Bildung im russischen Kapitalismus

Russische Schule…eine zugemauerte russische Schule

Mit der Zerschlagung der forschungsintensiven Industrie und der Wissenschaft ist in Rußland eine Situation entstanden, bei der sich Bildung und hohe berufliche Qualifikationen als überflüssig erweisen. Auf dem Kongreß der Jugendbewegung „Naschi“ kritisierte der russische Minister A.Fursenko das sowjetische Bildungssystem, welches bekanntlich eine hohe Kreativität hervorbrachte, und er sprach darüber, daß heute Konsumenten notwendig sind, welche die wissenschaftlichen Errungenschaften und Technologien, die von anderen entwickelt werden, richtig anwenden können. In der Zeitschrift „Itogi“ schrieb der Minister, daß der Arbeiter am Fließband nicht nachdenken soll, sondern das tun, wozu man ihn angestellt hat. Mit anderen Worten, die Bewohner der Rohstoffkolonie Rußland sollen nur wissen, wie man die Absperrhähne der Pipelines öffnet und westliche Secondhandklamotten konsumieren.

…ein Krümelchen Bildung

Ganz den Forderungen der Zeit entsprechend, strebt die Mehrzahl der jungen Leute an den Hochschulen heute nicht mehr nach Wissen, sondern sucht die Freistellung vom Militärdienst und ein Krümelchen Bildung, aber dieses Krümelchen kann man kaufen — ganz gleich, doch Fachwissen bekommt man dort nicht.
Studenten
„Wir haben der Umsetzung eines epochalen nationalen Bildungsprojektes begonnen. Man muß die Schulen und Hochschulen mit innovativen Programmen unterstützen, talentiertenen Lehrern und begabten Schülern ein Forum bieten“, tönte Präsident Putin 2005. Und das sieht dann folgendermaßen aus:

Rußland und die anderen

Während in den entwickelten kapitalistischen Ländern die Kosten für Bildung ständig wachsen, und im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt z.B. in Skandinavien 7,6-8 % betragen, werden sie in Rußland gekürzt bis auf das Niveau der Türkei, wo sie gerade mal 3,5 % betragen. In den 70er Jahren nahm die Sowjetunion nach der Zahl der Studenten pro 10.000 Einwohner den zweiten Platz in der Welt ein. Heute sind es nur 179 Studenten. Während es in Kanada 299, in Österreich 227, in Belgien 224, in Finnland 220, in Spanien 187 und sogar in einigen lateinamerikanischen Ländern weitaus mehr Studenten gibt als in Rußland. Mit 900 Hochschulen und Universitäten hatte die Sowjetunion die höchste Anzahl an höheren Bildungseinrichtungen, davon blieben bis zum Jahre 2007 lediglich 650 übrig. Nach den Plänen des Ministers Fursenko, soll diese Zahl bis auf 200 verringert werden. Diese Periode der „Reformen“ in Rußland war gekennzeichnet durch eine Privatsierung von Hochschulen, durch die Ablösung der staatlich finanzierten Hochschulbildung durch ein gebührenpflichtiges Studium, was heute schon mehr als die Hälfte der Studenten betrifft. Und der Minister für Bildung und Wissenschaft bemüht sich um weitere Kürzung des Etats.
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Die einst so stolze Lomonossow-Universität — in Sowjetzeiten eine der besten Bildungseinrichtungen der Welt, heute nur noch Kulisse für illustre Showveranstaltungen…

Moskau: niedriges Niveau — hohe Studiengebühren

Wir wollen einmal versuchen, die derzeitige russische Hochschulbildung nach ihrem „Preis-Leistungs-Verhältnis“ zu bewerten. Nehmen wir die im internationalen Maßstab 200 erfolgreichsten und anspruchvollsten Hochschulen und Universitäten der Welt, so stehen die Moskauer und die St.Petersburger Staatlichen Universitäten an letzter Stelle. Vergleicht man hingegen die jährlichen Studiengebühren (z.B. in den Fachrichtungen Journalistik und Jura), so kostet das Studium an der
— Pariser Universität 250-1.000 Euro (12-50 Tausend Rubel);
— Münchner Technischen Universität etwa 1.200 Euro (55 Tausend Rubel);
— Staatlichen Universität Moskau etwa 4.200-5.300 (173-220 Tausend Rubel). Interessanterweise kostet das Studium an der Moskauer Staatlichen Technischen Hochschule „N.E.Baumann“, die Spezialisten für das Militär ausbildet, nur 1.400-2.000 Euro (58-82 Tausend Rubel).

Der Braindrain ist vorprogrammiert

Derzeit führt das Bildungsministerium eine Reform der Hochschulbildung nach westlichem Muster durch: die „zweistufige“ Ausbildung (4 Jahre zum Bachelor, weitere zwei Jahre zum Magister). Die Behauptung, daß der Ersatz des einst weltbesten sowjetischen Bildungssystems durch das westliche (Beitritt zum „Bologna-Prozeߓ) die gegenseitige Anerkennung russischer und europäischer Diplome ermögliche, hält keinerlei Kritik stand. Zum einen gehören die russischen Spezialisten ohnedies zu den gefragtesten in der Welt, und zum anderen ist die Erleichterung des braindrain nichts anderes als eine staatsfeindliche Position. Das neue System wird das Studienniveau weiter absenken, zur Schließung von Lehrstühlen führen, die den Absolventen eine abgeschlossene Hochschulbildung ermöglichen und wird die Entlassung ihrer Mitarbeiter mit sich bringen. Insbesondere auf den Lehrstühlen, wo die Forschung konzentriert war, arbeiteten die am höchsten qualifizierten Spezialisten. Das Resultat wird die völlige Liquidierung der Vorbereitung im Land der Spezialisten-Spezialisten für den realen Sektor der Wirtschaft.

Die Schule im kapitalistischen Rußland

Im Verlaufe der „Reformen“ hat auch die Schulbildung stark gelitten. An ländlichen Schulen blieben 2008 weit über 30 % der Lehrerplanstellen unbesetzt, auch ihre materielle Austattung ist völlig unzureichend. Nur wurde für einen die 2007 Zahl der Schulen um Tausend verringert, die Anzahl der Schüler im Laufe 2002–2007 ist mit 20 bis zu 15 Millionen gesunken. Im Schuljahr 2008–2009 wurden etwa 300 Schulen geschlossen, in den vergangenen zehn Jahren verringerte sich die Zahl der Schüler um 8 Millionen. Auch der Unterricht in russischer Sprache und der Literatur wurde an den Schulen stark reduziert. Das Epos «Krieg und Frieden» von Lew Tolstoj – in der deutschen Ausgabe ein Roman von über 1600 Seiten – lernen die Kinder beispielsweise in einer kleinen Broschüre kennen), die Russisch-Lehrer, wie auch die Lehrer der übrigen Fächer, verdienen wesentlich weniger als die Englisch-Lehrer. Das ist die koloniale Realität!
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Eine Dorfschule in Sibirien

Sogar Minister A.Fursenko mußte eingestehen, daß das Niveau der Schulbildung in erschreckendem Maße abgenommen hat: „Ein Viertel aller Schüler haben keine Ahnung von Mathematik und ebenso wenige kennen die russische Sprache“. Diese Erklärung klang wie eine Bilanz einer Abrißfirma gegenüber ihren Mietern — die Aufgabe der Vernichtung des russischen Bildungssystems wurde erfolgreich abgeschlossen.

Den Schulen wird hier eine Reform nach westlichem Muster aufgedrängt: die Einheitliche Staatliche Prüfung (ESP) ist ein System zur Blockierung des schöpferischen Denkens bei Kindern. Das System zwingt die Kinder zum Auswendiglernen, zwängt ihr Gehirn in das Regime des Voice Recorders — die aufgezeichnete Information wird exakt und ohne die geringste Analyse, nach der Methode: Was? Wo? Wann?

Die ersten Erfahrungen mit der Bildungsreform an den Schulen im Frühjahr 2009 haben erschütternde Ergebnisse zutage gebracht. Fast 30.000 Schulabgänger haben die Prüfungen nicht bestanden. Was wird mit dieser Armee junger Menschen, die diesem ungeheuerlichen Experiment zum Opfer fielen, und die nun ohne Abitur ins Leben gehen? Offensichtlich war es gerade die Aufgabe Fursenkos, möglichst viele junge Leute in Rußland aus dem schöpferischen Leben in die Arbeitslosigkeit, die Rauschgiftsucht, die Trunksucht und die Kriminalität zu stoßen.

Das russische Bildungsystem — eine Fabrik für Dummköpfe

Ein Kenner der Wissenschaften, der Publizist W.Gubarew sagt: „Wissen Sie, was die Ergebnisse der Bildungsreform gezeigt haben? Das Bildungsniveau unserer Kinder ist auf den Stand von 1928 zurückgefallen. Man kann hier nicht von der Entwicklung der Wissenschaft, sondern muß von einer Entwicklung der Unbildung sprechen.“ Und das Akademiemitglied S.P. Kapitza meint zur Bildungsreform, daß sich seiner Meinung nach die Russische Föderation in ein Land von Idioten verwandelt. Ebenso äußert sich auch Andrej Kurajew: „Ich habe den Eindruck, daß sich unsere Regierung und die Bildungsreformer, die in den letzten 20 Jahren mit der Schule experimentiert haben, die Aufgabe gestellt haben, aus ihr eine Fabrik zur Erzeugung von Arbeitssklaven … zu machen.“ Die zahlreichen Proteste der Öffentlichkeit gegen die Bildungsreform hat der Präsident des Landes beiseite gewischt. Er hält die Bildungsreform für rechtmäßig. («Argumenty i Fakty» Nr.36/2009).

Der Verfall einer Gesellschaft

Die Zerstörung von Industrie, Bildung und Wissenschaft, und die Massenflucht junger Wissenschaftler haben zu einen katastrophalen Verfall der Gesellschaft geführt. Man kann beobachten, wie sich die Menschen heute massenhaft in eine Gesellschaft von Idioten verwandeln, der nur noch auf ihre elementaren physiologischen Bedürfnisse orientiert sind, die nicht denken und lesen wollen, und die gerade mal Schreiben gelernt haben. In diesem Land gibt es bald niemanden mehr, den man unterrichten und behandeln kann, und es ist ein ernsthafter Mangel an Lehrkräften entstanden. Jeder zehnte zum Militär einberufene Soldat kann nicht lesen und schreiben. Nach den Angaben der UNESCO ist das geistige Niveau der Jugend in Rußland vom 3. Platz in der Welt(UdSSR 1953) auf den 40 gefallen, anderen Angaben zufolge auf den 47. Platz.

Die Sowjetunion war das belesenste Land in der Welt. Heute beantwortet die Zeitung «Komsomolskaja Prawda» die Frage, was man in Moskau liest, wie folgt:
– 40 % lesen ab und zu Bücher;
– 37 % lesen überhaupt keine Bücher;
– 23 % lesen ständig Bücher und
– nur 4 % der Befragten haben ein häuslichen Bibliothek.
Der Filmregisseur S.Goworuchin sagt: „Wir haben heute eine Unbildung, wie es sie schon seit sehr langer Zeit nicht mehr gegeben hat! Soziologen sprechen davon, daß nur etwa 20 % der Bevölkerung lesen. Und Sie schauen Sie sich an, was die lesen: nicht etwa Tolstoj, Tschechow oder Prochodimzew. Jeden Monat erscheint irgendein Schmarrn, irgendwelche Boulevardzeitschriften, Blättchen mit Anekdoten und Gelaber darüber, wer mit wem abgezogen ist und wer eine neue Geliebte hat – das ist es, was 18 von diesen 20 Prozent lesen.“ («Argumenty i fakty», Nr.09/2007).

Die Fehlen einer Arbeit, die hohe Qualifikation und ständige Weiterbildung erfordert, hat zu einem geistigen Verfall in der Gesellschaft geführt. Darüber hinaus gibt es aber auch einen sittlichen und moralischen Verfall. Ideologen des Liberalismus halten es für eine notwendige Voraussetzung des „Erfolges“, „sich vom Menschlichen zu verabschieden“. So schreibt beispielsweise F.v.Hayek in seinem Buch „Der Weg zur Knechtschaft“, daß die Menschen einige ihrer natürlichen Instinkte, vor allem den Instinkt des Mitleids und den der Solidarität ablegen sollten.

Die Menschen sollen also zu Egoisten werden, um den aufgezwungenen neuen Marktbedingungen zu entsprechen. Obwohl Schimpansen sogar heute noch die Fähigkeit zur Fürsorge haben. Würden wir unseren „Instinkt der gegenseitigen Hilfe“ unterdrücken oder gar ablegen, so kehrten wir damit in das früheste Stadium nicht nur der Zivilisation, sondern sogar der biologischen Evolution, zum Niveau der Reptilien, zurück.

Quelle:
nach http://sovrab.ru/content/view/4603/39/

Siehe auch:
Welches ist das beste Bildungssystem der Welt?
Der sowjetische Pädagoge Wassili Suchomlinski

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Die antikommunistische Hetze auf der DKP-Website

Schon wiederholt fiel auf, daß es in der DKP einige Leute gibt, die bereit sind, sich antikommunistischen und sowjetfeindlichen Lügen und Verleumdungen der bürgerlichen Massenmedien anzuschließen. Das wurde vor allem auch in der Auseinandersetzung des vormaligen Chefideologen dieser Partei, R.Steigerwald, mit dem Historiker Kurt Gossweiler deutlich. [1] Nun hat diese feindliche Hetze einen neuen Höhepunkt erreicht. Auf der offiziellen Website der DKP erschien ein anonymer Artikel, der in offen geschichtsfälschender Absicht die Politik Stalins, insbesondere den Nichtangriffsvertrag zwischen der Sowjetunion und dem faschistischen Deutschland, behandelt. Wir geben hier in leicht gekürzter und bearbeiteter Form den Beitrag von kommunisten-online wieder:

Antikommunistische und antisowjetische Hetze auf offizieller DKP-Homepage

Von Günter Ackermann

Kommunisten-online vom 30. August 2011 – Er nennt seinen Namen nicht, zeichnet seine Machwerke mit „hth“, veröffentlicht recht oft auf der Internetseite des DKP-Vorstands „kommunisten.eu“, und immer sind es Artikel zu grundsätzlichen Fragen. Aber auch bei der Homosexuellen-AG der DKP veröffentlicht er. So z.B. einen Artikel zur Situation der Schwulen und Lesben in China. Da wir nicht davon ausgehen können, daß die bei sich Hinz und Kunz veröffentlichen lassen, und da „hth“ bereits mehrfach antikommunistisches Zeug auf der sich Kommunisten nennenden Internet-Seite brachte (so betete er kritiklos die Goebbels-Lüge nach, die UdSSR habe die polnischen Offiziere in Katyn ermordet), müssen wir davon ausgehen, daß nicht unwesentliche Personen in der DKP-Führung diesen ominösen „hth“ kennen und dessen Meinung teilen. Die Tatsache, daß sich „hth“ bereits mehrfach in ähnlicher Weise hervortat, verwundert da schon nicht mehr.

Zu beachten ist auch, daß laut Impressum dieser Homepage der Verantwortliche im Sinne des Presserechts kein Geringerer als Klaus Weißmann, der Bundesgeschäftsführer der DKP, ist. Also nehmen wir ihn in die Verantwortung und schieben wir es nicht auf eine anonyme Redaktion. Dieser „hth“ veröffentlicht auf dieser Homepage zu oft, um ihn als der Parteiführung Unbekannten vom Hochofen bei ThyssenKrupp anzusehen. Da hätten schon längst Konsequenzen gezogen werden müssen. Teile der DKP-Führung kennen diesen „hth“ und nehmen dessen antikommunistische Ausfälle billigend in Kauf und/oder teilen sie.

Es geht um den Artikel „Stalin, der Verräter bist du“

Dabei zitiert er u.a. Willi Münzenberg (zum Lesen bitte anklicken!):
Münzenberg

Zum Artikel des „hth“:

Der Autor folgt bewußt der Bezeichnung der bürgerlichen Propaganda und nennt den Vertrag „Hitler-Stalin-Pakt“. Er relativiert das auch nicht, sondern klammert die gesamte kommunistische Bewegung, inkl. Komintern, aus der Gestaltung des Vertrags aus. Nur Hitler und die Nazi-Führung, und Stalin und die Führung der KPdSU machten diesen Vertrag, und das in der Absicht, die Sowjetmacht zu schwächen und letztlich zu vernichten. Damit folgt „hth“ der Logik eines der schlimmsten und übelsten Verräter am Kommunismus: Leo Trotzki. Der nämlich sprach vom Doppelgestirn Hitler-Stalin.

Heuchlerisch fordert „hth“: „An einer umfassenden und tief gehenden dialektisch-materialistischen Aufarbeitung, Analyse und Bewertung dieses so verhängnisvollen Paktes fehlt es noch immer. Die nachstehende Analyse soll – aus Anlaß des heutigen Jahrestages – ein Beitrag zum Schließen dieser Lücke sein.“

Daß es diese Analyse bereits gibt, verschweigt der famose Schreiber dieses Machwerks. Bereits 1948 erschien im Verlag für Fremdsprachige Literatur in Moskau eine umfassende Analyse der Entstehung dieses Vertrages. Allerdings behaupten dessen Autoren nicht, an einer „umfassenden und tief gehenden dialektisch-materialistischen Aufarbeitung, Analyse und Bewertung…“ dieses Vertrags arbeiten zu wollen. Diese auch soll das keine Analyse zum „Schließen dieser Lücke“ sein. Der sowjetische Text von 1948 ist eine „umfassende und tief gehenden dialektisch-materialistischen Aufarbeitung, Analyse und Bewertung“ dieses Vertrages, der man nichts hinzu fügen muß, und der auch keine zu schließenden Lücken hinterläßt. [2] Deshalb werden wir auch keine schreiben.

Allerdings erwähnt „hth“ in keinem Satz, daß sich aus seiner Partei schon zwei Autoren mit dem Thema beschäftigten und zu ganz anderen Ergebnissen kamen: Der frühere Vorsitzende der DKP, Kurt Bachmann, und Josef Schleifstein, schrieben darüber, und das, gestützt auf die Positionen des Textes von 1948.

Warum dieses antikommunistische und antisowjetische Machwerk?

Teile der DKP wetteifern mit der Partei die Linke in Anpassung an das kapitalistische System. Sie wollen, daß die DKP in der europäischen (rechten) Linkspartei nicht mehr am Katzentisch sitzen muß, sondern Vollmitglied wird. Und die Gysi-Partei verlangt ganz einfach Antikommunismus, will sie doch vergessen lassen, daß sie als SED selbst einmal kommunistisch war. Auch die Linkspartei übt sich in Anpassung an das imperialistische System, wenn auch auf höherem Niveau als die DKP, ist doch bei ihr der Anpassungsprozeß weiter fortgeschritten. Sie beschließt inzwischen ewige Treue und Hingabe an das zionistische Apartheidsystem, und das auch noch einstimmig. Oder sie entschuldigt sich ständig für das Unrecht, das den Menschen in der DDR zugefügt worden sei. Also dafür,
daß alle Menschen Arbeit hatten,
daß es weder Hartz IV, noch Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld-Empfänger geben mußte,
daß niemand auch nur einen Pfennig für Krankheitskosten, Kuren, Arztbehandlungen und Medikamente zahlen mußte,
daß es bezahlbare Wohnungen für alle gab und Spekulationen mit Grund und Boden unmöglich waren,
daß eine Politik des Friedens und der Völkerverständigung betrieben wurde usw.

Dafür entschuldigt sich die Truppe um Gysi ständig. Soweit ist die DKP noch nicht, aber ich bin guten Mutes, dahin kommt sie auch noch. Sie ist schon auf dem besten Weg dahin (siehe den Artikel von diesem „hth“).

„hth“ übernimmt die Lügen der Nazis über Katyn

So erschien am 10. April 2010, ebenfalls auf der Website kommunisten.eu, der Artikel
„Katyn – 70 Jahre danach“ des gleichen Autors. Auch hier werden kritiklos die Goebbelsschen Lügen übernommen, es wird nicht daran gezweifelt, daß sowjetische Staatssicherheitsorgane die polnischen Soldaten ermordet haben. Auch hier das gleiche Strickmuster einer Aneinanderreihung antikommunistischer Klischees:

„Stalin war in dieser Sache zunächst offen. Der zuständige Armee-Kommandeur war für die Freilassung aller Polen, Mechlis (Kommissar für staatliche Planung und Vertrauter Stalins) war für eine Behandlung als ‚Volksfeinde‘. Letztlich entschied das Politbüro der KPdSU am 5.März 1940, den größeren Teil der Gefangenen frei zu lassen, jedoch etwa 14.700 Offiziere, Grundbesitzer und Polizisten sowie 11.000 „Konterrevolutionäre“ (ohne Anklagen und Verfahren) zu erschießen. Stalin, Molotow, Mikojan und Woroschilow unterzeichneten den von Berija erstellten Befehl [3] eigenhändig, die Zustimmung von Kalinin und Kaganowitsch wurde gesondert auf der ersten Seite des Befehls vermerkt. Im April und Mai 1940 erfolgte der Vollzug in verschiedenen Orten in Weißrußland und der Ukraine durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD in schalldichten Hütten. Etwa 5.000 Ermordete wurden in Katyn in Massengräbern vergraben.“ [4]

Wer ist nun der Autor „hth“?

Vorweg: Keine Ahnung. Es gibt aber einige Hinweise. Der Autor bringt in einem, Artikel den Hinweis, daß er einen Text aus dem Englischen übersetzt hat. Auch der antikommunistische Hetztext weist darauf hin. Er hat – so erklärte es mir einer, der perfekt Russisch kann – die englische Schreibweise der russischen Namen übernommen. Also kann er kein russisch, wohl aber englisch. Das weist darauf hin, daß er nicht aus dem Osten stammt, sondern aus dem Westen. Ferner schreibt er auch einen Text auf der Homepage der DKP-Schwulen-AG Queer über Schwule in China. Ein Hinweis darauf, daß er in der DKP-AG-Queer aktiv ist. Und es gibt Hinweise darauf, daß er aus NRW stammt. Also: Ein Wessi, der in der Schwulen-AG der DKP aktiv ist und wahrscheinlich in NRW wohnt und gut Englisch kann.

Überlegt mal, liebe Leser. Kennt ihr einen aus der DKP, der diese Kriterien erfüllt? Dann schreibt uns, wir werden dann schon herausbekommen, wer es ist und ihm seine Anonymität nehmen. Wer solch ein Zeug herauskotzt, der muß bloßgestellt werden, der darf sich nicht hinter einem Pseudonym verstecken können.

Fazit:
Die Website kommunisten.eu ist ein offizielles Organ des Vorstands der DKP und ausdrücklich die Ergänzung der UZ. „hth“ muß also Gönner im Parteivorstand haben oder ist selbst Mitglied des PV. Wenn solch ein antikommunistischer Hetzartikel erscheint, dann ist das wohlüberlegt und gewollt. Auch muß dem DKP-Vorstand bekannt sein, daß „hth“ gern auf antisowjetischen und antikommunistischen Irrwegen wandelt. Niemand klopfte „hth“ auf die Finger, niemand kritisierte diesen Artikel – zumindest nicht öffentlich. Mehr noch: „hth“ ist immer noch einer der Autoren, die die meisten Artikel auf kommunisten.eu schreiben dürfen, und das sind vor allem Grundsatzartikel.

Ich frage die linken Genossen in der DKP: Wann legt ihr diesem „hth“ und den anderen Revisionisten das Handwerk? Die Website kommunisten.de ist, neben der UZ, das wichtigste Organ der DKP-Bundespartei. Selbst wenn man bedenkt, daß die DKP (bedingt durch ihre revisionistische Grundausrichtung) keine klare kommunistische Position erwarten kann, aber solche offen antikommunistischen Hetzartikel auf einer offiziellen Homepage des Parteivorstands – das ist schon stark!

Andererseits: Sind einmal die Schranken gebrochen, ist also der korrekte Weg des Marxismus-Leninismus einmal verlassen, schleichen sich die Konterrevolutionäre ein. Führende Leute der DKP, so der stellv. Parteivorsitzende Leo Mayer oder der vormalige Chefideologe der DKP, Robert Steigerwald, liebäugeln mit den Trotzkisten, der Ex-Vorsitzende Heinz Stehr lobt schon mal die Kollaboration mit den USA im Irak, der frühere stellv. UZ-Chef Ulrich Sander, scharwenzelt mit den Antideutschen und verleumdet die Kritiker des Zionismus. Sie alle blieben ungeschoren und wurden nicht aus der DKP ausgeschlossen. Warum dann nicht auch solche offen antikommunistischen Artikel, wie der von diesem „hth“?

[1] vgl. Artikel des Genossen Dr. Kurt Gossweiler: Brief an Robert Steigerwald (10. Dezember 2005) inkl. vorhergehender Schriftstücke (seit 11.9.2002) und nachfolgendem Briefwechsel (bis 11.5.2006) auf www.kurt-gossweiler.de
[2] Siehe: Geschichtsfälscher
[3] Inzwischen weiß man, daß es sich bei dem „Dokument“ um eine Fälschung handelt. Siehe: http://www.kommunisten-online.de/Archive/blackchanel/katyn_vk.htm und
http://kommunisten-online.de/Archive/blackchanel/katyn1.htm
[4] siehe: kommunisten.eu

Quelle:
Kommunisten-online

siehe auch:
Ist Gewalt zur Verteidigung des Kommunismus unmoralisch?
Katyn: Waren die Dokumente gefälscht?
Über die Nazimorde im Wald von Katyn
Über Katyn: Fälscher im russischen Staatsarchiv
Elena Prudnikowa: Die Story der Fälscher

P.S. inzwischen wurde der verleumderische Artikel gelöscht und durch einen ebenso fälschenden ersetzt; bekannt wurde auch: hth = Heribert Thomalla
im Impressum steht ein gewisser Leo Mayer.

Friedrich Engels: Über den Staat

StaatsmachtWer hat nicht neulich in Fernsehen die Hochzeitszeremonie dieses preußischen Brautpaares mit angesehen. Die machen ja einen so einen sympathischen Eindruck… Ach, wie nett! Ein ganz normales Märchen, nicht wahr? Vielleicht sollten wir doch lieber wieder zur Monarchie zurückkehren? Die sind ja gar nicht so…Was ist der Staat denn nun wirklich, und zu welchem Zweck existiert er?

Massenmedien und bürgerliche Ideologen versuchen immer wieder, den Klassencharakter dieses Staates zu verschleiern. Denn Ordnung muß sein! Doch wie verschieden die Formen des bürgerlichen Staates auch immer sein mögen, ihr Wesen ist stets dasselbe: Der bürgerliche Staat ist eine Diktatur der Bourgeoisie. 

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Empört euch!

Man sieht, daß inzwischen auch junge Menschen sehr ins Nachdenken geraten sind und Veränderungen einfordern. Dabei sind die bewegenden Fragen keineswegs nur auf die eigene Situation begrenzt: Es ist das System! Es ist der KAPITALISMUS. Auch wenn auf den Pappschildern an den Laternenmasten Berlins die demagogischen Losung der reaktionären Parteien zu finden ist: „Damit sich was ändert – CDU“, oder in unerreichbarer Höhe: „Ordnung, Recht und Sicherheit – NPD“ … es ist fraglich, ob sich die Jugend erneut davon verführen läßt. Daß allerdings die Überwindung des Kapitalismus nicht nur ein Diskussionsgegenstand bleiben kann, sondern zu praktischen Konsequenzen führen muß, wird sich spätestens bei den ersten ernsthaften Konfontationen mit diesem „System“ zeigen. Und dieser Fall ist wohl auch schon eingetreten… (Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse. K.Marx)

Gibt es heute noch eine Arbeiterklasse?

Es herrschen harte Zeiten. In zunehmendem Maße machen sich darüber vor allem diejenigen Gedanken, die ein Mindestmaß an Bildung genossen haben, und die gewohnt sind, Erscheinungen zu hinterfragen, die versuchen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Doch das ist keineswegs selbstverständlich, denn die Masse der Arbeiter wird das nicht tun. (Siehe: Vom Arbeiter zum Arbeitsuntertan ) Und man mag darüber rätseln, ob es nun heute eine Arbeiterklasse gibt, oder ob sie gar verschwunden ist. Tatsache ist: Die Struktur und das Format der Klasse hat sich verändert. Ebenso ihr Organisationsgrad und vor allem auch das Klassenbewußtsein. Wie frei ist unser Leben? – fragt das von Vera Achenbach und Peter Katzer 1980 herausgegebene Handbuch „Grundwissen für junge Sozialisten“. Man sieht, die Geschichte ist also keineswegs neu.

»Soziale Marktwirtschaft« oder Klassengesellschaft?
Kein Tag vergeht, ohne daß man zu hören bekommt, was die Gesellschaft der Bundesrepublik alles ist: eine »Wohlstandsgesellschaft«, eine »Mittelstandsgesellschaft«, eine »Freizeitgesellschaft«, eine »moderne Industriegesellschaft«. Aber zu allererst ist sie, folgt man Presse, Funk und Fernsehen, eine »soziale Marktwirtschaft«. »Soziale Marktwirtschaft« – das ist die Grundlage aller aufgezählten Gesellschaftsbegriffe, das ist das besondere, was die Bundesrepublik gerade unterscheidet von dem, was es laut Schulbüchern und Zeitungen vielleicht im 19. Jahrhundert gegeben haben mag: eine Klassengesellschaft. Darin sind sich alle einig – die Politiker der Bundestagsparteien, die Repräsentanten der Unternehmerverbände, der Boß vom Großbetrieb und der kleine Krauter von nebenan. Und sogar viele Arbeiter und Angestellten sind der Meinung: Klassengesellschaft? Heute doch nicht! Früher, ja, aber jetzt ist das anders. Zwar gibt es ohne Frage viel Ungerechtigkeit, Vermögensunterschiede, Bildungsunterschiede, denen man mit Reformen und Kampf um »Chancengleichheit« zu Leibe rücken muß. Aber mit Klassengesellschaft, mit Ausbeutung hat das nichts zu tun. Das ist die weitverbreitete Meinung; auch unter Jugendlichen – denn schließlich ist das die Auffassung, die man täglich liest und in der Schule zu hören bekommt.

In einem Rundbrief eines Unternehmerinstituts heißt es dazu: »Gewiß wäre es falsch, die vorhandenen Interessengegensätze zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu leugnen. Aber nicht minder falsch wäre es, sie zu verabsolutieren, wie die Marxisten es tun. « (Egon Tuchfeldt, Vortragsreihe des Instituts der deutschen Wirtschaft, Nr. 33/1977; Die soziale Dimension der Marktwirtschaft, S.2)

Klassengegensätze
Gibt es heute eigentlich noch Klassengegensätze? Die mehr oder minder rhetorisch gemeinte Frage dürfte sich erübrigen, wenn man danach fragt, wodurch sich Klassen unterscheiden.

»Arbeitnehmer« und »Arbeitgeber« — wer nimmt und wer gibt?
Alles wird in unserer Gesellschaft gehandelt, für alles gibt es einen Markt: Brot und Gemüse, Kleider, Autos, Maschinen, Gebäude und Fabrikanlagen. Auch mit Arbeitskräften, also der Arbeitskraft von »Arbeitnehmern«, wird gehandelt; für sie gibt es einen besonderen Markt, den Arbeitsmarkt. Heute ist dieser Arbeitsmarkt mit dem früherer Zeiten freilich nicht zu vergleichen. In der Antike, oder später in den USA, war das ein richtiger Markt, auf dem Sklaven verkauft wurden. Vor dem Kauf konnten die Sklavenhalter sich von der »Güte« der Ware überzeugen: die Muskeln prüfen und feststellen, wie lange dieser oder jener Sklave wohl auf ihren Landgütern würde arbeiten können. Konnten sie ihn gebrauchen, so kauften sie ihn – mit Haut und Haar im wortwörtlichen Sinne. Sklaven galten daher im alten Griechenland auch nicht als Menschen, sondern sie waren eine Sache, die man kaufen konnte, um sie zu verbrauchen.

Wie sieht der heutige Arbeitsmarkt aus?
Arbeiter und Angestellte sind keine Sklaven, auch wenn sie manchmal so behandelt werden. Arbeiter und Angestellte sind kein Eigentum des Unternehmers. Aber sie sind an ihren Arbeitsvertrag gebunden. Den müssen sie einhalten und der sieht vor, daß sie für eine bestimmte Zeit – etwa acht Stunden am Tag oder vierzig oder zweiundvierzig Stunden in der Woche – in der Werkhalle oder dem Büro, am Schreibtisch oder hinter dem Verkaufsstand arbeiten müssen und daß sie in dieser Arbeitszeit den Anweisungen ihrer Vorgesetzten Folge zu leisten haben. Dafür erhalten sie als Entgelt Lohn oder Gehalt. Wer ist bei diesem Handel auf dem Arbeitsmarkt Käufer, wer Verkäufer und was wird gehandelt?

Vertauschte Begriffe
Die Begriffe »Arbeitgeber« und »Arbeitnehmer« legen nahe, daß der Unternehmer »Arbeit gibt« und Arbeiter und Angestellte »Arbeit nehmen«. Auch in der Umgangssprache sagt man: »Jemand nimmt eine Arbeit an«. Aber diese Begriffe stellen das Verhältnis gerade auf den Kopf. Arbeiter und Angestellte »nehmen« nicht Arbeit, sondern sie verkaufen dem Unternehmer ihre Arbeitskraft, ihre Fähigkeit, Arbeit zu verrichten. Der Preis, den der Unternehmer für diese Ware, für die Arbeitskraft, bezahlen muß, ist der Lohn oder das Gehalt. Der Arbeitsvertrag ist sozusagen die Verkaufsurkunde, in der festgelegt wird, was (die Arbeitskraft) in welcher Menge (für welche Arbeitszeit) und zu welchem Preis (Lohn- oder Gehaltshöhe) verkauft wird. Mit dem Kauf der Arbeitskraft geht an den Unternehmer das Recht, diese Arbeitskraft zu seinem Nutzen zu gebrauchen, sie zu konsumieren.

Schematisch zusammengefaßt: Arbeiter und Angestellte, also alle, die von nichts anderem als Lohn oder Gehalt leben müssen, verkaufen ihre Arbeitskraft. Das ist die Befähigung, Arbeit zu verrichten. Der Unternehmer kauft diese Arbeitskraft und bezahlt sie mit Lohn oder Gehalt. Dies ist der Preis, die Arbeitskraft die Ware. Nachdem dieses Geschäft abgeschlossen ist, also der Arbeitsvertrag unterzeichnet ist, gehört das von Arbeitern und Angestellten in ihrer Arbeitszeit hergestellte Produkt oder die ausgeführte Dienstleistung dem Unternehmer. Der Unternehmer eignet sich das Arbeitsprodukt an.

Ein Einwand
An dieser Stelle hört man oft einen gewichtigen Einwand. Er lautet: der Unternehmer bezahlt nicht, wie behauptet, die Arbeitskraft der Lohn- und Gehaltsempfänger, sondern er bezahlt ihnen exakt das, was sie geleistet haben: ihre Arbeit. Wer mehr leistet, bekommt mehr, wer weniger leistet, weniger. Dieses Argument stimmt scheinbar mit dem alltäglichen Erleben überein: Du gehst für acht Stunden in den Betrieb und bekommst deine Arbeit bezahlt. Wer würde schon umsonst arbeiten, sich seine Arbeit nicht bezahlen lassen?

Aber dieser Einwand ist nicht stichhaltig. Warum?
Wenn der Kapitalist dem Arbeiter genau das bezahlte, was ihm der Arbeiter – angeblich – verkauft, nämlich seine Arbeit, wie sollte man dann die gewaltigen Besitz- und Eigentumsunterschiede unter den Menschen in der Bundesrepublik erklären?

Wie wäre dann zu erklären, daß eine von der Bundesregierung selbst in Auftrag gegebene Untersuchung 1971 sozusagen amtlich feststellte, daß ganze 1,7 Prozent der privaten Haushalte rund drei Viertel des Produktivvermögens in Händen hielten.

Wie sollte man sich dann erklären, daß es heute auf der einen Seite fast sechs Millionen Menschen in der Bundesrepublik gibt, deren Einkommen nach offiziellen Angaben unter den Bedarfssätzen der Sozialhilfe liegt, während sich andererseits in der Zeit von 1963 bis 1972 die Zahl der trotz aller steuerlichen Manipulationsmöglichkeiten noch erfaßten Vermögensmillionäre auf rund 22.000 verdoppelte?

Würden Arbeiter und Angestellte wenigstens in der Regel und im Durchschnitt den Wert ihrer Arbeit bezahlt bekommen, niemand könnte sich an ihrer Arbeit bereichern, niemand könnte auf ihre Kosten leben, niemand könnte Millionen anhäufen. Wo sollten sie schließlich herkommen? Alle Werte, die erzeugt würden, flössen an die zurück, die sie schaffen. Aber daß dem nicht so ist, daß es auf der einen Seite Millionäre gibt und auf der anderen Seite Millionen von Familien, die mit ihrem Einkommen »gerade so klar kommen«, die am Monatsletzten nichts mehr im Portemonnaie oder auf der Sparkasse haben und auf jede größere Anschaffung sparen müssen, das weiß eigentlich jeder.

Lenin Klassen

Woher kommt also die ungleiche Verteilung des Reichtums?
Die menschliche Arbeitskraft hat eine besondere, nützliche Eigenschaft: Sie kann einen größeren Wert erzeugen, als zu ihrer Erhaltung notwendig ist. Sie schafft neue Werte. Ein Industriearbeiter mit einem Nettolohn von 1.300 € im Monat stellt durch seine Arbeit Produkte her, deren Wert nach Abzug der verbrauchten Roh- und Hilfsstoffe und der Maschinenabnutzung weitaus höher liegt. Aber er bekommt nicht diesen höheren Wert seines Arbeitsproduktes (oder seiner Arbeit), sondern nur seinen Lohn von 1.300 € – den Gegenwert seiner Arbeitskraft. Denn so viel Euro braucht er etwa, um sich (und, mit seiner Frau, die voraussichtlich auch arbeiten wird, die Familie) zu ernähren, die Wohnung zu bezahlen usf.

Was verstehen wir unter Ausbeutung?
Diese nützliche Eigenschaft der menschlichen Arbeitskraft – einen größeren Wert zu erzeugen, als zu ihrer Erhaltung notwendig ist – interessiert den Unternehmer. Er kauft die Arbeitskraft, erhält somit das Recht, sie zu verbrauchen (den Arbeiter oder Angestellten arbeiten zu lassen), und kann sich die verrichtete Arbeit und deren Produkt aneignen. Sie gehören ihm, sind Quelle seines wachsenden Reichtums. Der wissenschaftliche Begriff für diese Aneignung lautet Ausbeutung – dieser Begriff ist also keineswegs ein politisches Schimpfwort, sondern eine sachliche, nüchterne Bezeichnung.

Und was ist Kapital?
Das Geld, das der Unternehmer für Rohstoffe, Maschinen und Arbeitskräfte ausgegeben hat, sein Kapital, wird durch die menschliche Arbeit vermehrt. Denn der von Arbeitern und Angestellten erzeugte Wert ist größer als der Wert ihrer Arbeitskraft, die der Unternehmer mit Lohn und Gehalt bezahlt hat. Man bezeichnet den Unternehmer daher als Kapitalisten, als Eigentümer von Kapital, mit dessen Hilfe er sich das Produkt der Arbeit seiner Beschäftigten aneignet.

Quelle:
V.Achenbach / P.Kratzer, Grundwissen für junge Sozialisten, Herausgegeben vom Bundesvorstand der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ), Weltkreis-Verlag Dortmund, 1980, S.11-18.

P.S. Natürlich ist die Arbeiterklasse heute nicht mehr so organisiert, wie vielleicht vor 50-70 Jahren, natürlich gibt es heute keine Arbeiterpartei mehr, die dieses Namens würdig wäre, und natürlich ist das Proletariat gespalten von Arbeiteraristokratie bis Lumpenproletariat *. Der oftmals verwendete Begriff „Prekariat“ sagte nicht über die Klassenzugehörigkeit aus – er ist einfach eine Bezeichnung für die verarmten Bevölkerungsschichten. Doch nach wie vor bleibt das Proletariat die (zumindest potentiell) revolutionärste Klasse. Denn sie ist die am meisten ausgebeutete und mit der materiellen Produktion unmittelbar verbundene Klasse. Auch wenn die Proletarier durch ein raffiniertes Schichtsystem gezwungen sind, nach der Schicht einzeln oder nur in kleinen Gruppen ihren Betrieb zu verlassen, auch wenn sie sich heute nicht mehr versammeln, um sich über ihre Probleme auszutauschen. Sozialistisches Bewußtsein (so sagte Stalin) muß man erst in die Klasse hineintragen. Klassenbewußtsein und die Macht der Arbeiterklasse erweist sich erst in den Klassenkämpfen der Zeit…

Siehe dazu:
Wer gehört eigentlich zur Arbeiterklasse?
Kleines Politisches Wörterbuch: Was ist eine Klasse?
Bilder des Proletariats: Protestdemonstrationen zum ersten Mai 2012
Klassenbewußtsein: Woher kommt sozialistisches Bewußtsein?
Woher kommt der Reichtum?

* Eine sehr gute Begriffserklärung findet sich auch hier:
Deutschlandleaks: Was ist Lumpenproletariat?

Kassandra: Eine schreckliche Welt…

Kassandra_LouvreImmer wieder erreichen uns über die vereinigten Medien der Massenpropaganda gezielte Nachrichten über den weltweiten Terror und die geheimnisvollen Kräfte welche angeblich dahinterstecken. Listet man das alles auf, ergibt sich ein erschreckendes Bild über die weltweiten Verbrechen des Imperialismus. (Kassandra war in der griechischen Sage eine trojanische Seherin, die Tochter des Königs Priamos. Sie warnte vor dem Untergang Trojas, doch ihre Warnrufe blieben unbeachtet. Kassandra fiel durch Mörderhand…)

Zum Klassenkampf um das politische Kräfteverhältnis und das gesellschaftliche Massenbewußtsein in der EU

9/11 – PHILADELPHIA – LONDON – OSLO…
ALLES WIRKLICH NUR BLINDWÜTIGER MOB ODER EXTREME EINZELTÄTER?

von Kassandra (mit Dank für die Hinweise von Genossen)

Uns wird vorgegaukelt, daß wir derzeit in einer Welt leben, die täglich von schrecklichen Ereignissen geplagt wird.

KATASTROPHEN FALLEN EINFACH SO VOM HIMMEL HERAB?

Das schrecklichste Ereignis und offenbar nur eine Mischung aus einfach Naturkatastrophe, einigen ach so verantwortungslosen bösartigen Zockern an den Börsen und bonusgeilen ach so unmoralisch und manchmal infolge menschlichen Versagens eben unfähigen Bankmanagern ist die arge Finanz- und Wirtschaftskrise in der EU und in den USA, wo die letzten Schlote offenbar nur noch qualmen, weil überall Dollars und Euros verbrannt werden. Jeden Tag neu tun die Fernseh-, Radio- und Zeitungsmeldungen über ach wie „nervöse Märkte“ alles, um massenhaft Panik und Ängste zu schüren, denn „die Märkte“ müssen ach so dringend „beruhigt“ werden, – Klartext: Das Volk soll Beruhigungsmittel in Form von Geldern aus den öffentlichen und Sozialkassen an die privatkapitalistischen Finanzinstitute wie IWF, EZB und EU abtreten, damit diese verwaltenden Machtorgane des Finanzkapitals aus Steuergeldern und Sozialkassen teils nur mit neuen Kreditaufnahmen mobilisierte gigantische Geldsummen in die Taschen jener wenigen hundert Familienclans des Finanzkapitals schaufeln, die an Zins und Zinseszins ihre Nasen schon nicht mehr nur vergolden, sondern mit Platin veredeln.
Kapital
Auf goldenen Bergen…

Das ist derzeit schon eine offen zutage getretene und sich weiter ausprägende Klassendiktatur des Finanzkapitals, die durch die politische Verwaltung der EU und ihrer Mitgliedsländer sowie die der USA nur noch bürokratisch und rein administrativ das Diktat der Herrscher in Gestalt der Monopolbourgeoisie umsetzt, sich in diktatorischer Manier über jegliche Klassen- und Lebensinteressen der Völker hinwegsetzt und die Völker sowohl für die Beibehaltung der Zunahme an privatem Reichtum der Finanzkapitalisten als auch für die verbrecherischen Raubkriege der Monopolbourgoisie in rohstoffreichen und geostrategisch bedeutenden Teilen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas zur Kasse zwingt. Gentlemen bitten zur Kasse und lassen zahlende Völker abstimmen, Räuber hingegen plündern fremdes Eigentum und schmieren bestenfalls ein paar Helfershelfer. Auf diesen feinen Unterschied kommen wir gleich weiterführend zurück.

DAS ABGEDROSCHENE SCHAUERMÄRCHEN VOM BÖSEN WOLF

Jedenfalls halten uns die Nachrichten mit Schreckensmeldungen über die „außer Kontrolle geratenen“ und ach so „nervösen Märkte“ täglich neu auf Trab! Wir alle sollen Angst vor den übermächtigen Finanzmärkten haben, die doch mit einer neuen Geldspritze aus von uns hart erarbeiteten und uns bisher zugestandenen Anteilen am gesellschaftlichen Reichtum angeblich „beruhigt“ bzw. erst mal zufriedengestellt werden könnten.
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…die „nervösen Märkte“

Das klingt wie das Märchen vom bösen Wolf! Der böse Wolf, der die Schafe reißt, weshalb er ja so böse ist. Wenn man ihm nun ein Schaf mal eben opfert, dann müßte er doch die anderen Schafe in Ruhe lassen, – so einfältig die Predigten all der Wirtschafts- und Finanz-„Experten“ in den bürgerlichen Konzernmedien an uns, an das Volk. Und bei jeder neuen „Geldüberweisung“ greinen diese Spiegelfechter auch ein wenig mit unsereins über den Verlust unserer Steuer- und Lohn- und Sozialkassengelder, wobei uns die bürgerliche Kanaille und Journaille dann sofort auf das lenkt, was die von den Finanzkapitalisten eingesetzten Statthalter namens Bundesregierung, EU, EZB und IWF so auf die Schecks an die Finanzkapitalisten schreiben: Verwendungszweck „Griechenland“, Verwendungszweck „Spanien“, Verwendungszweck „Berlin“….

Oh sorry, da steht zwar Verwendungszweck „Berlin“ drauf, und Berlin hat ja auch jede Menge Schulden mindestens in Höhe des Fünffachen der einstigen DDR in Berlins Haushaltsbuch zu stehen, aber vom Verwendungszweck „Berlin“ oder „Kleinkleckersdorf“ auf solchen Schecks an die Besitzer der Deutschen Bank oder Hypo Real State oder Citibank Group oder wie sie alle heißen … wird vor den Augen und Ohren der deutschsprachigen Volksmassen bitte nicht geredet. Schließlich gilt, es, „den Griechen“ vorzuwerfen, daß sie „über ihre Verhältnisse gelebt haben“ … und erst wenn da alles ringsum „in Scherben gefallen“ ist (kein Schelm, wer da an jenes berüchtigte Lied der Hitlerfaschisten denkt!), dann wird auch offen der Fingerzeig der „Experten“ Richtung Berliner gehen, die ja auch so sehr „über ihre Verhältnisse gelebt haben“ sollen und somit selbst schuld am Dasein im Schuldturm des IWF, der EZB und der EU sind.

Und sitzen sie dann alle im Schuldturm, dann kommt der Kuckuckskleber und pfändet alles, was sich irgendwie verwerten läßt, damit die paar hundert Finanzgeier-Clans ihr Geld profitabel auch dort anlegen können, wo es ihnen derzeit noch verwehrt wird, weil die Volksmassen einst zwischen 1870 und 1990 gewisse Anteile am gesellschaftlichen Reichtum nach harten Kämpfen der Arbeiterklasse zugestanden bekamen. Seit dem 1990 vollendeten Zusammenbruch des sozialistischen Weltsystems um die UdSSR gibt es kein weltweites Gegengewicht zum Imperialismus mehr und sehen sich die Herren Finanzkapitalisten in der äußerst komfortablen Lage, kraft US-Streitkräften und -Technologien, NATO und EU ungebremst aggressiv die Neuordnung der Welt nach ausschließlich ihren Profitgelüsten vorzunehmen. Und diese Welt hört nicht an den EU-Außengrenzen auf, sondern findet sich auch innerhalb der EU, worauf wir noch zurückkommen werden.

DIE INSZENIERUNG VON RUSTS LANDUNG IN MOSKAU

Bis 1990 bedurfte es vor allem intensiver und ausgeklügelter Intrigen seitens der imperialistischen Geheimdienste, um die UdSSR und die mit der UdSSR verbündete sozialistische Staatengemeinschaft scheitern zu lassen und unter imperialistische Kontrolle und Herrschaft zu zwingen. Marxistisch-leninistische Historiker wie Dr. Kurt Gossweiler datieren den Beginn der Erfolge dieser Wühltätigkeit innerhalb der kommunistischen Führung der revolutionären Prozesse in der UdSSR auf das Ende der Ära Stalin und den Beginn der Ära Chruschtschow, d.h. den Zeitraum zwischen März 1953 und dem 20. Parteitag der KPdSU 1956. Es brauchte allerdings noch die Geduld für weitere 20-30 Jahre, damit die imperialistischen Geheimdienste so einen übelsten und schlimmsten Lakaien des Finanzkapitals wie Michail Gorbatschow an der Spitze der UdSSR feiern konnten, welcher sich „die Abschaffung der kommunistischen Diktatur“ auf die eigene Fahne geschrieben hatte, auch wenn er dies 1984 bis 1990 öffentlich nicht zuzugeben wagte.

Bei Dr. Kurt Gossweiler läßt sich aber gut nachlesen, mit welchen Intrigen Gorbatschow und seine bourgeoise Gefolgschaft innerhalb der KPdSU-Entscheidungsgremien Kommunisten kaltstellte. Es ist noch nicht lange her, daß Dr. Kurt Gossweiler der Nachweis gelang, wie durch jenen spektakulär anmutenden Flug des 18 Jahre jungen „Privatpiloten“ Rust aus Deutschland mit Landung am 28. Mai 1987 auf einer Brücke unweit vom Roten Platz in Moskau und angeblich völlig unbemerkt von sowjetischer Luftraumbeobachtung zwischen Finnland und Moskau ganz rasch der damalige Verteidigungsminister der UdSSR und einzige Militär im Politbüro des ZK der KPDSU kaltgestellt wurde, welcher sich zum Zeitpunkt jener ach so rein zufällig und natürlich von niemandem vorbereiteten Aktion Rusts in Warschau zu Gesprächen aufhielt*.
Rust
Am 18. Mai 1987 landete der 19jährige Rust in Moskau

Wenn das mal kein Meisterstück einer Inszenierung war … ?! Aber wir sind natürlich alle nur böse Verschwörungstheoretiker, wenn wir meinen, daß Geheimdienste auch aktiv tätig sind und nicht nur mit dem Auswählen der richtigen Schlapphüte für ihre Begegnungen an einsamen Plätzen beschäftigt sind.

DIE INSZENIERUNG DES 9/11 IN NEW YORK

Beim 9/11 in New York wagte sich jüngst die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti aus der Deckung und brachte Erkenntnisse der einst sowjetischen und jetzt russischen Aufklärung darüber, daß unter den „Twin Towers“ im Herzen Manhattans zu Bauzeiten von deren Fundamenten atomare Sprengmittel angebracht worden waren. Eine wissenschaftliche Erklärung, warum dies gemacht wurde, hatten seinerzeit weder die sowjetischen noch haben sie heute die russischen Fachleute parat. Tatsache ist, daß die sowjetische Seite sehr genau hinschaute, wo die US-amerikanische Seite möglicherweise einen unterirdischen Atomtest vorbereitet, so daß das Verbringen von radioaktivem Material an irgendeinem Punkt auf US-amerikanischen Territorium von der UdSSR akribisch verfolgt und dokumentiert wurde. So veröffentlichte Ria Novosti diesbezüglich sogar Fotos und genau rekonstruierte Lagepläne jener atomaren Sprengladungen unter den Twin Towers in New York.
twin towers…eine perfekte Inszenierung

Aber dann geschah, was insbesondere der „westlichen Weltöffentlichkeit“ als Unfaßbares vorgegaukelt werden mußte. Die Kameras für das „Event“ waren sorgfältig in Stellung gebracht worden.

Die Urlaubszeit schuf beste Möglichkeiten, alle wirklich „teuren“ Manager und Geschäftsleute zum Tatzeitpunkt nicht in den nahezu leergefegten Twin Towers zu wissen. Und wer seine Sekretärin nicht in den Urlaub geschickt hatte, verlor sie bei jenem Ereignis möglicherweise. Ebenso wie einige Putzfrauen „Kollateralschäden“ äh Opfer der Ereignisse des 9/11 wurden. Und nicht zu vergessen jene Feuerwehrleute aus New York, die ihre Gesundheit für ein Vaterland einsetzten, welches ihnen dann die benötigten medizinischen Behandlungen verwehrte, so daß sie mit Michael Moore nach Havanna zur Behandlung reisten, siehe dessen Dokumentarfilm SICKO.

Welch eigenartiger Zufall, daß auch im Pentagon eigentlich nichts die Funktionsweise dieser Zentrale der US-Kriegsmaschinerien ins Wanken brachte, als ein Flugzeug dort angeblich beachtliche Gebäudeteile vernichtet haben sollte. Aber die Kameras waren super postiert und nahmen gestochen scharfe Fotos mit etlichen Zoom-Einstellungen und Nahaufnahmen aus Fenstern sich stürzender Opfer von den Twin Towers auf.
september_11
In Märchenbüchern wird auch immer den Kindern bestens in Details geschildert, was sich gerade wie zugetragen haben soll. Und so staunten alle Kinder äh die „westliche Weltöffentlichkeit“ über jene ihr da vorgesetzten Foto- und Videoaufnahmen.

Die Kommentatoren der bürgerlichen Konzernmedien ließen völlig untergehen, daß die angeblichen Insassen der da gegen Gebäude anfliegenden Flugzeuge nach dem 9/11 irgendwo in Marokko aufgefunden wurden und völlig überrascht waren, daß sie in einem solchen Flugzeug gesessen haben sollen. Auf ein Mal hatte eine sprunghafte erbliche oder genetische Veränderung, wissenschaftlich Mutation genannt, viele aufhorchende und sich äußernde Baufachleute im Bereich der „westlichen Weltöffentlichkeit“ ergriffen. Diese Architekten und Baufachleute, bis heute Meister ihres Fachs, wurden auf ein Mal mutierend zu bösen Verschwörungstheoretikern, die kein bürgerliches Konzernmedium zu präsentieren sich wagen durfte. Denn sie behaupteten doch tatsächlich aufgrund ihres bautechnischen Fachwissens, daß mit ein oder zwei aufschlagenden Flugzeugen die Twin Towers niemals eingestürzt wären, sondern dort eine kontrolliert ablaufende Gebäudesprengung erfolgt war, bei der etliche Sprengladungen auf Knopfdruck hin zur Explosion gebracht wurden. Diese Architekten und Baufachleute arbeiten zumeist heute noch bestens und sind gefragte gutbezahlte Meister ihres Fachs geblieben.

Die Folgen des 9/11 in Gestalt schlimmster US- und NATO-Kriegsverbrechen kennen wir alle. Den Völkern in Palästina, Irak, Afghanistan, Sudan, Pakistan usw. bleibt lediglich, die ihnen zugefügten Verluste statistisch zu erfassen, um eines Tages die Reparationsforderungen an die USA und an die NATO-Staaten sowie die sonstigen Verbündeten der US-Streitkräfte zu richten. Auch im internationalen Recht gilt, daß für Schäden zu zahlen hat, wer sie verursacht.

PHILADELPHIA: AUSGANGSSPERRE FÜR TEENAGER AB 21 UHR

Die bürgerlichen Konzernmedien in Gestalt solcher Pressewaren wie „Die Welt“ berichteten unlängst davon, daß in Philadelphias Innenstadt und Universitätsviertel Jugendlichen unter 18 Jahre ab 21 Uhr dreistellige Dollarsummen als Strafe drohen, wenn die Polizei sie im öffentlichen Raum erwischt. Angeblich sollen sich in den letzten Monaten immer wieder böse Buben und böse Mädchen über Twitter, FaCIAbook und andere Internetplattformen zu Freizeitvergnügungen wie Randale und Plünderungen von Geschäften und Märkten verabredet haben.

Auch in Deutschland treibt ja das soziale „Networking“ von Jugendlichen so manche Blüte, wie jene von FaCIAbook öffentlich zugänglich gemachten Geburtstagsparty-Einladungen unschuldiger kleiner Mädchen zeigten, wo sich dann eine gleich drei- bis vierstellige Zahl allerdings ungebetener Gäste am ursprünglichen angekündigten Ort der Feier schlecht benahmen und die Polizei einige Mühen hatte, die öffentliche Ordnung und Sicherheit aufrechtzuerhalten. FaCIAbook ist längst mehr als nur eine Internetplattform zum freundschaftlichen Mitteilen und Selbstdarstellen unter Freunden und Kollegen geworden. Schlapphüte und deren Ableger im Kontakt- und Kriminellenmilieu haben längst ihre Möglichkeiten zur Nutzung dieser Zurschaustellung privater und persönlicher Daten nicht nur erkannt, sondern mischen da auch kräftig mit.
flash_mobFlash mob in Philadephia

Was sich nun in Philadelphia abspielte, geschieht auch andernorts und erscheint in den bürgerlichen Konzernmedien als spontanes „Dampfablassen“ „frustrierter Jugendlicher“. Und es leuchtet unter uns im Volke angesichts der bekannten Konsumgeilheit vieler Mitbürger schon vom Schulalter an ein, daß mancher frustrierte Jugendliche gerne Scheiben einschlagen würde, um sich zu nehmen, was er sich mangels Job und Einkommen nicht leisten kann, aber zu gerne hätte: teure Markenklamotten, edle Delikatessen, den letzten Schrei der elektronischen Medienvielfalt an Computern und Tablets und Mobiltelefonen. Die Wunschliste konsumorientierter Jugendlicher ist nahezu unendlich lang.

Und Tatsache ist, daß sich immer mehr Jugendliche immer weniger leisten können, denn die kapitalistische Weltwirtschafts- und Finanzkrise erzeugt nach wie vor Massenentlassungen, massenhafte Verluste an Lohn und Sozialleistungen bei den arbeitenden Volksmassen sowie eine brachiale Verminderung der Massenkaufkraft. Letztgenannter Aspekt, die brachiale Verminderung der Massenkaufkraft, plagt letztlich nicht nur frustrierte Jugendliche und ihre Eltern, sondern auch die vom Absatz produzierter Waren lebenden Konzerne und ist daher ein ganz bedeutender Aspekt zur Erklärung dessen, was da an ach so spontanen mal hier mal dort aufflackernden Randalen der Jugendlichen gerade vor sich geht.

LONDON: TOTTENHAM BRENNT NIEDER? ODER „KAUFEN FÜR DIE MÜLLHALDE“?

Glücklicherweise ist Londons Stadtteil Tottenham in den beiden Brandnächten nicht völlig niedergebrannt. Uns wurde rasch von den reaktionären bürgerlichen Konzernmedien berichtet, daß die Sicherheitslage vor Ort nachts ganz schlimm wäre und die Reporter sich hinter den aufgestellten Polizeiketten verstecken mußten, also nicht frei herumlaufen konnten. Ach wirklich?

Merkwürdig nur, daß Tausende Menschen in jenen Nächten ganz alltäglich auch in Tottenham und quer durch Tottenham liefen oder fuhren, ohne daß ihnen etwas zugestoßen wäre. Natürlich füllten auch Schaulustige die wenigen von den „Ereignissen“ betroffenen beiden Hauptstraßen, die zugleich die Geschäftsstraßen jenes Londoner Stadtviertels sind.
london_01Brennendes Tottenham

Indische Geschäfte wurden übrigens nicht nennenswert geplündert. Was für Kenner der indischen Mentalität kein Wunder ist. Indische Gruppen wie die Sikhs sind stets bewaffnet und scheuen nicht davor zurück, einen Plünderer kurzerhand zu erschießen oder zu erstechen. Und die da plünderten, wußten dies offenbar bestens.

Was wurde nun geplündert? Einige Friseursalons wurden geplündert, deren Besitzern zu wünschen ist, daß sie sich vorher gut genug versicherten. Ein Aldi wurde geplündert, wobei die Polizei in angemessen kurzer Entfernung zuschaute, denn der Zeitpunkt ihres Eingreifens war ja erst nach Ablauf jener ersten beiden Nächten der „Ereignisse“ vorherbestimmt worden. Ein Lager eines bekannten Musik- und Elektronikkonzerns ging in Flammen auf. Jener Konzern vermeldete, daß kein Mitarbeiter zu Schaden kam. Was schon mal eine sinnvoll gute Meldung ist, denn so braucht dieser Konzern keinen Schaden zu zahlen. Seine Lagerware war sicherlich bestens versichert. Kein Schelm, wer da denkt, daß nicht etliche überteuerte Ladenhüter unter dieser Ware war, die angesichts brachial sinkender Massenkaufkraft im krisengeschüttelten Großbritannien kaum noch verkäuflich war…

SATTE EXTRAPROFITE DURCH GEZIELTE WARENVERNICHTUNG

Auf Youtube gibt es den schönen und lehrreichen Film „Kaufen für die Müllhalde“ **, welchen sich jederman unbedingt mal anschauen sollte. Dieser Film zeigt anschaulich und überzeugend durch Fakten unterlegt, wie auch die bewußte; vorsätzliche und geplante Vernichtung von verkauften oder durch Versicherungszahlung abgesetzter Ware zum Arsenal der Profitmacher in den Konzernen zählt. Was also tun mit Ware, die nicht verkauft werden kann, weil die Massenkaufkraft rasant schwindet, und somit aus dem in ihr steckenden Mehrprodukt nicht den realisierten Mehrwert in Gestalt von Profit abwirft?
london_03zerstört… und geplündert

Kein Schelm, wer daran denkt, daß ein größerer Versicherungsfall für einen Konzern ein Geldsegen sein kann, wenn da diverse Bestände an „Ladenhütern“ und nicht profitabel verkäuflicher Ware vernichtet und von einer Versicherung gezahlt wird. Die Polizei, ohnehin personell mal eben in der Urlaubszeit recht schwach besetzt, schaut aus der Entfernung mal eben zu und schützt sich selbst in ihrem Polizeirevier, denn ab und zu fliegt mal ein Steinchen auf sie zu. Von in jenen beiden Brandnächten in Tottenham verletzten Polizisten gab es in keiner Nachrichtenmeldung einen Hinweis. Ausufernde Randale gegen Polizisten sieht demzufolge doch wohl ganz anders aus.

Die wirklich arme Bevölkerung von Tottenham schaute dem ganzen Treiben eher selbst unbeteiligt zu, als daß sie daran Anteil nahm. Da drängt sich die Vermutung auf, daß die Plünderungen von durchaus organisierten Banden vorgenommen wurden, sozusagen Auftragstäter bzw. gelenkte Kriminelle da am Werke waren. Kein Schelm, wer denkt, dies sei einfach nicht möglich, weil niemand Interesse an gezielten Plünderungen haben könne!

Profitdenken kennt keine Redlichkeiten, da zählen ganz allein die nackten Zahlen in den Bilanzen für die Großaktionäre, die Finanzkapitalisten. Wie deren Profite erwirtschaftet wurden, ist ihnen völlig gleichgültig. Nur müssen ihre Manager und Politiker einen Weg finden, überschüssig produzierte Mehrprodukte als Mehrwerte zu realisieren und daraus Profite für sie zu generieren. Frei nach Flicks bekannt-berüchtigtem Motto: „Meine Herren, entweder es ändern sich die Zahlen, oder es ändern sich die Gesichter!“ Und angesichts dieser dramatischen Krisenlasten bei Managern und Politikern lassen sich gewisse Beraterstäbe alle möglich und unmöglich erscheinenden Auswege einfallen, damit mal eben kurzfristig Profit generiert wird, wenn es mal eben beispielsweise an Massenkaufkraft fehlt.

Die Bourgeoisie wäre keine Bourgeoisie, wenn sie sich nicht in Krisenzeiten zu helfen wüßte. Nur eben sollen dabei die Volksmassen bitte nicht mitbekommen, welche schmutzigen Spiele gespielt werden, welche Verbindungen zwischen Gangstersyndikaten und Geheimdiensten da eingesetzt und benutzt werden. So lassen die „Meinungsmacher“ kurzerhand „frustrierte Jugendliche“ von der Leine, deren Aggressivität auf ein Mal vom Himmel gefallen sein soll. Dies in einem Moment, welcher einigen Finanzkapitalisten äußerst nützt, wenn gerade jetzt Warenbestände vernichtet und in profitable Bilanzen umgewandelt werden. Wie bigott und einfältig wären wir, an derart wundersame Zufallsereignisse auch noch zu glauben!

NORWEGEN: RANDALE DER EINZELTÄTER?

Die für bestimmte Finanzkapitalisten durchaus sinnvollen Plünderungen von Philadelphia, Tottenham usw. sind nicht die alleinige Krönung an Inszenierungen derzeit. In Norwegen gab es gleich zwei aufeinanderfolgende höchst dramatische Inszenierungen, die die „westliche Öffentlichkeit“ schwer erschüttern sollten und mußten, zumal der Blutzoll ungewöhnlich hoch war. Und jedermann fragt sich, was da im atomwaffenfreien und wegen bürgerlicher Seriosität und vermeintlicher Neutralität von den reaktionären Konzernmedien gerne gerühmten Skandinavien eigentlich los ist, anstatt mal genau hinzuschauen:

NUR EINE AUTOBOMBE UND NUR EIN EINZELTÄTER?

Die bürgerliche konzerngesteuerte Medienmaschinerie will uns glauben machen, eine schlichte Autobombe habe ganze Straßenzüge in Ruinenfelder verwandelt. Schon der bloße Anblick jener Bilder und Videoaufnahmen im Fernsehen läßt diese anfängliche Kernaussage als große Unwahrheit erscheinen.
terroraktTerror in Norwegen

Aus ein paar Düngerchemikalien soll jener norwegische Faschist seine Autobombe gebastelt haben, was laut Meinung aller bestorganisiert in den bürgerlichen Medien präsentierten „Experten“ sehr wohl im Bereich des Normalen und Möglichen liegen soll. Auch soll er schon mal aufgefallen und polizeilich bzw. geheimdienstlich überprüft worden sein, ein halbes Jahr vor den Ereignissen, – hat er also behördlich geprüft handeln können?

Der Täter zündet da also mitten im Regierungsviertel von Oslo am hellichten Tag und natürlich, wie es sich in einem Regierungsviertel gehört, völlig unbeobachtet von Polizei und Videoüberwachung und Sicherheitsdiensten, seine selbstgebastelte Autobombe. Ach wirklich?

Um anschließend mit Feuerwaffen und nennenswert großen Munitionsvorräten in einem anderen Auto, welches nicht mit der Bombe explodierte, die da ganze Straßenzüge erfaßte, und an dem vermutlich auch alle Scheiben noch in Ordnung waren, weil der Täter da vermutlich vorsorglich Panzerglas eingebaut hatte, welches er sich laut Meinung aller bürgerlichen „Experten“ ja auf jedem norwegischen Flohmarkt beschaffen kann, ausgerechnet auf eine nicht all zu weit von Oslo gelegene Insel, wo sozialdemokratische Jugendliche kampieren. Ach wirklich?

Der Täter hatte natürlich neben einem schnellen James-Bond-Auto auch noch eine flotte Jacht zur Verfügung, um ganz rasch zu jener Insel zu gelangen. Derweil die Polizei von Oslo noch voller Betroffenheit die Glasscherben im Regierungsviertel beschaute und die norwegische Armee bat, doch mal für ein paar Straßenkontrollen in Oslo zu sorgen. Die norwegische Armee kam dieser Bitte recht schleppend nach, weil auch sie gerade an Urlaub und Ausgang und weniger an solche plötzlichen inneren Verteidigungsmaßnahmen dachte, wie es ausschaute. Ach wirklich?
NorwegenIm Regierungsviertel

Jedenfalls hatte jener Einzeltäter mit seiner Einzel-Randale alle Zeit der Welt, erst das Regierungsviertel von Oslo in mehreren Teilen mit Bomben zu zerlegen, denn mit einer Bombe sind diese Zerstörungen in etlichen Straßenzügen nun mal schlicht nicht anzurichten. Und anschließend angeblich völlig unbemerkt von jeglichen Sicherheitskräften vom Zentrum Oslos aus 20 Kilometer aus der norwegischen Hauptstadt hinaus ins Grüne an die Fjordküste zu fahren, wo er dann mit seinen Feuerwaffen entspannt in ein schnelles Boot Richtung jener Insel stieg und dort dann in Polizeikleidung, die er sich wohl auch auf jedem norwegischen Flohmarkt kaufen konnte, rasch ankam, um mal eben ganz allein mit einem Schießprügel ca. 70 Jugendliche zu töten und etliche weitere Jugendliche schwer zu verletzen. Ach wirklich?

Uns wird weisgemacht, nur Kinder und Jugendliche seien da wie die Lämmer in der Koppel vor dem Lauf jenes Einzeltäters gewesen. Wie sich mittlerweile herausstellte, waren bei so einem großen Lager hunderter Jugendlicher auch Sanitäter und erwachsene Betreuer vor Ort. Jedoch will niemand versucht haben, jenen angeblich Einzeltäter zu stoppen oder gar zu überwältigen. Ach wirklich?

Vor Ort gewesene Jugendliche und Erwachsene sagen ganz entgegen den Medien aus, daß die Schüsse von mehreren Seiten gekommen waren. Demgegenüber bleibt Norwegens Polizei stur behördlich amtlich bei der Darstellung, daß es sich nur um einen Einzeltäter gehandelt haben soll. Ach wirklich?

Höchst merkwürdig auch die Tatsache, daß die Polizei mit Auto und anschließend Boot zu jener Insel übersetzte und dabei einen Weg zurücklegte, der mindestens 30 Minuten Anfahrtszeit zuviel gekostet hat. Vermutlich waren die Polizeihubschrauber gerade mit den Staus an der Grenze nach Schweden und Dänemark in der Urlaubszeit beschäftigt und konnten daher nicht auf jener Insel gegen das dort stattfindende Massaker eingesetzt werden … . Ach wirklich?
breivik_01
Der Massenmörder Breivik

Wer befehligte diesen Verzögerungs-Weg der Polizei? Zufall?
Da sind etliche Zufälle zuviel im Spiel. Zumal unter den Opfern des angeblich nur einen Einzeltäters unschuldige normale Menschen und nicht etwa nennenswerte Regierungsbeamte sind, und es sehr wohl einflußreiche Kreise im Finanzkapital der USA und der EU, also „des Westens“ immer gegeben hat, denen die atomwaffenfreie Zone Skandinavien und jenes Neutralitätsgetue rings um Schwedens Landgrenzen seit Jahrzehnten ein Dorn im Auge sind. Aber es gibt einen ganz konkreten Grund und Anlaß, zu dem wir jetzt kommen wollen.

NORWEGEN IM VISIER DES MOSSADS

Norwegen fiel in der Vergangenheit bereits durch Mossad-Aktionen auf. Zwei Tage vor den schrecklichen Anschlägen im Osloer Regierungsviertel und dem blutigen Massaker an jenen Jugendlichen beriet die regierende Partei Norwegens über die Anerkennung des unabhängigen Staates Palästina und die offizielle norwegische Boykottierung des Staates Israel.*** Oslo Fars News meldete im Juli 2011: „Die norwegische Nachrichten-Internetseite ‚politalesk‘ schrieb in einem Bericht, daß möglicherweise der israelische Spionagedienst Mossad bei den terroristischen Anschlägen in Norwegen die Hand im Spiel hatte. In dem Bericht hieß es, daß die sozialistische Jugend der Regierungspartei bei einem Treffen mit dem norwegischen Außenminister Jonas Gahr Støre die offizielle Anerkennung eines unabhängigen Palästinenserstaates forderte, während dieser antwortete, daß die Palästinenser eines eigenen Staates würdig seien und die Besatzung ein Ende nehmen müsse. Weiter heißt es auf dieser Internetseite, daß diese Informationen eine mögliche Einmischung des israelischen Geheimdienstes bei den Verbrechen in Oslo zeigen, und viele Jugendliche der sozialdemokratischen Partei die Boykottierung Israels forderten.“ (ebenda)

Natürlich sind wir jetzt alle böse Verschwörungstheoretiker, weil wir meinen, daß der Mossad zu jenen gehört, die nicht immer nur mit dem Aussuchen der passenden Schlapphüte für seine Mitarbeiter beschäftigt ist. Und natürlich ist das Thema Mossad so hochsensibel, daß sich die bürgerliche Journaille da nicht heranwagt. Die bürgerlichen Journalisten wollen sowohl ihren Job als auch ihr Leben behalten, was ihnen mit Berichten über das Auswahl-Procedere für passende Schlapphüte garantiert wird, aber bei Offenlegung weiterer Blutspuren des international mit Mord und Totschlag, gewaltsamer Verschleppung und bestorganisierten Lobby-Netzwerken agierenden Mossads nur rasch mit dem zuweilen blutigen Ende einer Journalistenkarriere bezahlt werden könnte. Und hinter dem Mossad stecken immerhin die einflußreichsten Lobbyisten in Washington, jene kleine aber reichste pro-israelische und jüdisch-zionistische Lobbygruppe, von welcher James Petras detailliert zu berichten wußte.

IMPERIALISTISCHE KRIEGSVERBRECHEN REICHEN BIS NORWEGEN

Damit schließt sich der Kreis gewissermaßen und wird sichtbar, daß imperialistische Kriegsverbrechen nicht nur fernab der EU ab der afrikanisch-asiatischen Mittelmeerküste bis zur afghanisch-chinesischen Grenze stattfinden, sondern auch innerhalb der EU dort verübt werden, wo der US-Imperialismus Ansätze sieht, die seine Herrschaft nicht bedingungslos akzeptieren. Den norwegischen Sozialdemokraten und ihrem Jugendverband wird das Recht auf eine eigene souveräne Meinung in Sachen Palästina einfach abgesprochen bzw. „wegmassakriert“, sobald sich dies auf der politischen Weltbühne mit der norwegischen Anerkennung Palästinas und einem norwegischen Embargo gegenüber Israel auswirken und Schule machen könnte.

Und Deutschland? Da beherrscht ja der einstige Geheimdienstkoordinator Steinmeier die Sozialdemokraten. Er weiß also, daß er die Palästina-Haltung der SPD und der Jusos bestens mit dem Mossad abzustimmen hat. Ansonsten würde ihn eine einflußreiche jüdisch-zionistische Lobby innerhalb und außerhalb der SPD dermaßen zum Antisemiten stempeln, daß die SPD wohl erledigt wäre und DIE LINKE endlich und lange angestrebt mit ihren ebenfalls prominenten Vertretern der pro-israelischen Lobby in der Parteispitze die fetteren Fördergelder vom Finanzkapital zugeschoben bekäme.

Wir haben es mit dem Diktat der einflußreichsten Finanzkapitalisten zu tun. Und dieser Klassengegner des internationalen Proletariats und aller Völker setzt alles daran, die US-Vorherrschaft über die Menschheit zu erhalten. Mit allen, auch den kriminellsten und verwerflichsten Mitteln. Dazu gehört die raffinierte Desinformationskampagne der bürgerlich-reaktionären Konzernmedien, die uns die dicksten Lügen auftischen, Videos und Fotos verfälschen, Tatsachen verschweigen oder gar Gegenteiliges zu Tatsachen verbreiten, denn sie vertreten die Klasseninteressen jenes Finanz- und Monopolkapitals, jener wenigen hundert superreichen Familienclans, die die Weltherrschaft für sich weiterhin zementiert haben möchten.

Wir Kommunisten sind aufgerufen, allen den Blick zu öffnen für das, was die reaktionäre Medienmaschinerie verschweigt und verfälscht. Vieles merken die Menschen ringsum rein instinktiv, aber viele zu viele Mitmenschen lassen sich gegen ihre ureigenen Klasseninteressen von den reaktionären Konzernmedien manipulieren.

Quellen:

* http://www.verlag-wh.de/buecher/FestschriftHK/index.html
++ http://www.youtube.com/watch?v=tI798T2tRrQ
+++ http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/128009-verdacht-auf-beteiligung-des-mossad-bei-terroristischen-anschl%C3%A4gen-in-norwegen

P.S. …ich gratuliere Ihnen. Sie haben es geschafft, dies alles zu lesen! (und schauen Sie sich mal die Links an!)

Siehe: kommunisten-online
Ossietzky 18/2011: Elias Davidsson, Wer war zu dem Verbrechen fähig?

Quo vadis SPD? Was wollt ihr erreichen?

Politik sei gar nicht mal so uncool, behauptet sie SPD. Man könne reicher werden und sexy bleiben, tönt es da. Und die so angesprochenen Jugendlichen würden nun mehr Zeitung lesen als bisher, mehr Nachrichten im Fernsehen ansehen und sich stärker als zuvor für ihr gesellschaftliches Umfeld interessieren. Na, prima! Da haben wir ja eine ganz großartige Entwicklung zu verzeichnen. Im Jahre 1939 schrieb der Arbeiterdichter Willi Bredel während seiner Inhaftierung im Gerichtgefängnis Bergedorf bei Hamburg den Roman „Maschinenfabrik N & K“. Darin nimmt er auch Stellung zur Rolle der SPD. Zwischen dem kommunistischen Arbeiter M. und dem Sozialdemokraten G. entspann sich die folgende Diskussion:

G.: „Nun, Kollege M. was ist deine Meinung?“
M.: „Wenn ich das sagen soll, muß ich erst eins wissen!“
G.: „Na, und?“
M.: „Was glaubt ihr zu erreichen, und was ist der Zweck des Ganzen?“
G.: „Ich denke mir das eventuell so“, erklärte G., „wir bleiben eine lose Gemeinschaft, unterhalten uns über alle Mißstände im Betrieb und suchen sie zu beseitigen und besprechen alle sonstigen Vorkommnisse und wirken revolutionierend und reinigend – jeder in seiner Partei. Wir sind so gewissermaßen in den kleinsten Anfängen das Verbindungs- und Einigungsglied zwischen den beiden sozialistischen Parteien!“

Alles blickte auf M.
M.: „Nun, dann will ich darauf auch einmal ein offenes Wort sagen“, begann er lächelnd. „Ich brauche keine lange Einleitung zu machen. Mein Leben hat nur durch meine politische Tätigkeit in den Organisationen des Proletariats und im revolutionären Kampfe um seine Befreiung Sinn und Inhalt. Daß eine starke, millionenstarke, im Ziel klare und im Wollen einige Partei die Voraussetzung des Sieges der Arbeiterklasse sein muß, weiß ich. All das brauche ich wohl nicht zu betonen. Aber nun eins. Eure ganze Einstellung, eure ganze Absicht, ich will gerne zugute halten, unbewußt, unbeabsichtigt, steht auf antisozialistischer Grundlage. Die entscheidende Frage für euch ist doch, die Sozialdemokratie zu reformieren. Ich vermeide bewußt das Wort revolutionieren. Und da seid ihr in einem Generalirrtum befangen.

Die SPD-Führung betreibt keine revolutionäre, keine marxistische, sozialistische Politik mehr. Sie war in den Jahren der Revolution der Retter der kapitalistischen Wirtschaft auf bürgerlich-demokratischer Grundlage, sie ist im Laufe der Jahre ein Bestandteil dieser Wirtschaft und dieses Staates geworden. Ihre ganze Politik richtet sich vornehmlich gegen alle revolutionären Strömungen in der Arbeiterklasse.

Sie hat nicht nur die proletarische Revolution blutig unterdrückt, sie hat sich von damals bis heute zum ausgesprochenen Schützer des kapitalistischen Staates entwickelt, der mit allen Mitteln der bewaffneten Klassenmacht der Bourgeoisie jeden revolutionären Willen der Arbeiterklasse blutig unterdrückt. Die Rolle des Faschismus im Todesalter des Kapitalismus ist bekanntlich, dem Kapitalismus durch barbarischste Unterdrückung aller revolutionären Kräfte des Proletariats eine Galgenfrist zu verschaffen. Die heutige SPD-Führung arbeitet unter einer dünnen Maske sozialer Phrasen dem Faschismus in die Hand.

Sie hat den Marxismus endgültig über Bord geworfen und steht in krassem Gegensatz zu den Lebensinteressen der Arbeiterklasse. Die klügeren und prominenteren Gegner der offiziellen Parteipolitik opponieren auch nur gegen die plumpe Taktik eines verlumpten Nosketums, gegen die grundlegende antisozialistische, staatserhaltende Politik opponieren sie nicht. Aber darin liegt das Entscheidende. Eure Versuche werden, wie man so sagt, am untauglichen Objekt scheitern, oder ihr werdet euch anpassen und in die Front der Klassengegner schwenken. Ich kann euch in meinem und meiner Genossen Namen nur sagen: solange ihr einer solchen Führung folgt, solange ihr die politischen Grundfragen dieser Partei bejaht und die KPD bekämpft, solange ihr nicht beweist, durch Wort und Tat, daß ihr proletarische Revolutionäre seid, solange gibt es zwischen uns keine Annäherung.

Die Tatsache, daß wir eine Generation und sämtlich aus der Jugendbewegung sind, hat gar nichts auf sich und ist als einzige Grundlage irgendeiner Gemeinschaft völlig ungenügend. Einmal sind aus der proletarischen Jugendbewegung genügend Korruptionisten hervorgegangen, so daß die ehemalige Mitgliedschaft einfach kein absoluter Beweis politischer Anständigkeit mehr ist. Und zweitens ist, wie gesagt, die entscheidende Frage die des politischen Bekenntnisses. Wer wirklich bereit ist, für die proletarische Revolution, für den Sozialismus zu leben und zu kämpfen, der kann nur einen Weg, nur einen einzigen Weg gehen: mit allen revolutionären Arbeitern in der geschlossenen proletarischen Klassenfront, unter Führung der Partei Lenins und Liebknechts.
– Das ist, was ich hier zu sagen hätte!“

Quelle:
Willi Bredel, Maschinenfabrik N & K, Aufbau Verlag, Berlin und Leipzig, 1970. S.92f.

Anmerkung: Damit war die Diskussion natürlich nicht beendet. Im Gegenteil – sie begann erneut. Damals wie heute. Eine wichtige Frage an die SPD (wie auch an die DKP und die Linke) lautet: Was glaubt ihr zu erreichen, und was ist der Zweck des Ganzen? Daß viele Arbeiter schließlich doch den Sinn dieser Worte begriffen, zeigte sich in der Vereinigung beider Parteien, der KPD und der SPD, und in dem historischen Händedruck von Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl am 21. April 1946. Es zeigte sich: Marx hatte doch recht…
Marx-SPD

„Denk ich an Deutschland in der Nacht…“ (H.Heine)

cassandraDie paar Herren und ihre vielen Diener in Deutschland

VOM ARBEITER ZUM ARBEITSUNTERTAN

von Kassandra

Alltägliches wollen zwar viele Menschen gar nicht mehr diskutieren, weil ihr Arbeits- oder Arbeitslosenalltag einfach zu grau und öde ist, um nicht lieber am Feierabend vor die Glotze und die dort präsentierten seichten Seifenopern mit all den heilen bürgerlichen Scheinwelten zu flüchten, wo es bestenfalls um ein paar zwischenmenschliche Intrigen geht, nicht aber um Klassenkampf und Realitäten der imperialistischen Raubkriege. Viele Leute lenken sich auch gerne mit Kriminalfilmen von der kriminellen Wirklichkeit ihres Arbeits- oder Arbeitslosenschicksals ab. Bei vielen Rentnern, zumal wenn deren Bewegungsfähigkeiten eingeschränkt sind, laufen die Glotzen gleich 24 Stunden rund um die Uhr und wirken als Dauer-Droge der Verblödung bis in den Tod.

VOR 100 JAHREN WAR DER ARBEITER-ALLTAG GANZ ANDERS

Im Jahr 1911 war der Arbeitsalltag sicherlich mindestens genauso grau wie heute, wenn nicht noch grauer. Die Menschen kannten damals weder Fernsehen noch Radio, weder mobiles Telefonieren noch Internet. Die Kommunikation lief also ausschließlich über Gespräche, gedruckte Medien wie Bücher und Zeitungen und Flugblätter, regional und interkontinental per Postbrief und in dringenden Fällen per Telegramm. Es gab bereits ein Eisenbahnnetz in Mitteleuropa, wobei sich Arbeiter mit ihrem Lohn nicht unbedingt die Bahnfahrten leisten konnten. Die Bauern benutzten noch weitgehend Pferdegespanne, und in der Landwirtschaft der Junker und adligen Großgrundbesitzer herrschten vielerorts noch Elemente von feudaler Leibeigenschaft. Es gab jedoch eine sich rasant entwickelnde Schwerindustrie, die für den zivilen Bereich (Maschinenbau) und für den militärischen Bereich (Waffen und Munition) produzierte. Das sich Ende des 19. Jahrhunderts aus der Verschmelzung von Bank- und Industriekapital bildende Finanzkapital war weitestgehend national organisiert. Die imperialistischen Kolonialmächte England, Frankreich, Niederlande, Belgien, Italien, Türkei (Osmanisches Reich) und USA hatten Afrika und große Teile Asiens sowie Teile Lateinamerikas ihrer direkten Herrschaft unterworfen und metzelten in ihren Kolonien jeden Widerstand mit den brutalsten und unmenschlichsten Methoden jener Zeit nieder. In den bürgerlichen Schulen jener Zeit im deutschen Kaiserreich wurde dem Volk vermittelt, dass harte und eiserne Disziplin sowie bedingungsloser Befehlsgehorsam, Gottesfurcht und Untertanengeist die grundlegenden Tugenden und Charaktereigenschaften des Bürgers und Untertanen aus dem Volke zu sein haben.

Neben den Schulen, Kasernenhöfen, Kirchen, Fabriken, Landgütern und Gefängnissen gab es jedoch auch Arbeiterbildungsvereine, Arbeiterturnvereine, Arbeiterzeitungen, Gewerkschaften und die SPD als Arbeiterpartei. Vor allem nach Erhalt der Lohntüten trafen sich die Arbeiter fröhlich in den Wirtshäusern, um sich den Dreck in den Lungen so gut wie möglich runterzuspülen und gesellig Alltägliches zu diskutieren. Die Arbeiterjugend hatte ebenfalls ihre ersten Organisationen, aber kaum Geld für etwas Freizeitspaß. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, hieß es überall. Und so gab es für die Arbeitertöchter vor allem Kirche, Küche und Kinderhüten neben Wäschewaschen in geselligen Waschküchen, Hausputz und Nähen. Die Arbeitersöhne hingegen mu+ten sich nach der Schule erst noch im Militärdienst drillen lassen, um anschließend zumeist wie ihre Väter in der Großindustrie zu schuften.

VOR 50 JAHREN WAR DER ARBEITERALLTAG NOCH NICHT WIE HEUTE

Im Jahr 1960 war der Arbeiteralltag sicherlich mindestens so grau wie heute, wenn nicht noch grauer. Jedoch gab es bereits Fernsehen und Radio sowie Telefon. Dies war für Arbeiter ein großer Anreiz beim Schuften, denn das Häuschen wollte abbezahlt werden, und außer dem Radio wollten die Arbeiterfamilien auch gerne Fernsehen und Telefon genießen können. Viele Arbeiter nutzten damals die verbreiteten Fahrräder oder Motorräder, um zur Arbeit zu kommen. Auch gab es mit U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen bereits die auch heute üblichen Nahverkehrssysteme zur Massenbeförderung insbesondere in der Berufsverkehrszeit.

Das Radio war einst als „Volksempfänger“ bzw. „Goebbelsschnauze“ ganz bewußt dem deutschen Volk von den Hitlerfaschisten verordnet worden, damit die herrschende faschistische Ideologie voller Nationalismus, Chauvinismus, Rassismus und Militarismus als tödliches Gift gegen das revolutionäre proletarische Bewusstsein der Arbeiterklasse möglichst verheerend wirken konnte. 1960 war die KPD bereits verboten und wurde mit aller Härte in der Illegalität verfolgt, während das Großkapital vor allem den Konsumwahnsinn und angesichts des „Ostblocks“ den Antikommunismus massiv propagierte. In Radio, Fernsehen und den Erzeugnissen der Konzernmedien wurden ausschließlich reaktionäre und antikommunistische Inhalte sowie viel Ablenkung von jeglicher Form des Klassenkampfes dem Volk staatlich und privatkapitalistisch verordnet, die Fernsehprogramme bestanden damals wie heute aus bunten Scheinwelten des Show-Business, Heimatfilmen und Seifenopern oder stramm antikommunistisch ausgerichteten politischen Magazinen. Dies alles natürlich garniert mit ein paar spannenden Hörfunk- und Fernseh-Krimis, Abenteuerfilmen und Kinderprogrammen. So wurden schon die Kinder ganz systematisch an die Glotzen gewöhnt und setzte der Trend zu Stubenhockern bei ihnen damals ein.

Angesichts der Gefahr einer zu großen Attraktivität der sozialistischen Gesellschaft nebenan in der DDR, wo es weder Arbeitslose noch Obdachlose, weder Privatschlösser noch „Gastarbeiter“ gab, sah sich das Großkapital bemüßigt, mit den Gewerkschaftsbonzen Tarifabschlüsse auszuhandeln, die ihren Namen nicht nur anscheinend wert waren, sondern tatsächlich den Arbeiterfamilien einen gewissen Wohlstand zugestanden. Viele hart schuftende Facharbeiter in den Bergwerken, Stahlwerken, Autobaukonzernen, Chemiefabriken und Maschinenbaufirmen konnten sich nicht mehr nur ein Motorrad leisten, sondern sparten für die Anschaffung des eigenen Autos. Dabei taten die Herrschenden und Medienkonzerne alles, um der Arbeiterklasse das Klassenbewußtsein zu zersetzen. Dem Volk wurde emsig die „Wohlstandsgesellschaft“ gepredigt, da es sich ja in der „ersten Welt“ viel besser lebte als in der „Dritten Welt“. Dort in der „Dritten Welt“ hatten sich zwar fast alle Kolonien in harten Kämpfen national befreit, aber der Vietnamkrieg gegen die französische Kolonialmacht weitete sich damals zum Indochinakrieg aus. Und auch in Nordafrika und im Kongo war das Ringen der kolonial unterjochten Völker um zumindest nationale Befreiung längst beendet.

1960 waren die USA, Großbritannien und Frankreich bereits Atommächte. Die NATO bildete das imperialistische Bündnis aggressiver „westlicher“ Mächte unter Führung der USA gegen die UDSSR und die sozialistischen Länder, welche sich ihrerseits im Warschauer Vertrag zur notfalls auch militärischen Verteidigung ihrer Souveränität zusammengeschlossen hatten. Mit dem revolutionären Kuba erhielt der Sozialismus auch auf dem amerikanischen Kontinent einen ersten Vorposten.

Die Arbeiterkultur in den imperialistischen Ländern wurde stark unterdrückt. Vor Ort gab es zuweilen Arbeiter- und Gewerkschafterchöre, Betriebszeitungen von mehrheitlich opportunistischen aber immer wieder auch klassenkämpferischen Betriebsräten, mit der ganzen Schlagkraft der bürgerlichen Klassenjustiz bekämpfte kommunistische Zellen in der Illegalität. Jedoch gelang dem Finanzkapital, die Arbeiterklasse zunehmend mit opportunistischem kleinbürgerlichem Einfluß vor allem der Konsumideologie zu unterwandern. Mit einer bürgerlich-reaktionären antikommunistischen Ordnung, die ihnen anscheinend auf Dauer zumindest zunehmenden Wohlstand zugestand, konnten sich große Teile der Arbeiterklasse und des Volkes in Deutschland sehr wohl zeitweilig identifizieren und arrangieren. Und so erlagen sie der Täuschung durch den Klassengegner.

Zwar gab es in den Großbetrieben und zuweilen auch branchenweit immer mal gewerkschaftliche Streiks zur Durchsetzung geforderter Lohnerhöhungen, aber diese Streiks konnten sich nie zu politischen Streiks gegen die Allmacht des Finanzkapitals ausweiten. Die Arbeiterklasse war weitgehend führungslos. Die Unterdrückung der Kommunisten mit den Mitteln der Klassenjustiz konnte den Einfluß der Kommunisten innerhalb der Arbeiterbewegung und auf die Arbeiterbewegung zeitweilig wesentlich zurückdrängen. Von einem revolutionären Bewußtsein des deutschen Proletariats konnte von 1960 bis heute nicht mal gesprochen werden.

DIE MANIPULIERTEN ARBEITSUNTERTANEN HEUTE

Wann gab es die letzten wirklich großen Klassenkämpfe des deutschen Proletariats? Unstrittig gab es solche Klassenkämpfe in den 1920er Jahren und bis zur Errichtung der hitlerfaschistischen Diktatur in Deutschland. Der Faschismus hinterließ 1945 nicht nur die materiellen Trümmerhaufen des von ihm angezettelten 2. Weltkriegs, sondern auch einen ideologischen Trümmerhaufen namens deutsches Volk.

Dieses deutsche Volk mußte von außen her durch ausländische Armeen der Anti-Hitler-Koalition befreit werden, weil es zu seiner Selbstbefreiung nicht imstande war. Getreu preußischer Knechts- und Untertanenmentalität und des preußischen Kadavergehorsams hatte sich das deutsche Volk sehr mehrheitlich letztlich als Landsknechte und Lakaien des Faschismus recht willfährig mißbrauchen lassen.

An diese von den konkreten Klassengesellschaften in Deutschland in Jahrhunderten geformten „Tugenden“ und Charaktereigenschaften knüpfte der Imperialismus in den letzten Jahrzehnten geschickt an. Einige wenige von etlichen Arbeitern, die mit den Wölfen des kapitalistischen Managements laut heulten, wurden dafür durchaus vorzeigbar belohnt. Und damit wurden ansehnliche Teile der Arbeiterklasse korrumpiert und zeitweilig für den Imperialismus vereinnahmt.

Große Teile des heutigen Proletariats in Deutschland haben den Klassenkampf verlernt und verfügen nicht mal mehr über sonderliche Streikerfahrung. Viele Arbeiter in Deutschland wähnen sich immer noch in einer Gesellschaft mit reichlich Überfluss an Reichtum, in der doch jedermann mit etwas Pfiffigkeit gut leben können müßte. Sie identifizieren sich somit mit dem herrschenden reaktionären bürgerlichen System des Imperialismus, sehen über die imperialistischen Raubkriege im anerzogenen und staatlich verordneten Eigennutz hinweg und meinen, dieses imperialistische Deutschland gegen jede Gefährdung verteidigen und schützen zu müssen.

Mittlerweile verfügen viele Arbeiter und auch Arbeitslose nicht nur über Fernseher und Fahrzeuge, sondern auch über Handys und Internet. Vor 50 Jahren konnte kein Chef mal eben seine Arbeiter anrufen, damit sie noch mal in die Firma kommen oder am nächsten Tag eher erscheinen oder aus dem Urlaub zurückkommen, weil sie „gebraucht werden“.

Viele Arbeiter heute geben jedem danach fragenden Chef mal eben bereitwillig ihre Handynummer, als sei es das Selbstverständlichste von der Welt, daß sie ihre Arbeitskraft rund um die Uhr und möglichst auch noch im Urlaub und an den Wochenenden für die Bosse verfügbar bereithalten. Sie machen sich zu Arbeitsuntertanen.

Die Arbeitsuntertanen von heute arbeiten auch lieber mal unbezahlt länger, nur um dabei wenigstens die Hoffnung zu haben, ihren Arbeitsplatz noch ein wenig für sich erhalten zu können. Denn sie sind ja nun mal „Arbeitnehmer“, die sich da was nehmen bzw. denen gegeben wird von den „Arbeitgebern“ und deren Bluthunden in Gestalt der Bosse, des Managements. Und selbst wenn fast alle Arbeitsuntertanen die Bosse innigste hassen, so gibt es doch recht viele Arbeitsuntertanen, die es mal so und mal andersrum sehen, so daß sie am nächsten Tag auch wieder die Bosse verstehen, die ja so sein müssen, wie sie sind … kraft Naturgewalt?

Und verfügt dieses Management, daß wegen „schlechter Wirtschaftslage“ Weihnachts- und Urlaubsgeld gekürzt oder ganz gestrichen werden müssen, dann nehmen etliche Arbeitsuntertanen dies zähneknirschend hin. Schon weil sie sich erpreßt fühlen, daß die Bosse sonst die Arbeitsplätze in Billiglohnländer verlagern könnten. Was die Bosse natürlich sowieso tun, sofern es sich rechnet und die dadurch erhofften Profite für realistisch machbar von den Bossen eingeschätzt werden.

Aber dieses „Prinzip Hoffnung“ scheint dem deutschen Volk schon genetisch eigen geworden zu sein. Mit Hurra-Gebrüll zogen nicht selten übelst manipulierte deutsche Arbeitersöhne in den 1. Weltkrieg, um für Kaiser, Gott und angeblich auch Vaterland fremde Territorien zu besetzen und auszuplündern. Mit der Hoffnung, daß nach eifrigem Mittun doch auch ein paar Brosamen aus der in greifbare Nähe gerückt zu scheinenden Kriegsbeute ihnen von ihren Herren zugestanden werden müßten, schlug sich die große Masse der deutschen Wehrmachtssoldaten für die deutschen Faschisten und das deutsche Finanzkapital, bis sie als Krüppel oder gar nicht mehr in ihre zerbombte Heimat zurückkamen, wie einst ihre Väter und Großväter.

Mit der Hoffnung, der Kelch der Arbeitsplatzvernichtung würde an ihnen vorübergehen, akzeptierte die große Masse der Arbeiterklasse der DDR in vorauseilendem Kotau des Arbeitsuntertanen den Anschluß jener am Ende Pfaffenrepublik an die BRD und sieht sich heute getäuscht, als hätten all diese einst die DDR-Schulen besuchenden Menschen sich nie den Marxismus-Leninismus aneignen können. Waren sie wirklich der Glotze, dem Westfernsehen, dermaßen erlegen?

Heute leben viele Arbeitsuntertanen mit der Hoffnung, daß ihr Arbeitsplatz doch wenigstens noch bis zu ihrer Rente durchhalten möge. Und viele Arbeitslose machen sich die kleinbürgerlich-anarchistischen Phrasen vom „Recht auf Faulheit“ zu Eigen und hoffen, daß ihnen ein Dasein als Lumpenproletarier und Almosenempfänger auskömmlich genug bleiben wird.

Mittlerweile sind ihrer jedoch zuviele geworden, als daß die Bourgeoisie ihnen einfach so die Befriedigung einiger Grundbedürfnisse als Steuergeschenk und somit Anteil am gesellschaftlichen Reichtum zugesteht. Das Finanzkapital verordnet den Arbeitslosen seit einigen Jahren die Zwangsarbeit zu Niedrigstlöhnerkonditionen als „1-Euro-Jobber“. Es erstaunt die Welt ringsum zu sehen, wie bereitwillig die lohnabhängigen Menschen in Deutschland diese Lohndrückereien und diese Ausbeutung über jede Schmerzgrenze hinaus so seelenruhig mitmachen.

VIEL WENIGER ARBEITSUNTERTANEN AUSSERHALB DEUTSCHLANDS

Nicht uninteressant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, daß viele deutsche Auswanderer als kleine Geschäftsleute in Ländern der sog. Drittwelt unbegreiflich finden, daß sich dort oftmals aus sehr armen Verhältnissen stammende Menschen nicht für Niedriglohn zum Arbeitsuntertan machen lassen, sondern den Job einfach hinschmeißen, wenn der Boss da „zu nerven“ beginnt. In der Redensart der kleinen Geschäftemacher aus Deutschland in solchen Ländern sind jene „Eingeborenen“ dann natürlich von Natur aus extrem faul und unzuverlässig.

Daß dahinter im Grund nur die Menschenwürde steckt, die auch ärmste Menschen in diesen Ländern zu verteidigen wissen, erschließt sich dem deutschen Kleinbürger nicht, der ja meint, als Kunde und Zahler König sein zu müssen. Und der da meint, gerade die Ärmsten müßten doch wie jene erbärmlichen Kriecher- und Schleimertypen in manchem „Arbeitnehmer“-Gewand in Deutschland sein, die in jeden Hintern kriechen, wenn es nur von persönlichem Eigennutz sein könnte.

Es ist schon erstaunlich, wie abhängig sich viele von uns machen, nur weil sie den neuen Medien wie Handy und Internet regelrecht blindlings erliegen. Kaum ist die Arbeitsschicht zu Ende oder eine Pause eingeläutet, rennt die Kollegin mit zwischen linker Schulter und Ohr eingeklemmtem Handy vom Arbeitsplatz ins Freie, weil ihr aus der Familie noch jemand Einkaufswünsche für den Heimweg auftragen will. In Bahnen und an Bushaltestellen erfährt unsereiner sehr viel aus dem Privatleben aller möglichen Passagiere ringsum, die da nahezu pausenlos am Handy hängen.

Immer mehr Kinder und Jugendliche entwickeln sich zu reinen Stubenhockern, so daß die Badestellen und Freibäder verwaisen und statt dessen Facebook und Twitter ständig neue Besucherrekorde vermelden können. So kümmert sich doch jeder erst mal nur noch um sich selbst und seine Familienangehörigen, um den eigenen Chef und dann bestenfalls noch das eigene Auto und die Glotze.

Große Teile des Volkes verblöden so mit System, denn sie sind zu abgestumpft, um überhaupt noch über einen Tellerrand hinausblicken zu wollen. Wird ein Waldspaziergang nicht schon immer öfter mit einem „Dschungel-Camp“ in Verbindung gebracht?

Wo sind die Menschen in oder aus Deutschland, die einfach mal von Tunesien aus nach Libyen reisen und sich ein paar Tage lang in Tripolis ein Bild von der Wirklichkeit jenes imperialistischen NATO-Kriegsverbrechens machen? Die sich nicht von der Glotze dahingehend verblöden lassen, in von NATO-Militärs geleiteten Söldner- und Verbrecherbanden „Volksaufstände“ zu sehen.

Wo sind die Menschen in oder aus Deutschland, die an Aktionen der Solidarität mit dem palästinensischen Volk aktiv teilnehmen? Die endlich denen mal Paroli bieten, die vom ach wo gefährdeten Existenzrecht Israels in allen Konzernmedien labern.

Schon Heinrich Heine schrieb im Wintermärchen: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“

AKTUELLER DENN JE!

Quelle:
Kommunisten-online am 20. August 2011

Die Frage der Macht

Lenindenkmal Berlin

Sowjetunion – die demokratischste Staatsmacht der Welt
Die Machtfrage ist überhaupt das wichtigste Kriterium dafür, ob eine Partei die Interessen des werktätigen Volkes vertritt oder nicht. Das haben wir bereits vor 50 Jahren von der Kommunistischen Partei der Sowjetunion gelernt. Wir begriffen damals sehr wohl, daß die Partei Lenins in Gestalt der Sowjetmacht die demokratischste Staatsmacht der Welt aufbaute. Denn zum erstenmal in der Weltgeschichte war an die Stelle der Diktatur der Minderheit über die Mehrheit des Volkes die Diktatur der gewaltigen Mehrheit (der Arbeiter und der werktätigen Bauern) über die Minderheit (die entmachteten Vertreter des Imperialismus) gesetzt worden.

Eine gewaltige schöpferische Leistung
Einzig durch die Eroberung der politischen Macht und durch die Schaffung der höchsten Form der Demokratie konnten die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten im Sowjetland jene gewaltige, schöpferische Leistung auf ideologischem, politischem, ökonomischen und kulturellem Gebiet vollbringen. Nur dadurch konnten sie auf einem Sechstel der Erde den Sieg des Sozialismus erringen und zur Schaffung Grundlagen des Kommunismus übergehen. Die Erfahrungen der Sowjetmacht bei der Entwicklung der sozialistischen Planwirtschaft, der sozialistischen Umgestaltung der Landwirtschaft, der sozialistischen Kulturrevolution, der Lösung der nationalen Frage und der Entwicklung der marxistisch-leninistischen Weltanschauung waren für uns – die Kommunisten in allen Ländern der Welt – beispielgebend, wie durch die Eroberung der politischen Macht alle Lebensfragen des tätigen Volkes in seinem Interesse gelöst werden können,

(Walter Ulbricht: Festansprache zum 100.Geburtstag W. I. Lenins im Jahre 1970)

Quelle:
Seht, welche Kraft! Die SED – Tradition, Gegenwart, Zukunft, Dietz Verlag, Berlin, 1971, S.336.

Ernst Thälmann: An die Jugend

Reichsparteitag 1929Ernst Thälmann begrüßt den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands auf dem 4.Reichsjugendtag Ostern 1929 in Düsseldorf

Unser Genosse Ernst Thälmann war (und ist auch heute noch!) vor allem für die Jugend ein leuchtendes Vorbild. Und er war für die deutsche und internationale Arbeiterbewegung einfach unersetzlich. Er war so wertvoll, daß Stalin sich 1944 sogar bereit erklärte, sämtliche kriegsgefangenen Wehrmachtsgeneräle gegen den von den Nazis inhaftierten KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann einzutauschen, und das waren etliche!
1929 richtete Ernst Thälmann in Düsseldorf an die Jugend die folgenden Worte:

Unser Kampf um die Gewinnung der werktätigen Jugend ist ein wichtiger Teil der Eroberung der Mehrheit der Arbeiterklasse. Partei und Jugendverband müssen gemeinsam dieses gewaltige Problem meistern…
Wir müssen der gärenden und suchenden werktätigen Jugend sozialistische Ziele und Ideale geben, wir müssen ihr eine Zukunft weisen, die sie sich nur im Kampf für den revolutionären Ausweg erringen kann…
Wir gewinnen die werktätige Jugend nur im täglichen Kampf, durch unermüdliche Kleinarbeit, durch zähe Aufklärungsarbeit über das Wesen des Faschismus… und unter breitester Popularisierung des sozialistischen Aufbaus in der Sowjetunion, durch die Weckung des Kampfes- und Verteidigungswillens für unser sozialistisches
Vaterland, die UdSSR.

Siehe:
Krasnoe TV: Blumen für Ernst Thälmann (Video)