Chruschtschow – der Mörder Stalins und der UdSSR

Chruschtschow Mörder

Der Führer der Völker der Sowjetunion wurde nicht von Lawrenti Berija ermordet, sondern von dem künftigen Anführer der Parteinomenklatur. Für diejenigen, die sich mit der Frage „Wer ermordete Stalin?“ beschäftigt haben, ist das Thema abgeschlossen. Doch eine einheitliche Meinung, wer dafür verantwortlich ist, gibt es darüber nicht. Zum Beispiel behauptet N. Dobrjucha (siehe «АН», №7 und №8, 2013), daß Berija den Mord Stalins organisiert habe. Nachdem zur Erforschung der Epoche Stalins und Berijas nicht wenig Zeit aufgewendet und darüber eine ganze Reihe von Büchern geschrieben wurden (einschließlich des Buches von J. Muchin „Warum wurde Stalin ermordet?“), kann ich dem Leser versichern, daß die Erklärungen über die Mitwirkung Berijas an der Ermordung Stalins nichts weiter sind als eine Fiktion.

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Sowjetischer Rubel anstatt Dollar???

UdSSR
Bildüberschrift: „Wem kommt das Nationaleinkommen zugute? – In den kapitalistischen Ländern: der Löwenanteil den Ausbeutern, in der UdSSR: den Werktätigen.“

In den 50er Jahren hätte die Sowjetunion beinahe das USA-Finanzimperium zerstört

Im Jahre 1964 erzählte der französische Finanzminister dem französischen Präsidenten General de Gaulle eine Geschichte, wie sich das Vorkriegs-, und später das internationale Nachkriegsfinanzsystem gebildet hat. Er nannte folgendes Beispiel:
„Stellen Sie sich vor, auf einer Auktion wird ein Bild Raffaels verkauft, und der Streit geht zwischen dem Deutschen Friedrich, dem Araber Abdullah, dem Russen Iwan und Yankee John. Jeder von ihnen bietet für das Bild seine Waren an: der Araber Erdöl, der Deutsche Technik, der Russe Gold, und mit dem lustigen Lächeln bot der Yankee John bot den doppelten Preis, nahm aus seinem Geldbeutel ein Paket neuer 100-Dollar-Noten heraus, zählte sie ab, nahm das Bild und verschwand.“

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War die Sowjetunion nach dem XX.Parteitag der KPdSU (1956) noch ein sozialistischer Staat?

sowjetische ArbeiterklasseSowjetische Arbeiterklasse

Was unter SOZIALISMUS zu verstehen ist, darüber gibt es weitverbreitete Unkenntnis.
Mal abgesehen von denen, die wissentlich oder unwissentlich verleumderische Mitteilungen darüber verbreiten, sind auch von jenen, die den Sozialismus selbst erlebt haben oder nur vom Hörensagen her zu kennen glauben, oft recht dumme Bemerkungen zu vernehmen. Der Sozialismus ist die einzige menschliche Alternative, um auf dieser, unserer Welt weiterzuleben. Natürlich werden die damaligen und die heutigen Kapitalisten und ihre Hoftrompeter dem nicht zustimmen, aber das hat ja auch niemand erwartet. Ob es damals in der DDR einen Sozialismus gegeben hat, darüber hatten wir schon geschrieben (siehe: Gab es einen Sozialismus in der DDR?), wie aber war das nun in der Sowjetunion? Was ist eigentlich Sozialismus? Und ist es wirklich so, daß die Sache selbst an und für sich gut ist, die Menschen aber schlecht sind? Oder wurde der Sozialismus von der Partei nur mißbraucht? Auf alle diese Fragen wollen wir versuchen, eine Antwort zu geben:

Die Grundzüge des Sozialismus?

Im Lehrbuch für die politischen Grundschulen von 1951 lesen wir: „In der Sowjetunion ist der Staat ein sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern, und die gesamte Macht gehört den Werktätigen in Stadt und Land. Die ökonomische Grundlage des Sozialismus bilden das sozialistische Wirtschaftssystem und das sozialistische Eigentum an den Produktionsmitteln. Es gibt zwei Formen des sozialistischen Eigentums: das staatliche (Gemeingut des Volkes) und das genossenschaftlich-kollektivwirtschaftliche Eigentum. In der sozialistischen Gesellschaft gibt es schon keine Ausbeuterklassen mehr, und die Hauptunterschiede zwischen Arbeiterklasse und Bauernschaft sind überwunden, da die Arbeiter und Bauern in der einheitlichen sozialistischen Wirtschaft arbeiten. (…) Das wirtschaftliche Leben der sozialistischen Gesellschaft wird bestimmt und gelenkt durch den staatlichen Volkswirtschaftsplan, im Interesse der Vermehrung des gesellschaftlichen Reichtums des Landes, der ununterbrochenen Erhöhung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus der Werktätigen, der Festigung der Unabhängigkeit der UdSSR und der Stärkung ihrer Verteidigungskraft. Dank dem sozialistischen Eigentum an den Produktionsmitteln und der planmäßigen Lenkung der Volkswirtschaft sichert die sozialistisehe Gesellschaft sowohl ein hohes Entwicklungstempo der Produktion als auch ein hohes Produktionsniveau. Die Sowjetunion verfügt über eine mächtige sozialistische Industrie und über die am besten mechanisierte sozialistische Landwirtschaft, die die bedeutendste der Welt ist. Die Arbeit ist in der Sowjetunion Pflicht und eine Sache der Ehre eines jeden Bürgers. In der Sowjetunion wird das Prinzip verwirklicht: ‚Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung.‘ Das Prinzip des Sozialismus besteht darin, daß jeder nach seinen Fähigkeiten arbeitet und Gebrauchsgüter nicht nach seinen Bedürfnissen erhält, sondern nach der Arbeit, die er für die Gesellschaft geleistet hat, also nach der Menge und Qualität seiner Arbeit. In Übereinstimmung damit führt der Sowjetstaat eine strenge Kontrolle über das Maß der Arbeit und über das Maß des Verbrauchs der Mitglieder der Gesellschaft, legt die Arbeitsnormen und die Entlohnung der Arbeit fest. Die Art der Bestimmung und Staffelung des Arbeitslohns wird durch die Arbeitsgesetzgebung genauestens geregelt. Das Lohnsystem in den Sowjetbetrieben beruht auf dem Prinzip, das in der Sowjetverfassung in folgenden Worten festgelegt ist: ‚Die Bürger der UdSSR haben das Recht auf Arbeit, d.h. das Recht auf garantierte Beschäftigung mit Entlohnung ihrer Arbeit nach Menge und Qualität.‘ “ [1]

Wurde nach dem XX.Parteitag in der Sowjetunion der Kapitalismus eingeführt?

Darüber wurde häufig diskutiert. Die „Marxistisch-leninistische Partei Deutschlands“ (MLPD), eine linke Splittergruppe, behauptet: Ja. – Genosse Dr. Kurt Gossweiler sagt: Nein. Andere hingegen möchten das Thema am liebsten vom Tisch wischen und diskutieren derweil mit der Bourgeoisie über die angeblichen „Verbrechen Stalins“. Doch wenden wir uns den Tatsachen zu. Hier also Genosse Dr.Gossweiler: „Darüber, daß mit Chruschtschow ein Exponent des modernen Revisionismus sich an die Spitze der KPdSU gemogelt hat, dessen Ziel die Restauration des Kapitalismus war, gibt es zwischen uns keine Meinungsverschiedenheiten. Das argwöhnte und befürchtete ich ziemlich bald nach dem XX.Parteitag; dessen war ich mir sicher nach der ungarischen Konterrevolution vom Herbst 1956. Aber genau so sicher war ich mir auch, daß die Chruschschow-Clique nicht die ganze KPdSU war; Chruschtschows Machterschleichung bedeutete eine große Gefahr für den Sozialismus, aber noch keineswegs die Liquidierung des Sozialismus und die Umwandlung der Sowjetunion in einen kapitalistischen Staat.“ [2] Ausführlich legt Kurt Gossweiler dar, wie dies geschah, und welche Rolle die revisionistische Chruschtschow-Clique dabei spielte. Dieser Text ist unbedingt lesenswert. (s.Anhang)

Woran erkennt man einen kapitalistischen Staat?

Die grundlegenden Wesenszüge der kapitalistischen Staaten sind (nach Dr.Kurt Gossweiler:)
(1) Ziel der Produktion ist die Erzielung von Mehrwert bzw. Maximalprofit.
(2) Die anarchische Produktion. Es gibt keine gesamtstaatliche Planung.
(3) Verwandlung von allem Lebensnotwendigen in Waren. (Auch Arbeitskraft ist eine Ware!)
(4) Kapitalistische Profitmacherei in allen Lebensbereichen
(5) Einigkeit der kap.Länder gegen revolutionäre oder antiimperialistische Bewegungen.
Das alles traf weder auf die Sowjetunion zu, noch auf die anderen sozialistischen Länder.

Ist die Sache selbst gut, und sind die Menschen schlecht?

Es wäre eine sehr kurzsichtige, vereinfachende Schlußfolgerung aus der Zerstörung der Sowjetunion, wollte man die Schuld dafür pauschal „den Menschen“ zuschieben, die einfach „noch nicht reif“ für den Sozialismus seien. Es ist eine typische, undialektische Methode der bürgerlichen Geschichtswissenschaft, die Ursachen historischer Ereignisse allein bestimmten Personen zuzuschreiben, soziale Verhaltensweisen oder nationale Besonderheiten zu psychologisieren oder aber das Verhalten der Volksmassen zu mystifizieren. Die marxistisch-leninistische Geschichtswissenschaft geht immer von den konkreten Tatsachen aus, und nicht von irgendeiner Interpretation. „Der Darstellung liegt die marxistisch-leninistische Auffassung von der gesetzmäßigen Aufeinanderfolge einander ablösender Gesellschaftformationen zugrunde, die von der Urgesellschaft über mehrere Formationen der Klassengesellschaft zum Sozialismus und Kommunismus führt. Den Prinzipien des historischen Materialismus entsprechend wird die geschichtliche Entwicklung als ein objektiv bedingter, durch soziale Interessen – in der antagonistischen Klassengesellschaft durch Klassenkampf – bestimmter Prozeß verstanden.“ [3] Oder wie Friedrich Engels es ausdrückte: „Die Menschen machen ihre Geschichte, wie diese auch immer ausfalle, indem jeder seine eigenen, bewußt gewollten Zwecke verfolgt, und die Resultante dieser vielen in verschiedenen Richtungen agierenden Willen und ihrer mannigfaltigen Einwirkung auf die Außenwelt ist eben die Geschichte.“ [4]

Welche Rolle spielte in der Sowjetunion die Kommunistische Partei?

„Die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) entwickelte sich aus marxistischen Zirkeln, besonders aus dem von LENIN 1895 geschaffenen ‚Kampfbund zur Befreiung der Arbeiterklasse‘. Der II.Parteitag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Rußlands legte den Grundstein für eine Partei neuen Typus* (Bolschewiki). Unter ihrer Führung siegte die Große Sozialistische Oktoberrevolution, bauten die Arbeiterklasse und die werktätige Bauernschaft der UdSSR den Sozialismus auf (…) Im Interventionskrieg (1918-1920) und im Großen Vaterländischen Krieg (1941-1945) leitete die KPdSU den Kampf des Sowjetvolkes und verteidigte das sozialistische Vaterland. Die KPdSU ist die lenkende und leitende Kraft der Sowjetgesellschaft. In ihrer gesamten Tätigkeit läßt sie sich vom Marxismus-Leninismus und dem auf seiner Grundlage ausgearbeiteten Programm leiten. Getreu dem Prinzip der proletarischen Internationalismus unterstützt sie die um ihre Freiheit kämpfenden Völker und hilft den Bruderparteien beim Aufbau des Sozialismus. Sie ist die erfahrenste revolutionäre Partei und Pionier des gesellschaftlichen Fortschritts. Deshalb ist sie den kommunistischen und Arbeiterparteien ein leuchtendes Vorbild.“ [5] – so schrieb man noch 1976 in Meyers Jugendlexikon offenbar in Unkenntnis der vor sich gehenden revisionistischen Veränderungen innerhalb dieser Partei. Viel zu lange hielt man auch in der DDR an diesem Klischee fest. Genosse Dr. Gossweiler schreibt: „Nach Stalins Tod und der Übernahme der Parteiführung durch Chruschtschow setzten die Chruschtschow-Revisionisten einen Prozeß der Denaturierung des Sozialismus, der Untergrabung seiner Fundamente, in Gang, in dem die Voraussetzungen dafür geschaffen werden sollten und in begrenztem Maße auch geschaffen wurden, um in einer zweiten Phase dieses Prozesses zu direkten Zerstörung des Sowjetsystems und zu seiner Überleitung in die Restaurierung des Kapitalismus übergehen zu können.“ [6] Und das genau geschah 1990.

Mißbrauchte die Partei ihre Macht?

Kurz gesagt: Nein. Sie mißbrauchte nicht ihre Macht, sondern umgekehrt wurde die Partei von einer kleinen Gruppe revisionistischer Halunken mißbraucht, um nicht nur die Partei, sondern mit ihr auch den Sozialismus zu zerstören… „Um zu zerstören, was in 36 Jahren aufgebaut worden war, brauchten die Konterrevolutionäre von Chruschtschow bis Gorbatschow 38 Jahre. Diese 38 Jahre waren angefüllt mit einem erbitterten, unaufhörlichen Kampf zwischen den Revisionisten auf der einen, den Verteidigern der marxistisch-leninistischen Positionen auf der anderen Seite. Wer die Augen offen hatte, konnte diesen Kampf nicht übersehen….“ [7]

Quellen:
[1] Lehrbuch für die politischen Ggrundschulen, Erster Teil, Dietz Verlag Berlin, 1951, S.249f.
[2] Kurt Gossweiler: Zu den Positionen der MLPD (November 1994); vollständiger Text: hier
[3] Autorenkollektiv: Deutsche Geschichte in zwölf Bänden, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1982, Bd.1, S.5.
[4] Friedrich Engels: Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie (1888), Berlin 1955, S.47.
[5] Autorenkollektiv: Meyers Jugendlexikon, VEB Biliographisches Institut Leipzig, 1976, S. 365.
[6] Kurt Gossweiler: Zu den Positionen…, ebd.
[7] ebd.

* Partei neuen Typus: von Lenin geschaffener neuer Parteityp, der den Anforderungen des Kampfes gegen den Imprialismus gerecht wird.

Anhang:
Dr. Kurt Gossweiler: Zu den Positionen der MLPD (Nov.1994).

Gossweiler: Zu den Positionen der MLPD 1994
(pdf-Datei anklicken!)

Die Frage ist nun: Wie soll der SOZIALISMUS der Zukunft aussehen? Darüber kann es freilich noch keine genauen Aussagen geben. Doch wir können uns an der Geschichte orientieren…
Zukunft – wie bitte?
Perspektiven im gesellschaftlichen Leben
…und der Jugend eine Zukunft
Erich Honecker: Über den Sozialismus und seine Zukunft

Laßt uns den Marxismus verteidigen!

Enver HoxhaLaßt uns den Marxismus verteidigen!
von Enver Hoxha

Wir sind der Meinung, daß der Imperialismus, mit jenem der USA an der Spitze, politisch und ideologisch schonungslos entlarvt werden muß; auch darf man niemals gestatten, daß jemand dem Imperialismus schöntut, ihn streichelt, ihn herausputzt. Ebenso darf man ihm keine einzige grundsätzliche Konzession machen. Die Taktiken und Kompromisse, die unsererseits gestattet sind, müssen unsere Sache und nicht die des Feindes fördern.

Eine klare politische Haltung allen Feinden gegenüber

Angesichts dieses wilden Feindes bildet unsere enge Einheit die Garantie für den Sieg unserer Sache; diese wird siegen, wenn wir die tiefen ideologischen Meinungsverschiedenheiten, die zutage getreten sind, beseitigen und die Einheit auf der Basis des Marxismus-Leninismus, der Gleichheit, Brüderlichkeit und des Geistes der Freundschaft und des proletarischen Internationalismus aufbauen. Unsere Partei ist der Auffassung, daß nicht nur kein einziger ideologischer Riß existieren darf, sondern daß wir auch eine gemeinsame politische Haltung gegenüber allen Fragen einnehmen sollen. Unsere Taktik und Strategie gegenüber den Feinden müssen von allen unseren Parteien ausgearbeitet werden, auf der Basis der Prinzipien des Marxismus-Leninismus und richtiger politischer Kriterien, welche den konkreten und realen Situationen entsprechen …

Friedliche Koexistenz, doch kein Verzicht auf den Klassenkampf

Die Verräter des Marxismus-Leninismus, Agenten des Imperialismus und Intriganten wie Josif Broz Tito, bemühen sich auf jede Weise, teuflische Pläne auszuhecken, wie beispielsweise die Gründung der sog. ‘dritten Kraft’, um die Völker und die neuen Staaten zu desorientieren, sie von ihren natürlichen Bundesgenossen zu trennen und mit dem amerikanischen Imperialismus direkt zu verbinden. Wir müssen all unsere Kräfte einsetzen, um die Pläne dieser Handlanger des Imperialismus zunichte zu machen … es gibt keinen Kommunisten, der gegen die friedliche Koexistenz ist, der ein Kriegstreiber wäre. Der große Lenin war der erste, der den Grundsatz der friedlichen Koexistenz der Staaten mit unterschiedlicher Gesellschaftsordnung als eine objektive Notwendigkeit hervorgehoben hat, solange es in der Welt nebeneinander sozialistische und kapitalistische Staaten gibt. …

Die friedliche Koexistenz zwischen zwei entgegengesetzten Systemen bedeutet aber nicht, wie das die modernen Revisionisten behaupten, einen Verzicht auf den Klassenkampf. Im Gegenteil, man muß den Klassenkampf fortsetzen, man muß den politischen und ideologischen Kampf gegen den Imperialismus, gegen die bürgerliche und revisionistische Ideologie immer mehr verstärken. Indem wir einen konsequenten Kampf für die Realisierung der Leninschen friedlichen Koexistenz führen, ohne jedoch dem Imperialismus auch nur eine einzige grundsätzliche Konzession zu machen, müssen wir den Klassenkampf in den kapitalistischen Ländern sowie die nationale Befreiungsbewegung der Kolonialländer und der abhängigen Länder noch mehr ausweiten…

Diese Frage war bisher ganz klar und erst Genosse Chruschtschow hat sie auf dem XX.Parteitag ganz unnötigerweise verwirrt, in einer Richtung, welche in der Tat den Opportunisten gefiel. Warum wurden die klaren Thesen Lenins und der sozialistischen Oktoberrevolution in solcher Weise entstellt? Die PAA hat hier einen ganz klaren Standpunkt und läßt sich nicht von den Leninschen Lehren abbringen. Bis jetzt hat noch kein Volk, kein Proletariat, keine kommunistische oder Arbeiterpartei die Macht ohne Blutzoll und Gewalt erringen können…

Keine Kapitulation vor dem Druck des Imperialismus!

In der Moskauer Deklaration vom Jahre 1957 sowie in dem vorliegenden Deklarationsentwurf wird festgestellt, daß der Revisionismus heute die Hauptgefahr für die internationale kommunistische und Arbeiterbewegung ist. In der Moskauer Deklaration vom Jahre 1957 wird mit Recht betont, daß der bürgerliche Einfluß die innere Quelle des Revisionismus bildet, während seine äußere Quelle die Kapitulation vor dem Druck des Imperalismus ist. Das Leben hat voll und ganz bewiesen, dass der moderne Revisionismus unter dem Deckmantel pseudomarxistischer und scheinrevolutionärer Losungen, mit allen Mitteln versucht, unsere große Lehre, den Marxismus-Leninismus zu diskreditieren, indem er ihn als ‘veraltet’ und für die gesellschaftliche Entwicklung von heute schon nicht mehr geeignet hinstellte. Unter der Maske eines ‘schöpferischen Marxismus’ und der ‘neuen Bedingungen’ haben die Revisionisten alle Anstrengungen gemacht, um einerseits den Marxismus seines revolutionären Geistes zu berauben und das Vertrauen der Arbeiterklasse und des werktätigen Volkes zum Sozialismus zu erschüttern. Andererseits haben sie mit allen Mitteln gearbeitet, um den Imperialismus zu beschönigen, ihn als gebändigt und friedliebend hinzustellen. Die seit der Moskauer Beratung vergangenen drei Jahre haben zur Genüge gezeigt, dass die modernen Revisionisten nichts anderes sind als Spalter der kommunistischen Bewegung und des sozialistischen Lagers, treue Lakaien des Imperalismus, geschworene Feinde des Sozialismus und der Arbeiterklasse.

Die verbrecherische Tito-Clique – ein Handlanger des Imperialismus

Die Fahnenträger des modernen Revisionismus, seine aggressivsten und gefährlichsten Vertreter sind, wie das Leben selbst bewiesen hat, die jugoslawischen Revisionisten, die verräterische titoistische Clique und ihre Anhänger. Als die Moskauer Deklaration von 1957 beschlossen wurde, hat man diese feindliche Gruppe und Agentur des amerikanischen Imperialismus nicht öffentlich angeprangert, obwohl unserer Meinung nach genug Tatsachen und Angaben vorlagen, die das erfordert hätten. Nicht nur damals, sondern auch später, als ihre Gefährlichkeit immer offener zutage trat, wurde der Kampf gegen den jugoslawischen Revisionismus, der konsequente ununterbrochene Kampf zu seiner ideologischen und politischen Vernichtung, nicht mit der nötigen Energie geführt. Das war und ist die Quelle vieler Übel und Schäden in der internationalen Arbeiterbewegung. Unsere Partei ist der Meinung, daß der Verzicht auf die restlose Entlarvung der revisionistischen Gruppe Titos und die trügerischen Hoffnungen auf eine angebliche ‘Besserung’ und positive ‘Wendung’ dieser Verrätergruppe den versöhnlerischen Neigungen zuzuschreiben sind, sowohl dem falschen Standpunkt und der falschen Einschätzung der gefährlichen revisionistischen Gruppe Titos durch Chruschtschow und etliche andere sowjetische Führer.

Genosse Stalin hatte die Gefahr richtig eingeschätzt

Es hieß, daß J.W.Stalin die jugoslawischen Revisionisten nicht richtig eingeschätzt und ihnen gegenüber eine zu scharfe Haltung eingenommen habe. Unsere Partei hatte niemals eine solche Meinung, weil die Zeit und das Leben das Gegenteil bewiesen haben. Stalin schätzte die Gefahr, welche von den jugoslawischen Revisionisten ausging, sehr richtig ein, und machte Anstrengungen, um diese Frage im richtigen Moment und auf marxistisch-leninistische Weise zu lösen. Damals trat das Kominform-Büro, als kollektives Organ, zusammen (von den Chruschtschowianern nach dem XX.Parteitag 1956 aufgelöst – N.G.) und nach der Entlarvung der titoistischen Gruppe wurde diese schonungslos bekämpft. Auch hier hat die Zeit wieder bestätigt, daß dies unerläßlich und richtig war … Die titoistische Gruppe war schon seit langem eine Gruppe von Trotzkisten und Renegaten. Jedenfalls ist sie das in der Einschätzung seitens der PAA, seit dem Jahre 1942, d.h. seit 18 Jahren.

Das falsche Spiel der Belgrader Trotzkisten

Schon im Jahre 1942, als der Kampf des albanischen Volkes großen Umfang annahm, bemühte sich die Belgrader trotzkistische Gruppe, unter Mißbrauch unserer Freundschaft und unseres Vertrauens, die Ausdehnung unseres bewaffneten Kampfes, die Bildung von mächtigen Sturmabteilungen der albanischen Partisanen mit allen Mitteln zu verhindern. Als ihr dies nicht gelang, suchte sie die politische und militärische Leitung in ihre Hand zu bekommen. Sie machte Anstrengungen, alles von Belgrad abhängig zu machen und unsere Partei und unsere Partisanenarmee zu einfachen Anhängseln der KPJ und der Nationalen Befreiungsarmee Jugoslawiens zu degradieren. Unsere Partei durchkreuzte erfolgreich diese verbrecherischen Absichten, pflegte jedoch die Freundschaft zu den jugoslawischen Partisanen weiter. Die Titogruppe versuchte damals, eine ‘Balkanföderation’ unter der Führung der Belgrader Titoisten zu schaffen, die kommunistischen Parteien vor den Wagen der KPJ zu spannen und die Partisanenarmeen der Balkanvölker dem jugoslawisch-titoistischen Generalstab unterzuordnen. Zu diesem Zweck bemühte sie sich damals, im Einvernehmen mit den Engländern, einen ‘Balkanstab’ zu bilden, d.h. unsere Armeen, den Anglo-Amerikanern zu unterstellen. Unsere Partei widersetzte sich erfolgreich diesen verräterischen Absichten.

Stalin rettete das albanische Volk vor der Unterjochung

Als dann in Tirana die Fahne der Befreiung entrollt wurde, gab die Belgrader titoistische Bande ihren Agenten in Albanien Anweisungen, die Erfolge der KP Albaniens zu leugnen und einen Putsch zum Sturz der Parteiführung zu organisieren, also jener Führung, welche die Partei aufgebaut, den Nationalen Befreiungskampf geleitet und das albanische Volk zum Sieg geführt hatte. Der erste Putsch wurde von Tito gemeinsam mit seinen verkappten Agenten in der Partei organisiert. Aber die KPA liquidierte das Komplott Titos. Die Belgrader Verschwörer warfen jedoch nicht die Flinte ins Korn, sondern schmiedeten gemeinsam mit ihrem Chefagenten in unserer Partei, dem Verräter Koci Xoxe, in einer anderen Form ein zweites Komplott gegen das neue Albanien: Albanien sollte die siebte Republik Jugoslawiens werden! … Sie hatten die Absicht, Albanien militärisch zu besetzen, jeden Widerstand dagegen zu brechen, die Führer der Partei der Arbeit Albaniens und des Staates zu verhaften und Albanien zur siebten Republik Jugoslawiens auszurufen. Jedoch die Partei zerstörte auch diesen teuflischen Plan. Die Hilfe und das Eingreifen J.W.Stalins in diesen Augenblicken waren für unsere Partei und für die Freiheit des albanischen Volkes von entscheidender Bedeutung. Das war gerade zur selben Zeit, als die titoistische Clique durch das Informbüro entlarvt wurde.

Der XX.Parteitag und die Verurteilung Stalins

Betrachten wir beispielsweise die an Stalin und seinem Werke geübte Kritik. Als marxistisch-leninistische Partei ist sich unsere Partei voll und ganz bewußt, daß der Personenkult für die kommunistischen Parteien und die kommunistische Bewegung selbst fremd und schädlich ist. Die marxistischen Partei dürfen die Entstehung des Personenkultes, welcher die Aktivität der Massen behindert, ihre Rolle herabmindert und sich im Widerspruch zur Entwicklung des Parteilebens selbst und zu den Gesetzen, die es regeln, befindet, nicht gestatten, sondern müssen alle ihre Kräfte einsetzen, um ihn mit der Wurzel auszurotten, wenn er irgendwo aufzutauchen beginnt oder aufgetaucht ist. Von diesem Standpunkt sind wir vollkommen einverstanden, den Kult mit der Person Stalins als eine schädliche Erscheinung im Parteileben zu kritisieren. Aber wir sind der Meinung, daß der XX.Parteitag, insbesondere der Geheimbericht des Genossen Chruschtschow die Stalinfrage nicht richtig, nicht objektiv und nicht marxistisch-leninistisch zur Diskussion stellte. Genosse Chruschtschow und der XX.Parteitag fällten über Genossen Stalin wegen dieser Sache ein hartes und ungerechtes Urteil. Genosse Stalin und sein Werk gehören jedoch nicht allein der KP der Sowjetunion und dem Sowjetvolk, sondern uns allen … Aber warum wurde dann Genosse Stalin auf dem 20. Parteitag ohne vorherige Beratung auch mit den anderen kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt verurteilt? Warum wurde vor den Augen der kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt Stalin plötzlich ‘verflucht’ und erfuhren dies viele Bruderparteien erst, als der Imperialismus den Geheimbericht Chruschtschows massenweise druckte?

Die teuflischen Pläne der Chruschtschow-Clique

Genosse Chruschtschow hat der kommunistischen Bewegung und der fortschrittlichen Welt die Verurteilung des Genossen Stalin aufgezwungen … Wir alle müssen das große unsterbliche Werk Stalins verteidigen; wer das nicht tut, ist ein Opportunist, ist ein Feigling. Als Person und als Führer der bolschewistischen KP der Sowjetunion ist Genosse Stalin auch zugleich der hervorragendste Führer des internationalen Kommunismus nach dem Ableben Lenins. Auf sehr positive Weise und mit großer Autorität hat er zur Konsolidierung und Ausweitung der Erfolge des Kommunismus in der ganzen Welt beigetragen. Alle theoretischen Werke des Genossen Stalin sind ein lebendiger Beweis seiner Treue zu seinem genialen Lehrer, zu dem großen Lenin und zum Leninismus … Der Kult mit der Person Stalins mußte unbedingt überwunden werden. Kann man aber sagen, daß, wie behauptet wurde, Stalin selbst der Urheber dieses Personenkultes war? Der Personenkult mußte unbedingt überwunden werden, war es aber notwendig und richtig, so weit zu gehen, daß jeder, der Stalins Namen nannte, ein Zitat Stalins benützt, schief angesehen wird? Einige Leute vernichteten sogleich voll Eifer die Statuen Stalins und änderten die Namen von Städten, welche nach Stalin benannt waren. In Bukarest sagte Genosse Chruschtschow zu den chinesischen Genossen: ‘Ihr beschäftigt Euch mit einem verreckten Pferd! Wenn Ihr wollt, so kommt und holt auch seine Knochen ab’. Damit meinte er Stalin …

Quelle: kommunisten-online (23. Juli 2013)

Siehe auch:
XX. Parteitag: Eine verbrecherische Rede
Kurt Gossweiler: Die faschistische Tito-Clique
KP Großbritannien: Der Bruch in der kommunistischen Bewegung
Ein Gespräch im Hause Chruschtschow nach der erfolgreichen Beseitigung des Genossen Stalin

Sowjetunion: Der Große Vaterländische Krieg

Es ist absolut unmöglich, in wenigen Sätzen den Verlauf und Ausgang der Großen Vaterländischen Krieges (1941-1945) zu beschreiben. Nicht einmal ansatzweise läßt sich hier das Grauen dieses Krieges darstellen, den das faschistische Deutschland über die Völker Europas und insbesondere über die Sowjetunion gebracht hatte, als es diesen Krieg vom Zaune brach. Ja, die DEUTSCHEN MASSENMÖRDER – und ihre willfährigen Soldaten!
Und nicht einmal ansatzweise läßt sich auch der bisher in der Welt einmalige Heroismus der Völker der Sowjetunion bei der Verteidigung ihrer sozialistischen Heimat und der Befreiung Europas von der braunen Pest des Faschismus wiedergeben. Hunderte Bücher wurden darüber geschrieben, ehrliche und verfälschende. Und wohl niemand von denen, die unter diesem Krieg zu leiden hatten, wünschte damals, einen solches Inferno erneut erleben zu müssen. Denoch gab es bereits 1945 auf Seiten der westlichen Siegermächte – also auf Seiten derjenigen, die vom Sieg der Sowjetunion oder von diesem Krieg profitiert hatten – erneute Überlegungen, wie man den Sozialismus auf der Welt für immer beseitigen könne. Auch daran sieht man die Pervertiertheit der von Imperialismus zerfressenen Hirne!

Der Große Vaterländische Krieg war – nach einem Lexikon aus dem Jahre 1953 – ein Verteidigungskrieg der Völker der UdSSR 1941/45 gegen die Aggression Hitler-Deutschlands und seiner faschistischen Verbündeten.
Entscheidungsschlachten:
• Dezember 1941 vor Moskau
• Januar 1943 Stalingrad
• Januar 1944 Leningrad
Heldenmut der Sowjetmenschen und Stärke der sozialistischen Wirtschaft erzwangen 1945 die bedingungslose Kapitulation der Okkupanten.
Der Große Vaterländische Krieg
Deutlich sichtbar sind hier die Frontlinien und die eingekesselten faschistischen Truppenteile (schwarz gekennzeichnet). Anklicken zum Vergrößern!

Die 10 Stalin-Offensiven befreiten 1944:
1. das Leningrader Gebiet
2. die Ukraine westlich des Dnepr
3. die Krim
4. die karelische Landenge und Karelien
5. Belorußland und Litauen
6. die Westukraine
7. Rumänien und Bulgarien
8. das Baltikum
9. Ungarn
10. Petsamo-Gebiet

Quelle:
Lexikon A-Z in einem Band; VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1953, S.383f.

Eine kurze Darstellung der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges aus der Großen Sowjet-Enzyklopadie von 1952 kann man hier herunterladen (pdf-Datei):
gvk-text

Siehe auch:
22. Juni 1941 – Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion (Bilder)
Warum hat die Sowjetunion den deutschen Faschismus besiegt?
Soja Kosmodemjanskaja – die unvergessene Heldin der Sowjetunion
Sie werden es nicht verstehen, diese bürgerliche „Historiker“…
Zum Tag der Befreiung vom Faschismus
Die Kriegsschuld Deutschlands und die Mitschuld des deutschen Volkes
Wofür führte Hitler Krieg?
…oder auch das: Warum wurde Dresden zerstört?

Zerbrochene Kinderfreuden…

Es war einmal in den 1980er Jahren in der Sowjetunion…
Irgendwo in der Nähe von Moskau gab es mal ein Kinderferienlager:

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…das heute verlassen dasteht und dem Vandalismus überlassen bleibt:
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Moskau hatte damals über 8 Millionen Einwohner. Es gab also Hunderte solcher Kinderferienlager. Sie sind heute alle in einem ähnlichen Zustand. Man kann sich sicher vorstellen, was es bedeutet, wenn es heute für die Kinder Moskaus keine solche kostenlosen Ferienfreuden mehr gibt. Nur wer die Straßenkinder dort gesehen hat und die Armut in Rußland kennt, der kann den Verlust ermessen. In der Bibliothek dieses Kinderferienlagers sind zum Beispiel noch bedeutende Werke der Weltliteratur zu finden (N.Leskow, M.Lermontow, W.Majakowski) und in der Großküche wurde das Essen für 200 Kinder täglich frisch zubereitet, sogar die Stühle wurden beim Verlassen sorgsam hochgestellt…

Quelle:
ulter1for

Intrigen und dunkle Geschäfte des Imperialismus: Gedanken und Hintergünde zum Mord an J.W. Stalin

Moskau 1953
Moskau im Jahre 1953

Es liest sich wie ein Krimi. Und doch sind die handelnden Personen nicht frei erfunden. Der Tatort ist bekannt. Auch wissen wir: die Ermordung Stalins und die in der Folgezeit von Chruschtschow auf dem XX.Parteitag der KPdSU und von seinen späteren Kumpanen über ihn verbreiteten Lügen haben in der Welt nicht nur für erhebliche Verwirrung gesorgt, sondern in weiten Teilen der Bevölkerung geradezu einen sozialpolitischen Tsunami ausgelöst. Die Ende der 80er – Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts vollendete Konterrevolution war einer der schlimmsten Rückschläge der Geschichte der Menschheit.

Bezeichnenderweise hatte Stalin selbst lange Zeit vor seinem Tod davor gewarnt: „Was wäre die Folge“, so sagte er 1926 vor den Mitgliedern der Kommunistischen Internationale, „wenn es gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen? Eine Epoche der schwärzesten Reaktion würde über alle kapitalistischen und kolonialen Länder hereinbrechen, man würde die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus würden liquidiert.“ [1] Die Ermordung Stalins spielt in diesem Drama eine entscheidende Rolle. Sie war praktisch der Ausgangspunkt der Konter-revolution. Ohne die genaue Kenntnis dieser Geschichte gibt es keine sozialistische Zukunft!

In der Geschichte widerspiegeln sich die Kämpfe der Klassen

Wenn man einzelne Kapitel aus der Geschichte herausgreift, ohne die Hintergründe zu kennen und die in jener Epoche wirkenden Kräfte, kommt man unweigerlich zu Fehlurteilen und zu einer einseitigen, falschen Betrachtungsweise. „Es war gerade Karl Marx,“ schrieb sein langjähriger Freund und Kampfgenosse Friedrich Engels im Jahre 1885, „der das große Bewegungsgesetz der Geschichte zuerst entdeckt hatte, das Gesetz, wonach alle geschichtlichen Kämpfe, ob sie auf politischem, religiösem, philosophischem oder sonst ideologischem Gebiet vor sich gehen, in der Tat nur der mehr oder weniger deutliche Ausdruck von Kämpfen gesellschaftlicher Klassen sind, und daß die Existenz und damit auch die Kollisionen dieser Klassen wieder bedingt sind, durch den Entwicklungsgrad ihrer ökonomischen Lage, durch die Art und Weise ihrer Produktion und ihres dadurch bedingten Austausches.“ [2] So ist es auch mit der Geschichte der UdSSR und den „Geschichten“, die sich um das Leben und Wirken von Josef Wissarionowitsch Stalin ranken. Nicht wenige sensationsheischende Stories wurden über ihn erfunden, oft wurde die Geschichte gefälscht, wurden Spuren verwischt und werden Tatsachen verdreht. Um so schwieriger ist es für uns heute, eine gerechte, der Wirklichkeit und der historischen Bedeutung dieser bedeutenden Persönlichkeit gerecht werdende Darstellung zu finden.

Der Staatsstreich Nr.1 erfolgte in der Sowjetunion: Der Mord an Stalin

Wie kein anderer hatte Stalin die Entwicklung der Sowjetunion beeinflußt. Er führte dieses Riesenland in seiner Entwicklung buchstäblich vom Hakenpflug bis zur Weltraumrakete. Er setzte sich mit den Feinden der Sowjetunion auseinander. Und schließlich brachten die Völker der Sowjetunion unter seiner Führung dem Imperialismus seine bisher größte Niederlage bei, die Zerschlagung des deutschen Faschismus. Der Historiker Dr. Klaus Hesse befaßt schon sich seit langem mit der Geschichte der UdSSR. Er schreibt: „Viele waren und noch viel mehr sind auf Grund der humanistischen Erwartungen ihrer sozialistischen Überzeugung geneigt, die damit untrennbar verknüpften Probleme der Klassenauseinandersetzung im Inneren und der konterrevolutionären Aktivitäten der reaktionärsten Kräfte des Monopolkapitals zu ignorieren resp. zu unterschätzen. Aber der weitere Verlauf der Ereignisse hat unwiderlegbar bewiesen, daß eine wie auch immer geartete dieser ‚Lösungen‘ mit der Tatsache konfrontiert wurde und wird, daß es hier um antagonistische Widersprüche ging.“ [3] Es war also keineswegs nur ein Richtungskampf zwischen untereinander zerstrittenen Kommunisten, sondern ein Kampf für oder gegen den Sozialismus! Es war Klassenkampf. Oder wie Ljubow Pribytkowa es ausdrückte: „Mit Chruschtschow gelangte ein Antikommunist an die Spitze der Partei Lenins.“ [4]

Die Sowjetunion war den Weltherrschaftsplänen der Imperialisten im Wege

Die Imperialisten waren sich dieses antagonistischen Widerspruchs durchaus bewußt. So schreibt Klaus Hesse weiter: „Winston Churchill hatte Stalin nach seinem Ende als einen Mann bezeichnet, ‚der seinen Feind mit den Händen seiner Feinde vernichtete, der uns, die er offen Imperialisten nannte, zwang, gegen Imperialisten zu kämpfen.‘ (siehe Anm.1) Nachdem die Gefahr der Okkupation Großbritanniens durch die deutschen Faschisten vor allem durch die ungeheuren Opfer der Roten Armee gebrochen war, gab es für Churchill, Truman und ihresgleichen nur noch den einen alten Feind, der ihren Kriegs- und Weltherrschaftsplänen im Wege stand: die Sowjetunion, das in Osteuropa und Asien immer größer werdende sozialistische Lager…“ [5] Es war klar, daß diese Tendenz die herrschenden Kreise des Monopol- und Finanzkapitals eines Tages daran hindern würde, die bestehenden Ausbeutungsverhältnisse beizubehalten, und sie dazu zwingen würde, ihre kolonialistischen und neokolonialistischen Pläne und die von ihren Regierungen verfolgten Machtinteressen der aufzugeben. Doch niemals freiwillig, oder aus irgendwelchen „demokratischen“ Gründen!

Wie kam es zu diesen Auseinandersetzungen innerhalb der Führung der KPdSU?

Die Auseinandersetzungen zwischen Sozialismus und Imperialismus wirkten sich bis in das Zentralkomitee der KPdSU aus. Warum dies so geschah, darüber gibt es zunächst mehr Fragen als Antworten. „Manch einer mag derlei Überlegungen ignorieren, weil sie denn doch zu sehr an Verschwörungstheorien erinnern. Aber warum wurden nicht ’nur‘ die Ergebnisse dieser Beratung (der Wirtschaftskonferenz von 1952, N.G.), insbesondere die damals weltweit Zustimmung auslösende Aufforderung zu friedlicher Zusammenarbeit sondern auch die Resultate und Folgen des XIX. Parteitages der KPdSU derart gründlich ‚vergessen‘? Wer war daran interessiert, daß die Entwicklung der Sowjetunion in den Jahren vor dem XX. Parteitag als eine ununterbrochene Serie schwerster Verbrechen dargestellt wurde? Wie konnte es zu einer derart beeindruckenden Übereinstimmung der Interessen führender Funktionäre der KPdSU und des CIA kommen? Schließlich: Wer war der, wer waren die, die im Verlauf der Vorbereitung und Ausführung dieses Verbrechens aktiv wurden?“ [6] so Klaus Hesse.

Die inneren Feinde des Sozialismus

Wie man sagt, sind die Feinde in den eignen Reihen, die Karrieristen, die Speichellecker, Verräter und Kapitulanten für eine Bewegung des gesellschaftlichen Fortschritts am gefährlichsten, da sie sich nicht immer offen zu erkennen geben. Zu allen Zeiten hat es sie gegeben, doch nicht immer wurden sie sogleich auch erkannt und entlarvt. Innerlich längst von kleinlichen, egoistischen Motiven getrieben, heuchelten sie (oft sogar in übertriebener Manier!) Übereinstimmung und Zustimmung zur mehrheitlich beschlossenen Linie der Partei der Arbeiterklasse und leisteten zugleich passiven oder zuweilen sogar offenen Widerstand. Auch in der DDR gab es solche 150%igen Genossen, die kritische Entgegnungen am liebsten auf der Stelle standrechtlich verurteilt hätten, später mitunter ihre Fehler ‚einsahen‘ oder tunlichst verschwiegen. „Man muß mit den Wölfen heulen“, so die plausible Erklärung eines typischen Opportunisten, der sein Fähnlein immer in den richtigen Wind zu hängen verstand. Charakterliche Schwächen untergraben die kommunistische Moral: Kollektive Beratung, Kritik und Selbstkritik findet nicht mehr statt, Weisungen ‚von ganz oben‘ haben den Vorzug. Das ist es vermutlich auch, warum in diesem Zusammenhang so gerne der einzelne, aus dem Zusammenhang gerissene Satz von Rosa Luxemburg zitiert wird, daß Freiheit immer Freiheit der Andersdenkenden sei. [7]

Wer waren also die im Untergrund wirkenden Kräfte?

Fangen wir also von hinten an und greifen wir einige von denen heraus:
1. Der Verräter Gorbatschow: Bei Gorbatschow kam es später eindeutig ans Licht. Zunächst schien es, als sei er der Erneuerer, der bestrebt war, die verkrusteten, bürokratischen Strukturen des sowjetischen Staatsapparates aufzubrechen, bis er sich öffentlich zum Antikommunismus bekannte. (siehe Anm.2) Das wurde ausführlich von Genossen Kurt Gossweiler bewiesen. Er schrieb: „Ganz falsch ist die Ansicht der Leute, die glauben, Gorbatschow habe den Sozialismus verbessern wollen, aber dafür nicht das richtige oder gar kein Konzept gehabt. Er hatte ein Konzept, und das hat er konsequent und erfolgreich verfolgt und verwirklicht; nur war es kein Konzept des sozialistischen Aufbaus, sondern der Demontage des Sozialismus. Gelingen konnte ihm das allerdings nur, weil durch die Vorarbeit Chruschtschows die kommunistische Bewegung in der Sowjetunion und international schon so tief im Sumpfe des Revisionismus steckte und ideologisch schon so sehr abgerüstet und entleninisiert war, daß nur wenige noch aus den Aussagen Gorbatschows herauslasen, was an Konterrevolution in ihnen enthalten war.“ [8]
2. Der Antikommunist Chruschtschow: Man muß seine Biografie kennen und seinen politischen Werdegang. Daß er nicht der Klügste war, ergibt sich aus seinem Bildungsniveau. Daß aber Chruschtschow allen Grund hatte, seine Vergangenheit zu verschweigen, war offensichtlich, als bekannt wurde, daß er nicht nur das Fiasko der Sowjetarmee vor Charkow verschuldet hatte (LKW-weise wurden damals belastende Akten vernichtet), und erst recht, nachdem er sich als Parteisekretär von Moskau besonders hervorgetan hatte, wenn es darum ging, ‚Verräter‘ zu verurteilen und erschießen zu lassen. Klar, daß Stalin ihm da im Wege war. Hatte Chruschtschow in speichelleckerischer Manier Stalin zuvor in den höchsten Tönen gelobt, so zeichnete er ihn auf dem XX. Parteitag der KPdSU in den schwärzesten Farben.
3. Der USA-Geheimagent Noël Field: Noch ist die Geschichte nicht zu Ende. Auch wenn der Imperialismus die Verbrechen seiner Geheimdienste mit allen Mitteln zu verschleiern und zu vertuschen sucht. Irgendwie kommt es doch ans Licht. Noël Field war nachweislich eng verbunden mit dem Chef des USA-Geheimdienstes OSS Allan Dulles, einem der schärfsten Antikommunisten der USA. Er verstand es, auch Kommunisten in seine dunklen Geschäfte zu verwickeln, um sie späterhin damit erpreßbar zu machen. Interessante Details dazu vermittelt der Bericht von Kurt Gossweiler. [9]
4. Der Staatsfeind der Sowjetunion Sinowjew: Zeitlebens setzten sich nicht nur Stalin, sondern auch Lenin und Karl Marx mit antikommunistischen Positionen auseinander. Einer derjenigen, die dennoch nicht zum Tode verurteilt wurden, sondern in ihrem Wirken nur eingeschränkt, war Alexander Sinowjew. Die „Rote Fahne“ veröffentlichte am 18.05.2006 ein Interview, in dem sich Sinowjew „als Wissenschaftler“ über die Kollektivierung der Landwirtschaft, die Industrialisierung, die Hetze gegen Stalin und die Ursachen des Zerfalls der Sowjetunion äußerte. Darin stellte er zweimal explizit fest: „Ich bin kein Kommunist“. Er bezeichnete sich selbst als Antistalinisten, der den Kommunismus seit seiner Jugend kritisiert hatte. „Aber“, so fügte er hinzu, „jetzt bin ich ein alter Mensch, ich will nicht während meines Lebens lügen.“ Eine immerhin interessante Bemerkung! [10]
5. Der sowjetfeindliche Verschwörer Trotzki: Mit solchen hinterhältigen Figuren wie Trotzki hatte schon Lenin heftige Auseinandersetzungen. Siehe dazu: http://sascha313.blog.de/2011/03/04/antikommunist-sowjetfeind-trotzki-10760156/

Warum wurde Stalin erst 1953 ermordet?

Der Historiker Klaus Hesse weist hier auf einen außenpolitischen Zusammenhang hin: „Mironin geht davon aus, daß die Operation zur Liquidation Stalins eingeleitet wurde, als die UdSSR die USA bei der Schaffung thermonuklearer Bomben und ballistischer Raketen überholte. Nach dem Ende der Moskauer Wirtschaftskonferenz verging kein Jahr und Stalin wurde umgebracht. Zusammenfassend schlußfolgert Mironin, daß die Geschichte der UdSSR schon deshalb neu geschrieben werden muß, weil es nur im Resultat der Untersuchung dieses Ereignisses und aller seiner Hintergründe möglich ist, nicht nur die Abfolge der Ereignisse der Jahre 1948 bis 1954, sondern auch die Rolle Bulganins, Malenkows, Berijas und Chruschtschows sowie den Verlauf und die Folgen des XX. Parteitages, realitätsnah zu beurteilen.“ [11] Der heute in Italien lebende russische Professor Dr.med.Sigismund Mironin hat sich als ein ausgewiesener Kenner der jüngeren Geschichte der UdSSR insbesondere auch mit den Umständen der Ermordung Stalins befaßt.

Woran kann man die Konterrevolutionäre erkennen?

Eine Konterrevolution ist kein Naturereignis. Sie hat immer ihre Vorgeschichte und ihre Hintermänner. Immer steckt dahinter, wie schon Karl Marx es ausdrückte, „der mehr oder weniger deutliche Ausdruck von Kämpfen gesellschaftlicher Klassen“ (siehe oben). Otto Grotewohl sagte zum 17. Juni 1953: „Viele klassenbewußte Arbeiter, die Zeugen der Ereignisse des 17. Juni waren, erklärten: Wir haben manchen Streik erlebt, aber wo Arbeiterheime zerstört, volkseigene Geschäfte geplündert und rote Fahnen heruntergerissen und verbrannt werden, dort kann von einem Kampf um Arbeiterinteressen nicht mehr die Rede sein, dort ist der Klassenfeind am Werk.“ [13]

FAZIT: Der Sozialismus ist nicht gescheitert, sondern er wurde zerschlagen!

Worin besteht nun die Aufgabe der Kommunisten?
1. Die Apathie im Proletariat überwinden.
2. Die Zerfahrenheit in Zeiten der Krise beseitigen.
3. Das Wesen der Krise erkennen und verdeutlichen.
4. Dem Proletariats seine führende Rolle bewußt machen und
5. sich fest zusammenzuschließen und einen Parteikern zu bilden.
… sagte Lenin im Jahre 1910. [14]

Quellen:
[1] J.W. Stalin: VII. erweitertes Plenum des EKKI, in: Stalin, Werke Bd.9, S.24.
[2] Friedrich Engels: Vorrede zur dritten Auflage des „Achtzehnten Brumaire“ von Karl Marx, in: Marx/Engels, Ausg.Werke in sechs Bänden, Bd.II, S.307.
[3] Klaus Hesse: Zum Streit über die Alternative zu imperialistischer Barbarei: Sozialismus. Leipzig 2013, S.75.
[4] Ljubow Pribytkowa: …und wieder mal über Stalin.
[5] Klaus Hesse, ebd., S.75.
[6] ders. ebd. S.76f.
[7] Siehe: http://sascha313.blog.de/2012/05/05/freiheit-andersdenkenden-13632297/
[8] Kurt Gossweiler: Die vielen Schalen der Zwiebel Gorbatschow (Februar 1993), in: Politisches Archiv ( www.kurt-gossweiler.de )
[9] Veröffentlicht in der Buchreihe „Spurensicherung“, im GNN-Verlag, Bd.3. Siehe: http://www.spurensicherung.org/texte/Band3/gossweiler.htm#top
[10] Siehe ‚randzone‘: http://archiv.randzone-online.de/art/art060525.htm
[11] Klaus Hesse, ebd., S.78.
[12] Klaus Hesse, Zur Geschichte der UdSSR und der KPdSU, Teil 1.3, Leipzig 2012, S.357ff.
Siehe: http://data8.blog.de/media/521/6798521_3ad5b25d83_d.pdf
[13] Otto Grotewohl: Im Kampf und die einige Deutsche Demokratische Republik – Reden und Aufsätze, Auswahl aus den Jahren 1945-1953, Dietz Verlag Berlin, 1954, Bd.III, S.436/437
[14] W.I.Lenin, Ankündigung der Herausgabe der „Rabotscheskaja Gaseta“, in: Lenin, Werke, Bd. 16, S.293-299. Siehe auch: …wie zu Lenins Zeiten.

Anmerkungen:
1) Winston Churchill über Stalin: „Er war eine herausragende Persönlichkeit, die in unserer rauhen Zeit, in der Periode in der sein Leben verlief, imponierte. Stalin war ein außergewöhnlich energischer, belesener und äußerst willensstarker Mann, heftig, schroff, schonungslos in der Sache, wie im Gespräch, dem selbst ich, der ich im englischen Parlament groß geworden bin, nichts entgegenzusetzen vermochte. … In seinen Werken spürte man eine hünenhafte Kraft. Stalins Kraft war so groß, daß er unter den Führern aller Völker und Zeiten nicht seinesgleichen kennt. … Die Menschen konnten seinem Einfluß nicht widerstehen. Als er den Raum der Konferenz von Jalta betrat, erhoben wir uns alle, buchstäblich wie auf Kommando. Und, so seltsam es ist, wir legten die Hände an die Hosennaht. Stalin besaß einen tiefschürfenden, gründlichen und logischen Verstand. Er war ein unübertroffener Meister darin, in schweren Momenten einen Ausweg aus der ausweglosesten Lage zu finden. … Er war ein Mann, der seinen Feind mit den Händen seiner Feinde vernichtete, der uns, die er offen Imperialisten nannte, zwang, gegen Imperialisten zu kämpfen. Er übernahm das Rußland des Hakenpflugs und hinterließ es im Besitz der Atomwaffe.“ http://forum.stalinwerke.de/viewtopic.php?t=1248
(Daß diese Äußerungen authentisch sind, kann man in allen möglichen englischsprachigen Publikationen nachlesen. So z.B. bei David Carlton, Churchill and the Soviet Union, Manchester Univ. Pr., 2000, p. 102.)

2) Gorbatschow sagte: „Mein Lebensziel war die Zerschlagung des Kommunismus, der eine unerträgliche Diktatur über das Volk ist. In dieser Haltung hat mich meine Ehefrau unterstützt und bestärkt, die diese Meinung schon früher als ich hatte. Am meisten konnte ich dafür in den höchsten Funktionen tun. Deswegen empfahl meine Frau Raissa mir, mich um immer höhere Funktionen zu bemühen. Als ich den Westen persönlich kennen gelernt hatte, war meine Entscheidung unumkehrbar… Eine Welt ohne Kommunisten wird besser sein. Nach dem Jahr 2000 kommt die Zeit des Friedens und Aufblühens der Menschheit….“ Rede Gorbatschows vor der Amerikanischen Universität von Ankara (1999), Ausführlicher siehe: http://ddr-kabinett-bochum.blogspot.de/2011/07/gorbatschow-oder-der-wolf-im-schafspelz.html

Siehe auch:
Das Wesen des Revisionismus
Der sowjetfeindliche Verschwörer Trotzki
Ljubow Pribykowa: Wie die KPdSU den Sozialismus in der Sowjetunion zerstörte
Ein „Nachruf“ an einen Volksverräter: Danke, lieber Genosse Gorbatschow…
Kurt Gossweiler – ein unbestechlicher Chronist des Jahrhunderts
Wir leben in einer Welt extremer Gegensätze… (Über die Sklaverei)
Kurt Gossweiler: Zur Liebknecht-Luxmburg-Ehrung (2013)
Eric Hobsbawm: 2×10 Tage, die die Welt erschütterten
Wozu braucht des Sozialismus eine Diktatur des Proletariats?
Die Diktatur des Proletariats und ihre Kritiker
Vorsicht vor den Sjuganowleuten der KPRF!
Der politische Mord im Auftrag der Bourgeoisie

Zum Tag der Befreiung vom Faschismus: 8. Mai 1945

Denkmal
Die welthistorischen Siege der Sowjetarmee führten Hitlerdeutschland vor den unvermeidlichen Zusammenbruch. in den herrschenden Kreisen Deutschlands entstand der Plan, Hitler zu beseitigen und separate Verhandlungen mit den Westmächen anzubahnen. Das Ziel der Verschwörung, die vom Spionagedienst der USA inszeniert wurde, war die Rettung des deutschen Imperialismus durch ein Abkommen mit der amerikanisch-englischen Reaktion. Der Attentatsversuch auf Hitler am 20. Juli 1944 mißlang jedoch. Die Teilnehmer wurden verhaftet und hingerichtet.

Durch die große Winteroffensive der Sowjetarmee im Januar/Februar 1945 wurde der Kriegsschauplatz nunmehr auf deutsches Territorium verlegt. Die Sowjettruppen rückten siegreich auf Berlin, die Hauptstadt Deutschlands, vor. Die Hitlerclique unternahm verzweifelte Versuche, sich durch ein Abkommen mit der amerikanisch-englischen Reaktion zu retten. Die faschistische Truppenführung öffnete die Front im Westen, um mit Hilfe der amerikanisch-englischen Reaktion das faschistische Regime zu erhalten. Sämtliche deutschen Truppemn wurden in den Kampf gegen die Sowjetarmee geworfen. Dessenungeachtet nahm die siegreiche Sowjetarmee Berlin im Sturm. Am 30. April 1945 wurde die Siegesfahne auf dem deutschen Reichstagsgebäude gehißt: am 2. Mai hatten die Sowjettruppen ganz Berlin erobert. Am 1. Mai gab das Hauptquartier des deutschen Oberkommandos den Selbstmord Hitlers und die Berufung des Admirals Dönitz zu seinem Nachfolger bekannt. Die Ernennung von Dönitz war der letzte Versuch der deutschen Imperialisten und ihrer amerikanischen und englischen Freunde, das faschistische Regime in Deutschland zu retten.

Am 8. Mai kapitulierte Hitlerdeutschland bedingungslos.

So endete der Krieg, in den die Faschisten Deutschland gestürzt hatten, mit der völligen Niederwerfung Deutschlands. Durch die Vernichtung Hitlerdeutschlands befreite die Sowjetunion (und nicht die USA ! – N.G.) die Völker Europas von der faschistischen Barbarei und rettete die Zivilisation der Welt. „Die Sowjetunion“, so führte Genosse Stalin am 9. Mai 1945 aus, „feiert den Sieg, wenn sie sich auch nicht anschickt, Deutschland zu zerstückeln oder zu vernichten.“ [1]

Quelle:
Große Sowjet-Enzyklopädie, Deutschland, Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1953, S.172f.

Zitat:
[1] J. Stalin, Über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion, Berlin 1951, S.129.

Siehe auch:
Dank Euch, Ihr Sowjetsoldaten!
Kommunisten-online: Zum Tag der Befreiung, 8. Mai 1945.
Das Frauen-KZ in Ravensbrück
Warum hat die Sowjetunion den deutschen Faschismus besiegt?
Wie kam es zum Faschismus in Deutschland?
Warum der Faschismus auf fruchtbaren Boden fällt…

Klaus Hesse: Zur Geschichte der UdSSR

Lenin zu ehrenWer mit ‚fertigen’ Antworten auf die Suche nach der Wahrheit geht, wird nichts finden, was des Nachdenkens wert ist. Wer sich an belegbare Tatsachen hält, stößt auf immer neue Fragen. Vielleicht kann so etwas besser verstanden werden, warum die Vergangenheit anders war, als die Gegenwart zu sein scheint, warum Menschen damals etwas taten, was heute als unverständlich dargestellt wird. Vielleicht reifen so Fragen nach der eigenen Verantwortung. (Klaus Hesse)

…es liest sich spannend und ernüchternd, es ist faktenreich, es werden keine unbegründeten Behauptungen aufgestellt, sondern nachprüfbare Beweise geliefert – und es regt an zum Nachdenken, Vergleichen und Schlußfolgern – auf 374 Seiten, mit 83 Tabellen und einem umfangreichen Quellenverzeichnis. Ohne Kenntnis dieser Zusammenhänge und Hintergründe ist eine gerechte Bewertung der Rolle der Kommunistischen Partei unter der Führung Stalins nicht möglich. Wer sich bei der Geschichte der UdSSR in den schweren Aufbaujahren bis zum Großen Vaterländischen Krieg lediglich an ‚Gulags‘ und angebliche ‚Stalinsche Massenmorde‘ erinnert, der kann nicht anders als ein Verleumder und Fälscher der Geschichte des Sozialismus bezeichnet werden. Es war, wie der große deutsche Dichter Thomas Mann schon sagte, eine eine Zeit bedeutender historischer Veränderungen. „Ich möchte keine Zweifel lassen“, sagte er in einem Referat, „an meiner Ehrerbietung vor dem meiner Zeit angehörigen historischen Ereignis der Russischen Revolution. Sie hat in ihrem Lande längst unmöglich gewordene, anachronistische Zustände beendet, ein zu 90 Prozent analphabetisches Volk intellektuell gehoben, das Lebensniveau seiner Massen unendlich menschlicher gestaltet.“ Aus: MEINE ZEIT (1950). Ganz ausdrücklich bezog sich Thomas Mann damit zugleich auch auf die Zeit der Sowjetunion unter der Führung Stalins.

Dr. Klaus Hesse:
Zur Geschichte der UdSSR und der KPdSU – Über erste praktische Erfahrungen mit dem Sozialismus, Fragen zur historischen Wahrheit, zu den Quellen, zu Hintergründen der Siege, der Niederlage und des Scheitern…
(Leipzig 2012; Teil 1.1 – 1.3)

Aus dem Inhalt:
I. Revolution und Konterrevolution in Rußland
II. Bürger- und Interventionskriege, Die NÖP und die Partei
III. Von der NÖP zur Kollektivierung und zur sozialistischen Industrialisierung
IV. Zwischen sozialistischer Industrialisierung und Großem Vaterländischen Krieg

V. Der Große Vaterländische Krieg
A. Vor dem 22. Juni 1941
B. Der Beginn des Großen Vaterländischen Krieges – Sommer und Herbst 1941:
Von den Grenzschlachten über Smolensk und Kiew bis vor Moskau
C. Der Kriegswinter 1941-42, Die Schlacht um Moskau und ihre Folgen
D. Charkow, Stalingrad, der Kaukasus – Der lange Weg zur Strategischen Wende
E. 1943: Stalingrad – Der Durchbruch,
Die Schlacht im Kursker Bogen und die Befreiung Kiews
F. 1944 – Das Jahr der entscheidenden Siege
G. Das Jahr 1945: Der Sieg über Hitlerdeutschland
H. Der militärisch-industrielle Komplex 1941-45
I. Im Kampf gegen Spione, Diverasanten und Verräter
J. Die KPdSU( B ) im Großen Vaterländischen Krieg

VI. Wiederaufbau und kalter Krieg
A. Der Wiederaufbau der Volkswirtschaft
B. Militärische Dimensionen und sozialökonomische Konsequenzen des kalten Krieges
C. Richtungs- und Machtkämpfe – Revolution und/oder Konterrevolution?
D. Die KPdSU( B ) in den Nachkriegsjahren – Der XIX.Parteitag

Ein Ausschnitt aus dem ersten Buch:
„…im Vergleich zwischen Urteilen aus den 30er Jahren und der Art und Weise, in der heute die juristische und publizistische Rehabilitierung durchgezogen wird, ist ein anderer Sachverhalt unübersehbar: Welche Gründe hatten jene, die damals das Recht der herrschenden Klasse, d.h. die Interessen des Arbeiter- und Bauernstaates durchzusetzen hatten, wie sieht das jetzt aus, wo die Gerichte des Rußlands der Oligarchen über jene ‚Recht’ sprechen, die seinerzeit als ihre Interessenvertreter zur Verantwortung gezogen wurden? Wer glaubt, darüber urteilen zu können, weil er ‚davon gehört hat’, weil ihm Personen bekannt sind, die darunter gelitten haben, weil das ja so viele gewesen seien, sollte zumindest fragen, warum da wer wofür und wie gelitten hat. Straftäter neigen nur sehr selten dazu, sich nach verbüßter Strafe zu ihrer Schuld zu bekennen. Wer wirklich wissen will, worum es dabei ging, wird noch viel mehr Mühe haben, die Wahrheit zu eruieren, als jene, die das seinerzeit versuchten…“ (S.314)

Nachlesen (pdf-Datei):
Teil 1.1: http://data8.blog.de/media/519/6798519_250fc0d4ea_d.pdf
Teil 1.2: http://data8.blog.de/media/520/6798520_a0cea4bb5c_d.pdf
Teil 1.3: http://data8.blog.de/media/521/6798521_3ad5b25d83_d.pdf

Der Autor hat hier auf der Grundlage eigener Erlebnisse während der sogenannten „Perestrojka“ bis zum bitteren Ende der UdSSR, und anhand eigener Nachforschungen in russischen Quellen und in Originalliteratur ein wissenschaftliches Standardwerk über die Geschichte der UdSSR und über die Kommunistische Partei der Sowjetunion geschaffen, welches unbedingt gelesen werden sollte und in den Bücherschrank eines jeden gehört, der sich ernsthaft Gedanken über die Zukunft der Menschheit macht. Ohne Kenntnis der Geschichte ist sind bewußte Veränderungen in der Gegenwart, und ist eine verbesserte Zukunft nicht möglich.

Siehe auch:
Das geheime Tagebuch des Mr.Grow
Thomas Mann (1875-1955): Die Grundtorheit unserer Epoche
…ein paar Bilder aus der Sowjetunion gefunden in nevsedoma.com.ua
Klaus Hesse: Zur Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges (pdf-Datei):
Klaus_Hesse_Konferenz_65 Jahre