonomischen, sozialen und politischen Faktoren des gesellschaftlichen Lebens abhängt.
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Gerade deshalb empfehlen maßgebliche Propagandatheoretiker, so zu verfahren, daß der Mensch nicht in erster Linie von den Informationen abhängt, die er aus unmittelbarer Erfahrung gewinnt, sondern von den Informationen, die er – in Auswahl – erhält. Die beste Effektivität in ihrem Interesse erreiche eine Propagandadoktrin, die über besonders raffinierte Methoden der Auswahl, des Kommentierens, der Schaffung sogenannter Fakten verfügt. Ablenkung durch Amüsierbetrieb und ähnliches, Krieg wider die Vernunft ist das Wesen einer solchen Konzeption.

Das „präparierte“ Denken…

Um einige Methoden zu erwähnen, die in der sogenannten gewöhnlichen Propaganda und auch, der rhetorischen Argumentation verwendet werden, sei an das „Auswählen“ und „Präparieren“ der Information (d.h. ihre Verfälschung), diverse Methoden der Ablenkung und das sogenannte „konkrete“ und „sachliche“ Herangehen an die Propaganda erinnert. „Sachliches Herangehen“ bedeutet die Analyse der Stärken und Schwächen der Argumentationsmethoden, um den Praktikern zu zeigen, welche menschlichen Gefühle, Stimmungen, Stärken und Schwächen am besten angesprochen werden. So appelliert man unter anderem an das Besitzstreben, das durch Aufpeitschung von Bedürfnissen bis zur Besitzgier gesteigert wird, und stellt dagegen das Schreckgespenst des Kommunismus, bei dem jedes „Privateigentum Diebstahl“ sei!

Nicht die Wahrheit erkennen, sondern GLAUBEN…

Es geht den Propagandisten der imperialistischen Ideologie nicht um die Wahrheit, sondern um die Glaubwürdigkeit, die sie mit allen Mitteln erreichen wollen. Der britische Publizist Lindley Fräser verwirft in seinem Buch „Propaganda“ zwar das Goebbelssche Rezept der „großen Lüge“, empfiehlt aber, so zu lügen, daß keine Entlarvung droht. In der psychologischen Kriegführung wurde die Methode entwickelt, zunächst durch genaue, detaillierte Meldungen, die als wahr sofort nachgeprüft werden konnten und oft verblüffend wirkten, eine große Glaubwürdigkeit zu erreichen, um dann durch eine große Lüge diese Glaubwürdigkeit auszunutzen. Die Menschen fielen darauf herein, und die Propaganda erfüllte ihren Zweck.

Falsche Behauptungen werden öfter wiederholt

Die Mittel der antikommunistischen Massenpropaganda sind – um nur die wichtigsten zu nennen – Lügen, Verleumdungen (so wird eine Wesensverwandtschaft von Faschismus und Kommunismus behauptet, dagegen der gesetzmäßige Zusammenhang von Imperialismus und Faschismus vertuscht), die ständige Wiederholung von Behauptungen ohne Beweis und Beleg, die Verdrehung der Tatsachen und die Umkehrung der Werte. Diese Methoden gilt es zu erkennen. Man muß sie ständig aufdecken, analysieren und bekämpfen. Wir müssen unterscheiden, ob es sich um eine zielstrebige, organisierte und systematische Tätigkeit handelt oder um vereinzelte antikommunistische Ausfälle oder Vorurteile.

Le Bon: „Psychologie der Massen“

Eng damit hangt die massenpsychologische Orientierung der imperialistischen Massenmanipulation zusammen, die auch die Lehrbücher der Rhetorik bestimmt. Es gibt auch bürgerliche Rhetoriker, die sich von der Massenpsychologie distanzieren und eine demokratische Grundorientierung vertreten. Sehr zwiespältig und nicht ohne Unbehagen ist das Kapitel über massenpsychologische Grundlagen der Rede bei Weiler („Das Buch der Redekunst“, Düsseldorf 1955) abgefaßt. Die Massenpsychologie ist bei Frank-Böhringer („Rhetorische Kommunikation“, Quickborn bei Hamburg 1963) nicht erwähnt, dafür jedoch im Anhang durch die „Eristik“ Schopenhauers ersetzt, also die Kniffe und Taktiken der „Kunst, recht zu behalten“.
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Die „schwierige Kunst der Täuschung“, die sich als verbale Diversion in der psychologischen Kriegführung äußert, hat vor allem Auswirkungen auf die Sprachpolitik des Klassengegners. Die raffinierten Methoden dieser Beeinflussung gehen letztlich auf die Begründer der bürgerlichen Massenpsychologie Sighele und Le Bon zurück. Nach Le Bons Buch „Psychologie der Massen“, das in Westdeutschland und den USA immer wieder neu aufgelegt worden ist und in Lehrbücher über Menschenführung und Rhetorik vielfach eingeflossen ist, sind der „Massenseele“ folgende Eigenschaften zugeordnet [2]:

1. Die Masse sei intellektuell gehemmt und durch die völlige Entpersönlichung des einzelnen ganz und gar unkritisch. Hier setzt Le Bon eine Masse voraus, die durch die kapitalistische Manipulation so geformt wurde. Als Massenerscheinung ist heute die schrankenlose Hemmungslosigkeit eine typische Erscheinung für den Kapitalismus.

2. Nach Le Bon ist das „Unbewußte (Irrationale) das Geheimnis der Massenkräfte. Soziale Organismen könnten keinen tiefgehenden Wandlungen unterworfen sein (hier zeigt sich der reaktionäre Pferdefuß!), und das Unwirkliche sei in gewissen Fällen wahrer als das Wirkliche. Der einzelne sei nicht mehr er selbst, sondern ein Automat geworden. Auch wenn Le Bon den Massen in bestimmten Fällen heroische Eigenschaften zubilligt, so ist seine Grundkonzeption die Massenverachtung. Der Anteil des Unbewußten sei bei der Masse ungeheuer, der Anteil der Vernunft sehr klein. Nichts Beständigeres gebe es in der Masse als das Erbgut der Gefühle. Die Massen seien „weibisch“, das heißt triebhaft, beweglich, erregbar und „knetbar“.

Die zwei verführerischen Tricks

Dementsprechend fallen auch die Rezepte Le Bons aus, die er für die Massenführung gibt. Sie erinnern uns sehr an die Propagandakonzeption und -praxis Hitlers und Goebbels‘. Dazu gehört vor allem die Ächtung der logischen, sachlichen Beweisführung. Der Redner muß schreien, beteuern, wiederholen und darf niemals den Versuch machen, einen Beweis zu erbringen. Die „Masse“ erkenne nur die Macht an, denn sie sei herrschsüchtig und unduldsam. Welche Bedeutung die Gedankengänge Le Bons für die Manipulation mit sprachlichen Mitteln haben, zeigen folgende Anweisungen:

1. Wirkung der Begriffe: Über Bilder, Worte und Redewendungen heißt es: „Werden sie kunstgerecht angewandt, so besitzen sie wirklich die geheimnisvolle Macht, die ihnen einst die Adepten der Magie zuschrieben … Worte, deren Sinn schwer zu erklären ist, sind oft am wirkungsvollsten,“ Als Beispiele sind „Demokratie“, „Sozialismus“, „Freiheit“, „Gleichheit“ und andere genannt. Bewußt wird also gefordert, daß mit diesen Begriffen bei den Massen keine klaren Vorstellungen verbunden sein dürfen. Hingegen ist die Wirksamkeit und Eigengesetzlichkeit sprachlicher Prägungen, die mit einem – sozialpsychologisch gesehen – fest eingeschliffenen Assoziations- und Bewertungsstereotyp verbunden sind, im Prinzip richtig erkannt, aber mißbraucht, „Mit bestimmten Worten verbinden sich zeitweilig bestimmte Bilder: Das Wort ist der Klingelknopf, der sie hervorruft.“

2. Die Kunst der Täuschung: Die Regierungskunst besteht nach Le Bon nicht zuletzt darin, daß man die Worte „meistern“ lernt, vor allem die „schwierige Kunst“ der Täuschung. Denn ohne Illusionen kann die Masse nicht leben. Nach Le Bons richtiger Bemerkung übernahm zeitweise auch die Wissenschaft diese Funktion, geriet aber in Mißkredit, weil sie nicht mehr genug zu versprechen wagte! Wie sehr erinnert uns das an gewisse „Futurologen“ in Westdeutschland und ihre ideologische Funktion im staatsmonopolistischen Kapitalismus. Weiter lesen wir bei Le Bon: „Triebkraft der Völkerentwicklung war niemals die Wahrheit, sondern der Irrtum.“ Wer die Masse „zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer“.

Die raffinierteste „Kunst“, die im Imperialismus entwickelt wurde, ist die Taktik, die Menschen glauben zu machen, daß sie sich selbst ihre Meinung bilden, sie in Wirklichkeit jedoch geschickt dahin zu lenken, wo man sie haben will. Die skizzierten Gedankengänge Le Bons machen deutlich, daß solche Praktiken schon gänzlich jenseits jeder vertretbaren Taktik von Propaganda und Agitation liegen und als Massenbetrug bezeichnet werden müssen. Auch die ethischen Maßstäbe und Normen sind klassenmäßig ausgehöhlt.
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Solche Auffassungen sind in der amerikanischen Propagandatheorie und Meinungsforschung weitergeführt worden. Als Beispiel führen wir das Buch von Edward L. Bernays „Wie macht man Meinungen?“ an, in dem empfohlen wird: „Man muß die Menschen durch Manipulieren ihrer Instinkte beherrschen.“ [3] Wehe dem Journalisten, Redner oder Publizisten, der die Ratschläge und Rezepte der einschlägigen Handbücher imperialistischer Meinungsfabriken nicht beachtet und seine Zuhörer oder Zuschauer informieren will! So ging es Fred Friendly bei der amerikanischen Fernsehgesellschaft „Columbia Broadcasting System“, als er zurücktreten mußte, weil er Filmberichte und Professorendiskussionen über Vietnam gesendet hatte.

Nicht die Lüge – nur die Wahrheit führt zur Erkenntnis

Massenverachtung und Elitestandpunkt sind dem sozialistischen Volksführer und Redner fremd. Die Massen führen heißt, sie aufzuklären, sich über Verstand und Gefühl an ihre Aktionsbereitschaft zu wenden, die Einsicht in die Notwendigkeit gesetzmäßiger Entwicklungen und Handlungen zu vermitteln. Das heißt – und dafür können August Bebel, Lenin, Walter Ulbricht und andere Führer der Arbeiterbewegung als Kronzeugen in ihrer rednerischen Wirksamkeit gelten –, von den Massen zu lernen und sie zu vertreten, sie jedoch nicht der Spontaneität zu überlassen. Dazu gehört auch die Aufgabe, auf der Grundlage von Einsicht in die Notwendigkeit Anforderungen zu stellen, an ihre Opferbereitschaft und ihren Heroismus zu appellieren, für die Erreichung hoher Menschheitsziele ihre schöpferische Aktivität zu wecken, wobei auch der einzelne denkt, mitplant und handelt. Dafür setzt auch der Redner alle seine Kräfte und Fähigkeiten ein, zur weiteren Entwicklung der sozialistischen Demokratie.

[1] Victor Klemperer schrieb darüber: „Es gibt in der LTI keinen anderen Übergriff technischer Wörter, der die Tendenz des Mechanisierens und Automatisierens so nackt zutage treten ließe, wie dieses ‚gleichschalten’.“ (Victor Klemperer, LTI, Notizbuch eines Philologen, Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig, 1978, S.165)
[2] Gustave Le Bon: Psychologie der Massen, Leipzig, 1932, S.83-92.
[3] Zit. nach Harald Wessel: Woher kommen richtige Meinungen? Aus dem Kopf oder aus der Konfektion. In: Neues Deutschland ( B ), 5. Juni 1966.

Quelle:
Eduard Kurka, Wirksam reden – besser überzeugen, Dietz Verlag Berlin (DDR), 1970, S.68-74. (Zwischenüberschriften von mir, N.G.)

„Die Sprache ist die unmittelbare Wirklichkeit des Denkens.“ (Karl Marx)

Siehe auch:
Die Sprache verrät den Feind
…unterschwellige Beeinflussung
Meinungsmanipulation im „Dritten Reich“
Die Sprache der Macht

Psychologische Kriegsvorbereitung

Die psychologische Kriegsvorbereitung war nicht erst seit Goebbels ein Hauptinstrument zur Verwirklichung imperialistischer Angriffspläne. Die sowjetischen Autoren unter Leitung von Oberst Dr.sc.psych. M.P. Korobejnikow beschreiben detailiert, wie dies auch heute noch gehandhabt wird:

Der Kampf um die »Soldatenseelen«

Die Politiker und die Militärs der imperialistischen Länder sind sich bewußt, daß man unter den gegenwärtigen Bedingungen keinen Krieg beginnen, geschweige denn erfolgreich führen kann, ohne die Truppen und die Bevölkerung entsprechend ideologisch und psychologisch zu beeinflussen. In den letzten Jahren hat diese Beeinflussung oder, wie es noch genannt wird, der Kampf um die Soldatenseelen, die Schlacht um den Verstand, gewaltige Ausmaße angenommen.
SoldatenUS-Soldaten…

Woraus erklärt sich die wachsende Aufmerksamkeit für dieses Problem? Vor allem aus der Verschärfung des politischen und ideologischen Klassenkampfes im internationalen Maßstab, aus der sich vertiefenden Krise der bürgerlichen Ideologie. Die Imperialisten berücksichtigen auf ihre Art die komplizierteren Bedingungen, die Besonderheiten und den Charakter eines modernen Krieges, der eine große Prüfung der Weltanschauung, der moralischen und psychischen Qualitäten der Gegner ist, indem sie unter anderem die ideologische Beeinflussung der Truppen verstärken. Die Aggressoren können sich auch ungefähr vorstellen, daß in einem Krieg nur der Soldat bestehen und die Aufgaben erfüllen kann, der sowohl militärisch gut vorbereitet als auch von der Notwendigkeit des Kampfes überzeugt ist und an den Sieg glaubt.

Ideologische Beeinflussung der imperialistischen Söldner

In einer Instruktion der amerikanischen Armee heißt es sinngemäß: Unter den Bedingungen eines modernen Krieges muß ein echter Soldat nicht nur seine Muskeln beherrschen, sondern auch über Moral verfügen. Die Seele ist genauso wichtig wie die Waffe. Mit ihrer ideologischen und psychologischen Beeinflussung verfolgen die Imperialisten ein klares Ziel: Die Armee und die Bevölkerung sollen gehorsame Vollstrecker des Willens der herrschenden Klasse werden. Sich der Massen zu versichern, scheut die Bourgeoisie keine Mittel, greift sie zur Lüge, zu Betrug und Erpressung. Das ist verständlich. Lenin hat treffend festgestellt: »Wenn der ideologische Einfluß der Bourgeoisie auf die Arbeiter zurückgeht, untergraben wird, schwächer wird, nahm und nimmt die Bourgeoisie überall und immer Zuflucht zur verzweifeltsten Lüge und Verleumdung.« [1]
Soldaten…bereit zur Intervention

Diese Tatsache unterstreicht den reaktionären Charakter der ideologischen und psychologischen Beeinflussung in den imperialistischen Armeen. Die gesamte Vorbereitung der Soldaten dient voll und ganz den Interessen der Imperialisten, ihren menschenfeindlichen Absichten. Die ideologische Einwirkung auf die Soldaten der bürgerlichen Armee ist jedoch nicht leicht. Wenn die Imperialisten ihre Armeen auch von progressiven Einflüssen und von zuverlässigen Informationen zu isolieren suchen, so erkennen doch alle mehr oder weniger objektiv urteilenden Menschen, daß in den friedliebenden sozialistischen Staaten die Produktionserfolge und der Wohlstand des Volkes unaufhörlich wachsen, während die Fäulnis der kapitalistischen Ordnung um sich greift, neue Raubkriege angezettelt werden, dabei das Elend der Menschen wächst und sich das Gift des Chauvinismus, des Nationalismus und des offenen Faschismus weiter ausbreitet. Die Völker der kapitalistischen Länder begreifen immer besser die wahren, den Interessen der werktätigen Menschen entschieden widersprechenden Ziele der imperialistischen Kriege. Diesen offensichtlichen Kontrast fürchten die Imperialisten aufs äußerste. Genosse Breshnew sagte: »Der Imperialismus kann nicht auf Erfolg rechnen, wenn er seine wirklichen Ziele offen verkündet. Er ist genötigt, ein ganzes System ideologischer Mythen zu schaffen, die den wahren Sinn seiner Absichten verschleiern, die Wachsamkeit der Völker einlullen. Dazu hat er eine gigantische Propagandamaschine geschaffen, die alle modernen Mittel der ideologischen Beeinflussung ausnutzt.« [2]

Geht es um die Verteidigung westlicher Werte?

Die Imperialisten schonen nicht Mittel noch Kräfte, das bankrotte Gebäude des Kapitalismus schönzufärben und es als beste Form gesellschaftlichen Lebens anzupreisen. Alle Mittel der modernen bürgerlichen Propaganda sind darauf gerichtet, die Herrschaft der Monopole, der Ausbeuter, des Militarismus zu rechtfertigen, das gesellschaftliche Eigentum und den Kollektivgeist in Verruf zu bringen und Feindschaft und Haß zwischen den Völkern zu schüren. Dem dienen auch alle Spielarten politischer und ökonomischer Theorien, die bürgerliche Philosophie und die Soziologie, die Ethik und die Ästhetik. Sie sind zur Maskierung des Ausbeutungscharakters der bürgerlichen Gesellschaft bestimmt. Sie behaupten, daß der moderne Kapitalismus sein Wesen verändert hätte, daß er zum »Volkskapitalismus« geworden wäre, in dem gewissermaßen eine »Umverteilung« des Eigentums, eine »Demokratisierung« des Kapitals vor sich ginge, die Klassen und Klassenwidersprüche verschwinden, sich die »Einkommen ausgleichen« und die Wirtschaftskrisen ausstürben. »Theorien« solcher Art vernebeln das Bewußtsein der Soldaten, schaffen auf diese oder jene Weise falsche Vorstellungen vom tatsächlichen Inhalt der Soldatenpflicht in den bürgerlichen Armeen und von der Funktion dieser Armeen.

Der Antikommunismus

Die Grundlage aller ideologischen und psychologischen Beeinflussung in den imperialistischen Armeen bildet der Antikommunismus, die reaktionärste ideologische Waffe des Imperialismus in seinem Kampf gegen den sozialökonomischen, politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Fortschritt der Völker. In der amerikanischen Armee ist das gesamte Ausbildungsprogramm, das ganze Dasein des Soldaten mit antikommunistischem Gift verseucht. Die Imperialisten benutzen den Antikommunismus dazu, Massenaufgebote an Mördern und Würgern nationaler Freiheit vorzubereiten.
AntikommunistencommunismAntikommunistische Propaganda

Der bekannte amerikanische Journalist Besten schreibt, daß die ideologische Bearbeitung großen Einfluß auf den Verstand der Menschen ausübe. Nicht zufällig zeigten die amerikanischen Soldaten in Vietnam eine solche Grausamkeit. Denn man erziehe sie ständig zum Haß gegen den Kommunismus und zu kriegerischem Chauvinismus. Der Kampf gegen die sowjetische Gesellschafts- und Staatsordnung ist zum Beruf einer ganzen Armee von Fälschern geworden, die sich Sowjetologen nennen. Das Hauptziel der Verfechter des Antikommunismus besteht darin, das Bewußtsein der Menschen mit Unglauben an die Kraft des Kommunismus irrezuleiten, sie geistig zur Aggression, zum Eroberungskrieg gegen die Länder des Sozialismus bereit zu machen.
comicsFeindbilder in US-Comics

Die Hauptrichtungen der antikommunistischen Beeinflussung der Soldatenmassen sind: die Fälschung historischer Fakten (z. B. über den Aufbau des Kommunismus in der Sowjetunion*), die Entstellung der marxistisch-leninistischen Theorie, die Verleumdung der Politik der sozialistischen Staaten, Gerüchte über die angeblich vom Kommunismus ausgehende Kriegsgefahr. In zahlreichen Schriften bürgerlicher Ideologen wird hämisch über Mängel geschrieben, werden Unzulänglichkeilen aufgebläht, die von unserer Partei und der Regierung kritisiert wurden, damit sie überwunden werden.

So werden Killer gemacht

Bei der ideologischen Einwirkung auf die Armeeangehörigen nimmt die Verherrlichung des Krieges breiten Raum ein. Man bedient sich des Rundfunks und des Films, des Fernsehens und der Presse sowie der mündlichen Propaganda. Der Vorsitzende der Bundeskommission für das Nachrichtenwesen N. Meanow sagte zum Beispiel Über den Inhalt typischer Sendungen des amerikanischen Fernsehens: »Sie sind eine unaufhörliche Szenenfolge von Brutalität, Blutvergießen und Schießerei, Sadismus, Mord und wieder Brutalität und Beschimpfungen.« Viel Aufmerksamkeit schenkt man in den USA der Propagierung von Karrierismus, Brutalität und Raub. Den Menschen wird der Gedanke eingehämmert, sich auf Kosten anderer Völker zu bereichern. Die Soldaten werden zu Mord und Unmenschlichkeit erzogen. Jeder Rekrut bekommt eine Broschüre ausgehändigt mit dem Titel »Die Armee der Vereinigten Staaten grüßt dich.« Sie zeigt, daß der Soldat zu einem gnadenlosen qualifizierten Killer ausgebildet und erzogen wird.
VietnamOpfer der US-Killer im Vietnamkrieg

In der amerikanischen Armee sind bürgerlicher Nationalismus, Rassismus und Völkerhaß voll entfaltet. Die Meinungsmacher verbreiten eine angebliche Überlegenheit der amerikanischen Soldaten über andere Völker und das Recht, ihren Willen den Schwachen aufzuzwingen, die ihre Probleme selbst zu lösen nicht imstande wären. Von früher Kindheit an wird die Jugend der USA in militaristischem Geist, im Geist der Feindschaft und des Mißtrauens zu den Menschen erzogen. Schule, Kirche, Bildungseinrichtungen, Klubs und Jugendorganisationen, alles richtet sich letztlich darauf, junge Menschen aufs Killen vorzubereiten. Der amerikanische Publizist Fred Cook schreibt in dem Buch »Die amerikanische Nation«: »Wir erziehen eine erbarmungslose Kaste, fähig, Millionen Menschen auf der Erde skrupellos zu vernichten.«

»Liebe Gott und den militärischen Dienst.«

Bei der ideologischen und psychologischen Beeinflussung der Armee und der Bevölkerung wird in den USA und den anderen imperialistischen Ländern der Religion immer größere Bedeutung beigemessen. Die Imperialisten sind bestrebt, einen Raketenkernwaffenkrieg religiös zu bemänteln, ihn als Fügung Gottes hinzustellen, als einen Kreuzzug gegen den Kommunismus. Das religiöse Betäubungsmittel vergiftet das Bewußtsein der Soldaten und der Matrosen, es macht sie zu fanatischen Killern und Räubern. Die Kaplane (Feldgeistliche) in den Truppen der USA beschränken ihre Anstrengungen nicht auf den Gottesdienst. Sie beeinflussen die Soldaten und Matrosen auch individuell. Die Neueinberufenen bekommen zugleich mit der Uniform eine Bibel, die mit den Worten beginnt: »Liebe Gott und den militärischen Dienst.«

Militärpsychologie und ideologische Propaganda

Die imperialistische Propaganda sucht sich dem Charakter der Menschen anzupassen, um sie besser im imperialistischen Sinne beeinflussen zu können. Dazu wird die moderne bürgerliche Psychologie immer stärker bemüht. Die Militärpsychologie als ihr Bestandteil dient unmittelbar der Vorbereitung auf einen Kernwaffenkrieg. In einem in der BRD veröffentlichten Artikel der die Überschrift »Die psychologische Kriegsvorbereitung, als Leitaufgabe und Bereich der Erziehung in der Bundeswehr« trägt, sind die Ziele der Vorbereitung folgendermaßen bestimmt: den Soldaten eine ständige und verständliche Information über die bürgerliche Ordnung zu vermitteln, so daß sie verteidigungswürdig erscheint; den Soldaten den Inhalt, die Methoden und die Mittel der gegnerischen Einwirkung auf das Bewußtsein der Soldaten in Friedens- und in Kriegszeiten zu erklären; ihnen die möglichen Strapazen eines modernen Gefechts zu demonstrieren, um Panik und Hysterie vorzubeugen.
psychologyofwar»Psychologie des Krieges«

Die Psychologen der USA und anderer imperialistischer Staaten suchen krampfhaft nach neuen Formen und Mitteln der Einwirkung auf die Streitkräfte. Ihr besonderes Anliegen ist es, die Auswirkungen des Klassenkampfes auf die Armeeangehörigen, der immer größere Ausmaße in diesen Staaten annimmt, abzuschwächen. Auch deshalb werden in diesen Staaten in die bewaffneten Kräfte keine vom Standpunkt der Bourgeoisie unzuverlässigen Elemente einberufen. Die Unzuverlässigkeit wird mit Hilfe eines militärpsychologischen Testsystems festgestellt.

Gezielte Desinformation

Um die ideologische und psychologische Beeinflussung abzusichern, sucht man die Armeeangehörigen ständig unter Kontrolle zu halten und sie von sozialen Problemen und fortschrittlichen Ideen und Stimmungen abzulenken. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein gigantischer Propagandaapparat aufgeboten. In den USA beispielsweise leitet die ideologische Bearbeitung der Armee der Gehilfe des Kriegsministers für Fragen der Bildung und Menschenressourcen. Zu seiner Verfügung stehen spezielle Verwaltungen, Abteilungen und Dienste. Das grundlegende Organ dabei ist die Verwaltung für Information und Bildung, von der Presse, Film, Rundfunk und Fernsehen geleitet werden. In den Stäben der Teile der Streitkräfte sind ebenfalls spezielle Verwaltungen für Information eingerichtet.

Propagandazentrale Pentagon

Das Pentagon benutzt zur ideologischen und psychologischen Beeinflussung der Soldaten über 300 Rundfunk- und Fernsehstationen, es veröffentlicht jährlich propagandistische Broschüren, Bücher, Zeitschriften und Zeitungen mit einer Gesamtauflage von 8 Millionen Exemplaren. Außerdem werden in den für die Teilstreitkräfte zuständigen Ministerien, in den Verbänden, Militärhochschulen, Stützpunkten, Basen usw. 1500 verschiedene Militärzeitungen herausgegeben.
jakowlewGeschichtsfälscher und Berufslügner Jakowlew

Das Kriegsministerium der USA veröffentlicht jährlich zahlreiche Filme, die in allen militärischen Klubs gezeigt werden. Im Pentagon und in der Zentralen Verwaltung für Aufklärung bestehen spezielle Dienste für Fragen der Desinformation. Ein umfangreicher Apparat dieser Organe erarbeitet die Thematik tendenziöser Informationen, die der Irreführung der Öffentlichen Meinung in den USA und in anderen Ländern dienen.

[1] W.I. Lenin, Bd.20, Berlin 1961, S.494.
[2] L.I. Breshnew, Auf dem Wege Lenins, Bd.2, Berlin 1971, S.419.

* (in den letzten Jahren wird verstärkt über die angeblichen »Opfer des Stalinismus«, über den angeblichen »Unrechtsstaat« DDR, über die angeblichen »Verbrechen der Stasi« berichtet, es werden Lügen über Katyn verbreitet, sogenannte »Zeitzeugen« dürfen ihre größtenteils erfundenen »Geschichten« verbreiten usw. usf.)

Quelle:
Autorenkollektiv, Soldat und Krieg, Militärverlag der DDR, Berlin, 1972, S.32-37
(Zwischenüberschriften von mir, N.G.)
siehe auch hier: US-Information (russ.)