Eine wissenschaftliche Weltanschauung…

Wozu braucht der Mensch unserer Zeit eine wissenschaftliche Weltanschauung?

Auf den heutigen Menschen stürmen tagtäglich zahlreiche – oft unverständliche und einander widersprechende – Eindrücke ein, die viele Fragen hervorrufen. Fragen, wie sie vor allem das politische Leben aufwirft, vermag der einzelne nicht immer richtig zu beantworten.
Doch gerade diese politischen Probleme sind es, die am stärksten in das Leben der heutigen Menschen eingreifen, die sie mehr als je zuvor bewegen und viele Grundfragen der Weltanschauung an sie herantragen. Doch lassen sich die politischen Ereignisse und Probleme letztlich nur von der Grundlage einer wissenschaftlichen Weltanschauung her verstehen. Dieses Verständnis der Politik ist jedoch gerade heute für jeden Menschen von lebenswichtiger Bedeutung.
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Der Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus umfaßt eine ganze Epoche, die mit dem Sieg der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution im Jahre 1917 eingeleitet wurde und mit dem Sieg des Sozialismus in der ganzen Welt enden wird. Diese große Bewegung zum Sozialismus hin zieht immer mehr Menschen in ihren Bann, sie dringt in ihr Bewußtsein ein und beeinflußt ihr Denken und Handeln. Fast 100 Jahre ist es her, seit die werktätigen Massen Rußlands in der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution unter der Führung ihrer marxistisch-leninistischen Partei die Macht der Kapitalisten und Großgrundbesitzer stürzten und ihre eigene Macht, den ersten sozialistischen Staat der Welt, errichteten.

Viele Menschen besitzen keine wissenschaftliche Weltanschauung. Ihre weltanschaulichen Auffassungen sind überwiegend aus den tagtäglichen Erfahrungen abgeleitet und durch Erziehung in Schule und Elternhaus geformt worden. Dabei entstehen oft ganz falsche Auffassungen und Denkweisen, die den Menschen desorientieren und ihm das richtige Handeln erschweren. So haben zum Beispiel viele Menschen aus bitteren Erfahrungen der Vergangenheit die Meinung gewonnen, daß der einfache Mann nichts zu sagen habe, daß „die da oben“ alles entscheiden und daß es komme, wie es kommen müsse. Wenn die Politiker in Deutschland die Aufrüstung und Kriegsvorbereitung beschlossen hätten, dann könne man nichts dagegen tun, dann müsse das Verhängnis seinen Lauf nehmen.
Eine solche Denkweise heißt in der philosophischen Fachsprache Fatalismus. Der Fatalismus behauptet, daß alles vom Schicksal vorherbestimmt sei, daß die Menschen allen Katastrophen der Natur und der Gesellschaft wehrlos ausgeliefert seien und sich in das „Unvermeidbare“, beispielsweise den imperialistischen Krieg und die kapitalistische Ausbeutung, fügen müßten. Indessen entspricht eine solche fatalistische Auffassung in keiner Weise den Tatsachen. Es gibt kein geheimnisvolles Schicksal, und es existiert auch keine schicksalhafte Unvermeidlichkeit des Krieges.
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Andere Menschen wieder suchen im Hinblick auf die Schwierigkeiten, die ihnen im persönlichen Leben, in ihrer Arbeit und in der Politik begegnen, Hilfe und Trost außerhalb der Welt, bei Gott. Sie machen Gott, der doch in Wirklichkeit nur ein Phantasieprodukt des menschlichen Denkens ist, für alles Geschehen, für Erfolge und Mißerfolge, verantwortlich und hoffen, Gott werde eines Tages alles zum Guten wenden. Diese Denkweise entspricht, philosophisch gesehen, einer bestimmten Form der Weltanschauung, die wir als Idealismus bezeichnen. Es ist die Weltanschauung, die den Menschen einredet, es gäbe ein übernatürliches, geistiges Wesen jenseits der materiellen Welt, welches diese Welt erst geschaffen habe, und alles Geschehen auf ihr regele.

Sowohl der Fatalismus als auch die Religion sind unwissenschaftliche Weltanschauungen. Sie stehen im Gegensatz zur Wissenschaft und auch zu den Lebensinteressen der Werktätigen. Deshalb können sie keine Grundlage für das Denken und Handeln der fortschrittlichen Menschen unserer Zeit sein. In der heutigen Zeit, da immer mehr Menschen aus der Passivität erwachen und aktiven Anteil am gesellschaftlichen Leben nehmen, wächst das Bedürfnis nach einer wissenschaftlichen Weltanschauung ganz erheblich. Immer größere Kreise aus der Arbeiterklasse, der Bauernschaft, der Intelligenz und den Mittelschichten wollen das Wesen dieser Umwälzungen tiefer verstehen und bewußter daran teilnehmen. Immer mehr erfassen bereits, wenn auch in unterschiedlichem Maße, daß es nur eine sinnvolle Orientierung gibt: den Sieg des Sozialismus!
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Der Sozialismus ist aber untrennbar mit der Wissenschaft und der wissenschaftlichen Weltanschauung verbunden. Deshalb braucht der Mensch unserer Zeit den dialektischen Materialismus.

Nach: Klaus/Kosing/Redlow – Der dialektische Materialismus, Berlin 1959

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