Die Wahrheit und der erhabene Traum

J.W.DshugaschwiliJ.W. Dshugaschwili (1879-1953)

Стихотворение молодого И.В.Джугашвили

Ходил он от дома к дому,
Стучась у чужих дверей,
Со старым дубовым пандури,
С нехитрой песней своей.

А в песне его, а в песне,
Как солнечный блеск чиста,
Звучала великая правда,
Возвышенная мечта.

Сердца, превращённые в камень,
Заставить биться сумел,
У многих будил он разум,
Дремавший в глубокой тьме.

Но вместо величья славы
Люди его земли
Отверженному отраву
В чаше преподнесли.

Сказали ему: «Проклятый,
Пей, осуши до дна…
И песня твоя чужда нам,
И правда твоя не нужна»

— * * * —

Ein Gedicht des jungen J.W.Dschugaschwili

Er ging von Haus zu Hause,
An fremde Türen klopfend,
Mit seiner alten, eichenen Pandura*
Und einem schlichten Lied.

Und wie der Glanz der Sonne,
So klang in seinem Lied
Die klare, große Wahrheit,
Und der erhabne Traum –

Versteinerte Herzen bezwingend,
Und zu beleben sie erneut.
Bei vielen weckte er die Einsicht,
Die da schlummerte in tiefer Nacht.

Doch statt des höheren Ruhmes
Brachten die Menschen in seinem Lande
Dem Verstoßenen das Gift
In einer Schale dar.

«So trinke, Verfluchter», sie riefen
«Trink bis zum trockenen Grund.
Das Lied, das du singst, ist uns fremd
Und deine Wahrheit, die brauchen wir nicht.»

(1895)

*Pandura: ein dreisaitiges Streich- und Zupfinstrument

Quelle:
http://grachev62.narod.ru/stalin/t17/t17_001.htm

Übersetzung: K.Naum

Siehe auch:
Nur die Wahrheit führt uns zur Erkenntnis
Philosophisches: Was ist Wahrheit?
Die junge Sowjetmacht und ihre Feinde

Laßt uns den Marxismus verteidigen!

Enver HoxhaLaßt uns den Marxismus verteidigen!
von Enver Hoxha

Wir sind der Meinung, daß der Imperialismus, mit jenem der USA an der Spitze, politisch und ideologisch schonungslos entlarvt werden muß; auch darf man niemals gestatten, daß jemand dem Imperialismus schöntut, ihn streichelt, ihn herausputzt. Ebenso darf man ihm keine einzige grundsätzliche Konzession machen. Die Taktiken und Kompromisse, die unsererseits gestattet sind, müssen unsere Sache und nicht die des Feindes fördern.

Eine klare politische Haltung allen Feinden gegenüber

Angesichts dieses wilden Feindes bildet unsere enge Einheit die Garantie für den Sieg unserer Sache; diese wird siegen, wenn wir die tiefen ideologischen Meinungsverschiedenheiten, die zutage getreten sind, beseitigen und die Einheit auf der Basis des Marxismus-Leninismus, der Gleichheit, Brüderlichkeit und des Geistes der Freundschaft und des proletarischen Internationalismus aufbauen. Unsere Partei ist der Auffassung, daß nicht nur kein einziger ideologischer Riß existieren darf, sondern daß wir auch eine gemeinsame politische Haltung gegenüber allen Fragen einnehmen sollen. Unsere Taktik und Strategie gegenüber den Feinden müssen von allen unseren Parteien ausgearbeitet werden, auf der Basis der Prinzipien des Marxismus-Leninismus und richtiger politischer Kriterien, welche den konkreten und realen Situationen entsprechen …

Friedliche Koexistenz, doch kein Verzicht auf den Klassenkampf

Die Verräter des Marxismus-Leninismus, Agenten des Imperialismus und Intriganten wie Josif Broz Tito, bemühen sich auf jede Weise, teuflische Pläne auszuhecken, wie beispielsweise die Gründung der sog. ‘dritten Kraft’, um die Völker und die neuen Staaten zu desorientieren, sie von ihren natürlichen Bundesgenossen zu trennen und mit dem amerikanischen Imperialismus direkt zu verbinden. Wir müssen all unsere Kräfte einsetzen, um die Pläne dieser Handlanger des Imperialismus zunichte zu machen … es gibt keinen Kommunisten, der gegen die friedliche Koexistenz ist, der ein Kriegstreiber wäre. Der große Lenin war der erste, der den Grundsatz der friedlichen Koexistenz der Staaten mit unterschiedlicher Gesellschaftsordnung als eine objektive Notwendigkeit hervorgehoben hat, solange es in der Welt nebeneinander sozialistische und kapitalistische Staaten gibt. …

Die friedliche Koexistenz zwischen zwei entgegengesetzten Systemen bedeutet aber nicht, wie das die modernen Revisionisten behaupten, einen Verzicht auf den Klassenkampf. Im Gegenteil, man muß den Klassenkampf fortsetzen, man muß den politischen und ideologischen Kampf gegen den Imperialismus, gegen die bürgerliche und revisionistische Ideologie immer mehr verstärken. Indem wir einen konsequenten Kampf für die Realisierung der Leninschen friedlichen Koexistenz führen, ohne jedoch dem Imperialismus auch nur eine einzige grundsätzliche Konzession zu machen, müssen wir den Klassenkampf in den kapitalistischen Ländern sowie die nationale Befreiungsbewegung der Kolonialländer und der abhängigen Länder noch mehr ausweiten…

Diese Frage war bisher ganz klar und erst Genosse Chruschtschow hat sie auf dem XX.Parteitag ganz unnötigerweise verwirrt, in einer Richtung, welche in der Tat den Opportunisten gefiel. Warum wurden die klaren Thesen Lenins und der sozialistischen Oktoberrevolution in solcher Weise entstellt? Die PAA hat hier einen ganz klaren Standpunkt und läßt sich nicht von den Leninschen Lehren abbringen. Bis jetzt hat noch kein Volk, kein Proletariat, keine kommunistische oder Arbeiterpartei die Macht ohne Blutzoll und Gewalt erringen können…

Keine Kapitulation vor dem Druck des Imperialismus!

In der Moskauer Deklaration vom Jahre 1957 sowie in dem vorliegenden Deklarationsentwurf wird festgestellt, daß der Revisionismus heute die Hauptgefahr für die internationale kommunistische und Arbeiterbewegung ist. In der Moskauer Deklaration vom Jahre 1957 wird mit Recht betont, daß der bürgerliche Einfluß die innere Quelle des Revisionismus bildet, während seine äußere Quelle die Kapitulation vor dem Druck des Imperalismus ist. Das Leben hat voll und ganz bewiesen, dass der moderne Revisionismus unter dem Deckmantel pseudomarxistischer und scheinrevolutionärer Losungen, mit allen Mitteln versucht, unsere große Lehre, den Marxismus-Leninismus zu diskreditieren, indem er ihn als ‘veraltet’ und für die gesellschaftliche Entwicklung von heute schon nicht mehr geeignet hinstellte. Unter der Maske eines ‘schöpferischen Marxismus’ und der ‘neuen Bedingungen’ haben die Revisionisten alle Anstrengungen gemacht, um einerseits den Marxismus seines revolutionären Geistes zu berauben und das Vertrauen der Arbeiterklasse und des werktätigen Volkes zum Sozialismus zu erschüttern. Andererseits haben sie mit allen Mitteln gearbeitet, um den Imperialismus zu beschönigen, ihn als gebändigt und friedliebend hinzustellen. Die seit der Moskauer Beratung vergangenen drei Jahre haben zur Genüge gezeigt, dass die modernen Revisionisten nichts anderes sind als Spalter der kommunistischen Bewegung und des sozialistischen Lagers, treue Lakaien des Imperalismus, geschworene Feinde des Sozialismus und der Arbeiterklasse.

Die verbrecherische Tito-Clique – ein Handlanger des Imperialismus

Die Fahnenträger des modernen Revisionismus, seine aggressivsten und gefährlichsten Vertreter sind, wie das Leben selbst bewiesen hat, die jugoslawischen Revisionisten, die verräterische titoistische Clique und ihre Anhänger. Als die Moskauer Deklaration von 1957 beschlossen wurde, hat man diese feindliche Gruppe und Agentur des amerikanischen Imperialismus nicht öffentlich angeprangert, obwohl unserer Meinung nach genug Tatsachen und Angaben vorlagen, die das erfordert hätten. Nicht nur damals, sondern auch später, als ihre Gefährlichkeit immer offener zutage trat, wurde der Kampf gegen den jugoslawischen Revisionismus, der konsequente ununterbrochene Kampf zu seiner ideologischen und politischen Vernichtung, nicht mit der nötigen Energie geführt. Das war und ist die Quelle vieler Übel und Schäden in der internationalen Arbeiterbewegung. Unsere Partei ist der Meinung, daß der Verzicht auf die restlose Entlarvung der revisionistischen Gruppe Titos und die trügerischen Hoffnungen auf eine angebliche ‘Besserung’ und positive ‘Wendung’ dieser Verrätergruppe den versöhnlerischen Neigungen zuzuschreiben sind, sowohl dem falschen Standpunkt und der falschen Einschätzung der gefährlichen revisionistischen Gruppe Titos durch Chruschtschow und etliche andere sowjetische Führer.

Genosse Stalin hatte die Gefahr richtig eingeschätzt

Es hieß, daß J.W.Stalin die jugoslawischen Revisionisten nicht richtig eingeschätzt und ihnen gegenüber eine zu scharfe Haltung eingenommen habe. Unsere Partei hatte niemals eine solche Meinung, weil die Zeit und das Leben das Gegenteil bewiesen haben. Stalin schätzte die Gefahr, welche von den jugoslawischen Revisionisten ausging, sehr richtig ein, und machte Anstrengungen, um diese Frage im richtigen Moment und auf marxistisch-leninistische Weise zu lösen. Damals trat das Kominform-Büro, als kollektives Organ, zusammen (von den Chruschtschowianern nach dem XX.Parteitag 1956 aufgelöst – N.G.) und nach der Entlarvung der titoistischen Gruppe wurde diese schonungslos bekämpft. Auch hier hat die Zeit wieder bestätigt, daß dies unerläßlich und richtig war … Die titoistische Gruppe war schon seit langem eine Gruppe von Trotzkisten und Renegaten. Jedenfalls ist sie das in der Einschätzung seitens der PAA, seit dem Jahre 1942, d.h. seit 18 Jahren.

Das falsche Spiel der Belgrader Trotzkisten

Schon im Jahre 1942, als der Kampf des albanischen Volkes großen Umfang annahm, bemühte sich die Belgrader trotzkistische Gruppe, unter Mißbrauch unserer Freundschaft und unseres Vertrauens, die Ausdehnung unseres bewaffneten Kampfes, die Bildung von mächtigen Sturmabteilungen der albanischen Partisanen mit allen Mitteln zu verhindern. Als ihr dies nicht gelang, suchte sie die politische und militärische Leitung in ihre Hand zu bekommen. Sie machte Anstrengungen, alles von Belgrad abhängig zu machen und unsere Partei und unsere Partisanenarmee zu einfachen Anhängseln der KPJ und der Nationalen Befreiungsarmee Jugoslawiens zu degradieren. Unsere Partei durchkreuzte erfolgreich diese verbrecherischen Absichten, pflegte jedoch die Freundschaft zu den jugoslawischen Partisanen weiter. Die Titogruppe versuchte damals, eine ‘Balkanföderation’ unter der Führung der Belgrader Titoisten zu schaffen, die kommunistischen Parteien vor den Wagen der KPJ zu spannen und die Partisanenarmeen der Balkanvölker dem jugoslawisch-titoistischen Generalstab unterzuordnen. Zu diesem Zweck bemühte sie sich damals, im Einvernehmen mit den Engländern, einen ‘Balkanstab’ zu bilden, d.h. unsere Armeen, den Anglo-Amerikanern zu unterstellen. Unsere Partei widersetzte sich erfolgreich diesen verräterischen Absichten.

Stalin rettete das albanische Volk vor der Unterjochung

Als dann in Tirana die Fahne der Befreiung entrollt wurde, gab die Belgrader titoistische Bande ihren Agenten in Albanien Anweisungen, die Erfolge der KP Albaniens zu leugnen und einen Putsch zum Sturz der Parteiführung zu organisieren, also jener Führung, welche die Partei aufgebaut, den Nationalen Befreiungskampf geleitet und das albanische Volk zum Sieg geführt hatte. Der erste Putsch wurde von Tito gemeinsam mit seinen verkappten Agenten in der Partei organisiert. Aber die KPA liquidierte das Komplott Titos. Die Belgrader Verschwörer warfen jedoch nicht die Flinte ins Korn, sondern schmiedeten gemeinsam mit ihrem Chefagenten in unserer Partei, dem Verräter Koci Xoxe, in einer anderen Form ein zweites Komplott gegen das neue Albanien: Albanien sollte die siebte Republik Jugoslawiens werden! … Sie hatten die Absicht, Albanien militärisch zu besetzen, jeden Widerstand dagegen zu brechen, die Führer der Partei der Arbeit Albaniens und des Staates zu verhaften und Albanien zur siebten Republik Jugoslawiens auszurufen. Jedoch die Partei zerstörte auch diesen teuflischen Plan. Die Hilfe und das Eingreifen J.W.Stalins in diesen Augenblicken waren für unsere Partei und für die Freiheit des albanischen Volkes von entscheidender Bedeutung. Das war gerade zur selben Zeit, als die titoistische Clique durch das Informbüro entlarvt wurde.

Der XX.Parteitag und die Verurteilung Stalins

Betrachten wir beispielsweise die an Stalin und seinem Werke geübte Kritik. Als marxistisch-leninistische Partei ist sich unsere Partei voll und ganz bewußt, daß der Personenkult für die kommunistischen Parteien und die kommunistische Bewegung selbst fremd und schädlich ist. Die marxistischen Partei dürfen die Entstehung des Personenkultes, welcher die Aktivität der Massen behindert, ihre Rolle herabmindert und sich im Widerspruch zur Entwicklung des Parteilebens selbst und zu den Gesetzen, die es regeln, befindet, nicht gestatten, sondern müssen alle ihre Kräfte einsetzen, um ihn mit der Wurzel auszurotten, wenn er irgendwo aufzutauchen beginnt oder aufgetaucht ist. Von diesem Standpunkt sind wir vollkommen einverstanden, den Kult mit der Person Stalins als eine schädliche Erscheinung im Parteileben zu kritisieren. Aber wir sind der Meinung, daß der XX.Parteitag, insbesondere der Geheimbericht des Genossen Chruschtschow die Stalinfrage nicht richtig, nicht objektiv und nicht marxistisch-leninistisch zur Diskussion stellte. Genosse Chruschtschow und der XX.Parteitag fällten über Genossen Stalin wegen dieser Sache ein hartes und ungerechtes Urteil. Genosse Stalin und sein Werk gehören jedoch nicht allein der KP der Sowjetunion und dem Sowjetvolk, sondern uns allen … Aber warum wurde dann Genosse Stalin auf dem 20. Parteitag ohne vorherige Beratung auch mit den anderen kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt verurteilt? Warum wurde vor den Augen der kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt Stalin plötzlich ‘verflucht’ und erfuhren dies viele Bruderparteien erst, als der Imperialismus den Geheimbericht Chruschtschows massenweise druckte?

Die teuflischen Pläne der Chruschtschow-Clique

Genosse Chruschtschow hat der kommunistischen Bewegung und der fortschrittlichen Welt die Verurteilung des Genossen Stalin aufgezwungen … Wir alle müssen das große unsterbliche Werk Stalins verteidigen; wer das nicht tut, ist ein Opportunist, ist ein Feigling. Als Person und als Führer der bolschewistischen KP der Sowjetunion ist Genosse Stalin auch zugleich der hervorragendste Führer des internationalen Kommunismus nach dem Ableben Lenins. Auf sehr positive Weise und mit großer Autorität hat er zur Konsolidierung und Ausweitung der Erfolge des Kommunismus in der ganzen Welt beigetragen. Alle theoretischen Werke des Genossen Stalin sind ein lebendiger Beweis seiner Treue zu seinem genialen Lehrer, zu dem großen Lenin und zum Leninismus … Der Kult mit der Person Stalins mußte unbedingt überwunden werden. Kann man aber sagen, daß, wie behauptet wurde, Stalin selbst der Urheber dieses Personenkultes war? Der Personenkult mußte unbedingt überwunden werden, war es aber notwendig und richtig, so weit zu gehen, daß jeder, der Stalins Namen nannte, ein Zitat Stalins benützt, schief angesehen wird? Einige Leute vernichteten sogleich voll Eifer die Statuen Stalins und änderten die Namen von Städten, welche nach Stalin benannt waren. In Bukarest sagte Genosse Chruschtschow zu den chinesischen Genossen: ‘Ihr beschäftigt Euch mit einem verreckten Pferd! Wenn Ihr wollt, so kommt und holt auch seine Knochen ab’. Damit meinte er Stalin …

Quelle: kommunisten-online (23. Juli 2013)

Siehe auch:
XX. Parteitag: Eine verbrecherische Rede
Kurt Gossweiler: Die faschistische Tito-Clique
KP Großbritannien: Der Bruch in der kommunistischen Bewegung
Ein Gespräch im Hause Chruschtschow nach der erfolgreichen Beseitigung des Genossen Stalin

Intrigen und dunkle Geschäfte des Imperialismus: Gedanken und Hintergünde zum Mord an J.W. Stalin

Moskau 1953
Moskau im Jahre 1953

Es liest sich wie ein Krimi. Und doch sind die handelnden Personen nicht frei erfunden. Der Tatort ist bekannt. Auch wissen wir: die Ermordung Stalins und die in der Folgezeit von Chruschtschow auf dem XX.Parteitag der KPdSU und von seinen späteren Kumpanen über ihn verbreiteten Lügen haben in der Welt nicht nur für erhebliche Verwirrung gesorgt, sondern in weiten Teilen der Bevölkerung geradezu einen sozialpolitischen Tsunami ausgelöst. Die Ende der 80er – Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts vollendete Konterrevolution war einer der schlimmsten Rückschläge der Geschichte der Menschheit.

Bezeichnenderweise hatte Stalin selbst lange Zeit vor seinem Tod davor gewarnt: „Was wäre die Folge“, so sagte er 1926 vor den Mitgliedern der Kommunistischen Internationale, „wenn es gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen? Eine Epoche der schwärzesten Reaktion würde über alle kapitalistischen und kolonialen Länder hereinbrechen, man würde die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus würden liquidiert.“ [1] Die Ermordung Stalins spielt in diesem Drama eine entscheidende Rolle. Sie war praktisch der Ausgangspunkt der Konter-revolution. Ohne die genaue Kenntnis dieser Geschichte gibt es keine sozialistische Zukunft!

In der Geschichte widerspiegeln sich die Kämpfe der Klassen

Wenn man einzelne Kapitel aus der Geschichte herausgreift, ohne die Hintergründe zu kennen und die in jener Epoche wirkenden Kräfte, kommt man unweigerlich zu Fehlurteilen und zu einer einseitigen, falschen Betrachtungsweise. „Es war gerade Karl Marx,“ schrieb sein langjähriger Freund und Kampfgenosse Friedrich Engels im Jahre 1885, „der das große Bewegungsgesetz der Geschichte zuerst entdeckt hatte, das Gesetz, wonach alle geschichtlichen Kämpfe, ob sie auf politischem, religiösem, philosophischem oder sonst ideologischem Gebiet vor sich gehen, in der Tat nur der mehr oder weniger deutliche Ausdruck von Kämpfen gesellschaftlicher Klassen sind, und daß die Existenz und damit auch die Kollisionen dieser Klassen wieder bedingt sind, durch den Entwicklungsgrad ihrer ökonomischen Lage, durch die Art und Weise ihrer Produktion und ihres dadurch bedingten Austausches.“ [2] So ist es auch mit der Geschichte der UdSSR und den „Geschichten“, die sich um das Leben und Wirken von Josef Wissarionowitsch Stalin ranken. Nicht wenige sensationsheischende Stories wurden über ihn erfunden, oft wurde die Geschichte gefälscht, wurden Spuren verwischt und werden Tatsachen verdreht. Um so schwieriger ist es für uns heute, eine gerechte, der Wirklichkeit und der historischen Bedeutung dieser bedeutenden Persönlichkeit gerecht werdende Darstellung zu finden.

Der Staatsstreich Nr.1 erfolgte in der Sowjetunion: Der Mord an Stalin

Wie kein anderer hatte Stalin die Entwicklung der Sowjetunion beeinflußt. Er führte dieses Riesenland in seiner Entwicklung buchstäblich vom Hakenpflug bis zur Weltraumrakete. Er setzte sich mit den Feinden der Sowjetunion auseinander. Und schließlich brachten die Völker der Sowjetunion unter seiner Führung dem Imperialismus seine bisher größte Niederlage bei, die Zerschlagung des deutschen Faschismus. Der Historiker Dr. Klaus Hesse befaßt schon sich seit langem mit der Geschichte der UdSSR. Er schreibt: „Viele waren und noch viel mehr sind auf Grund der humanistischen Erwartungen ihrer sozialistischen Überzeugung geneigt, die damit untrennbar verknüpften Probleme der Klassenauseinandersetzung im Inneren und der konterrevolutionären Aktivitäten der reaktionärsten Kräfte des Monopolkapitals zu ignorieren resp. zu unterschätzen. Aber der weitere Verlauf der Ereignisse hat unwiderlegbar bewiesen, daß eine wie auch immer geartete dieser ‚Lösungen‘ mit der Tatsache konfrontiert wurde und wird, daß es hier um antagonistische Widersprüche ging.“ [3] Es war also keineswegs nur ein Richtungskampf zwischen untereinander zerstrittenen Kommunisten, sondern ein Kampf für oder gegen den Sozialismus! Es war Klassenkampf. Oder wie Ljubow Pribytkowa es ausdrückte: „Mit Chruschtschow gelangte ein Antikommunist an die Spitze der Partei Lenins.“ [4]

Die Sowjetunion war den Weltherrschaftsplänen der Imperialisten im Wege

Die Imperialisten waren sich dieses antagonistischen Widerspruchs durchaus bewußt. So schreibt Klaus Hesse weiter: „Winston Churchill hatte Stalin nach seinem Ende als einen Mann bezeichnet, ‚der seinen Feind mit den Händen seiner Feinde vernichtete, der uns, die er offen Imperialisten nannte, zwang, gegen Imperialisten zu kämpfen.‘ (siehe Anm.1) Nachdem die Gefahr der Okkupation Großbritanniens durch die deutschen Faschisten vor allem durch die ungeheuren Opfer der Roten Armee gebrochen war, gab es für Churchill, Truman und ihresgleichen nur noch den einen alten Feind, der ihren Kriegs- und Weltherrschaftsplänen im Wege stand: die Sowjetunion, das in Osteuropa und Asien immer größer werdende sozialistische Lager…“ [5] Es war klar, daß diese Tendenz die herrschenden Kreise des Monopol- und Finanzkapitals eines Tages daran hindern würde, die bestehenden Ausbeutungsverhältnisse beizubehalten, und sie dazu zwingen würde, ihre kolonialistischen und neokolonialistischen Pläne und die von ihren Regierungen verfolgten Machtinteressen der aufzugeben. Doch niemals freiwillig, oder aus irgendwelchen „demokratischen“ Gründen!

Wie kam es zu diesen Auseinandersetzungen innerhalb der Führung der KPdSU?

Die Auseinandersetzungen zwischen Sozialismus und Imperialismus wirkten sich bis in das Zentralkomitee der KPdSU aus. Warum dies so geschah, darüber gibt es zunächst mehr Fragen als Antworten. „Manch einer mag derlei Überlegungen ignorieren, weil sie denn doch zu sehr an Verschwörungstheorien erinnern. Aber warum wurden nicht ’nur‘ die Ergebnisse dieser Beratung (der Wirtschaftskonferenz von 1952, N.G.), insbesondere die damals weltweit Zustimmung auslösende Aufforderung zu friedlicher Zusammenarbeit sondern auch die Resultate und Folgen des XIX. Parteitages der KPdSU derart gründlich ‚vergessen‘? Wer war daran interessiert, daß die Entwicklung der Sowjetunion in den Jahren vor dem XX. Parteitag als eine ununterbrochene Serie schwerster Verbrechen dargestellt wurde? Wie konnte es zu einer derart beeindruckenden Übereinstimmung der Interessen führender Funktionäre der KPdSU und des CIA kommen? Schließlich: Wer war der, wer waren die, die im Verlauf der Vorbereitung und Ausführung dieses Verbrechens aktiv wurden?“ [6] so Klaus Hesse.

Die inneren Feinde des Sozialismus

Wie man sagt, sind die Feinde in den eignen Reihen, die Karrieristen, die Speichellecker, Verräter und Kapitulanten für eine Bewegung des gesellschaftlichen Fortschritts am gefährlichsten, da sie sich nicht immer offen zu erkennen geben. Zu allen Zeiten hat es sie gegeben, doch nicht immer wurden sie sogleich auch erkannt und entlarvt. Innerlich längst von kleinlichen, egoistischen Motiven getrieben, heuchelten sie (oft sogar in übertriebener Manier!) Übereinstimmung und Zustimmung zur mehrheitlich beschlossenen Linie der Partei der Arbeiterklasse und leisteten zugleich passiven oder zuweilen sogar offenen Widerstand. Auch in der DDR gab es solche 150%igen Genossen, die kritische Entgegnungen am liebsten auf der Stelle standrechtlich verurteilt hätten, später mitunter ihre Fehler ‚einsahen‘ oder tunlichst verschwiegen. „Man muß mit den Wölfen heulen“, so die plausible Erklärung eines typischen Opportunisten, der sein Fähnlein immer in den richtigen Wind zu hängen verstand. Charakterliche Schwächen untergraben die kommunistische Moral: Kollektive Beratung, Kritik und Selbstkritik findet nicht mehr statt, Weisungen ‚von ganz oben‘ haben den Vorzug. Das ist es vermutlich auch, warum in diesem Zusammenhang so gerne der einzelne, aus dem Zusammenhang gerissene Satz von Rosa Luxemburg zitiert wird, daß Freiheit immer Freiheit der Andersdenkenden sei. [7]

Wer waren also die im Untergrund wirkenden Kräfte?

Fangen wir also von hinten an und greifen wir einige von denen heraus:
1. Der Verräter Gorbatschow: Bei Gorbatschow kam es später eindeutig ans Licht. Zunächst schien es, als sei er der Erneuerer, der bestrebt war, die verkrusteten, bürokratischen Strukturen des sowjetischen Staatsapparates aufzubrechen, bis er sich öffentlich zum Antikommunismus bekannte. (siehe Anm.2) Das wurde ausführlich von Genossen Kurt Gossweiler bewiesen. Er schrieb: „Ganz falsch ist die Ansicht der Leute, die glauben, Gorbatschow habe den Sozialismus verbessern wollen, aber dafür nicht das richtige oder gar kein Konzept gehabt. Er hatte ein Konzept, und das hat er konsequent und erfolgreich verfolgt und verwirklicht; nur war es kein Konzept des sozialistischen Aufbaus, sondern der Demontage des Sozialismus. Gelingen konnte ihm das allerdings nur, weil durch die Vorarbeit Chruschtschows die kommunistische Bewegung in der Sowjetunion und international schon so tief im Sumpfe des Revisionismus steckte und ideologisch schon so sehr abgerüstet und entleninisiert war, daß nur wenige noch aus den Aussagen Gorbatschows herauslasen, was an Konterrevolution in ihnen enthalten war.“ [8]
2. Der Antikommunist Chruschtschow: Man muß seine Biografie kennen und seinen politischen Werdegang. Daß er nicht der Klügste war, ergibt sich aus seinem Bildungsniveau. Daß aber Chruschtschow allen Grund hatte, seine Vergangenheit zu verschweigen, war offensichtlich, als bekannt wurde, daß er nicht nur das Fiasko der Sowjetarmee vor Charkow verschuldet hatte (LKW-weise wurden damals belastende Akten vernichtet), und erst recht, nachdem er sich als Parteisekretär von Moskau besonders hervorgetan hatte, wenn es darum ging, ‚Verräter‘ zu verurteilen und erschießen zu lassen. Klar, daß Stalin ihm da im Wege war. Hatte Chruschtschow in speichelleckerischer Manier Stalin zuvor in den höchsten Tönen gelobt, so zeichnete er ihn auf dem XX. Parteitag der KPdSU in den schwärzesten Farben.
3. Der USA-Geheimagent Noël Field: Noch ist die Geschichte nicht zu Ende. Auch wenn der Imperialismus die Verbrechen seiner Geheimdienste mit allen Mitteln zu verschleiern und zu vertuschen sucht. Irgendwie kommt es doch ans Licht. Noël Field war nachweislich eng verbunden mit dem Chef des USA-Geheimdienstes OSS Allan Dulles, einem der schärfsten Antikommunisten der USA. Er verstand es, auch Kommunisten in seine dunklen Geschäfte zu verwickeln, um sie späterhin damit erpreßbar zu machen. Interessante Details dazu vermittelt der Bericht von Kurt Gossweiler. [9]
4. Der Staatsfeind der Sowjetunion Sinowjew: Zeitlebens setzten sich nicht nur Stalin, sondern auch Lenin und Karl Marx mit antikommunistischen Positionen auseinander. Einer derjenigen, die dennoch nicht zum Tode verurteilt wurden, sondern in ihrem Wirken nur eingeschränkt, war Alexander Sinowjew. Die „Rote Fahne“ veröffentlichte am 18.05.2006 ein Interview, in dem sich Sinowjew „als Wissenschaftler“ über die Kollektivierung der Landwirtschaft, die Industrialisierung, die Hetze gegen Stalin und die Ursachen des Zerfalls der Sowjetunion äußerte. Darin stellte er zweimal explizit fest: „Ich bin kein Kommunist“. Er bezeichnete sich selbst als Antistalinisten, der den Kommunismus seit seiner Jugend kritisiert hatte. „Aber“, so fügte er hinzu, „jetzt bin ich ein alter Mensch, ich will nicht während meines Lebens lügen.“ Eine immerhin interessante Bemerkung! [10]
5. Der sowjetfeindliche Verschwörer Trotzki: Mit solchen hinterhältigen Figuren wie Trotzki hatte schon Lenin heftige Auseinandersetzungen. Siehe dazu: http://sascha313.blog.de/2011/03/04/antikommunist-sowjetfeind-trotzki-10760156/

Warum wurde Stalin erst 1953 ermordet?

Der Historiker Klaus Hesse weist hier auf einen außenpolitischen Zusammenhang hin: „Mironin geht davon aus, daß die Operation zur Liquidation Stalins eingeleitet wurde, als die UdSSR die USA bei der Schaffung thermonuklearer Bomben und ballistischer Raketen überholte. Nach dem Ende der Moskauer Wirtschaftskonferenz verging kein Jahr und Stalin wurde umgebracht. Zusammenfassend schlußfolgert Mironin, daß die Geschichte der UdSSR schon deshalb neu geschrieben werden muß, weil es nur im Resultat der Untersuchung dieses Ereignisses und aller seiner Hintergründe möglich ist, nicht nur die Abfolge der Ereignisse der Jahre 1948 bis 1954, sondern auch die Rolle Bulganins, Malenkows, Berijas und Chruschtschows sowie den Verlauf und die Folgen des XX. Parteitages, realitätsnah zu beurteilen.“ [11] Der heute in Italien lebende russische Professor Dr.med.Sigismund Mironin hat sich als ein ausgewiesener Kenner der jüngeren Geschichte der UdSSR insbesondere auch mit den Umständen der Ermordung Stalins befaßt.

Woran kann man die Konterrevolutionäre erkennen?

Eine Konterrevolution ist kein Naturereignis. Sie hat immer ihre Vorgeschichte und ihre Hintermänner. Immer steckt dahinter, wie schon Karl Marx es ausdrückte, „der mehr oder weniger deutliche Ausdruck von Kämpfen gesellschaftlicher Klassen“ (siehe oben). Otto Grotewohl sagte zum 17. Juni 1953: „Viele klassenbewußte Arbeiter, die Zeugen der Ereignisse des 17. Juni waren, erklärten: Wir haben manchen Streik erlebt, aber wo Arbeiterheime zerstört, volkseigene Geschäfte geplündert und rote Fahnen heruntergerissen und verbrannt werden, dort kann von einem Kampf um Arbeiterinteressen nicht mehr die Rede sein, dort ist der Klassenfeind am Werk.“ [13]

FAZIT: Der Sozialismus ist nicht gescheitert, sondern er wurde zerschlagen!

Worin besteht nun die Aufgabe der Kommunisten?
1. Die Apathie im Proletariat überwinden.
2. Die Zerfahrenheit in Zeiten der Krise beseitigen.
3. Das Wesen der Krise erkennen und verdeutlichen.
4. Dem Proletariats seine führende Rolle bewußt machen und
5. sich fest zusammenzuschließen und einen Parteikern zu bilden.
… sagte Lenin im Jahre 1910. [14]

Quellen:
[1] J.W. Stalin: VII. erweitertes Plenum des EKKI, in: Stalin, Werke Bd.9, S.24.
[2] Friedrich Engels: Vorrede zur dritten Auflage des „Achtzehnten Brumaire“ von Karl Marx, in: Marx/Engels, Ausg.Werke in sechs Bänden, Bd.II, S.307.
[3] Klaus Hesse: Zum Streit über die Alternative zu imperialistischer Barbarei: Sozialismus. Leipzig 2013, S.75.
[4] Ljubow Pribytkowa: …und wieder mal über Stalin.
[5] Klaus Hesse, ebd., S.75.
[6] ders. ebd. S.76f.
[7] Siehe: http://sascha313.blog.de/2012/05/05/freiheit-andersdenkenden-13632297/
[8] Kurt Gossweiler: Die vielen Schalen der Zwiebel Gorbatschow (Februar 1993), in: Politisches Archiv ( www.kurt-gossweiler.de )
[9] Veröffentlicht in der Buchreihe „Spurensicherung“, im GNN-Verlag, Bd.3. Siehe: http://www.spurensicherung.org/texte/Band3/gossweiler.htm#top
[10] Siehe ‚randzone‘: http://archiv.randzone-online.de/art/art060525.htm
[11] Klaus Hesse, ebd., S.78.
[12] Klaus Hesse, Zur Geschichte der UdSSR und der KPdSU, Teil 1.3, Leipzig 2012, S.357ff.
Siehe: http://data8.blog.de/media/521/6798521_3ad5b25d83_d.pdf
[13] Otto Grotewohl: Im Kampf und die einige Deutsche Demokratische Republik – Reden und Aufsätze, Auswahl aus den Jahren 1945-1953, Dietz Verlag Berlin, 1954, Bd.III, S.436/437
[14] W.I.Lenin, Ankündigung der Herausgabe der „Rabotscheskaja Gaseta“, in: Lenin, Werke, Bd. 16, S.293-299. Siehe auch: …wie zu Lenins Zeiten.

Anmerkungen:
1) Winston Churchill über Stalin: „Er war eine herausragende Persönlichkeit, die in unserer rauhen Zeit, in der Periode in der sein Leben verlief, imponierte. Stalin war ein außergewöhnlich energischer, belesener und äußerst willensstarker Mann, heftig, schroff, schonungslos in der Sache, wie im Gespräch, dem selbst ich, der ich im englischen Parlament groß geworden bin, nichts entgegenzusetzen vermochte. … In seinen Werken spürte man eine hünenhafte Kraft. Stalins Kraft war so groß, daß er unter den Führern aller Völker und Zeiten nicht seinesgleichen kennt. … Die Menschen konnten seinem Einfluß nicht widerstehen. Als er den Raum der Konferenz von Jalta betrat, erhoben wir uns alle, buchstäblich wie auf Kommando. Und, so seltsam es ist, wir legten die Hände an die Hosennaht. Stalin besaß einen tiefschürfenden, gründlichen und logischen Verstand. Er war ein unübertroffener Meister darin, in schweren Momenten einen Ausweg aus der ausweglosesten Lage zu finden. … Er war ein Mann, der seinen Feind mit den Händen seiner Feinde vernichtete, der uns, die er offen Imperialisten nannte, zwang, gegen Imperialisten zu kämpfen. Er übernahm das Rußland des Hakenpflugs und hinterließ es im Besitz der Atomwaffe.“ http://forum.stalinwerke.de/viewtopic.php?t=1248
(Daß diese Äußerungen authentisch sind, kann man in allen möglichen englischsprachigen Publikationen nachlesen. So z.B. bei David Carlton, Churchill and the Soviet Union, Manchester Univ. Pr., 2000, p. 102.)

2) Gorbatschow sagte: „Mein Lebensziel war die Zerschlagung des Kommunismus, der eine unerträgliche Diktatur über das Volk ist. In dieser Haltung hat mich meine Ehefrau unterstützt und bestärkt, die diese Meinung schon früher als ich hatte. Am meisten konnte ich dafür in den höchsten Funktionen tun. Deswegen empfahl meine Frau Raissa mir, mich um immer höhere Funktionen zu bemühen. Als ich den Westen persönlich kennen gelernt hatte, war meine Entscheidung unumkehrbar… Eine Welt ohne Kommunisten wird besser sein. Nach dem Jahr 2000 kommt die Zeit des Friedens und Aufblühens der Menschheit….“ Rede Gorbatschows vor der Amerikanischen Universität von Ankara (1999), Ausführlicher siehe: http://ddr-kabinett-bochum.blogspot.de/2011/07/gorbatschow-oder-der-wolf-im-schafspelz.html

Siehe auch:
Das Wesen des Revisionismus
Der sowjetfeindliche Verschwörer Trotzki
Ljubow Pribykowa: Wie die KPdSU den Sozialismus in der Sowjetunion zerstörte
Ein „Nachruf“ an einen Volksverräter: Danke, lieber Genosse Gorbatschow…
Kurt Gossweiler – ein unbestechlicher Chronist des Jahrhunderts
Wir leben in einer Welt extremer Gegensätze… (Über die Sklaverei)
Kurt Gossweiler: Zur Liebknecht-Luxmburg-Ehrung (2013)
Eric Hobsbawm: 2×10 Tage, die die Welt erschütterten
Wozu braucht des Sozialismus eine Diktatur des Proletariats?
Die Diktatur des Proletariats und ihre Kritiker
Vorsicht vor den Sjuganowleuten der KPRF!
Der politische Mord im Auftrag der Bourgeoisie

Der lange Schatten des Joseph Goebbels

Zwar ist der faschistische Schrumpfgermane und Oberlügner längst verblichen, doch sein Schatten ist nicht nur in Westdeutschland, sondern nunmehr wieder auch in der Ukraine und in Rußland nicht zu übersehen. Seine Lügen haben den nazistischen Propagandazwerg überdauert, und sie scheinen den neuen russischen Machthabern, dem ukrainischen Nationalistengesindel und den ehemaligen Nazikollaborateuren in Estland, Lettland und Litauen und deren Gefolge gerade recht gekommen zu sein, um den Raub am Volksvermögen der Sowjetunion und ihre braune Gesinnung zu rechtfertigen. Das wird deutlich bei den Lügen in der Katyner Sache, wo der Nazimord an polnischen Offizieren Stalin und dem sowjetischen Geheimdienst in die Schuhe geschoben werden sollte, um von der Niederlage der faschistischen Wehrmacht in Stalingrad abzulenken. Das wird deutlich beim Wiederaufflammen der nazistischen Nostalgie durch die heutigen Bandera-Faschisten. Und das wird deutlich durch die neuerliche Nazi-Propaganda in den ehemals baltischen Sowjet-Republiken. Der lange Schatten des J.Goebbels ist also nicht zu übersehen. Doch wie man sieht, fassen selbst die Gerichte in Rußland die gefälschten „Dokumente“ und „Beweismittel“ mit sehr spitzen Fingern an. Sie glauben den Fälschungen und Lügen nicht…

Ein Interview mit Stalins Urenkel Jakob Dschugaschwili

„Die Lügen über Stalin sind ein Versuch der jetzigen Eliten, den Raub des sowjetischen Erbes zu rechtfertigen“ (Jakob Dschugaschwili)

Jakob DschugaschwiliJakob Dschugaschwili

Der Urenkel von Josef Stalin, Künstler und Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, Jakob Dschugaschwili hat in einem Exclusiv-Interview der Internet-Ausgabe „Glagol“ erzählt, warum er auch weiterhin um die Wahrheit über seinen großen Urgroßvater kämpfen wird, und erklärt, warum Stalin gerade heute für uns so wichtig ist. (Mit freundlicher Genehmigng übernommen von Kommunisten-online vom 25.April 2013)

Die Lüge ist wie ein Virus

– Regt Sie die stalinfeindliche Hysterie sehr auf, die heute in den globalen Massenmedien vorherrscht?

– Diese Lügen verletzen mich, ich decke sie mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln auf und versuche, den Menschen die Wahrheit zu vermitteln. Stalinisierung bedeutet eine Aufklärung der Menschen, eine Erklärung, was Josef Stalin machen wollte, was ihm gelang, und wer seine Reformen warum hintertrieb. Ohne Aufdeckung der Lügen über Josef Stalin und die Geschichte der UdSSR in jener Periode ist eine Stalinisierung nicht möglich. Josef Stalin ist heute für all jene wertvoll und teuer, für die solche Begriffe wie Gerechtigkeit, Vaterland und das Volk keine leeren Phrasen sind.

Es geht darum, daß die Lügen über Josef Stalin und die UdSSR entstanden sind, um die Autorität des Staatsoberhauptes unseres Landes zu schädigen, um die Menschen von jeglichem Versuch abzuhalten, die Natur der Ereignisse und die Rolle Stalins in jener Periode zu durchdenken, welche im Verlaufe seines Lebens geschahen. Diese Lügen sind nicht gegen Josef Stalin oder seine Verwandten gerichtet, sondern in erster Linie gegen das Russische Volk. Mit den Lügen darüber wird versucht, die Russen (und zusammen mit ihnen all jene Völker, die zusammen mit dem Russen als erste in der Welt eine Gesellschaft frei von Parasiten aufbauten) der Fähigkeit zu berauben, den äußeren wie auch inneren Bedrohungen zu widerstehen. Die Lügen über Josef Stalin sind ein von den kriminellen Elementen geschaffener Virus, der den Schutzmechanismus eines Volkes zerstört, welcher für das Erkennen von Gefahren verantwortlich ist. Und letzten Endes sind die Lügen darüber auch ein Versuch der jetzigen Eliten, den Raub all des Guten zu rechtfertigen, welches vom sowjetischen Volk hervorgebracht und vermehrt wurde.

Die grusinische Jugend versteht kein Russisch

– Kann man sich In Grusinien an Josef Wissarionowitsch Stalin erinnern, verehrt man ihn?

– Die Beziehung der Menschen zu Josef Stalin in seiner Heimat erklärt sich heute durch die Uninformiertheit über den Führer des Landes und über die UdSSR in jener Periode. Das sind zwei der am meisten verleumdeten Themen, und wenn man sich damit zurechtfinden will, muß man den Zugang zu spezifischer Literatur haben, und diese Literatur ist hauptsächlich in Russisch. Die jetzigen Machthaber in Grusinien haben schon fast zehn Jahre das Russische aus Grusinien verdrängt und nach „befriedigenden“ Ergebnissen in dieser Sache gestrebt: die junge Generation kann tatsächlich kein Russisch. Aber sogar jener Teil der Bevölkerung, der Russisch nicht für die „Sprache der Besatzer“ hält und auch weiterhin versucht, vermittels des Russischen an die Weltkultur anzuknüpfen, interessiert sich nicht besonders für das Thema des Stalinismus. Die Mehrheit der Grusinier hat sogar nicht einmal den Wunsch, sich in diesen Fragen zurechtzufinden, da sie von einer äußerst unerfreulichen materiellen Lage unterdrückt ist, sowie von einer ungeheuer gemeinen antisowjetischen (und eigentlich antirussischen) und stalinfeindlichen Propaganda beeinflußt, welche vom Fernsehen ausgeht, das heute in Grusinien auf vier Millionen Menschen bei zwei von zehn Kanälen einwirkt! Man muß schon eine sehr standfeste Psyche haben, und über eine starke Motivation verfügen, um unter solchen Bedingungen nicht zu verzagen und dem zu widerstehen. Deshalb muß man akzeptieren, daß die Verfechter der Sache Stalins in Grusinien die Stimmung und das Bewußtsein des Volkes nicht zu beeinflussen vermögen. Ungeachtet der so traurigen Sachlage, bohrt sich das positive Wirken Josef Stalins in Artikeln und Kommentaren gleich einem mächtigen Lichtstrahl in den Verstand und in die Herzen der Menschen, und zwingt sie, über diesen Menschen und sein Wirken nachzudenken.
(Kürzung)

Die Katyner Sache

– Sie wenden der Katyner Sache besondere Aufmerksamkeit zu…

– Vor gar nicht allzu langer Zeit hat das Twerer Gericht von Moskau indirekt bestätigt, daß die Deutschen die polnischen Offiziere 1941 erschossen haben. Das Ergebnis des Verfahrens gegen die Staatsduma war sensationell. Nein, die Klage wurde abgewiesen, aber im Ergebnis schrieb die Richterin zweimal schwarz auf weiß, daß die Polen in Katyn im September 1941 erschossen wurden, also von den Deutschen. Das ist ein großer Sieg! Es ist also nicht nur Publizistik, sondern ein Dokument, in dem die Allbekanntheit dieser Tatsache durch einen Gerichtsbeschluß festgestellt wurde. Ich beglückwünsche alle ehrlichen Menschen, und in der Hauptsache die ehrlichen Polen zu diesem Sieg! Und allen Ganoven, einschließlich der polnischen, rate ich, sich mit Validol zu versorgen.

– Wer hilft Ihnen, in dem Prozeß zu kämpfen?

– Im Jahre 2009 hat sich der Publizist Leonid Nikolajewitsch Schura mit mir verbunden und mich gebeten, daß mein Vater Jewgenij Jakowlewitsch ihm erlaubte, eine Klage zum Schutz der Ehre und der Würde Josef Stalins einzureichen. Die eingereichte Klage ist in der „Nowaja Gaseta“ mit einem Artikel von Anatoli Jablokow „Als Täter wurde Berija benannt“ veröffentlicht worden. Nach den Gesetzen Rußlands sind nur Verwandte von Josef Stalin berechtigt, eine solche Klage einzureichen. Mein Vater stimmte zu, und Leonid Schura wurde vor Gericht der offizielle Vertreter meines Vaters in dieser Sache. Mein Vater hat jedoch obligatorisch darauf bestanden, daß sein Vertreter Leonid Nikolajewitsch Schura nur gemeinsam mit Jurij Muchin (www.ymuhin.ru) auftreten sollte, der zu Beginn des Prozesses krank war und im Krankenhaus lag. (Was mit ihm dort geschah, ist eine andere Geschichte, die beinahe tragisch für ihn ausgegangen wäre.) Daher hat sich ihm Sergej Emiljewitsch Strygin, der Autor einer unabhängigen Untersuchung der Katyner Tragödie angeschlossen. Diese Troika wurde nur wenige Jahre später zum Schrecken für die „Kämpfer gegen den Stalinismus“ und für all jene, deren „Traum sich verwirklichen sollte“. Sie fordern doch eine Verurteilung von Josef Stalin, oder nicht? Da ist das Gericht, kommen Sie und beweisen Sie seine „Verbrechen“. Die Gerichtsverfahren haben jedoch die völlige Hilflosigkeit der Kläger gegen Josef Stalin deutlich gemacht. Im Unterschied zum Radiosender „Echo Moskwy“ oder zur Redaktion der „Nowaja Gaseta“, waren unsere Opponenten vor Gericht gezwungen, sich für ihr Geschwätz zu verantworten. Unsere Vertreter halfen aktiv dabei nach, indem sie verschiedene Fragen vorlegten, auf diese verpflichtet waren zu antworten, wie es auch die Gesetzgebung es verlangt. Die Historiker vollbrachten in diesem Sinne eine bemerkenswerte Leistung zur Aufdeckung der Lügen über Josef Stalin und über die Geschichte der UdSSR. Ungeachtet der außergewöhnlichen Belastung, die dieser Prozeß für ihn darstellte (gegen ihn selbst wurden zwei Strafsachen wegen eines „russischen“ Artikels über den Extremismus verhandelt) und der durchgeführten Herzoperation, befaßte sich Jurij Muchin mit der Sache und schrieb am Tag der Verhandlung sofort danach oder eine ausführlichen Reportage über das, was dort geschah. Jetzt sind diese Reportagen in einem Buch unter dem Titel „Das Gericht über Stalin“ zusammengefaßt. Ich muß hinzufügen, daß die Massenmedien, sowohl die offiziellen, als auch die irgendwie oppositionellen, einträchtiges Schweigen über diese Prozesse bewahrten. Sogar das „Echo Moskwy“ und die „Nowaja Gaseta“ haben es vorgezogen zu schweigen, obwohl sie unmittelbar Teilnehmer des Gerichtsverfahrens waren.

– Sie hatten einen schrillen Prozeß gegen Journalisten Vladimir Pozner.

– Ich konnte bei diesem Prozeß anwesend sein, und hatte das seltene „Glück“, den obersten „Guru der Fernsehverleumdungen“ aus unmittelbarer Nähe zu beobachten. Wie es die Ironie des Schicksals wollte, fand der Prozeß am 21. Dezember statt, dem Geburtstag von Josef Stalin. Das Kern der Sache war folgender: Vladimir Pozner hatte in einem seiner üblichen Kommentare gegen Ende einer Sendung Josef Stalin der Erschießung der polnischen Offiziere in Katyn beschuldigt. Als er von der Klage erfuhr, erklärte er in einer Sendung von „Echo Moskwy“, daß er bereit sei, vor Gericht die Mitwirkung Josef Stalins an der Erschießung der Polen dokumentarisch zu beweisen. Zur Gerichtsverhandlung erschien er dann in Begleitung zweier Juristen (der eine von beiden stand offenbar mit der Richterin auf freundschaftlichem Fuße), und legte zwei der vier Dokumente aus der berühmten Mappe der Fälschungen über die Katyner Sache auf den Tisch. Die Richterin reagierte sofort, und gab zu verstehen, daß sie dieses Dokument irgendwohin weiter verborgt und vergessen habe. So vergas auch Vladimir Pozner dieses „Dokument“, ebenso wie sein schreckliches Versprechen, die Mitwirkung Josef Stalins an der Erschießung der Polen dokumentarisch beweisen zu wollen. Statt dessen ließ er sich aus über das Verfassungsrecht auf Geschwätz, d.h. über das Recht auf seine persönliche Meinung. Ich muß bemerken, daß alle diese „Kämpfer gegen den Stalinismus“, die sich auf Gerichtsverfahren, anstatt auf konkrete Beweisgründe für ihre Behauptungen stützen, sich vor allem damit beschäftigten, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung zu erklären. Während einer der Pausen gab es einen Streit mit Vladimir Pozner bezüglich der von ihm ins Gericht mitgebrachten „Dokumente“. Dabei wurde klar, daß er diese Papierchen zum ersten Mal im Leben sah. Außerdem hatte er noch nie etwas davon gehört, daß diese Papierchen Fälschungen sind. Was bedeutet das? Es bedeutet auch, daß Vladimir Pozner, als er vom Thema des bevorstehenden gerichtlichen Streites erfuhr und bis zum Beginn der Verhandlung, wo er also mindestens zwei Wochen zur Verfügung hatte, sich noch nicht einmal die Zeit genommen hatte, um über dieses Thema im Internet zu „googeln“. Beispielsweise: auf meine Bemerkung hinsichtlich eines der „Dokumente“, und zwar der angeblichen „Briefe Berijas“: „Konnte Lawrenti Berija der Trojka 1940 etwas befehlen, wo doch die Trojka schon 1938 aufgelöst worden war?“ erwiderte Wladimir Pozner lässig: „Er konnte!“ – Mit einem Wort: ein Guru!

– Wie stehen Sie zu dem Westernfilm über Josef Stalin, den Aleksej Balabanow gerade dreht?

– Er hat erklärt, einen Film über meinen Urgroßvater drehen zu wollen und äußerte, daß einer der Helden des Filmes Josef Stalin sei, der als das nun endgültig entthronte Idol seiner Jugendjahre erscheint – ein Bandit, ein Straftäter. Stalin war tatsächlich ein Straftäter – doch es ist nicht bewiesen, daß er persönlich an den Raubüberfällen teilnahm. Ebensowenig wie es bewiesen ist, daß nicht teilnahm. Deshalb kann man es so oder so machen. Ich würde unterstreichen, daß die Lügen über Josef Stalin nicht eine Beleidigung von uns, der Verwandten, darstellen. Sie verletzen nicht mich persönlich. Sie sind eine Herabsetzung des russischen Volkes, das in kürzester Zeit ein mächtiges Industrieland aufbaute, das den Krieg gegen die Armeen von ganz Europa gewann (wobei auf Seiten Deutschlands nicht nur die Deutschen kämpften). Und schließlich eines Volkes, das den Kosmos eroberte.

Die Legende vom „Massensterben“* während der Hungersnot

– In der Ukraine liegt das Hauptaugenmerk der stalinfeindlichen Politik auf der Hungersnot der 1932-1933 Jahre …

– Hier ist, was Professor Grover Furr, der Autor des Buches „61 Unwahrheiten Chruschtschows“ sagt: „Im Jahre 1930 haben die ukrainischen Nationalisten mit Hilfe der Nazis mit der Fabrikation der Legende vom sogenannten ‚Massensterben’ während der Hungersnot begonnen. Der kürzlich verstorbene kanadische Forscher Douglas Tottle erbringt mit seinem 1987 erschienenen Buch: ‚Die Lüge, der Hunger und der Faschismus – Mythen über das ukrainische Genozid von Hitler bis zu Harvard’ (Fraud, Famine and Fascism – The Ukrainian Genocide Myth from Hitler to Harvard) den Beweis. Ich habe den Artikel schon 1987 gelesen, in dem er die Lüge der ukrainischen Nationalisten entlarvte. Ich war betroffen von dem, was Douglas Tottle schrieb und bin nach Toronto (Kanada) gefahren, um mich mit ihm zu treffen. 1988 machte dann der amerikanische Journalist Jeff Coplon mit ihm und anderen Interviews für einen Artikel ‚Auf der Suche nach dem sowjetischen Holocaust: Ein 55-jähriger Hungernder füttert das Recht’ (In Search of a Soviet Holocaust: A 55-Year-Old Famine Feeds the Right).

Die Lüge über das sogenannte ‚Massensterben’ während der Hungersnot wird von den ukrainischen Nationalisten benötigt, um die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit mit den Nazis und den Mord von Millionen ihrer Landsleute, einschließlich der Juden, zu rechtfertigen. Sie ermordeten während des sogenannten Wolynsker Massakers bis zu 100.000 polnische Bürger. Die polnischen Forscher Władisław und Ewa Siemaszko, der ukrainisch-kanadische Forscher Wiktor Polischtschuk und der russische Historiker Alexander Djukow dokumentieren dieses Massaker. Selbst wenn man nur einen kleinen Teil dieser Verbrechen rechtfertigen wollte, dann müßten die Nationalisten darauf bestehen, daß die UdSSR schlechter war als die Nazis und die ukrainischen Nationalisten, und daß es nichts schlechteres gegeben hätte, als den Kommunismus, und daß „alles übrige besser“ gewesen wäre. Ähnliche Lügengeschichten über sowjetische Greueltaten werden auch von den rechten Nationalisten Estlands, Lettlands, und Litauens propagiert. Gewöhnlich basieren sie auf Quellen der Nazipropaganda, die meistens einfach nachgedruckt wurden. Der Fond „Historisches Gedächtnis“ von Alexander Djukow veröffentlicht Arbeiten zum Thema dieser Fälschungen.

Der Urenkel von Josef Stalin ist überzeugt, daß die Aufdeckung der stalinfeindlichen Lügen nicht nur für die Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit notwendig ist, sondern auch, um unseren Völkern den Schutzmechanismus zurückzugeben, der uns vor gefährlichen ideologischen Aggressionen bewahrt, wobei doch das Wissen der Geschichte, die Fähigkeit, Lüge von Wahrheit, das Original von der Fälschung zu unterscheiden, eine der Grundlagen für den Schutzmechanismus eines jeden Volkes ist.

Das Gespräch führte Dmitri Fakowski, speziell für die Internet-Ausgabe von „Glagol“

Quelle: glagol

(Übersetzt und leicht gekürzt von U. Weiser)

* Im Sprachgebrauch der westlichen, imperialistischen Massenmedien wird hier die verlogene Bezeichnung „Hunger-Holocaust“ verwendet, die in bewußter Assoziation zum faschistischen Massenmord der Nazis an den Juden steht.

Siehe auch:
Die Goebbelssche Mendazinie
Über die Nazimorde im Wald von Katyn
Katyn: Waren die Dokumente gefälscht?
Alexej Bragin: Fälscher im Russischen Staatsarchiv
Die Ukraine: Geschichtliche Hintergründe
Die Lüge von den Stalinschen Massenmorden
Kommunisten-Online (Archive): Der Bluff von Goebbels

Die Oppositionellen in der SED

SED-ParteitagEs gab ganz gewiß auch in der SED eine ganze Menge Genossen, die wußten nicht, was vorne und hinten ist, sie waren „dafür“, weil es der Mehrheit entsprach. Sie schwammen mit dem Strom, und als es andersherum kam und die Konterrevolution zu siegen begann, warfen sie ganz schnell ihr Parteibuch weg, „gestanden ihren Irrtum“ ein. Und sie erklärten, daß sie ja schon immer „gewisse Vorbehalte“ gehabt hätten, daß „die Menschen einfach noch nicht reif“ seien für den Sozialismus. Und dergleichen billige Sprüche mehr. Man nannte sie „Wendehälse“ – aber eigentlich waren sie nie Kommunisten, sie gehörten einfach nur zum Sumpf dieser Partei. Sie hatten nicht begriffen, daß man für das Neue in der Gesellschaft auch KÄMPFEN muß. Und dann gab es noch die Oppositionellen in der Partei, wie Krenz, Modrow, Gysi, Bisky, die Professoren Meißner, Wagner, Lieberam, Roß und Konsorten. Das sind diejenigen, die den Marxismus irgendwie für überholt halten, die meinen, man müsse Marx revidieren und einen „demokratischen Sozialismus“ anstreben. Diese Leute gehören niemals zu den Revolutionären in einer Gesellschaft, sondern immer zu den Bedenkenträgern und Bremsern, wenn nicht sogar zu den Antikommunisten, wie das Beispiel des Herrn Professor Kara-Mursa aus Moskau zeigt. Genosse Stalin sagte:

Man sollte nicht vergessen, daß in jeder großen Partei, besonders in einer Partei wie die unsrige, die an der Macht steht und in der es einen gewissen Teil Bauern und Angestelltenelemente gibt, sich im Laufe einer bestimmten Zeit gewisse indifferente, den Fragen der Parteipraxis gleichgültig gegenüberstehende Elemente ansammeln, die mit geschlossenen Augen stimmen und mit dem Strom schwimmen. Das Vorhandensein einer großen Zahl solcher Elemente ist ein Übel, gegen das man kämpfen muß. Diese Elemente bilden den Sumpf unserer Partei.

Der Sinn der Diskussion

Die Diskussion ist ein Appell an diesen Sumpf. An ihn appellieren die Oppositionellen, um einen gewissen Teil von ihm loszureißen. Und sie reißen wirklich seinen schlechteren Teil weg. Die Partei appelliert an ihn, um den besseren Teil von ihm loszureißen und ihn in das aktive Parteileben einzugliedern. Das Ergebnis ist, daß der Sumpf trotz seiner Passivität zur Entscheidung gezwungen wird. Und er entscheidet sich wirklich infolge dieser Appelle, er gibt einen Teil an die Opposition ab, den andern an die Partei, und auf diese Weise hört er als Sumpf zu bestehen auf. In der gesamten Entwicklungsbilanz unserer Partei ist das ein Plus. Ein Ergebnis der jetzigen Diskussion ist die Verminderung des Sumpfes, der entweder ganz zu bestehen aufgehört hat oder doch aufzuhören im Begriff steht. Das ist das Plus der Diskussion.

Was kam dabei heraus?

Die Ergebnisse der Diskussion? Die Ergebnisse sind bekannt. Bis zum gestrigen Tage stimmten, wie sich herausstellt, für die Partei 724.000 Genossen, für die Opposition etwas über 4.000. Da haben Sie das Ergebnis. Die Oppositionellen bei uns wetterten, das ZK habe sich von der Partei losgelöst, die Partei habe sich von der Klasse losgelöst, und wenn das Wenn und das Aber nicht wär’, dann flögen gebratene Tauben daher, dann hätten sie, die Oppositionellen, unfehlbar 99 Prozent auf ihrer Seite. Da ihr aber die gebratenen Tauben nicht in den Mund fliegen, hat die Opposition nicht einmal 1 Prozent der Stimmen bekommen. Das ist das Ergebnis.

Warum war die Opposition so schmählich unterlegen?

Wie konnte es kommen, daß die Partei in ihrer Gesamtheit und mit ihr die Arbeiterklasse die Opposition so unsanft isoliert hat? Dort, an der Spitze der Opposition, stehen doch bekannte Leute mit Namen, Leute, die es verstehen, Reklame für sich zu machen (Zurufe: „Sehr richtig!“), Leute, die nicht an Bescheidenheit kranken (Beifall), die es verstehen, sich anzupreisen und die Ware von der vorteilhaften Seite zu zeigen. Das geschah deshalb, weil die führende Gruppe der Opposition sich als eine Gruppe kleinbürgerlicher Intellektueller entpuppte, losgerissen vom Leben, losgerissen von der Revolution, losgerissen von der Partei, von der Arbeiterklasse. (Zuruf: „Sehr richtig!“. Beifall)

Wer sind eigentlich (oder waren) die Oppositionellen in der Partei?

Stalin: Ich sprach vorhin über die Erfolge unserer Arbeit, über unsere Errungenschaften auf dem Gebiet der Industrie, auf dem Gebiet des Handels, auf dem Gebiet der gesamten Wirtschaft, auf dem Gebiet der Außenpolitik. Aber die Opposition kümmert sich nicht um diese Errungenschaften. Sie sieht sie nicht oder will sie nicht sehen. Sie will diese Erfolge nicht sehen, teilweise aus Ignoranz, teilweise kraft einer gewissen Halsstarrigkeit vom Leben losgerissener Intellektueller.

Quelle:
J.W. Stalin, Der XV. Parteitag der KPdSU( B ) 1927, in: Stalin, Werke Bd.10, Dietz Verlag Berlin, 1953, S.291f. (Zwischenüberschriften von mir, N.G.)
Stalinwerke Bd.11 (pdf)

Siehe auch:
Die Konterrevolution in der DDR und ihre Handlanger
Danke, lieber Genosse Gorbatschow
Ein Lump, der sich mit linken Phrasen schmückt
Trotzki verrät die junge Sowjetmacht
Der Sozialismus war und ist lebensfähig
Der Sozialismus und die SED

Eine revolutionäre Freundschaft: Stalin und Kirow

Stalin und Kirow
Stalin und Kirow (um 1930)

Der begeisterte Revolutionär und Liebling der Partei, S.M. Kirow*, charakterisierte Genossen Stalin mit folgenden Worten:

»Genossen, man kann über die Verdienste unserer Partei, über die Erfolge unserer Partei nicht reden, ohne über den großen Organisator der von uns errungenen gigantischen Siege zu sprechen. Ich meine Genossen Stalin. Ich muß euch sagen, daß er der wirklich vollkommene, wirklich allseitige Verfechter, der Fortsetzer des Werkes ist, das uns der nunmehr schon vor zehn Jahren von uns geschiedene große Begründer unserer Partei hinterlassen hat. Es ist schwer, sich eine solche große Persönlichkeit vorzustellen, wie Stalin es ist. In den letzten Jahren, seit dem Zeitpunkt, da wir ohne Lenin arbeiten, kennen wir keine einzige Wendung in unserer Arbeit, kein einziges größeres Beginnen, keine Losung, keine Neuorientierung in unserer Politik, deren Urheber nicht Genosse Stalin, sondern irgendein anderer gewesen wäre. Die gesamte grundlegende Arbeit – das muß die Partei wissen – verläuft nach den Hinweisen, auf Initiative und unter Führung des Genossen Stalin. 

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Stalin: Was ist besser – Sozialismus oder Kapitalismus?

Immer wieder hört von den bürgerlichen Parteien CDU, CSU und SPD einschließlich der Partei „Die Linke“ das dumme Geschwätz, daß die „Marktwirtschaft“ doch die beste aller möglichen Wirtschaftsformen sei. Denn der Sozialismus sei gescheitert und die Planwirtschaft habe sich als uneffektiv erwiesen. Zwar müsse man die Finanzmärkte „unter Kontrolle bekommen“, so tönt es zuweilen, doch zu „Freiheit und Demokratie“ gäbe es keine Alternative. Was für ein demagogisches Gerede! Im Jahre 1930 nutzte J.W. Stalin die Gelegenheit, um auf einem Parteitag der Kommunistischen Partei Rußlands zu der Frage Stellung zu nehmen, was wohl besser wäre, Kapitalismus oder Sozialismus. Natürlich der Sozialismus! Die Praxis hat gezeigt, daß Stalin recht hatte. Und zwar uneingeschränkt!
(Über die „Repressalien“, oder sagen wir besser: über den Klassenkampf, wird noch zu reden sein!) Was ist nun der Unterschied zwischen dem kapitalistischen und dem sozialistischen Wirtschaftssystem? – Wohlgemerkt: das war bereits 1930, damals war der direkte Vergleich noch möglich…

Sowjetunion
Wir haben somit ein Bild von der inneren Lage der UdSSR. Wir haben gleichzeitig damit ein Bild von der inneren Lage in den wichtigsten kapitalistischen Ländern. Unwillkürlich ersteht die Frage: Welcher Art sind die Ergebnisse, wenn man die beiden Bilder gegeneinander hält, sie miteinander vergleicht? (…)
Vergleich
Man schwatzt von „Untergang“ der UdSSR, von „Prosperität“ der kapitalistischen Länder und dergleichen mehr. Wäre es nicht richtiger, von dem unvermeidlichen Untergang derjenigen zu sprechen, die so „unerwartet“ in den Strudel der Wirtschaftskrise geraten sind und sich noch immer nicht aus dem Morast des Niedergangs herausarbeiten können?

Wo liegen die Ursachen eines so ernsten Fiaskos bei ihnen, den Kapitalisten, und so ernster Erfolge bei uns, in der UdSSR?

Man sagt, der Zustand der Volkswirtschaft hänge in vielem vom Überfluß oder Mangel an Kapital ab. Das stimmt natürlich! Erklären sich nun vielleicht die Krise in den kapitalistischen Ländern und der Aufstieg in der UdSSR aus unserem Überfluß und ihrem Mangel an Kapital? Nein, natürlich nicht! Jedermann weiß, daß die UdSSR viel weniger Kapital besitzt als die kapitalistischen Länder. Wäre im gegebenen Fall der Stand der Akkumulation entscheidend, so hätten wir eine Krise und die kapitalistischen Länder einen Aufstieg.

Man sagt, der Zustand der Wirtschaft hänge in vielem von der technischen und organisatorischen Geschultheit der wirtschaftlichen Kader ab. Das ist natürlich richtig. Erklärt sich nun vielleicht die Krise in den kapitalistischen Ländern und der Aufstieg in der UdSSR aus ihrem Mangel und unserem Überfluß an technischen Kadern? Nein, natürlich nicht! Jedermann weiß, daß die kapitalistischen Länder weitaus mehr technisch erprobte Kader besitzen als wir in der UdSSR. Wir haben nie verheimlicht und tragen uns auch nicht mit der Absicht, es zu verheimlichen, daß wir auf dem Gebiet der Technik Schüler der Deutschen, Engländer, Franzosen, Italiener und vor allem und hauptsächlich der Amerikaner sind. Nein, entscheidend ist hier nicht der Überfluß oder Mangel an technischen Kadern, wenn auch das Problem der Kader für die Entwicklung der Volkswirtschaft von ernster Bedeutung ist.

Vielleicht findet man des Rätsels Lösung darin, daß das Kulturniveau bei uns höher ist als in den kapitalistischen Ländern? Wiederum nein. Jedermann weiß, daß das allgemeine Kulturniveau der Massen bei uns niedriger ist als in den USA, in England, in Deutschland. Nein, es handelt sich hier nicht um die Kultiviertheit der Massen, obgleich auch sie für die Entwicklung der Volkswirtschaft von gewaltiger Bedeutung ist.

Vielleicht liegt die Ursache hier in den persönlichen Eigenschaften der führenden Männer in den kapitalistischen Ländern? Wiederum nein. Die Krisen wurden gleichzeitig mit dem Anbrach der Herrschaft des Kapitalismus geboren. Schon seit mehr als hundert Jahren kommt es zu periodischen Wirtschaftskrisen des Kapitalismus, die sich alle zwölf, zehn, acht oder weniger Jahre wiederholen. Alle Parteien des Kapitalismus, alle einigermaßen namhaften Vertreter des Kapitalismus, von den „genialsten“ bis zu den mittelmäßigsten, haben ihre Kräfte an der „Verhütung“ oder „Beseitigung“ der Krisen erprobt. Sie haben aber alle eine Niederlage erlitten. Was ist also Erstaunliches daran, daß Hoover samt seiner Gruppe ebenfalls eine Niederlage erlitten hat? Nein, hier handelt es sich nicht um die Führer oder die Parteien des Kapitalismus, obgleich auch die Führer und die Parteien des Kapitalismus dabei von nicht geringer Bedeutung sind. Worum handelt es sich also?

Was ist die Ursache dafür, daß die UdSSR trotz ihrer kulturellen Rückständigkeit, trotz des Mangels an Kapital, trotz des Mangels an technisch erfahrenen Wirtschaftskadern sich in einem wachsenden wirtschaftlichen Aufstieg befindet und an der Front des Wirtschaftsaufbaus entscheidende Erfolge aufzuweisen hat, während die führenden kapitalistischen Länder trotz des Überflusses an Kapitalien, trotz des Überflusses an technischen Kadern und trotz eines höheren Kulturniveaus sich im Zustand einer wachsenden Wirtschaftsfeme befinden und auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Entwicklung Niederlage auf Niederlage erleiden?

Die Ursache liegt im Unterschied der Wirtschaftssysteme bei uns und bei den Kapitalisten. Die Ursache liegt in der Unhaltbarkeit des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Die Ursache liegt in den Vorzügen des sowjetischen Wirtschaftssystems gegenüber dem kapitalistischen System.

Was ist das sowjetische Wirtschaftssystem?

Sowjetisches Wirtschaftssystem bedeutet:
1. Die Klassenmacht der Kapitalisten und der Gutsherren ist gestürzt und durch die Macht der Arbeiterklasse und der werktätigen Bauernschaft ersetzt;
2. die Produktionsinstrumente und -mittel, der Boden, die Industriebetriebe usw. sind den Kapitalisten genommen und der Arbeiterklasse und den werktätigen Bauernmassen übereignet;
3. die Entwicklung der Produktion ist nicht dem Prinzip der Konkurrenz und der Sicherung kapitalistischen Profits untergeordnet, sondern dem Prinzip planmäßiger Leitung und systematischer Hebung des materiellen und kulturellen Niveaus der Werktätigen;
4. das Volkseinkommen wird nicht im Interesse der Bereicherung der Ausbeuterklassen und ihres zahlreichen parasitären Anhangs verteilt, sondern im Interesse systematischer Hebung der materiellen Lage der Arbeiter und Bauern und der Erweiterung der sozialistischen Produktion in Stadt und Land;
5. die systematische Verbesserung der materiellen Lage der Werktätigen und die ununterbrochene Steigerung ihrer Bedürfnisse (der Kaufkraft), die die ständig wachsende Quelle der Produktionserweiterung sind, sind für die Werktätigen eine Garantie gegen Überproduktionskrisen, gegen eine Zunahme der Arbeitslosigkeit und des Elends;
6. die Arbeiterklasse und die werktätige Bauernschaft sind Herren des Landes, sie arbeiten nicht für die Kapitalisten, sondern für ihr eigenes werktätiges Volk.

Was ist kapitalistisches Wirtschaftssystem?

Kapitalistisches Wirtschaftssystem bedeutet:
1. Die Macht im Lande gehört den Kapitalisten;
2. die Produktionsinstrumente und -mittel sind in den Händen der Ausbeuter konzentriert;
3. die Produktion ist nicht dem Prinzip der Verbesserung der materiellen Lage der werktätigen Massen, sondern dem Prinzip der Sicherung eines hohen kapitalistischen Profits untergeordnet;
4. das Volkseinkommen wird nicht im Interesse einer Verbesserung der materiellen Lage der Werktätigen verteilt, sondern im Interesse der Sicherung maximaler Profite der Ausbeuter;
5. die kapitalistische Rationalisierung und das rasche Wachstum der Produktion, die das Ziel verfolgen, den Kapitalisten hohe Profite zu sichern, stoßen auf die Schranke der Verelendung und der materiellen Schlechterstellung der werktätigen Millionenmassen, die nicht immer die Möglichkeit haben, ihre Bedürfnisse auch nur im Rahmen des äußersten Minimums zu befriedigen, was unvermeidlich den Boden vorbereitet für Überproduktionskrisen, für das Wachstum der Arbeitslosigkeit und des Massenelends;
6. die Arbeiterklasse und die werktätigen Bauern sind Ausgebeutete, die nicht für sich selbst, sondern für eine fremde Klasse, für die Klasse der Ausbeuter arbeiten.

Das sind die Vorzüge des sowjetischen Wirtschaftssystems gegenüber dem kapitalistischen Wirtschaftssystem. Das sind die Vorzüge der sozialistischen Wirtschaftsorganisation gegenüber der kapitalistischen Organisation.

Das ist die Ursache dafür, daß es bei uns, in der UdSSR, einen wachsenden Wirtschaftsaufstieg und bei ihnen, den Kapitalisten, eine wachsende Wirtschaftskrise gibt. Das ist die Ursache dafür, daß bei uns, in der UdSSR, das Wachstum des Verbrauchs (der Kaufkraft) der Massen dauernd das Wachstum der Produktion überholt und damit die Produktion vorwärtstreibt, während umgekehrt bei ihnen, den Kapitalisten, das Wachstum des Verbrauchs der Massen (der Kaufkraft) nie Schritt hält mit dem Wachstum der Produktion, sondern ständig hinter ihm zurückbleibt und die Produktion immer wieder zu Krisen verdammt. Das ist die Ursache dafür, daß es bei ihnen, den Kapitalisten, als durchaus normal gilt, wenn während der Krisen der „Überfluߓ an Industriewaren vernichtet und der „Überschuߓ an landwirtschaftlichen Produkten verbrannt wird, damit die hohen Preise gehalten und hohe Profite gesichert werden können, während man bei uns, in der UdSSR, die solcher Verbrechen Schuldigen ins Irrenhaus stecken würde. (Beifall.)

Das ist die Ursache dafür, daß dort, bei den Kapitalisten, die Arbeiter streiken und demonstrieren und den revolutionären Kampf gegen die bestehende kapitalistische Macht organisieren, während wir bei uns, in der UdSSR, ein Bild des großen Arbeitswettbewerbs von Millionen Arbeitern und Bauern vor uns haben, die bereit sind, für den Schutz der Sowjetmacht ihr Leben einzusetzen. Das ist die Ursache für die Stabilität und Festigkeit der inneren Lage der UdSSR, für die Labilität und die Brüchigkeit der inneren Situation in den kapitalistischen Ländern.

Man muß schon sagen, daß ein Wirtschaftssystem, das nicht weiß, was es mit dem „Überschuߓ seiner Produktion anfangen soll, und gezwungen ist, ihn zu verbrennen, während unter den Massen Not und Arbeitslosigkeit, Hunger und Ruin herrschen – daß ein solches Wirtschaftssystem über sich selbst das Todesurteil fällt.

Quelle:
J.W. Stalin: Politischer Bericht an den XVI. Parteitag, in: J. Stalin, Werke, 1954, Bd.12, Dietz Verlag Berlin (DDR), S.278-283.

Siehe auch:
Was ist sozialistische Planwirtschaft?
Sowjetischer Rubel anstatt Dollar???
Der Bruch in der kommunistischen Bewegung

Man muß nicht alle Hunde auf Stalin hetzen!

Dr. Juri ShukowDer Historiker Dr. Juri Nikolajewitsch Shukow

Noch sind die Geschichtsfälschungen und Verleumdungen über die Rolle Stalins in der Geschichte der Sowjetunion nicht weniger geworden, schon ist ein erneuter Streit ausgebrochen. Der italienische Philosoph D.Losurdo schrieb ein Buch über Stalin, und die Reaktion eines trotzkistischen Professors erfolgte prompt. Letzterer erklärte die Auseinandersetzungen mit der Konterrevolution in den Jahren vor dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion kurzerhand für „antistalinsche Kämpfe“, für die „Fiktion“ eines Bürgerkrieges, den Stalin zum Anlaß genommen habe, um massenweise „die alten Bolschiki“ zu ermorden. Das ist natürlich Humbug und eine üble Verleumdung. Der bekannte russische Gelehrte Juri Shukow widerspricht im folgenden den am meisten verbreiteten Mythen über Stalin als „den Führer der Völker“.

Persönliches über Jurij Nikolajewitsch Shukow

Er wurde 1938 in der Moskauer Vorstadt Krasnogorsk geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Staatlichen Universität Moskau und am Historischen Archivinstitut. Er arbeitete im Staatlichen historischen Museum, in der Presseagentur „Nowosti“ und am Institut für Geschichte der UdSSR. Er ist Autor vieler Monographien und Bücher über die Geschichte des Landes und ihre politischen Führer, einschließlich „Der andere Stalin“, „Stalin: die Geheimnisse der Macht“, „Stalin: Operation Ermitage“. Heute ist er ein führender wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutes für Russische Geschichte an der Russischen Akademie der Wissenschaften. Er ist Doktor der historischen Wissenschaften.

Juri Shukow
MAN MUSS NICHT ALLE HUNDE AUF STALIN HETZEN

Komsomolskaja Prawda, 22.12.2006

Wer zeichnet nur schwarz?

Frage: Jurij Nikolajewitsch, Sie beschäftigten sich seit zehn Jahren mit dem Studium des Lebens Stalins. In ihren Büchern widersprechen Sie oft den Schlußfolgerungen von Historikern und Schriftstellern, die Stalin ausnahmslos in schwarzen Farben darstellen. Wie erklären Sie sich das?

Shukow: Wer ein ehrlicher Forscher ist, der wird niemals in den Chor der ideologischen Gerechten des Regimes einstimmen. Ich gehe davon aus, daß in Jahren von 1991-93 die Beamtenschaft und die Bürokratie einen konterrevolutionären Umschwung vollzogen haben. Sie strebten nach absoluter Macht und leben jetzt genauso, wie auch die reichsten Menschen der Welt. Und das ganze Land versinkt im Elend. Was können sie dem Volk noch sagen? Daß das Leben ungerecht ist, und daß man es verändern muß? Nein! Sie sagen: Wenn es Euch nicht gefällt, dann könnt Ihr ja zu sowjetischen Verhältnissen zurückkehren. Dort gab es die ganze Zeit GULags. Und Stalin wird zur Personifikation der GULags gemacht. Aber kaum waren sie im Besitz der Wahrheit, so zeigte sich, daß nicht nur Stalin und nicht seine Gruppe, zu der auch Molotow, Wyschinski, Litwinow, Chrustschow, Postyschew, Ejche gehörten, die Initiatoren der Massenrepressalien waren, sondern auch jene Leute, die angeblich zu Opfern des Stalinschen Regimes erklärt wurden, und die für anderthalb Millionen Opfer der Repressalien tatsächlich verantwortlich sind.

Das ist „lahme“ Arithmetik

Frage: Sie behaupten, daß es nur anderthalb Millionen Opfer gab? Doch viele Fachleute, die sich mit diesem Problem beschäftigt haben, sagen uns, daß es Dutzende Millionen Opfer von Repressionen gab!

Shukow: Ich behaupte das nicht, sondern ich beziehe mich auf Angaben des Historikers Dr. Semskow, eines Mitarbeiters unseres Institutes. Er überprüfte und kontrollierte Hunderte Male die Dokumente, die anschließend von Kollegen aus anderen Ländern analysiert wurden. Und es gibt niemanden, der Ansprüche gegen die Angaben Semskows erhoben hätte. Was haben sich da einige dieser Spezialisten ausgedacht? Jeder, der bei Stalin eingesessen hat, wird zum Opfer politischer Repressalien gemacht. Dabei ist unwichtig, ob er eine deutschen Uniform trug, ob er Polizist war, ob er Dörfer angezündet hat (nicht einmal Chatyn* bildet da eine Ausnahme), oder ob er sowjetische Menschen erschoß. Er ist ein Opfer des Stalinregimes. Kriminelle, Banditen, Gewalttäter, Diebe, Diebe am Staatseigentum, ob sie nun ins Gefängnis kamen oder tatsächlich für Straftaten erschossen wurden, sind Opfer des Stalinregimes. Alle Hunde werden auf Stalin gehetzt. Wie es seinerzeit auch Chrustschow tat.

Frage: Warum?

Shukow: Chrustschow diskreditierte Stalin aus persönlichen Interessen, um seine unheimliche Teilnahme an den Massenrepressalien zu verbergen. Er hat sich als der Zweitblutdurstigste im Land erwiesen.

Frage: Und wer war der erste? Stalin?

Shukow: Nein – Robert Ejche, der Erste Sekretär des Nowosibirsker Gebietskomitees der Partei. Er war ein sehr grausamer Mensch. Kaum wurde etwas nicht erfüllt, befahl er zu erschießen!

Frage: Und warum war Chrustschow der zweite?

Shukow: Nachdem er Erster Sekretär des Moskauer Gebietskomitees der Partei geworden war, bat er darum, das Recht zu erhalten, 8½ Tausend zu erschießen, und 32.800 ins Lager zu deportieren.

Frage: Ist das dokumentarisch belegt?

Shukow: Und ob! Ich habe die Angaben aus den Dokumenten des Parteiarchivs entnommen, die datiert sind aus dem Jahre 1937. Ejche bat darum, 10.800 Menschen zu erschießen, und niemanden ins Lager zu schicken.

Frage: Und wen baten sie, Stalin?

Shukow: Nein, das Politbüro. Übrigens, als Chrustschow 1938 in die Ukraine geschickt wurde, bat er in Moskau, dort noch 20 Tausend Menschen zu erschießen! Und die Rede von angeblich 20 Millionen aus politischen Motiven Erschossenen ist eine zynische Lüge, die seinerzeit Alexander Jakowlew, Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU, eingeworfen hat. Diese heuchlerische Vermutung wird bis jetzt verwendet, um Schwindeleien über Stalin zu verbreiten und die Wahrheit zu verschweigen.

Ein Revisionist des Leninismus?

Frage: Und welche Wahrheit wird verschwiegen?

Shukow: Zum Beispiel die, daß Stalin noch Mitte der 30er Jahre – früher als andere – begriffen hatte, daß es eine Weltrevolution in überschaubarer Zukunft nicht geben wird. Er wich von diesem „heiligen“ Leninschen Postulat ab und entschied sich, das Volk vor allem darauf zu orientieren, das rückschrittliche Agrarland auf ein zivilisiertes Niveau zu heben. Von hier aus ging auch sein erfolgreicher Versuch, 1936 eine neue Verfassung zu schaffen. Vor einigen Tagen war das 70.Jubiläum dieser ersten demokratischen Verfassung. Stalin hat auch die utopische Präambel über die Weltrevolution aus seiner Verfassung entfernt! Aber das Auffallendste daran war jedoch, daß man in der Verfassung des Jahres 1936 eine Erwähnung der Kommunistischen Partei der Bolschewiki der Sowjetunion erst unter Artikel 126 finden kann! Und da wird sie als der Kern aller gesellschaftlichen Organisationen – und nicht mehr – erwähnt.

Frage: Legte Stalin damit Hand an das Heiligste aller Heiligen?

Shukow: Ganz richtig. Vom Standpunkt rechtgläubiger Kommunisten aus war er der Verräter der Sache Lenins und des Oktobers, also ein beliebiger Revisionist.

Die leise Wendung

Frage: Nach Ihren Worten zu urteilen, verfügte Stalin in jener Situation nicht über die ganze Machtfülle, sondern hielt sich sowohl an Veranlassungen von Prof. Preobrashenski (bekannter Ökonom und nächster Mitstreiter Trotzkis – Red.) als auch an die Kollegen der Partei. Das alles sieht irgendwie zweifelhaft aus…

Shukow: Das ist hier ein wichtiges Moment. Stalin wurde erst im Dezember des Jahres 1930 Staatsmann. Er wurde zu jenem Stalin, wie wir ihn heute kennen. Es geht darum, daß Stalin bis zum Dezember 1930 nur Generalsekretär der Partei war. Er beschäftigte sich nur mit reinen Parteifragen – organisatorisch und strukturell. Und diese Dinge reichten aus.

Frage: Und was geschah im Dezember 1930?

Shukow: Man kann sagen, es kam zu einer leisen staatlichen Wendung. Alle „Rechten“ und „Linken“ wurden aus der Macht entfernt. Ich denke nicht, daß es ohne Teilnahme Stalins geschah. Er bekam das erste staatliche Amt und wurde Mitglied der Verteidigungskommission des Staatsrates und hatte die Bestellungen für den Verteidigungshaushalt und die Ausführung dieser Bestellungen zu koordinieren.

Frage: Viele Historiker, und das ist nicht unbegründet, beschuldigen sowohl Stalin, als auch die Verteidigungskommission, daß sie nicht imstande waren, das Land ausreichend auf einen künftigen Krieg vorzubereiten.

Shukow: Ja, es gab Fehler. Und auch Stalin war daran schuld. Ich verneine das nicht. Aber man muß auch etwas anderes sehen: Stalin hat viel dafür getan, daß der Krieg für die UdSSR nicht unerwartet kam. Und dem großen Druck Stalins und seiner Anhänger ist es zu verdanken, daß man zum Ende des zweiten Fünfjahrplans begann, die Grundlagen für eine Verteidigungs-industrie zu schaffen, um vor dem Krieg alles das zu erzeugen, was uns im Endeffekt den Sieg erst ermöglichte.

Die Verschwörung

Frage: Aber Stalin hatte doch nicht nur Anhänger, sondern auch Gegner bei seiner Linie bei der Vorbereitung des Landes auf den Krieg. In einigen Dokumenten scheuten sie sich nicht, ihn einen „Rückzügler“ zu nennen.

Shukow: Ja. Gerade die Dokumente bieten uns die Möglichkeit, zu verstehen, was in Wirklichkeit geschah, und nicht nur Vermutungen zu anzustellen. Im Jahre 1934 wurde von der Zeitschrift «Bolschewik» (theoretisches Hauptorgan der Partei) ein Artikel Sinowjews (einer der Führer der kommunistischen Partei – Red.) veröffentlicht, der dem 20. Jahrestag des Anfangs des I. Weltkriegs gewidmet ist. Darin behauptete er: „Wir brauchen unsere Industrie nicht auf irgendeinen Krieg vorzubereiten. In Österreich wird es eine Revolution geben. Sie schlägt auf Deutschland und Frankreich über. Und das ganze Problem des Nazismus und des Krieges wird verschwinden.“ Stalin lehnte eine solche Fragestellung kategorisch ab. Er kritisierte ihre Anhänger. Und bald darauf begannen die Gegner Stalins, eine Verschwörung gegen ihn vorzubereiten.

Frage: Sind die Stalinschen Repressalien, die sich zu jener Zeit entfalteten, eine Reaktion gegen die Verschwörer oder nur das Streben des „Führers der Völker“ seine politischen Gegner zu entmachten? Es behaupten doch viele Historiker, daß Stalin kurz vor dem Krieg die Generalität total abgemäht hat.

Shukow: Das ist eine Unwahrheit. Es gibt Dokumente, in denen alle Militärs, gegen die Repressionen angewendet wurden, namentlich aufgezählt sind. Mehr als die Hälfte davon sind entweder Intendanten, Juristen oder Kommissare, das heißt solche, die zur höchsten Führung der Armee keine Beziehungen haben. Sie wurden aus der Masse des Volkes auch deshalb entfernt, weil die erste Welle der Verhaftungen mit der Verschwörung gegen Stalin verbunden war. Sie wurden vor allem deshalb beseitigt, weil sie an der Kremlverschwörung teilnahmen. Aber das Gerüst des Kommandos der Streitkräfte blieb erhalten.

Frage: Und nichtsdestoweniger schließt das die Hauptsache nicht aus: es gab Repressalien.

Shukow: Das verneine ich nicht. Der größte Fehler Stalins, der als Verbrechen bezeichnet wird, besteht darin, daß er im Jahre 1937, auf dem Juli-Plenum, dem Druck der Ersten Sekretäre nachgegeben hat und ihnen erlaubt hat, die Massenrepressalien zu beginnen.

Wer flüsterte ihm das ins Ohr?

Frage: Ich höre Sie da, und bei mir entsteht der Eindruck, daß Stalin so etwas wie der Handschuh auf der Hand der Initiatoren der Repressalien und der Erschießungen war. Und doch fällte er viele Entscheidungen selbst.

Shukow: Die Sache besteht darin, daß Stalin niemals selbst die wichtigsten Beschlüsse übernahm, die man gerne als ein Verbrechen darstellt. Er konsultierte sich mit Gleichgesinnten. Also, wer wird verneinen, daß Stalin nach dem Krieg dem Druck der Leute aus dem Parteiapparat nachgegeben hat, und den Hexentanz mit der Konfrontation, „den kalten Krieg“, veranstaltet hat. Die Städte, die Dörfer, die Betriebe und die Fabriken mußten wiederhergestellt werden. Und man hat ihn zum Rüstungswettlauf gedrängt.

Frage: Sie versuchen wieder zu beweisen, daß Stalin in seinen Beschlüssen nicht frei war und keinen Schritt ohne Ratgeber machte?

Shukow: Es war alles viel komplizierter. Stalin war ein gewöhnlicher Mensch, obwohl er über riesige Macht verfügte. Auf ihm lastete ständig der Druck einer riesenhaften Verantwortung für den Beschluß von Tausenden Fragen. Und doch wurde ihm nicht nur die Wahrheit berichtet, sondern nicht selten auch Lüge. Wie konnte man hier ohne Ratgeber auskommen? Es ist leicht, jetzt darüber hinweggehend von seinen Fehlern zu sprechen…

Frage: Viele Buchautoren und der Forscher behaupten, daß Stalin das Datum des Kriegsbeginns wußte, aber auf die Information der Nachrichtendienste nicht reagierte.

Shukow: Vor mir liegt das Buch Engländers Warren Campbell „Der Kriegsbeginn“. Der Autor schreibt auf Seite 296, wie Churchill alles Mögliche unternahm, damit die Deutschen das Bombardement Großbritanniens einstellen, um die Deutschen nach Osten zu lenken. Er wies seinen Nachrichtendienst an, einen falschen Brief mit seinem Namen der Nazi-Führung zu übergeben. Darüber, daß er zu separaten Verhandlungen bereit sei, jedoch unter einer Bedingung: die Deutschen sollen den Krieg gegen die UdSSR beginnen. Und die Deutschen haben diesem Gang Churchills nachgegeben und haben eben diesen Krieg gegen uns begonnen. Da haben hier unsere Spione Nichtprofessionalismus und aufrichtige Feigheit gezeigt. Statt die Information zu prüfen, brachten sie den Bericht der Agenten in „reiner Art“ auf den Tisch Stalins. Schweig und entscheide selbst. Und Stalin rätselte: wird es Krieg geben oder nicht? In diesem Jahr oder im folgenden?

Frage: Aber Sorge hat doch aus Japan fast den genauen Termin des Kriegsbeginns mitgeteilt?

Shukow: Alle scheinen zu vergessen, daß Sorge ein Doppelagent war und daß er auch für den deutschen Nachrichtendienst arbeitete. Deshalb vertraute Stalin ihm nicht.

Ein „Verräter“ der UdSSR?

Frage: Eine der bekanntesten Zeitschriften veröffentlichte einen Artikel, daß Stalin am Anfang des Krieges Stalin vermutlich darüber nachdachte, wie er Hitler die Hälfte des Landes zurückgeben und einen separaten Frieden unterschreiben könne.

Shukow: Ich würde allen diesen Fälschern unserer Geschichte empfehlen, ein Dokument darüber vorzulegen. Es gibt keine Dokumente.

Frage: Einige russische und ausländische Historiker und Schriftsteller behaupten, daß Stalin die Idee eines Präventivschlages gegen Hitler gehabt hätte…

Shukow: Zum Ende des Jahres 1941 haben wir 600 T-34 Panzer hergestellt. Nur 600! Also, wie hätte Stalin bei solch einer Lage an einen Angriff auf Deutschland denken können?

Victor BARANJEZ

Quelle: Komsomolskaja Prawda,
(Übersetzung: Karin Schwalbe)
* Chatyn (nicht Katyn!), ein kleines belorussisches Dorf, das von den Faschisten völlig niedergebrannt wurde, und die Einwohner wurden ermordet.

Nachbemerkung:
Der Beitrag dieses Historikers setzt natürlich Geschichtskenntnisse voraus. Man muß allerdings auch feststellen, daß einige der Behauptungen Juri Shukows hier nicht ganz den Tatsachen entsprechen. Wenn z.B. von „Massenrepressalien“ die Rede ist, wird Stalin kurzerhand mit Ejche, Chrustschow und Postyschew in eine Reihe gestellt, obwohl letztere zu Stalins Lebzeiten weder dem Politbüro angehörten, noch zu seinem engeren Kreis zu zählen sind. Stalin wurde auch nicht erst im Dezember des Jahres 1930 „Staatsmann“, sondern er hatte lange zuvor schon wichtige, führende Funktionen in der Partei Lenins inne. Beispielsweise wurde am 16. Oktober 1917 in der erweiterten Sitzung des ZK der Partei ein Parteizentrum mit J.W. Stalin an der Spitze zur Leitung des Aufstandes gewählt. Auch handelte Stalin mit der Verfassung von 1936 nicht wie ein „beliebiger Revisionist“, wie Shukow behauptet, sondern die Partei trug damit den neuen, veränderten Bedingungen des gewaltigen Sieges des Sozialismus in der UdSSR, als erstem Land in der Welt, Rechnung. Er unterstrich die führende Rolle der marxistisch-leninistischen Partei beim Aufbau des Sozialismus und hob die wachsende Bedeutung des sozialistischen Staates hervor. Und was die „riesige Macht“ betrifft, über die Stalin verfügt haben soll (übrigens eine Formulierung aus dem angeblichen „Testament“ Lenins), so muß man sagen, daß keine einzige prinzipielle Entscheidung in der Partei ohne das Politbüro getroffen werden konnte. Kurzum: zu dem hier Gesagten wären nicht wenige Erklärungen und Richtigstellungen nötig. Wir haben uns aber trotzdem entschlossen, diesen Beitrag zu bringen, weil J.Shukow hier den Versuch unternimmt, der historischen Wahrheit Genüge zu tun.

Siehe auch:
L.Pribytkowa: Und Stalin
…und immer wieder über Stalin
Stalin ist der Prüfstein eines Marxisten
E.Hobsbawm: 2 x 10 Tage, die die Welt erschütterten
Die Lüge von den Stalinschen Massenmorden

A.G.Grigorenko über Lenin’s Schrift „Was tun?“

GrigorenkoIm Jahre 1951 veröffentlichte die Sozialistische Einheitspartei (SED) einen interessanten Vortrag, den Genosse A.G.Grigorenko im Kulturplast des Moskauer Stalin-Autowerkes gehalten hatte. Darin befaßt er sich ausführlich mit der Bedeutung von Lenin’s Schrift „Was tun?“ für die Gegenwart. Der vorliegende Text wurde dem Stenogramm des öffentlichen Vortrages entnommen:

In dem großen ideologischen Erbe, das Wladimir Iljitsch Lenin hinterlassen hat, nimmt die Arbeit „Was tun?“ [1] einen hervorragenden Platz ein. Dieses Werk hat die Aufgaben und das Aktionsprogramm des Proletariats und seiner politischen Partei für eine ganze historische Epoche mit dem klaren Licht des wissenschaftlichen Sozialismus erleuchtet. Die in diesem Buch entwickelten theoretischen Leitsätze wurden zur Grundlage der Ideologie der bolschewistischen Partei. „Man kann mit Sicherheit sagen, daß noch niemals in der Geschichte auch nur eine einzige politische Gruppe so gründlich darauf vorbereitet war, sich als Partei zu formieren, wie die bolschewistische Gruppe.“ [2]

Unversöhnlich gegenüber Kapitulanten und Paktierern

Bei dieser Vorbereitungsarbeit hat das Werk „Was tun?“ neben solchen Werken von Lenin wie „Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück“, „Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution“ und „Materialismus und Empiriokritizismus“ eine grundsätzliche und entscheidende Rolle gespielt. Dieses nach den Worten des Genossen Stalin „berühmte Buch“ war die ideologische Vorbereitung der Partei neuen Typus – der Partei, die frei vom Opportunismus, unversöhnlich gegenüber den Paktierern und Kapitulanten, revolutionär gegenüber der Bourgeoisie und ihrer Staatsmacht ist, der Partei, die fähig ist, die Arbeiterklasse in der sozialistischen Revolution, im Kampf um die Erringung der Diktatur des Proletariats und um die revolutionäre Umgestaltung des bürgerlich-feudalen Rußlands in ein sozialistisches Rußland zu führen. In der bekannten Arbeit „Kurze Darlegung der Meinungsverschiedenheiten in der Partei“ [3], die zu den Hervorragenden Werken des bolschewistischen Gedankenguts gehört, tritt Genosse Stalin entschieden für die genialen Ideen Lenins ein, die in dem Werk „Was tun?“ dargelegt sind, und entwickelt sie weiter. Das Buch Lenins erschien im März 1902, in einer Periode, als sich das Zentrum der internationalen revolutionären Bewegung, wie Lenin vorausgesagt hatte, immer offensichtlicher aus Westeuropa nach Rußland verlagerte. ( … )

Mit Stalin gegen die Wirrköpfe und Spalter der Partei

Viele Anzeichen verkündeten schon damals den Anbruch einer neuen Periode, die zur „Festigung des kämpferischen Marxismus“ führen mußte. Im Kampf für die Liquidierung der dritten Periode und den schnelleren Anbruch einer neuen Periode spielte das klassische Werk Lenins „Was tun?“ eine gewaltige Rolle. Lenin kämpfte mit aller Leidenschaftlichkeit für die Schaffung einer politischen Kampfpartei, die fähig war, der Arbeiterklasse die Rolle des Führers, des Hegemons, in der herannahenden Revolution zu sichern und sie zum Sturz des Zaren, der Gutsbesitzer und der Kapitalisten zu führen. Gleichzeitig mit Lenin kämpfte Genosse Stalin in Transkaukasien für eine solche Partei. Die Schaffung der marxistischen Partei stieß auf gewaltige Schwierigkeiten. Die Partei mußte unter dem Feuer der grausamen Repressalien der Selbstherrschaft errichtet werden. In den Reihen der Partei selbst herrschten ideologischer Wirrwarr und organisatorische Zersplitterung*. Die Partei bestand aus zahlreichen, wenig miteinander verbundenen Zirkeln und Gruppen, die sich nur mit ihrer örtlichen praktischen Kleinarbeit beschäftigten. Um eine einheitliche zentralisierte Partei zu scharfen, mußte diese Rückständigkeit überwunden und die organisatorische und ideologische Einheit in den Reihen der Sozialdemokraten hergestellt werden. Dem standen jedoch die „legalen Marxisten“ und „Ökonomisten“ hindernd im Wege.

a) Die „legalen Marxisten“, diese zeitweiligen Mitläufer der Sozialdemokratie aus den Reihen der bürgerlichen Intelligenz, drapierten sich, als der Marxismus eine so gewaltige Verbreitung in Rußland fand, mit marxistischen Gewändern, um den Kampf gegen die Volkstümlerrichtung und das Banner des Marxismus zur Unterwerfung der Arbeiterbewegung unter die Interessen der Bourgeoisie auszunutzen. In Artikeln, die sie in den legalen Zeitungen und Zeitschriften drucken ließen (daher auch ihre Bezeichnung „legale Marxisten“), entstellten sie mit allen Mitteln den Marxismus und warfen das Wichtigste, die Lehre von der sozialistischen Revolution und der Diktatur des Proletariats, über Bord. Sie waren bestrebt, den Marxismus in eine für die Bourgeoisie gefahrlose Lehre zu verwandeln.

b) Die „Ökonomisten“, die ideologisch eng mit den „legalen Marxisten“ verbunden waren, behaupteten, die Hauptsache für die Arbeiterklasse sei nicht der allgemein politische Kampf gegen die zaristische Selbstherrschaft, sondern die Organisierung des wirtschaftlichen Kampfes gegen die Unternehmer und die zaristische Regierung. Den politischen Kampf hielten die „Ökonomisten“ für eine Angelegenheit der Bourgeoisie. Sie traten gegen die Schaffung einer selbständigen politischen Partei des Proletariats als der führenden Kraft der Arbeiterklasse auf. Das Hineintragen des sozialistischen Bewußtseins in die Arbeiterklasse, behaupteten die „Ökonomisten“, hemme nur die spontan wachsende Arbeiterbewegung.

Was sind die „brennende Fragen“ der kommunistischen Bewegung?

Um eine marxistische Partei zu schaffen, mußten vor allen Dingen die „Ökonomisten“, dieses Hauptnest des Opportunismus, ideologisch zerschlagen werden. Deswegen vertrat Lenin die Ansicht, daß zuerst, vor Einberufung des II. Parteitags, die Frage der Ziele und Aufgaben der Partei gelöst werden müsse, daß man sich erst von den „Ökonomisten“ ideologisch abgrenzen müsse. „Bevor man sich vereinigt und um sich zu vereinigen“, schrieb Lenin schon im Herbst des Jahres 1900, „muß man sich zuerst entschieden und bestimmt voneinander abgrenzen.“ [4] Ein besonderer Platz im Kampf für die Vorbereitung der marxistischen Partei in Rußland gebührt dem Buch „Was tun?“. Den Titel dieses Buches versah Lenin mit dem Untertitel „Brennende Fragen unserer Bewegung“. Und wirklich, dieses Buch beantwortete alle wesentlichen Fragen, die damals vor der revolutionären Sozialdemokratie standen.

Lenin entlarvt die Abweichungen vom Marxismus

Im ersten Kapitel „Dogmatismus und ‚Freiheit der Kritik’“ entlarvt Lenin die von den Opportunisten proklamierte Losung der „Freiheit der Kritik“ und zeigt, daß mit dieser Losung die westeuropäischen Revisionisten und ihre russischen Gesinnungsgenossen, die „Ökonomisten“, ihre bürgerliche Kritik an allen Grundsätzen des Marxismus zu verschleiern suchen.

(1) Lenin tritt für die marxistische Lehre ein, entwickelt sie weiter und zeigt in genialer Weise die Bedeutung der fortschrittlichen revolutionären Theorie für den Kampf der Arbeiterklasse um den Sozialismus auf. Im zweiten Kapitel „Spontaneität der Massen und Bewußtheit der Sozialdemokratie“ wird die Anbetung der Spontaneität durch die „Ökonomisten“ aufgedeckt und die
(2) Notwendigkeit des Hineintragens des sozialistischen Bewußtseins in die spontane Arbeiterbewegung meisterhaft begründet. Im dritten Kapitel „Tradeuniomstische und sozialdemokratische Politik“ entlarvt Lenin die opportunistische Politik der „Ökonomisten“ und arbeitet
(3) die politischen Aufgaben der proletarischen Partei in Rußland heraus. Das vierte und fünfte Kapitel, „Die Handwerklerei der Ökonomisten und die Organisation der Revolutionäre“ und „Plan einer gesamtrussischen politischen Zeitung“, stellen
(4) die organisatorischen Aufgaben der marxistischen Partei in Rußland und entwerfen den Plan des Aufbaus dieser Partei.

Man muß Lenin studieren – auch heute noch!

Dieses große Werk Lenins ist ein Musterbeispiel des schöpferischen Marxismus, der Einheit von revolutionärer Theorie und revolutionärer Praxis, der Leninschen Unversöhnlichkeit gegenüber dem Opportunismus, gegenüber allen Feinden der Arbeiterbewegung. In diesem Buch gab Lenin eine erschöpfende Antwort auf die brennenden Fragen der sozialdemokratischen Bewegung, bestimmte er den Typus, die Aufgaben und Perspektiven der Entwicklung der politischen Partei des Proletariats. In diesem Buch legte Lenin die ideologischen Quellen des Opportunismus bloß und zeigte die führende Rolle der revolutionären Theorie für den Klassenkampf des Proletariats auf. In ihm begründete er allseitig das Wesen der marxistischen Partei, die die Vereinigung der Arbeiterbewegung mit dem Sozialismus verkörpert, und arbeitete er genial die ideologischen Grundlagen der politischen Partei des Proletariats heraus. ( … )
Zitat1
Hinweis auf den revisionistischen Kurs der kriminellen Tito-Clique…(S.18)

„Man sagt“, schrieb Genosse Stalin, als er die Leninschen Ideen entwickelte, „daß die Arbeiterklasse in einigen Ländern selbst eine sozialistische Ideologie (den wissenschaftlichen Sozialismus) herausgearbeitet habe und sie auch in den übrigen Ländern herausarbeiten werde, weshalb es ganz überflüssig sei, sozialistisches Bewußtsein in die Arbeiterbewegung von außen hineinzutragen. Das ist jedoch ein schwerer Irrtum. Um den wissenschaftlichen Sozialismus herauszuarbeiten, muß man an der Spitze der Wissenschaft stehen, muß man mit wissenschaftlichen Kenntnissen gewappnet sein und es verstehen, die Gesetze der historischen Entwicklung eingehend zu erforschen. Die Arbeiterklasse aber, solange sie Arbeiterklasse bleibt, ist außerstande, an die Spitze der Wissenschaft zu treten, sie vorwärtszubringen und die historischen Gesetze wissenschaftlich zu erforschen: sie hat hierfür weder Zeit noch Mittel.“ [5]

Vorsicht vor dem Gift der bürgerlichen Ideologie!

Das bedeutet natürlich nicht, daß die Arbeiter an der Herausarbeitung des sozialistischen Bewußtseins nicht teilnehmen. Aber sie nehmen daran nicht als Arbeiter teil, sondern als Theoretiker des Sozialismus, sie nehmen nur dann und soweit daran teil, sagte Lenin, als es ihnen gelingt, sich das Wissen ihrer Zeit anzueignen und dieses Wissen zu bereichern. Die Arbeiterklasse, sagte Lenin, fühlt sich spontan zum Sozialismus hingezogen, denn die sozialistische Theorie zeigt tiefgehend und richtig die Ursachen des Elends der Arbeiterklasse auf und weist den Weg zu ihrer Befreiung von der kapitalistischen Sklaverei. Deswegen erfassen die Arbeiter die Theorie so leicht. Aber „die am weitesten verbreitete (und in den mannigfaltigsten Formen ständig wiederauferstehende) bürgerliche Ideologie drängt sich“ – in der kapitalistischen Gesellschaft – „trotzdem spontan dem Arbeiter am meisten auf“ [6].

Und Lenin zieht die Schlußfolgerung, daß der Sozialismus nur dann zu einer scharfen Waffe werden kann, wenn er mit der Arbeiterbewegung vereinigt wird. Dieser Leninsche Grundsatz wurde von Genossen Stalin mit außerordentlicher Kraft vertreten und entwickelt.

„Was ist wissenschaftlicher Sozialismus ohne Arbeiterbewegung?“, schrieb Genosse Stalin. „Ein Kompaß, der, macht man von ihm keinen Gebrauch, nur verrosten kann, und dann müßte er über Bord geworfen werden. Was ist Arbeiterbewegung ohne Sozialismus? Ein Schiff ohne Kompaß, das auch so am anderen Ufer landen wird, das jedoch, wenn es einen Kompaß hat, das Ufer bedeutend schneller erreichen und weniger Gefahren ausgesetzt sein würde. Vereinigt beides, und ihr erhaltet ein prächtiges Schiff, das direkt nach dem anderen Ufer steuert und den Hafen unbeschädigt erreicht. Vereinigt die Arbeiterbewegung mit dem Sozialismus, und ihr erhaltet die sozialdemokratische Bewegung, die auf direktem Wege dem ,gelobten Land’ entgegenstreben wird.“ [7]

Deswegen, fährt Genosse Stalin fort, ist es die Pflicht der Sozialdemokratie, in die spontane Bewegung der Arbeiter das sozialistische Bewußtsein hineinzutragen und die fortgeschrittenen Kräfte des Proletariats zu einer zentralisierten Partei zu vereinigen, stets an der Spitze der Bewegung zu marschieren und unermüdlich alle zu bekämpfen, die der Verwirklichung dieser Aufgabe hindernd im Wege stehen.

Zitate:
[1] W.I.Lenin, „Was tun? – Brennende Fragen unserer Bewegung“, in Ausgewählte Werke in zwei Bänden, Bd.I, Moskau 1946, S.175-324; Einzelausgabe Dietz Verlag, Berlin 1946, 3. Auflage 1950.
[2] „Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki), Kurzer Lehrgang“, Dietz Verlag, Berlin 1950, S.177; Ausgabe von 1945 S. 170.
[3] J.W.Stalin, „Kurze Darlegung der Meinungsverschiedenheiten in der Partei“, in: Werke, Bd.l, Dietz Verlag, Berlin 1950, S.77-112; Einzelausgabe 1950.
[4] „Geschichte der KPdSU( B ), Kurzer Lehrgang“, S.42; Ausgabe von 1945 S.39.
[5] J.W.Stalin, „Kurze Darlegung…“, in Werke, Bd.l, S.86; Einzelausgabe S.12.
[6] W.I.Lenin, „Was tun?“, in Ausgewählte Werk“, Bd.I, S.209; Einzelausgabe S.75.
[7] J. Stalin, „Kurze Darlegung…“, in Werke, Bd.I, S.88/89; Einzelausgabe S.15.

Quelle:
A.G. Grigorenko, Über das Werk W.I. Lenins „Was tun?“, Dietz Verlag Berlin (DDR), 1951, S.5-28 (Zwischenüberschriften von mir, N.G.)

Hinweis:
(Wenn hier von „Sozialdemokratie“ die Rede ist, dann ist die Sozialdemokratische Partei Rußlands SDAPR ( B ) gemeint, die später in Kommunistische Partei umbemannt wurde.)

Siehe dazu auch:
Gerd Höhne „Revolution am Bankkonto“.
Die faschistische Tito-Clique
L.Pribytkowa …und wieder mal über Stalin

* An solchen intellektuellen Wirrköpfen und Spaltern fehlt es auch heute nicht. Sie ziehen wunderbare „Lehren aus Niederlagen“ oder meinen gar, man müsse Konten plündern, Tankstellen boykottieren, Petitionen schreiben oder gleich eine neue vereinigte kommunistische Partei gründen, um den Kapitalismus lahmzulegen. Das ist ein Irrtum!